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5.0 von 5 Sternen Seien wir wachsam!
Der studierte Nationalökonom Albrecht Müller wirft einen nüchternen Blick auf die Realitäten.
Wie kommt es, fragt er, dass unablässig weitere Reformen gefordert und umgesetzt werden, obwohl deren Wirkungslosigkeit auf der Hand liegen?

Müller kommt zu dem Schluss: unsere politischen wie wirtschaftlichen Eliten sind unteres...
Veröffentlicht am 18. Juni 2008 von Tim Karsten

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eigentlich nicht mehr, aber vergleichend doch aktuell
Es sind viele interessante Einsichten und Meinungen kennenzulernen. Allerdings der Wachstumsvergleich der Staaten, beispielsweise Griechenland mit Deutschland, erhält heute eine pikante Note, wurde doch damals Griechenland als Vorbild dargestellt und heute erkennt man woher die fantastischen Zahlen stammen.
Veröffentlicht am 5. Juni 2010 von Dieter Schellhase


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seien wir wachsam!, 18. Juni 2008
Der studierte Nationalökonom Albrecht Müller wirft einen nüchternen Blick auf die Realitäten.
Wie kommt es, fragt er, dass unablässig weitere Reformen gefordert und umgesetzt werden, obwohl deren Wirkungslosigkeit auf der Hand liegen?

Müller kommt zu dem Schluss: unsere politischen wie wirtschaftlichen Eliten sind unteres Mittelmaß, und sie sind rücksichtslos zerstörerisch. Er beschreibt, wie das Netzwerk des Mittelmaßes funktioniert, benennt die Verantwortlichen, enthüllt ihre Motive (Stichwort "cui bono").

Müller belässt es aber nicht bei der Anklage, er erklärt auch: "Wir sollten nicht den Fehler machen, die eindimensionale Interessengesteuertheit und die konzeptionellen Unzulänglichkeiten unserer Eliten in eine Ausweglosigkeit wegen Handlungsunfähigkeit umzudeuten. Das wäre eine ziemlich falsche Darstellung unserer Lage. Es steht außer Frage, dass Deutschland wie auch die europäische Union, wenn wir nur wollten und die richtigen Konzepte einsetzten, mit den meisten Problemen fertig würden"

Dazu sind wir alle aufgerufen, den Eliten auf die Finger zu schauen und nicht leichtfertig den Mainstream-Medien zu vertrauen.

Hingewiesen sei auch dringendst auf Müllers "kritische Website" NachDenkSeiten
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 23. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet (Taschenbuch)
Korruption, Dummheit, Verantwortungslosigkeit, ideologische Verblendung, mangelnder Sachverstand,'Albrecht Müller zeigt an zahlreichen Beispielen, woran bei unserer so genannten Führungselite hapert und welche Auswirkungen das Interessen-Netzwerk aus politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern für unser Land hat: Ausverkauf des Staatsvermögens, Stagnation des Einkommens der breiten Bevölkerungsschichten und schleichende Entdemokratisierung...
Und: Müller nennt Namen. Wer sind die sog. Experten und Wissenschaftler, die uns mit dem Verweis auf die angebliche demographische Katastrophe bestimmte Finanzprodukte schmackhaft machen wollen. Welcher politische Entscheidungsträger steckt in welchem Aufsichtsrat und welches Unternehmen profitiert von seinen politischen Entscheidungen. Nach der Lektüre dieses Buches sieht man Fernsehnachrichten mit anderen Augen, durchschaut die ideologische Vorprägung angeblicher objektiver Information und versteht, weshalb politische Debatten meist so inhaltlos, voraussehbar und letztlich völlig belanglos erscheinen.
Pflichtlektüre für jeden, dessen Verstand noch funktioniert und für die anderen sowieso!
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49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurige Wahrheit ..., 2. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet (Taschenbuch)
"Dem entspricht die Grundlinie dieses Buches. Es ist optimistisch und konstruktiv und widerspricht der destruktiven Grundeinstellung der heute führenden Eliten." - dies schrieb Albrecht Müller in der Einleitung zu seinem Buch "Die Reformlüge". Leider muss man sagen, hat Herr Müller genau diese positive Grundeinstellung nicht in sein Buch "Machtwahn" "hinüberretten" können. Aber man muss auch sagen - wiederum leider -, dass er allen Grund dazu hat, dies zu unterlassen.

In seinem 350 Seiten-Buch geht es um die schleichende Ent-Demokratisierung, die Ent-Solidarisierung und die zunehmende Verwahrlosung unserer Gesellschaft durch Kommerzialisierung, aber auch um die "Verflechtungen" (damals hieß das Korruption) von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Nachteil des großen Teils der Bevölkerung. Nach und Nach entlarvt Albrecht Müller die Einseitigkeit der derzeitigen politischen Debatte und zeigt, wie die (völlig wirkungslosen) Reformen begründet und dem Bürger aufgedrängt werden - "natürlich" zu unser aller "Vorteil" - gegen den Willen der Mehrheit. Auch zeigt er auf, was dabei für unsere Politiker rausspringt (nicht selten stolpern gerade die Erfolglosen die Karriereleiter nach oben ...). Und nicht zuletzt kriegen auch die Medien ihr Fett weg, die statt selbstständigem Journalismus zu betreiben nur noch die Agitationen bestimmter Gruppen und Verbände (z.B. der INSM) übernehmen und unkritisch reflektieren. All diese Dinge sind nicht nur bloße Behauptungen Müllers, sondern werden mit ausreichend Argumenten und Beispielen belegt, wobei er einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil hat. Allerdings gibt es meinerseits auch Kritikpunkte: Zum einen der schon erwähnte negative Grundtenor, der zwar angebracht aber nicht geeignet ist, um dem Leser Mut zu machen und Vertrauen in die Zukunft zu fördern (wie Herr Müller das in seinem Buch Reformlüge gefordert hat). Im letzten Kapitel schreibt er zwar etwas darüber, dass wir uns als Bürger wehren sollten, aber mMn kommt das ganze viel zu kurz um es richtig Ernst zu nehmen (dennoch möchten ich jedem wärmstens die Nachdenkseiten empfehlen). Der zweite Negativpunkt ist folgender: Man kann während des Lesens durchaus den Eindruck gewinnen, das es nur einen Albrecht Müller an leitender staatlicher Stelle geben müsste, damit es dem Land und den Bürger wieder besser geht. Diese Intention ist vom Autor sicherlich nicht beabsichtigt, dennoch vermittelt er manchmal den Eindruck, als seien unsere Probleme ganz einfach zu lösen.

Ich hab also überlegt, ob ich dem Buch 4 oder 5 Sterne gebe. Da ich es aber besser als Jürgen Roths "Der Deutschland-Clan" finde und für die zahlreichen Gedanken wider dem Mainstream und medialen Einheitsbrei dankbar bin, sind es 5 Sterne geworden. Aber letztlich sollte es jeder lesen und selbst entscheiden. Einmal eine andere als die täglich übliche Sicht wird sicherlich nicht schaden!
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension von Andreas Vierecke, 3. April 2006
Ich möchte die Rezension von A. Vierecke kurz kommentieren.
Es ist wohl unpassend und möglicherweise entlarvend, wenn amazon das Buch ausgerechnet von jemanden rezensieren läßt, der über sein Unternehmen cpw Medien- und Publikationsdienste Auftragnehmer von Bertelsmann ist. Herr Vierecke arbietet seit einem Jahrzehnt im Einflussbereich von Professor Weidenfeld am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München, der ein einflussreiches Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung ist.
Die Bertelsmann-Stiftung ist eine der treibenden Kräfte bei der medialen Durchsetzung der marktradikalen 'Reformen' in diesem Land. Möglicherweise ist das nur ein ironischer Zufall, dass ein Buch, das sich mit den herrschenden Verhältnissen kritisch auseinandersetzt, von jemanden rezensiert wird, der den kritisierten Mächten nahe steht. Die in der Rezension von Vierecke vorgebrachten Kritikpunkte schöpfen ja auch exemplarisch aus den angeblichen Wahrheiten, mit denen die im Buch kritisierte Politik als alternativlos legitimiert wird.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Müllers Machtwirtschaftslehre, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet (Taschenbuch)
Der Autor ist kein Unbekannter. Beliebt ist er in den Medien nicht sonderlich, denn seine Botschaften kollidieren mit denen der Meinungsmacher. Viele werden schon einmal die Nachdenkseiten im Internet besucht haben. So ist der Schritt zum Kauf eines seiner Bücher naheliegend.

Wer sich etwas in der Art von Günter Oggers "Nieten in Nadelstreifen" versprochen hat, kommt bei dieser Lektüre nicht so richtig auf seine Kosten. Albrecht Müller arbeitet sich solide an den neoliberalen Thesen ab. Das erfordert Aufmerksamkeit während des Lesens, was aber wertvolle Argumentationshilfen für Streitgespräche vermittelt. Auch das Entkleiden der Worthülsen, die aus der Unternehmensberatersprache entnommen sind - also einer Branche, die vom Verkauf heißer Luft lebt - ist sehr gut ausgeführt.

Was ich an dem Buch vermisste, war die Lebendigkeit, die sich erst durch das Bloßstellen dieser Peinlichkeiten und deren Verfechter sich von einem Volkswirtschaftsseminar abhebt. Dies konnte meisterlich der viel zu früh verstorbene Bernt Engelmann. Nicht jeder Leser besitzt ein breites Hintergrundwissen und es ist schade, wenn dadurch die Aussagen und Forderungen des Autors nicht weite Bevölkerungskreise erreichen. Denn das allerdings wurde schon recht deutlich gemacht: es gibt eine hauchdünne Oberschicht, die sich aus diesem Staatswesen verabschiedet hat, nachdem sie jede sich bietende staatliche Hilfe für sich bis zum Letzten ausnutzte.

Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Art Offenbarung, 24. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet (Taschenbuch)
Dieses Buch ist für alle, die sich in die diesem Land nicht mehr wohlfühlen, eine Pflichtlektüre. In einer klar verständlichen Sprache entlarvt A.Müller ein perfekt organisiertes System von Lügner und ihren willigen Mitläufern, die hervorragend daran verdienen, für andere Menschen immer neue Einschränkungen zu propagieren, im besten Wissen, von diesen selbst nie betroffen zu sein. Hier richtet er einen besonders kritischen Blick auf das schmutzige Geschäft der von den Arbeitgeberverbänden finanzierten Lobby-Organisation "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die die Öffentlichkeit über unzählige Kanäle permanent mit neoliberaler Propaganda bombardiert und Politiker dazu bringt, alles nur unkritisch nachzuplappern. Ebenso widerspricht er auch entschieden und vorallem sehr gut begründet den zynischen Thesen des unsäglichen Professors Hans-Werner Sinn vom ifo-Institut München, der jedoch in seinen zahlreichen Auftritten bereits deutlich zurückhaltender geworden ist, in denen er sich als großer Vordenker der angebotsorientierten Ökonomie aufspielt. In diesen Kanon stimmen auch reihenweise Soziologen, Schriftsteller und Politologen ein. Auch die gesamte Medienwelt ist von diesen Praktiken offensichtlich systematisch unterwandert. So hat auch der Spiegel 2005 versucht, eine CDU/FDP-Koalition ins Amt zu schreiben, obwohl bereits die Schröder-Regierung mit größter Charakterlosigkeit den sozialen Kahlschlag in diesem Land eingeleitet hatte. Wer dieses Buch aufmerksam liest, wird die politischen Debatten mit anderne Augen sehen und jeden Tag neue Belege für die bittere Notwendigkeit dieser Ausführungen und auch des Vorgängers "Die Reformlüge" finden. An dieser Stelle will ich Albrecht Müller persönlich für dieses engagierte Buch danken, aber auch anmerken, dass die gewonnenen Einsichten mein Vertrauen in die bundesrepublikanische Demokratie schwer erschüttert haben. Die Politik scheint heute tatsächlich nur noch dazu zu dienen, der Wirtschft ein möglichst gutes Klima zur ökonomischen Ausschlachtung der Bevölkerung zu bieten. Gerade wegen dieser entlarvenden Ausführungen wird es auch viele kritische Einwände gegen dieses Buch geben; hoffentlich sind diese dann aber so gut begründet wie die Thesen von Albrecht Müller!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Katechismus unserer Eliten", 10. Oktober 2007
Von 
Malte Neumann (Hochfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet (Taschenbuch)
Um es gleich vorweg zu sagen: Müllers zweites Buch zu dem Thema fällt gegenüber dem Vorgänger schon etwas ab. Es verspricht die Interessenverflechtung jener Individuen und Gruppierungen, die uns die fatalen "Reformen" (schon seit 1983) eingebrockt haben, darzustellen und die Dürftigkeit ihrer Argumente zu entlarven. Das gelingt ihm aber nur teilweise. Was mich vor allem an Müllers Buch stört, sind die insistierenden Vorwürfe, das ständige Aufbringen neuer rhetorischer Figuren, die die Unzulänglichkeiten und Skrupellosigkeiten unserer Eliten beschreiben. Irgendwann denkt man sich: Okay, ich hab's verstanden. Dazu gehört auch der in kurzer Abfolge wiederholte Hinweis, dass jene Eliten immer dieselben Argumente und "Glaubenssätze" wiederholen, was schon einen kuriosen Doppeleffekt evoziert und auch Müllers Glaubwürdigkeit unterminieren könnte. Beim Lesen kam bei mir oft bei das Gefühl auf, von der nicht durchdachten Struktur aufgehalten zu werden, sodass ich das Buch oftmals zur Seite legte, bis ich wieder motiviert war, mich auf die Suche nach den wirklich interessanten Fakten und Argumenten zu begeben, die darin durchaus enthalten sind.

Müllers Position finde ich beeindruckend, sie sind jedem zu empfehlen, der sich nicht länger an der Nase herum führen lassen will oder sich wundert, wieso in Deutschland die Armut grassiert, während die Reichtumskonzentration zunimmt. Seiner Wachstumsideologie stehe ich skeptisch gegenüber, aber es tut gut zu sehen, wie jemand abseits von Fundamentalkritik die neoliberale Perfidie aufspürt. Erhellend fand ich die Interpretation des "Neuwahlcoups" von 2005 als Rettung der Reformagenda und die Darstellung der Ausschließungsprozesse nichtkonformer Stimmen vor allem im Universitätsbereich. Am wichtigsten war mir, dass Namen von Verantwortlichen genannt werden, auch Namen, die man nur selten zu lesen bekommt. Aber hier streift er immer nur den Kern der Sache: Müllers Entlarvung unserer Elite beschränkt sich nach meinem Geschmack zu sehr auf die Methoden und geht nicht erschöpfend genug auf die Netzwerke der Profiteure ein. Trotzdem ein in der Sache empfehlenswertes und richtiges Buch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 22. Juli 2009
A.Müller beschreibt in ganz eingängiger Weise, wie unsere politische und mediale Öffentlichkeit von einer verhältnismäßig kleinen Machtelite gezielt gelenkt wird, wie gezielt das Vertrauen in die bestehenden Solidarsysteme untergraben wird, wie gezielt Initiativen (INSM, "Du bist Duetschland" usw.) und gekaufte professorale Interessenvertreter falsche und verfälschende Informationen in die Öffentlichkeit geben, wie sehr unsere politische Elite mittlerweile von den Vorstellungen der echten Machthaber (Banken, Versicherungen, Industriekonzerne von Auto bis Pharma) unterwandert ist und sich für deren Gewinnzwecke aus Eignnutz missbrauchen lässt. Nichts für Nervenschwache. Pflichtlektüre für jeden verantwortungsvollen Wähler.
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Tat: Schade ..., 10. April 2006
Von 
Michael Sailer (München Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
... daß das Propagandanetzwerk, das Müller in seinem Buch beschreibt, bis hierher reicht. Viele Rezensionen über Müllers Buch sind leider nicht nur absurd (z. B. der Vorwurf, Albrecht Müller habe keinen "Zweifel an der eigenen Existenz" - die Frage, ob man selbst existiert oder nur ein Phantasiegebilde ist, hat in einem Buch über Wirtschaft nun wirklich nichts verloren), sondern beten auch genau die Lügen nach, deren Ursprung, Zweck und Einsatz Müllers Buch aufzeigt. Die mancherorts geäußerte Hoffnung, es werde sich kaum jemand finden, der der These zu folgen bereit sei, daß von interessierten Stellen die Problematik von Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit übertrieben und/oder falsch dargestellt wird, ist zum Glück falsch und zweitens Teil des Problems - indem die "neoliberalen" (oder neofeudalistischen) Propagandisten behaupten, niemand glaube die Wahrheit, geben sie sich als eben diese Propagandisten zu erkennen.
Auch wenn manches, was in Müllers Buch steht, nicht neu ist, kann in diesem Fall eine Wiederholung doch nicht schaden, schon angesichts der propagandistischen Übermacht jener 50 bis 100 Leute, die die "öffentliche Meinung" bestimmen, zumal Müller eben nicht - wie die Gegenseite - nur Thesen aufstellt, sondern sie sehr detailliert belegt. Das Buch mag seine Schwächen haben (in erster Linie das nachlässige Lektorat bzw. Korrektorat: eine vertauschte Graphik auf Seite 21 bzw. 22, viele Kommafehler, ein paar Satz- oder Tippfehler), es ist dennoch Pflichtlektüre für jeden, der sich zum Thema äußern oder wenigstens Gedanken machen möchte (was im Grunde jeder tun sollte).
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78 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Neoliberalen und Monetaristen, 20. März 2006
Von Ein Kunde
Ein Ziel dieses Buches ist es, die Interessengeflechte zu beschreiben, in denen unsere Eliten stehen und die aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Entscheidungen beeinflussen. Außerdem möchte ich an Vorgängen der Gegenwart und Vergangenheit zeigen, wie es um die Qualität unseres Führungspersonals bestellt ist und welche Folgen die Mittelmäßigkeit der Eliten für die -politischen Entscheidungen und damit für uns alle hat. Die damit verbundenen Fragen sind aktueller denn je: Zwar erweist sich die neoliberal geprägte Reformpolitik als ungenügend und in ihrer Wirkung verheerend. Dennoch wird in vielen europäischen Staaten versucht, sie mit brachialer Gewalt durchzusetzen. Es ist an der Zeit, dass wir unseren Eliten in den Arm fallen.
Auch eine moderne Gesellschaft kommt nicht ohne ein Stück Solidarität aus, doch die neoliberalen Reformen stützen sich auf eine egoistische Philosophie. »Jeder ist seines Glückes Schmied« – das ist das Credo ihrer Verfechter. In Maßen kann man diese Theorie durchaus vertreten. Aber wenn man sie zur alles gestaltenden Wegweisung und Ideologie erhebt, dann zerstört man den Zusammenhalt einer Gesellschaft.
So sind unsere Eliten wie die Totengräber wichtiger Errungenschaften unseres Volkes. Sie räumen alles ab. Rücksichtslos. Und sie arbeiten auf eigene Rechnung.
Zwar hat der Befreiungsschlag Gerhard Schröders ihm persönlich scheinbar nichts gebracht. Er ist nicht wieder Bundeskanzler geworden. Möglicherweise kam es ihm aber darauf auch um vieles weniger an als auf die Fortsetzung der sogenannten Reformpolitik. Das hat er für vier weitere Jahre erreicht. Er selbst wird nicht darben. Doch wir alle werden darben, wenn wir uns nicht wehren. Das verlangt zunächst einmal, die Wahrheit zu sagen über die Gründe unserer Krise.
Es geht um heikle Fragen: Was sind die wahren Motive unsere Eliten? Was steckt dahinter, wenn offensichtlich unvernünftige Entscheidungen getroffen werden, die weitreichende schädliche Folgen für uns alle haben – Entscheidungen allerdings, die zweifelsfrei mächtige Interessen bedienen?
»Man kann einige Menschen die ganze Zeit zum Narren
halten und alle Menschen einige Zeit, aber man kann
nicht alle Menschen die ganze Zeit zum Narren halten.«
(Abraham Lincoln)
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Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet
Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet von Albrecht Müller (Taschenbuch - 1. Juni 2007)
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