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Kundenrezensionen

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am 4. August 2012
Dirk Müller, der jahrelang (und auch heute noch) als "Mr Dax" und "das Gesicht der Börse" bezeichnet wurde, darf man wohl mit Fug und Recht als den unabhängigen Experten bezeichnen, nach dem man verzweifelt gesucht hatte, wenn man eine breite Analyse suchte und irgendwann von den verschiedenen "Meinungen" der unzähligen abhängigen Experten, die man in den Talkshows auf sich hat niederrasselm lassen, das Geruchswerkzeug gestrichen voll hatte.

Crashkurs ist sein erster Bestseller - auf dem ersten Blick entweder ein harmloses Taschenbüchlein, vollgepackt mit Informationen, die nur für ein kleines Klientel Relevanz haben. Nach dem Öffnen verwandelt es sich zunächst in eine scheinbare Streitschrift - die hohe Frequenz an ausdrucksstarken Satzzeichen fällt sofort auf. Reiht sich dieses Buch etwa in die Unzahl von Verschwörungtheoretielektüre, Weltuntergangslektüre und letztenendes Schundlektüre ein?

Alldiejenigen, welche mit etwaigen oder ähnlichen Vorurteilen das Buch begannen, zieht Dirk Müller sofort auf seine Seite. Im Vorwort schon erteilt er dem Vorwurf der Weltuntergangslektüre subtil aber deutlich genug eine Absage.
Im ersten Kapitel räumt er das Argument der Verschwörungstheorie per Definition präventiv beiseite und stellt die Aussagen einiger Experten infrage, die blos nach ihren eigenen Interesse schreiben und handeln würden. Dirk Müller baut sich die Grundlage, um danach mit einigen "Nebelkerzen" aufzuräumen, nicht ohne immer brav darauf hinzuweisen, dass der Leser sich bitte zu jedem seiner Ausführungen seine eigenen Gedanken machen solle.

Das erste Kapitel schlägt wirklich ein wir eine Bombe. Die komplette bisherige Sichtweise des von den Medien und Politikern mit Lügen und Halbwahrheiten zugemüllten armen Bürgers dreht sich um 180° - allein DAS ist Grund genug, sich dieses Buch zu besorgen und es ausführlich zu lesen.

Diese Art der Aufklärung und auch des Stils zieht sich durchs ganze Buch
Zunächst wird man in Kapitel 2 ins Thema Geld eingeführt, in Kapitel 3 kurz mit dem "Krisenherd USA" vertraut gemacht (bzw. einem wird jegliches Vertrauen entzogen...) und danach stellt Dirk Müller zwei Szenarien vor und schickt zu beiden Szenarien verschiedene Anlagestrategien hinterher.

Ich persönlich finde die Passage über die Anlagestrategien etwas langatmig und dennoch zu kurz, um gehaltvoll genug zu sein. Wer speziell auf diesen Teil des Buches aus ist, sollte sich sein 2. Buch - Cashkurs - kaufen (natürlich nicht, ohne Crashkurs gelesen zu haben...)

Die 50 Seiten Anlagestrategien gehen etwas auf Kosten der systematischen Betrachtung. Erst im letzten Kapitel kommt das von mir lange ersehnte - eine Betrachtung der Rolle Chinas und der Globalisierung, verbunden mit der Wiederholung einiger Zinskritischer und Konsumkritischer Bemerkungen.
Dies findet seine Ballung in 4 fragwürdigen Seiten zum Thema Freiwirtschaft - das reicht beileibe nicht aus, somit bleibt der Autor uns die Vorstellung einer gangbaren Alternative schuldig. Da sollte man doch eher Margrit Kennedy, Helmut Creutz und vielleicht auch Silvio Gesell selbst studieren. Eine Betrachtung der Währung Euro erspart sich Dirk Müller übrigens ganz.

Angesichts der niedrigen Gewichtung der breiten Systemkritik und ein paar inhaltlichen Unachtsamkeiten möchte ich einen Stern abziehen. Die 4 übriggebliebenen hat sich der Autor aber redlich verdient. Wie schon erwähnt ist allein das Konzept Grund genug für eine Kaufempfehlung.

Nach dem Studieren dieses Buches betrachtet man so manche Tagesschausendung und manch ein Schäubleinterview aus anderen Perspektiven und hat eine fantastische Blockade gegen jeden Berieselversuch!
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am 30. Juni 2010
Inhalt dieses Buches sind die Gründe und Folgen der aktuellen Weltwirtschaftskrise, sowie die Frage, wie man sich als Anleger aktuell verhalten soll.
Viel spannender fand ich jedoch den ersten Teil des Buches, der wirtschaftliche Zusammenhänge aufklärt, die zwar grundlegend sind, die man aber bisher nie so richtig verstanden hat, z.B. "Was ist eigentlich Geld und wo kommt es her?". Dirk Müller blickt hier etwas hinter die Kulissen und gibt Informationen, die man nicht in jeder Tageszeitung findet - z.b. mit welchen Statistiktricks hier und in Amerika die Arbeitslosenzahlen zusammengeschummelt werden. Wichtig - insbesondere im hinteren Teil des Buches - ist auch Dirk Müllers Warnhinweis "Glauben Sie niemandem - auch mir nicht." Denn damit kommen wir zum großen Vorteil des Buches: Es ist stilistisch brilliant und äußerst amüsant mit viel Humor geschrieben. Ich habe mehrmals laut auflachen müssen - und das bei einem Wirtschaftsbuch! Mit diesem treffsicheren Stil schafft es Dirk Müller allerdings auch, dass man zu schnell denkt "Ha, genau so ist es" - und dabei ist auch seine Meinung nur eine unter vielen, was man, insbesondere bei Anlageentscheidungen, stets bedenken sollte. Damit im Hinterkopf können es aber sehr viele Leute (auch die, die keine Ahnung von Wirtschaft haben) mit Gewinn lesen.
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am 30. Juli 2011
Die folgende Kritik geht nicht gegen den Autor als Person. Ich möchte nur auf ein Phänomen aufmerksam machen, dass ich leider auch in diesem streckenweise gute Buch feststellen musste.

Viele sog. Experten haben isoliert über ihren Fachbereich eine Menge Wissen. Darüber hinaus aber verstehen sie oft von anderen Dingen, die auch in Beziehung zu ihrem Fachbereich stehen, erschreckend wenig, wodurch sie dann auch ihren eigenen Fachbereich falsch interpretieren. Liegt dieses Fachbereich in einem Sektor, in dem man mehr mit Symptomen und weniger mit Ursachen zu tun hat, werden diese Fachleute dazu verführt, Symptome als Ursachen zu interpretieren, weil Ursachen oft außerhalb ihres Fachbereichs zu finden sind.

Zunächst zu dem Positiven des Buches:

Der Autor hat von seinem Fachbereich Ahnung. Dieser Fachbereich ist die Spekulation an den Börsen. Er schafft es, für den Laien sehr verständlich darzustellen, was in diesem Spekulationsbereich vor sich geht. Für Einsteiger, die also erst einmal grundlegend wissen wollen, was Spekulation ist und wie sie funktioniert, ist dieses Buch gut.

Die Sprache, die er anwendet, ist stellenweise sehr flaxig, aber wirkt trotzdem nicht unseriös. Sie macht das Buch eher kurzweilig und die eingebaute Ironie verdeutlicht oft seine Argumentation.

Er weist auch auf das grundlegende Problem des Zinseszins hin. Ein Geldsystem, dass auf Zinseszins, also auf exponentielles Wachstum basiert, kann niemals dauerhaft funktionieren, weil es erzwingt, dass auch die reale Wirtschaftsleistung exponentiell wachsen muss, um die exponentiell wachsende Zinslast zu finanzieren. Unendliches exponentielles Wachstum der Produktion ist auf einem begrenzten Planeten mit begrenzten Ressourcen natürlich nicht möglich, und immer wieder in einem weltweiten Wirtschaftscrash enden, wenn es an seine Grenzen stößt.

Nun zum Negativen:

Die zwei Sterne Abzug habe ich gegeben, weil der Autor leider außerhalb seines Fachbereichs nicht mehr so viel Ahnung hat. Er schreibt zwar am Anfang und auch während des Buches immer wieder, dass man auch ihm nicht glauben soll, aber wenn letztendlich vertritt er auch seine offensichtlichen Irrtümer mit genügend Überzeugung, dass man geneigt ist, diesen Hinweis zu vergessen.

Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit der Analyse des Geldsystems (was etwas anderes ist, als die Spekulationssphäre, die ein Symptom des Geldsystems darstellt) und konnte daher feststellen, dass der Autor leider nicht weiß, was Geld ist, und was kein Geld ist.

Nehmen Sie das Girokonto Ihrer Bank. Die Zahl, die auf Ihrem Girokonto steht, ist kein Geld. Es ist Anspruch auf Geld. Dieser Unterschied ist bei der Bewertung der tatsächlichen Geldmenge sehr wichtig. Leider machen selbst Zentralbanken den Fehler, nicht zwischen "Geld" und "Anspruch auf Geld" zu unterschieden.

Wenn Sie einer Person ein Buch leihen, und dafür einen Schein bekommen, auf dem steht, dass Sie bei der betreffenden Person ein Recht auf Rückgabe des Buches haben, dann gibt es ja nun nicht zwei Bücher. Sondern es gibt ein Buch und einen Anspruch auf das Buch.

Genauso ist es dann auch ,wenn Sie der Bank Bargeld leihen (durch Einzahlung). Sie bekommen auf dem Girokonto eine Verbuchung, dass Sie den Anspruch auf Rückgabe einer bestimmten Menge Geld (Bargeld) haben. Diese ANSPRÜCHE kann man aber nun durch sog. Überweisung auf jemand anderen übertragen. In so einem Fall habe ich aber nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Kredit.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Autor leider "Geld" und "Anspruch auf Geld" als ein und dasselbe betrachtet, und beides zusammenrechnet und das dann als die komplette Geldmenge ausgibt. Aufgrund dieser falschen Annahme errechnet er eine völlig falsche Inflationsrate. Diese falsche Inflationsrate zieht sich dann durch den Rest seines Buches.

Wenn man aber von falschen Daten ausgeht, versperrt das den Blick auf das eigentliche Problem.

Große Schwäche bei wichtigem Thema:

Durch seine mangelnden Kenntnisse außerhalb seines Fachbereichs, versteht er leider auch einen Lösungsansatz, der schon seit 100 Jahren existiert (Bargeld ist in seiner Funktion heute nicht anders, als vor 100 Jahren), völlig falsch. Er hat dem Buch ein kurzes Kapitel zum Thema "Freiwirtschaft" gewidmet. Er erwähnt ganz kurz die Freiwirtschaft, macht aber nach wenigen Zeilen schon den Fehler, dieses Freiwirtschaftsmodell mit dem Zinsverbot der Religionen zu vergleichen.

Freiwirtschaft hat mit einem ZinsVERBOT absolut gar nichts zu tun. In der Freiwirtschaft ist Zins nicht verboten, aber er kann nicht mehr entgegen der Marktsituation erzwungen werden. Der ins muss sich also in der Freiwirtschaft der Realität anpassen, und nicht wie heute, die Wirtschaft muss sich den Zinsforderungen mit unendlichem Wachstum anpassen. Auch ist seine Geschichtserzählung über die Auswirkungen des christlichen Zinsverbotes nicht korrekt. Die Blütezeit zwischen 1150 und 1450, als es im Mittelalter 300 Jahre regionalen Dauerwohlstand ohne Krisen gab, führt er auf das Zinsverbot der Kirche zurück. Viel mehr (das ist sogar von Universitäten untersucht worden), ist die Art des Bargeldes dieser Zeit, die "Brakteaten", der Grund für den Dauerwohlstand. Das war nämlich Geld, das dem Geldkreislauf nicht mehr entzogen werden konnte. Dadurch konnte kein künstlicher Geldmangel entstehen. Geldmangel ist die Grundlage für Zins. Die Brakteaten haben also strukturell Zins verhindert. nicht etwa ein Zinsverbot.

In einem Geldsystem, das Zins erzwingt, lässt sich Zins nicht verbieten. In der Brakteatenzeit hat (unwissentlich) ein Geldsystem geherrscht, das keinen Zins erzwang. Wenn man so etwas übersieht, sieht es natürlich leicht so aus, als wäre ein Zinsverbot die Ursache für Wohlstand gewesen, was aber rein strukturell nicht möglich ist.

Das Problem ist nun, dass er unter der Kapitelüberschrift "Freiwirtschaft" fast ausschließlich von etwas spricht, was mit Freiwirtschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, und damit bei dem unbedarften Leser Irrtümer en mass auslöst.

Ebenso macht er den fatalen Fehler, die Lösung in 200 Jahre alten, und schon längst als überholt bewiesenen Dogmen zu suchen, wie z.B. dass eine Goldwährung etwas Gutes sei. Die Goldwährung verursachte Ende des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg 40 Jahre Dauerkrise, die sich dann im ersten Weltkrieg entlud.

Heutzutage noch Goldwährung als etwas Positives hinzustellen, ist ein sehr großes Problem und beweist mangelnde Kenntnisse im Bereich "Was ist Geld". Geld erhält seinen Wert schon immer aus dem, was die Wirtschaft im Tausch zum Kauf anbietet. Geld wurde immer deshalb akzeptiert, weil man wusste, dass man selber wiederum dieses Geld gegen Ware umtauschen kann. Nie wurde ernsthaft Geld deshalb akzeptiert, weil man bei irgendeiner Bank das Geld gegen Gold eintauschen kann. Kann einem Gold die Wohnung heizen? Macht Gold satt? Kann Gold einen im Winter warm halten? Der Glaube, dass Bargeld seinen Wert aufgrund des Stoffes hätte, aus dem es gefertigt wurde, oder der irgendwo in einem Tresor hinterlegt ist, war zur Zeit der Goldwährung ein Irrtum, was man in den 1970er Jahren dann endgültig erkannte, als Goldwährung vollständig abgeschafft wurde, und ist heute immer noch ein Irrtum. Würde das Goldwährungsdogma stimmen, hätte alles Geld der Welt bei der weltweiten Abschaffung der Goldwährung vor knapp 40 Jahren sofort all seinen "Wert" verlieren müssen. Man konnte trotzdem weiter mit dem Geld einkaufen, weil es eben faktisch niemals das hinterlegte Metall gewesen ist, das die Kaufkraft und die Akzeptanz des Bargeldes ausgemacht hat.

Fazit:

Leider ist das Buch mit einigen fatalen Irrtümern gespickt, die Vorsicht beim Lesen dieses Buches nötig machen.

Im Bereich der Spekulation, also seines Expertenthemas, hat der Autor nützliche Informationen für den Leser. Im Bereich der Ursachen, die im Geldsystem als solches liegen, was außerhalb des Spekulationsbereiches liegt, unterliegt er leider alten, zum Teil fatalen Dogmen, da er zwar weiß, was ein Zertifikat an der Börse ist, aber leider nicht weiß, was Geld als solches ist.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Autor, weil er in einer Diskussionsrunde auf Phönix bei Anne Will zum Thema "Griechenlandkrise" sagte, dass unser System auf einen Zwangszusammenbruch hinausläuft, und wir uns mal wieder einbilden, wir könnten das verhindern, aber es passiert in diesem System immer und immer und immer wieder.

Diese Aussage hätte auch von mir stammen können :o) Daraufhin kaufte ich sein Buch, um zu erfahren, wie viel er verstanden hat. Leider hat er im bereich wichtiger grundlegender Dinge Irrtümer. Andererseits muss man auch fragen, würde er überhaupt noch zu öffentlichen Diskussionsrunden eingeladen werden, wenn er die Sache noch besser durchschauen würde, und mehr Klartext sprechen würde. Wahrscheinlich nicht. Leider hilft aber halbherzige Kritik, oder Kritik von Symptomen auch nicht wirklich weiter, sonst hätten Symptomkritiker, die es massenhaft gibt, ihre Ziele in den letzten Jahrzehnten schon erreicht.

Mein Tip für alle, die dieses Buch lesen wollen:

Innerhalb seines Fachbereiches, der Spekulation, hat er Ahnung davon, was Zertifikate sind, und wie ein Kurs einer bestimmten Aktie oder Ware künstlich manipuliert wird. Wer das besser verstehen will, soll dieses Buch lesen.

Vorsicht aber, wenn er von Dingen spricht, die außerhalb der Spekulationssphäre liegen, wie z.B. die Frage der tatsächlichen Inflation oder der Frage "Was ist Geld". Das liegt außerhalb des sog. "Tellerrandes" seines Fachgebietes, und in dem bereich gibt er leider mehr Irrtümer zum besten, als tatsächliche Daten. So bezieht er Ansprüche auf Geld irrtümlich mit in die Gesamtgeldmenge ein, und errechnet dadurch eine viel zu hohe, unrealistische Inflationsrate, und stellt die offizielle Inflationsrate, die realistischer ist, als seine einfache Berechnung, als massive Mogelpackung hin. Die Inflationsrate mag beschönigt sein, aber sie ist nicht von 10% auf 2% beschönigt. Das kann selbst Statistik nicht leisten, ohne dass es offensichtlich Betrug ist. Hätten wir auch tatsächlich jedes Jahr 10% Inflation ,wie er behauptet, hätte z.B. der Hartz IV-Satz seit 2005 knapp die Hälfte seiner Kaufkraft verloren, und alle Hartz IV-Empfänger würden verhungern.

Wer über die symptomatische Spekulationssphäre hinaus wissen möchte, was nun die ursächlichen Probleme sind, die eben auch mit der wichtigen Frage zusammenhängen "Was ist Geld", dem empfehle ich folgendes Buch von Helmut Creutz:

Das Geld-Syndrom "

Ich wünsche allen viele Aha-Effekte :o)
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am 5. März 2009
Dirk Müller ist als Gesicht der Frankfurter Börse zu einiger Berühmtheit gelangt. Nun legt er Crashkurs" vor, ein Buch, das sich mit seinen Steckenpferden - Wirtschaft und Finanzen - beschäftigt.

Zweifellos ist dieses Buch sprachlich äußerst limitiert und teilweise extrem vulgär geschrieben. Zudem ist das Buch recht oberflächlich und reißt viele Probleme nur an, ohne sie wirklich zu klären. Auch schwingt hier eine lächerlich anmutende Angst vor der gelben Gefahr" mit, die zudem sachlich kaum begründet wird.

Und trotzdem habe ich dieses Buch mit Gewinn gelesen, denn Müller gelingt es, klar, deutlich und nachvollziehbar über Wirtschaft und Finanzen zu schreiben. Vor allem die Gründe der gegenwärtigen Finanzkrise stellt er für einen Laien verständlich dar. Dabei vereinfacht er selbstverständlich gewisse Zusammenhänge, was ihm sicher die Kritik mancher Wirtschaftsexperten einbringen wird, doch die sind auch nicht die Adressaten seines Buches.

Aufgrund des hohen Informationswertes und der gut nachvollziehbaren Zusammenhänge ist dieses Buch, für den mündigen Leser ein guter Überblick über die Welt der Hochfinanzen.
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am 7. April 2015
Zu allererst fällt angenehm auf, dass das Buch sehr umgangssprachlich verfasst ist, wie wenn man nach Feierabend noch mit einem Kollegen in eine Kneipe geht. Zuerst wird noch etwas über Arbeit geredet, plötzlich ist man dann mitten in der grossen Weltpolitik.

Das Buch scheint in 2 Abschnitten geschrieben worden zu sein:
Müller findet einen geschickten Einstieg, unter zu Hilfenahme von Wikipedia wird der Begriff „Verschwörung“ als eine Art Wahrheitssuche definiert um klarzumachen, dass es um eine ernste Analyse des Weltfinanzsystems und nicht um irgendeine irre Verschwörungstheorie geht. Direkt im Anschluss baut er sehr strukturiert seine 2 grossen Szenarien auf. Ein Horror- und ein Hoffnungsszenario. Die Szenarien sind sich vom Ablauf sehr ähnlich, Börsencrash, Massenarbeitslosigkeit, Wirtschaftsabschwung, …, unterscheiden sich aber im Ergebnis. Einmal bricht das System zusammen, beim anderen Szenario nicht. Welches Szenario eintritt hängt von einem wesentlichen von Müller identifizierten Akteur ab, der Finanzhydra. Zum einen manipuliert sie permanent die Märkte (was negativ ist), zum anderen ist sie der Notnagel um die Überlebensfähigkeit des Systems zu sichern.

Im 2. Teil ist irgendwie die Struktur verlorengegangen. Die Erklärung wie durch staatliche Kreditaufnahme Geld geschöpft finde ich etwas kurz. Auch die Darstellung des Freihandels nur über historische Bezüge auf das Mittelalter wo es weder Aktien, noch Derivate noch Daytrading gab finde ich etwas dünn. Die Aussagen unter den Überschriften „Globalisierung“ und „China“ vermischen sich, das hätte man straffen und zu einem Punkt zusammenfassen können.
Schade ist auch, dass Themen wie Algotrading, Hedgefunds und Schattenbanken nicht angesprochen werden.
Insgesamt aber ein spannendes Buch, das Lust darauf macht, kritisch die Zeitung zu lesen.
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am 18. Mai 2013
Dirk Müller, "Mister Dax", ist einer der wenigen Menschen unserer Zeit, der zu seinem Fachgebiet "Geld und Wirtschaft" bereit ist, offen und ungeschminkt seine Meinung zu sagen. So auch in seinem Buch "C(r)ashkurs". Fachlich kompetent, menschlich verbindlich und offen und ehrlich stellt er die Dinge so dar, wie er sie sieht: "Glauben Sie niemandem, auch mir nicht!" So benennt er die Gründe und beschreibt mit einfachen Worten die Inhalte so vieler, wie er sagt, "Nebelkerzen", mit denen die Regierenden unserer Zeit ihre Gesellschaften in Ruhe und Gelassenheit wiegen wollen, wie z. B. die der immer wieder veröffentlichten und der realen Inflation, auch der tatsächlichen Arbeitslosigkeit. Es wäre zu wünschen, dass sich noch weit mehr Fachleute aller gesellschaftlichen Bereiche, z. B. in Wirtschaft, Umweltschutz, Gesundheitswesen, Verteidigung und Kultur, die es besser wissen als diejenigen, die uns immer wieder für dumm verkaufen wollen, sich,dazu entschlössen, ihre Meinung, Erkenntnisse und Thesen zu notwendigen Richtungsänderungen in Politik und Wirtschaft ehrlich, redlich, begründet und vor allem allgemein verständlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Dirk Müller jedenfalls ist bemüht, "dem Volk" die Wahrheit zu sagen. Natürlich ist sein Buch keine praktische Anleitung für erfolgreichen Umgang mit vorhandenem Geld. Kann es wohl auch nicht sein. Einen Hinweis jedenfalls ist es dennoch wert!
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am 4. Juni 2013
Nachdem ich meinem 17-jährigen Sohn immer mehr Fragen zur Wirtschaft nicht mehr beantworten konnte, empfahl er mir dieses Buch, um "ein gewisses Grundwissen zu erwerben".
Ich kann nur sagen, dass es für Wirtschaftslaien ein gut erklärter Grundkurs in Wirtschaftsfragen ist. Der humorvolle Tonfall tut dem Werk keinen Abbruch. Auch Herrn Müllers Hinweise auf seine Spekulationen und Thesen widersprechen nicht dem Sachwissen des Autors. Wer ein wissenschaftliches Sachbuch erwartet, wird enttäuscht. Wer jedoch Antworten auf Fragen des Alltags sucht, die sich automatisch bei jeder Nachrichtensendung stellen, bekommt zumindst Anregung mal in die eine oder andere Richtung nachzudenken und oder, wie in meinem Fall, sich nach zusätzlichen Quellen umzusehen.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der nicht täglich mit dem Wirtschatswahnsinn beschäftigt ist und einfach ein wenig Hintergrundwissen simpel und mit einem Augenzwinkern erklärt bekommen möchte.
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am 2. Februar 2014
Esist jetzt schon länger her, dass ich dieses Buch gekauft und gelsen habe. Okay, wenn jemand wenig über die Börse weiß, mag das schon nochinteressant sein, doch geht es wohl bei den reisserischen aussagen des H.Müller eher darum, aus dem Titel "Mr. DAx" Gewinne zu erzielen. Im Buch ist für jeden etwas dabei, angefangen von Börsenweisheiten bis zur Weltverschwörung. Ich hatte aucgh seinen Internetauftritt aboniert und war dort noch mehr enttäuscht als vom Buch. Reisserische Statements , die mir letztendlich null gebracht hatten.
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am 2. Februar 2009
Dankeschön für dieses Buch! Dirk Müller schreibt mit viel Fachwissen (wie sollte es anders auch sein?) und scheut nicht vor dem Brechen von Tabus zurück. So beschreibt er in klarer, verständlicher Form, wie Zahlen (Arbeitslose, Inflationsrate) gefälscht und geschönt werden, um die Menschen im Denken und Handeln zu manipulieren. Er deckt Fälschungen und Unwahrheiten auf und manchmal konnte ich kaum glauben, dass der bekannteste Aktienhändler Deutschlands soviel Mut aufbringt.

Für mich persönlich war es eine Genugtuung dieses Buch zu lesen, denn seine Handlungsvorschläge habe ich von mir aus schon 2003 umgesetzt, nachdem ich nach dem Studium einiger Wirtschaftsbücher erkannt hatte, dass unser Geldsystem durch die Kopplung an den ZinsesZins-Mechanismus auf Dauer zum Scheitern und zum Untergang verurteilt ist. (Raus aus Aktien und Lebensversicherungen, Schulden komplett abbauen, Cash und Gold).

Besonders gefallen hat mir, dass er einen Punkt anspricht, den ich selbst seit 5 Jahren täglich erlebe: Nämlich wie man in die Schublade des Verschwörungstheoretikers geschoben wird. Als ich 2003 meine Lebensversicherungen aufgelöst und dafür Gold gekauft habe, wurde ich sowohl von meinem Versicherungs-, als auch Bankberater hart angegangen! (Bankberater wörtlich: Brauchen Sie neue Zähne?") Für den Goldkauf erntete ich ein müdes Lächeln und wurde als Verschwörungstheoretiker bezeichnet, als ich darauf hinwies, dass unser Geldsystem in einigen Jahren kollabieren wird. Ich habe mich damals auch bei Freunden und Bekannten sehr allein mit meinen Ansichten gefühlt.

Danke Herr Müller, es tut gut, dass ich mich nun nicht mehr so alleine fühle mit meinen "Verschwörungstheorien"! ;-)

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Sollten Sie sich noch nicht mit Wirtschaft- und Finanzen beschäftigt haben, ist dieses Buch für Sie der beste Einstieg. Allen "Verschwörungstheoretikern" und "pessimistischen Schwarzsehern" kann ich nur sagen: Wir sind nicht mehr allein! ;-)

Apropos Inflation: Wer hätte eigentlich zu DM-Zeiten DM 36,- für ein Buch ausgegeben? ;-) (Damit meine ich nicht, dass das Buch nicht € 18,-
wert ist.)
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am 12. November 2013
Vorne weg: ich halte Dirk Müller für einen äußerst interessanten Querdenker, dessen Sichten und Einschätzungen lesenswert sind! Er ermuntert zu hinterfragen und nachzudenken.

Im Buch werden jedoch viele Medienberichte und interne Informationsquellen zitiert, die meisten jedoch nicht konkret genannt. So bleibt vieles als Vermutung des Autors stehen, was durch die wiederholten Hinweise des Autors, dass es sich dabei nur um seine Einschätzungen handelt, nicht besser wird. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass Müller sich durch diese vorsichtigen Formulierungen und Aufweichungen von seinen teils sehr starken Aussagen und Anschuldigen vor etwaigen Klagen schützt. Dass es keine Reaktionen angesprochener Personen oder Organisationen gibt, lässt mich eher vermuten, dass hier geschwiegen wird, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen. Was wiederum die Richtigkeit der Information bedeuten kann.
Die Kapitel über China und die Globalisierung sollte jeder Politiker und jeder Pressefritze studieren und in jeder Schule bearbeitet werden, damit nicht nur die lautstarken Lobbyisten der weltweiten Konzerne gehört werden.

Die versprochenen Tipps Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen" erweisen sich meist als allgemeine Hinweise wie zB. gehen Sie erst rein, wenn das Schlimmste vorbei ist"; (hic!) offen bleibt durch welche Merkmale das zu erkennen ist. Das lässt vermuten, dass Müller hier die wirklich interessanten Infos für sich behält oder die Börsenprofis auch nur aus dem Bauch heraus handeln. Trotzdem kann ich einige Tipps gut annehmen und so kommen auch aus diesem Buch ein paar Mosaiksteinchen ins eigene Bild.

Den Schreibstil finde ich leichter lesbar und unterhaltsamer als öde Fachliteratur, in der sich die Autoren hinter ihrem Fachchinesisch und Theorien verstecken.

Auch wenn manches von Fachleuten als zu vereinfachend bewertet wird oder als Vermutung stehen bleibt, halte ich das Buch für sehr empfehlenswert, weil es in kurzweiliger Art auch fachlichen Laien in leicht verständlicher Weise über wirtschaftliche Zusammenhänge aufklärt und die Sicht des Autors auch den Lesern neue Perspektiven ermöglicht. Zweifler und Interessierte werden sich ja weiter informieren und diskutieren.

Wenn das Buch dazu beiträgt, dass sich mehr Menschen für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren und sich nur ein klein wenig weniger für blöd verkaufen lassen und anfangen, Berichte kritisch zu hinterfragen, hat das Buch einen guten Zweck erfüllt.
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