Kundenrezensionen


39 Rezensionen
5 Sterne:
 (28)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweres Thema wunderbar positiv erlebt und geschrieben
Vielleicht gibt es mehrere Bücher zu diesen Themen: Liebe, Krankheit, Tod. Aber "Ich werde da sein,wenn du stirbst" ist einzigartig darin, dass die zu Tränen rührende und sehr berührende wahre Geschichte vor allem positiv ist! Man kann lachen, jede Situation nachvollziehen und mit der Autorin mitfühlend hoffen, genießen, leben und...
Veröffentlicht am 22. März 2008 von SP

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn Glaube zum Aberglauben wird
Ich habe in letzter Zeit aus persönlichen Gründen einige Bücher über Krebserkrankungen gelesen und war oft sehr beeindruckt und gerührt, mit welchem scharfen Verstand und Überlebenswillen die Akteure diese schwere Situation gemeistert haben. Voller Spannung habe ich auch dieses Buch gekauft.... Es hat mich jedoch in eine Gedankenwelt...
Vor 3 Monaten von Kaktus veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweres Thema wunderbar positiv erlebt und geschrieben, 22. März 2008
Vielleicht gibt es mehrere Bücher zu diesen Themen: Liebe, Krankheit, Tod. Aber "Ich werde da sein,wenn du stirbst" ist einzigartig darin, dass die zu Tränen rührende und sehr berührende wahre Geschichte vor allem positiv ist! Man kann lachen, jede Situation nachvollziehen und mit der Autorin mitfühlend hoffen, genießen, leben und weinen.
Sogar zum Nachahmen wird man durch die autentische Einbeziehung von Gott in das Leben - in guten und in schlechten Zeiten - motiviert.
Glaube, Vetrauen, Hoffnung und Liebe zu Gott und geliebten Menschen - das ist das Geheimnis, das Neue und Andere, das was dieses Buch zu einem MUSS macht. Danke.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares und bewegendes Zeugnis von der Kraft der Liebe und der tragenden Hoffnung des Glaubens, 5. April 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ihr vollständiger Name ist Marie-Sophie Anna Kaspara Prinzessin Lobkowicz; sie entstammt einer traditionsreichen süddeutsch-böhmischen Familie. Von allen ihren Freunden wird sie nur kurz Isi genannt. Mit dieser "Liebesgeschichte" legt die junge Frau ihr erstes Buch vor. Ein außerordentlich bemerkenswertes Buch, das nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt, sondern sich auf beeindruckende und sehr bewegende Weise mit dem Sterben, dem jungen Sterben, befasst und dabei ein ganz persönliches Glaubenszeugnis ablegt von der Hoffnung, die die Autorin trägt, ohne dass sie dabei missionarisch würde.

Isi ist Anfang zwanzig und hat gerade in München ein Studium begonnen. Während eines Abendessens bei ihrem Bruder lernt sie Conte kennen, einen jungen Mann, von dem Isi vorher von ihren Freuden eigentlich nur eines wusste: "Sei ein bisschen nett zu ihm,Isi, Conte hat Krebs!"

Conte ist ein beeindruckender junger Mann, der seine Wirkung auf Isi nicht verfehlt. Zunächst ist sie bewegt von der Tapferkeit, mit der er trotz heftiger Schmerzen seinem Schicksal trotzt. Die beiden treffen sich, meistens zusammen mit Freunden öfter, und unternehmen in den von Therapien und Schmerzen freien Zeiten, die gibt es damals auch noch, viel miteinander. Dabei kommen sich Isi und Conte immer näher; sie verbringen soviel Zeit miteinander, wie nur möglich.

Es ist bewegend zu lesen, wie Isi immer deutlicher spürt, was dieser Mann für sie bedeutet, und bald ist ihr klar, Conte ist die Liebe ihres Lebens.
Da Conte genau weiß, dass er sterben wird, will er Isi nicht eine solche Beziehung zumuten, doch die junge Frau bleibt bei ihrem Gefühl und lässt nur ihr Herz sprechen. Sie will ihre Liebe leben, wohin sie sie auch tragen mag und wie hoch der Preis für sie auch sein mag. Schließlich verspricht sie ihm: "Ich werde da sein, wenn du stirbst."

Nur zehn Monate wird es dauern, bis sie dieses Verspechen einlösen muss.
Marie-Sophie Lobkowicz hat ein ganz besonderes Buch geschrieben, eine Geschichte darüber, welche Kraft die Liebe entfalten kann und welche Kraft der Glauben im Leiden schenken kann.

In einem sehr persönlichen und bewegenden Nachwort erzählt sie ihren Lesern, wie sie dazu gekommen ist, dieses Buch zu schreiben. Es war sozusagen, lange nach dem Tod des Geliebten, der notwendige Abschluss, die letzte Ertappe ihrer Liebes- und Leidensreise mit ihm.
Sie hat mit diesem Buch nicht nur ihrer Liebe zu Conte ein bleibendes Zeugnis gegeben, sondern auch einem jungen Mann, den man gerne einmal kennen gelernt hätte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlend, 10. März 2008
Selten erleben wir in unserer Gesellschaft den Tod wirklich mit, die Alten und Kranken leben außerhalb unseres Gesichtsfelds. Umso aufwühlender dann eine Schilderung des Todes, eines jungen Mannes zumal, und der Liebesgeschichte, die diesen Tod begleitet.
Das Buch berührt, ist sehr echt, ohne zum Seelenstriptease der Autorin zu werden. Bemerkenswert außerdem, wie es ihr gelingt, sich selbst nicht zu groß werden zu lassen, keine eitle Selbstdarstellung aus der Erzählung zu machen. Sicher ein Zeugnis auch ihrer Zuversicht auf Gott. Und so handelt dies Buch von drei Dingen: der Liebe, dem Tod, dem Glauben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Geschichte, die tief bewegt, 28. Dezember 2009
"Ich werde da sein, wenn Du stirbst" - ein wunderbares Buch, das mich tief bewegt hat.
Eigentlich lese ich mit Vorliebe englische Krimis und es muss schon viel passieren, diese Lesegewohnheit zu durchbrechen. Marie-Sophie Lobkowicz hat es geschafft. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so viele Emotionen in mir ausgelöst hat. Ich fühlte mich, als wäre ich selbst ein Teil der Geschichte. Die Schmerzen, die Conte durchleben muss, habe ich tief gespürt. Die Verzweifelung umklammerte meine Seele. Es scheint so ausweglos und dennoch gibt dieses Buch auch unendlich viel Kraft. Marie-Sophie Lobkowicz gelingt es, den Leser auf eine spannende Reise mitzunehmen. Man kann sich fragen, woher sie die Stärke genommen hat, die schwere Krankheit und die gesamte Situation um Conte zu meistern, doch gleichzeitig ist das sonnenklar.

Ich habe am Ende des Buches sehr geweint und war doch auch erleichtert. Denn dieses Buch vermittelt eine ganz große Zuversicht. Diesen Weg hat Gott begleitet. So furchtbar die letzten Monate der Krankheit waren, so wunderbar waren sie auch. Conte war nicht allein. Gott hat ihm Isi geschenkt und er hat Heilung erfahren.

Dieses Buch gibt Kraft und Hoffnung, aber das lesen Sie am Besten einfach selbst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wirklich traurig schöne Lebensgeschichte, 27. Juni 2008
Ich habe dieses Buch nicht mehr aus der Hand gelegt, nachdem ich mit dem Lesen begann. Selbst im Cafè, als ich dort mit meinem Freund saß, hatte ich das Buch in der Hand und "musste" einfach weiterlesen. Diese Geschichte hat mich so berührt, dass mir nach dem Ende so einige Gedanken durch den Kopf gegangen sind. Es ist so liebevoll geschrieben. Ich bewundere Isi's Mut, den Weg bis zum Schluss zu gehen, auch wenn Isi am Ende ihrer Kräfte war. Wie die Familie geholfen hat, die Freunde immer da waren und Isi und Conte die Hilfe in Gebeten gesucht haben, traurig schön. Dieses Buch muss man gelesen haben, ich finde es ist das schönste Liebesgeschenk, was Isi ihrem Conte nach dessen Tod machen konnte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herzzereißend schön und zutiefst bewegend, 10. Mai 2008
Nie zuvor habe ich eine Liebesgeschichte dieser Art gelesen.
Zwei junge Menschen lernen sich kennen und verlieben sich. An sich noch nichts Ungewöhnliches. Der junge Conte hat jedoch eine seltene Form von Leberkrebs. Zum Zeitpunkt Ihres Kennenlernens ist Conte von der Schulmedizin bereits aufgegeben. Dennoch klammern sich Isi und er an die Hoffnung – bis zuletzt glauben sie an ein gemeinsames Leben und eine gemeinsame Zukunft.
Diese wird ihnen nicht geschenkt, dafür jedoch eine ewig währende Liebe.
In berührenden Worten erzählt Isi von den 9 Monaten, die sie mit Conte als „Wir“ erleben durfte. Durch Briefe und Tagebucheinträge aufgelockert wird das Buch sehr lebendig.
Während des Lesens lebt man völlig mit Isi mit. Mit ihren anfänglichen Gefühlen der Zuneigung, immer begeleitet von der Angst sich zu sehr auf Conte einzulassen. Von Ihrem Mut zu springen, sich dieser schwierigen und komplizierten Liebe ganz hinzugeben und sich völlig auf Ihren Conte einzulassen. Sie erzählt von den vielen glücklichen Momenten, und von den vielen schweren Stunden. Da wird nichts beschönigt, nichts ausgespart aber nie gejammert. Über dem ganzen Buch schwebt eine unendliche Dankbarkeit über die gemeinsame Zeit. Sie schreibt offen über ihren tiefen Glauben, ihre Gebete und ihre religiösen Erlebnissen. Und von ihren letzten Momenten die sie mit Conte verbracht hat, der schweren Entscheidung ihn loszulassen.

Ein Buch von unglaublicher Stärke!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwaffnend, 15. März 2008
Eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte. Mit phasenweise schmerzhafter Offenheit beschreibt die Autorin das langsame Sterben eines Menschen, der gleichzeitig Teil ihrer selbst wird. Erzählstrecken wechseln sich mit Tagebucheinträgen ab, Ströme der Hoffnung mit Anflügen von Verzweiflung. Immer gegenwärtig: der Glaube - nicht nur als Wegweiser durch die Täler tiefster Not. Unprätentiös, weise, entwaffnend. So kann auch eine zuweilen schlampige Lektorenarbeit das Verdienst der Autorin nicht schmälern, das Dokument einer wunderbaren Liebe geschaffen zu haben, einer Liebe, die nicht in Vergessenheit geraten durfte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark wie der Tod ist die Liebe, 12. März 2008
Fast ist es eine ganz normale Geschichte: Studentin trifft jungen Mann, die beiden verlieben sich - das Ganze auf der Folie eines Studentenlebens mit vielen Freunden, chaotischen WGs, häufigen Spaghettiorgien, Kinomarathons, Jobs zur Aufbesserung des Monatswechsels und, scheinbar eher nebenbei, das Absolvieren der notwendigen Scheine im Studium. Die heitere Sorglosigkeit, in der diese Liebesgeschichte beginnt, hat jedoch einen harten Gegenpart, dessen sich die beiden Liebenden von Anfang an bewußt sind: Die unheilbare Krebserkrankung des jungen Mannes. Was als eher unverbindliche Verliebtheit begann, entwickelt sich hin zu einem Versprechen, das eine Liebeserklärung außergewöhnlicher Art ist: "Ich werde da sein, wenn du stirbst".

Erstaunlich nüchtern, oft witzig, lebhaft und anschaulich beschreibt Marie Sophie Lobkowicz den gemeinsamen Weg der beiden Liebenden, denen nur wenig Zeit gegeben ist. Immer mehr wird deutlich, daß es sich nie um "Liebe auf Zeit" handelt, sondern daß sich in dieser begrenzten Zeit der Ewigkeitscharakter der Liebe wie ein Geheimnis immer mehr entfaltet. Kierkegaards Wort "Die Unendlichkeit und das Ewige sind das einzig Gewisse" wird in diesem Buch bewegend, mitreißend und existentiell im Leben zweier moderner junger Menschen lebendig, unprätentiös, uneitel und erstaunlich weise.

Dieses Buch ist ein ganz großer Wurf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn Glaube zum Aberglauben wird, 7. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich werde da sein, wenn du stirbst: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Ich habe in letzter Zeit aus persönlichen Gründen einige Bücher über Krebserkrankungen gelesen und war oft sehr beeindruckt und gerührt, mit welchem scharfen Verstand und Überlebenswillen die Akteure diese schwere Situation gemeistert haben. Voller Spannung habe ich auch dieses Buch gekauft.... Es hat mich jedoch in eine Gedankenwelt geführt, die ich mir heutzutage so nicht mehr hätte vorstellen können... Die religiöse Einfalt, die hier auf fast jeder Seite dokumentiert ist, hat mich oft fast verzweifeln lassen. Keine Seite ohne Gebet, keine Seite ohne Danksagung an Gott... ohne Rücksicht auf Verluste.

Nur ein Beispiel: Da wird der totkranke Conte noch zum "Gesundbeten" genötigt, auch wenn er sich nur noch gestützt von der Protagonistin fortbewegen kann und sich nach einigen Stufen erst einmal aufs Bett legen muss. Nur wenn sich mit seinem Vater, mit dem er im Streit auseinander ging, versöhnt, verspricht ihm der Priester Vergebung und SOGAR Heilung!

Zitat: Pastor Ike meinte zu Cote, dass sein eigener Glaube, der seiner Frau und meiner völig ausreichen würde, um Heilung zu erlangen. Alles, was Cote selbst machen müsse, wäre, den Menschen zu vergeben, denen er im Herzen noch grollen würde. Vergebung und Heilung. Ein direkter Zusammenhang. So deutlich hatte ich das noch nie gehört.[...]
"Das mit der Vergebung ... das wird wirkllich nicht leicht", sagte er [Conte] schließlich ganz leise. "Ich weiß nicht, ob ich das kann." Er sah bleich und elend aus. Riesig und dunkel wirkten die Augen in den Höhlen. Hilflos. Mein Herz streckte sich aus nach ihm. Ich rühte mich nicht von der Stelle. Wie gerne hätte ich ihm in diesen Minuten geholfen. Aber ich konnte nichts tun. Es ging um ihn. Allein um Conte. Um das, was tief in ihm vergraben lag. Um seinen Schmerz. Um seine Vergangenheit. Da musste er alleine durch. Pator Ike sah in nur an: "Sterben wird auch verdammt schwer für dich sein - du hast die Wahl!"

Wer nun einen Aufschrei der Autorin erwartet, die Conte ja liebte, sieht sich enttäuscht. Sie ist völlig in ihrem religiösem Korsett gefangen, um darin einen gravierenden Vertrauensmisbrauch einem schwer Kranken gegenüber zu sehen. Und so unterwirft sich Conte am Ende kraftlos ihrem Wunsch und später auch dem, dass er einer Generalbeichte ablegen soll etc. pp. Welche Wahl hat er in seiner Situation? Auch er wollte geliebt werden!

Und so liebevoll die Autorin trotz all ihren geistigen Wirrungen Cote zugetan ist, so wenig gefühlvoll geht sie mit anderen Kreaturen um. Hier wird sogar persönlich aus Spaß an der Freude getötet .. Der Tod ist nur furchtbar, wenn er einen selbst unmittelbar betrifft... steht man auf der anderen Seite, ist er ein "wundervoller" Spaß:

Zitat: "Ich liebe die Jagd. Schon als ich ein kleines Mädchen war. Immer habe ich meinen Vater gern begleitet, wenn er hinausgegangen ist. Es ist unvergleichlich. Das Adrenalin, dass einem durch die Adern schießt, wenn ein STÜCK [Großschreibung im Orinal nicht vorhanden] Wild auf der Bildfläche erscheint. Dann ansprechen, anlegen - tief durchatmen - Schuss. Die Aufregung, wenn man getroffen hat. ..."

Allein die Sprache... "ein Stück Wild" ... ein Stück Kuchen... ein Sache, kein fühlendes Lebewesen. Ganz im Gegenteil, wer nicht an der Jagd teilnehmen will, wird wörtlich als "Memme" bezeichnet. Auch hier fügt sich Conte, stampft mit ihr zum am weitesten gelegen Hochstand und holt sich eine böse Grippe, die ihn dann für Tage an's Bett fesselt. Die Autroin dank im Anschluss Ihrem Jesus - Zitat:

"So ein wundervolles Wochenende - nur eine Sau [gemeint, dass man leider nur ein Wildschwein erschießen konnte], aber so gemütlich und lustig - herrlich. Oh Danke, Jesus! Danke, danke! Ouuuuuuuuuuuuuuuuuuuh - ein Schrei tief in mir - aus mir heraus."

Spätestens nach diesen Zeilen hielt sich meine Sympathie und mein Mitleid für die Autorin in engen Grenzen.

Dass Conte sich zu einer medizinisch nicht haltbaren Therapie in einer Kugel unter der Erde entschieden hatte, kann man ihm dagegen wohl kaum vorwerfen. Er war, nachdem sein medizinisches Todesurteil fest stand, einfach nur verzweifelt, griff nach jedem Strohhalm - und war, wie so viele in seiner Situation, sicherlich ein leichtes Opfer, egal ob für religiöse Eiferer oder Pseudo-Ärzte...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr aus dem Leben gegriffen, 5. August 2008
Dieses Buch ist meiner Situation wie auf den Leib geschneidert. Auch ich habe einen geliebten Menschen während eines langen Krebsleidens bis hin zu seinem letzten Atemzug begleiten dürfen bzw. müssen . In vielen Situationen habe ich uns wiedererkannt. Oftmals verschlug es mir den Atem ob der Identität der Gedanken und Zweifel. Für mich ist das Buch eine nützliche Hilfe bei der Bewältigung meines Schmerzes. Ob man die Lektüre als Nichtbetroffener genießen kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Sprachlich ist es nicht in die ganz große Literatur einzuordnen. Die sehr religiöse Lebenseinstellung der Protagonisten und die daraus häufig resultierenden Zwiesprachen mit Gott mögen für nichtgläubige Leser, zu denen ich mich eigentlich auch zähle, befremdlich wirken. Andererseits waren auch wir in dieser ausweglosen Situation bereit, an Wunder und übernatürliche Kräfte zu glauben.
Es ist ein zutiefst menschliches Tagebuch und es ist gut, daß die Autorin die Kraft dazu gefunden hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Ich werde da sein, wenn du stirbst: Eine Liebesgeschichte
Ich werde da sein, wenn du stirbst: Eine Liebesgeschichte von Marie-Sophie Lobkowicz (Taschenbuch - 1. August 2009)
EUR 8,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen