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64 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen Autor kann Putin nicht kaufen - kaufen wir sein Buch bevor Putins Freunde alle aufgekauft haben!
Ein äußerst wertvolles Buch, das die Augen öffnet und mehr bietet als intelligente Analyse und einen guten Überblick über die vergangenen vierzehn Jahre von Putins Demokratur. Boris Reitschuster hat lange als Journalist in Putins Russland gelebt und daher nicht nur jede Menge wichtige Informationen, sondern auch aufschlussreiche eigene...
Vor 12 Monaten von Till Brandt veröffentlicht

versus
79 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Kriegstrommeln sind wieder zu hören...
Seit einiger Zeit schaue ich mir die Medien etwas genauer. Dort hat sich ein interessanter Trend entwickelt. War zuvor noch der „Muselmann“ die Reinkarnation des Bösen – jener, der es laut westlichen „Islam-Experten“ als religiöses Gebot sieht, sich in die Luft zu sprengen, die Welt mit nuklearem Terror zu überziehen, wie etwa...
Vor 8 Monaten von King Ismail veröffentlicht


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64 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen Autor kann Putin nicht kaufen - kaufen wir sein Buch bevor Putins Freunde alle aufgekauft haben!, 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Ein äußerst wertvolles Buch, das die Augen öffnet und mehr bietet als intelligente Analyse und einen guten Überblick über die vergangenen vierzehn Jahre von Putins Demokratur. Boris Reitschuster hat lange als Journalist in Putins Russland gelebt und daher nicht nur jede Menge wichtige Informationen, sondern auch aufschlussreiche eigene Erfahrungen in seinem Buch verarbeitet. Er fühlt sich ideologiefrei der Wahrheit verpflichtet und nimmt dafür schlimmste Anfeindungen in Kauf.

Boris Reitschuster ist keiner von den Putin-Schönfärbern, von denen sich viele als „Putin-Versteher“ ausgeben. Er hat Putin durchschaut. Ich beschäftige mich schon lange mit Putin und kann – auch als Mitglied mehrerer Menschenrechtsorganisationen – sagen, dass dieses Buch keineswegs übertreibt.

Niemand, der ernsthaft an Putins Russland interessiert ist, wird es bereuen dieses Buch gelesen zu haben und zumindest für Politiker und (oft naive) Talkshow-Moderatoren sollte es so etwas wie eine „Pflichtlektüre“ sein, denn Putin und seine Propagandisten haben es leider geschafft, zahlreiche Lügen, Halbwahrheiten und Illusionen in die Welt zu setzen, die leider oft auch in Deutschland nicht durchschaut und von einigen Politikern und „Russland-Experten“ sogar wiedergegeben werden (Gabriele Krone-Schmalz war z.B. mehrfach mit Vorträgen für kremlnahe Unternehmen tätig und desinformiert gerne in Talkshows, Philipp Mißfelder (Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag) befürwortete 2011 sogar die Vergabe eines Preises an Putin und es ist wohl kein Zufall, dass er zusammen mit Putin bei der Geburtstagsfeier von Gerhard Schröder in Russland auftauchte und die Leute von der Linkspartei haben nicht verstanden, dass Putins Russland ein extremes Beispiel für einen ultrakapitalistischen, militaristischen Staatskomplex darstellt und Putin mit seinen Methoden dem Faschismus weit näher ist als die von Putins Propaganda als faschistisch diffamierte Demokratiebewegung der Ukraine).

Zahlreiche russische Journalisten sind dafür ermordet worden, dass sie ähnlich aufrecht und mutig wie Boris Reitschuster berichtet haben. Die Welt braucht Menschen wie ihn. Sie braucht auch mehr Menschen, die nicht nur sein Buch lesen, sondern selber etwas tun wollen. Warum nicht Mitglied bei Amnesty International oder der Gesellschaft für bedrohte Völker werden? Zumindest kann jeder helfen, die kostbaren Informationen dieses Buches weiter zu verbreiten, indem er es verleiht oder verschenkt.
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25 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine mutige hochaktuelle Analyse, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Es ist nicht allzu erstaunlich wie polarisierend dieses Buch wirkt: Mit Stand vom 21.09.2014 gibt es hier 24 Bewertungen dieses Buches, davon sind 18 mit 5 Sternen und 6 mit 1 Stern und sonstige Bewertungen = keine! Ich schließe mich der Mehrheit an. Vielleicht hätte ich das 2006 erschienene Vorgängerbuch noch als zu kritisch betrachtet, denn die erste Amtszeit Putins von 2000 - 2004 standen im Zeichen der Konsolidierung nach der desaströsen Jelzin-Ära und auch die zweite Amtszeit 2004 - 2008 endete in einer zumindest gemischten Erfolgsbilanz. Insofern hätte ich 2006 Reitschusters Urteil wohl nicht uneingeschränkt zugestimmt (S. 305): "In Russland ist die Staatsgewalt heute monopolisiert, die Gewaltenteilung aufgehoben; Parlament, Justiz und Medien sind weitgehend gleichgeschaltet. Die Opposition wird unterdrückt, die Bürgerrechte sind eingeschränkt, es gibt keine Rechtsstaatlichkeit, dafür eine Allmacht der Bürokratie. Russland erfüllt damit die wesentlichen Merkmale einer autoritären - nicht totalitären - Diktatur, auch wenn sie in einem neuen Gewande auftritt - als "Demokratur".

Wohl schon mit seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 aber spätestens nach den Protesten wegen der offensichtlichen Wahlbetrügereien 2011 und den Demonstrationen vor seiner dritten Übernahme des Präsidentenamtes im Mai 2012 agiert Putin aber zunehmend geradezu panisch und deutlich überaktiv oder wie Reitschuster m.E. zu Recht schreibt (S. 390) "Putin agiert nicht mehr rational; er fühlt sich und sein Land erniedrigt durch den Zerfall der Sowjetunion und träumt von Revanche." Leider kann ich Reitschuster auch in der geforderten Konsequenz nur Recht geben "Wenn wir uns aus Angst vor kurzfristigen Verlusten scheuen, harte Sanktionen zu verhängen, werden wir langfristig einen hohen Preis zahlen."

Warum das Buch so stark polarisiert? Reitschuster und natürlich auch dieses Buch ist selbstverständlich sehr stark von den westlichen Grundwerten und - überzeugungen, seien es Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung etc getragen. Stark antiamerikanisch oder antikapitalistisch eingestellte oder gänzlich anderen Glaubensrichtungen angehörige Menschen werden leicht mit Putin und seiner Vorgehensweise sympathisieren können. Ich selbst lebe gerne in einer offenen Gesellschaft!

Fazit: Ein kluges und sinnvoll aktualisiertes Buch (Stand Ende März 2014)
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Putin-Fans, 4. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Finde das Buch äusserst fundiert und informativ. Es ist bedenklich: Putin-Fans (also auch KGB-Fans), die nichts anders können, als ihren ganzen Tag am Computer zu verbringen, um ihre meist aus Presse/Internetartikeln zusammengeschnipselten, unendlichen und wirren Putin-Lobeshymnen zu posaunieren, geistern in hunderten anderen ähnlichen Foren herum: von der Realität keine Ahnung - die sind sicher nicht einmal für längere Zeit in Moskau gewesen!
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79 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Kriegstrommeln sind wieder zu hören..., 9. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Seit einiger Zeit schaue ich mir die Medien etwas genauer. Dort hat sich ein interessanter Trend entwickelt. War zuvor noch der „Muselmann“ die Reinkarnation des Bösen – jener, der es laut westlichen „Islam-Experten“ als religiöses Gebot sieht, sich in die Luft zu sprengen, die Welt mit nuklearem Terror zu überziehen, wie etwa einst ein Saddam Hussein mit seinen (nicht vorhandenen) Massenvernichtungswaffen, oder aktuell der Iran mit seinem brandgefährlichem Atomprogramm, so wurde in letzter Zeit die Peak-Position der Terroristen-Charts nun von Putin und seinen satanischen Anhängern erklimmt.

So hatte ich auch einst zu Boris Reitschusters Buch eine gewisse Skepsis, da sein Buchtitel „Putins Demokratur“ das Feindbild gegenüber Putin und Russland zu verstärken schien. Aufgrund der vielen positiven Bewertung entschied ich mich nun, zu schauen, was dieser Reitschuster zu sagen hat.

Bereits in der Einführung wird einem historisch einigermaßen bewanderten Leser auffallen, dass Reitschuster hier Propaganda betreibt. Hier ein exemplarisches Beispiel:

„Immer wieder ist die Klage zu hören, der Westen hätte Russland umzingelt. Das ist die Sichtweise Putins, der als KGB-Mann überall Verschwörungen wittert. Die Realität ist, dass sich Russland mit den meisten Nachbarn überworfen hat. Das russische Modell übt, im Gegensatz zum »American way of life«, auf keines der Nachbarländer Anziehungskraft aus. Dass sich diese Gesellschaften nach Westen wenden, ist also nicht die Schuld der USA oder der CIA – auch wenn es ihnen entgegenkommen mag –, sondern die Folge von Putins Politik.“ (S.11)

Ich empfehle hier einem Herrn Reitschuster einmal, Geschichtsunterricht bei Daniele Ganser zu nehmen. Dann wird auch er erkennen, dass die USA den Russen einmal hoch und heilig versprochen hatte, die NATO nicht gen Osten auszuweiten. Ein Versprechen, welches klar und deutlich gebrochen wurde. Dieser Versuch, die Aggressionen der US-Amerikaner in der Weltpolitik zu verharmlosen oder zu leugnen, ist in diesem Buch kein Einzelfall, welches bei einem Focus-Redakteur allerdings auch nicht verwundern sollte.

Wenn ich oben rechts auf dem Buchcover bereits lese „Aktuell zur Krim-Krise“, dann kann ich nur den Kopf schütteln.„Indoktrination! Für nur 14,99€!“ Die Sichel darf dann natürlich auch nicht fehlen! Wir wollen schließlich alte Feindbilder wiederbeleben!

Was dem Leser permanent suggeriert wird: Jeder der auch nur versucht, Putin und seine Politik zu verstehen, ist ein Anti-Amerikanist, Anti-Jüdisch, ein Stalinist, ein sog. Putin-Versteher usw.

Auch wird nicht mit Stasi-Vergleichen gespart. So seien alle Büros und Wohnzimmer von Herrn Reitschuster verwanzt und er habe natürlich dauernd Morddrohungen. Die Frage stellt sich nun: Wenn Spionage für Sie ein Grund ist, ein Land in Verruf zu bringen oder gar zu sanktionieren, was ist dann ihre Meinung zur NSA-Affäre? Bei uns in Europa haben wir wohl kein Problem damit.

Auch aus sozialer und wirtschaftlicher Sicht konstatiert Reitschuster in erbärmlich einseitiger Art und Weise ein katastrophales Bild, an dem natürlich wieder einmal Putin schuld ist. Das scheint die Universalformel eines Reitschusters zu sein. Putin ist schuld.

Dabei ist es ja nicht so, dass die Missstände in Russland, die in diesem Buch überdeutlich dargestellt werden, nicht der Realität entsprechen würden. Korruption und Rassismus ist ein ernsthaftes Problem in Russland, doch anstatt die Probleme aus der historischen Entwicklung dieses Landes zu begreifen, wird hier sämtliche Schuld auf Putin abgewälzt!
Aber nicht alles, was Putin leistet, ist auch schlecht. Dazu braucht man sich nur die Entwicklung der letzten Jahre anzuschauen. Die Inflationsrate ist kontinuierlich zurückgegangen. Wirtschaftliche Institutionen im Energiesektor, die unter Jelzin zum Vorteil der US-Amerikaner privatisiert und verscherbelt wurden, wurden wieder verstaatlicht. Ausländischen Energiekonzernen werden nur noch Minderheitsbeteiligungen gewährt (mit Ausnahme BP), sodass das Kapital auch bei den Russen bleibt. Die gesamtwirtschaftliche Produktion ist von 2000 bis 2007 um 70% gewachsen, der Durchschnittslohn hat sich versiebenfacht. Wichtige Steuersätze wurden gesenkt. All diese Informationen spielen im gesamten Buch hinweg schlicht keine Rolle.

Beim Versuch, den Grund für Putins Bosartigkeit zu ergründen, will sich Reitschuster dann noch einer psychologischen Rekonstruktion seiner Kindheit bedienen, in der Putin sich aufgrund seiner harten Kindheit sich das rücksichtslose Weltbild des „Rechts des Stärkeren“ angeeignet habe.

Um nun richtig Stimmung gegen Russland zu machen, bedient sich der Autor der Gas-Krise zwischen der Ukraine und Russland, an der – wer hätte es gedacht – mal wieder Putin schuld ist! Und was in solch einer Situation zu tun ist, weiß der Boris ebenfalls:

„Ausgerechnet der Gas-Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann deshalb für
Deutschland und den Westen eine Chance bedeuten: Wenn man ihn zum Anlass nimmt,
vor der Entwicklung in Russland nicht mehr die Augen zu verschließen, sondern endlich
die nötigen Konsequenzen zu ziehen, bevor es zu spät ist.“ (S.17)

Ja, das ist ja mal ein Ding: d.h. nur weil Russland nicht mit seinen Rohstoffen Handel treibt, wie der Westen es möchte, muss man gegen Russland also „vorgehen“! Das kennen wir doch auch aus dem Irak, nicht wahr? Wie war das nochmal? Saddam Hussein wollte sein Öl nicht mehr für Dollars verkaufen und schwups! war er vom besten Freund des Westens zum bösen Diktator geworden, gegen den wir „vorgehen“ mussten. Das hier westliche Propaganda am Werk war, kann nun wirklich niemand mehr bezweifeln.

„In den »Medien der NATO« – gemeint sind die Medien der NATO-Länder – würden gezielt tendenziöse Berichte platziert, die den Bürgern im Westen Angst einjagen sollten: vor Terror, vor Kriminalität und vor atomaren Gefahren aus Russland.“ (S.159), was für Reitschuster natürlich blanke Verschwörungstheorie ist. Westliche Medien würden doch niemals Lügen!

Weiterhin versucht Reitschuster, die Kooperation der nun mit dem Rücken zur Wand stehenden Russen mit China ins Lächerliche zu ziehen. Der Russe würde bei dieser Allianz „unter den Pantoffel“ geraten und zusätzlich eine Blockbildung zwischen Russland/China und den NATO-Staaten sowie Ukraine und Georgien provozieren.

Auch in der Palästina-Israel-Frage kaut Reitschuster die gängige Propaganda durch: Die Israelis, die sich ja nur verteidigen wollen, hätten so viele Opfer zu beklagen. Da sei es ein Akt der Unmoral seitens Putin, den Hamas-Führer einzuladen, um den Dialog zu suchen. Natürlich sei auch das wieder Kalkül, da Putin sich dadurch Rückendeckung durch die Muslime, welche 20% der russischen Bevölkerung ausmacht, erhofft. Reitschuster verschweigt hier die völkerrechtswidrige Expansionspolitik Israels und die Opferzahlen auf palästinensischer Seite. Damit soll die Hamas nicht schön geredet werden, doch Reitschuster konstruiert auch hier wieder ein düsteres Bild, um Putin als Kollaborateur des Bösen darzustellen.

Auf eine ähnliche Polemik wird auch beim Thema Iran zurückgegriffen. Iran würde Atomwaffen bauen, obwohl die Inspekteure der IAEA Zugang zu iranischen Atomkraftwerken haben. Zudem teste der Iran bereits Langstreckenraketen, habe „40.000 Selbstmordattentater“, „die bereitstehen, seine Feinde mit Terror – auch Nuklearterror – zu überziehen.““Mit Atomwaffen bewaffnet und regiert von religiösen Fanatikern, werde Iran zur gefährlichsten Nation der Welt“(S.171) Dabei zitiert Reitschuster Alan Dershowitz, welcher als jüdischer Schriftsteller für seine Hetzschriften gegenüber dem Iran bekannt ist und daher keine besonders objektive Quelle sein kann. Das strotzt nur so vor Seriosität! Dass Putin mit solch einem „Terrorstaat“ Handelsbeziehungen aufnimmt, ist natürlich auch hier wieder höchst diabolisch.

Auf ähnliche Weise versucht Reitschuster, die Schuld der militärischen Eskalation in Georgien auf Putin zu schieben. Das auch hier die CIA aktiv gewesen sein könnte, ist für ihn – oh Wunder – Verschwörungstheorie.

Besonderes Augenmerk hatte ich auf die aktuelle Ukraine-Krise gelegt. Dort gibt Reitschuster immerhin zu, dass Janukowitschs Amtsenthebung keine gesetzliche Grundlage hatte. Und dennoch beharrt er darauf, die US-Amerikaner auf Gedeih und Verderb als Unschuldslämmchen darzustellen. Und das ist einfach nur noch pervers! Weiß er denn nicht, dass der aktuelle Ministerstab der vom Westen unterstützten Regierung teilweise Mitglieder der Swoboda-Partei sind, welches er selber als nationalsozialistisch bezeichnet?

„Moskaus Medien vermitteln den Menschen das Bild, ein Haufen rechter und faschistischer Chaoten aus der Westukraine versuche einen bewaffneten Putsch. Organisiert und finanziert werde der Aufstand von den Vereinigten Staaten.“ (S.270)

Nein, Herr Reitschuster. Das vermitteln nicht nur die ach so verlogenen Medien Moskaus. Das vermittelt der gesunde Menschenverstand.

Fazit:
Dieses Buch ist die unglaublichste Anti-Russland-Propaganda, die mir je untergekommen ist. Hier wurde gar keine Bemühung angestrebt, das Thema auch nur ansatzweise objektiv zu beleuchten. Putin ist für Reitschuster wirklich an absolut allem schuld. Es handelt sich wohl wieder um eine typisch amerikanische Auftragsproduktion, welches die Europäer auf einen Angriffskrieg gegen Russland mental vorbereiten soll. Hier werden mal wieder ordentlich die Kriegstrommeln für den Dritten Weltkrieg geschlagen.
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36 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes und wichtiges Buch zur richtigen Zeit, 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Boris Reitschuster, den Autor, habe ich schon in vielen Nachrichtensendungen gehört, denn dank seines Hintergrundwissens wird er gerne als Experte hinzugezogen. Er ist kein Stimmungsmacher und kein Polemiker, sondern ein zurückhaltender, vorsichtiger Beobachter, der viele Jahre in Russland gelebt hat. Er hat als langjähriger Auslandskorrespondent gute Verbindungen in den Kreml und daher halte ich sein Buch für fundiert und glaubhaft. Sehr spannend und flüssig geschrieben. In der aktuellen Krise halte ich diese Lektüre für ein Muss. Ich empfehle es gerne weiter.
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Russischer Geheimdienstsstaat, 24. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Wer dieses Buch gelesen hat, wird ein "Russlandversteher" in einem anderen Sinn als dem gängigen sein. Er/sie wird die Propagandamaschine des Wladimir Putin durchschauen und begreifen, was in Russland, in der Ukraine und im restlichen Europa tatsächlich passiert.
Ich habe den Autor kürzlich in einem Interview im TV gesehen. Er hat viele Jahre in Russland gelebt und ist mit einer Russin verheiratet. Er liebt Land und Leute, nur den Machtapparat unter Putin kritisiert er. Wie er erzählte, hat er deshalb in Russland Morddrohungen bekommen und ist deshalb nach Deutschland zurückgekehrt.
Unbedingte Leseempfehlung!
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33 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Putins Demokratur, 12. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Seit nunmehr 69 Jahren herrscht Frieden in Deutschland und wir haben uns eingerichtet, alles geht seinen Gang… Geht wirklich alles seinen Gang? Spätestens seit den ersten Unruhen auf dem Kiewer Maidan beschäftigt auch uns immer mehr die Frage, was nun geschieht und wieso unsere Beschaulichkeit in jeder Nachrichtensendung und im Internet durch immer beunruhigendere Nachrichten aus der Ukraine und aus Russland gestört wird. Vieles wird so verschiedenartig interpretiert, die Liveticker geben lediglich Bruchstücke der Geschehnisse wieder, in den Talkshows wird auch an der Oberfläche gekratzt.
Gerade jetzt erschien das Sachbuch Boris Reitschusters Sachbuch „Putins Demokratur“ in aktualisierter und erweiterter Auflage im Econ- Verlag- ein sehr komplexes und wichtiges Buch genau zur rechten Zeit. Reitschuster, der Moskau-Korrespondent des Nachrichtenmagazins Focus, gilt als profunder Russlandkenner und kennt die politische Situation nach fast zwei Jahrzehnten vor Ort sehr genau.
Schon der Buchtitel „Putins Demokratur“ lässt mich als Leser über die Begriffe Demokratie und Diktatur nachdenken und es ergibt sich vorerst die Antwort- das eine Verknüpfung zweier solch gegensätzlicher Termini nicht funktionieren kann. Während des Lesens erklärt sich aber nicht nur dieser Neologismus, ich habe das Gefühl, dass der Autor es verstanden hat, sowohl eine fast chronologische Abfolge der politischen Entwicklung in Russland seit der ersten Wahl Putins zum Präsidenten im Jahre 2001 zu liefern als auch immer wieder Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens zu hinterfragen. Dies liest sich durch die geschickte Anordnung von einzelnen Momenten, die selbst beim an Russland interessierten Deutschen zum Teil schon wieder in Vergessenheit geraten sind, äußerst spannend und gipfelt im letzten Kapitel, das den bezeichnenden Titel „Der Vormarsch- über alle Grenzen“ trägt. Spätestens jetzt wird jedem klar, wie der Apparat Putin sich entwickelt hat und dass die uns tagtäglich immer heftiger anmutenden Meldungen nicht von ungefähr kommen. Sehr tiefgründig analysiert er dabei, das oft undurchsichtig erscheinende Geflecht von politischem Einfluss.
Reitschusters Schilderung der Krim-Annexion macht in dieser komplexen Schilderung auch dann betroffen, wenn man die Ereignisse regelmäßig verfolgt. Um den Leser mit dieser Betroffenheit nicht allein in die Nachrichtenwelt zu entlassen, schließt er seine Ausführungen mit Appellen an jeden von uns, egal ob einfacher Bürger, Putin- Versteher oder Putin-Kritiker, oder aber auch politischer Entscheidungsträger. Das dabei mehrfach verwendete Modalverb „müssen“ erhöht die Dringlichkeit seiner Mahnungen. Dabei hält Reitschuster uns umso mehr den Spiegel vor Augen, in dem er erklärt, dass wir erst, wenn wir unser demokratisches System wieder mehr schätzen lernen, in der Lage sein werden, das System Putin zu entschlüsseln. Es völlig zu verstehen, wäre wohl fast ein zu hoch gegriffener Anspruch und würde dann ja wieder zur eingangs erwähnten „ es geht seinen Gang- Mentalität“ verführen.
Kurzum- „Putins Demokrat“ ist ein Muss für jeden, der bereit ist, tiefgründig in die aktuelle Situation in der Ukraine und in Russland einzudringen.
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32 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbestechlicher Blick - glasklare Analyse, 4. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Mit unbestechlichem Blick entwickelt Boris Reitschuster, einst Putin-Biograf, eine glasklare und gut recherchierte Analyse des Putin'schen Machtsystems und seiner Auswirkungen bis hin zur aktuellen Krim- und Ukraine-Krise. Das Buch, das seit der Erstauflage noch erheblich an Brisanz zugenommen hat, ist vor dem Hintergrund dieser aktuellen Ereignisse ein „must read“ für alle wachen Menschen, die nicht die Augen verschliessen wollen vor Geschehnissen, die uns alle früher oder später betreffen werden.

Seine dem Buch vorangestellte Widmung „Für (..) alle Menschen in Russland, die ich liebe. Auf dass sie in einem freien, friedliebenden, demokratischen Land leben können, als Bürger statt als Untertanen, ohne Furcht und ohne Lüge, mit Chancen, Rechten und Pflichten, die für alle wenigstens halbwegs gleich sind“ zeigt die tiefe Liebe zu diesem Land und seinen Menschen, die von den Machtgelüsten eines sich als demokratisch gebenden totalitären Herrschers in eine Rolle in der Welt gedrängt werden, die den meisten dort lebenden Menschen nicht gerecht wird.

Die zynisch-kalte Unmenschlichkeit des Putin'schen Systems, die der Autor auch am eigenen Leib erfahren musste, wird mehr und mehr durch eine Lügen verbreitende Propagandamaschinerie ergänzt. Hass und Zwietracht werden gezielt zwischen den Menschen gesät, die doch auch in Russland und in der Ukraine, wie überall in der Welt, lediglich in Frieden leben möchten.

Doch auch die in den 16 Jahren, die Boris Reitschuster „als Russe“ in Moskau lebte, gewachsene tiefe Liebe zu Land und Menschen hat seine wache Wahrnehmungsfähigkeit für das zunehmend diktatorischer werdende Regime, das auch vor Mord nicht zurückschreckt, nicht eingeschläfert. Ja, man könnte sogar sagen, gerade weil er Land und Menschen kennt und liebt, realisiert er die Grausamkeit dessen was geschieht, besser als die meisten Aussenstehenden, die sich gerne als „Versteher“ präsentieren.

Ein sehr mutiges Buch, das durch sein klares Aufzeigen von Putins Machtsystem dem Autor inzwischen leider Todesdrohungen eingebracht hat.
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35 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must Read, 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Boris Reitschuster hat - mit Spannung erwartet - sein überarbeitetes, schon 2006 erstmalig erschienenes Buch vorgelegt. Wer seine früheren Bücher kennt, darf sicher sein, handwerklich gute Recherchen, gedanklich stringent und mit vielen Informationen, die hier entweder nicht bekannt und/oder schon wieder vergessen sind. Es beschreibt, wie Wolodja aus der Leningrader Baskowgasse zu dem wurde, was er heute ist und wer ihm dabei behilflich war - und mehr. Wer Boris Reitschusters frühere Veröffentlichungen kennt, kann sicher sein, daß sein Antrieb Zuneigung für und Sorge um ein wunderbares Land und seine wunderbaren Menschen sind. Deswegen ist seinem Buch eine weite Verbreitung zu wünschen, nicht nur bei an Russland Interessierten, sondern auch bei den politischen Entscheidungsträgern, und, ja, auch bei den "Putin-Verstehern".
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, werte Trolle: es lohnt sich, dieses Buch zu lesen., 15. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System (Broschiert)
Reitschuster hat mit seinem Buch offenbar einen wunden Punkt im aktuellen russischen Bewußtsein getroffen. Das allein bestätigt schon die Tatsache, daß sich die Leningrader Trolle aus Putins Desinformationsfabrik wie scharf gemachte Pitbulls auf diese Rezension stürzen. Ihre Absicht ist es natürlich, diesem Buch zu schaden. Da sie von den Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation nur oberflächliche Kenntnisse besitzen, tritt natürlich der entgegengesetzte Effekt ein. Es ist sozusagen ein Gütesiegel, das die Fakten in diesem Buch nur stützt. Und die sprechen nun mal allesamt gegen Putin
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Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System
Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System von Boris Reitschuster (Broschiert - 9. Mai 2014)
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