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Kundenrezensionen

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am 18. November 2015
Dieses Buch ist zweifelsohne ein wunderbares Werk, dass ich nicht nur einmal gelesen habe.
Der Autor und sein gesamtes Werk wurden nun verboten wegen eines einzigen Satzes, der bestimmten Leuten nicht gefällt. Ich verstehe nicht, wieso dieses Buch wegen dieses einen Satzes nun nicht mehr gedruckt wird. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wo kann ich das Buch noch kaufen, wenn die letzten gebrauchten Exemplare ausverkauft sind? Warum werde ich als Leser derart bevormundet? Wozu habe ich die Schule besucht, wenn mir jedes eigenständige Denken und jede Entscheidung von oben herab abgenommen wird?
In einer Demokratie darf es keine Bücherverbote geben und ich hoffe, dass Amazon den baldigen Verkauf wieder sicherstellt.
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am 22. Oktober 2015
Der Zeitpunkt dieser Rezension macht es nötig, ihr drei Vorbemerkungen vorauszuschicken:

1. Dies ist meine erste Rezension auf Amazon.de Ich scheue vor so etwas eigentlich zurück. Was mich nun dazu bewegt ist die Fülle von neuen Ein-Stern-'Rezensionen' hier. Man kann es eigentlich nicht als Rezensionen bezeichnen, da die meisten ihrer Schreiber das Buch selbst gar nicht gelesen haben. Ich empfände es als ungehörig, ein Buch zu bewerten, dass ich nicht gelesen habe.
2. Vielmehr geht es ihnen um einen Satz, den der Autor, Herr Pirincci, auf einer Pegida- Demo gesagt hat. Viele dieser 'Rezensenten' behaupten, Herr Pirincci wolle 'die KZ's wieder eröffnen'. Wenn ich jemanden schon wegen eines Zitates schmähe, sollte ich ihn wenigstens korrekt zitieren. Der berüchtigte Satz lautete (Zitat): 'Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.' (Zitat Ende). Die KZ- Bemerkung war somit sarkastisch zu verstehen. Ist das geschmacklos? Aber sicher, und wie! Geschmacklos finde ich allerdings auch die Leute, die jetzt hier herumkrakeelen.
3. Ich verstehe die Logik der Leute nicht, die besagte Ein-Stern-Rezensionen vergeben. 'Wir wollen nicht, dass sich die Vorgänge der Nazizeit wiederholen. Deswegen gehören die Bücher dieses Autors weg'- am besten wird es wohl sein, man verbrennt sie.
Zum Buch Felidae selbst:

'Felidae' ist eines der wenigen Bücher, die ich als Jugendlicher gelesen habe und zu denen ich auch jetzt, als Erwachsener, gerne immer wieder zurückkehre. Der Roman funktioniert als eine Art 'Schwarze Serie mit Katzen'. Und dies im besten Sinne: Die Charaktere, allen voran der Klugscheißer und Katzendetektiv Francis, sind allesamt so gezeichnet, dass man sich in sie hineinversetzen kann. Dennoch vergisst man nie, dass sie einer anderen Spezies, eben den Felidae, angehören.

Die Handlung im Kurzen: Kater Francis zieht, zusammen mit seinem 'Dosenöffner' und Halter Gustav in ein altes Haus in einer namenlosen Stadt um. Binnen Kurzem stellt sich heraus, dass sich in der Gegend unheimliche Morde an Katzen ereignen. Morde, für die als Täter nur eine andere Katze in Betracht kommt. Francis macht sich, zusammen mit dem verkrüppelten und mürrischen Kater Blaubart, an die Arbeit, den Mörder dingfest zu machen.

Nur soviel, da ich niemanden 'spoilern' möchte: Die Lösung des Rätsels führt tief in die Psyche von Francis und die des Mörders. Es werden Themen wie Tierversuche, Völkermord, Eugenik und Schuld berührt. Dies, ohne den Spannungsbogen der Geschichte zu stören.

Die gezogenen Allegorien sind mancherorts überzogen und auch die Gossensprache, die Pirincci nunmehr allzu ausufernd verwendet, kommt nicht zu kurz.

Dies Alles tut aber meiner Meinung nach dem Buch keinen Abbruch. 'Felidae' mag Pirinccis einziger Geniestreich sein- aber ein Geniestreich ist es.

Schade fände ich es, wenn ein solches Buch nun wegen der Sünden seines Autors begraben würde.
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am 29. November 2015
Die Geschichte rund um den Kater Francis zieht sich schon etwas hin. Dennoch hat mir die Geschiche immer sehr gut gefallen. Die Idee, dass anstatt Menschen, die Katzen die Hauptpersonen sind, finde ich mal was Neues. Auch der Trickfilm gehört schon lange zu einen meiner Lieblingsfilme und beides kann ich empfehlen, wenn man Krimis mag und der Idee von Detektiv-Katzen offen gegenüber steht.

Was aber gar nicht geht, sind die hetzerischen Kommentare hier. Amazon ist eine Plattform um Bücher und andere Produkte zu bewerten und nicht um über die Autoren herzuziehen. Geht dafür in Foren für Politik. Das Buch schlecht zu bewerten, weil euch der Autor nicht passt ist ganz billige Rhetorik und erschreckt mich. Amazon soll bitte etwas dagegen unternehmen.
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Damals bot "Felidae" eine noch originelle Idee: ein Krimi einmal aus der Katzenperspektive. Das Buch ist gut lesbar geschrieben, teils abgefahren und sowohl zum Selbstlesen wie auch als Katzenliebhaber-Geschenk denkbar (eine solche Person könnte es allerdings mittlerweile hochwahrscheinlich schon haben, denn der Roman Akif Pirinçcis kam ja bereits 1989 heraus bzw. wurde als Zeichentrickfilm fünf Jahre später in die Kinos geschickt). Ich las jetzt das Buch noch einmal rasch durch.

Dreieinhalb bis vier Sterne müssen reichen, denn es wirkte das Buch auf mich wie rasch gemachte leckere Pasta, die aber nicht wirklich sättigt, oder, um im Bild zu bleiben, wie eine Katzenpfote ohne Krallen, die auf dem Boden keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt.

Nebenbei, Nachtrag 2015: Dass Herr P. gerade entweder überprovoziert oder wirklich so tumben Geistes ist, kann das Buch von damals nichts. Das kann man bei einem Katzenkrimi doch nun wirklich trennen.

Also, wenn Ihnen die bloße Anwesenheit von Katzen in Büchern das Herz höher schlagen lässt, legen Sie für sich noch einen Stern drauf. :-) Ansonsten dreieinhalb bis vier Sterne.
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am 22. Oktober 2015
Hoffentlich stoppt Amazon bald diese Trolle, die die Rezensionen als Forum mißbrauchen.
Für allem Empörten: Die KZ-Bemerkung war zweifellos geschmacklos, aber Pirinçci hat sie NICHT auf Flüchtlinge bezogen!
Da haben einige Gutmenschen wohl nicht richtig zugehört. Es ist wohl bei dem ganzen gerechten Zorn der Mühe zuviel verlangt, vor Boykottaufrufen im Internet den echten Wortlaut nachzulesen.
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am 12. Mai 2016
Ich finde die Katzenkrimis von Pirincci absolut lesenswert ! Deshalb ist es einfach unmöglich, dass er aufgrund seiner politischen Ansichten bei den namhafte Verlagen (mit allen seinen Büchern) rausgeflogen ist ! Ich habe meine Katzenkrimis nämlich verschenkt und musste mir nun neue besorgen ... Leute, lest sie einfach !!!
Vielleicht sind die Verlage dann so clever, sie wieder ins Programm zu nehmen ;-)))
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am 22. Oktober 2015
Obwohl ich kein Freund des Autors und seiner literarischen Ergüsse (um mal in seinem Duktus zu bleiben) , ist es an der Zeit, der virtuellen Mobmentalität der "Rezensionisten" gegenzusteuern, welche nach eigenem Bekunden seine Bücher nicht einmal gelesen haben.

Es lebe die Meinungsfreiheit - wider die Gesinnungspolizei!

Von einem der größten Denker unserer Zeit entliehen: "Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist." Wobei intellektuell hier sicher ins Leere greift.
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am 22. Oktober 2015
Die Story ist klasse, voller unerwarteter Wendungen, aber am besten gefiel mir die Sprache. Ähnlich wie bei Joseph Conrad, der auf Englisch schrieb aber dessen Muttersprache Polnisch war, spürt man bei Pirincci einen Anflug von Fremdheit, der aber nicht die Lesefreude trübt. Im Gegenteil, manche Sprachbilder wären einem deutschen Muttersprachler vielleicht nie eingefallen!

Mein Dank auch an den unbekannten Spender, der dieses Buch in den gläsernen Bücherschrank an der Straßenecke stellte und mir so zu dieser spannenden Lektüre verhalf.
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am 11. Dezember 2006
Tiere als Krimi-Protagonisten? Katzen gar, die ja neuerdings allzu sehr mit dem Schmuse-Image beladen sind? Kann das gutgehen? Es kann. Aber nicht nur das -- es geht richtig gut; Akif Pirinccis Katzen-Krimi "Felidae" verbindet eine gut durchdachte Story mit individuell gezeichneten Charakterkatzen und lässt seinen feliden Ermittler Francis in bester Sam-Spade-Manier von seinen haarsträubenden Ermittlungen im neuen Revier berichten.

Kaum nämlich ist Francis' "Dosenöffner" (so die liebenswürdige Bezeichnung für uns trottelige Zweibeiner) Gustav in ein neues Stadtviertel gezogen und beschert Francis damit ein neues Revier, stößt der bei einem ersten Kontrollgang über eine schlimm zugerichtete Katzenleiche, oder, wie Francis' neuer Freund Blaubart das ausdrückt, einen "kalten Sack". Blaubart ist ein verwegen aussehender, undurchsichtiger alter Kampfkater, im Vergleich zu dem "selbst Quasimodo realistische Chancen gehabt [hätte], in die Dressmanbranche einzusteigen". Mehr als einmal ist er zur Stelle, wenn Francis ihn am dringendsten braucht, und mehr als einmal hat Francis auch den Verdacht, dass Blaubart mehr weiß, als er ihm mitteilt.

Sascha, so der Name des gemeuchelten Katers, ist nicht der einzige tote Artgenosse, auf den Francis in den nächsten Tagen stoßen wird. Diese Katzenmorde sind unheimlich -- und eigenartig. Kaum denkbar, dass da ein durchgedrehter Dosenöffner am Werk war... Bei seinen Ermittlungen stößt Francis auf allerhand Merkwürdiges. Da wäre zunächst die verfallene Villa, in die er und sein "Dosenöffner" Gustav gezogen sind und die ihm diffuse Ängste und bedrohliche Alpträume beschert... Sodann gibt es eine in diesem Viertel recht häufige eigenartige Katzenrasse, deren Vertreter Francis an altägyptische Wandmalerei erinnern. In natura allerdings hat er solche Artgenossen noch nie gesehen... Dann wären da noch eine blinde Katze, die nie das Haus ihres Besitzers verlässt und die sich vage an irgend etwas Schreckliches (aber was?) in ihrer frühesten Jugend erinnert; eine zur Massenhysterie neigende Katzensekte, die einen mysteriösen Claudandus anbetet; ein tatteriger alter Angorakater namens Jesaja, der wirre Prophezeiungen auf Lager hat; ein höchst cleverer Kater namens Pascal, der sich mit Francis anfreundet und ihn in seine Computerkenntnisse (!) einweiht... und noch einiges andere.

Francis der Klugscheißer, wie ihn Blaubart bald nennt, will der Mordserie an seinen Artgenossen auf den Grund gehen, und bald findet er heraus, was die Opfer verbindet: Alle waren sie akut auf Freiersfüßen. Steckt also irgendein absurd-puristischer religiöser Fanatismus hinter dem Ganzen? Dass die Claudandus-Sekte, wenn sich ihre zahlreichen Miglieder in die entsprechende Massenhysterie gesteigert haben, zu allem fähig sind, hat er selber erlebt, als er ihnen mit knapper Not entkommen konnte. Aber andere Puzzleteile sprechen dafür, dass der Fall nicht so einfach ist, sondern dass dem Ganzen ein teuflischer Plan zugrunde liegt.

Francis unternimmt gefährliche und pannende Ermittlungen, bis er den springenden Punkt erkennt: Allmachtsphantasien und eiskalter, systematischer Wahnsinn, dazu ein verblendetes Ideal einer "Herrenrasse"...

Das klingt auf den ersten Blick etwas an den Haaren herbeigezogen, aber Pirincci entwickelt diesen Hardboiled-Krimi tatsächlich völlig logisch, und er verbindet die Handlungsstränge mit umfangreichem Fachwissen über Katzen (das Wichtigste kann man im Anhang des Buches nachlesen) -- und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder spannungslähmende gelehrte Exkurse.

Und mit Francis' großem Gegenspieler und dessen wahnsinnigen Allmachtsallüren parodiert Pirincci tatsächlich ein wenig Kommissar Bärlachs Antagonisten in Dürrenmatts Krimis. Kombiniert mit einem gelungen ins Deutsche übertragenen Raymond-Chandler-Stil verrät das, dass Pirincci nicht nur über Katzen Bescheid weiß, sondern sich auch in den verschiedenen klassischen Krimi-Disziplinen bestens auskennt. Mehr als das: Er kennt sich nicht nur aus im Genre, sondern er entwickelt aus diesen Vorgaben einen originellen eigenen Stil.

Das eigentlich Reizvolle an diesem Krimi ist aber seine Sprache. Francis entpuppt sich als ein Sam Spade in Katzengestalt, und er ist fast so cool wie Humphrey Bogart persönlich. Wenn er also seine Geschichte erzählt, tut er das haargenau im besten Schwarze-Serie-Stil, pointiert und sarkastisch. Einen wortgewaltigen drastischen Vergleich lässt er sich ebensowenig entgehen wie eine rollige Katze.

Wem beim Stichwort "Katze" als erstes ein "ach wie süüüüß" entfährt, dürfte von "Felidae" womöglich enttäuscht sein, vielleicht sogar entsetzt wegen der Grausamkeiten. Wer hingegen die Krimis von Raymond Chandler liebt oder alte Bogart-Krimis der "Schwarzen Serie", dem empfehle ich "Felidae" unbedingt -- sogar dann, wenn er Katzen hasst oder allein schon von dem Wort "Katze" allergische Asthmaanfälle bekommt...
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am 22. Oktober 2015
Tja, Glückwunsch kann man da nur sagen, die Trolle haben es wohl geschafft, die Bücher werden nur noch eingeschränkt vertrieben.. Geschieht dem Autor Recht! Werden viele denken.. vielleicht.. vielleicht aber auch nicht! Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit noch die Anzeige, das ist unsere Exekutive.. Aber wie so oft sind die Massen der durch die Medien aus dem Kontext gezogenen Aussage des Autors auf den Leim gegangen, in typisch deutschem voreiligem Gehohrsam wird nun die Sau durchs Dorf getrieben, die Hetzjagd beginnt.. man kann zu dem Autor stehen wie man will, die Aussage war heftig in der Tat, das war schwarze Satire die nicht jeder versteht, für die meisten zu geschmacklos.. das ist die eine Seite! Viel erschreckender finde ich die Reaktion, den Mob der wieder loslegt, die Zensur, es gehen wunderschöne Romane von einem begnadeten Autor verloren! Dies ist eine dunkle Zeit, es gibt keine Demokratie mehr, wir sind längst in der Diktatur!
44 Kommentare|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden