Kundenrezensionen


266 Rezensionen
5 Sterne:
 (181)
4 Sterne:
 (39)
3 Sterne:
 (28)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (9)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


181 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges "Sachsen-Debüt"! Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung
Mit "Das Haupt der Welt" überreicht uns Rebecca Gablé zum ersten Mal einen historischen Roman mit deutschem Hintergrund und entführt ihre Leser in das frühe 10. Jahrhundert, eine Zeit über die ich zugegebenermaßen bis dato wenig, bis gar nichts wusste.

Wie man es von Rebecca Gablé kennt, sind die historischen Fakten, die...
Vor 14 Monaten von Lena G. veröffentlicht

versus
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett
Nach der Ankündigung eines neuen Romans von Rebecca Gablé war ich sehr gespannt. Als ich dann noch las, dass mein "Lieblingskaiser" Otto l. eine der Hauptfiguren ist und auch das Havelland eine Rolle spielt (ich stamme aus Berlin)war meine Vorfreude kaum zu bremsen.
Und dann begann ich also voller Freude zu lesen (zufällig waren wir gerade in...
Vor 11 Monaten von Marina C. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 227 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach der Ankündigung eines neuen Romans von Rebecca Gablé war ich sehr gespannt. Als ich dann noch las, dass mein "Lieblingskaiser" Otto l. eine der Hauptfiguren ist und auch das Havelland eine Rolle spielt (ich stamme aus Berlin)war meine Vorfreude kaum zu bremsen.
Und dann begann ich also voller Freude zu lesen (zufällig waren wir gerade in Quedlinburg).
Die Geschichte ist durchaus spannend. Allerdings sind die Charaktere nicht so ausgearbeitet wie ich es sonst von Frau Gablé kenne und liebe. Es gibt eine Flut an geschichtlichen Informationen (die Zeit ist natürlich auch sehr spannend und voller Umbrüche).
Aber beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, das Buch nimmt mich nicht mit.
Zu meinen Lieblingsbüchern zählen "Der König der purpurnen Stadt" und "Hiobs Brüder". Hier war ich jedes Mal traurig, wenn das Buch seinem Ende zuging.
Diese Buch hat mich am Ende etwas ratlos zurückgelassen, weil ich das Gefühl hatte, das irgendetwas fehlt. Falls es eine Fortsetzung geben sollte, werde ich diese natürlich auch lesen, vielleicht kommt die Geschichte ja doch noch in Fahrt. Denn über Otto l. gibt es noch viel zu berichten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


181 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges "Sachsen-Debüt"! Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, 30. September 2013
Von 
Lena G. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Das Haupt der Welt" überreicht uns Rebecca Gablé zum ersten Mal einen historischen Roman mit deutschem Hintergrund und entführt ihre Leser in das frühe 10. Jahrhundert, eine Zeit über die ich zugegebenermaßen bis dato wenig, bis gar nichts wusste.

Wie man es von Rebecca Gablé kennt, sind die historischen Fakten, die sie spielend leicht in die fiktive Handlung einfließen lässt, sehr informativ, sogar richtig unterhaltsam und spannend.
Ihre kraftvolle und mitreißende Sprache lässt einen im Nu in das frühe Mittelalter versinken und man bekommt in etwa eine Ahnung, wie es damals gewesen sein könnte.

Beinahe unbewusst lernt man viel über die damalige Zeit und die Zustände des Reiches. Über die Feindschaft zwischen zwei Völkern, die darauf folgende Unterwerfung durch die Sachsen, die einstige Aufteilung des Landes, die bitteren Kämpfe um die Sachsenkrone und den fremdartigen slawischen Glaubensvorstellungen und Traditionen.

Besonders in der Eingangsphase beschreibt sie einige sehr grausame Übergriffe, die einen erschrocken innehalten lassen. Doch sie schafft es, diese Szenen nicht grotesk wirken zu lassen, indem sie sie ohne viel Brutalität darstellt. Ihre Wirkung verfehlen diese Abschnitte dennoch nicht.

Beinahe alle Hauptcharaktere sind anders als in den anderen Romanen von Frau Gablé nicht fiktiv, sondern historisch belegt. Der wohl Bekannteste unter ihnen ist der Sachsenkönig Otto I. und die wohl interessanteste Perspektive bietet uns der slawische Prinz und Außenseiter Tugomir, der als Geisel am Hofe alles hautnah miterlebt. Die Umstände, die ihn in diese Lage brachten, sind gewiss traurig. Doch er verfällt nicht dem Selbstmitleid und kapituliert. Er steht standhaft für sein Volk ein und kann den Bräuchen der Sachsen nur wenig abgewinnen. Ständig stellt er den Glauben der Christen und die Existenz des Buchgottes in Frage und sorgt mit seinem spitzfindigen Humor für einige unterhaltsame Momente.

Wie auch in den Englandromanen stehen hier gleichzeitig mehrere nennenswerte Charaktere im Mittelpunkt, die gemeinsam, freiwillig oder gezwungenermaßen, verschiedene Zeitspannen und wichtige historische Ereignisse durchstehen. Ihre facettenreiche Darstellung macht die Handlung so lebhaft, man fiebert ununterbrochen mit. Auf über 850 Seiten hasst, liebt, hofft, bangt und trauert man gemeinsam mit ihnen, sodass es am Ende schwer ist, sie zwischen zwei Buchdeckeln zu bannen.

***Fazit***

Rebecca Gablé schafft es mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, die trockenen Fakten der deutschen Geschichte in einen unterhaltsamen, gar schillernden Roman zu verwandeln. Ich bin ein großer Fan ihrer historischen Romane und finde, dass ihr der erste Sachsen Roman wirklich gelungen ist, und hoffe sehr auf eine Fortsetzung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (Spekulation + Fiktion) x Historizität = kurzweilige Unterhaltung mit kreativen Abstrichen, 25. November 2013
Von 
Johannes Fuchs "Bookaneer" (Neustadt/Weinstraße) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die Romane von Rebecca Gablé kennt, weiss dass die Autorin sich bei ihren Romanen historisch auf Belegtes stützt und dazu Geschichten erdenkt, die sich durchaus so abgespielt haben könnten. Waren diese Geschichten bisher jedoch hauptsächlich auf das englisch-französische Verhältnis konzentriert, richtet sie nun ihre Aufmerksamkeit der deutschen Geschichte und insbesondere der Reichsfestigung unter Otto I. (dem Großen).

Der Roman begleitet die Geschichte bzw. das Schicksal des Slawenfürsten Tugomir und seiner Schwester Dragomira, die an eigenem Leib die Christianisierung ihrer Slawischen Heimat und die Eroberung selbiger durch die Sachsen erleben. Dabei durchleben sie historisch verbriefte Ereignisse und spekulative Geschichten, die Gablé geschickt in einer ihr eigenen Volumizität präsentiert.

Grundsätzlich mag ich die Romane der Autorin, die Waringham-Saga habe ich regelrecht verschlungen. Doch merkt man, dass ihr im vorliegenden Roman ein wenig zu sehr am historischen Bezug lag. Dies zeigt sich daran, dass Otto in ihrer Charakterisierung und Verhalten sehr stark an denen der gegenwärtigen Forschung orientiert ist; es fehlt der ihr sonst übliche Mut, auch mal ein wenig daran zu schleifen und gegen die bekannten Fakten zu arbeiten - alleine um die (mögliche) Vielschichtigkeit des Charakters zu vertiefen oder anzustoßen.

Mich stört auch, dass die Nebencharakteren teilweise sehr platt bleiben: Gero ist grundsätzlich schlecht, Henning verschlagen, Thankmar ein Raufbold...die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Dadurch ist die Story doch sehr vorhersehbar (man mag jetzt argumentieren, dass die Story grundsätzlich vorhersehbar ist, da über 1000 Jahre alt...). Doch folgen eigentlich die Bücher Gablés der Regel, dass durch nicht historisch identifizierte Charakteren die Geschichte einen Twist nimmt, der den Bogen hebt oder wenigstens Spannung aufkommen lässt - doch fehlt das diesmal gänzlich.

Der Hauptcharakter Tugomir (von einem anderen Rezensenten herrlich als "Dr.House - Verschnitt" bezeichnet) bleibt für mich unnahbar und desinteressiert, ja gelangweilt von seinem Schicksal. Selbst dann, als sich sein Leben in eine unbekannte, abenteuerliche Richtung entwickelt, scheint Tugomir nicht wirklich am Leben teilzunehmen und die Story über sich ergehen zu lassen. Als die Story gegen Ende des Buches noch einmal richtig Fahrt aufnimmt (auf den letzten 50 Seiten passiert wesentlich mehr als man nach den ersten 400 noch erwartet) - endet die Story; sogar die Lösung, die die Autorin anbietet erscheint eher halbherzig-zufällig als clever geschmiedet.

Fazit: Toller historischer Hintergrund, leider nicht wirklich gut umgesetzt. Es ist gutes Handwerk, was Frau Gablé hier ablegt, den man gerne mal so nebenbei liest - mehr leider aber auch nicht. Der Roman ist zu sehr ein Hangeln von Fakt zu Fakt, ein Mangel an Kreativität (der erstaunt) und es kommt mir so vor, als sei hier nicht das Herzblut geflossen, das sonst in ihren Büchern zu finden ist. Ich hoffe, die von mir beobachteten Veränderungen und qualitativen bzw. kreativen Rückschritte nur einer einmaligen Historizität geschuldet sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Haupt der Welt, 2. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach drei Saetzen war ich " gefesselt " , ein wunderbares Buch, eine der Hauptpersonen, der Slawe Tugomir, geraet als Gefangener an den Hof Heinrichs I und nach dessem Tod an den Hof Ottos I. Tugomir ist als zurueckhaltender, beobachtender , kritischer, aber eben aufrechter Mensch beschrieben und gerade diese Art ist sehr einnehmend.

Rebecca Gablé steigt mit diesem Buch Anfang des 10. Jhd in die deutsche Geschichte ein, die staendige Aufmuepfigkeit der Slawen versuchen Heinrich I und seine Schergen, spaeter auch Otto I mit aeusserster Brutalitaet ( gerade im ersten Teil des Buches ist man erschuettert ueber das beschriebene Kriegsgeschehen ) und taktisch von Otto klug gewaehlter Christianisierung, Herr zu werden.

Diese Epoche deutscher Geschichte ist mir fremd, es ist klasse ueber diese Zeit mehr zu erfahren, sogar viele der Hauptpersonen sind historisch verbrieft.

Die Ambivalenz der Freundschaft zwischen dem Slawenprinzen und Otto und seinem Halbbruder Thankmar ist wunderbar beschrieben und zu jeder Zeit nachvollziehbar. Gerade zu Beginn des Buches versucht es Tugomir doch immer wieder, sich gegen die entstehende Sympathie zu den Bruedern und anderen zu wehren, hauptsaechlich um sich und seine Ideale zu schuetzen. Seine Schwester Dragomira wird hochschwanger in einen Damenstift verschleppt und da auch sie mit Otto unabdingbar verbunden ist, kreuzen sich auch diese Lebenslinien erneut.

Ein wunderbares Buch, es faellt mir schwer aus diesem Roman wieder aufzutauchen, ich hoffe auf weitere Fortsetzungen !!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut recherchiert und in Szene gesetzt, 9. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Gute 4 Sterne

Zum Inhalt

Es beginnt im Januar 929 a. d.

Für den Slawenfürsten Vaclavic und seine Söhne Bolitut und Tugomir sieht es nicht gut aus, denn die Brandenburg wird von den Sachsen belagert. König Heinrich und sein Sohn Otto wollen den heidnischen Slawen den rechten Glauben beibringen und die Ostgrenze zu ihrem Reich sichern.
Sie überrennen die Brandenburg und nehmen Tugomir und seine Schwester Dragomira als Geisel, um sich die Unterwerfung des hevellischen Fürsten zu sichern. Doch Otto findet schnell Gefallen an der jungen Fürstentochter und schon bald erwartet Dragomira sein Kind.

König Heinrich hat allerdings ganz andere Pläne mit seinem Sohn und das Schicksal Dragomiras scheint besiegelt. Ihr Bruder Tugomir verzweifelt beinahe an den Grausamkeiten des Krieges, die tiefe Spuren in ihm hinterlassen hat, doch seine Gefangenschaft in der Pfalz König Heinrichs entwickelt sich ganz anders, als er gedacht hat.

Meine Meinung

Gleich zu Beginn in der dramatis personae sind mir die ungewöhnlichen Namen der Figuren aufgefallen. Ich kenne die meisten historischen Romane der Autorin, die sich in Englands Vergangenheit abspielen und war sehr gespannt auf einen Blick der fränkisch-sächsischen Geschichte.

Wie immer hat es Rebecca Gablé geschafft, mich mit ihrer überzeugenden und wunderschönen Sprache zu fesseln. Sobald man sich nach den ersten Seiten in diese "Zeit" eingelesen hat, ist es faszinierend, wie bildreich und packend sie die geschichtlichen Fakten erzählen kann. Während dem Lesen konnte ich völlig in dieser von Krieg und Brutalität geprägten Welt eintauchen, die sie sehr wohl dosiert und anschaulich beschreibt.

Im Vordergrund stehen der junge Königssohn Otto, sein älterer, im Schatten stehender Bruder Thankmar, der gefangene Hevellerfürst Tugomir und dessen Schwester Dragomira. Die Handlung wird abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt und gibt so einen sehr eindringlichen Blick in ihre Persönlichkeit und Entwicklung.
Fürst Otto ist der zweite Sohn von König Heinrich, erfährt aber von seinem Vater stets eine Bevorzugung. Sein Werdegang ist geprägt von den hochstrebenden Zielen seines Vaters und sein Mitgefühl weicht durch die grausamen Ereignisse seiner Zeit.
Sein Bruder Thankmar steht ihm trotz seiner Benachteiligung durch den Vater immer zur Seite. Er ist provokanter als Otto, spöttisch und leichtsinnig, spricht dem Wein zu und ist ein Weiberheld - hat aber trotzdem sein Herz am rechten Fleck und wird dem Slawenfürsten Tugomir ein verlässlicher Freund.
Diesen quält das Heimweh in seiner Gefangenschaft und er kann sich mit dem Glauben an den "Buchgott" der Sachsen nicht anfreunden. Aber er ist auch gefangen in seiner Wut und Hoffnungslosigkeit und erst, als er sich seiner Gabe als Heiler besinnt, findet er eine Möglichkeit, seinem Leben in der schutzlosen Fremde wieder einen Sinn zu geben.

Ganz anders seine Schwester Dragomira, die einen Bastard von Otto erwartet. Sie erkennt schnell, wie sie sich mit ihrer Verwahrung arrangieren muss und lernt, mit ihren Möglichkeiten neue Wege zu gehen.

Der ganze Schauplatz ist sehr detailgetreu beschrieben, sei es die Mode, die Baukunst, die Machtverhältnisse, die Heilkunst und auch die Religion auf beiden Seiten. Sehr schön fand ich auch den Einblick in den Glauben der Slawen über ihre Götter, Opfergaben, Elementargeister und Visionen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die den Zeitraum von 929 bis 941 erfassen, jeder neue Teil wird mit einem typischen, mittelalterlichen Bild eingeleitet und natürlich gibt es wieder ein interessantes Nachwort über die realen Hintergründe.

Fazit

Wieder einmal ein spannender, gut ausgearbeiteter Ausflug in die Geschichte, der trotz der knapp 800 Seiten nicht langweilig wird. Rebecca Gablé versteht es wunderbar, die historischen Fakten in eine unterhaltsame, fesselnde Handlung zu packen, die einen völlig in diese brutale, ja fremdartige Welt eintauchen lässt. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans gut recherchierter, authentischer Geschichte mit einem Schuss Fiktion und Romantik.

© Aleshanee
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


48 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du hast die Krone bekommen. Also trag sie auch. Und zwar allein.", 7. Oktober 2013
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Als Heinrich I. seine Nachfolge als König des Ostfrankenreich regelte, war der als sein Erbe eingesetzter Lieblingssohn Otto zunächst wenig begeistert - die Grenzen zum Slawenreich waren unsicher, die ständigen Überfälle der Ungarn berüchtigt und gefürchtet und selbst der eigene Adel ein einziger Unruheherd.
Schon seine Geschwister bedeuteten Brisanz: Thankmar, sein älterer Halbbruder aus der annullierten ersten Ehe Heinrichs - aus der offiziellen Erbfolge ausgeschlossen, selbst die Güter seiner Mutter wurden ihm vorenthalten. Oder Heinrich, genannt Henning, der Lieblingssohn seiner Mutter - den diese auf dem Thron sehen wollte, zum Preis von Ottos Tod.

Aus der Perspektive Tugomirs, eines slawischen Fürstensohns, den Otto bei seinem ersten von ihm durchgeführten Überfall auf Brandenburg als Geisel nahm, verfolgt man die Entwicklung des Reiches unter Otto von seiner Zeit als Prinz mit Pfalz in Magdeburg bis zum Jahr 941, nach den Revolten des Adels.

Und mein Fazit:
Wie macht sie das nur? Aus dem (für mich sonst) eher knochentrockenen Stoff der Entstehung des Heiligen Römischen Reichs unter Otto I. hat Rebecca Gablé mal wieder einen Roman gezaubert, der mir nicht nur in den letzten Nächten verdammt viel Schlaf geraubt hat, sondern mich derart in die Geschichte gesogen hat, dass mir die knapp 850 Seiten dieses Wälzers einfach zu wenig waren.
Dabei wurden von ihr die bekannten Fakten so genial mit fiktiven zum Roman verarbeitet, dass man sich absolut vorstellen kann, dass es so und nicht anders gewesen sein muss.

Da noch einiges Potential bis zu Ottos Tod im Jahr 973 vorhanden ist, was eine spannende Fortsetzung bedeuten könnte, hoffe ich natürlich schwer darauf...

Ein klasse Roman, fesselnd bis zur letzten Silbe, herrliches Kopfkino. 10 uneinholbare, perfekte Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rebecca Gable ist zurück, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe alle Bücher von Rebecca Gable gelesen und war von den letzten zwei Büchern (Hiobs Brüder und der dunkle Thron) enttäuscht. Umso glücklicher bin ich über "Das Haupt der Welt". Besonders schön ist es auch mal das Mitteltalter, wie es hier war, kennenzulernen; mit vielen kleinen Stämmen, anderen Brauchtümern und Glaubensrichtungen. Auch sind mir die Protagonisten wieder sympathischer und ich kann Ihre Handlungen nachvollziehen und es gibt m. E. auch nicht überdurchschnittlich viele glückliche Zufälle. Ich finde es wirklich toll, dass Frau Gable sich nun mit dem deutschen Mittelalter auseinandersetzt und hoffe auf eine Fortsetzung. Meiner Meinung nach ist Rebecca Gable wirklich die einzige deutsche Autorin die wirklich gute mittelalterliche Romane (ohne zuviel rohe Gewalt und mit sprachlich passendem Stil) schreiben kann und ich freue mich daher, dass "Das Haupt der Welt" daher wieder so gut ist, wie Ihre früheren Romane. Das einzige, was ich mir wünschen würde, wenn ich könnte, wären wieder etwas mehr unschuldige Charaktere und fröhliche Momente, denn die gabs früher glaube ich häufiger.

LG Kitz
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Frau Gablé beherrscht ihr Handwerk. Sie hat mittlerweile eine große Routine darin, historische Stoffe mit Fiktion zu vermischen und daraus lesbare Romane zu stricken. Im Gegensatz zu ihren Werken, die auf der englischen Geschichte basieren, hat man bei diesem Buch rund um Otto den Großen aber den Eindruck, dass sie mit dem Stoff nicht wirklich warm wird. So ist das Buch recht gut zu lesen, auch wenn die pflichtschuldig hineingestrickten Sexszenen - wie so oft in ihren Büchern - ein wenig fad sind. Aber es fehlt ein echter Erzählsog. Ich habe mich durch das Buch nicht durchgequält, aber ich fand es auch nicht wirklich fesselnd
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


53 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Haupt der Welt

Mit großer Vorfreude habe ich den neuen, historischen Roman "Das Haupt der Welt" von Rebecca Gablè erwartet und hatte das Glück, ihn schon vorab lesen zu dürfen.
Ausnahmsweise spielt die Geschichte diesmal nicht in England, sondern in Deutschland.
Während der junge Prinz Otto nach dem Tod seines Vaters König Heinrich , als desen Nachfolger den Thron besteigt und zu halten versucht, dreht sich der Roman hauptsächlich um den slawischen Fürstensohn Tugomir und desen Schwester Dragomira, die von Heinrich als Sklaven aus der gefallenen Brandenburg verschleppt wurden und die nun fernab ihrer Heimat im fremden Sachsen um ihr (Über) Leben kämpfen müssen.
Während Dragomira das Erstgeborene Otto's zur Welt bringt, entdeckt Tugomir seine Begabung zum Heiler...und wie sollte es anders sein, trotz erbitterter Feindschaft zwischen zwei grundverschiedenen Völker werden nach und nach freundschaftliche Bande zwischen den Einzelnen geknüpft....

Das Cover ist wieder sehr schön aufgemacht, auch wenn es die Farbenpracht der anderen Bücher vermissen lässt und definitiv eine Karte fehlt (da ich bisher aber nur das Manuskript kenne, kann diese durchaus im fertigen Buch vorhanden sein).
Im Buch selbst sind einige sehr schöne Illustrationen zu finden, leider jedoch nur auf den ersten Seiten.
Der Schreibstil ist flüssig wie immer, es wurde großartig recherchiert und mit über 800 Seiten konnte man sich auf ein über mehrere Generationen verteiltes Epos bereit machen.
Dachte ich zumindest, als ich das Manuskript aufschlug...

Nachdem das erste Viertel auch sehr vielversprechend begann, man im Ansatz mit jeder Menge Charakteren bekannt gemacht wurde (wenn auch nicht so bildhaft wie sonst) und der Grundstein zu einer spannenden und zu Herzen gehenden Story gelegt war, fing das "Haupt der Welt" jedoch nach und nach an, mich zunehmend zu enttäuschen.
Im Gegensatz zu Gablès grandioser Waringham Saga, die den Leser 4 Bände lang nicht losliess, konnte dieser neue Roman mich einfach nicht richtig fesseln.
Die Figuren blieben hölzern und wirkten von der Autorin nicht richtig ausgearbeitet, so wie ich es bisher von Gablè gewöhnt war.

Ich zitiere dazu einfach mal einen Abschnitt aus meiner Rezension zu "Der dunkle Thron", dem letzten Band der Waringham Saga:

"Die Charaktere sind nie einseitig ausgelegt. Gut und Böse, Schwarz und Weiß gibt es nämlich nicht. Jede Figur, sei sie noch so sympathisch, hat ihre Ecken und Kanten und manches Mal möchte man in die Handlung eingreifen, um seine "Helden" wieder auf den richtigen Weg zu bringen oder aber sich höchstpersönlich bei einem Bösewicht zu entschuldigen, wenn er plötzlich so menschliche Züge zeigt, daß man beinahe ein schlechtes Gewissen bekommt, ihn verurteilt zu haben."

Dieses Gefühl stellte sich diesmal überhaupt nicht ein.
Bis auf ganz wenige Ausnahme waren Charakter und Handlungen der Protagonisten weitestgehend voraussehbar und es gelang mir während des gesamten Buchs nicht, richtige Sympathien aufzubauen.
Lediglich Thankmar konnte als ewig gedemütigter Antiheld einigermassen überzeugen, während grade die anderen Hauptfiguren eher dem handelsüblichen Schwarz / Weiß Klischee entsprachen.

Obwohl die Ansätze von Vielschichtigkeit durchaus vorhanden waren, konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß Frau Gablè diesmal nicht mit dem Herzen dabei war. und irgendwann einfach aufgehört hat, die Figuren weiter auszuarbeiten.
Sowohl Tugormir und Dragomira, als auch grade Otto und sein ewig böser Bruder Henning hätten das Potenzial zu mitreissenden Charakteren gehabt, der Funke sprang aber einfach nicht über.

Ebenfalls auffällig die Tatsache, daß "Das Haupt der Welt", so wie schon der letzte Band der Waringham Saga, kaum noch mit Schlachtgetümmel und wirklicher "Action" aufwartet.
Obwohl König Otto während des gesamten Buchs Krieg führt, bekommt der Leser davon kaum etwas mit.
Kampfszenen werden extrem kurz gehalten, dafür aber sehr blutig und ich habe die Liebe zum Detail vermisst, die ich von Frau Gablè gewohnt bin.
Darf man dann endlich mal an einer fesselnden Szene teilhaben, wirkt diese fast schon "hingerotzt" und es wird nahtlos zur nächsten übergegangen oder aber sie findet am Ende eines Kapitels statt und wird später gar nicht mehr richtig aufgegriffen.

Das Buch wartet durchaus mit Toden auf, auch denen lieb gewonnener Figuren - aber da dies selbst die Hinterbliebenen nicht großartig zu stören scheint, haben all die Gefallenen, Ermordeten und Dahingeschiedenen bei mir kein Gefühl des Verlustes ausgelöst.
Aus den Augen, aus dem Sinn, so kenne ich meine Lieblingsautorin nicht.

Stattdessen quillt der Roman über von mehr oder weniger nachvollziehbaren Lovestorys, die sich allesamt so schnell entwickeln, daß man als Leser Mühe hat, sie wirklich ernst zu nehmen.
Sicherlich ist es schwierig, um konkrete Tatsachen eine fiktive, mitreissende Geschichte zu schreiben, ohne die tatsächlich stattgefundenen Ereignisse zu verfälschen.
Dennoch hätte ich mir etwas weniger Politik und Kirche und etwas mehr "Abenteuer"stimmung gewünscht.
So wirkt das Ganze doch etwas trocken und mühselig aufgepeppt.

Ein einziges Mal wird man vor ein ( mysthisch anmutendes) Rätsel gestellt, über das man sich kapitelweise den Kopf zerbricht, nur um dann eine dermaßen plumpe Auflösung vorgesetzt zu bekommen, daß man sich die Zeit, überhaupt darüber nachzugrübeln, gut hätte sparen können.

Es stellt sich für mich die Frage, ob Rebecca Gablè mit ihren bisherigen Büchern die Messlatte einfach zu hoch angesetzt hat und dem nun nicht mehr gerecht werden kann.
Ich persönlich halte "Das Haupt der Welt" allenfalls für einen durchschnittlichen Gablè Roman, wäre er das Werk eines anderen Autors, hätte ich ihn vermutlich besser gefunden, da meine Erwartungshaltung dann nicht so hoch gewesen wäre.
(Das wird mich allerdings nicht davon abhalten, auch Frau Gablès nächstes Buch wieder gebannt zu erwarten, in der Hoffnung, daß es besser sein wird.)
Eine Fortsetzung ist wohl geplant, dennoch kan man "Das Haupt der Welt" auch gut als abgeschlossenen Roman lesen.

Fazit: Gute, wenn auch stellenweise etwas zähflüssige Unterhaltung für Fans von historischen Romanen nach wahrer Begebenheit.
Wer grosse Schlachten und richtige Helden erwartet, wird jedoch vermutlich enttäuscht sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Haupt der Welt, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haupt der Welt: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein interessantes Thema an das sich die Autorin gewagt hat, nach vielen guten Werken mit englischer Geschichte jetzt also mal etwas über die deutsche Vergangenheit.
Vom Thema her ist gut recherchiert worden und die fiktive Geschichte des Romans gut und stimmig erzählt. Das ist man von der Autorin auch so gewöhnt.Was mich aber auch bei den anderen Romanen immer schon gestört hat ist die(entschuldigt liebe Frauen)"weibliche" Schreibweise, welche in diesem Buch überstrapaziert wurde. Es ist ja schön und richtig, dass sich der Held in eine Frau verliebt und umgedreht aber das muss doch nicht ellenlang beschrieben werden und das der Mann, wenn es denn intimer wird, dabei auch etwas pralles in der Hose hat ist doch wohl jedem klar. Das wirkt für mich immer wie diese haufenweise billigen Erotikromane mit historischem Anstrich, und das hat die Frau Gable`nicht nötig. Es ist für mich eines der schwächeren Werke, damit möchte ich das Buch nicht schlecht reden aber es ist tatsächlich so, dass ich deutlich länger brauchte als bei den Vorgängern und irgendwie bin ich total entsetzt das es zu der Zeit zwischen den ganzen Ungeheuern von Adligen so einen Supermenschen gegeben haben soll wie eben den Haupthelden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 227 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Haupt der Welt: Historischer Roman
Das Haupt der Welt: Historischer Roman von Rebecca Gablé (Gebundene Ausgabe - 4. Oktober 2013)
EUR 26,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen