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59 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewohnte Sichtweisen, doch das eigentliche "Warum?" kommt zu kurz.
Dan Ariely schafft es in seinem Buch, den Leser mehr oder weniger regelmäßig mit einer Sichtweise auf Dinge zu überraschen, die einem zuvor möglicherweise nicht in den Sinn kam. Diese Ansammlung von interessanten Begebenheiten, die sich in der Regel auf einfache Experimente stützen, bilden den Inhalt dieses Werkes und eröffnen dem Leser...
Veröffentlicht am 18. März 2010 von Daniel Drewitz

versus
123 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessante Laborexperimente aus dem MIT
"vorhersehbar unvernünftig" als Titel, wäre wohl treffender gewesen.
Denn ist es nicht gerade die Absicht des Autors, uns zu zeigen, daß das reflektierte Nachdenken über unsere Handlungen, sehr wohl nützt.
Würden die Versuchspersonen,nachdem sie die Experimente kennen, dieselben Fehler wieder machen? ...
Die intelligent und...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von ike


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen leichter Lesestoff, 29. April 2009
der aber nicht allzu tief geht.
In 13 übersichtlichen und leicht verständlichen Kapiteln macht uns der Autor mit Wesenszügen vertraut, die mich zumindest den einen oder anderen Zeitgenossen jetzt besser verstehen lassen. Kleines zusammengefasstes Beispiel aus dem ersten Kapitel gefällig?
Chef und Mitarbeiter unterhalten sich über eine Gehaltserhöhung; der Mitarbeiter ist seit 3 Jahren in der Firma, und verdient 300.000,-- im Jahr. Als er einstieg war sein Ziel, nach drei Jahren 100.000,-- zu verdienen. Das Problem für ihn ist jedoch, dass er mitbekommen hat, dass ein Kollege noch mehr verdient. Ticken wir nicht alle so?
Beispiele dieser Art finden sich über das ganze Buch verstreut und tragen zum leichten Lesen bei.
Der Autor beschreibt häufig das wissenschaftliche Experiment, das zu den Erkenntnissen führt, ausführlich genug, damit der durchschnittlich intelligente Leser die Ergebnisse gut nachvollziehen kann.
Wer das Buch nicht zu ernst nimmt und mit etwas Selbstironie und kritischem Abstand liest, wird unterhaltsam an der Oberfläche einer komplexen Materie entlanggeführt.
Ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesen hilft zwar, nützt aber nichts, 22. Februar 2009
Erfrischend unakademisch und daher beste Noten in der Kategorie "Lesenswert". In der Sache oft mit überraschenden Wendungen in den beschriebenen Experimenten. Was jedoch in einigen Kapiteln nervt, ist die gebetsmühlenhafte Wiederholung ein und desselben Sachverhaltes. In anderen Kapiteln ist es wieder ganz OK. Irgendwie wirkt das Buch nicht aus einem Guss und ich bezweifle die alleinige Urheberschaft. Eher ist es ein "best of" von ein paar eifrigen Assistenten und Mitarbeitern, dem das Schlusslektorat fehlt. Als ich meiner Freundin das erste Kapitel in vier Minuten zusammengefasst habe, meinte diese: "Den Rest bitte auch in dieser Kürze"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viele Wiederholungen aber auch interessantes, 18. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Ich finde den Inhalt interessant, viele Anekdoten, das ist wahr aber für mich ist das OK. Was etwas nervt sind die ständigen Wiederholungen. Das hinterlässt den Eindruck, dass der Autor einen Artikel auf Buchlänge aufblasen wollte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant und lebensnah, 29. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Das Buch ist sehr interessant geschrieben und die Beispiele sind sehr "lebensnah".
Es zeigt sehr schön, wie "unlogisch" aber nachvollziehbar menschliche Entscheidungen sind.
Die einzelnen Kapitel stehen alle im Zusammenhang, behandeln aber unterschiedliche Aspekte, die auch Einzelnen betrachtet Sinn ergeben.

Allerdings sind viele Beispiele sehr USA spezifisch - einige auch alt bekannt oder nur begrenzt belegt.
Trotz dieser Einschränkung ganz klar 5 Sterne wert, da
es zum Nachdenken anregt und Fragen beantwortet.

Aus meiner Sicht sehr zu empfehlen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant aus einer naiv-rationalen Perspektive..., 27. November 2010
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Die moderne Verhaltensökonomie entdeckt neu, was Wahrnehmungs-, Kognitions- und Sozialpsychologie schon lange bekannt war, nämlich dass Menschen angeborene Wahrnehmungs-, Urteils- und Denkverzerrungen, sogenannte (auf Englisch) "Biases" besitzen, die nicht mit dem übereinstimmen, was man naiv-rational von unserem Wahrnehmungs- und Denksystem erwarten sollte. Einigermaßen neu an den Erkenntnissen der Verhaltensökonomie ist dabei, dass diese, nicht zufälligen sondern systematischen, Verzerrungen unser Verhalten und Entscheiden auch dort beeinflussen, wo die klassische Ökonomie früher pure Rationalität, den vollständig zweckrationalen "Homo Ökonomikus" annahm. Allerdings lassen sich viele der uns angeborenen "Biases" durchaus erklären, wenn man sie unter einer die Evolutionsgeschichte einbeziehenden Perspektive betrachtet. So mag es, naiv betrachtet, nicht rational, also vernünftig sein, wenn der Mensch Verlust, etwa finanziellen, systematisch schwerer gewichtet als einen gleich großen Gewinn. Warum wiegt es schwerer für uns 100 Euro zu verlieren als mit gleicher Wahrscheinlichkeit 100 Euro zu gewinnen. Unter evolutionspsychologischer Sicht ist eine solche Strategie des "lieber den Spatzen in der Hand..." aber durchaus sinnvoll und überlebensnotwendig: für den Menschen der Steinzeit mag der Unterschied zwischen "einen Hasen haben" und "keinen Hasen haben" der Unterschied zwischen Leben und Tod gewesen sein - der Unterschied zwischen "einen Hasen haben" und "zwei Hasen haben" aber keineswegs! Daran erkennt man also, dass Bücher wie dieses von Dan Ariely ihre Spannung von einer besonderen aber durchaus nicht notwendigen Perspektive beziehen, nämlich ihrer "empirischen Naivität", wie man es nennen könnte. Unter einer anderen Perspektive ist dann das scheinbar Irrationale doch einfach nur Überlebensnotwendig.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über das erforschte hinaus und was nutzt das Wissen über die Unvernunft des Menschen..., 25. Oktober 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Ich habe das Buch aufgrund des Titels gekauft und bin mehr als überrascht worden! Einfach zu lesen, hilfreich wenn man möchte, zum schmunzeln anregend und doch wissenschaftlich fundiert. Wer einen Roman sucht ist hiermit falsch bedient ebenso ist es auch kein direkter Ratgeber fürs Leben. Wer täglich mit der Platzierung von Produkten zu tun hat, sein eigenes Kaufverhalten erforschen möchte oder einfach interessiert ist an den Verhaltensweisen des Menschen, der ist genau richtig. Ein kleines persönliches Beispiel: Ich lese die Suppenangebote in Restaurants seither immer mit höchstem Interesse und einer kleinen Brise Vorfreude auf neues.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Werk, 11. August 2010
Von 
C. Redl (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Der Autor beschreibt anhand vieler gut vorstellbarer Beispiele wie Menschen gewisse Entscheidungen treffen. Er analysiert wieso sie das machen, und wie das zum Beispiel von Firmen augenützt wird, die ihnen was verkaufen wollen.

Ich finde das Buch überaus spannend. Man langweilt sich an keiner Stelle, weil der Inhalt genau im richtigen Detaillierungsgrad präsentiert wird. Es wirds nichts unnötig in die Länge gezogen, aber auch nicht zu kurz gefasst.

Besonders gut finde ich die anschaulichen Beispiele aus den verschiedensten Lebensbereichen. Oft erkennt man sich darin selbst wieder.

Somit: Absolut empfehlenswert!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen oberflächlicher Blick in eine bizarre Welt, 17. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Eines vorweg: Aufgrund der negativen Bemerkungen zur Übersetzung in einigen Kommentaren habe ich mir gleich die Originalausgabe gekauft. Meine Kritik gilt also dem inhaltlichen Aspekt.
Ariely ist Psychologie-Professor an der Duke University in den USA und wurde sowohl in kogniviter Psychologie als auch in Business Administration promoviert. Kein Wunder daher, dass sich seine Forschungstätigkeit im Grenzbereich zwischen Wirtschaft und Psychologie ansiedelt, besonders im Fokus steht die Analyse des Konsumverhaltens der US-Bürger.
Welchen Einfluss haben subjektive Erwartungen, soziale Normen, vermeintliche Schnäppchenangebote, aber auch sexuelle Erregung und sonstige nicht-rationale Faktoren auf unser Entscheidungsverhalten - das ist die Grundfrage, um die es Ariely geht. Praktisch relevant ist seine Forschung angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der gesellschaftlichen Probleme, mit denen die USA derzeit zu kämpfen hat auf die offensichtliche Unfähigkeit eines Großteils der Bevölkerung zurückzuführen ist, ihre Handlungen in vernüftiger Weise an die eigene Lebenssituation anzupassen. Als Beispiele nennt Ariely die negative Sparquote in den USA (d.h. anders als in in Europa, wo im Durchschnitt 10-20% des Gehalts gespart werden oder China (50%)geben die US-Bürger tatsächlich mehr aus als sie verdienen) oder die zunehmend ungesunde Lebensweise der Bevölkerung.
Nicht, dass diese Probleme hierzulande unbekannt wären, aber das Ausmaß und vor allem die Selbstverständlichkeit mit der Ariely diese Verhaltensweisen zu Grunde legt, lassen erstaunen.
Wenn die von Ariely angeführten Beispiele für alltägliches irrationales Konsumverhalten repräsentativ sind (und nach allem, was ich beobachten konnte, sind sie das) kann man eigentlich nicht anders, als die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen und auf den Untergang des Abendlandes zu warten: Es wird ein Haus gekauft, eine Riesensumme Geld investiert um es nach eigenen Vorstellungen zu restaurieren und umzubauen. Und das obwohl man darauf gefasst ist, in kurzer Zeit wieder umziehen zu müssen. Als der Umzug dann unausweichlich wird, nimmt man die doppelte finanzielle Belastung in Kauf, weil man sich weigert, das überflüssig gewordene, aber als perfekt empfundene Haus so umzubauen, dass sich ein Käufer findet. Als dann am Ende doch die Vernunft siegt, verkauft man mit großem Verlust.
So ein Verhalten ist man von Teenagern gewöhnt, deren orbitofrontaler Cortex noch nicht ausgereift ist, aber bei einem Psychologen, der sich mit der Erforschung von Irrationalität beschäftigt, irritiert einen das dann doch.
Ähnliche Verhaltensweisen werden durchgehend als normal unterstellt, insofern bietet das Buch einen Einblick in das bizarre Konsumverhalten der us-amerikanischen Bevölkerung.

Auch wenn sich Arielys Beobachtungen natürlich nicht 1:1 auf den Rest der Welt übertragen lassen, so ist deren Kern in gewissem Rahmen durchaus verallgemeinerbar: Menschen verhalten sich irational, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten. Das ist nun keine wirklich bahnbrechende Erkenntnis und die Tatsache, dass es jemand für nötig hält, zum x-ten Male Experimente zur Bestätigung dieser Einsicht durchzuführen entbehrt selber nicht einer gewissen Irrationalität.

Um so gespannter wäre man darauf, zu erfahren welche Erklärungen Ariely für seine Befunde anbietet. Und hier ist die eigentliche Schwäche des Buches: Ariely erzählt nette Geschichtchen, aber seine Analyse kommt über den Hausverstand nicht hinaus und erreicht diesen oft gar nicht einmal:
So macht Ariely die experimentelle Beobachtung, dass bei Schokoladenstückchen, die zur Verkostung angeboten werden von Komsumenten eine relativ feste Relation zwischen Preis und Qualität zu Grunde gelegt wird, nach der sie entscheiden, ob sie einen bestimmten Geldbetrag aufwenden wollen, um in den Genuss des hochwertigeren von zwei Produkten zu kommen. Das drückt sich aus in der Prozentzahl der Konsumenten, die sich unter Inkaufnahme eines höheren Betrages für das bessere Produkt entscheiden. Diese Zahl ist unter verschiedenen Preisnniveaus relativ stabil, was wiederum die Lehrmeinung der Verbraucherrationalität widerspiegelt.
Interessanterweise wird diese Rationalität (scheinbar) außer Kraft gesetzt, sobald unter Beibehaltung des relativen Preisunterschiedes einer der Preise auf Null gesetzt wird. Unter diesen Umständen ist praktisch niemand mehr bereit für das bessere Produkt selbst einen geringeren Preis zu bezahlen. Ariely erklärt das sehr wolkig und wenig überzeugend mit der Verlockung und dem Zauber, etwas umsonst zu bekommen etc. als Beispiel für irrationales Verhalten.
Ein Ansatz, den er nicht berücksichtigt besteht darin, dass der kognitive Aufwand, den man betreiben muss, um das als optimal empfundene Preis-Leistungsverhältnis zu ermitteln im Allgemeinen sehr hoch ist aber radikal verringert wird, wenn der Preis auf Null gesetzt wird - ein Bruch, deren Zähler Null wird, ist immer Null, weitere Rechnungen überflüssig. Um diesen Erklärungsansatz zu überprüfen könnte man beispielweise die kortikalen Aktivitäten während der Entscheidungsprozesse untersuchen und käme eventuell zu der Einsicht, dass es rationaler sein kann, Speicherkapazität zu sparen statt Geld.

Dass er auf solche selbst für einen Laien naheliegenden Schlussfolgerungen nicht kommt, oder versäumt sie zu erwähnen, sorgte bei mir immer wieder für Verärgerung und Frustration. Umsomehr als Ariely selbst kognitiver Psychologe ist und bei seinen Erklärungen eben gerade keinen kognitiven Ansatz wählt, sondern unscharfe emotionale Analysversuche unternimmt.

Das ist alles etwas mager und die (allerdings klare und unterhaltsame) Darstellung seiner mehr oder weniger originellen Experimente wiegt den Mangel an Erkenntnisgewinn nicht so recht auf.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts erwartet, doch vollkommen überrascht, 2. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich eigentlich zunächst nur deshalb gekauft, weil der Titel irgendwie spannend war, allerdings habe ich nicht viel erwartet - es war ein Vorschlag von meinem BWL-Prof, den er in der Vorlesung gemacht hat. Wenn Profs in Vorlesungen Bücher vorschlagen, heißt das normalerweise, dass sie bei Einschlafproblemen besser wirken, als jede Schlaftablette.

Doch hier weit gefehlt. Obwohl eigentlich wissenschaftlich - es werden viele Studien vorgestellt -, schafft Ariely es, die Menschheit mit viel Humor und netten Anekdoten zu analysieren und festzustellen, dass wir ganz schön unlogische Wesen sind. Klar, das wussten wir alle schon vorher, erleben wir uns doch jeden Tag selbst, aber vieles von dem, was er anmerkte, war zumindest mir selbst noch nicht bewusst. Jedenfalls ist das Buch ungeheuer lesenswert, witzig, gleichzeitig bildend - und es zeigt einem auf, dass wissenschaftliche Arbeit tatsächlich Spaß machen kann. ( Ich will mit Ariely arbeiten! Dringend! )

Einziger Teil, der ein wenig hakte, war der Anhang zur Wirtschaftskrise von 2008(und folgend). Obwohl aufschlussreich und verständlich, war der Stoff hier doch ein wenig trocken. Aber am Ende war man auch hier froh, es nicht beiseite gelegt zu haben, weil auch hier neue Erkenntnisse warteten - wenn auch leider keine lustigen Geschichten mehr dazu. Aber bei dem Thema ist wohl auch nichts lustig.

Fazit jedenfalls: Lesenswert und trotz wissenschaflichem Hintergrund eher zu lesen wie Kurzgeschichten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wir sind alle so berechenbar, 29. August 2009
"Behavioural economics" heißt eine spannende Forschungsrichtung in der Wirtschaftswissenschaft, die mit psychologischen Experimenten versucht, das Entscheidungsverhalten der Menschen zu sezieren. Die Ergebnisse stehen oft im Widerspruch zur klassischen Wirtschaftstheorie, die vom rational entscheidenden Homo oeconomicus ausgeht. Was Dan Ariely in seinem englischen Sachbuch an Beispielen aus dieser Forschungsrichtung bringt, ist äußerst erhellend und sehr amüsant. In raffinierten Experimenten, die einfach und präzise erläutert werden, versuchen die Forscher, unseren wahren Entscheidungsgründen nachzuspüren.

Da kommt dann beispielsweise heraus, dass Menschen gerne als Individualisten gelten wollen und deshalb ungern die gleichen Gerichte im Restaurant bestellen, die bereits ihre Tischnachbarn geordert haben - auch auf die Gefahr hin, mit ihrer originellen Wahl nachher unzufrieden zu sein. Oder dass die Anzahl der Optionen einen Einfluss darauf hat, wie wir die einzelnen bewerten. Oder dass wir viel Zeit und Geld dafür ausgeben, uns Möglichkeiten offen zu lassen, die wir eigentlich schon lange als irrelevant ausgeschlossen haben. Oder dass wir den Preis von Produkten an jenem messen, dem wir zuerst begegnet sind - unabhängig davon, ob dieser Preis tatsächlich realistisch war oder nicht. (Deswegen sind wir übrigens nicht bereit, für Internet-Seiten Geld auszugeben, auch wenn der Content noch so wertvoll oder günstig ist.) Oder dass wir unterschiedlich entscheiden - je nachdem, ob wir eine Sache nach sozialen Normen oder nach Marktnormen beurteilen (weshalb Unternehmen, die beides vermischen, mit ihren Kunden Schwierigkeiten bekommen, was ja schon einige Betreiber von Social-Network-Webseiten bemerken durften).

Das Buch von Ariely, der die meisten der zitierten Experimente selbst entwickelt hat, ist weder eine theoretische Abhandlung noch ein Management-Buch mit Instruktionen für die Praxis. Es ist vielmehr ein äußerst kurzweiliger und im persönlichen Ton geschriebener Reisebericht einer Exkursion zu den Ursprüngen unserer Alltagsentscheidungen. Nach der überaus lohnenden Lektüre werden Sie die Welt ein kleines bisschen anders sehen.
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