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Kundenrezensionen

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am 8. April 2011
Ich les ja immer erst die schlechten Kommentare. Hier auch. Und was die Negativkommentatoren eint ist ihre Enttäuschung, weil sie eh schon alles wußten. Im Vorwort steht klar zu lesen, für wen dieses Buch geschrieben und warum es so aufgebaut wurde. Bloch preist sein Buch nicht an für Leute, die mehr zu wissen meinen als er selbst. Ich hab seit 30 Jahren Hunde, befasse mich recht intensiv mit dem Thema und finde Blochs Buch sehr informativ. Natürlich wußte ich das ein oder andere schon. Trotzdem viel Neues und vor allem die Bestätigung bezüglich eigener kritischer Gedanken erfahren. Ist doch auch mal nett zu lesen, daß die eigene Denke auf dem richtigen Weg ist, oder?
Was mir allgemein immer wieder auffällt und mich nach wie vor verblüfft ist folgendes:
Viele Leute (und gerade auch die selbsternannten Wissenden) sind immer noch auf der Suche nach einem Zauberbuch. Nach einem Buch, in dem für alle Hunde, alle Menschen und alle Situationen klare und universell gültige Erziehungstipps gegeben werden. Welch ein Blödsinn! Es ist doch wie in der Schule in Mathe. Das richtige Ergebnis war nicht so wichtig; der Lehre wollte erkennen können, daß der Schüler das Prinzip, den Weg begriffen hatte. Und so ist es mit der Hundereziehung auch. Um das Prinzip besser begreifen zu können ist Blochs Buch ganz wunderbar geeignet. Viel Freude beim Lesen, es lohnt sich!
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am 14. Juni 2010
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich die Bücher von Günther Bloch mit anderen Büchern vergleiche. Er ist in der Lage wie kein zweiter die Zusammenhänge in der Mensch-Hund (Wolf-Wolf) Beziehung nicht zu verkomplizieren, sondern einfach, strukturiert und teilweise witzig herüberzubringen. Mit Elli Radinger sind zwei kompetente Fachleute zusammengekommen, die der Hundeszene teilweise die alten Zöpfe abschneiden. Hier werden Fakten wiederlegt, die immer noch von einigen Trainer zu hören sind. Es werden Situationen in Wolfsrudeln geschildert, die das ganze bildlich vor Augen führen und greifbar machen. Solche Autoren brauchen wir mehr. Man merkt, diese beiden müssen sich nicht hinter "Fachausdrücken" und komplizierten Aussagen verstecken, sondern schreiben so wie ihnen der "Schnabel" gewachsen ist. Und wer sich etwas richtig gutes tun will, besucht zu diesem Buch die entsprechenden Seminare.
Weiter so!
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am 7. Januar 2014
Mit Begeisterung habe ich dieses gut geschriebene Buch von vorn bis hinten in einem Rutsch durchgelesen. Weshalb dieses Frohlocken? Nunja, ich bin einer von denen, die ihrem Hund die eine oder andere oder sogar sehr viel Freiheit lassen und durch diese Lektüre wurde ich darin mehr als nur bestärkt. Mein Hund ist glücklich. Und ihrer?

Den Aufbau des Buches finde ich schlichtweg genial:
Jedes Kapitel wird unterteilt in
1) Behauptet wird ...
2) Fakt ist ...
3) Bedeutung für den Hundehalter

"Behauptet wird" irgendein Verhalten, das Wölfe anscheinend haben sollen oder eine angebliche Tatsache, wie man mit Hunden umgeht.

"Fakt ist" wie sich Wölfe aber tatsächlich verhalten (ermittelt durch jahrelange Beobachtungen von Wolfsfamilien).

Die "Bedeutung für den Hundehalter" ist dann die, dass der Hundehalter einigen üblen Irrtümern aufgelaufen ist, die durch die aktuellen Forschungs- und Beobachtungsergebnisse widerlegt werden. Man lernt, wie man das wölfisch miteinander Umgehen am eigenen Hund anwendet - und - erstaunlich, wie dies in angenehmer Weise vom Hund letztendlich aufgenommen wird!

Mein Hund (Collie-Mischling) darf auch mal vor mir durch die Tür gehen, ich muss da nicht immer das Alpha-Tier sein. Das Buch zeigt anhand zweier über Jahre beobachteter Wolfsrudel, warum: Auch dort dürfen Rangniedere gerne mal vorausgehen - äußerst praktisch für Ranghöhere. Bei hohem Schnee zum Beispiel tollen die einen voraus und der Alpha-Wolf kann bequem und unangestrengt in der ausgetretenen Spur hinten nachwandern.

Ich stupse meinen Hund manchmal an, wenn ich mit ihm spielen will und es wird bereitwillig aufgenommen - auch Wölfe tun dies. Wird mir das Spielen zu ruppig, reicht ein leichter Kniff in die Seite und mein Hund weiß, dass er sich etwas zurücknehmen muss.

Generell abgelehnt wird das Nackenschütteln, da es der Wolf nur bei einer Beute anwendet und nie bei Welpen zur Erziehung. Ich habe dieses Nackenschütteln schon mehrmals bei genervten Hundehaltern und ihren kleinen Hunden beobachtet und nur mildes Lächeln geerntet, als ich mich darüber mokierte. Genau solchen Leuten ist dieses Buch dringend zu empfehlen.

Viele Leute denken, man kann einem Hund nur über Leckerlis etwas beibringen. Tun dies Wölfe auch? Nein, da gibt's keine Leckerlis, aber ganz viel Anerkennung. Warum machen wir das nicht ebenfalls so? Natürlich müssen wir die Leckerlis nicht weglassen, aber oft tut es auch ein dickes Lob und Liebhaben, sanft über die Schnauze streicheln und der Hund weiß, dass er etwas gut gemacht hat.

Der Hund muss nicht immer einen Schritt hinter einem an der Leine laufen. Auch der Hund kann mit dem Spielen beginnen und als erster damit aufhören und nicht immer umgekehrt. Der Hund muss nicht warten, bis wir mit dem Essen fertig sind, und erst dann darf er an seinen Napf - er darf auch davor, parallel und mit uns fressen, denn wir sind sein Rudel und alle machen mit.

Haben Sie sich schon mal am Boden an Ihren Hund gekuschelt? Nein? Ich auch nicht. Aber ich habe es ausprobiert. Anfangs war er sichtlich irritiert, aber schon beim dritten Mal fand er das nur noch toll und so echt rudelmäßig ;-)

Wenn Sie mit ihrem Hund spazieren gehen und da steht plötzlich ein Gegenstand (Mülltonne), der vorher nicht da stand und der Hund beginnt zu Knurren - was tun sie? Wahrscheinlich werden Sie den Hund, entschuldigen Sie, zulabern ("ist ja gut, alles ist in Ordnung, komm wir gehen weiter, so ist's brav" usw.). Lassen wir das. Gehen wir einfach gleichmäßig weiter, sodass unser Hund sieht und fühlt: Mein Herrchen hat alles im Griff und uns kann nichts Angst machen. Und so wird auch der Hund lockerer. Ohne Worte können wir sogar zu dem Gegenstand hingehen und ihn anfassen. Kein "Guck mal, das ist doch nur eine Mülltonne" und "schau, schnüffel mal" - lassen wir das Gebrabbel einfach, sondern zeigen dem Hund durch unser Verhalten, dass wir den Überblick haben und alles ist gut.

Viele Hunde springen an ihrem Herrchen oder Frauchen gerne hoch und ebenso gerne wird dies von den meisten Hundehaltern in keinster Weise, auch nicht an einem selbst, toleriert. Doch was steckt wirklich dahinter? Dieses Buch erklärt uns das in einfacher Weise anhand einer Wolfsfamilie. Wir können das selbst auch ausprobieren: Springt der Hund an uns hoch, gehen wir sogleich langsam in die Knie. Schleckt der Hund daraufhin unser Gesicht ab, drückt er die pure Freude und das "Liebhaben" aus. Also darf er eigentlich schon an uns hochspringen. Man kann ihm recht einfach beibringen, dass er dies aber nur und ausschließlich bei Rudelmitgliedern tun darf, also nur innerhalb der Familie oder nur bei einer Person. Gehen wir jedoch in die Knie und der Hund springt weiter herum ohne zu lecken, sollte man ihm das Hochspringen generell abgewöhnen.

Kommt ein Fremdhund beim Gassigehen angerast, dann stelle ich mich vor meinen Hund und beschütze ihn - und zerre nicht wild mein Tier an der Leine an meine Seite. Das ist purer Stress für den Hund, denn er merkt sofort, dass auch wir Panik haben. Wer dazu nicht in der Lage ist (sich "bei Gefahr" schützend und vor allen Dingen ruhig vor seinen Hund zu stellen), sollte eigentlich keinen Hund halten.

Ich weiß, dass ich hier mit meiner Meinung sicher anecke. Aber genauso wird dieses Buch bei vielen anecken (wie man gut den genervten negativen Rezensionen hier entnehmen kann). Doch genau das ist der Zweck dieses Buches: Informieren, etwas Missbehagen erzeugen und gleichzeitig sofort freundliches Aufklären und eine leichte, aber feine Umerziehung des leider oft fehlinformierten Hundehalters. Und wenn man das mal kapiert hat und auch anwendet, versteht man endlich seinen Hund sehr viel besser - und umgekehrt der Hund seinen Menschen und ist restlos begeistert!

5 riesengroße, dicke Sterne!
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TOP 100 REZENSENTam 12. April 2010
Ich bin begeistert! Für mich war dies die erste Begegnung mit den Ausführungen von Günther Bloch und Elli H. Radinger, das erste Buch, in dem auch Wolfsverhalten erläutert wird, und ich bin rundum begeistert vom Inhalt.

Aber zunächst einmal zum Formalen: Sie finden hier keine Aufsätze, sondern die Widerlegung von Mythen im oben beschriebenen Stil (Behauptet wird ... Fakt ist ... Bedeutung für den Hundehalter). Danach folgen in jedem Kapitel Beispiele von frei lebenden Wölfen in Banff sowie im Yellowstone Nationalpark und ganz zum Schluss findet der Leser spezielle Informationen, hervorgehoben in einem extra Kästchen. Der Inhalt ist nach Themen gegliedert und betrifft das Zusammenleben von Mensch und Hund, den Mythos Alpha, den Mythos Dominanz, Führung - Wer ist hier der Boss, die Gemeinschaft, das Gefühlsleben, das Lernverhalten, die Erziehung, Spiel als Lern- und Trainingseinheiten, Kommunikation, Revierverhalten, Gefahrenerkennung, Territorialverhalten, Jagdverhalten, Fressverhalten / Ernährung. Zum Abschluss sind Danksagungen, eine Literaturauswahl, die Biografien der Autoren und natürlich ein Register abgedruckt. Abgerundet wird das Buch von spektakulären Bildern der freilebenden Wölfe sowie Aufnahmen von Hunden mit oder ohne Besitzer. Alles in Farbe.

Der Schreibstil ist locker und sehr gut lesbar. Nicht theorielastig, sondern sehr praxisnah; die vielen Beispiele für das tägliche Zusammenleben haben mich überzeugt. Diese sind freilich im Text versteckt und man muss sich schon die Mühe machen alles zu lesen, um sie zu entdecken. Vor allem aber bin ich begeistert, weil in diesem Buch alte Zöpfe abgeschnitten werden. Inzwischen gibt es übrigens einige Bücher, die mit dem Mythos Alpha oder Dominanztheorien aufräumen (zum Beispiel Verhaltensfragen: Hunde in der modernen Verhaltensforschung) und dennoch habe ich diese Theorien immer wieder in Gesprächen mit anderen Hundebesitzern gehört. Jetzt habe ich endlich das perfekte Geschenk für diese unbelehrbaren Gesellen.

Das von Elli Radinger und Günther Bloch beschriebene Verhalten bezieht sich übrigens auf freilebende Wölfe, nicht auf Tiere, die in Gehegen leben. Einiges hat mich sehr überrascht: "füreinander einstehen, sich gegenseitig unterstützen, wenn es einmal eng wird, Zusammenhalt unter Beweis stellen - all das ist wolfstypisch." (S. 68) Soziale Pflegedienste bei kranken Wölfen, Geduld, das Interesse der Familienoberhäupter an Harmonie in der Gruppe, ... es gab so vieles, was für mich neu war. Eine faszinierende Welt, die Welt der Wölfe.

Mein Fazit: KEIN Erziehungsbuch, sondern ein Buch, das mit Mythen aufräumt. Wer seine bisherige Hundewelt in Frage stellen will und neugierig ist, der findet zahlreiche interessante Erläuterungen. Des Weiteren lernt man so nebenbei eine Menge über das Verhalten von freilebenden Wölfen. Sehr empfehlenswert! Dies wird sicher nicht mein letztes Buch der beiden Autoren sein.
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am 3. September 2010
Nachdem ich nun bedauerlicherweise meist negative Rezensionen veröffentlicht habe - es fällt halt leichter, was zu schreiben, wenn man sich richtig geärgert hat - freue ich mich sehr, nun mal wirkliche Begeisterung auszudrücken. Dieses Buch habe ich in zwei Tagen verschlungen, es hat mich in meiner Haltung zu meinen Hunden bestätigt und mein Herz erwärmt.
Das Buch ist klar aufgebaut. Zu Beginn jedes Kapitels werden Behauptungen über Wölfe bzw. Hunde zitiert, die sich leider so noch in den allermeisten Hundebüchern finden und mit Fakten aus der Feldbeobachtung von Wölfen widerlegt. Fazit: Wölfe sind ganz anders! Am Schluß des Kapitels stehen dann jeweils zwei ausführlichere Beschreibungen aus der Forschung der Autoren, die das gesagte am Beispiel belegen. Diese Beschreibungen sind der Höhepunkt des Buches, lebendig und warmherzig geschrieben. Sie haben mich manchmal zum Lachen gebracht, manchmal fast zu Tränen gerührt.
Das Buch ist nicht brauchbar als Erziehungsratgeber. Es vermittelt aber eine Grundhaltung - zu Wolf wie Hund - die Tiere als fühlende und empathische Mitgeschöpfe ernst nimmt und mit grossem Respekt behandelt. Darauf lässt sich alles Andere aufbauen!
Eine Fülle von großenteils wirklich schönen Fotos verstärkt die Freude an diesem Buch. Jungwölfe und -Hunde werden von den Autoren "liebevoll" (schreiben sie selbst) als "Schnösel" bezeichnet. Ich schlage mich gerade selbst mit einem Junghund auf der Schwelle vom Welpen zum Schnösel herum und habe dieses Wort sofort in meinen Sprachgebrauch übernommen.
Fazit: ein schönes und berührendes Buch, das zu besserem Verständnis und mehr Kommunikation zwischen Mensch und Hund beitragen kann. Jedem Hundehalter und -Freund warm zu empfehlen!
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am 20. Januar 2011
Günther Bloch und Elli Radinger sind beides Wolfsforscher mit Leib und Seele. Beide haben uns in den letzten Jahren sehr viele Einblicke in die Lebensweise von Wölfen gegeben, die auch Rückschlüsse auf das Verhalten unserer Hunde bieten. Doch machten sie dies jeder für sich, auf ihrer eigenen Weise.

Anfangs war ich doch eher skeptisch, ob beider Erzählstil für ein gemeinsames Buch überhaupt zusammenpassen würden. Doch ich war angenehm überrascht! Beide Autoren erkennt man wieder und doch haben sie auch ein wenig von sich aufgeben aufgegeben müssen.

Das augenfälligste Merkmal ist die klare Struktur jedes Kapitels. Das war ich bisher bei keinem Buch von Günther Bloch gewohnt. Sein herrlich konfuser Erzählstil musste sich hier unterordnen und war trotzdem noch da, wenn er über seine Wolfsbeobachtungen berichten konnte. Dafür hat Elli Radingers Erzählstil deutlich an Trockenheit verloren.

Das erklärte Ziel beider Autoren ist es mit Behauptungen aus dem Leben der Wölfe aufzuräumen, die eins zu eins in die Hundeerziehung übernommen werden. Daher ist jedes Kapitel in Abschnitte eingeteilt. Jeder Abschnitt beleuchtet eine dieser Behauptungen, vergleicht sie mit der Realität im Wolfsrudel und zieht daraus Schlüsse für die Hundehaltung. Am Ende eines jeden Kapitals werden noch Beispiele zum Thema aus dem Leben der Wölfe im Banff- und im Yellowstone-Nationalpark berichtet.

Das Buch ist in drei Hauptthemen unterteilt, die das Sozial-, das Territorial- und das Jagdverhalten von Wolf, Mensch und Hund beleuchten. Dabei drehen sich viele Kapitel immer wieder um die Begriffe Alphastatus und Dominanz, da gerade diese Begriffe in der Hundeszene immer zu viel Verwirrung und Haltungs- bzw. Trainingsfehlern führen. Die Argumentation der Autoren ist dabei sehr logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Sie gibt auch Tipps und Tricks, wie man besser mit seinem Hund umgehen kann, ohne aber in ein reines Erziehungsbuch abzurutschen.

Doch etwa nach der Hälfte der Lektüre kommt dann ein wenig Langeweile auf. Einerseits führt der immer gleiche Aufbau der Kapitel dazu. Andererseits wird sehr lang und breit gerade über den Begriff des Alphastatus diskutiert. Ich sehe ein, dass dies ein sehr wichtiges Thema ist, das immer wieder zu schwerwiegenden Problemen in der Mensch-Hund-Beziehung führt. Auch gibt es noch genug Trainer, die immer noch meinen, ständig den 'Alpha' herauskehren zu müssen, um einen Hund vernünftig erziehen zu können. Gerade diese Trainer wird man nur sehr schwer überzeugen können und da ist es klar, dass die Autoren ziemlich oft zu diesem Thema zurückkehren. Ich denke aber, dass hier weniger, mehr gewesen wäre. Gerade weil eher der Hundehalter, anstatt der Trainer, hier als Zielgruppe für das Buch geplant ist.

Doch dies sind eigentlich die einzigen Kritikpunkte, die ich in diesem Buch finden kann. Es lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Argumentationen sind auch für Laien und Hundeanfänger gut nachvollziehbar und man bekommt eine Menge Tipps gezeigt, wie man den Alltag und die Beziehung von Mensch und Hund artgerecht und entspannter gestaltet.

Ich kann dieses Buch all denen ans Herz legen, die sich wirklich eine gute Basis in der Beziehung zu ihrem Hund wünschen. Aber auch der interessierte Hundefachmann bekommt eine geballte Ladung Wolfswissen, das er für seine Arbeit mit dem Hund und dem Menschen gut gebrauchen kann.

Ein guter Service-Teil rundet das Buch am Ende ab. Dort findet man neben Literaturempfehlungen und Links, auch ein sehr gutes Register, wenn man nochmal ein bestimmtes Thema nachschlagen möchte.
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am 27. Juni 2010
Es kam, wie es kommen mußte: man fängt das Buch zu lesen an und kann es erst wieder weglegen, wenn die letzte Seite umgeblättert ist. Mit Humor und ohne erhobenen Zeigefinger wird einem hier Wissen vermittelt, was für jeden Hundehaushalt nur von Vorteil sein kann. Ich habe schon viele gute Hundebücher gelesen - schlechte natürlich auch, sonst würde ich den Unterschied ja nicht erkennen - und trotzdem lernt man immer wieder dazu bzw. fühlt sich bestätigt, daß man so falsch mit seinen Ansichten von Hundeerziehung gar nicht liegt.
Günther Bloch und Elli Radinger erklären nicht, wie man seinem Hund diese oder jene Unart abgewöhnt oder bestimmte Kunststückchen beibringt, sondern sie erklären, wie beim Urvater unserer Haushunde Erziehung abläuft, warum ein Wolf in dieser Situation so und nicht anders reagiert und wie man als Hundehalter dieses Wissen nutzen kann. Dabei stützen sie sich auf jahrelange Feldbeobachtung und eigene Erkenntnisse und nicht auf althergebrachtes "Wissen". Sie beweisen, daß dieses "Wissen" auf falschen Grundlagen beruht (weil meistens veraltet oder aus Beobachtungen von Wölfen in Gefangenschaft) und klären auf, wie es wirklich im Wolfsrudel zugeht.
Ich wünsche mir, daß möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, vorzugsweise Hundebesitzer, die gerade einen Kurs in einer Hundeschule absolvieren. Diese Leute werden sicherlich plötzlich zu schwierigen Kunden werden, da sie auf einmal viele komische Fragen stellen, warum man seinem eigenen Hund dieses oder jenes antun sollte. Der Natur ist das nämlich in den meisten Fällen nicht abgelauscht.
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am 29. Oktober 2010
Der erste Eindruck von dem Buch: Es ist wunderschön. Die zahlreichen, liebevoll ausgewählten Fotos von Wölfen und von Hunden haben mich sehr berührt. Der Inhalt war recht schnell gelesen, denn trotz fundierten Wissens hat das Autorenpaar ein leicht verständliches Buch für Hundeliebhaber geschrieben. Der geschickte Aufbau "Behauptet wird ...", "Fakt ist ...", "Bedeutung für den Hundehalter" führt dazu, dass der Zusammenhang zwischen dem Verhalten wildlebender Wölfe und dem unserer Hunde immer präsent ist.
Die Kritik einiger Leser, das Buch zeige nichts Neues und die angeführten Behauptungen, die jeweils anhand der Wolfsstudien widerlegt werden, würden nirgends mehr aufgesgtellt, kann ich zwar nachvollziehen. Aber ich möchte dem entgegenhalten, dass so ein Buch sicherlich nicht in erster Linie Fachleute ansprechen soll, sondern einfach interessierte, aber nicht unbedingt besonders sachkundige Hundehalter. Und die werden durchaus immer noch häufig mit allen möglichen Vorurteilen und Allgemeinplätzen konfrontiert. Dieses Buch kann ihnen helfen, bestimmte Aussagen anderer Leute kritisch zu hinterfragen und eine begründete eigene Meinung zu bilden.
Dass es zu Erziehungsfragen viel differenzierte Ratgeber auf dem Markt gibt, ist klar. Aber das wertet das Buch "Wölfisch für Hundehalter" meines Erachtens in keinster Weise ab. Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, die zahlreichen Ratschläge für die Hundehalter mit allzu vielen Einzelheiten zu spicken. Hier geht es in erster Linie darum, uns die Hunde in ihrer Eigenschaft als Caniden nahezubringen. So sehr sie auch an das Leben mit uns Menschen angepasst sind, so bleiben doch grundlegende Unterschiede zwischen den Caniden und uns Primaten. Und wenn uns das bewusst ist, können wir Ratgeber zu den einzelnen Erziehungsfragen viel besser verstehen bzw. u.U. auch hinterfragen.
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am 24. Juni 2012
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und da es nicht den Anspruch erhebt, ein Erziehungsratgeber zu sein, habe ich es gekauft.
Obwohl ich seit 25 Jahren Hunde halte, hatte ich doch so manches AHA-Erlebnis: In diesem Buch wird mit vielen Vorurteilen o. verstaubten, irrigen Ansichten abgerechnet, indem dem Leser - ganz einfach - die Psyche ihres Tieres erklärt wird. Nach einem tiefen Blick in die Augen meines Hundes darf ich also - jetzt ganz entspannt - so weitermachen wie bisher.
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am 18. September 2010
Leider viel zu schnell ausgelesen ;)
Sehr gute Forschung über Wölfe und Haushunde in leicht zu lesende Sätze gepackt. Es ist wirklich gelungen die Theorie, mit Praxisbeispielen und Umsetzungsvorschlägen, spannend und gut verständlich darzubringen.
Das ganze Wissen in diesem Buch ist sehr gut geforscht und wissenschaftlich belegt.
Müsste für jeden Hundebesitzer zur Pflichtlektüre gehören !!!

MfG Silke
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