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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen204
4,2 von 5 Sternen
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am 11. September 2005
"Dschungelkind" hat mich mehr bewegt als die meisten Bücher, weil es ehrlich scheint. Als ich vor Jahren Marlo Morgans "Traumfänger" las, hörte ich nach der Hälfte mit Lesen auf, um im Internet zu recherchieren, weil es zu schön war um wahr zu sein. Der Verdacht, dass es sich bei "Traumfänger" um Lügen handelte, wurde bestätigt. Beim Lesen von "Dschungelkind" hatte ich nie den Eindruck, die Erlebnisse seien erfunden. Die Autorin erzählt in einem einfachen Stil ihre Kindheit bei einem Stamm in Irian Jaya. Aus dem ganzen Buch spricht die Trauer um das verlorene Kindheits-Paradies, man spürt Hochachtung aber nicht Idealisierung der Menschen dieses Stammes, auch Respekt vor der eindrücklichen Leistung ihrer Eltern. Es gibt bei aller Einfachheit tieferen Einblick in das Denken ursprünglicher Stämme als viele ethnologische Fachbücher. Das Erzählte wirft zwar Fragen auf, aber nur blinder Hass auf alles was mit christlicher Mission zusammenhängt, kann alles in Bausch und Bogen verdammen. (Die erste Rezension auf dieser Seite sagt wohl mehr über deren Autorin aus als über Sabine Kuegler). Dass Sabine Kuegler später trotz der anfänglichen Schwierigkeiten im Westen eine Firma gründete kann man ihr wohl nicht ernsthaft zum Vorwurf machen. Ich wünsche ihr auch für ihr Buch Erfolg und aufmerksame Leser.
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am 27. April 2007
Sabine Kueglers "Dschungelkind" ist von der Kritik häufig schlecht behandelt worden. Man wirft Fr. Kuegler vor, das Leben im Regenwald von Neu-Guinea romantisiert zu haben und politische und soziale Problematiken nicht genügend bewertet zu haben. Außerdem äußere sie sich nicht zu der umstrittenen Wycliff-Biebelgesellschaft, für die ihr Vater aebeitete. Dieser Kritik kann ich mich nicht anschließen. Die Ereignisse sind mit Kinderaugen erlebt worden und deswegen auch in diesem Stil berichtet worden. Kein 6jähriges Kind schert sich um politische Ereignisse, vor allem dann nicht, wenn man so weit ab von jeglichen Regierungszentren aufwächst. Dass sich Fr. Kuegler nicht zu ihrer späteren Mitarbeit in verschiedenen Hilfsorganisationen äußert, liegt daran, dass sie ihre noch dort lebenden Eltern nicht gefährden wollte. Wer einen Lebensbericht von im Dschungel aufwachsenden Kindern mit allen Freuden und Gefahren in den schönsten Farben lesen möchte, ist bei Sabine Kuegler richtig. Wer über die meschenfeindliche Neu-Guinea-Politik informiert werden möchte, der kaufe sich ein Sachbuch.
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am 13. September 2006
Ich möchte in meiner Rezension nicht noch einmal (wahrscheinlich fast zum fünfzigsten Male) auf den Inhalt dieses Buches eingehen. Es gibt Gott-sei-Dank sehr viele positive Meinungen, aber auch erschreckend viel negative Wertung, die teilweise nicht nachvollziehbar ist. Es geht hier nicht um einen Top-Autor und nicht um eine professionelle Berichterstattung vom Leben bei und mit diesem Volk. Auch warum die Eltern so ein Leben ihren Kindern antaten, und ob das erzieherisch richtig war, ist nicht das Thema. Es geht einzig und allein um die p r i v a t e n Erlebnisse der Sabine Kuegler, und ihre Sichtweise und ist vielleicht auch deswegen so interessant, weil man nicht von irgendwelchen Mehr-oder-weniger-Experten mit Fachwissen, bzw. Fachsprache zugeschüttet wird. Wer das nicht erkennt, sollte so ein Buch einfach nicht kaufen und lesen, anstatt es schlecht zu machen.
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am 11. Mai 2007
ist es, in die Frau Kuegler den Leser mit diesem Buch entführt. Ihre Lebensgeschichte zu lesen, ist eine wahre Freude. Sie beschreibt ihre Erlebnisse mit so viel Liebe zum Detail, dass man an ihrem Leben regelrecht teilnimmt. Sie baut auch einige humorvolle Passagen in ihre Geschichte ein. Das lockert ihre Schilderungen sehr auf und motiviert den Leser weiter zu lesen.

Man wird aber auch nachdenklich bezüglich der Konsumgesellschaft, in der wír hier in der westlichen Welt leben und die uns gleichzeitig in ein so enges Verhaltensmuster zwängt. Die Autorin sehnt sich auch nach den Jahren, in denen sie jetzt wieder in Deutschland lebt, nach ihrer "heilen Welt", in der sie gross geworden ist. Dort kannte man die Zwänge, wie sie uns unsere Gesellschaft auferlegt, nicht. Dort ging es einfach ums nackte Überleben; andererseits wusste man genau, woran man ist. Es war ein hartes Leben, aber Frau Kuegler hatte gleichzeitig so viel Schönes im Dschungel; diese Erlebnisse möchte sie auf keinen Fall missen.

Fazit: Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt, weil diese uns fremde Welt so in den Bann zieht, dass man nicht mehr aufhören will, diese kennenzulernen.
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am 1. August 2007
Eine schöne Lektüre, interessant und lesenswert! Früh angefangen und abends fertig gewesen, ein Tag der nicht verschwendet war.

Die Autorin läßt uns teilhaben an ihren Kindheitserfahrungen in einer Welt, die für die meisten weder erreichbar noch im Detail vorstellbar ist, und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ein detaillierter Einblick eines "Insiders" in das Leben eines Volkes im Regenwald in West-Papua, die einfach nur erzählt, was sie erlebt hat, und sich mit Wertungen größtenteils zurück hält.

Im letzten Teil wird das Problem der Wiedereingliederung in die europäische Realität beschrieben, diesen Teil emfand ich im Gegensatz zum 2ten Teil als nicht rund. Zwar war es teilweise lustig zu lesen, wie die ersten Erfahrungen mit den "Errungenschaften" der Zivilisation abgelaufen sind, aber dann auch wieder nicht detailiert genug.

Insgesamt für mich ein sehr unterhaltsames Sachbuch, durchaus uneingeschränkt zu empfehlen!

Nach dem Lesen einiger Rezensionen/Kritiken: Was erwarte ich von diesem Buch?
Ich finde es gut, wenn in dem Buch nicht weiter auf den Sinn/Unsinn der Arbeit des "missionierenden Sprachforschervaters" eingegangen wird, dazu ist dieses Buch nicht geschrieben worden. Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe, Missionaren und Missionen und welche "Werte" es wert sind, aus unserer Gesellschaft in andere übertragen zu werden bzw. welche wir uns vielleicht bei anderen abschauen sollten: Alles wichtige Fragen, aber bitte nicht in diesem Buch! Und die Autorin geht darauf auch nicht ein, und das ist gut so. Wer ihr deswegen Oberflächlichkeit o.ä. unterstellt, hat den Sinn und Zweck des Buches nicht verstanden.
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am 22. Januar 2007
Als ich das Buch einmal angefangen hatte, konnte ich es nicht wieder weg legen! Für mich ist es ein hervorragendes Abenteuer, welches mir oft die Augen geöffnet hat und mir gezeigt hat, was in der heutigen Zivilisation alles als selbstverständlich angesehen wird: Keine Zeit, Geld ist das Wichtigste und Menschen "verkümmern" immer mehr zu Eigenbrödlern.

Man sollte das Buch nicht als eine wissenschaftliche Beschreibung des Lebens in West Papua ansehen, dass ist klar, vielmehr soll es das Lebensgefühl und die Einstellungen/Rituale/Erlebnisse eines jungen Mädchens beschreiben, welches das Leben in der westlichen Welt nicht kennt und im Urwald aufwuchs.

Ich finde das Buch schafft beim Lesen eine wunderbare Atmosphäre und es regt zum Nachdenken und Forschen (Situation West Papua) an.

Leider fehlen mir doch hie und da emotionslosere Beschreibungen, oder ein paar Fakten, die sicherlich einen guten Gegenpol zu der sonst voll gelungenen Geschichte wären.

[Der Nachvolger dieses Buches 'Ruf des Dschungels' hat dies schon besser geschafft, leider musste meiner Meinung nach aber die Leseatmosphäre darunter leiden]

Alles in allem ein sehr gutes Buch, welches auch nach langer Zeit noch zum Schmunzeln und Nachdenken anregt.
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am 1. November 2005
Sabine Kuegler, die ich zum ersten Mal im Fernsehen sah, hat mich mit ihrer ungewöhnlichen Lebensgeschichte und ihrer sympathischen Art sehr beeindruckt.
Ihre Kindheit im Dschungel West-Papuas beim Eingeborenenstamm der Fayu liest sich sehr aufschlussreich und berührend. Streckenweise hatte ich den Eindruck, dass ihr Schock bei der Rückkehr in die westliche Welt weniger die harte Umstellung auf ein völlig neues Leben war als die Trauer über den Verlust der Kindheit - der in ihrem Fall besonders schmerzhaft gewesen sein mag. Ich bin in einem weniger exotischen Land - Mexiko - aufgewachsen, auch mit 17 nach Westeuropa zurückgekehrt und kann ihre Gefühle ansatzweise nachvollziehen. Deshalb staune ich sehr über die Tatsache, dass sie in all den Jahren nicht an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist. Vielleicht ließ ihr zunehmend komplexes und schwieriges Leben im Westen diese erneute Reise nicht zu.
Behutsam nähert sich die Autorin auch der Frage, ob es zulässig/gewünscht/richtig ist, dass ihre Eltern, die „Sprachforscher und Missionare" sind, den Fayu eine neue Lebensweise näher bringen. Denn deren Problemlösungskompetenz erschöpfte sich bis zur Ankunft der weißen Familie darin, dem Gegenüber bei der kleinsten Auseinandersetzung einen Pfeil in die Brust zu jagen. Die verschiedenen Stämme rotteten sich in einem sinnlosen Blutrache-System beinahe aus. Beachtlich, wie es die Kuegler-Familie alleine durch das „Vorleben" erreicht hat, dass die Fayu schließlich in Frieden lebten. Da und dort konnte ich mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kueglers mehr Missionare als Sprachforscher waren - schließlich absolvierten sie lediglich eine einjährige linguistische Ausbildung. Wer sich mal mit Sprachwissenschaft beschäftigt hat, weiß, dass das eine sehr knappe Vorbereitungszeit für die Erforschung einer unbekannten Sprache ist. Jedoch ist im Roman nie von christlicher Missionierungsbemühungen die Rede - fragt sich, ob dies ausgespart wurde oder ob dies tatsächlich nie stattgefunden hat. Über ethisch-moralische Aspekte kann man natürlich endlos diskutieren.
Problematisch fand ich die naiv-kindliche Erzählperspektive, die das ganze Buch über anhält - auch dann, als Sabine schon erwachsen ist. Dabei werden laufend in kindlicher Darstellung und Bewunderung Papa und Mama erwähnt, was mir auf Dauer ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Auch wenn mir klar ist, dass die Autorin bei der Niederschrift vieles mit Hilfe ihrer Angehörigen rekonstruieren musste, so wirkt der Erzählstrang doch wenig glaubwürdig, wenn ein zum Zeitpunkt des Geschehens fünf Jahre altes Mädchen detaillierte Beobachtungen macht. Hier hätte man vielleicht eine erzähltechnisch bessere Lösung finden können. Apropos Stil: Die Dialoge wirken oft platt und hausbacken. Literarische Glanzleistung ist dieses Buch keine - muss es aber auch nicht sein.
Sehr gerne hätte ich mehr Details über den „Kulturschock" bei der Rückkehr in die westliche Welt erfahren. Diese Episode ist für meine Begriffe zu verknappt erzählt. Auch Nebensächlichkeiten, z.B. wie ein Sprachforscher/Missionars-Ehepaar die universitäre Ausbildung zweier Kinder in den USA bzw. England sowie ein elitäres Mädchenpensionat am Genfer See für Sabine finanzieren konnte, hätten mich in diesem Zusammenhang interessiert.
Insgesamt eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die es in jedem Fall zu lesen lohnt.
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am 15. Januar 2013
Fr. Kuegler wuchs als Tochter eines deutschen Missionars im Dschungel Neu-Guineas auf, kehrte erst mit 17 Jahren nach Deutschland zurück und beklagt bis heute Anpassungsschwierigkeiten.
Interessantes Thema. Das Leben bei einem Stamm Dschungelbewohner, die noch auf Steinzeitniveau leben, ist wirklich interessant, auch die Konflikte, die auftreten, wenn weiße Eltern ihre Kinder im Dschungel großwerden lassen. Letztlich ist dies aber der einzige Aspekt, der wirklich farbig wird, abgesehen von den Landschaftsbeschreibungen. Kueglers Beziehungen zu den Einheimischen erschließen sich dem Leser nicht. Gefühle? Waren sicher vorhanden, werden aber im Text nicht transportiert. Da rettet ihr Vater ein verwahrlostes, weil verkrüppeltes Kind vor dem Tod und es wächst als Pflegebruder auf. Aber ein rechtes Gefühl will sich da nicht einstellen. Genauso wird im Halbsatz erwähnt, daß Kuegler wohl die höhere Schule bereits in einem Internat auf Neu-Guinea absolviert. Was das für sie bedeutet kommt nicht wirklich rüber. In einem weiteren Halbsatz beschreibt sie die Entfremdung von ihren Eltern. Warum? Schließlich die Rückkehr nach Europa, wo man das Gefühl hat, daß viele der Erlebnisse noch zu schmerzhaft sind, um sie literarisch sauber zu verarbeiten. Letztlich zeigt Fr Kuegler in vielen Szenen, daß sie schreiben kann - tut es nur leider viel zu oft nicht. Hier wäre ein anständiger Lektor erforderlich gewesen, sowas leisten sich die Verlage heutzutage leider nicht mehr.
Fazit: man hätte ein sehr packendes Buch draus machen können. Dazu wären entweder ein guter Lektor oder ein paar Jahre Abstand nötig gewesen.
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am 7. Oktober 2007
Dieses Buch ist wirklich interessant. Schön auch, dass es reichlich Fotos beinhaltet. Die einzigen Gründe, warum es "nur" drei Sterne von mir gibt: Es ist zu kurz, man wäre neugierig gewesen, viel mehr und alles etwas ausführlicher zu erfahren. Mir wären noch 1000 Fragen an Frau Kuegler eingefallen. Außerdem taten mir die armen Käfer sehr leid, die man dort in Papua nur so zum Spaß auf Holzstöckchen spießt und ihnen dann die Beine ausreißt. Ich finde, solche Tierquälereien muss man auch im Namen der Tradition nicht hinnehmen.
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am 31. März 2005
In Frau Kuegelers Buch kann man daran teilhaben, wie sie ihr Leben empfunden und gelebt hat. Und sie durfte ein Leben führen, von dem manch Einer von uns nur träumen kann. Im engsten Kontakt zur Natur und zu einem ursprünglichen Volk. Das Buch erzählt eine schöne und sehr spannende Geschichte, die einen in eine fremde und unschuldige Welt entführt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Sabine Kuegeler durfte noch etwas Mensch sein, bevor sie in den Einfluss unserer modernen Gesellschaft geriet.
Zu der Kritik die an diesem Buch geübt wird, kann ich nur sagen, dass ich es befremdlich finde, dass unsere politisch korrekte Gesellschaft ausgrerechnet von einer gläubigen Missionarstochter über die Ungerechtigkeiten aufgeklärt werden will, die in dieser Welt herrschen und die nicht nur die indigenen Völker bedroht. Ich persönlich würde das eher von unseren engagierten Journalisten erwarten. Vielleicht vermag dieses Buch ja die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn wenn es uns unmündige Masse interessiert, ziehen die Medien ja gerne mit. Und dann dürfen Journalisten auch was über dieses Thema schreiben und senden!
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