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am 21. Oktober 2001
Nach seinen Büchern „Wie ein Vogel im Aquarium", in dem Daniel Goeudevert die Vorstandsetagen eher kritisch betrachtet und damit seine Vergangenheit aufarbeitet, und „Mit Träumen beginnt die Realität", in dem er ein sehr visionäres Bild, seine Vorstellung der Zukunft zeichnet, wendet sich Goeudevert nun dem heiklen Thema der Bildung zu.
Um die ist es seiner Meinung nach in Deutschland schlecht bestellt. Das wissen wir. Nicht umsonst wirbt DIE ZEIT mit dem Slogan „der Kampf gegen die Dummheit hat gerade erst begonnen". Nach der Lektüre von Goeudeverts neuestem Werk wissen wir es nun in weiteren anschaulichen Facetten. Dieses Wissen kann als Ausgangsbasis für weitere Überlegungen und Lösungen dienen. Doch gerade da versagt Goeudevert, den ich doch sonst als sehr kreativen, visionären Schriftsteller kennen und mögen gelernt habe.
Auf 240 Seiten stellt er die Bildungsmisere sehr anschaulich da und gibt auch die ein oder andere Erklärung, die seiner Meinung nach dazu beigetragen hat. Eines jedoch sagt er nicht - und da lügt der Klappentext: Einen Ausweg aus dieser Misere weist er definitiv nicht. Schade eigentlich, denn gerade unsere Generation wäre sicherlich bereit, schlüssige Maßnahmen anzugehen oder selbst Ideen dazu zu entwickeln.
Der Fairness halber, muss ich eingestehen, dass ich direkt nach dem Weglegen des Buches noch anders dachte: Ich war motiviert, meinen Ausweg selbst zu suchen und sah Goeudeverts Buch als gelungenen „Appetizer" dafür an. Das änderte sich jedoch, als ich versuchte, ihn als Redner für eine Veranstaltung an meiner Universität zu gewinnen. Wer - ohne sich das Konzept der Veranstaltung näher anzusehen - 30'000,- DM zzgl. MWSt. für einen Vortrag vor Studenten verlangt, kann es mit dem Wunsch zur Verbesserung der Welt, und sei es nur der Bildungswelt, nicht wirklich ernst meinen.
Vielmehr drängt sich genau der Eindruck auf, den Goeudevert auf den ersten Seiten auszuräumen sucht: Nämlich der, dass er Bücher zur Sicherung seines Einkommens - und eben nicht zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft schreibt. Schade, wieder einmal um eine Illusion ärmer.
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am 14. Juni 2001
Daniel Goudevert kennt den Nerv unserer Zeit. Daniel Goudevert kennt den Geist unserer Zeit. Lange Phasen seiner eigenen bisherigen Lebenszeit hat er in unterschiedlichsten beruflichen Umfeldern verbracht und damit einen erkennbar und nachgewiesenen tieferen Einblick in Lebensumstände und Zeitläufte als so manch anderer (Politiker oder Wirtschaftsführer) gewinnen dürfen. Und: Daniel Goudevert ist (anders als andere) ein moralischer Mensch geblieben. Dies mag auch erklären, warum er uns so leicht 'fertig', sympathisch, glaubhaft und überzeugend erscheint.
Sein neuestes Buch 'Der Horizont hat Flügel' rührt in der zurückhaltenden Beschreibung der Ursachen an so manchen Kern der Bildungsmisere, der gesellschaftlichen Notstände schlechthin und hilft andererseits in engagierter Sprache dem einfacheren Gemüt, diese Kerne (vielleicht ein erstes Mal) zu sehen.
Dieses "An-die Kerne-Rühren" noch weiter zu vertiefen hätte ihm zugestanden, hätte seinem Buch einen höheren Wert geben können, hätte Daniel Goudevert vielleicht in seiner antrainierten Manager-Hast bremsen können, in einem Aufwasch auch Lösungen anbieten glauben zu müssen. Länger und langsamer nachzudenken hätte die vielen Widersprüche und populistischen Unausgegorenheiten des Buches verhindern helfen können.
Daniel Goudeverts Buch ist wertvoll genug, um ihm auch persönlich weiteren Erfolg zu wünschen - wozu vielleicht auch gehört (wenn er den Kern dessen, was er schreibt, auch meint), daß das Projekt 'Campus Dortmund' so früh wie möglich scheitert.
Es gibt noch so vieles querzudenken, sehr geehrter Herr Goudevert, warum hören Sie damit auf? Ihre persönliche ethische und moralische Kraft gerade f ü r die heutige Zeit scheint mir doch aus dem Scheitern heraus gefestigt zu sein. Warum diese Kraft sinnlos verschleudern?
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am 19. Mai 2001
'Der Horizont hat Flügel' beschäftigt sich ausnahmsweise nicht so direkt mit der eigenen Vergangenheit des Autors, Daniel Goeudevert,wie die bisherigen Bücher, sondern geht vor allem auf kulturelle Abstimmungsschwierigkeiten in Europa ein, was das jeweilige System der Ausbildung angeht. Hier geht es um die Sinnverknüpfung der beiden Begriffe 'Bildung' und 'Ausbildung', die laut Goedevert höchst unterschiedliche Bedeutungen haben. Der Autor geht mit der herrschenden Situation und den damit einhergehenden ständig steigenden Anforderungen an das Bildungswesen scharf ins Gericht und zeigt Auswege auf, die zu einem 'gesunden' Bildungssystem führen könnten. Meiner Meinung nach ein sehr gutes, zeitkritisches Buch, dessen Inhalt baldmöglichst in die Realität umgesetzt werden sollte.
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