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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was Sie über Marketing wissen sollten!!
Wer dieses Buch gelesen hat, sieht Filme, Werbespots und Einkaufszentren mit anderen Augen. Christian Mikunda legt die Vorhersagbarkeit von Hollywood-Filmen ebenso frei wie die bewußte Manipulation der Kunden. In "Der verbotene Ort" lesen Sie, wie praxisorientiertes Marketing fernab jeder 4 P's und 7 I's aussieht und trotzdem extrem wirkungsvoll sein...
Am 9. Dezember 1998 veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auch für die Dramaturgie gilt: Denke wie ein Philosoph und schreibe wie ein Bauer!
Christian Mikunda ist Doktor der Philosophie. Er gilt als Vordenker neuer Erlebniswelten.

An diesen möglichen Inszenierungen lässt er den Leser in seinem Buch teilhaben. Handwerklich halte ich das Buch für ausgezeichnet, fester Einband, schönes Format, etc.

Der Hauptnutzen ist schnell schriftlich fixiert: Verantwortliche in...
Veröffentlicht am 23. Januar 2012 von Wilfried Teuber


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was Sie über Marketing wissen sollten!!, 9. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung (Gebundene Ausgabe)
Wer dieses Buch gelesen hat, sieht Filme, Werbespots und Einkaufszentren mit anderen Augen. Christian Mikunda legt die Vorhersagbarkeit von Hollywood-Filmen ebenso frei wie die bewußte Manipulation der Kunden. In "Der verbotene Ort" lesen Sie, wie praxisorientiertes Marketing fernab jeder 4 P's und 7 I's aussieht und trotzdem extrem wirkungsvoll sein kann. Seit ich Mikundas "Der verbotene Ort" gelesen und auch seine Vorlesungen an der Universität Wien besucht habe, sind Kino und Fernsehen für mich fade (weil vorhersagbar) geworden - und zum Einkaufen gehe ich ohnehin nur mehr mit Notizbuch, um Mikundas Theorien zu verifizieren.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll zum Schmökern & dabei Lernen, 22. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung (Gebundene Ausgabe)
"Der verbotene Ort" von Christian Mikunda ist eines der Bücher, die man nicht nur gelesen haben sollte, sondern bei dem das Lesen auch noch unheimlich viel Spaß macht ! Es ist so geschrieben wie Mikundas Vorlesungen gehalten sind: Witzig, energiegeladen, lebendig und anschaulich. Und ganz nebenbei bekommt man auch noch unheimlich viel Stoff mit - Stoff, der jeden von und betrifft, tagtäglich und in allen Lebensbereichen.
Nicht gerade eine Okkasion, aber sein Geld auf jeden Fall wert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marketing in Theorie und Praxis wird ausgezeichnet erklärt, 24. November 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch über die Prinzipien von guter Werbung oder interessanter Gestaltung, egal ob in der Einrichtung der eigenen Wohnung, einem Fernsehspot oder einem Verkaufsraum. Es werden Schritt für Schritt einzelne Methoden für das Marketing erklärt und praktisch erläutert. In einer zweiten Ebene werden diese Erkenntnisse zusammengefaßt und übergreifende Marketingmethoden anschaulich erklärt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Theorie, überholte Beispiele, 8. Mai 2003
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mikundas faszinierendes Buch entstand zwischen 1992 und 1995. Weil es nicht überarbeitet wurde, sind viele Beispiele nicht mehr aktuell. Doch der theoretische Teil überzeugt. Es geht ohnehin darum, Mikundas Erkenntnisse selber wahrzunehmen, um sie anwenden zu können. Was beinhaltet Mikundas "sagenhafte" Theorie? Sie ordnet, was bisher verstreut da war und sagt klipp und klar, was eine gute Geschichte ist. So anschaulich und nachvollziehbar habe ich das selten gelesen. Der ehemalige Film- und Fernsehdramaturg gibt all seine Geheimnisse preis. Der Blick in Mikundas reich gefüllte Schatztruhe dramaturgischer Kunstgriffe ist gleichzeitig ein Blick in die menschliche Psyche. Dieser Ansatz macht das Buch so spannend, dass es wohl nicht nur Filmer und Werber mit Genuss lesen werden. Schön, wie Mikunda am Schluss des Buches auch die ewige Frage nach der Ethik im Marketing in Form von Geschichten beantwortet. Hätte er darauf verzichtet, seine Ausführungen mit wissenschaftlichen Formeln anzureichern, gäbe es noch weniger zu kritisieren. Aber vielleicht sind seine "Formeln" einfach seine spezielle Art von Selbstironie.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auch für die Dramaturgie gilt: Denke wie ein Philosoph und schreibe wie ein Bauer!, 23. Januar 2012
Von 
Wilfried Teuber (Ahaus) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Christian Mikunda ist Doktor der Philosophie. Er gilt als Vordenker neuer Erlebniswelten.

An diesen möglichen Inszenierungen lässt er den Leser in seinem Buch teilhaben. Handwerklich halte ich das Buch für ausgezeichnet, fester Einband, schönes Format, etc.

Der Hauptnutzen ist schnell schriftlich fixiert: Verantwortliche in Werbung und Marketing erhalten einen guten Einblick in die Welt der Inszenierung. Sie erfahren, wie Sie durch Strategisches Marketing einen Sog oder auch ein Aha-Erlebnis schaffen. Ob man dies auf über 220 Seiten "auswalzen" muss, darüber werden sich die Geister streiten.

Gewünscht hätte ich mir bei vielen Passagen, dass nach dem Motto verfahren worden wäre: "Denke wie ein Philosoph und schreibe wie ein Bauer!" Schwierige Sachverhalte einfach auszudrücken ist auch eine hohe Kunst. Natürlich sind in der Filmwelt Anglizismen an der Tagesordnung. Ich bin aber sicher, dass es auch dafür deutsche Worte gibt. Richtig spannend wird es, wenn dann die englischen Begriffe wie "Brain-Sripts", "Inferential Beliefs" etc. dann auch noch als BS oder IB in "Formeln" wiedergegeben werden.

Bereits im Vorwort bedankt sich der Autor bei einem "Nr. 1 Rezensenten", der sich sinngemäß so äußerte: "Tolles Buch, aber überholte Beispiele." Ende August 2011 erschien dann die überarbeitete Neuauflage... Auch dort finden sich auf der Seite 74 Beispiele wie "Ulrich Wickert die nächste Meldung verkündet"... Nur wünschte der Mister Tagesthemen uns Zuschauern schon seit 2006 keine "geruhsame Nacht" mehr. Ebenso ist auf der Seite 186 von einer Lindenstraßen-Folge die Rede, die "gerade" 2005 lief. Das Werk wurde allerdings sechs Jahre später erst veröffentlicht.

Für einen Autor, der inszeniert, auch viele gute Beispiele in diesem Buch bringt, hätte ich mir gewünscht, dass er auch bezogen auf die Umsetzbarkeit der Ideen ein wenig mehr mit Wörtern "Bilder gemalt" hätte. Denn nur so bleiben die Beispiele und Lösungswege auch "dramaturgisch" gut im Kopf des Lesers verankert. Ich bin sicher, die selbsterfüllende Prophezeiung von Dr. Mikunda: "Ich kann keine Bestseller schreiben" gehört spätestens dann der Vergangenheit an, wenn er weiterhin wie ein Philosoph denkt und wie ein Bauer schreibt!
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch das Ihre Wahrnehmung verändern könnte..., 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch verbindet wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwissen der kognitiven Psychologie mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten auf exzellente Weise. Christian Mikunda gelingt es – ähnlich wie in seinen Vorlesungen – den Leser mit Energie und Witz mitzureißen.

Zwar werden eine enorme Vielzahl psychologisch wirksamer Effekte vorgestellt, seien es Brain Scripts, Inferential Beliefs oder Cognitive Maps, die Wissensvermittlung erfolgt jedoch nicht (nur) auf Basis von Definitionen, sondern vielmehr über anschauliche Beispiele und unterhaltende Bilder, die leicht in den Kopf gehen und auch dort bleiben. Quasi als Zuckerguss zaubern sie beim überraschten Leser immer wieder ein Lächeln – untypisch für ein Sachbuch.
Im zweiten Teil des Buchs zeigt sich, dass die Anwendungsmöglichkeiten der vorgestellten Mechanismen mannigfaltig sind und sich unserer bewussten Wahrnehmung zumeist entziehen, sie reichen von Werbung, über Hollywoodfilme, Wohnungseinrichtung, den Aufbau von Witzen, sowie der Gestaltung von Shops oder Hotels.

Kurz: Ein Buch, das Spaß macht und sich nicht nur zum Selberlesen, sondern auch hervorragend zum Verschenken eignet.
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5.0 von 5 Sternen Haben Sie schon Ihr Weihnachtsgeschenk?, 6. Mai 2014
Wer noch etwas für sich selbst zu Weihnachten sucht, sollte unbedingt das Buch von Mikunda auf den Wunschzettel schreiben oder am besten gleich kaufen. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches von der ersten Seite an deutlich zeigt, wie das Marketing psychologisch funktioniert und wie deshalb Botschaften und soziale Räume inszeniert werden sollten.

Von Brain Scripts, Landkarten und Drehbüchern

Mikunda, der vom Drehbuch-Schreiben kommt und sich sowohl mit Fernsehen und Film als auch mit dem Aufbau von Vergnügungsparks, Einkaufszentren und ähnlichem beschäftigt, beginnt sein Buch mit grundlegenden psychologischen Kategorien der Inszenierung. Wir erfahren etwas von Brain Scripts, den Drehbüchern, die wir im Kopf haben, unseren Glaubenssätzen und wie sie funktionieren sowie von kognitiven Landkarten, die wir benötigen, um uns zurechtzufinden. Damit nicht genug: Mikunda erklärt, wie die Zeitwahrnehmung funktioniert, wie wir Erwartungen aufbauen, warum man ein Leitsystem braucht und schließlich wie wir alle gelernt haben, Botschaften zu entschlüsseln.

Diese Bausteine verbindet er im zweiten Schritt zur Dramaturgie. Aus der Verbindung von mindestens zwei Bausteinen lässt sich eine Vielzahl dramaturgischer Effekte ableiten, die für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden können. Und schließlich werden die einzelnen Bausteine miteinander zu Systemen verbunden, die – und darauf kommt er ganz zum Schluss zu sprechen – sich auch für Nonprofit-Organisationen eignen. Hierfür prägt er den Begriff der „Soziodramaturgie“ – der Inszenierung sozialer Wirklichkeit durch Nonprofit-Organisationen. Der eine oder andere Leser mag sich hier vielleicht sogar wiedererkennen.

Auch wenn der zweite Teil etwas langatmig geraten ist, ist das Buch unbedingt zu empfehlen. Christian Mikunda erklärt und beschreibt mit einer sehr eingängigen Sprache und anhand vieler Beispiele, wie wir inszenieren und worauf wir dabei achten sollten. Denn je besser es uns gelingt, uns und unsere Projekte bzw. Organisationen zu inszenieren, desto einfacher wird nicht nur das Verständnis unserer Arbeit, desto eher sind wir auch erfolgreich und werden die Unterstützer finden, die mit uns mitgehen und uns unterstützen.

Fazit

Unbedingt lesen, es ist in den letzten Jahren kein Buch erschienen, welches so deutlich gezeigt hat, worauf es bei der Gestaltung von Kommunikation ankommt.
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4.0 von 5 Sternen Wie begeistern Sie Konsumenten mit guter Dramaturgie?, 14. November 2011
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wer einen Schnellkurs in Sachen Werbeplanung sucht, liegt mit diesem Buch falsch. Wer dagegen die Werkzeuge der Dramaturgie kennen lernen will, um sie auf die eigenen Marketingpläne zu übertragen, der liegt goldrichtig. Der Marketingberater und ehemalige Dramaturg Mikunda verrät viele der Methoden und Techniken, die erst dafür sorgen, das ein Ereignis, ein Produkt, eine Geschichte, ein Hotel zu einem hochspannenden, emotional berührenden Erlebnis wird, das die Herzen (und die Geldbörsen) öffnet. Das Buch bietet einen sehr wertvollen systematischen Einblick in die dramaturgische Trickkiste. Das Ganze ist allerdings mit so vielen Beispielen illustriert, dass man in der Überfülle der Details leicht den Faden verlieren kann. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die im Marketing und in der Werbung arbeiten.
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5.0 von 5 Sternen Das Staunen enträtselt, 25. Februar 2005
Wie kommt es, daß wir uns an einem bestimmten Ort spontan wohlfühlen, uns einem anderen Ort jedoch schon nach kurzer Zeit abwenden? Diese Frage hat sich sicherlich jeder schon einmal gestellt, nachdem er sich beim Betreten eines bestimmten Ortes oder Raums spontan zu Hause gefühlt hat. Der Autor führt uns mit einer erstaunlichen Vollständigkeit in die Funktionsweise desjenigen Teils der menschlichen Psyche ein, welche uns 'erleben' läßt. Er schafft es sodann, Anknüpfungspunkte zu alltäglichen Situationen zu schaffen, in denen unter Beachtung dieser typische Funktionsweise gezielt Situationen geschaffen wurden, mithilfe derer der Konsument in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.
In einer leicht verständlichen Sprache strukturiert der Autor das Themenfeld auch für den geneigten fachfremden Leser.
Das vorliegende Buch eignet sich hervorragend als mehrheitlich theoretisch gehaltene Grundlage für den unbedingt als fortführende Lektüre empfohlenen Titel 'Marketing spüren. Willkommen am dritten Ort'.
Alles in allem ein Titel, den jeder Kreative gelesen haben muß!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verbesserte Neuauflage eines fantastischen Buches, 18. Mai 2005
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun liegt sie also vor, die aktualisierte und erweiterte Neuauflage meines Marketingbuchlieblings. Den Grund der Zuneigung fasse ich nochmals kurz zusammen. Weil Christian Mikunda als Quereinsteiger kaum von der gängigen und praxisfeindlichen Marketingtheorie infiziert ist, kann er locker dort beginnen, wo die Planer jeweils aufhören, nämlich bei der Inszenierung von Produkten, Ideen und Dienstleistungen, dort wo die Schwelle zum Kunden überschritten werden muss. Und da er vor seinem Eintritt in die Marketingwelt bereits als Film- und Fernsehdramaturg Erfolgsgeschichten schrieb, bringt er Wissen, Erfahrung und Handwerkskunst mit, um Erlebnisswelten nicht nur zu fordern, sondern auch gestalten zu können. Seit die Wahrscheinlichkeit, dass Goethe mit seiner Behauptung „Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben" Recht hatte, mit den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung schon beinahe zur Gewissheit wird, geraten die rationalen Planer der Marketingbranche immer mehr ins Abseits. Denn sie können keine Geschichten erzählen, die Emotionen wecken. Ganz anders Christian Mikunda, der aus den herumliegenden Theorieteilen der offiziellen Lehren ein neues Modell zusammenstellt, das wirklich trägt.
Mit diesem Ansatz steht Mikunda zwar nicht allein auf weiter Flur, aber er sagt seinen Lesern nicht nur, was sie tun sollen, sondern führt es auch gleich vor. Und wie er das macht! In spielerischer Manier nimmt er uns auf eine faszinierende Zeitreise mit, und lässt uns anhand zahlreicher Beispiele erleben, welche Geschichten erfolgreiche Beeinflusser erfanden, welche Strukturen diese Erzählungen haben, welchen Gesetzen unterhaltsame und ergreifende Inszenierungen folgen. Und so wird der Leser sanft von einer Ebene zur nächsten geführt, ohne dass er unter theoretischem Ballast zusammenbricht und die Lust am bunten Geschehen auf Mikunda Bühne verliert. Schliesslich ergibt sich aus all dem ein Feeling für Strategisches, ein anschauliches Modell, das sich in der Praxis seit Jahrhunderten bewährte und lediglich neu interpretiert und variiert werden muss. Nie beschlich mich das unangenehme Gefühl, der Autor wolle eines seiner Erfolgsgeheimnisse für sich behalten. Wahrscheinlich macht auch er die Erfahrung, dass er sein Wissen locker preisgeben kann. Denn bis seine unbedarfteren Berufskollegen den neuen Ansatz strategischer Dramaturgie so verinnerlicht haben, dass sie ihn auch anwenden können, ist Mikunda schon wieder einen Schritt weiter. Geistiges Copyright ist etwas für Langsame.
Bei der ersten Auflage kritisierte ich die teilweise veralteten Beispiele. Und nun lese ich im Vorwort der Neuauflage, dass Mikunda meine damalige Besprechung offenbar als Zusatzmunition benutzte, um seinen Verleger von der Notwendigkeit einer Aktualisierung zu überzeugen. Wie dem auch war, se non vero e ben trovato. Jedenfalls sind die Beispiele tatsächlich aktuell, was meine Begeisterung für dieses Buch nur noch steigert. Inzwischen freundete ich mich sogar mit Mikundas Tick an, seine strategischen Tipps und Kategorien in Formeln zu fassen, obschon ich die Kürzel noch immer nicht wiederholen könnte. Aber er zeigt damit zumindest an, dass sich seine Theorie auf Einfaches reduzieren lässt. Und gerade im Marketing ist ein solches Bekenntnis zur Reduktion notwendig und selten zugleich. Als Leser, der sich auch immer von der Ästhetik einnehmen lässt, freut mich auch die Überarbeitung der Grafiken, die nun nicht mehr an den Layoutbrei von Bill Gates erinnern, sondern eigenständig und klarer daherkommen. Nicht um Christian Mikunda erneut Zusatzbegründungen für die nächste Auflage zu liefern, sondern weil mich das Detail echt störte, gibt es zum Schluss doch noch eine Kritik. Die ohnehin schon etwas dürftige Literaturliste der ersten Auflage wurde gerade mal durch vier neue Titel ergänzt, von denen einer von Mikunda selber stammt und ein weiterer auf den guten alten Watzlawick von 1976 hinweist. Dabei gäbe es doch tatsächlich Kollegen, die Mikundas Denkgebäude stützen und für besonders neugierige Leser von Interesse sein könnten. Aber der Meister strategischer Dramaturgie sagt sich wohl, dass es für erfolgreiches Marketing vollends genügt, wenn sein Modell begriffen und konsequent umgesetzt wird. Und da hat er nicht unrecht.
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Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung
Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung von Christian Mikunda (Gebundene Ausgabe - 1998)
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