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Kundenrezensionen

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am 26. September 2007
Egal, ob sich jemand für Adoptionen aus dem Ausland oder Begegnungen verschiedener Kulturen interessiert: dieses Buch ist auf jeden Fall absolut empfehlenswert!
Die Autorin beschreibt mit viel Gefühl und Verständnis wie sie sich als junge Erwachsene auf den Weg machte, ihre leibliche Mutter zu finden. Ihre Adoptivfamilie unterstützt sie bei allen Hindernissen. Jedoch zeigt Frau Schinkel auch, dass es andere Beispiele gibt, bei denen die Adoptivfamilien ihre Kinder leider nicht bei der Suche nach der eigenen Identität unterstützen.
Fasziniert hat mich, wie ehrlich und real alles geschildert wurde. Angefangen mit der Neugier, nach den eigenen Wurzeln zu suchen und einmal im Leben nicht durch das eigene Aussehen aufzufallen. Es wird auch deutlich, dass die ursprüngliche Heimat sehr befremdlich auf einen wirken kann.
Fortgeführt wird es mit einer vorsichtigen Annäherung von sich an ihre leibliche Familie und die vorbildhafte Verschmelzung zweier unterschiedlicher, eigentlich fremder Familien, die sich gegenseitig sehr respektieren.
Auch als die Lebensgeschichte eine dramatische Wendung nimmt und die leibliche Mutter sehr krank wird, bleibt die Autorin bei einer extrem ehrlichen und offenen Erzählung über ihre persönlichen Gedanken und Gefühle. So fühlt der Leser mit Frau Schinkel mit, als sie beschreibt wie es sie innerlich zerreisst die für sie noch fremde Kultur zu respektieren und für ihre Familie einfach da zu sein. Sie muss ihre eigenen deutschen Vorstellungen über Verhaltensweisen in bestimmten Situationen ignorieren, obwohl es hier um ihre gerade erst gefundene leibliche Mutter geht, mit der sie in der kurzen Zeit ein wunderbares Verhältnis aufbauen konnte.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. August 2009
Anneli Schinkel, eine junge Frau, die als Säugling vor einem koreanischen Kinderheim ausgesetzt und später von einer deutschen Familie adoptiert worden war, erzählt hier von der Suche nach ihren Wurzeln.

Trotz der wenigen Anhaltspunkte über ihre Herkunft gelingt es ihr durch eine koreanische Fernsehsendung, ihre leiblichen Eltern sowie ihre zwei Schwestern und ihren Bruder zu finden. Es beginnt eine Zeit der Annäherung, die jedoch wegen der kulturellen Unterschiede auch schwierig ist. Dann erkrankt ihre leibliche Mutter plötzlich an Krebs und Anneli muss erkennen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt.

Das Buch erzählt nicht nur die berührende Geschichte eines Adoptivkindes, das auf der Suche nach seiner Herkunft ist, sondern gewährt auch interessante Einblicke in die koreanische Kultur. Obwohl Südkorea als westlich geprägtes Land gilt, gibt es gegenüber Deutschland doch sehr große Unterschiede in Verhaltensweisen und Mentalität. Vor allem die unkritische Verehrung den Älteren gegenüber kann Anneli schwer verstehen. So ist sie beispielsweise bestürzt als sich eine koreanische Freundin auf Wunsch ihrer Mutter einer Schönheitsoperation unterzieht.

Auf Grund dieser Differenzen beginnt man auch über die Sinnhaftigkeit von Auslandsadoptionen nachzudenken. Anneli Schnikel selbst meint in ihrem Schlusswort, dass sie bezüglich dieser Frage zwiegespalten sei. Sie sei zwar glücklich darüber in Deutschland bei einer liebevollen Adoptivfamilie aufgewachsen zu sein, welche ihre koreanische Herkunft von Anfang an berücksichtigt habe. Man tue aber nicht jedem Kind etwas Gutes, wenn man es aus seinem Kulturkreis herausreißt. Daher ist es ihrer Meinung nach am besten, Waisenkindern in ihrem Geburtsland eine Familie zu suchen oder ihr Aufwachsen im Heim mit Direkthilfe zu unterstützen.
Auf diese Weise regt das Buch auch über die eigentliche Geschichte hinaus zum Nachdenken an.

Ein Manko des ansonsten guten Buches ist allerdings, dass der Text oft etwas unbeholfen wirkt. Sicher - Anneli Schinkel ist keine Profi-Autorin und ein Verzicht auf allzu viel Perfektion kann die Authentizität steigern. Aber ein bisschen mehr Eingreifen seitens des Verlags hätte es dem Leser leichter gemacht, der interessanten Handlung zu folgen.
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am 20. September 2007
umso mehr, weil jedes Wort wahr ist. Ganz schnörkellos und authetisch erzählt Anneli Schinkel ihre eigene Geschichte, als Baby in Korea ausgesetzt, von deutschen Eltern adoptiert und mit Anfang 20 auf Spurensuche in ihrem Geburtsland. Das und wie sie ihre leiblichen Eltern gefunden hat, liest sich wie ein Wunder, es ist extrem anrührend, gerade weil die Sprache eher unsentimental ist und die Geschichte so intelligent erzählt wird. Man beginnt darüber nachzudenken, wie wichtig die Wurzeln für uns Menschen sind, die sich unter anderem in unserem Aussehen widerspiegeln, ein koreanisches Adoptivkind in Deutschland wird immer anders aussehen als die Kinder um es herum, also folgt automatisch eine Auseinandersetzung mit der Herkunft.
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am 30. September 2007
Natürlich ist die Optik bei einem Buch nicht das wichtigste Kriterium, aber "Seidentochter" von Anneli Schinkel macht mit seinem zart schimmernden Einband schon rein äußerlich Lust darauf, es zu lesen. Obwohl ich ansonsten nicht so gerne "Schicksalsgeschichten" lese, hat mich dieses Buch total fasziniert. Als ich es an einem verregneten Nachmittag angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Noch nie zuvor hatte ich mich mit dem Thema Adoption beschäftigt und war begeistert von Annelis Spurensuche und den vielen Zufällen, die dazu führten, dass die Autorin ihre leibliche Familie in Korea wieder fand. Sie erzählt ihre Lebensgeschichte sehr anschaulich, spannend und bewegend. Dadurch und durch die Fotos im Mittelteil kann sich der Leser sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Ich kann das Buch anderen Lesern also nur weiterempfehlen!!
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am 16. Oktober 2007
Ganz schnörkellos und doch zutiefst anrührend erzählt die junge Autorin hier eine unglaubliche Geschichte - die ihres eigenen Lebens. Als Baby in Südkorea ausgesetzt, wird sie bald auf die Reise zu deutschen Adoptiveltern geschickt, die sie voller Liebe aufziehen, bis sie rund 20 Jahre später infolge einer Reihe schon beinahe unfassbarer Zufälle in eine koreanische Fernsehsendung gerät und auf diesem Wege ihre leibliche Familie wiederfindet. Voller Wärme und mit starker innerer Anteilnahme schildert Anneli Schinkel die Geschichte dieses Wiedersehens und thematisiert damit zugleich eindringlich und zu Herzen gehend die Gegensätze und Gemeinsamkeiten zweier völlig unterschiedlicher Kulturen. Erschütternd, ja zu Tränen rührend schließlich die unerwartete Schicksalswendung, durch die das Glück über das Wiedersehen nur allzu bald überschattet wird. Ein Buch, das man in einem Atemzug auslesen muss und das lange nachhallt. Unbedingt empfehlenswert!
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am 7. September 2012
Ich suche aktuell ganz gezielt nach Büchern, die sich mit dem Thema Adoption, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, beschäftigen. Die Ratgeber sind mir meistens zu psychologisch und abgeklärt - eigene Erfahrungen spiegeln die Geschichten oftmals viel besser wider.

Das Buch "Seidentochter" habe ich geradezu verschlungen. Nicht nur, weil die Autorin fast genau so alt ist wie ich und ich mich daher vielleicht auch etwas besser in sie heinein versetzen kann. Nein, die gesamte Geschichte hat mich fasziniert.

Es ist unvorstellbar, dass ein Mensch, dessen Familienmitglieder in keinster Weise irgendwo registriert waren, dann doch so schnell seine leiblichen Eltern findet. Eigentlich liest es sich wie ein schlechter Roman, aber es ist die pure Realität. Man freut sich während des Lesens direkt mit der Autorin mit.

Toll fand ich auch die Beschreibungen beider Eltern. Auf der einen Seite die leiblichen Eltern, die zu 100% hinter ihrer Adoptivtochter stehen und sie bei der Suche nach ihren leiblichen Eltern unterstützen und so gar keine Angst zeigen, sie dadurch evtl. vielleicht sogar zu verlieren. Auf der anderen Seite die leiblichen Eltern, die die Adoptiveltern ihrer Tochter so herzlich in ihre Familie aufnehmen und keinerlei Missgunst ihnen gegenüber hegen, obwohl sie ja sozusagen "ihre" Tochter aufgezogen haben. Auch das kann man eigentlich kaum glauben, wüsste man nicht, dass es die Wahrheit ist.

Leider wird die Geschichte von der unheilbaren Krankheit der leiblichen Mutter überschattet und man spürt richtig den Kloß, der ihm Hals der Autorin liegt. Da hat sie endlich ihre Familie gefunden und das Glück wird innerhalb kürzester Zeit wieder zerstört.

Interessant war neben der Geschichte der Adoption und der Suche nach den leiblichen Eltern aber auch die Beschreibung des Landes Korea. Über die Sitten und Bräuche und wie die Menschen dort ticken.

Alles in allem ein Buch, das ich allen, die sich mit dem Thema beschäftigen, nur sehr ans Herz legen kann. Somit sieht man das ganze auch mal aus der Sicht eines Adoptivkindes.
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am 17. August 2013
Die Frage nach Woher und Wohin ist seit Menschengedenken eine sehr häufig gestellte Frage. Diese Frage stellt sich die Autorin des Buches und ihre Erfahrung ist in dem Buch festgehalten.

Sie ist in Süd-Korea geboren und als Findelkind ausgesetzt worden, wurde von liebevollen deutschen Eltern adoptiert und wurde von ihnen großgezogen. Im jungen erwachsenen Alter, begibt sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern.
Dabei macht sie sehr befremdliche Erfahrungen. Sie ist rein äußerlich zwar koreanisch aber 100%ig deutsch, was dem Lebensstil und Einstellungen und Sichtweise angeht. Sogar deutsche Gründlichkeit und "German Angst" sowie die etwas abwertende Art der Deutschen hat sie sich zu eigen gemacht. Sie bekommt durch die Hilfe einer koreanischen TV-Sendung die Möglichkeit ihre leiblichen Eltern zu finden. Tatsächlich findet sie mit viel Glück ihre leiblichen Eltern und erfährt, dass die leiblichen Eltern im Glauben waren, dass sie als Baby gestorben wäre und umso groß war die Freude der alten - neuen Familie. Die Freude währte jedoch nicht lange, als Anneli erfährt, dass ihre leibliche Mutter an Leberkrebs erkrankt ist...

Das sehr emontionale und persönliche Buch von Anneli Schinkel ist eine spannende und keineswegs langatmige Erzählung, wie ein anderer Rezensent hier geschrieben hat. Man könnte diese Erzählung als Vorlage für ein koreanisches Drama nehmen- bekanntlich geht es dort ja häufig sehr traurig zu. Ich war sehr erstaunt über ihre Mut ihre leiblichen Eltern mit so viel Nachdruck zu finden. Bewundernswert waren aber auch die deutschen Eltern, die so verständnisvoll reagiert haben und ihre Adoptivtochter wie eine echte Tochter unterstützt haben. Ich bin sicher, dass nicht alle Adoptivkinder solche positive Erfahrung gemacht haben. Meinen Respekt verdient der "Ulsan-Mann", der aus Liebe und Menschlichkeit ein Teil seines Lebers zur Verfügung stellte um das Leben der leiblichen Mutter von Anneli zu retten.

Das Buch liefert keine Antwort auf ob eine transnationale Adoption positiv oder negativ zu bewerten ist.
Anneli kann wirklich vom Glück reden, dass sie in so einer Umgebung aufwachsen konnte. Nicht selten liest man dass adoptierte Kinder aus dem Ausland in Schulen drangsaliert und diffamiert werden und diese Kinder mit erheblichen Problemen aufwachsen. Sogesehen haben transnationale Adoptionen auch ihre Schattenseite.

Bei der Lektüre habe ich erfahren, dass ein aus Süd-Korea stammender junger Youtube-Musiker (Daniel Metthews), der von amerikanischen Eltern adoptiert wurde, durch Zufall erfährt, dass er einen Zwillingsbruder hat.

Zum Schluss noch ein koreanisches Sprichwort für Anneli: 세월이 약이다. (Zeit ist Medizin)
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am 1. Juni 2011
ich kann mich der vorherigen rezension nur anschließen, was den schreibstil angeht: auch wenn anneli schinkel keine profiautorin ist, hätte der verlag hier eingreifen müssen. mich interessiert das thema brennend, aber ich habe das buch nicht zu ende lesen können, weil mir der stil einfach nicht gefiel. das buch war so langatmig und gespickt mit details, die absolut uninteressant sind. es klang teilweise wie eine nacherzählung in einem schüleraufsatz. das finde ich unheimlich schade, weil die autorin ansich eine spannende geschichte zu erzählen hat.
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am 14. Februar 2010
Anneli ist als Baby von deutschen Eltern aus Korea adoptiert worden. Als sie erwachsen ist, will sie ihre leibliche Mutter finden. Als sie anlässlich einer Einladung des Koreanischen Staates mit ihrem ebenfalls adoptierten Bruder in Korea ist, nimmt sie an einer Fernsehsendung teil um ihre Mutter zu finden. Das Unglaubliche passiert: Anneli findet nicht nur ihre Mutter sondern auch ihren Vater, ihren Bruder und zwei Schwestern.
Ein absolut tolles Buch. Die Menschen sind alle total symphatisch. Man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Man fühlt mit.
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am 18. Januar 2013
Vor dem Hintergrund meiner eigenen Adoption aus Korea bin ich im Internet auf dieses Buch gestossen. Ich habe es gekauft und förmlich verschlungen. Es ist erstaunlich wie viele Parallelen es doch gibt, was die Adoptionsgeschichten über Terres des Hommes und der Organisation in Korea betrifft. Ich war tief gerührt über das Schicksal und den Ausgang dieses Erfahrungsberichtes und es hat mich sehr in meinem Vorhaben gestärkt, mich selbst auf die Suche nach meinen Wurzeln zu begeben.
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