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Kundenrezensionen

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am 29. April 2011
Dieses Buch ist der persönliche Feldzug des Autors (das hat jemand so bereits sehr gut beschrieben). Immerhin hat er das Ganze selber geschrieben -so schlecht schreibt niemand, der gelernt hat, sich mit Schreiben sein Geld zu verdienen. Das größte Gefühl das ich bei diesem Buch hatte, war das Mitgefühl mit der Lebensgefährtin und deren Kind! Herr W. beklagt sich über die Missstände, die in Kundus herrschen: Da frage ich mich, ob niemand ihm mal erklärt hat, was die Aufgabe von Vorauskräften ist!? Als Fallschirmspringer sollte ich doch wissen, dass mich als erster nicht alles bestens erwartet! Bester Fuhrpark, beste Verpflegung, beste Behausung, etc. Deswegen schickt man euch ja dort hin Achim! Zudem bemängelt er häufig die Kameradschaft und den Teamgeist und schreibt dennoch anfänglich, wie sehr man sich darum geprügelt hat, nach Kundus zu kommen. Das halbe Buch geht nur über den Konflikt im Spezialzug, über schlechte Teamarbeit, etc. Als Bestandteil der niederländischen Spezialkräfte in seinem ersten Afghanistan-Einsatz (das erwähnt er stolz über das ganze Buch hinweg mindestens 20 mal) betont er die Notwendigkeit der Kameradschaft, etc. Und am Ende des Buches gesteht er sich und dem Leser ein, dass er ein Alleingänger ist und vor allem eigentlich nur flüchtet!!! So auch vor seiner Lebensgefährtin, den Eltern, etc. Die Tatsache, dass jemand als Soldat einem Spezialkräftetrupp einer anderen Nation ausgeliehen wird, ist absolut unglaubwürdig! Genauso erschreckend fand ich die Tatsache als Berufssoldat einer Spezialeinheit über Geheimoperationen zu berichten: So erzählte er, wie er in Afghanistan einen Flugplatz überwachte, in dem Nato-Soldaten Prostituierte aus dem asiatischen Raum einflogen!!! Er bemängelte die Ausbildung im Vorfeld; dass der Spezialzug viel zu wenig an der Pistole trainiert wurde, etc.! Als Stufffz sollte er damit aber umgehen können. Ich gab das Buch einem Berufssoldat, der dazu nur äußerte (nachdem er das Buch gelesen hatte): "Eines kann ich Dir auf jeden Fall sagen: Ein guter Soldat war er nicht!" Er bemerkte auch, dass Achim W. nur eine zivile Hubschrauberpilotenausbildung machte (diese aber sicherlich nicht abgeschlossen hatte, da es nicht erwähnt wurde!) und trat dann mit 29 Jahren als Zeitsoldat der BW bei! Spricht für einen Elitesoldaten und eine geplante Karriere :-)
Bei den Bildern: "Ich mit Gewehr im Anschlag. Ich, wie ich aus einem Jeep klettere, ich wie ich, ...ich, ich" und ab und zu mal ein paar Eindrücke von Afghanistan und den anderen Kameraden des Zuges.

Ich will nicht alles schlecht reden. Achim W. zeigt sicherlich Missstände auf und kritisiert manches zurecht. Aber Hierarchie und Improvisation als Soldat und Vorauskraft zu kritisieren, ist ein bißchen lächerlich!

Soldaten haben es im Einsatz nicht leicht! Ich finde, dass Ihnen viel zu wenig Gehör geschenkt wird und dass unsere Gesellschaft diese Probelmatik viel zu stark verdrängt. Man sollte zuhören, bei dem was sich durchmachen, was sie erfahren haben und was man ihrer Meinung nach ändern müsste!
Aber Achim W. muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt Gehör schenken. Ich denke, dass da doch lieber andere Bücher gelesen werden sollten, die umfassendere Einsicht haben, Dinge nicht zu einseitig schildern und besonders: nicht wage interpretieren!
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(Liebe Leser, die Bewertung wurde zu lange. Dafür bitte ich um Verständnis. Es ist ein Thema das mich sehr beschäftigt.)

Zum zweiten Mal hat Ex-BW-Soldat Achim Wohlgetan seine Erlebnisse bei einem Einsatz für die Bundeswehr in Afghanistan zu Papier gebracht.
Interessanter fand ich - das also vorweg - sein erstes Buch: Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht. Trotzdem habe ich OPERATION KUNDUS geradezu verschlungen - und kein Blatt bereut.

In OPERATION KUNDUS geht es zunächst darum, was für ein infantil anmutendes Gerangel innerhalb eines BW-Verbandes entstand, als es um die Entsendung des Vorausteams nach Kundus ging. Wohlgetan gehörte jenem Team an, das 2003 als erstes in Kundus (abgesehen von Amerikanern, die dort bereits präsent waren) eintraf, dort Erkundungen der Lage durchführen sollte und sich auch um den Aufbau und Sicherung des Lagers kümmern sollte. Was dabei alles geschah, erlebt man dank seiner subjektiv-emotionalen Schreibe hautnah - in einer Art Tagebuch-Form - mit. Hin und wieder regt seine subjektive Art mich auch auf. "Sachlich bleiben" dürfte für Achim wohlgetan, angesichts der Erlebnisse auch nicht einfach sein - bzw. unmöglich. Das beweist er eindrücklich. ;-)

Nun muss man aus heutiger Sicht sagen, dass im Jahr 2003 in Relation zu heute noch eher so was wie RUHE herrschte in dieser Region. Sicherheitsrisiken, auch solche die rechtzeitig aufgezeigt wurden und behoben hätten werden können, wurden damals - vermutlich weil man die Erfahrung noch nicht hatte - in kauf genommen. Man kann nur hoffen, dass die BW mittlerweile aus solchen Pannen etwas gelernt hat. Was die Bürokratie betrifft und die Sache mit der Waffe und der Munition (wer's gelesen hat, wird es vielleicht nur müde belächeln) - kann ich aus heutiger Sicht nur bestätigen, dass sich nichts geändert hat.
Wer versucht in die Haut des Soldaten/ Polizisten zu schlüpfen der in einem Tingeltangelbus und unbewaffnet durch ein Krisengebiet kutschiert wird, wird vielleicht mitfühlen können, dass so jemand durchaus ungehalten wird und Panik bekommt.

Erschwerend kommt mittlerweile nun noch dazu, dass die Lage in Afghanistan keinen Deut besser wurde und die Friedensmission laut Medienberichten keine solche mehr ist. Aus erster Hand erfährt man so gut wie nichts. Und ein aktiver BW-Soldat hätte das was Wohlgetan schrieb wohl kaum unter einem Namen abliefern können.
Medienberichterstatter (ich habe da einen aktuellen Bericht im Stern im Sinn) schreiben dramatische Geschichten, allerdings untermalt mit so genannten Fakten auf Bild-Zeitung - Niveau; was ich hochgradig ärgerlich finde! Fakt ist, dass die Lage dort nie besser wurde. Tatsache sind aber auch solche kleinen Geschichten, wie Wohlgetan sie in sein Buch eingepflegt hat, in dem man durchaus Verständnis für den Zulauf bei den Taliban gewinnen kann.

Das Hauptaugenmerk in OPERATION KUNDUS liegt bisweilen auf dem Zwist innerhalb des Bundeswehr-Verbandes, dem Wohlgetan angehört. Inkompetente Führungskräfte werden logischer Weise am Rad drehen, wenn sie Wohlgetans Buch lesen. Mich hat das eine Weile aufgeregt beim Lesen. Sehr aufgeregt. Das gebe ich ehrlich zu.
Da ich mittlerweile aber aus erster Hand berichtet bekomme, wie belastend "Unruhe" in der Truppe sein kann und sich auswirken kann - so nichts dagegen unternommen wird - ist auch dieses Thema ein sehr wichtiges. Man kann aus Fehlern lernen. Wohlgetan zeigt Fehler auf (auch solche an denen er Anteil hatte). Insofern klingt an einigen Stellen auch ganz leise eine Art Selbstkritik durch.

Nicht zuletzt widmet Wohlgetan einige Passagen seiner damaligen Beziehung; seiner Lebenspartnerin und deren Tochter. Auch hier ist es für mich hochinteressant die Art der Kommunikation in dieser seltsamen Fernbeziehung aus seiner Sicht erzählt zu bekommen.
Ganz zuletzt erfahre ich über das deprimierende Ende der "Operation" und die psychischen Folgen die sich daraus ergaben. Bemerkenswert ist es, wie offen Wohlgetan darüber sprechen kann. Da fällt mir nur ein: Respekt!

Was mich geärgert hat an dem Buch ist, dass Wohlgetan (oder macht so was ein Lektor) ständig von Soldaten und Soldat_innen_ spricht. Für meine Begriffe ist es unnötig ständig SoldatINNEN zu erwähnen. Politische Korrektheit hin oder her, das ist doch Käse.
Soweit ich mich an Heike Groos Worte in ihrem Buch Ein schöner Tag zum Sterben: Als Bundeswehrärztin in Afghanistan erinnere, wird innerhalb der Truppe nie von SoldatINNEN gesprochen.

Da wir hierzulande kaum etwas UNGESCHÖNTES mitbekommen von den Einsätzen der Soldaten, Polizisten und anderer Hilfs- und Sicherheitskräfte in Afghanistan, halte ich OPERATION KUNDUS auf jeden Fall für besonders (!) lesenswert. - Es mag sich jeder sein eigenes Bild machen von der Dramatik aber auch den Ärgernissen die ein Soldat mitmacht. Genau dazu ist das Buch geeignet und liest sich zudem sehr sauber runter.

Ebenso empfehlenswert sind auch die Bücher:
Ein schöner Tag zum Sterben: Als Bundeswehrärztin in Afghanistan, von Heike Groos
Kabul, ich komme wieder, von Boris Barschow (dem hätte man einen besseren Verlag/ Lektor gewünscht).
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am 7. November 2010
Ich habe dieses Buch erst jetzt gelesen. Ja, Wohlgethan hat einen Schreibstil der nicht zum Nobelpreis reicht, ja er ist ein Besserwisser und manchmal ist sein
Eigenlob etwas penetrant. ABER: Nach dem neuesten Bericht des Wehrbeauftragten über die Mängel in Afghanistan muss man feststellen, dass er leider recht hat. Sei es die Bewaffnung, die Bürokratie mit deutschen TÜV Vorschriften, einem TVB, der stur auch die Herausgabe von Sanitätsmaterial verweigert. Die Kommunikation mit der Heimat. So könnte man weiter fortfahren. Erschreckend, aber leider bezeichnend für den Zustand der Bundeswehr, dass Wohlgethan über seinen Einsatz im Jahre 2003 berichtet, also vor sage und schreibe sieben!!! Jahren. Ben Utzername ist der Bericht des Wehrbeauftragten zum Lesen zu empfehlen.

Man kann nur hoffen, dass die Reform der Bundeswehr positiv verläuft, was ich kaum glaube. Dem Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan wird es nicht mehr helfen, denn leider ist meiner Ansicht nach diesem Land überhaupt nicht zu helfen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. September 2010
Achim Wohlgethan diente als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr und beschrieb nach seiner aktiven Zeit, in einer Art Insiderbericht, seine diesbezüglichen Erfahrungen. Bereits das erste Buch Endstation Kabul" (dieses habe ich mit fünf Sternen bewertet), über seinen Einsatz in Afghanistan, war 2008 monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste und hat eine ganz neue Plattform für die Diskussion über den Afghanistan-Einsatz geschaffen. Entsprechend neugierig war ich daher auch auf den schon angekündigten Fortsetzungsbericht über seinen zweiten Einsatz in Afghanistan und habe mir diesen Buch dann auch gleich gekauft, als es rauskam. In diesem Buch, versucht Achim Wohlgethan auf seine ganz eigene Art wieder uns nicht nur die Lage in dem umkämpften Land, sondern auch die Mängel der Bundeswehr und die Probleme der Soldaten in ihrem gefährlichen Einsatz nahe zu bringen. Als Mitglied der sogenannten Vorauskräfte baute er dort den deutschen Stützpunkt im unerschlossenen Norden des Landes mit auf. Raketenbeschuss, gefährliche Erkundungstouren, bis an die Grenzen Chinas, absurde Regelungen, Bürokratie, politische Lügen und Konflikte innerhalb der Truppe waren auch in diesem zweiten Buch wieder an der Tagesordnung. Dennoch hat mir dieses zweite Buch nicht ganz so gut gefallen (und das hat nichts damit zu tun, dass der Einsatz in Kundus für den Autor dieses Mal kürzer war) wie das erste. Das lag zum einen daran, dass sich viele Dinge aus dem ersten Buch wiederholen (wie zum Beispiel die geradezu absurden internen Regelungen der Bundeswehr, die schlechte Bewaffnung, die schier grenzenlose Bürokratie und politischen Statements zum Thema Afghanistan-Einsatzes), was ich Achim Wohlgethan aber nicht anlasten will, denn er kann sich ja schlecht etwas ausdenken, oder dazuspinnen. Aber irgendwie wirkte dieses Buch auf mich wie ein Abklatsch seines ersten Werkes und seine teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Aussagen, Feststellungen und Beschreibungen (um es mal mit einfachen Worten zu sagen, man hat beim Lesen und dass war auch schon im ersten Buch so, eben immer den Eindruck, als können und wissen andere Soldaten gar nichts, Herr Wohlgethan dafür aber alles um so besser) gingen mir mit der Zeit doch ganz schön auf den Keks. Dennoch möchte ich auch dieses zweite Buch und hierbei ganz besonders den Schluss, als durchaus gelungen bezeichnen, denn Achim Wohlgethan konfrontiert auch dieses Mal wieder die deutsche Öffentlichkeit ganz ungeschminkt (an manchen Stellen halt nur, was seine eigene Person anbelangt, ein wenig übertrieben) mit der Realität dieses deutschen Afghanistan-Einsatzes. Somit gebe ich diesem Buch auch nur drei von möglichen fünf Sternen.
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am 4. Oktober 2009
Ich bin nun fertig mit dem 2ten Buch, nach wie vor sehe ich in Achim einen Menschen der viel Erreichen will und das wird ihm zum Verhängniss. Es ist leider so das 100% Menschen in diesem Deutschland ausgebremmst werden und irgendwann stumm 8h - 14h Arbeiten und dann nach hause gehen essen schlafen und am nächsten morgen wieder Roboten - Funktionieren - Lächeln wenn der Chef kommt.

Was ich auf viele Foren lese ist wie kann er Hubschrauberpilot Fremdenlegionär Abiturient DSOler sein?! Ich sage dazu er hat seine Amtlichen Dokumente angeheftet und somit glaube ich ihm. Seinem schreiben zu urteilen kann er sich die Einsätze auf die er geschickt wird aussuchen oder besser gesagt hat ein extrem hohes Mitspracherecht wenn es darum geht Waffen Munition Fahrzeuge zu besorgen und das als SU da zweifle ich etwas daran. Das Buch liest sich etwas lahm da es nur ums aufstehen Erkundug per Fahrzeug heimkommen schlafen dreht, im Ersten Einsatz hat er so viel Erlebt im zweiten war er nur noch "dabei" das macht es wiederrum glaubwürdiger und nicht ala Hollywood Explosionen und mehrtägige Feuergefechte.

Fazit das zweite Buch rechnet wie das erste mit der Deutschen Politik ab und zeigt schonungslos das wahre Gesicht des ISAF einsatzes fernab der "geschönten" Dokumentationen die man hier im TV sieht zu denen nur bestimmte Leute was in die Kamera sagen dürfen (nebendran IMMER der PRESSE OFFZ DER BW damit ja nichts falsches gesagt wird was der Deutschen Bevölkerung Zweifel am ISAF Einsatz zulassen würde).

Jeder sollte seine eigene Meinung haben weder verdamme ich Herrn Wohlgetan noch Jubel ich ihm zu, ich habe seine beiden Bücher gelesen und kann jedem raten der sich ein bißchen Interessiert das gleiche zu tun und sich dann sein eigenes Bild über diesen Mann zu bilden.
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am 29. September 2009
Operation Kundus... mein zweiter Einsatz in Afghanistan...
Ehrlich gesagt, kaum zu glauben... aber wirklich war. Da hat man ein Buch geschrieben und offensichtlich gutes Geld damit verdient, als scheut man sich auch nicht eines nachzulegen. Aber wenn man etwas genauer liest, was findet man? Erneut einen bemerkenswerten Hang zur Selbstdarstellung (beginnt ja quasi schon beim Buchcover), offensichtlich fehlende Fähigkeit zur Differenzierung, gleichzeitig kein Blick für das große Ganze.
Wenn man sich über die Thematik informieren will, dann findet man problemlos inhaltsstärkere Literatur. Aber es steht zu befürchten, dass es am Ende so kommt wie beim ersten Buch.
Alle fühlen sich super informiert und nun in der Lage mitzudiskutieren... aber wirklich profitieren wird nur einer. Der dessen Taschen sich langsam füllen...
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am 23. Dezember 2009
Nachdem ich mir im Sommer 2009 bereits den Vorgänger, Endstation Kabul, zu Gemüte führen konnte und mich von diesem gut unterhalten fühlte, war der Kauf des Nachfolgewerkes Operation Kundus ein Schlag ins Wasser.

Die Geschichte selbst ist noch etwas dünner und fader als die des Vorgängers, welche nun auch nicht mit militärischen Highlights überfüllt war. Gleichwohl kam wenigstens ein gewisses Lesevergnügen auf. Dieses fehlt hier vollkommen. Das Buch ist derartig langweilig und fade, dass ich es desöfteren weglegen musste.

Zugleich werden Wohlgetans abfällige Bemerkungen über Höhergraduierte aller Art zunehmend lästig. Es wird zu offensichtlich, zumindest wenn man selber der Truppe angehört hat, dass es sich bei ihm um einen erfolglosen Quereinsteiger zu handeln scheint, der häufig mit seinen Vorgesetzten aneinandergerät, um schließlich, in eine Art Beförderungsresignation verfallend, alles und jeden in den Dreck zu ziehen.

Gleichzeitig wird der Autor nicht müde, seine Erlebnisse beim KCT zu zitieren und sich besserwisserisch in Szene zu setzen. Insgesamt fällt ein starker Hang zur Selbstdarstellung (siehe Coverfoto) negativ auf.

Schade ums Geld.
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am 4. November 2013
Das Buch ist wie der 1. Teil äußerst informativ u. zeigt anschaulich, wie die Soldaten tatsächlich vor Ort gearbeitet haben. Der Schreibstil an sich ist m.E. nur mäßig, ein "richtiger" Autor hätte dem sicher Abhilfe geschaffen. Der Ich-Erzähler hat im 2. Buch eine Freundin, von dieser ist relativ oft die Rede (wenngleich dies sicher auch zum Leben eines Soldaten im Ausland gehört).
Da ich das Buch aber insg. so interessant finde, sind diese zwei Mankos vernachlässigbar.
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am 19. Januar 2011
Schon beim Erscheinen von "Endstation Kabul" unkten Kritiker, dass der Autor Achim Wohlgethan noch ein Buch nachlegen würde. Die Gründe hierfür mögen vielfältig sein, doch mit "Operation Kundus" gelingt Wohlgethan leider kein zweites Buch vom Schlage eines "Endstation Kabul". Konnte man dem Vorgänger immerhin attestieren, dass der Leser eine gut lesbare, tagebuchartige Erzählung mit interessanten Einblicken in das Lagerleben des "Camp Warehouse" in Kabul und lesenswerte Details - besonders im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem KCT - erhält, kann man das vom Nachfolger nicht behaupten. Mit dem bereits gewohnten Schreibstil wettert Wohlgethan gegen die Zustände in Kundus, im Besonderen natürlich wieder gegen die Bürokratie und geht immer wieder auf das zunehmend untragbare Klima im Fallschirmspezialzug ein. Daneben kommen natürlich auch die Aufträge des Trupps nicht zu kurz, doch im Wesentlichen beschränken sich diese Beschreibungen auf abenteuerliche Fahrten in unwegsamem Gelände. Das liest sich alles recht kurzweilig, es kommt auch keine Langeweile auf, kann aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Die Aufmachung des Buches ist gelungen: Wie gewohnt befinden sich im Mittelteil einige Farbaufnahmen, die den Alltag des Trupps widerspiegeln. Das Buch wird durch zwei Karten (Stand: 1/2004 und 8/2009) ergänzt.

"Endstation Kabul" erschien zu einem günstigen Zeitpunkt - die Bundeswehr war zwar schon mehrere Jahre im Rahmen des ISAF-Mandats in Afghanistan, aber Erfahrungsberichte von Soldaten waren dünn gesät. Dem zweiten Buch von Achim Wohlgethan fehlt es an Substanz und Inhalt, somit gelingt es "Operation Kundus" nicht, sich gegen andere Neuerscheinungen in diesem Segment durchzusetzen.
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am 19. September 2009
Diese Rezension hauptsächlich da dier erste das Buch schlechter macht, als es ist. Pauschale (und angesichts der Beurteilungen im ersten Buch anscheindend falsche) Verurteilungen helfen nicht weiter.

Ich habe mir dieses Buch hauptsächlich deshalb gekauft, weil ich die Beschreibungen im 1. Buch "Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan" (als Vollzeitzivilist) verblüffend fand: Die Sturköpfigkeit und Sorglosigkeit im Umgang mit den Soldaten gemischt mit den Ereignissen, mit denen das KCT zu tun hat.

"Operation Kundus" tischt auch mit einigen interessanten Ungeheuerlichkeiten seitens der Armeebürokratie auf. Darüber hinausgehend wird es aber mau: Dem Buch mangelt es schlicht an Inhalt, während der Einsatzzeit passiert kaum etwas (Lesenswertes), am Ende wird Wohlgethans Einheit vor ihrer Zeit nach Deutschland zurückgeholt - laut Wohlgethan weil es interne Streitereien gab.
Was interessanter wäre - und für einen Ex-BW-Soldaten wohl auch machbar - wäre eine Recherche und katalogisierte Aufzählung der Fälle, in denen die Unerfahrenheit und Steifheit der BW böse Folgen hatte oder wahrscheinlich haben wird.

Kurz: Der interessante Inhalt passt auch auf 30 Seiten. Wer das erste Buch gelesen hat, wird enttäuscht sein.
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