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Kundenrezensionen

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am 22. August 2013
Schonungslos aber immens humorvoll beschreibt Lehrer und Autor Kai Lange seinen und den Alltag seiner Kollegen in gesammelten Geschichten aus der Hauptschule. Teilweise kann man es kaum fassen, so skurril erscheinen die vielen Episoden aus seinem Lehrerleben. Unfassbar sind die beschriebenen Erlebnisse, das kann man sich nicht ausdenken. Einerseits ist es zum Lachen was Lange von den Schülern zu erzählen hat, andererseits ist es aber auch deprimierend und macht nachdenklich wie schwach das Bildungsniveau in den Schulen aber auch die vorbereitende Kindererziehung im Elternhaus sind und mit welchen Problemen Lehrer Tag für Tag zu kämpfen haben. Es wird nach der Lektüre deutlich, was Politik und Schulverwaltung in Theorie planen, ist kaum umsetzbar im Schulalltag einer Hauptschule. Da muss man als Lehrer den Schülern auch mal unkonventionell entgegentreten.

Das comicartige Cover des Buchs ist leider ein wenig irreführend, wird dem Buch nicht gerecht und lässt den ersten Schluss zu, dass es sich lediglich um Klamaukgeschichten handelt. Jedoch geht es in diesem Buch nicht darum zu unterhalten (das tut es aber trotzdem) oder gar Hauptschulkinder bloß zu stellen, sondern vielmehr die heutigen und zukünftigen Probleme im Bildungssystem Deutschlands aufzuzeigen. Kai Lange macht deutlich, dass durch das Aussterben der Hauptschule ein ganz großes Problem auf die Schulen zukommt, die in Zukunft Hauptschüler auffangen müssen. Er macht das klar mit einer prima Mischung aus feinsinnigen Humor und lehrreichen Fakten. Absolut lesenswert!
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am 30. Oktober 2013
Viel mehr Tiefgang als erwartet!

Schab „Schab nix gemacht“ geschenkt bekommen und war, ehrlich gesagt, ziemlich skeptisch. Wieder ein Lehrerbuch! Das Cover deutet auf eine Aneinanderreihung von lustigen Episoden aus dem Lehreralltag hin.
Die gibt es hier natürlich durchaus. Und sie alleine sind schon wirklich absolut lesenswert! Lustige, teilweise schockierende Geschichten, die mir den Mund offen stehen ließen. Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich ein ums andere Mal. Die Erlebnisse, die Kai Lange beschreibt, sind also meistens unglaublich komisch.

Was „Schab nix gemacht“ aber zu einer sehr positiven Überraschung für mich werden ließ: Es steckt viel mehr Tiefgang in diesem Buch als ich zunächst angenommen hatte. Immer wieder gibt es nachdenkliche Passagen, in denen Kai Lange die Schulpolitik kritisiert oder einfühlsam über die Entwicklung von bestimmten Schülern seiner Lehrerkarriere berichtet. So z.B. über die Asylbewerberkinder, die aus Kriegsgebieten ohne Deutschkenntnisse in seine Klasse kamen und am Ende einen Realschulabschluss schafften. Diese Erfolgsgeschichten bewegen, wie viele andere Passagen auch.
Die gesammelten Geschichten berichten nicht von einer einzigen Klasse oder einem einzigen Schuljahr und bieten dadurch einen ziemlich guten Einblick in den „Mikrokosmos“ Hauptschule.

Nie hatte ich das Gefühl, dass hier ein frustrierter Lehrer auf seine Schüler „draufhauen“ will. Man merkt immer wieder, welchen Respekt er (fast) all seinen Schülern entgegenbringt, trotz oder auch wegen der verrückten, tragikomischen Erlebnisse mit ihnen. Eher sieht er sie als Opfer „medialer Verseuchung“ und bezeichnet die Playstation augenzwinkernd als „Geißel der Menschheit“.

Lassen Sie sich also vom eher unpassenden Cover und Titel nicht in die Irre führen!
Kai Lange schafft den Spagat zwischen irrwitzigen Anekdoten und rührenden zwischenmenschlichen Geschichten. Klasse! 5 Sterne!
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am 17. November 2013
"Schraste aus, schwör!" Der Schulalltag gestaltet sich nicht einfach mit Akin. Egal was er angestellt hat, niemals ist er sich auch nur im Geringsten einer Schuld bewusst. Seine Interessengebiete sind sehr überschaubar und beschränken sich in aller Regel auf Waffen und Katastrophen aller Art, Handys und "ein wenig auf Mädchen". Selbst wenn er vor Zeugen eine Glasflasche gegen die Wand wirft, fühlt er sich weder verantwortlich noch schuldig. Statt dessen beteuert er seine Unschuld: "Das warschnisch! Schab nix gemacht!" Viel wird er in seinem Leben nicht erreichen können - doch immerhin gab er diesem Buch einen Titel.

Also, man weiß bei "Schab nix gemacht" oft nicht so genau, woran man ist, ob man lachen oder weinen sollte. Der ganz "normale" Schulbetrieb in der Hauptschule scheint sich schlimmer zu gestalten, als sich viele Menschen (der Rezensent inbegriffen) dies bisher vorgestellt haben. Kein Tag scheint ohne massive Probleme auszukommen, was zum einen maßloses Entsetzen und zum anderen grenzenlose Bewunderung für die Lehrer hervorbringt.

Der Lehrkörper braucht schon eine ganze Reihe Patentrezepte und jede Menge gesunden Menschenverstand, um sich der täglichen Zerreißprobe stellen zu können. Die sog. "Instant-Streitschlichtung" konnte mich insofern begeistern, da hier der Problemschwerpunkt unmittelbar an der Wurzel gepackt wird. Streitereien stehen mehrmals auf der Tagesordnung, und es ist völlig unmöglich herauszubekommen, wer nun jeweils die Schuld an der aktuellen Auseinandersetzung trägt. Da selbstverständlich jeder unschuldig ist, empfiehlt Kai Lange statt langwierigen Diskussionen den direkten Weg. Es gilt lediglich kurz zu ermitteln, wer zuerst "Hurensohn" gesagt hat!

Oft scheint einem auch gar nichts anderes übrig zu bleiben, als das ganze Drama mit Humor zu nehmen. Nur so kann die Verzweiflung, die sich nicht selten einstellt, überwunden werden. Im Lehrerzimmer sorgt so das eine oder andere Highlight für Stimmung, und ohne diese wäre das graue Tagwerk fast nicht zu ertragen. So manches Ereignis bringt jedoch den abgebrühtesten Pädagogen an den Rand der Verzweiflung und veranlasst ihn zum "Schrei nach Schmerzensgeld".

Ein Beispiel für eher "harmlosere" Anekdoten ist die Frage eines Siebtklässlers, der nach Unklarheiten in einem Text befragt wird: "Was ist Porzellan?" Ein Klassenkamerad kommt ihm zu Hilfe: "Das ist so ähnlich wie Holz ... äh ... nur aus Plastik."
Sehr schön gestaltet sich in einer achten Klasse auch die Suche nach der Herkunft des Wortes "gefährdet". Eine spontane Antwort lautet: "Pferde."
Ebenso sensationell ist Benedikts Antwort auf die Frage von Jayden: "Was heißt Pommes auf Englisch?" Der Achtklässler antwortet: "Fritten".

Mitunter ergeben sich völlig unerwartet derart haarsträubende Fehler, Formulierungen, Übersetzungen, Ein- oder Ansichten, weshalb es schon einmal vorkommen kann, dass der kampferprobte Autor einmal einen ganzen Vormittag lang seine Kinnlade vergeblich zu finden versucht!

So ganz nebenbei setzt uns der Autor in Kenntnis, dass Poesiealben offenbar gänzlich verschwunden sind und neben seiner (Kurz-)Geschichten-Sammlung bietet er auch längere Texte an, beispielsweise den haarsträubenden Bericht einer Fahrt nach Kroatien. Persönliche Bestandsaufnahmen gehören ebenfalls dazu sowie etwas Kritik am System.

Auch handfeste Auseinandersetzungen gehören zum Alltag und können oft nur um Haaresbreite vermieden werden. Es gehört schon jede Menge Geduld und Fingerspitzengefühl dazu, eine drohende Eskalation zu vermeiden. Sich mit dem Lehrerberuf ohne Wenn und Aber zu identifizieren gehört ebenfalls dazu, auch wenn es für den erstaunt-entsetzten Außenstehenden nach dieser Lektüre nicht mehr so leicht nachzuvollziehen ist.

Kai Lange schreibt seine Schulgeschichten aus Leidenschaft. Denn was ihn antreibt, ist nicht nur seine Berufung, sondern auch eine Liebe zu den Kindern. Er lacht über sie, aber er lacht sie nicht aus. "Schab nix gemacht" gewährt ganz erstaunliche Einsichten von einem, der nichts anderes als Lehrer sein will. Für Kai Lange ist es, auch wenn es nur manchmal jene bestimmten Momente sind, der schönste Beruf der Welt.
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am 25. Oktober 2013
Inhalt
Kai Lange ist Hauptschullehrer. Wird er nach seinem Beruf gefragt, erntet er oft betretenes Schweigen, aber für ihn ist sein Job alles andere als undankbar.
Er hat über Jahre die skurrilen Geschichten die er tagtäglich erlebt gesammelt und sie zu Papier gebracht.

Meine Meinung
"Schab nix gemacht!" war ein Zufallsfund, den ich mir sofort gekauft habe. Es sind ja mittlerweile etliche Bücher diverser Lehrer auf dem Markt zu finden, aber dieses hier hat mich irgendwie besonders angesprochen.

Kai Lange berichtet von seinem Alltag als Hauptschullehrer und kann dabei mit Details aufwarten, die einerseits natürlich, wenn man sie genau betrachtet, ganz schön traurig sind, andererseits aber auch zum Brüllen komisch.

Es handelt sich hier nicht um einen Roman sondern um kurze Sequenzen, die insgesamt schon teilweise zusammenhängen, aber auch jede für sich gelesen werden können.
Lange sagt ganz klar, dass er sich nicht über seine Schpler lustig machen möchte, sondern einen gewissen Humor braucht um in der Hauptschul-Situation nicht zu ernst und verbissen zu sein.
Ich muss zugeben, dass ich ganz bestimmt nicht mit dem Autor tauschen möchte, diese Einblicke aber einfach sehr spannend und interessant fand.

Mich hat der Umgangston der Schüler miteinander schon etwas geschockt und umso bewundernswerter finde ich die positive Einstellung der Lehrer zu ihrer Tätigkeit und ihren Schülern. Für mich hat dieses Buch ein ganz neues Bewusstsein geschaffen für die Notwendigkeit und Daseinsberechtigung der Hauptschulen. Ein Bewusstsein das ich vorher gar nicht hatte, vielleicht auch deswegen weil ich damit nie etwas zu tun hatte. Umso wichtiger finde ich dieses Buch, das natürlich nicht nur ernste Gedanken schürt sondern durchaus die Lachmuskeln beansprucht.

Stellenweise habe ich meinem Mann laut vorgelesen und wir haben beide herzlich gelacht, was ich an dieser Stelle äusserst positiv erwähnen möchte, denn ich lese eher selten Passagen vor, weil sie mich so sehr amüsieren.

Insgesamt hat mich dieses Buch positiv überrascht, köstlich amüsiert und unterhalten.
Hinter "Schab nix gemacht" steckt viel mehr als erwartet und auch weit mehr als humorvolle Lehrergeschichten. Hinter diesem Buch steht eine Lebenseinstellung und diese ist bewundernswert!
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
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am 9. November 2013
Wären die Geschichten erfunden, so wären sie nur lustig und unterhaltsam. Da aber aus dem Alltag eines Lehrers berichtet wird, ist es traurig mit anzusehen, was so auf den Schulen abgeht.
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am 22. Oktober 2013
Kai Lange ist Hauptschullehrer. Ein Job mit dem man nicht unbedingt am Stammtisch prahlen kann. Aber lustig ist es doch allemal denn er erlebt Geschichten, bei denen man nicht weiß ob man Lachen oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen soll!

"Auffallend häufig beschriften Fünftklässler ihre nagelneuen Schnellhefter mit "Deuch", "Deutch", "Mahte", "Englich", und Gesichte". Kann sich da bitte mal jemand drum kümmern?" (S.23)

Mein Fazit:

Das Cover erweckt den Eindruck, dass es sich nur um humorvolle bis hin zu wahnsinnige Erlebnisse handelt, aber dem ist nicht so. Herr Lange schildert sehr viele verschiedene Fälle und Erfahrungen aus seinem Leben als Hauptschullehrer.
Viele sind sehr lustig, fast alle erschreckend und doch gibt es immer mal wieder eine die mich berührt hat. Dies sind vor allem die Schüler gewesen, die es trotz der ANfangsschwierigkeiten, des Umfelds und ihres gesellschaftlichen Stands aus diesem Chaos mit einem Real oder sogar Gymnasialabschull hervorzugehen.
Und dann gibt es natürlich die lustigen Fälle, die es eigentlich gar nicht sind, sondern erschreckend. Erschreckend wie wenig die Eltern hinetr der Bildung ihrer Kinder her und wie maßlos überfordert die meisten doch sind!
Und abschließend gab es noch die Fälle, die mich geschockt haben. Wie kann es bitte sein, dass Eltern ihre Kinder soweit abstürzen lassen, dass sie mit Handschellen aus der Klasse abgeführt werden?
Neben all diesen Geschichten verdeutlicht er auch die absurden Theorien der Politik und des Schulamtes. Dinge, die in der Realität einfach nicht durchsetzbar sind und gerade von pubertierenden Schülern einfach nicht ernst genommen werden!
Man merkt, gerade durch die Storys mit den Erfolgserlebnissen, dass der Autor seine Schüler nicht bloßstellen will. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, er möchte die Bevölkerung aufwecken, denn so wie das Schulsystem momentan funktioniert endet es meistens in eienr Sackgasse!
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am 28. August 2013
Kai Lange ist Lehrer an einer Hauptschule. Was er dort erlebt, erleben mit ihm tagtäglich viele Lehrer wie er. Er ist dort gerne Lehrer, das merkt man schon, wenn er berichtet, was seine Schüler ihm so alles hinterlassen haben... verbal.
Und mit ihrem Abgang von der Schule sind die oftmals besonderen Persönlichkeiten noch lange nicht aus seinem Gedächtnis entschwunden.

Meine Meinung

Ich finde ja, zum Lehrer muss man geboren sein. Das wird hier einmal mehr ganz deutlich. Mit äußerlicher Gelassenheit gewappnet, tritt er seinen Schülern entgegen. Viele von ihnen sind amtlich lerneingeschränkt, weil zum Beispiel "schwer erziehbar". Da finde ich es umso beeindruckender, denn das, was ich hier zu lesen bekam, bringt sicher auch so manchen Pädagogen auf die Palme. Das alles nicht persönlich zu nehmen und dabei seine Schützlinge trotzdem gerecht zu unterrichten und zu benoten, erfordert meines Erachtens doch sehr viel Selbstbeherrschung.
Obwohl es reichlich zu lachen gibt, ist es eigentlich ganz schön traurig, wie die Schüler sich miteinander und ihren Eltern und Lehrern gegenüber verhalten und was sie alles von sich geben. Von Wortschatz kann da eher nicht die Rede sein, vielleicht lieber Wortmüll.

Herr Lange berichtet das Ganze aus seiner Sicht und er erzählt so, wie es passiert ist, natürlich mit dem Verweis, dass die Namen nicht den Originalen entsprechen.

Unterm Strich

Vielen Dank an den Autor für diesen tiefen, mal lustigen, mal traurigen Einblick.
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am 5. Oktober 2013
Das Buch ist in viele kurze sowie einige längere Begebenheiten unterteilt, die auf den ersten Blick ein wenig zusammenhanglos daher kommen. Kai Lange gibt auf amüsante Weise Einblick in die allseits verrufene Hauptschule und deren Schüler. Trotz mit Sicherheit sehr engagierten und motivierten Lehrer reicht es bei den Schülern oftmals nur zu "Was heisst nochmal YES?" oder übersetze "I would" wobei dann aberwitzige Antworten wie "Ich bin wötent" rauskommen. Leider entspricht auch dieses Buch der Realität und erschreckt daher umso mehr, da man nicht umhin kommt, sich oftmals zu fragen, welche Perspektiven bzw. Chancen die Schüler überhaupt einmal haben werden. Ein feines Büchlein, welches trotz der Witzigkeit zum Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert für Fans von "Isch geh Schulhof".
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Geschichten aus der Hauptschule – das hätte bedeuten können, sich hemmungslos über die Schülerinnen und Schüler lustig zu machen.

Viele dieser Geschichten aus dem Alltag eines Hauptschullehrers sind denn auch sehr witzig. Und manchmal kann man ob der Unwissenheit der Jugendlichen nur entsetzt und fassungslos den Kopf schütteln.

Aber der Autor haut nicht auf die Schülerinnen und Schüler ein, er macht sie nicht lächerlich. Stattdessen berichtet er auch von positiven Erlebnissen, von Schülerinnen und Schülern, die es trotz der widrigen Umstände geschafft haben, etwas zu lernen und einen Abschluss zu erreichen.

Auch über seine eigenen Unzulänglichkeiten macht sich der Autor lustig. Die Geschichte „Entgeistert“, in der es um seine vergeblichen Versuche, die Klasse auf einer Nachtwanderung zu erschrecken, geht, ist schreiend komisch.

Vor allem aber macht sich der Autor auch Gedanken über die Gründe für das Schulversagen der Jugendlichen, das zu weiten Teilen auch ein Versagen der Schulpolitik und ein Versagen der Gesellschaft ist.

Frustriert ist der Autor trotzdem nicht. Er nimmt den Humor als Blitzableiter und macht unbeirrt weiter. Manchmal gibt es eben doch Erfolgserlebnisse, dafür lohnt sich die Mühe.
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am 22. Februar 2015
Habe einige Bücher aus dieser Thematik gelesen und muss sagen, dass mir das Buch von Kai Lange mit Abstand am besten gefallen hat! Hier stehen die Kinder und ihr Verhalten im Vordergrund und nicht die "Psyche" des Lehrers, dem man sofort abnimmt, dass er seinen Beruf trotz aller Probleme noch immer mit Freude ausübt. Kurze Kapitel, die toll geschrieben wurden. Sie sind lustig, gedradieren die Kinder aber nicht. Vielmehr erklärt Kai Lange die Ursache für viele Probleme - mir war z.B. nicht klar, dass man kaum eine Fremdsprache lernen kann, wenn man keine richtige Basissprache hat, sondern "deutsch-türkisch" aufgewachsen ist.
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