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4.0 von 5 Sternen Spannend erzählt und meisterhaft recherchiert!
Eine Nachfahrin von Marthe, (die Protagonistin der Hebammenreihe) Änne, wohnt in der Stadt Freiberg, ehemals Christiansdorf genannt, deren Bewohner bis zu dem Zeitpunkt als sie vom König von Nassau bedroht werden, sehr gut und in relativem Wohlstand leben.
Doch König Adolf strebt neben der Entmachtung des Hauses Wettin, auch den Silbervorrat der Stadt...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 von Happy End Bücher - Nicole

versus
39 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blut und Leid
Abgehackte Gliedmaßen, Massenvergewaltigung, körperliche Züchtigung - furios, brutal und schonungslos beginnt das neue Werk von Sabine Ebert. Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - so mag die stille Hoffnung der Einwohner des Städtchens Freiberg sein, die sich hinter ihren Burgmauern verschanzen und hoffen, den plündernden und...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Patricia Twellmann


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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend erzählt und meisterhaft recherchiert!, 5. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Nachfahrin von Marthe, (die Protagonistin der Hebammenreihe) Änne, wohnt in der Stadt Freiberg, ehemals Christiansdorf genannt, deren Bewohner bis zu dem Zeitpunkt als sie vom König von Nassau bedroht werden, sehr gut und in relativem Wohlstand leben.
Doch König Adolf strebt neben der Entmachtung des Hauses Wettin, auch den Silbervorrat der Stadt an, den er sich unbedingt einverleiben möchte.
Die riesige Streitmacht, die er gegen Freiberg aufmarschieren lässt, sorgt für einigen Tumult unter den Freibergern. Die einen wollen gleich kapitulieren, weil sie den König fürchten, die anderen sind dafür Wiederstand zu leisten.

Verwickelt in die historischen Ereignisse wird auch die Gauklerin Sybilla, deren "Kumpane" von König Adolfs Truppen ermordet werden.
Sie selbst überlebt zwar, doch muss entgeht sie dem Schrecken nicht unversehrt- sie wird vergewaltigt!
Es gelingt ihr jedoch zu fliehen und die Freiberger Bürger vor den
heranmarschierenden Truppen zu warnen.

Ulrich von Maltritz, Hauptmann Markus und Änne unterstützen beherzt die Wiederständler, doch ihr Mut zahlt sich nicht aus-
die Stadt wird trotz aller Bemühungen eingenommen und Markgraf Friedrich von Wettin muss fliehen.
Aber noch ist nicht alles verloren- es kommt schließlich doch noch zu einer alles entscheidenden Schlacht...

"Blut und Silber" ist zunächst einmal keine direkte Fortsetzung der
Hebammenreihe. Zwar ist eine der agierenden Romanfiguren in diesem Buch eine Nachfahrin von Marthe, doch behandelt "Blut und Silber" eine für sich abgeschlossene Szenerie.

Sabine Ebert erzählt wieder einmal eine interessantes Episode deutscher Geschichte und man kann sich sehr gut vorstellen, welch intensive Recherche sie betrieben haben muss, denn gerade der historische Hintergrund ist wie gewohnt sehr detailgetreu geschildert, so dass man als Leser fast das Gefühl bekommt,
man wäre mitten im Geschehen dabei.
Die Romanfigur Änne ist allerdings nur eine der Hauptpersonen dieses Romans.
Eine große Rolle in "Blut und Silber" spielen u.a. Ulrich von Maltitz, Sibylla und der Hauptmann Markus.
Zwar ist das Buch in erster Linie ein historischer Roman, doch auch für Liebesromanfans bahnen sich gleich zwei "Romanzen" jenseits der Kitschgrenze an, die für romantische Momente innerhalb der Story sorgen.
Freiberg als Kulisse für einen historischen Roman zu erwählen war sicherlich eine sehr gute Idee, denn die Geschichte dieser Stadt ist sehr interessant und wurde von der Autorin spannend in Szene gesetzt, wobei sie wahre historische Begebenheiten geschickt mit ihren fiktionalen Romanfiguren und deren Abenteuern
verwoben hat.

Zwar war ich im Großen und Ganzen sehr begeistert von dem aktuellen Roman der Autorin, doch leider gab es für mich doch einen kleinen Wermutstropfen. Die weiblichen Akteurinnen wirkten ein wenig blass und zu stereotyp im Gegensatz zu ihren männlichen "Mitstreitern".
Sieht man einmal davon ab, bekommt man, wenn man sich für Sabine Eberts "Blut und Silber" entscheidet, einen kurzweiligen, unterhaltsamen historischen Roman
der ein Stück mittelalterlicher deutscher Geschichte zum Leben erweckt und den Leser fesseln wird. Eine Rezension von Happy End Bücher. (NG)
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59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg - ist nie unblutig, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
Habe schon viele geschichtliche Romane gelesen, mal gute, mal weniger gute.
Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen, die Vorgänger - die berühmten Hebammenromane - kenne ich nicht. Bevor ich dieses Buch las, habe ich verschiedene Rezensionen gelesen. Kann die Meinung von einigen Lesern darüber nicht teilen, dass das Buch zu "blutig" sein soll. Das Leben war früher hart und ein Menschenleben nicht viel wert. Folter gehörte zum Alltag. In diesem Buch wird die Geschichte lebendig und man wird in seinen Bann gezogen. Gewaltige Machtkämpfe, tapfere Ritter, schöne Frauen, Liebe und Tod, alles kommt in diesem Buch vor. Krieg war früher und ist auch heute nicht unblutig und sehr grausam. Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die sich für das Mittelalter interessieren, auch wenn es so dargestellt wird, wie es war - hart und grausam .
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die guten alten Zeiten, die gab es nicht, 8. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
... und Sabine Ebert versucht zum Glück auch nicht, sie heraufzubeschwören. "Blut und Silber" zeigt das Leben, wie es war, nicht romantisiert und idyllisch, sondern hart, blutig und zumeist traurig. Mittelalterlich verträumtes Flair wird man vergeblich suchen, und nach dem Lesen kommt gewiss nicht das Gefühl auf, wie schön es wäre, in eine andere Epoche zu reisen. Und das ist gut so. Es gibt genug Romane, die vor allem dem weiblichen Leser schöne Träume verschaffen, anstatt zu zeigen, was vor allem die einfachen Menschen damals alles aushalten mussten. Sogar mich, die ich sonst nicht zart besaitet bin, hat es oftmals erschüttert, wie wenig Rechte damals galten und wie willkürlich gefoltert, geschändet und abgeschlachtet werden durfte. Und Ebert benutzt diese Momente nicht, um den Unerhaltungswert zu steigern, sondern um den Leser gefühlsmäßig aufzurütteln und Mitgefühl in ihm zu wecken.
Dabei kann man jedoch nicht sagen, der Roman wäre nicht spannend, im Gegenteil. Ebert versteht es so meisterhaft, mit schlichten Mitteln lebendige Szenerien zum Leben zu erwecken, dass man fast meint, den Schnee im eigenen Gesicht, die Turmmauern unter den eigenen Füßen dröhnen und die Erde vom Donnern der Hufe beben zu spüren. Die lebensechten Charaktere wachsen einem so eng ans Herz, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil man einfach wissen muss, was ihnen das Schicksal bringt. Zugegeben, manchmal geht es eng an der Grenze zum Klischee vorbei. Die eine oder andere Rettungsmission oder strategische Finte ist dann doch ein wenig unglaubwürdig, und manchmal sind die Helden ein wenig zu unverwundbar. Aber wie gesagt, das liegt an der Grenze und lässt sich im Rahmen der Unterhaltsamkeit verschmerzen.
Das einzige, was mich persönlich etwas störte, ist, das es keine echte Hauptperson gibt. Zuerst steht Ulrich von Maltitz im Mittelpunkt, der das Kommando über die Verteidigung Freibergs hat, dann rückt der junge Hauptmann Markus stärker in den Vordergrund. Die beiden Frauen an ihrer Seite, Sybilla und Änne, sind eher Nebenfiguren - was mich persönlich nicht angefochten hat, weil ich gerne über Männer lese, die nun einmal in Krieg und Freiheitskampf die Hauptakteure waren. Lästig fand ich jedoch, dass sowohl Ulrich als auch Markus im letzten Drittel ihre Hauptrollen an Friedrich, den Markgraf von Meißen, abgeben mussten, zu dem ich einfach keine Beziehung aufbauen konnte, weil er meiner Meinung nach eine zu unharmonische Mischung aus historischer Autenzität und Fiktion darstellt. Das ist jedoch natürlich reine Geschmackssache und stellt keinen Qualitätsverlust dar, denn Ebert verwebt die Charaktere gekonnt zum Ganzen einer großartigen, fesselnden, ergreifenden Geschichte, deren Bann man sich kaum entziehen kann.
Umso traurigere ist es dann, dass nur eine der beiden Liebesgeschichten ein glückliches Ende findet, obwohl dadurch natürlich noch besser deutlich wird, wie wenig Glück den Menschen damals beschieden war. Die Romanzen spielen ohnedies eine eher untergeordnete Rolle, was natürlich gut ist, weil so gewährleistet ist, dass die Geschichte sich aus kitschigen Gewässern heraushält. Auch das Sexualtreiben, das in der Hebammentrilogie nicht zu kurz kam, ist hier sehr sparsam. Ganz ehrlich gestanden, hätte der Roman von mir aus in dieser Hinsicht jedoch ruhig etwas "schlechter" sein können. Ein wenig Dahinschmelzen dürfte bei so viel Leid und Elend ruhig erlaubt sein. Dann hätte der Roman jedoch von mir auch wahrscheinlich nur vier Sterne bekommen, denn den fünften gibt es hier ganz eindeutig für die ungezuckerte Wirklichkeitstreue! Fest steht, dass Sabine Ebert nicht nur eine großartige Erzählerin ist, sondern auch begriffen hat, wie die Welt einst aussah und was in den (teils nicht vorhandenen) Seelen der Menschen vorging.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grausames Mittelalter., 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
Blut und Silber sind die Kernpunkte dieser Geschichte von Änne, einer Heilerin und Nachfahrin der "Hebamme" aus der bisher erschienen Triologie von Sabine Ebert. Ich finde das Buch gelungen und es überrascht mich immer wieder, wie einfallsreich Sabine Ebert einzelene Wendungen herbeiführt, die sich nicht unbedingt vorhersehen lassen. Ich habe bereits die oben erwähnte Triologie gelesen und dieses Buch ist auf ähnliche Art und Weise geschrieben und erzählt eine Geschichte mit historischem Hintergrund um Freiberg. Ich bewundere die sicherlich aufwendige Rechereche von Sabine Ebert zu diesem Buch und möchte nicht leichtfertig Urteilen, dass dieses Buch vor allem von Grausamkeiten, Intriegen und Schlachten berichtet. Wahrscheinlich lässt sich eine Zeit, die längst vergangen ist, in Ihrer damaligen Realität nicht anders beschreiben. Ohne zu viel von diesem Werk zu verraten, finde ich es denoch ein wenig Schade, dass die Geschichte viele Parallelen im Handlungsverlauf zur Triologie aufweist: Ein armes von Leid gezeichnetes Mädchen mit heilenden Kräften verliebt sich in einen starken Ritter. Ein wenig vernachlässigt wurde auch die Verbindung zur "Hebamme". Auch die Charackterzüge von stolzen Rittern, Herrschern und anderen Personen, die in diesem Buch beschrieben sind, sind ein wenig zu glatt. Ein Held, der für seinen Lehnsherrn sterben würde, eine Heldin, die sich ausschließlich für das Leid der anderen einsetzt und sich dabei martert, . . . hier gibt es noch ein wenig Spielraum, um die Characktere etwas mehr von der Triologie "Die Hebamme" abzuheben. Lesen sollte man dieses Buch dennoch, um sich eine eigene Meinung zu bilden. An Ideenreichtum hat es Sabine Ebert in diesem Werk jedenfalls nicht gefehlt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend bis zum Schluss, 13. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Taschenbuch)
Auch dieser Band wie die vorhergehenden 4 Bände der "Hebammen"-Bücher spannend von Anfang bis Ende, man kann fast gar nicht mehr aufhören zu lesen. Allerdings ist der Zeitsprung anfangs etwas schwerer nachzuvollziehen bezüglich der handelnden Personen, wer gehört wohin usw., aber dafür kann man dann im vorhergehenden Band "Der Fluch der Hebamme" wieder etwas nachlesen, um die Verbindung dazu zu bekommen.
Alle Bände der Reihe sind insbesondere vom historischen Wert her einmalig und stellen die Lebensweise dieser Zeit sehr gut dar.
Hoffentlich bringt Sabine Ebert noch einen weiteren Band dazu heraus.
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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habs gelesen, 13. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Gegensatz zu meinen beiden Vorrezensenten :) habe ich das Buch bereits ganz gelesen.
Ich kenne die Hebammenromane nicht inhaltlich, obwohl sie bei meiner Frau im Regal stehen, von daher bin ich frei von jeglichen Fortsetzungserwartungen.
Als ich das erste Kapitel gelesen hatte, musste ich innerlich verschnaufen da mich die durchgehend angespannte (Hi)story doch recht mitgezogen hat. Das Zweite Kapitel ordnet, wie ich finde die Gesamtlage wieder ein wenig und man hat genügend Zeit sich selbst gewisse Überlegungen zu den weiteren Möglichkeiten im Verlauf zu erlauben. Das dritte Kapitel beinhaltet dann die überraschenden Wendungen und man ist froh sich geschichtlich weitergebildet zu haben. Vielen Dank Frau Ebert.
Lesen macht Spass.
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39 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blut und Leid, 28. Dezember 2009
Von 
Patricia Twellmann "literatopia" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Gebundene Ausgabe)
Abgehackte Gliedmaßen, Massenvergewaltigung, körperliche Züchtigung - furios, brutal und schonungslos beginnt das neue Werk von Sabine Ebert. Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - so mag die stille Hoffnung der Einwohner des Städtchens Freiberg sein, die sich hinter ihren Burgmauern verschanzen und hoffen, den plündernden und folternden Truppen des Königs zu entgehen. Es ist eine grausame Zeit, Menschenleben zählen wenig und Grausamkeiten sind an der Tagesordnung. Erbarmungslos zieht die Autorin die Leser in ihren Bann und zu den Bewohnern von Freiberg, man kann förmlich das Blut riechen und die Schreie der Gequälten hören.

Leid, Blut und Tränen gibt es reichlich, man hat den Eindruck, das Buch handelt von nichts anderem. Ausführlich wird die Belagerung der Burg und die Konsequenzen, die durch den ununterbrochenen Beschuss folgen, geschildert. Durch den durchweg sehr detaillierten und packenden Schreibstils von Sabine Ebert ist man mitten im Geschehen, kaum hat man sich mit einer Person angefreundet, wird sie allerdings enthauptet, erdolcht oder vergewaltigt. Die Leiden sind vielfältig, der physischen Qual folgt alsbald auch die psychische Folter, die Überlebenden werden gezwungen, unnötigen Folterungen zuzusehen. Leid, Leid und nochmals Leid, Sabine Ebert schont den Leser nicht und schildert ausgiebig Krieg, Überfälle und Folterungen, auch vor Hungersnot und Psychoterror macht sie nicht halt. Passiert zwischendurch mal etwas Erfreuliches oder Positives, so wird es direkt mit vielfachem Leid abgegolten.

Hauptsächlich aus der Sicht von Ulrich von Maltitz, Kommandant der Burg und Ritter des entmachteten Markgrafen Friedrich von Wettin, Friedrich selbst und Markus, Hauptmann der Truppen wird die Geschichte erzählt. Die beiden Frauen, Sybilla und Änne, sind leider nur Nebencharaktere und werden kaum erwähnt. Änne, als Nachfahrin von Christian und Marthe eigentlich als Hauptperson angepriesen, ist ein verschrecktes und verschüchtertes Geschöpf, die zwar wenig sagt, aber Mut beweist und durchaus zupacken kann. Leider bleibt sie das ganze Buch über ziemlich blass, wenn sie mal Erwähnung findet, ist sie verstört und eingeschüchtert.

Sabine Ebert erzählt ein Stück deutscher Geschichte, aber warum sie das so blutig schildert, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Natürlich war das Leben damals nicht leicht, aber muss man jede Grausamkeit explizit darlegen? Langatmige Schilderungen von taktischer Kriegsführung, Gebietskämpfen und aktueller politischer Lage und politischen Intrigen blähen das Buch nur unnötig auf und man fragt sich insgeheim, wie es mit der Hebammentrilogie in Zusammenhang steht. Eigentlich gar nicht, abgesehen von Änne und dass die Stadt Freiberg der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Heftigst umkämpft taucht sie immer wieder auf, die Geschichte beginnt und endet hier. Spannung ist leider so gut wir gar nicht vorhanden, alle Charaktere bleiben blass und leblos und auch die Handlung kann nicht wirklich fesseln.

Zusätzlich muss man sich nach einiger Zeit wirklich zwingen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Man hat Angst vor den kommenden Seiten, welche liebgewordene Person denn nun wieder sterben wird. Das Lesen bereitet keinen Genuß - im Gegenteil, es deprimiert nur, es gibt einfach zuviele Tote und ausführliche Schilderungen von Gräueltaten. Innerlich leidet man mit, aber man muss schon ziemlich stark sein und an deutscher Geschichte interessiert, um das über 700 Seiten ertragen zu können. Historisch auf jeden Fall gut recherchiert, als interessante und spannende Geschichte allerdings nicht gut genug umgesetzt.

Zumindest ein Paar schafft es bis zum Schluß zu überleben, ein geringer Preis für das ganze emotionale Leid, durch das man sich solange durchgequält hat. Abzusehen war es allerdings nicht, man traut der Autorin durchaus zu, ihrem emotional stark belastenden Schreibstil am Ende einen richtigen Höhepunkt zu geben. Zum Glück ist das Ende nicht ganz so blutig und brutal wie der Anfang, das wäre dann auch zuviel gewesen.

Das Cover ist sehr stimmig gehalten, es schimmert in Gold- und Bronzetönen. Silber wäre - passend zum Buchtitel - aber noch viel stimmiger gewesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gut recherchiert und durchaus empfehlenswert, 30. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Kindle Edition)
Das Buch ist ebenso sorgfältig recherchiert wie die Hebammen Saga, aber nicht ganz so spannend und flüssig zu lesen. Die Geschichte der Nachfahren der Hebamme Marthe kommt eindeutig zu kurz. Eigentlich gibt es nur kurze Hinweise auf die Vorfahren. Schade und daher habe ich einen Stern abgezogen.
Davon abgesehen gelingt es Frau Ebert abermals die damalige Zeit "fühlbar" zu beschreiben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Nachtrag zur Hebammensaga, 26. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Taschenbuch)
Blut und Silber ist ein Roman, welchen man am liebsten in einem Zug weglesen möchte! Genau wie in den Büchern der Hebammensaga versteht es Sabine Ebert, den Leser persönlich am Geschehen teilhaben zu lassen. Ich finde auch dieses Buch fantastisch und würde mir eine Fortsetzung wünschen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Einblick in das Deutschland des ausgehenden 13. Jhds., 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gelesen, nachdem ich die komplette Hebammen-Reihe geradezu verschlungen hatte und wurde auch hier nicht enttäuscht. Wieder spielt Freiberg eine wichtige Rolle. Es entsteht ein lebendiges Bild des Lebens im Deutschland des ausgehenden 13. Jhds. Die Geschichte beginnt ca. 100 Jahre nach dem Ende der Hebammen-Reihe. Änne ist eine Nachfahrin von Marthe und Christian. Der Spannungsbogen ist hoch, alles ist wieder gut recherchiert, und die Genealogie-Tafeln aus dem 5. Bd. der Hebammen-Reihe helfen wirklich sehr gut weiter. Es gibt in der Handlung immer wieder Spannungssteigerungen ins beinah Unermessliche, und ich konnte das Buch dann einfach nicht aus der Hand legen. Die Figuren sind gut gezeichnet, und man ist dank ihrer immer mitten im Geschehen, das sich an den historisch belegten Ereignissen orientiert.
Schade finde ich allerdings, dass nicht gesagt wird, was denn mit Ännes Eltern geschah, wer sie waren und warum sie ausgerechnet der fiese Apotheker als Mündel aufnimmt. Hat sie keine Verwandten, Geschwister? Offensichtlich nicht. Da ja gesagt wird, dass sie eine Nachfahrin Marthes sei, wäre es ganz schön gewesen, wenn kurz beleuchtet worden wäre, was denn mit Marthes Nachfahren so geschah und wie es kommen konnte, dass Änne unter so üblen Umständen leben muss zum Beginn des Buches.
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Blut und Silber: Roman
Blut und Silber: Roman von Sabine Ebert (Gebundene Ausgabe - 2. November 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,42
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