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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt interessante Einblicke
"Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt": Auch nach Lektüre des Buches ist mir vollkommen unklar, wo dieser Untertitel herrührt. Denn wirklich gefährlich wird es nie bei "Inside WikiLeaks", vielmehr reiht Domscheit-Berg zahlreiche Anekdoten aus der Organisation aneinander - das jedoch auf interessante, spannende und gut lesbare Art und...
Veröffentlicht am 13. Februar 2011 von F30

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz interessant, aber...
Die Internas über wikileaks sind schon sehr interessant, allerdings wirken die Erzählungen stellenweise sehr einseitig. Herr Domscheidt-Berg erzählt dann auch von seinen Plänen mit Openleaks, allerdings ist bis heute lediglich die Domain registriert. Dadurch wird seine Erzählung und Kritik an Assange ein wenig unglaubwürdig...
Vor 12 Monaten von Michael B. veröffentlicht


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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt interessante Einblicke, 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
"Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt": Auch nach Lektüre des Buches ist mir vollkommen unklar, wo dieser Untertitel herrührt. Denn wirklich gefährlich wird es nie bei "Inside WikiLeaks", vielmehr reiht Domscheit-Berg zahlreiche Anekdoten aus der Organisation aneinander - das jedoch auf interessante, spannende und gut lesbare Art und Weise.

Was er erzählt, erzählt er sehr ausführlich; teilweise tragen diese Details tatsächlich zu einem besseren Verständnis bei, teilweise lassen sie einen auch nur irritiert zurück. Und manchmal wird man auch den Eindruck nicht los, dass dieses oder jenes Detail nur erwähnt wird, um Julian Assange in ein schlechtes Licht zu rücken.
Vielerorts wurde im Vorfeld die angebliche Abrechnung mit Assange heraufbeschworen. Tatsächlich bemüht sich Domscheit-Berg durchaus um eine faire Darstellung; die Kränkung ist jedoch offensichtlich zu stark, um sie komplett auszublenden.

Die Handlung verpackt er in recht lose thematisch strukturierte Kapitel, die der Chronologie nicht immer strikt folgen. Das ergibt für die Handlung durchaus Sinn, führt jedoch zu einigen Ungenauigkeiten und Inkonsistenzen, die sich wahrscheinlich alle erklären ließen - einen schlechten Eindruck hinterlassen sie trotzdem.

Ebenfalls einen faden Beigeschmack verursacht die immer wieder durchklingende, ach so linksalternative und anarchistische Lebenseinstellung Domscheit-Bergs vor dem Hintergrund seines traditionell und kommerziell veröffentlichten Buches. Auch wenn er bedingt durch sein Engagement in den letzten zwei Jahren quasi nichts verdient hat und sein monetäres Interesse daher nur allzu verständlich erscheint - ginge es ihm wirklich um die Verbreitung der Geschichte, wäre das Buch auch frei im Netz.

Bei aller Kritik bleibt "Inside Wikileaks" ein lesenswertes Buch. Wer den ganz großen Knaller erwartet, wird enttäuscht werden, alle anderen werden ihren Gefallen an den zahlreichen Details finden. Man kann sich auch ohne dieses Buch eine fundierte Meinung zu WikiLeaks bilden; der komplett neue Blickwinkel hilft jedoch definitiv, die Organisation besser zu verstehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Ent-Täuschung, 9. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
Daniel Domscheit-Berg ist enttäuscht. Vor allem und in erster Linie von Julian Assange, mit dem er zu Zeiten eng befreundet war und dessen Enthüllungsplattform WikiLeaks er mit Leidenschaft und Eifer mit bearbeitet hat. Das ist eine wichtige Information zu Beginn, denn selbstverständlich beeinflusst diese innere Enttäuschung in vielfacher Hinsicht den Duktus und die Atmosphäre des Buches.

Dennoch aber legt Daniel Domscheit-Berg einen hochinteressanten und detailreichen Einblick in die Welt hinter der Internetseite vor, der vieles der selbsternannten, modernen Robin Hood Haltung im Blick auf verdeckte Informationen durchaus entmythisiert und die handelnden Personen, allen voran Assange, intensiv beleuchten. Diese Passagen sind aber mit der gebotenen Vorsicht zu genießen im Wissen um die zerbrochene Freundschaft der beiden. Interessant ist das Buch auch in Hinsicht der Erläuterungen Daniel Domscheid-Bergs zu seiner eigenen Haltung völliger Transparenz von Informationen.
Hier spürt man die tiefe Überzeugung und Leidenschaft, die den jungen Daniel damals zu WikiLeaks brachte, in der seine fast Verehrung von Assange begründet liegt und die ihn auch zur weiteren Arbeit nun mit neuen Projekten motiviert (openleaks.org).
Dies sind, hinter den vordergründigen Enthüllungen und der spürbaren Enttäuschung Assange gegenüber die eigentlich starken Momente des Buches. Momente, in denen verständlich und einsichtig wird, was zumindest Domscheid Berg antreibt und welches überzeugte (und überzeugende) Wertgefüge hinter der Arbeit von WikiLeaks auch zu finden war.

Nichts weniger als der Versuch, eine bessere Welt zu schaffen hatte Domscheid-Berg mit Julian Assange zusammengebracht, einer transparenten Welt, in der eben nicht wenige Mächtige die Entscheidungen sich anmaßen, welche und wie viel Informationen "die Welt da draußen verträgt". Höchst erfolgreich hat WikiLeaks hier in den letzten Jahren Lücken in den Deckmantel geschlagen und, wie bekannt, vielfach hochbrisante und erschreckende Informationen veröffentlicht.

Immer mit dem Ziel, wie zu Zeiten der Entwicklung des Zugangsbeschränkungsgesetztes auch im Kontakt mit Ursula von der Leyen, den laufenden Prozess mit zu gestalten und nicht im nachhinein ständig Kritik zu üben. Hier gibt das Buch im Übrigen häufig sehr detailliert Auskunft über den Weg der Informationserlangung und der Informationsverwertung. Ebenso interessant zu lesen ist, dass WikiLeaks scheinbar auch in seiner "großen" Zeit im Kern nur aus zwei Personen Bestand, Assange und Domscheid Berg. Dies hatte gerade Assange öffentlich mehrfach ganz anders dargestellt. In der Arbeitsweise und Zielrichtung von WikiLeaks spielt dies aber letztendlich keine große Rolle, wie viele am Projekt federführend beteiligt waren. Wohl aber im Rahmen de Prüfung der Echtheit jeden Materials. Das die Echtheit zugespielten Materials nur aufgrund einer Prüfung durch Assange und Domscheit-Berg dann freigegeben wurde ist ein Vorgehen mit samt der damit einhergehenden Täuschung der Öffentlichkeit, dass nicht nur Domscheit-Berg nach eigener Aussage belastete. Gerade in Bezug auf das Projekt Wikileaks, dass sich ab 2009 auf die Fahnen geschrieben hatte, mit allen technisch möglichen Mitteln gegen jede Form der Internetzensur und, erweiternd, gegen jede Form von "geheimen" Informationen im Sinne des öffentlichen Interesses vorzugehen. Dazu braucht es eine größere Schar an Mitwirkenden, Rechercheuren und belastbarere Prüfungen sensiblen Materials, als dass es die beiden Betreiber zu Zeiten gewährleisten konnten. Und eine eigene Transparenz, um glaubwürdig zu sein und zu bleiben.

Die Reaktionen der anderen Seiten, allen voran der amerikanischen Justiz, WikiLeaks und seine Betreiber aus dem Spiel zu nehmen sind ebenfalls Thema des Buches, ebenso wie eine ausführliche Darstellung der zunehmenden Distanz des Autors zu Julian Assange.

Daniel Domscheit-Berg hat ein höchst persönlich gefärbtes Buch geschrieben, dass in dieser persönlichen Färbung seine Stärken und Schwächen zugleich findet. Vieles muss vom Leser sorgfältig darauf bedacht werden, dass hier nur eine Seite der Geschichte zu hören ist und diese durchaus sich auch aus verletzten Gefühlen speist. Zum andern aber liest sich Buch hochspannend als ein kenntnisreicher Bericht aus der Welt hinter den Kulissen eines Projektes, dass mehrfach für weltweites Aufsehen sorgte. Allemal ein gute Grund für eine intensive Beschäftigung mit dem Buch.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht macht korrupt, 10. Februar 2011
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
Für mich hat dieses Buch nichts mit Bild - Zeitungs - Niveau zu tun. Viel mehr liest es sich wie die Analyse eines Lebensabschnitts des ehemaligen Sprecher von WikiLeaks Daniel Domscheit - Berg, damals Daniel Schmitt. Besonders authentisch liest sich sein Buch, weil der Autor eben über einen wichtigen Zeitraum seines eigenen Lebens berichtet.

Durchaus auch kritisch erzählt Domscheit - Berg zurückblickend. Sachlich referiert er über das Ziel der Organisation von 2007: "Die Macht zu kontrollieren." Ernüchternd schreibt der Autor heute über seine Zeit bei WikiLeaks: "dass Macht und Geheimhaltung schleichend korrumpieren."

Chronologisch arbeitet der Autor seine Erlebnisse mit der Organisation ab und nimmt dabei den Leser mit hinter die Kulissen von WikiLeaks.

Viel erzählt der Autor von seinem Ex - Chef Julian und davon, dass der gerade von denen die er bekämpft, so viel über Themen wie Geheimhaltung und juristische Tricksereien schnell gelernt hat. Dazu bringt Domscheit - Berg genügend Beispiele um seine Kritikpunkte an Assange und der Organisation zu untermauern.

Etwas eigenartig stimmt es mich schon als ich dann lese, dass der Autor betont: "Heute, im Januar 2011, bin ich an dem gleichen Punkt wie ein Jahr zuvor, als wir WikiLeaks neu auf die Füße stellen wollten."

Im Anhang des Buches findet sich eine Chronologie von WikiLeaks die am 4. Oktober 2006 beginnt und am 30. Dezember 2010 endet.

Gelesen habe ich dieses Buch wie einen spannenden Thriller. Ein wenig ratlos macht mich beim Lesen und auch danach, dass ich nicht zu erkennen vermag wo die Wahrheit liegt. Eins scheint sicher zu sein: Macht macht korrupt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz interessant, aber..., 1. Dezember 2013
Die Internas über wikileaks sind schon sehr interessant, allerdings wirken die Erzählungen stellenweise sehr einseitig. Herr Domscheidt-Berg erzählt dann auch von seinen Plänen mit Openleaks, allerdings ist bis heute lediglich die Domain registriert. Dadurch wird seine Erzählung und Kritik an Assange ein wenig unglaubwürdig...
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus dem abenteuerlichen Leben eines ehemaligen Dream Teams..., 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
Wenn Daniel-Domscheidt-Bergs Buch den Untertitel "Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt" trägt, dann sollte man schon ungefähr wissen, was einen erwartet: Ein persönlicher Bericht, eine chronologisch am eigenen Leben entlang ERZÄHLTE Geschichte aus der Vor- und Hochzeit von WikiLeaks, voller Details und Anekdoten, mit Beschreibungen statt mit Definitionen. Letztendlich offen im Ergebnis, dabei idealerweise romanhaft und spannend geschrieben, um dem Leser die eingebauten Analysen und Technik-Exkurse schmackhaft zu machen.

Das funktioniert ausgesprochen gut, was nicht verwundert, denn eigentlich ist die Geschichte von WikiLeaks eine Wahnsinns-Abenteuergeschichte, die "5 Freunde und der Server der Gerechtigkeit" gewissermaßen oder "Emil und die Detektive im 21. Jahrhundert": Eine Handvoll Computer-Nerds mit einem maroden Server lassen globale Unternehmen den Schwanz einziehen und führen ganze Nationen an der Nase herum. Das ist eine großartige Geschichte, und es ist großartig erzählt. David gegen Goliath - und Goliath ist chancenlos! Zu schön, um wahr zu sein.
Die WikiLeaks-Story ist auch eine Art NGO-Startup-Geschichte: Aus dem Hinterzimmer an die Weltmacht in vier Jahren. Leider war nach diesen vier Jahren wegen interner Probleme auch erst mal Schluss mit dem Aufstieg. Dazu ist im Buch vieles zu lesen, mit viel Ehrlichkeit, Trauer und Herzblut geschrieben: Trauer um die vernachlässigten Ziele der Organisation und Trauer um eine enge Freundschaft - und auf diese gewesene Freundschaft richtet sich jetzt die ganze mediale Aufmerksamkeit. Die Personen rücken auf Kosten der Inhalte in den Mittelpunkt. Alle stürzen sich auf die Gefühle, weil das Sachliche eigentlich eher unsexy und abstrakt ist.

Die schon vielfach aufgegriffenen Anekdoten - um Leberkäse und "Katzentraining", um vermüllte Aktivistenzimmer und offene bzw. geschlossene Fenster, Julian mit Europalette als Tarnung auf dem Rücken in der Wiesbadener Innenstadt, Julian nächtelang vor der Laptop-Tastatur kauernd - sind das überleitende Moment, sie ergänzen und stützen den argumentativen Teil des Buches durch Beschreibungen. Deshalb sind diese Anekdoten nicht so böse, wie sie oft dargestellt werden, sie machen vielmehr die Personen lebendig, vielschichtig, bei allen Defiziten doch auch liebenswert. Naja, bei Julian fällt das Lieben irgendwann schon schwer.

Klar, Julian wird als äußerst schwieriger Mensch beschrieben, aber seiner Faszination kann man sich auch als Leser lange nicht entziehen. Er ist verrückt, aber cool. Mit dem nötigen Größenwahn, um ein unglaubliches Projekt auf schnellstmögliche Weise zu einem gigantischen Erfolg werden zu lassen. Ein charismatischer Ironiker, der Rollen wechselt und Identitäten erfindet, wie andere ihre Kleider wechseln. Keiner weiß, woher er kommt, keiner weiß, wohin er geht und wer genau er ist. Ein perfektes Idol, dieser slackerhafte Superheld. Ein geborener Popstar. Als Freund, Chef oder Schatzmeister allerdings eher weniger geeignet.
Ganz im Gegensatz dazu Daniel, ein unglamouröser deutscher Informatik-Ingenieur, der antritt, um der gerechten Sache, der größtmöglichen Transparenz nämlich, in präzise geregelten Abläufen zum Erfolg zu verhelfen. Transparenz auch in eigener Sache ist eines seiner wichtigsten Ziele, das gibt seinem Buch etwas Bekenntnishaftes, etwa wenn er gesteht, er habe Julian zeitweise gehasst. Redlichkeit und Moral erscheinen als seine obersten Werte, für die er auch auf eigene Kosten kämpft und notfalls mit dem Kopf durch die Wand geht. Er kommt mir vor wie einer der letzten echten Idealisten - was ihm in unseren idealismusfernen Zeiten natürlich als Egotrip ausgelegt wird.
So mysteriös Julian ist, so verlässlich, bodenständig und strukturiert wirkt Daniel. Er hätte die Untergrundzelle, die die Welt erobert, gerne professionalisiert und zu einer Art ordentlich strukturierter Whistleblower-"Behörde" gemacht, damit die politisch gewollte Anarchie des Projekts nicht im Chaos und der Intransparenz versinkt. Aufmerksamkeit erringt man auf diese Weise natürlich eher nicht.
Eigentlich sind der Popstar und der Ingenieur ein Dream Team, sie ergänzen sich auf geradezu ideale Weise, gerade weil sie so extrem gegensätzlich sind. Wenn sie sich hätten einigen können, dann hätte aus WikiLeaks eine ganz große Sache werden können - das NGO-Pendant zu Google oder Facebook. Aber das war wohl unmöglich.

Wenn man den Tenor in den unzähligen Artikeln und unflätigen Foren-Kommentaren mit dem tatsächlichen Inhalt des Buches vergleicht, dann begreift man schnell, warum dieses Buch nötig ist: Hier werden Infos zu WikiLeaks von einem Insider ausführlich und im Zusammenhang dargestellt, die in den Medien oft bruchstückhaft, teilweise auch falsch mit viel Phantasie zusammengeleimt werden. Und eine persönliche Notwendigkeit hat das Buch natürlich auch für seinen Autor, der sich die Deutungshoheit über sich selbst und seine ehrenamtliche Arbeit der letzten Jahre von den Medien und aus den Foren zurückholt. Wer an der Wahrheit interessiert ist, muss auch dieses Buch über WikiLeaks gelesen haben!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 4. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
Das Buch beginnt sehr interessant und vielversprechend. Man taucht ein in die Welt von Wikileaks - eine spannende Reise nimmt ihren Anfang.

Doch sehr schnell ist erkennbar, wohin diese Reise geht, nämlich in die Seele eines zu tiefst gekränkten Menschen, der mit seinem Freund und Weggefährten abrechnet. Domscheit-Berg denunziert Assange und das auf niedrigstem Niveau. Kleinlich schildert er Charakterzüge Julian Assanges die in solch ein Buch, mit solch einem Anspruch nicht rein gehören. Inflationär erzählt er Begebenheiten die Assange in ein schlechtes Licht rücken sollen, die aber mit der Message, der Philosophie und den Hintergründen von Wikileaks nichts zu tun haben. Das Interessante dabei ist, dass das Ganze nach hinten los geht. Daniel Domscheit-Berg rückt sich damit selbst in ein sehr merkwürdiges Licht.

Sehr treffend beschreibt der Journalist Ulrich Clauß Assange: "Nur ein Besessener konnte die Internetplattform Wikileaks erschaffen. Die Öffentlichkeit aber verlangt nach unbefleckten Erlösergestallten. Für diese Paradoxie sollten wir nicht Julian Assange verantwortlich machen."

Von dieser Besessenheit hat Daniel Domscheit-Berg leider sehr wenig. Für mich ist er ein Kleingeist und Denunziant.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Julian und ich und Wikileaks wäre auch ein treffender Titel!, 5. November 2013
Von 
Rhyskant (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Veranlasst durch den gerade gesehenen Film grub ich auch dieses Buch zur erneuten Lektüre aus. Es hat einen weitaus persönlicheren Ansatz als Staatsfeind Wikileaks, in diesem Umstand sehe ich auch die Schwäche des informativen und kurzweiligen Buches.

Der Autor beschreibt sein Zusammenkommen mit Assange, seine Zeit mit ihm und dem Projekt Wikileaks und das Ende. Durch seine Beschreibungen, besonders durch Original-chat- Wiedergaben zwischen ihm und Assange entwickelt der Leser auch Charakter-bzw. Typenvorstellungen der Hauptakteure. Assange empfand ich als sehr ich-zentrierten Egomanen, der, wenn überhaupt, nur wenige Menschen mit sich auf Augenhöhe sieht. Dazu gehörte der Autor, weil wohl viel zu gutgläubig, gutmütig, großzügig, eher altruistisch der Sache verschrieben, trotz seiner Loyalität, die an manchen Stellen der Erzählungen auch Naivität vermuten lässt, nicht.

Ich hatte den Eindruck, der Autor musste sich auch das Eine oder Andere von der Seele schreiben, ein wenig auch mit Assange abrechnen, um mit ihm abzuschließen.

Für mich eine Art informatives, recht gut beschriebenes reales Drama....mehr nicht, aber auch nicht weniger.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Meine Zeit als eiffersüchtiger Egomane und Verräter, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
wäre der treffendere Titel.
DDB ist genau der Typ von Kerl den keiner so richtig mag - und mit Grund. Diese Type wurder nur mit Nachteilen geboren, sieht nicht gerade gut aus, ist unlustig, schlechter Gesellschafter, usw... all diese Eigenschaften bringen leider noch weiter hervor - Neid und Backstabbing von "Freunden". Genauso ist es bei Wikileaks passiert - DDB hat Assange von hinten das Messer reingejagt, die Organisation sabotiert, und Dokumente gestohlen um seine eigene "bessere" Website aufzubauen damit -weil er ja "eigentlich alles besser kann"... Dumm nur, daß aus seine Webseite nix geworden is. Daß seine Frau für Microsoft arbeitete ist ja leider auch kein Ruhmesblatt. NSA-connection läßt grüßen.
Kann von dem Buch nur abraten - spar dein Geld und gibs lieber an Wikileaks oder eine Publikation von Julian Assange.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, es menschelt, 21. Februar 2011
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt (Broschiert)
Und ob das eine Abrechnung ist. Da geht es durchaus öfters mal unter die Gürtellinie. Liest man das Buch, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Geschichte eines Julian Assange erzählt wird, der sich aufgrund des Erfolges von einem abgerissenen Freak in einen durchgeknallten Machtmenschen verwandelt. Der auch noch mit Leuten zusammen arbeitet, die rechtsradikale Kontakte haben und der dann auch noch ein Problem mit dem Thema Frauen (und dem Thema Nachwuchswunsch) hat. Das ist die schwache Seite des Buches. Denn selbst ohne die andere Seite dieses Konfliktes zu kennen, fallen einem beim genauen Lesen doch ein paar Kleinigkeiten auf. "D", der Autor ist nämlich auch nicht ohne, wenn es darum geht, in Chats seine Überzeugungen zu vertreten. Deeskalation, Teamfähigkeit sieht von beiden Seiten anders aus, wenn man die in diesem Buch im Original abgedruckten Dialoge liest. Überhaupt erinnern mich viele der hier beschriebenen Situationen eher an einen typischen Clash of Cultures, der zwischen den unsoliden, permanent sich verkaufenden Amis (ja, gut, Assange ist Australier, aber das ist auch nicht anders) und den ideologisch verbohrten, arbeitswütigen Deutschen nun mal häufig vorkommt. Man ist sich halt nicht einig, dann lässt man es eskalieren, und dann knallt es halt. So what?

Wäre das Buch nur eine Abrechnung, so wäre es einfach misslungen.

Aber "D", also Domscheit-Berg hat offenbar doch ein paar Erfahrungen gesammelt, während er über fast drei Jahre durch Wikileaks mit Pressearbeit zu tun hatte. Denn er hat das Buch nicht selbst geschrieben, sondern das einem Profi überlassen. Nämlich der Journalistin Tina Klopp, die bei Zeit Online arbeitet. Und die hat dann dafür gesorgt, dass das alles eine sehr spannend zu lesende Geschichte geworden ist, in der der finale Konflikt, so sehr er die Community auch bewegen mag, doch letztendlich eine Nebenrolle spielt. Denn das Buch ist für Leser geschrieben, die der Welt des Internets mit ihren fließenden, oft wenig definierten Arbeitsstrukturen eben nicht angehören. Wie eine Community im Innern funktioniert, das erfahren wir hier, und man wünscht sich nach dem Lesen, dass man ein solche klares Bild auch von anderen Organisationen wie zum Beispiel Wikipedia gerne hätte. Und man merkt, wie viel man mit Enthusiasmus in diesem Umfeld selbst ohne viele Mittel erreichen kann - und zu wie viel Bewegung das auch in der nicht-virtuellen Welt führt. Das Internet ist eben mehr als eine Spielwiese, hier wird beschrieben, wie Klein gegen Groß auch mal gewinnen kann. Und das ist dann das Verdienst des Buches.

So sehr "A" als Persönlichkeit schräg und "D" als Teammitglied sperrig sein mögen, so sehr spürt man dann doch im Buch die Begeisterung für die Sache Wikileaks, und deren öffentliche Wirkung. Mögen auch nicht alle Veröffentlichungen auf der Plattform ungeteilten Zuspruch gefunden haben, wer das Collateral Murder Video gesehen hat, hat wahrscheinlich zum ersten Mal verstanden, wie Krieg im 21. Jahrhundert wirklich funktioniert. Und welchen Geistes die Männer sind, die da am Drücker sitzen. Und dagegen ist dann der kleine Privatkrieg zwischen A und D wirklich harmlos. Und weil es diese frohe Botschaft aus der schönen, neuen Welt eben auch transportiert, ist dies doch ein gelungenes Buch.
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4.0 von 5 Sternen too much revenge, too less technical background, 19. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I like the story of friendship and then good old times dreaming
I don't like the permanent critics and pointing out the differences, even though I would see myself more in Daniels shoes.
I miss technical details. What is crucial to keep people anonymous.
It is nice to read. Couldn't stop until finished.
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Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt
Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt von Tina Klopp (Broschiert - 11. Februar 2011)
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