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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer Krimi
ich versuche mich etwas kürzer als meine Vorredner zu fassen.

Da ich nun schon mehrere Alpenkrimis gelesen habe, anfangs mit herzhaften Lachern, später dann schon mit leichten Kopfschüttlern, bin ich nun endlich fündig geworden.

Ein Krimi der den Namen Krimi auch verdient. Bei dem Gros der vorher genannten Krimis, kommt es sehr...
Veröffentlicht am 12. November 2012 von Joachim Hertle

versus
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen irgendwo hier ist Potential
Nachdem ich das Buch jetzt durch habe, wobei sich doch am Ende eine deutliche "Ich hab's hinter mir" Erleichterung einstellte, stand ich vor der Wahl, 2 oder 3 Sterne. "Gefällt mir nicht" oder "Nicht schlecht"? Es wurden dann doch knappe drei Sterne.
Die Prämisse des Romans war vielversprechend: durch Zufall entdeckter skuriler Mord führt zu neuen...
Veröffentlicht am 15. November 2011 von gdf


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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer Krimi, 12. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
ich versuche mich etwas kürzer als meine Vorredner zu fassen.

Da ich nun schon mehrere Alpenkrimis gelesen habe, anfangs mit herzhaften Lachern, später dann schon mit leichten Kopfschüttlern, bin ich nun endlich fündig geworden.

Ein Krimi der den Namen Krimi auch verdient. Bei dem Gros der vorher genannten Krimis, kommt es sehr oft vor, dass die Figuren bzw. die Täter frei erfunden sind und nicht wirkliche in der realen Welt vorkommen würden.

Dieser Krimi hingegen ist mitten aus dem Leben, voller Intrigen, spannend, packend und das allerbeste - das ganze bis zum Schluss.

ein absolutes Muss für jeden Krimifan und v.a. für die Liebhaber der Alpenkrimis, die sich etwas mehr Realität wünschen.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weihnachten im Kreis der Familie, 19. Oktober 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das ist doch ein trefflicher Ausgangspunkt für einen Krimi, denn wohl kaum je wird so oft an Mord gedacht, wie in der obengenannten Situation. So beginnt denn auch Andreas Föhrs dritter Krimi um den sympathischen Kommissar Wallner aus dem oberbayerischen Miesbach und seinen zwielichtigen Kollegen Leo Kreuthner mit einem Leichenfund im Hause der Schauspielerfamilie Millruth. Wie schon in seinem Roman Schafkopf verschachtelt Föhr auch in "Karwoche" verschiedene Zeitebenen miteinander, und so sind wir im nächsten Kapitel - genaugenommen dem ersten nach dem Prolog - denn auch einige Monate nach vorn in der Zeit gereist, und erleben, wie Kreuthner sich am Gründonnerstag zu einem illegalen Autorennen mit seinem Kumpel Raubert hinreißen läßt. Da er dabei um ein Haar in ein entgegenkommendes Auto gebrettert wäre und in diesem Auto zufälligerweise sein Vorgesetzter Wallner sitzt und dieser durch den Vorfall - wie Föhr mit Understatement sagt - "neugierig" geworden ist, läßt er das Rennen so aussehen, als habe er Raubert verfolgt, weil dieser sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte. So stößt er beim Durchsuchen des Wagens unversehens auf die Leiche einer Frau namens Hannah Lohwerk, deren Schicksal mit dem der Familie Millruth, wie sich herausstellt, verknüpft ist. Wallner, der eigentlich mit seiner Lebensgefährtin in den Urlaub fahren wollte, beschließt kurzerhand, den Ermittlungen als passiver Beobachter beizuwohnen, und nimmt sich außerdem nochmals des längst abgeschlossenen Millruth-Weihnachtsmordes an. Dabei erhält er ungebetene Unterstützung durch Kreuthner, der allen Grund hat, sich bei seinem Chef ein bißchen anzubiedern.

Wieder einmal liest sich Föhrs Miesbach-Krimi mit seiner Mischung aus der Spannung eines Whodunnit und seinem typischen skurrilen Witz quasi von selbst, und es scheint sich auch eine Entwicklung der wiederkehrenden Figuren anzubahnen. Während Wallner, beeinflußt von teils traurigen, teils komischen Entwicklungen in seinem Privatleben - für letztere ist vor allem wieder sein Großvater Manfred verantwortlich -, einen Lernprozeß hinsichtlich seines Dranges, andere Menschen zu kontrollieren, durchmacht, wird Kreuthner mehr und mehr zu einem zwielichtigen Charakter, dessen Eigenmächtigkeiten manchmal allerdings auch komisch sind - man denke nur an den gefälschten Durchsuchungsbeschluß und seinen Versuch, sich aus der Sache herauszuwieseln. Allerdings erhalten wir nun auch ein wenig Einblick in die Familiengeschichte des chaotischen Polizisten.

Föhrs Fokus liegt in diesem Krimi jedoch vor allem auf der Heuchelei und dem Selbstbetrug einer um ihre Außenwirkung bemühten Schauspielerfamilie, in der eigentlich jeder irgendein schmieriges Geheimnis hat. Dabei mögen einige der Charaktere durchaus etwas zweidimensional erscheinen, und es wird deutlich, daß ihr literarischer Schöpfer ihnen nicht den Hauch eines positiven Gefühls entgegenbringt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Figuren, mit denen der Leser mitfühlen und mitfiebern kann.

Insgesamt würde ich sagen, daß Föhr auch im dritten Band seiner Miesbach-Reihe seine Munition noch keineswegs verschossen hat und ihm erneut eine spannend-amüsante Kriminalgeschichte mit einem Hauch Lokalkolorit gelungen ist. Ich habe mich beim Lesen jedenfalls herzhaft gekurzweilt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch als Hörbuch ein Vergnügen!, 7. November 2012
Von 
Rum_Trauben_Nuss - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
"Karwoche" als Hörbuch-Ausgabe war mein zweiter Andreas Föhr-Krimi. Ich war gespannt und auch ein wenig skeptisch, ob das ansprechende Niveau aus "Schafkopf" erneut erreicht werden konnte. Bisher hat Andreas Föhr bekanntlich 4 Titel mit den Ermittlern Wallner und Kreutner veröffentlicht (Der Prinzessinnenmörder - Schafkopf - Karwoche - Schwarze Piste). Die Fälle sind eigenständig und für sich abgeschlossen, man muss die jeweils vorherigen Titel nicht kennen. Hat man aber die Wahl, empfiehlt sich natürlich, die Reihenfolge einzuhalten, da es auch einige (wenige) fallübergreifende Entwicklungen im Privatleben der Ermittler gibt.

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ein Kriminalfall im Umfeld einer Schauspielerfamilie wirklich das ist, was ich mir als naheliegendes Thema für einen bayerischen Regional-Krimi vorstelle, da gäbe es ja bodenständigere Milieu-Alternativen. Doch für den weiteren Verlauf der Handlung ist dieser Umstand erfreulicherweise kaum von Bedeutung, die Familie, in der der Mord passiert, und die Beziehungen der Familienmitglieder stehen im Mittelpunkt, nicht die Schauspielerei.

Der Autor arbeitet, wie auch schon in "Schafkopf", mit Rückblenden in die Vergangenheit. Zunächst fand ich das ein wenig verwirrend. Nach relativ kurzer Zeit ergeben sich aber schon die ersten Verknüpfungen und Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Erzählebenen und man kann der Handlung dann mühelos folgen.

Was die Reizfigur des Polizeiobermeisters Kreutner angeht, sollte man dem Autor die Freiheit zugestehen, mit ihm einen gezielten Kontrastpunkt zum Sympathieträger Wallner zu setzen. Dass Kreutner (wie auch viele andere Ermittler in TV und Literatur) weder als ideales Vorbild für den Polizeidienst taugt noch viel mit der Realität zu tun hat, ist ja offensichtlich - unterhaltsam finde ich ihn dennoch bzw. gerade deswegen.

Andreas Föhr liefert mit "Karwoche" einen originellen, absolut hörenswerten Krimi mit einer bis zur Auflösung spannenden Story ab, der von Sprecher Michael Schwarzmaier wiederum furios in Szene gesetzt wird. Wie differenziert er die einzelnen Charaktere spricht und diese bildlich zum Leben erweckt, ist wirklich höchst unterhaltsam und auch für Nicht-Bayern ohne Probleme verständlich. Ein echter Mehrwert gegenüber dem reinen Lesevergnügen! (Anmerkung: Einzige Ausnahme bildet nur die Erlanger Psychotherapeutin, deren fränkischer Dialekt wirkt gezwungen und wenig authentisch).

Die Hörbuch-Ausgabe beinhaltet insgesamt 6 CDs mit einer Gesamtspieldauer von gut 7 Stunden. Es handelt sich dabei zwar um eine "gekürzte Lesung", jedoch hatte ich nicht den Eindruck, dass hier an irgendeiner Stelle zu sehr gestrafft worden wäre oder irgendwelche zum Verständnis notwendigen Details weggelassen worden wären. Der Fortgang der Handlung ist jedenfalls in sich schlüssig und klar verständlich.

Lokalkolorit und durchaus anspruchsvolle, unterhaltsame Krimiunterhaltung schließen sich nicht aus. Andreas Föhr hat mich auch mit "Karwoche" wieder überzeugt, so dass ich mich schon in Kürze auf die "Schwarze Piste" begeben werde ...

Fazit -> klare Kaufempfehlung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Wallners und Kreuthners neuester Fall weiß zu gefallen, 17. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als Fan von Wallner und Kreuthner habe ich mich sehr über den neuen Krimi gefreut. Und er hat mir auch wieder ausgesprochen gut gefallen.
Der Fall beginnt mit einer relativ skurrilen Situation, wie man es von den beiden ja bereits kennt. Doch sehr bald tun sich immer neue Verbindungen und Zusammenhänge auf, die teilweise zurück in die Vergangenheit führen.
Diese Kapitel in der Vergangenheit sind schon deshalb interessant, da sie vorwiegend an Weihnachten spielen, während die Handlung in der Gegenwart um Ostern herum spielt. Aber aus diesen Kapiteln bezieht die Geschichte auch den Großteil ihrer Spannung. Denn durch diese Blicke ins Früher ist man Wallner und Kreuthner oft einen oder auch mal ein paar Schritte weit voraus und kann so prima selber seine Vermutungen anstellen und Zusammenhänge suchen. Aber keine Sorge, die Auflösung des Falles bleibt bis zum Ende hin spannend, trotz dieser Wechsel in der Zeit und eventueller Erkenntnisse.
Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Familie, zu der Wallners und Kreuthners Ermittlungen über kurz oder lang immer wieder führen. Sie wirkt in sich sehr geschlossen, geradezu ablehnend anderen Menschen und deren Lebensweise gegenüber. Das ist einerseits faszinierend, dem hängt aber auch immer etwas Bedrohliches an. So manche Szene mit diesen Personen hat mir eine Gänsehaut bereitet. So müssen Krimis wirken.
Doch bei aller Spannung und bei allem Schaudern, natürlich gibt es auch bei "Karwoche" einiges zum Schmunzeln, wenn nicht gar zum Lachen. Ich jedenfalls habe mich über Kreuthners unorthodoxe Methoden und sein loses Mundwerk ebenso amüsiert wie über Wallners Großvater Manfred. Die beiden sorgen erneut für Heiterkeit.

Man sollte seine Gedanken beim Lesen schon zusammenhalten. Erstens wegen der Sprünge in der Zeit. Zweitens aber auch, weil besagte Familie aus einer größeren Anzahl an Personen besteht, bei denen man dringend den Überblick haben sollte. Ansonsten kann man da leicht ins Schleudern kommen und steigt irgendwann nicht mehr durch. Davon abgesehen liest sich "Karwoche" ganz flüssig und unterhaltsam. Mit Kreuthners Dialekt muss man aber schon klarkommen. Ich habe mir das Buch bewusst eingeteilt und so insgesamt nicht ganz eine Woche dafür gebraucht.

Das Covermotiv fällt wieder recht religiös aus, wie man es von den vorigen Büchern kennt. Ein Kreuz ist auf dem Cover jeden Bandes anzutreffen. Das lässt auf eine gewisse Zusammengehörigkeit, auf sowas wie Serien-Charakter schließen, passt aber auch gut zum Schauplatz der Wallner-und-Kreuthner-Krimis. Im Allgäu ist der Glaube sicher wichtiger als in manch anderer Region.

Fazit: Mir hat "Karwoche" wieder sehr gut gefallen. Ein spannender und clever konstruierter Fall für die beiden gegensätzlichen, aber sympathischen Ermittler. Gewürzt mit der vertrauten Prise Humor ein echtes Krimi-Vergnügen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Provinzkrimi deluxe - nicht nur für Einheimische!, 29. Dezember 2011
Von 
_tintin_ - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
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Um ehrlich zu sein, bin ich nicht die begnadetste Rezensionsschreiberin, was Provinzkrimis angeht. Mit "Hilfreich-Quoten" zwischen 14% und 20% tummle ich mich in der Regel am unteren Ende der Rezensionslisten. Das hält mich aber nicht davon ab, erneut mein Glück zu versuchen. Selbst wenn ich wieder nur Negativklicks ernte, meine Vorliebe für Provinzkrimis und meine ganz persönliche Meinung zu den einzelnen Werken wird sich nicht ändern.

So, genug der Vorrede. Schließlich geht es hier um "Karwoche", Andreas Föhrs neuesten Kriminalroman. Schauplatz ist mal wieder die Gegend rund um den Schliersee, Idylle pur also! Und trotzdem geschehen hier ganz seltsame Dinge. Zum einen ist da Leni Millruth, Tochter einer Schauspielerfamilie, die am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags tot im ehemaligen Stall aufgefunden wird. "Sie lag auf dem Boden, umgeben von alten Möbeln, die auf ihre Renovierung warteten. Die Körpermitte war zerfetzt. Ein Gemenge aus Pulloverwolle, Blut und inneren Organen." (S. 7/8). Zum anderen wird bei einer Straßenkontrolle an Gründonnerstag die Leiche von Hanna Lohwerk im Laderaum von Kilian Rauberts Lkw entdeckt. "Sie sah aus wie ein riesiges Insekt. Eine Gottesanbeterin in menschlicher Größe." (S. 28).

Welchen grausamen Zusammenhang es zwischen der Familie Millruth und Hanna Lohwerk gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Jedes Detail, das ich hier verraten würde, würde der Geschichte einen Teil ihrer Spannung rauben, und das möchte ich nicht. Andreas Föhr ist es gelungen, bereits auf den ersten Seiten eine Spannung aufzubauen, die es dem Leser schwer macht, das Buch wieder aus der Hand zu legen - insbesondere dann, wenn man gerade im Oberland verweilt oder dort seine Wurzeln hat. Als "Zuagroaste" kann ich nur sagen, dass mich Andreas Föhrs Krimis, allen voran sein Erstlingswerk "Der Prinzessinnenmörder", zum Erkunden der Region animiert haben.

Kommissar Wallner ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen, ebenso sein schrulliger Vater Manfred - einfach herrlich! Selbst für Kreuthner, seines Zeichens Polizeiobermeister, kann ich mich erwärmen. Auch wenn er mehr Schlitzohr denn ordentlicher Polizist ist.

Alles in allem empfehle ich "Karwoche" gerne weiter. Wer bereits einen der Vorgängerromane kennen und lieben gelernt hat, wird bestimmt nicht enttäuscht. In gewohnter Manier reichen sich auch hier Herzlichkeit, Lokalkolorit und Spannung die Hand. Klasse! Ich kann es kaum erwarten, bis Andreas Föhrs neuer Roman in den Regalen steht (oder bei Amazon verfügbar ist). Aber das wird wohl noch eine Weile dauern...

Einziger, winzig kleiner Kritikpunkt ist in meinen Augen der Epilog. Wer (wie ich) gelegentlich gedankenverloren im Buch blättert, wird die Überschrift nicht übersehen - und viel zu früh wissen, wer der Täter ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer diese Feiertage ..., 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Hinter einem düsteren Cover verbirgt sich ein launiger Lokalkrimi aus Oberbayern - Wallners dritter Fall.

Und schon wieder ist es Kommissar Wallners Spezi Kreuthner, der die grausige Entdeckung einer Leiche macht, in diesem Fall fast notgedrungen. Bei einer notdürftig durchgeführten Straßenkontrolle (um das Wettrennen, das er sich mit dem kontrollierten Fahrzeug geliefert hat, zu vertuschen), findet er - im Beisein des sich eigentlich auf dem Weg in den Urlaub befindenden Kommissar Wallner und dessen Freundin Vera - eine Frauenleiche.

Damit nimmt das Unheil kurz vor Ostern seinen Lauf, denn Wallner kann nun natürlich auf gar keinen Fall mehr in Urlaub fahren. Zum einen ist er ja Zeuge eines Mordes, und - obwohl im Urlaub - kann die Soko ja nicht auf ihn verzichten. Soviel Selbstlosigkeit muss schon sein.

Wallner hat wieder einmal zu kämpfen mit seinem Opa, der unerlaubterweise einfach die Reise zu seinem Bruder absagt und sich dafür bei der Tafel aufhält. Wallner ist eigentlich eine ernsthafte Figur in diesem Krimi, für den meisten Humor, der zwar durchaus offen zutage tritt, und manchmal auch ein bisschen derb, aber nicht geschmacklos daherkommt, sorgt der Dritte im Bunde, nämlich Wallners Kollege Mike - und nicht zuletzt natürlich der Kreuthner selbst.

Also irgendwie erinnert mich dieses Team an die Münchener "Tatort"-Kommissare, die ebenfalls oft sehr ernsthafte Themen mit teils wirklich trockenem Humor und Mundartlichkeit vermischen. Das ist auch hier der Fall. Denn neben dem eingangs erwähnten Mord an einer jungen Frau, die aufgrund eines Unfalls eine sehr stark entstellende Gesichtsverletzung davongetragen hat, gibt es auch noch Ermittlungen auf dem Anwesen der Schauspieler-Familie Millruth, deren Tochter Leni an Weihnachten gewaltsam zu Tode gekommen ist. Dabei findet der Autor immer eine gute Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor.

Insgesamt auch spannend und mit überraschenden Wendungen geschrieben, locker, eben humorig, aber nicht aufgesetzt lustig, macht dieser Krimi einfach Spaß (und hat im Übrigen wenig gemein mit der mittlerweile eingestellten Krimireihe mit einem deutschen Komiker, zu der Andreas Föhr u. a. die Drehbücher geschrieben hat und die mir gelegentlich etwas zu albern war). Auch wenn die Erzählperspektive manchmal nicht ganz sauber ausgearbeitet ist: Lesenswert, auch für Nichtbayern!

Dies ist der mittlerweile dritte Band um den immer leicht frierenden Kommissar Clemens Wallner, und auch, wenn sich dieser Krimi durchaus gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt, für Interessierte zum Schluss noch eine Auflistung aller bisherigen Bände:

Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman
Schafkopf: Kriminalroman
Karwoche: Kriminalroman
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord an Ostern!, 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Taschenbuch)
Autorennen am Achenpass: Mit 150 km/h rauschen Polizei­obermeister Kreuthner und sein Spezl Kilian Raubert den Pass Richtung Tegernsee hinab. Bei einem halsbrecherischen Überholmanöver fegt Kreuthner fast ein entgegenkommendes Auto von der Straße – am Steuer ausgerechnet sein Chef, Kommissar Wallner. Kreuthner versucht, die Wettfahrt als dienstliche Aktion zu tarnen, und führt spontan eine Straßenkontrolle durch. Dabei bietet sich den Polizisten ein schockierendes Bild: Im Laderaum von Rauberts Lkw kniet eine Frauenleiche mit grässlicher Fratze...

Kontrollfreak Kommissar Wallner, der nicht ganz recht schaffende Polizeiobermeister Kreuthner und der Berliner Kommissar Mike ermitteln in dieser misteriösen Sache, dabei bewegt sich der kauzige Kreuthner nicht immer auf der legalen Seite mit seinem depperten Gehilfen Schartauer. Gemeinsam versuchen sie, jeder auf seine ganz eigene Weise dem Mörder auf seiner blutigen Reise auf die Spur zu kommen.

Dies war mein erster bayrischer Krimi überhaupt und ich muss sagen dieses Genre ist auf seine eigene Weise Spitze. Gerade die Mischung aus Ermittlungen, Spannung und Humor mit bayrischem Lokalkolorit macht diesen Shmöker zu einem echten Pageturner und man möchte zum einen wissen wer der Mörder ist und auf welche haarsträubende Weise Kreuthner und Wallner des Rätsel's Lösung lüften.
Bis zum Ende weiß man nie genau wer der Mörder ist trotz Spekulationen, und am Ende ist man doch ziemlich überrascht über die Auflösung.
Der Autor hat eine unglaublich gute Erzählweise und aufgrund der Perspektivwechsel steigt man noch tiefer in die Geschichte ein.
Ich werde definitiv mehr von diesem Autor und aus diesem Genre lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schliersee und seine Spezi, 24. August 2012
Von 
Schwan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Dies war der erste Krimi des Autors aber nicht mein letzter. Der Schauplatz ist Schliersse, Hausham, Miesbach und ein wenig Spitzingsee.
Zum Inhalt ist schon alles von den Vorbeurteilern gesagt, deshalb nur soviel:
Alles beginnt mit einer toten erwachsenen Tochter am Weihnachtsmorgen. Die Familie der toten Tochter besteht aus Mutter, Vater, dem Bruder des Vaters, zwei Söhnen, der eine davon mit immer wechselnden Freundinnen. Die Mutter, eine Schauspielerin, 58 Jahre, liebt es, die Familie als perfekt und harmonisch darzustellen. Es ist schon fast zwanghaft, wie die Mutter jedes Jahr an Weihnachten mit der Familie die immer gleich bleibenden Rituale praktizieren will. Die Familie hält still, noch, aber es brodelt unter der Oberfläche.
Die Polizei kommt ins Spiel, als man in einem LKW eine Frauenleiche findet, und dies in der Karwoche. Es scheint der Mord der Tochter von Weihnachten geklärt zu sein, doch nun, nach dem Finden der zweiten Frauenleiche verdröseln sich die beiden Stränge, der Mord an der Tochter an Weihnachten und der Mord an der anderen Frau in der Osterwoche.

Mir gefällt sehr gut, wie der Autor die bayerische Sprache mit ihren derb komischen Sprüchen eingebettet hat in die Dialoge. Nicht zuviel, aber doch genug, um die Schlierseer Spezi so richtig bildlich vor Augen zu haben. Besonders gelungen ist ihm der Lokalkolorit, der besonders in jenen "speziellen" Geschäften zum Ausdruck kommt: "Ich weiss was von dir, du hilfst mir jetzt, sonst sag ichs weiter." Und da ist es egal, ob es sich dabei um einen Polizisten, einen Beamten der Kripo oder sonst wen handelt.
Trotz Spannunsgaufbau und gut konstruiertem Krimi kann man nebenbei richtig gut über die oberbayerische Lebensart schmunzeln. Man muss aber die Oberbayern mögen, um an so einem Krimi Gefallen zu finden. Mag sein, einem Nordlicht ist das zuviel an Lokalkolorit und Dialekt. Da ich die Gegend dort sehr gut kenne und auch genug Bekannte dort habe, habe ich mich richtig heimisch beim Lesen gefühlt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Regional aber gut, 5. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Ich gebe zu, bei deutschen Kriminalromanen bin ich immer skeptisch. Vor allem dann, wenn es sich um sog. Regionalkrimis" handelt. Meist bedeutet das Regional" nur, dass der Plot in einer bestimmten Stadt oder Gegend angesiedelt ist. Das ist für den Leser dann der einzige Reiz. Im Übrigen könnte der Krimi überall spielen, weil die Handlung meist austauschbar bzw. schon altbekannt ist.

Vorliegend ist es so ähnlich, aber doch ganz anders. Der Plot von Karwoche" ist in dem Sinne nichts Neues. Das Motiv des Täters in dieser oder in anderen Variationen in vielen anderen Krimis schon öfter da gewesen. Ein versierter Leser hat die Lösung des Falles relativ schnell erfasst. Aber darauf kommt es in diesem Buch gar nicht so sehr an. Wie schon in den beiden vorherigen Bänden ist die Erzeugung einer nervenzerfetzenden Spannung nicht das Ziel des Autors. Er will vielmehr skurrile Charaktere schaffen, über die der Leser ins Schmunzeln gerät und sich dabei amüsiert. Garniert wird das mit etwas Spannung, die keine schlaflose Nächte beschert.
Da ist der Streifenpolizist Kreuthner, der immer wieder ins Fettnäpfchen tritt und viel Mist baut, obwohl er es eigentlich gut meint. Oder auch Manfred, der Großvater des ermittelnden Kommissars Wallner, der trotz seines Alters seiner Vorliebe für weit jüngere Damen frönt. Eigentlich haben alle handelnden Personen kleinere Macken und Vorlieben wie wir alle. Vom Autor werden sie geschickt überzeichnet. Teileweise fühlt man sich hier auf die Kabarettbühne versetzt.

Dies kann aber auch zu einem Schwachpunkt werden, wenn die handelnden Personen in verschiedenen Romanen die gleichen sind. In den Vorgänger-Romanen Der Prinzessinnenmörder" und Schafkopf" treten diese nämlich allesamt bereits auf. Hat man beide Romane gelesen, wird einem vieles in Karwoche" bekannt vorkommen, wie die amourösen Abenteuer Manfreds. Andere Dinge, z.B. das ständige Frieren Wallners, spielen plötzlich keine Rolle mehr. Der Autor sollte deshalb bei zukünftigen Romanen darauf achten hier eine Linie beinzuhalten. Denn alles wird, wird es zu oft wiederholt, langweilig.

Ich denke mit diesem dritten Buch der Reihe ist der Autor an einen Wendepunkt angelangt. Sollten noch weitere Romane geplant sein, so muss etwas grundsätzlich Neues geschehen. Denn denkt man sich die handelnden Personen und ihre schon genannten Eigenheiten weg, so bleibt ein langweiliger Krimi, den es schon in hundertfacher Ausführung gibt. Aber der Autor scheint sich dessen (zum Glück) bewusst zu sein, denn ganz am Ende des Buches deutet sich etwas an, das einen neuen sprichwörtlichen Schwung in die Geschichte bringen könnte. Schön wäre es, denn ich halte die Reihe um Kommissar Wallner für eine der besten, die es im Bereich des deutschen Kriminalromans gibt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine perfekte Familie, 2. November 2011
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Um ein illegales Autorennen zu vertuschen, tarnt Polizeiobermeister Kreuthner dies schnell als eine Verkehrskontrolle. Schließlich hätte er bei einem riskanten Überholmanöver beinahe seinen Chef, Kommissar Wallner, von der Straße gefegt. Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle entdecken Kreuthner und Wallner im Transporter von Kreuthners Spezi Raubert eine Frauenleiche im Innenraum. Obwohl Wallner eigentlich über Ostern mit Freundin Vera verreisen wollte, lässt er es sich doch nicht nehmen, an dem Fall mit zu ermitteln. Schnell stellen die Kommissare eine Verbindung der Toten zu einer bekannten Schauspielerfamilie fest. Deren Tochter wurde einige Monate zuvor ermordet, der mutmaßliche Täter ist längst verurteilt. Doch es scheint Verbindungen zu geben.

Andreas Föhr erzählt in seinem mittlerweile 3. Krimi rund um seine Kultpolizisten Wallner und Kreuthner die Story aus zwei Perspektiven. Zum einen ist man bei den aktuellen Ermittlungen der Toten im Lieferwagen dabei, zum anderen kehrt der Autor immer wieder zu Weihnachten des vergangenen Jahres zurück und erzählt so nach und nach die Geschichte rund um den Tod von Leni, der Tochter der Schauspielerfamilie. Und dadurch ist schnell klar, dass diese beiden Fälle in einem engen Zusammenhang stehen müssen.

Diese beiden Handlungsstränge hat der Autor geschickt gelegt, sodass die Spannung wie auch die Neugier ständig auf einem hohen Niveau liegen. Hinzu kommt, dass die Geschichte von Anfang an ziemlich undurchsichtig ist, somit durch nicht vorhersehbare Wendungen überrascht und man sich eigentlich bis zum Ende nicht sicher sein kann, wie nun alles abgelaufen ist, welches Motiv hinter dem Mord steht, geschweige denn, wer der Täter ist. Und der flüssige, witzige und überaus fesselnde Schreibstil von Andreas Föhr sorgt wieder einmal dafür, dass man sich von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten fühlt.

Tja, und dann ist natürlich da noch Polizeiobermeister Kreuthner! Seine unkonventionellen Ermittlungsmethoden, die man auch nicht immer gerade gesetzeskonform nennen kann, sind wieder herrlich humoristisch angelegt, und dass ganze noch versehen im tiefsten bayerischen Dialekt. Aber auch Wallners Großvater Manfred sorgt im Verlauf des Krimis für einige Schmunzler, denn der rüstige alte Herr agiert wieder einmal äußerst verschmitzt.

So sind wieder alle Mitwirkenden wunderbar detailreich beschrieben und stellenweise so angelegt, dass man über ihre wahren Beweggründe lange rätselt. Und auch dem Privatleben von Clemens Wallner und seiner Freundin Vera räumt der Autor wieder genug Raum ein, wobei dies jedoch immer wohldosiert ist, sehr gut in die Story hineinpasst und durchweg unterhaltsam ist.

Fazit: Wer spannende Regionalkrimis mit viel Lokalkolorit und einer komplex angelegten Story mag, der zudem noch mit einen ordentlichen Schuss Humor aufwarten kann, liegt bei "Karwoche" mehr als richtig.
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Karwoche: Kriminalroman
Karwoche: Kriminalroman von Andreas Föhr (Broschiert - 2. November 2011)
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