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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein bissel zu ausschweifend
Ich hab mir das Buch geholt, weil mich das Thema interessiert. Es ist wahrhaftig ein echter Wälzer und ich ziehe den Hut vor der Autorin: so viel Fleißarbeit und Recherche und dann auch noch über alles den Überblick behalten- alle Achtung! Mir hats gefallen, hat sich gut lesen lassen, obwohl ich mich dabei stellenweise konzentrieren mußte, um am...
Vor 17 Monaten von Lohri veröffentlicht

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Roman oder Sachbuch
Ich bin sehr zwiespältig gegenüber diesem Roman. Alle Kapitel, die sich mit den Schlachten und dem Verlauf des Krieges befassen, habe ich mit Spannung gelesen - auch wenn manch ein Dialog sehr hölzern daherkommt. Die Menschen reden teilweise wie ein Schulbuch; die Autorin vermittelt eine Menge Sachwissen, aber die Dialoge sind dazu definitiv ungeeignet...
Vor 14 Monaten von Pia Bork veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein bissel zu ausschweifend, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hab mir das Buch geholt, weil mich das Thema interessiert. Es ist wahrhaftig ein echter Wälzer und ich ziehe den Hut vor der Autorin: so viel Fleißarbeit und Recherche und dann auch noch über alles den Überblick behalten- alle Achtung! Mir hats gefallen, hat sich gut lesen lassen, obwohl ich mich dabei stellenweise konzentrieren mußte, um am Ende diese vielen Namen nicht durcheinanderzubringen bzw. richtig zuzuordnen. Was mir nicht gefallen hat, ist dieses "Ebert-Typische" sehr weit Ausholen, Rückblicken, Abschweifen. Ist sicher auch nicht ganz einfach, bei diesem massenhaft gesammelten Material, sich auf das "Kernthema" zu beschränken.
Trotzdem würde ich das Buch jedem empfehlen, der sich für die Völkerschlacht interessiert. Es ist eine ganz gut gelungene Mischung von Geschichtsbuch und Roman.
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77 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, fesselnd, lehrreich - ein absolutes Highlight, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem sich Napoleon von seinem gescheiterten Angriff auf Russland im Winter 1812 zurück zog, rekrutierte er eine neue Armee aus jungen und unerfahrenen Männern um dann gestärkt gegen die Alliierten kämpfen zu können.
In dieser Zeit musste Henriette gleich mehrere Schicksalsschläge hinnehmen. Schon früh verlor sie die Mutter, im Frühjahr 1813 starb dann auch noch der Vater an seinem Herzleiden. Zurück blieb sie mit ihrem 10 jährigen Bruder Franz. Als sie von einem französischen Artilleristen im Haus angegriffen wird, der ihr das letzte an Besitz und Brot nehmen wollte, setzt sich Henriette mit einem Schürhaken zur Wehr. In der Annahme, sie habe den Franzosen getötet, flüchtet sie gemeinsam mit ihrem Bruder zu ihrem Onkel nach Freiberg. Doch auch dort hat der Krieg keinen Halt gemacht. Henriette, die bereits in Weißenfels sich aufopferungsvoll den Verletzten widmete und sie pflegte, tat das ebenfalls in Freiberg, egal ob es sich um Preußen, Russen oder Franzosen handelte. Dort lernte sie auch den preußischen Premierleutnant Maximilian von Trepte kennen, dessen Verletzungen sie praktisch noch in letzter Minute versorgte, bevor die französische Armee in Freiberg Einzug hielt. Da der König von Sachsen dem Kaiser Napoleon wiederholt seinen Treueeid schwor, haben die Freiberger mit ansehen müssen, wie sich die napoleonische Armee in Freiberg einquartierte.
Viele, so auch die Studenten Felix und Richard, konnten sich mit dem Bündnis, das zwischen Napoleon und dem König bestand, nicht mehr einverstanden erklären und haben sich freiwillig in die Freikorps, wie den Lützowern gemeldet, um dem Vaterland zu dienen und sie von der französischen Herrschaft zu befreien.
Während im Mai 1813 nach einigen Schlachten rund um Bautzen so viele Soldaten fielen, dass Napoleon einen Waffenstillstand verkündete, begann sich in den Köpfen der Sachsen und der Alliierten für kurze Zeit eine Wandlung zu vollziehen. Als allerdings im August 1813 der vorgezogene Geburtstag des Kaisers prunkvoll gefeiert wurde, dachte kaum noch einer an das bevorstehende Ende des Waffenstillstands und so bejubelten sie Napoleon und den König von Sachsen. Nur wenige Tage später sollten die Soldaten in die alles entscheidenden Schlachten ziehen.

1813 – außer der Geschichtszahl und welches Ereignis sich dahinter verbirgt, war mir bisher nur wenig über die Völkerschlacht bei Leipzig bekannt. Spätestens nach dem Zuklappen des Buchdeckels und 928 verschlungenen Seiten sollte dies anders sein. Sabine Ebert hat in einem atemberaubenden Roman geschildert, was sich in der Zeit zwischen Mai und Oktober 1813, vor allem in Sachsen, zugetragen hat. Auf ihrer Homepage schreibt die Autorin, wie sie sich in Vorbereitung ihres Romans durch mehr als 30.000 historische Schriften und Dokumente gearbeitet hat. Mit diesem fundierten Hintergrundwissen hat Sabine Ebert ein Werk geschaffen, das Seinesgleichen sucht. Mit ihrem inzwischen 7.Roman hat sich die Autorin einem höchst denkwürdigen geschichtlichen Ereignis gewidmet, das maßgebend für die Neuaufteilung Europas Anfang des 19. Jahrhunderts war.
Sabine Ebert liefert in "1813-Kriegsfeuer" einen geschichtlichen Abriss über die Schlachten rund um Leipzig während der französischen Herrschaft, der so harmonisch in eine Romanhandlung eingebettet worden ist, dass man nichts von einem "Lehrbuchhaften" spürt.
Der Autorin ist es gelungen, die Schlachten, deren Vorbereitungen und die vielen Dialoge zwischen Generälen, Ministern, Majoren, König und Kaiser aber auch aus der Sicht des einfachen Bürgers so detailreich zu schildern, als würde man sich mitten im Geschehen befinden. Man bekommt einen beispiellosen Einblick, was sich in den Köpfen von Napoleon und seinem Gefolge abspielte, wie kriegerische Strategien geschmiedet und wieder verworfen worden sind. Man lernt den quirligen, cholerischen, machtbesessenen, ehrgeizigen und kaltherzigen Napoleon kennen, dessen Charakterzüge so gut getroffen sind, dass man sich diesen Menschen genau vorstellen kann. In Sabine Eberts Handlung wird deutlich klar, wie unersättlich Napoleon nach Ruhm gierte und wie er seiner Eroberungssucht frönte um endlich als Weltherrscher anerkannt zu werden.
In den Nebenhandlungen erfährt man immer wieder, wie sich das Leben hinter der Front zugetragen hat und zwar in der einfachen Bevölkerung, welchen Ängsten sie ausgeliefert waren und in welchen Gefahren sie sich befanden. Aber auch die Missstände, die der Krieg mit sich brachte wurden nicht außer Acht gelassen. Sie schildert die Hungersnöte und vor allem wie machtlos sich die Bürger dem Krieg und den tausenden von Kriegsopfern gegenüber sahen, denen sie weder mit Medikamenten, Verbänden, Lebensmittel oder Schlafplätzen helfen konnten.
Aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten wird der Krieg in diesem entscheidenden Jahr dargestellt, dessen Handlung vorerst mit dem 19.Oktober 1813 endet und somit viele Fragen zurück lässt. Die Antwort darauf erhält der Leser mit einem Fortsetzungsroman, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Fazit: "1813-Kriegsfeuer" ist ein rasanter, spannender und ereignisreicher Roman mit einer sehr komplexen Handlung und äußerst sympathischen Figuren, der absolut lesens- und empfehlenswert ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Roman oder Sachbuch, 24. Juli 2013
Von 
Pia Bork (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Kindle Edition)
Ich bin sehr zwiespältig gegenüber diesem Roman. Alle Kapitel, die sich mit den Schlachten und dem Verlauf des Krieges befassen, habe ich mit Spannung gelesen - auch wenn manch ein Dialog sehr hölzern daherkommt. Die Menschen reden teilweise wie ein Schulbuch; die Autorin vermittelt eine Menge Sachwissen, aber die Dialoge sind dazu definitiv ungeeignet. Inwieweit alles historisch richtig ist, weiß ich nicht; was ich überprüfen kann, kommt sehr korrekt daher.

Störend war für mich die erfundene Figur der Henriette, ihr Liebes- oder Nicht-Liebesleben hätte die Autorin besser draußen gelassen. Diese Figur störte meinen Lesefluss und den Fortgang der Geschichte. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Autorin Stoff für zwei Bücher gesammelt hat und dann beides in einen Roman gepackt hat.

Ohne das Liebesleiden hätte ich vier Sterne gegeben. Das ganze Grauen der Napoleonischen Kriege, der Zorn der Menschen auf die Besatzung, das Verlorene dieser jungen Soldaten, die Zerstrittenheit der alliierten Kriegsherren - das alles bringt Frau Ebert mit viel Colorit rüber.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pilcher meets Clausewitz, 4. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Kindle Edition)
Die Autorin teilt mit, sie habe sich mit einem Militärhistoriker auf die Reise begeben, um die Schlachtfelder der Befreiungskriege in Augenschein zu nehmen. Sicher ein löbliches Unterfangen, wenn man einen Roman konstruiert, der in historisch korrekte Rahmenbezüge eingebettet werden soll. Soweit haben geschichtsinteressierter Leser also die Gewissheit, dass das Handeln der nicht frei erfundenen Figuren auch im Großen und Ganzen verbürgt ist.

Wer Zamoyski gelesen hat (1812: Napoleons Feldzug in Russland) wird zweifellos nach einer Fortsetzung suchen, die die endgültige Zerschlagung der unsäglichen Napoleon-Geißel thematisiert.

Ob man mit Eberts Buch gut bedient ist und auch etwas Bleibendes über Geschichte erfährt, erscheint allerdings fraglich. Die Mannigfaltigkeit an Fakten und Namen, mit denen man über hunderte von Seiten hinweg "in aller Kürze" konfrontiert wird, übersteigt die Verarbeitungsfähigkeit eines durchschnittlichen Lesergehirns. Kleist war also auch irgendwie mit von der Partie - oder war das jetzt gar nicht der Dichter, sondern ein anderer? Wem solche Fragen einfallen, der dürfte bereits zu den Aufmerksameren zählen.

Aber so kompliziert die damaligen Verhältnisse auch waren - sie sind aller Mühen einer intensiven Beschäftigung wert, da wir es mit einem entscheidenden Abschnitt europäischer - und ganz besonders deutscher - Geschichte zu tun haben.
Leider ist hier aber die Schilderung historischer Vorgänge auf das Innigste (stilistisch und inhaltlich) mit einem Groschenroman verwoben worden. Damit wird das Gesamtwerk sowohl für Literaturliebhaber als auch für Wissbegierige ungenießbar. Dann lieber zweimal Krieg und Frieden von Tolstoi gelesen.

Interessantere und immer noch lesenswerte Zeitzeugen-Bericht zum Komplex 'Deutschland unter Napoleon' enthalten z.B. folgende umsonst-Klassiker für Kindle:
Erinnerungen aus dem äußeren Leben von Ernst Moritz Arndt
Jugenderinnerungen eines alten Mannes von Wilhelm von Kügelgen
Preußische Jugend zur Zeit Napoleons von Karl (Leberecht) Immermann
Lebenserinnerungen eines deutschen Malers von Ludwig Richter
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut recherchierter und geschriebener Roman, 22. April 2013
Von 
Mick de Heden "Mick de Heden" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich war ich etwas skeptisch, als ich laß, dass die Autorin der mittelalterlichen "Hebammen-Romane" nun einen Roman über die Schlacht bei Leipzig schreibt. Doch ich muss sagen, ich bin angenehm überrascht. Sie hat offensichtlich gut recherchiert und die historischen Fakten in einen Roman eingebettet. Dass natürlich eine Liebesgeschichte nicht fehlt, ist bei der Autorin eigentlich klar. Aber - sehr zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele Personen, zu wenig Romanhandlung, 19. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Habe mir dieses Buch zugelegt, weil mir die anderen Büchern Sabine Eberts gefallen haben. Hier wurde ich leider enttäuscht, denn auch wenn immer mal eine interessante Handlung durchblickt - es gibt definitv zu viele Personen, aus deren Perspektive das Geschehen betrachtet wird und zu viele Sprünge kreuz und quer übers Schlachtfeld.
Man kann nicht abstreiten, dass dieses Buch gut recherchiert ist, doch von einem Roman erwarte ich eine sich flüssig lesende zusammenhängende Handlung. Schade, aber hier gab es mehr Vorschusslorbeeren als verdient gewesen wären.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Völkerschlacht - Brillante Geschichtsstunde, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
In diesem Jahr und an den Tagen vom 16. Oktober - 19. Oktober 2013 jährt sich zum 200. Mal die Völkerschlacht bei Leipzig. Es war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege, in der die Alliierten (Schweden, Russland, Preußen und Österreich) gegen die französischen Truppen Napoleon Bonapartes kämpften.

Es war die wahrscheinlich blutigste und größte Schlacht bis ins 20. Jahrhundert und es war eine neue, brutalere Dimension der Kriegsführung und des Tötens. Bis von 100.000 Toten erzählen die Quellen, unzählige Menschen aus einer Vielzahl von Nationen waren nach der Schlacht verstümmelt an Körper und Geist. Innerhalb der Stadt Leipzig starben Tage später noch immer die französischen und alliierten Soldaten an ihren Wunden, aber auch an Krankheiten und mangelnder Hygiene, die in den Lazaretten viele Hunderte Tote forderten. Mit dieser Schlacht endete die Fremdherrschaft Napoleons über die größten Teile Deutschlands. Napoleon zog sich mitsamt seiner Armee hinter den Rhein zurück.

Kritik: 1813 Kriegsfeuer von Sabine Ebert versteht sich nicht als eine epische, minutiöse Beschreibung der eigentlichen Völkerschlacht bei Leipzig. Der Roman erzählt auch die direkte Vorgeschichte der Ereignisse und lässt den taktischen Aufmarsch der Truppen ebenso zu Wort kommen, wie die diplomatischen und politischen Versuche, Napoleon Einhalt zu gebieten. Sabine Ebert lässt ihre Protagonisten aus deren eigener Perspektive erzählen; Napoleon Bonaparte wie auch der Zar von Russland oder die Generäle erzählen authentisch über ihre Handlungen und Gedanken. Dabei hielt sich die Autorin absolut an recherchierte Quellenangaben, Tagebüchern, offiziellen Dokumenten und Augenzeugenberichten.

Der vorliegende Band, eigentlich ein historischer Roman, beweist, dass Geschichte unterhaltsam, spannend und sogar lehrreich erzählt werden kann, wenn diese gut recherchiert ist und wenige fiktive Elementen eingebaut sind. In vielen, wohl den meisten historischen Romanen, muss der Autor seine Figuren und die Handlung erfinden, bei 1813 – Kriegsfeuer musste - und das erzählt Sabine Ebert im Nachwort selbst - die Figuren und deren Handlungen in müheseliger, aber spannender Recherchearbeit finden. Sicherlich gibt es auch einige fiktive Charaktere, aber bei deren Schicksalen hat sich die Autorin ausschließlich an historischen Quellen orientiert.

Sicherlich gibt es auch grauenhafte Szenen des Krieges, die die Autorin uns vor Augen führt und dabei grausame Details nicht auslässt: Die Schilderungen des Leids in den Lazaretten, wo Soldaten jeglicher Nation verstümmelt auf den Tod warten. Ihre Angst und Verzweiflung spürt der Leser in einer beklemmenden Atmosphäre ebenso wie die Überforderung der Ärzte und der freiwilligen Helfer in den Lazaretten und Hospitälern der umkämpften Stadt.

Die Handlung ist frei von Pathos, Heldenverehrung, überzogenem Nationalismus und verklärten historischen Ereignissen. In ihr geht es um die Menschen und deren Schicksale, und der Autorin gelingt es fantastisch, dieses auf jeder Seite kristallklar den Leser zu vermitteln. Das Leid, die Verantwortung der Militärs, die Ängste der Zivilbevölkerung, die diplomatischen Versuche und ja auch manchmal das menschliche Versagen und die falschen idealistischen Ideen hallen nach dem Lesen noch lange nach. Neben der Zivilbevölkerung kommt auch der einfache Soldat zu Wort. Nicht nur der Berufssoldat, der Offizier auf französischer Seite, sondern auch junge Männer, die sich rächen möchten, weil einer der ihren in dem Feldzug getötet worden ist oder sie einer irren idealistischen Idee folgen. Es gibt auch viele interessante Dialoge und sensible Szenen, in der Menschlichkeit und Vergebung an die Oberfläche kommen - ein heller Funken in der tiefsten Dunkelheit. Ein Gedenken an die gefallenen Soldaten und die Zivilbevölkerung – gleich welcher Nationalität.

Es gibt unheimlich viele historische Romane mit Frauenschicksalen: Heilerinnen, Henkerinnen, Hexen und Hebammen, doch dieser – 1813 Kriegsfeuer von Sabine Ebert ist heraus- und überragend. Es ist bekannt, dass die Autorin ein Faible für Recherche hat und hinlänglich viel Wert auf eine authentische Handlung legt, doch diesmal hat sie sich selbst übertroffen. Egal in welcher Szene sich der Leser aufhalten wird, die Atmosphäre auf dem Schlachtfeld, in einem Ballsaal oder zwischen den Dialogen ist immer höchst spannend. Auch die Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung, ebenso wie soziale und militärische Strukturen sind brillant zu Papier gebracht.

Dass eine Liebesgeschichte nicht fehlen mag und kann, ist absolut in Ordnung. Die Geschichte von Henriette nimmt viel Bezug auf die historischen und wohl auch realen Situationen, in der eine junge Frau katapultiert werden kann.

Fazit: Der Roman erzählt eine Geschichte für Menschen und ihre Heimatländer, egal, aus welcher Richtung Europas sie hier vor Leipzig in eine vernichtende Schlacht geführt werden. Sabine Eberts Werk ist ein kleines Denkmal für diese Menschen, ein Mahnmal und eine Botschaft. Am Ende des Buches gibt es neben Quellenangaben und einem Glossar auch eine Aufzählung der historischen Personen, die in diesem genialen Roman eine Rolle spielen.

Es wird eine Fortsetzung geben, das muss es auch, denn auch wenn diese Schlacht gewonnen ist, so ist der Krieg und das Leid, die verknüpften Schicksale der Menschen noch lange nicht zu Ende erzählt.

Sabine Ebert erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern gibt Leipzig mit seinen Menschen und auch den Franzosen eine erzählerische und historische Seele, an die sich der Leser sehr genau erinnern wird. Bisher muss ich sagen, ist 1813 – Kriegsfeuer der spannendste und beste Roman der Autorin. Ein Buch, das eventuell auch gut in Unterrichtsstunden passen könnte, jedenfalls phasenweise, denn mit 927 Seiten ist es ein Monumentalwerk, aber jede Seite ist jede Lebensminute wert.

Prädikat: wertvoll, prächtig und nicht zuletzt menschlich. Danke Frau Ebert!

Zitat aus dem Buch: „Das ist ja eine wahre Völkerschlacht“, soll ein preußischer Offizier während des mörderischen Kampfes im Oktober 1813 bei Leipzig geäußert haben. Der Name hielt sich bis heute. Doch der Offizier irrte. Nicht die Völker kämpften hier gegeneinander. Dies war ein Krieg skrupelloser Herrscher um Macht und Land. Einig waren sie sich nur darin, dass keines der Ideale Wirklichkeit werden durfte, für die ihre Bürger kämpften und starben. So ist dieser Roman kein Urteil über Nationen. Es soll an die Menschen aus vielen Völkern erinnern, die aus blanker Gier verraten und geopfert wurden."

Michael Sterzik
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überbewertet, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schade!
Leider gelingt der Spagat zwischen Roman und Geschichtsbuch zu keiner Zeit.
Zu viele Details verhindern, das eine Spannung auch nur halbwegs aufgebaut wird.
Der Wechsel der verschiedenen Perspektiven verwirrt, stört und macht es schwierig, dem Handlungsfaden zu folgen.
Mit diesem Thema hat sich die Autorin Großes vorgenommen, ist aber der Aufgabe zu keiner Zeit gerecht geworden.
Herausgekommen ist ein langweiliges und langatmiges Buch, bei dem ich froh war, als ich es zu Ende gelesen hatte.
Der 2. Stern gilt lediglich der Zeit und der Arbeit die es gemacht hat, so viele Seiten zu füllen.
Mein Fazit: Bemüht aber nicht gelungen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Historienroman zur Völkerschlacht, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer (MP3 CD)
Den großen Erfolg des Romans kann nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es zu einem Teil daran, dass ich nicht der typische Leser historischer Romane bin, der sich in langatmigen Erzählungen verliert, die als Infodump/ Infoblock den Geschichtsunterricht nachholen wollen. Ich sehe darin eine schriftstellerische Schwäche, die das Tempo sehr reduziert und damit meinen Geschmack nicht trifft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviele Ereignisse, 23. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Kindle Edition)
Dieses Buch ist wie alle Bücher von Sabine Ebert sehr spannend geschrieben.
Diesmal hat sich S. Ebert aber an ein Thema gewagt, das sicher nicht leicht zu bewältigen war. Um es kurz zu machen: mir hätte es besser gefallen, wenn daraus zwei Bücher entstanden wären: Eines, das sich mit der Völkerschlacht und allem was geschichtlich dazu gehört befasst und Eines, das sich um die süße Geschichte von Henriette dreht. So ist doch alles immer ein ziemliches Durcheinander und bei dem Schlachtgetümmel kann man leicht den Überblick verlieren.
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1813 - Kriegsfeuer: Roman
1813 - Kriegsfeuer: Roman von Sabine Ebert (Gebundene Ausgabe - 14. März 2013)
EUR 24,99
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