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am 4. März 2003
Das erste Kapitel beginnt mit einem Zitat von Einstein:
All unsere Wissenschaft ist, gemessen an der Wirklichkeit, primitiv und kindlich - und doch ist sie unser kostbarstes Gut.
Nachdem man dieses Buch gelesen hat, versteht man, was Einstein damit meinte. Wenn man versuchen will die Welt zu verstehen, dann führt nichts an der Wissenschaft vorbei. Sie stellt Theorien auf, belohnt aber gleichzeitig die Mühen derjenigen, die versuchen diese Theorien zu wiederlegen (dafür hat ja auch Einstein seinen Nobelpreis bekommen). Nur dadurch, das falsche Theorien wiederlegt werden, kann man sich der Wirklichkeit annähern. Dabei darf natürlich den eigene Vorurteile und Wünschen kein Platz eingeräumt werden. (Im Gegensatz zu Dogmatischen Glaubensystemen, die Immun sind gegen Kritik)
Carl Sagan (der Autor) glaubt an die Existenz außerirdischen Lebens. Er unterzieht jedoch die angeblichen Beweise für außerirdische Besuche auf der Erde einer kritischen Prüfung. Er hätte sich gefreut, wenn es wirklich handfeste Beweise geben würde, aber die vorhandenen (werden diskutiert) halten leider keiner Prüfung statt und sind zumeist auch widersprüchlich (teilweise sogar in sich selbst).
Folgt aus dem Vorhandensein von gefälschten oder unbewusst manipulierten oder fehlgedeuteten „Beweisen", die Existenz von Ausserirdischen (auf der Erde)? Nein!
Folgt aus dem nicht-Vorhandensein von richtigen Beweisen die nicht-Existenz von Ausserirdischen? Nein!
Das heißt natürlich nicht, dass man alles Glauben darf, was einem erzählt wird (z.B. das ein „Drache in meiner Garage" wohnt). Und dafür ist die Wissenschaft da. Man muss über Sachen staunen können, darf dabei aber nie das kritische Denken vergessen, wenn man die Wirklichkeit verstehen will.
Sagan schreibt auch über die (amerikanischen) Skeptiker (CSICOP), die Parawissenschaften untersuchen und deren Ansichten denen Sagan stark ähneln. Das deutsche Pendant ist die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften). Einfach mal GWUP in eine Suchmaschiene eingeben.
Aber es werden auf den über 500 Seiten natürlich noch viele weitere Themen behandelt...
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am 21. Oktober 2003
... setzt sich der Autor dieses gut geschriebenen Wissenschaftsbuches ein.
Carl Sagan rechnet ab mit der Pseudowissenschaft und denen, die Gewinne damit machen, und er plädiert leidenschaftlich für die wissenschaftliche Methode. Dies tut er auf die unterhaltsamste Weise, indem er auch sehr persönliche Erfahrungen in den Text einfließen läßt. Dabei kann Sagan recht drastisch werden und insbesondere den UFO-Gläubigen tüchtig an den Karren fahren (er bringt eine Reihe von schreiend komischen bis erschreckend dummen Leserbriefen und Statements, die er von UFO-Anhängern auf seine Zeitungsartikel bekam), aber er darf das; denn er argumentiert stets sauber und nie unfair. Zudem hat Sagan bei SETI gearbeitet, dem offiziellen US-Forschungsinstitut für extraterrestrische Intelligenz. Wer könnte also besser unterscheiden zwischen Möglichem und Unmöglichen als er?
Der Autor erläutert die wissenschaftliche Methodik unterhaltsam und leicht nachvollziehbar am Beispiel des Drachen in der Garage. Er führt Argument und Gegenargument fein säuberlich auf und entlarvt die Tricks und prychologischen Fallen, die teilweise bewußt, teilweise unbewußt,angewandt werden, um an irrigen Theorien festzulten. Natürlich ist es schade, daß dabei allerhand Feen, Geister, Hexen und Außerirdische sowie andere lieb und teuer gewordene Phantasiefiguren, Wunder und parapsychologische Erscheinungen auf der Strecke bleiben, doch Sagan hat dem Leser etwas viel Besseres anzubieten: nämlich das Staunen über das Universum und dessen unerschöpflichen Fülle, den Einfallsreichtum der Natur sowie die Begeisterung, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse hervorrufen können.
Carl Sagan setzt sich in seinem Buch dafür ein, daß Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Wissenschaft herangeführt werden sollen und beklagt den schlechten Ausbildungsstand der amerikanischen High-Schools. Eines seiner Kapitel liest sich wie die Prophezeihung der letzten PISA-Studie in Deutschland.
Das Buch ist topaktuell trotz seines für Wissenschaftsbücher hohen Alters (es wurde vor 1996 geschrieben) und stellt eine Art Vermächtnis des Autors dar, der Ende 1996 verstarb.
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am 23. März 2000
"Der Drache in meiner Garage" ist Carl Sagans persönlichstes Buch, und auch eines seiner besten. Das Grundthema ist Wissenschaft - Wissenschaft verstanden als Methode, um herauszufinden, was in der Welt wirklich der Fall ist. Sagan empfiehlt klares Denken als Mittel gegen jede Art von Aberglauben, der unsere Zeit heimsucht - UFOs, Mißbrauch durch Außerirdische, "Channeling", Pseudowissenschaften wie Astrologie... Leicht verständlich zeigt er die Tricks derer auf, die mit dem Hinters-Licht-Führen von Nicht-Wissenschaftlern ihr Geld verdienen. In einer Zeit, in der Ignoranz genauso atemberaubend schnell wächst wie die Wissenschaften, ist ein Buch wie dieses notwendig und nützlich - um so mehr, als daß es gut geschrieben, allgemein verständlich und dennoch an keiner Stelle flach und trivial ist - Sagan nimmt seine Leser ernst und traut ihnen zu, selbst von ihrem Verstand Gebrauch zu machen. Unbedingt lesen!
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am 12. März 2001
Eigentlich geht es Sagan nicht darum, in diesem Buch mit der einen oder anderen konkreten Irrtum der vielen Pseudowissenschaften aufzuräumen. Vielmehr zeigt es ganz allgemein die 'Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven', wie wunderbar einfach die Wissenschaft funktioniert. Er richtet sich dabei einerseits an alle, die bisher mit Wissenschaft nicht viel anfangen konnten - und es bietet sich daher jedem, der morgens sein Horoskop liesst und abends Schmeichelsteine auf seine geplagten Nieren legt, als Lektüre an. Andererseits wendet er sich an die Wissenschaftler dieser Welt, und man kommt nicht umhin sich angesprochen zu fühlen, wenn er für eine populäre Aufklärung wirbt, wenn er dafür plädiert, das Grundrecht eines jeden auf Wissenschaft wieder jedem zugänglich zu machen. Erschreckend oft hat er recht. Wo bleibt in unserer Welt die Skepsis, wenn es um UFO-Entführungen geht? Leider tritt er die UFO-Problematik in den ersten Kapiteln etwas breit - andere Pseudowissenschaften kommen etwas kurz. Wie gesagt ist es nicht sein Ziel, alle Pseudowissenschaften als Humbug zu entlarven (wer soetwas lesen möchte, sei das Buch über phantastische Wissenschaften von Markus Pössel empfohlen) - immerhin führt er auf einer Seite die handvoll Fragen an die Astrologie auf, die sich eigentlich jeder Leichtgläubige schon lange hätte stellen sollen! Es geht nicht nur darum, wie gut Wissenschaft arbeitet und wie echte wissenschaftliche Beweisführung (i. Ggs. zur Pseudowissenschaft) aussieht, sondern auch um die Philosophie und Geschichte die dahintersteckt. Beim Verschlingen dieses Buches dachte ich immer wieder, 'Er hat ja so recht, eigentlich sollte jeder mal dieses Buch lesen'.
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am 16. Dezember 2002
Dieses Buch ist eine Ode an die Wissenschaft, an die rationale Analyse des unbekannten. Karl Sagan ist kein sturer Ignorant, wie es viele vielleicht sehen. Er gibt in seinem Buch jeweils einen Überblick über Pseudo/Grenzwissenschaften und erklärt sie als nichtig und falsch nur durch das Stellen von rationalen und logischen Fragen.
Das Werk ist nicht nur sehr informativ, sondern in meinen Augen auch ein Werk der "modernen Aufklärung".
Aber Vorsicht!!! Es entzauber ungemein und nimmt den Phänomenen ihre Mystik und ihren Zauber!
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am 23. Oktober 2002
Carl Sagans Buch "Der Drache in meiner Garage" handelt von Wissenschaft, von bloßen Behauptungen und davon, wie man beides voneinander unterscheidet.
Carl Sagan erlag 1996 einem Krebsleiden. 1934 in New York geboren, wurde er Professor für Astronomie und Weltraumforschung. Als führender Mitarbeiter bei der NASA hatte er maßgeblichen Anteil an den Viking-Missionen, den Sonden, die in den 1970ern auf dem Mars landeten und von dort Bilder und wissenschaftliche Daten zurückfunkten. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Popularisierung der Wissenschaft. In dutzenden von Büchern und Artikeln versuchte er, seine Begeisterung für die Wissenschaft und seine durch sie geprägten humanistischen Ansichten einem breiten Publikum zu vermitteln. In Deutschland wurde er Anfang der 1980er durch seine Fernsehserie "Unser Kosmos" bekannt.
Die meisten seiner Bücher haben mit moderner Physik, Biologie und Geologie zu tun, vor allem aber mit der Erforschung des Weltraums. Während die Geschichte und die Methoden der Wissenschaft in den meisten seiner Veröffentlichungen eine Rolle spielen, rücken sie selten so in den Vordergrund wie in "Der Drache in meiner Garage oder Die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven".
Der Originaltitel des 500-seitigen Schmökers, "The Demon-Haunted World. Science as a Candle in the Dark", beschreibt Sagans zentrale These ganz gut. Zwar hat wissenschaftliches Denken viele "Dämonen" vertrieben - wir wissen heute, daß Bakterien und Viren Krankheiten verursachen, und nicht böse Geister, wir wissen, daß Epilepsie eine behandelbare Störung ist, und kein Fluch, wir wissen, daß Hagel zufällig durch besondere Bedingungen in der Atmosphäre entsteht, und verbrennen keine "Wetterhexen" mehr. Aber dafür sind andere Dämonen heute an ihre Stelle getreten: Viele Menschen fürchten, von UFOs entführt werden zu können oder sogar schon mal entführt worden zu sein, haben Angst, wenn das Tageshoroskop oder ein Wahrsager etwas schlimmes vorhersagt, oder hängen der "Rassenkunde" und anderen Pseudowissenschaften an, aufgrund derer sie anderen das Leben schwer machen. Außerhalb der wissenschaftlichen Insiderkreise ist die Welt, in der sich viele heute glauben, noch genauso düster und dämonenbevölkert wie im Mittelalter. Die Dämonen haben nur ihre Namen gewechselt. Ihre Dämonen-Austreiber, die vom Aberglauben gut und bequem leben können, auch. Geändert hat sich wenig.
Sagan zeigt, daß wissenschaftlich-skeptisches Denken kein Privileg hochausgebildeter Spezialisten sein muß. Für das Spiel des Forderns und Gebens von Gründen und Belegen gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Schon steinzeitliche Jäger gehen im Grunde wissenschaftlich vor, wenn sie ihr Wild anhand von Spuren aufspüren und sich von anderen gefundene Spuren zeigen lassen, statt vagen Ahnungen blind zu vertrauen.
Wissenschaft und Pseudowissenschaft sind für Laien oft schwer zu unterscheiden, auch weil Aberglaube sich heute gern einen wissenschaftlichen Anstrich gibt. Nicht nur Physiker, sondern auch Esoteriker sprechen oft von "Schwingungen" und "Strahlen". Wie Archäologen aus wenigen Überresten auf geschichtliche Ereignisse zurückschließen, ist ohne Vorwissen kaum leichter zu durchschauen als Dänikens aberwitzige Schlüsse. Die Piepsgeräte, die bunten Pillen und das Fachchinesisch von Ärzten wirken auf Außenstehende ähnlich geheimnisvoll wie das Getaste, die Quacksalben und das Geraune der Wunderheiler aller Sparten. Wenn Wissenschaftler mit SETI nach Außerirdischen suchen, warum sind sie so skeptisch bei UFO-Berichten?
Zu vielen der populären Aberglauben liefert Carl Sagan wissenschaftliche Fakten, allgemeinverständliche Erläuterungen und Hintergrundkenntnisse, mit denen die neuzeitlichen Dämonen sich so wirksam in Luft auflösen lassen wie viele der Vergangenheit.
Wer einige seiner Einbildungen gegen etwas mehr Allgemeinbildung tauschen will, ist mit diesem Buch bestens bedient. Gut lesbar, verständlich und spannend ist es ohnehin, also:
Uneingeschränkte Empfehlung!
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am 11. Juli 2000
Carl Sagan hat mit "Der Drache in meiner Garage" ein brillantes Buch über das Wesen und den Nutzen der Wissenschaft abgeliefert. Es trifft vor allem die Vertreter der Fraktionen Religion, Ufos, Esoterik und New-Age hart wie ein Hammer und scharfsinnig wie eine Rasierklinge. Aber: diese Menschen werden es wohl kaum lesen. Also gilt für alle anderen, die ihren Verstand benutzen: lesen, genießen, und alles aus dem Buch raussaugen, was an Argumenten für die Wissenschaftlichkeit drin ist!
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am 13. April 2003
Ein wahrlich phänomenales Buch, das in nahezu allen Belangen überzeugen kann. Eigentlich nie ist es wirklich langweilig, ganz im Gegenteil, sind beinahe alle Bereiche fesselnd. Ob es jetzt um "Entfürhrungen" durch "Aliens", oder, in früheren Zeiten, "Dämonen" geht oder um die schlechte wissenschaftliche Bildung der amerikanischen Bevölerkung bzw. der vertrottelten Politiker a la George W. Bush. (Wenigstens musste Sagan IHN nicht mehr erleben, er wäre ansonsten sicher ein scharfer Gegner...)
Überhaupt hat dieses Buch entscheidend dazu beigetragen, dass ich zum Sagan-Fan wurde. Nach den Werken "Blauer Punkt im All", der englischen Originalausgabe von "Cosmos" sowie der Filmversion von "Contact" konnte mich auch dieser inzwischen 4. Sagan-Titel vollends überzeugen.
Sehr nützlich sind auch die vielen Argumente die dieses Buch liefert, um in Diskussionen gegen Pseudowissenschaftler, religiöse Fundis und ähnliches Pack bestehen zu können.
Unbedingt kaufen, gerade auch jene, die von der Wissenschaftt (noch) nicht so viel halten!
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am 11. Dezember 2001
An die Lektür dieses Buches sollte man unvoreingenommen herangehen und ohne eine andere Erwartung außer jener, erfahren zu wollen, was es mit dem merkwürdigen Titel wohl auf sich haben könnte. Sein Ziel, den Leser über die elementaren Prinzipien wissenschaftlicher Herangehensweise aufzuklären, erfüllt Sagan voll und ganz. Und mehr noch: er weckt ein Bewusstsein für die Notwendigkeit kritischen Denkens, und das in jeder Lebenslage. Man kann sagen, es handelt sich um einen Leitfaden, einen "Mutmacher" und eine sehr anregende Lektüre, die sich an ALLE Interessierten wendet und keineswegs nur an diejenigen, die mit der Methodik wissenschaftlichen Arbeitens vertraut sind. Der Erzählstil ist kurzweilig und ganz und gar nicht oberflächlich oder kompliziert. Es lohnt sich herauszufinden, woher der Drache kommt!
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am 9. September 2002
..., daß der euphoristischer Schreibstil jener Leser beweist, wie sehr Carl Sagan's Argumente treffen, wenn nicht gar verletzen. Man beachte den Ton, der in den schlechten Bewertungen meist zu verspüren ist.
Wer sich über die Ausführlichkeit beklagt, der sollte bedenken, daß Sagan bloß auf Vollständigkeit seiner Argumentation wert legt. Das Buch ist nicht primär an den wissenschaftlich gebildeten Leser gerichtet, aber auch diese sollten es lesen, da auch Wissenschaftler oft nicht genug Skepsis an den Tag legen.
Und liebe Unken: Sagan sagt *nicht*, daß UFO's, Gott, usw Humbug seien. Aber er erklärt, daß es für diese "Thesen" kaum Beweise, außer menschliche Überlieferungen gibt, und daß einfachere wissenschaftlichere Erklärungen für diverse Phänomene, wohl glaubhafter sind.
Leider haben einige Rezensenten das wesentlichste nicht verstanden:
"'Die meisten UFO-Sichtungen könnten auch Wetterballons sein'. Tja, is ja recht, aber ohne einen Beweis, den er selbst immer wieder fordert, könnens auch UFOs sein."
Sagan argumentiert hier aber gemäß Ockhams Messer: Was ist wahrscheinlicher: Eine außerirdische Intelligenz überwindete etliche Lichtjahre, nur um für eine Leuchterscheinung am Erdhimmel verantwortlich zu sein, oder einer von vielen Wetterballons reflektierte etwas Sonnenlicht? Wer die physikalischen, statistischen, und biologischen Probleme der ersteren Theorie betrachtet, weiß wie extrem unwahrscheinlich diese ist. Aber der Leser hat recht: Für Erscheinungen, deren Ursache wir nicht mit 100-prozentiger Sicherheit kennen, können wir natürlich auch den heiligen Geist, Luke Skywalker, oder selbst Ronaldo als Erklärung heranziehen. Denn niemand konnte bisher hundertprozentig beweisen, daß Ronaldo kein Außerirdischer ist. Also glauben wir daran.
Sagan's Buch provoziert in uns die Frage, wieviel in unserem persönlichen Weltbild durch bloßes Wunschdenken gebildet wurde.
Und wie schwer die harte Wahrheit zu ertragen sein könnte.
Ich wünschte, ein jeder Mensch hätte dieses Buch anstatt der Bibel oder des Korans im Nachkästchen liegen. Seid mir nicht böse, liebe Gläubige! Aber lest dieses Buch und bitte dreht jeden Satz dreimal um. Wägt die Argumente ab und entscheidet.
Ich bin mir sicher, daß die Menschheit dann etwas Erwachsener werden würde...
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