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72 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wiedergeburt eines Mörders?
Mit "Das Kind" hat der Star des deutschen Psychothrillers, Sebastian Fitzek, seinen dritten Psychothriller vorgelegt und auch diesmal weht eine Spur Mystery um den Plot, dessen Protagonist ausnahmsweise einmal kein Psychologe ist.

So ist es der erfolgreiche, doch in privaten Dingen weniger beneidenswerte, Strafverteidiger Robert Stern, der einem...
Veröffentlicht am 16. April 2008 von Mario Pf.

versus
92 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schnellschuss
Mit Fitzeks ersten beiden Romanen ging es mir wie vermutlich den meisten: bei der "Therapie" totgegruselt, vom Ende aber maßlos enttäuscht, "Amokspiel" als durchschnittlichen Thriller mit Berlin-Bonus empfunden.

"Das Kind" liegt nach meinem Dafürhalten irgendwo dazwischen. Wie gewohnt geht es schaurig-mysteriös los, Fitzek bringt die...
Veröffentlicht am 20. Februar 2008 von O. Behrendt


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92 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schnellschuss, 20. Februar 2008
Von 
O. Behrendt (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kind: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Mit Fitzeks ersten beiden Romanen ging es mir wie vermutlich den meisten: bei der "Therapie" totgegruselt, vom Ende aber maßlos enttäuscht, "Amokspiel" als durchschnittlichen Thriller mit Berlin-Bonus empfunden.

"Das Kind" liegt nach meinem Dafürhalten irgendwo dazwischen. Wie gewohnt geht es schaurig-mysteriös los, Fitzek bringt die Geschichte ohne Schnörkel direkt auf den Punkt. Die Story ist nicht schlecht, es gibt die typischen Fitzek'schen doppelten Böden, wie gewohnt spielt er mit unseren Urängsten, als wäre er ein literarischer David Lynch. Unheimlich, spannend, unerklärlich.

Mich stören nach wie vor sein sprachlicher Ausdruck und die holzschnittartige Beschreibung der Figuren. Was in der "Therapie" der Star-Psychiater war, ist hier der Star-Anwalt. Eine Nummer kleiner geht es nicht bei Fitzek. Sprachlich holpert es bisweilen sehr, Fitzek jagt uns in einem Höllentempo durch Orte und Zeiten, da bleibt hin und wieder die liebevolle Beschreibung von Details, das Gespür für Atmosphäre und Menschen auf der Strecke. Alles ist so radikal, schwarz oder weiß, Grautöne fehlen, Klischees, wo man hinsieht. Person A ist dick und schwitzt, so, zack, der nächste, Person B hat ständig Nasenbluten, na bitte, kann man sich vorstellen, muss reichen, Person C, was machen wir mit der... Wie ein Vor-Kommentator meinte: eigentlich ein besseres Drehbuch.

Der nächste Fitzek ist bereits angekündigt, macht dann vier Romane in zwei Jahren: ich würde dem zweifellos begabten Autoren dringend empfehlen, beim nächsten Buch ein wenig mehr Zeit und Mühe aufzuwenden. Seine Ideen sind teilweise grandios, an der literarischen Umsetzung hapert es gewaltig. Wäre interessant, was ein John Katzenbach aus dem Stoff gemacht hätte.
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72 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wiedergeburt eines Mörders?, 16. April 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Kind: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Mit "Das Kind" hat der Star des deutschen Psychothrillers, Sebastian Fitzek, seinen dritten Psychothriller vorgelegt und auch diesmal weht eine Spur Mystery um den Plot, dessen Protagonist ausnahmsweise einmal kein Psychologe ist.

So ist es der erfolgreiche, doch in privaten Dingen weniger beneidenswerte, Strafverteidiger Robert Stern, der einem ungewöhnlichen Treffen mit seiner Ex-Freundin, der Krankenschwester Carina zugestimmt hat. Der Anwalt staunt nicht schlecht als sie um einige Minuten zu spät mit einem Krankenwagen vor Ort erscheint und ihm einen 10jährigen Jungen als Patienten vorstellt, der seine Hilfe benötigt. Simon Sachs ist todkrank und ein Fall des Jugendamtes, doch all das hat seinem einnehmenden Wesen offensichtlich keinen Schaden bereitet, nur eines belastet Simon zutiefst, er glaubt in seinem letzten Leben ein Mörder gewesen zu sein und will sich deshalb stellen. Seit einer "Rückführung" in sein früheres Leben verfolgen Simon schreckliche Albträume und sie scheinen wahr zu werden, als die drei im Keller einer aufgelassenen Fabrik tatsächlich menschliche Überreste entdecken. Zunächst dem allem noch ablehnend gegenüberstehend, sieht sich Stern bald mit einer mysteriösen Videobotschaft konfrontiert, die das unmögliche möglich erscheinen lässt, könnte sein als Baby plötzlich verstorbener Sohn noch am Leben sein? Die Stimme am Videoband fordert Stern auf Simons Visionen weiter nachzugehen, wenn er erfahren will was aus seinem Sohn Felix geworden ist...

Nach 2 Taschenbüchern ist das Kind Sebastian Fitzeks erstes Buch, das im Droemer-Verlag als Hardcover erschienen ist, womöglich um auszutesten, wie gut sich ein Fitzek auch außerhalb des günstigen Taschenbuchformats bewährt. Und Fans werden nicht enttäuscht, denn auch der dritte Fitzek-Psychothriller nutzt das bewehrte Schema eines privaten Tragödien unterworfenen Protagonisten, der sich gezwungen sieht einem verschwundenen Menschen nachzujagen und dabei ein psychologisches Geheimnis enträtselt, das auch sehr reale Auswirkungen und Bedrohungen für alle Beteiligten verursacht. Dabei ist das Kind nicht nur ein wendungsreicher und spannender Krimi, sondern auch von Cliffhangern durchzogen und eine Aufforderung zum Weiterlesen, wie es sich für Pageturner auch gehört. Einleitende Zitate großer Persönlichkeiten am Anfang der Kapitel regen auch an, sich selbst einige Gedanken zum Leben nach Tod oder Wiedergeburt zu machen.

Brillant sind dabei die Einblicke des ehemaligen Journalisten in die Kinderpornographie-Szene Berlins, welche gegen Ende hin eine sehr bedeutsame Rolle in "das Kind" einnimmt und sicher nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist. Dessen ungeachtet bleiben aber gerade die Charaktere relativ farblos, sich in sie hineinzuversetzen wird eindeutig erschwert und schließt den Leser in mancher Weise aus. Sebastian Fitzek ist zwar kein Genie, aber dennoch einer der besten deutschen Krimi-Autoren und auch wenn seine Bücher mehr durch die richtige PR als sein unbestreitbares Talent bekannt wurden, so hat das auch etwas gutes an sich, etwa dass mit dem Hardcover (zumindest in den ersten Auflagen) ein Gratis-Downloadcode für das ungekürzte Hörbuch beigelegt wurde.

Fazit:
Solider Psychothrill für einige Stunden anregender Unterhaltung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwaches Ende!, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Nachdem ich das Buch "Der Augensammler" gelesen hatte, war ich richtig heiß darauf "Das Kind" zu lesen.

Wie in vielen seiner Bücher beginnt das Buch spannend und man will sofort mehr erfahren. Woher weiß der Junge das? Was hat es mit den Morden auf sich? etc...

Auch im weiteren Verlauf wird eine Art Spannungsbogen aufgebaut, wobei man sich langsam fragt, ob ein normaler Mensch so handeln würde um bestimmten Fragen nachzugehen.

Die Themen "Kindesmissbrauch" und/oder "Kinderhandel" finde ich jetzt nicht als Minuspunkt anzusehen und dass einige Leser das schon ekelhaft und abscheulich fanden, dazu fällt mir dann auch nix mehr ein. Ist halt ein reels Thema.

Warum ich aber im Endeffekt doch nur 2 Sterne gebe ist das Ende wieder mal. Fitzek hat sich das Ende bestimmt aus dem Duden rausgesucht unter "0815". Hiermit meine ich gar nicht mal die überraschenden Wendungen, die ich eig noch ganz gut finde, sondern vielmehr das Agieren des Hauptprotagonisten und seine, ich möchte mal sagen, Unsterblichkeit ohne zu viel zu verrraten. Es ist doch immer das selbe, dass man denkt jetzt wars das und BENG ist doch wieder alles anders. Ich hoffe ihr wisst, was ich meine.
Auch die Auflösung bzgl. Simons ist für mich etwas lächerlich, wobei sich die Frage auch stellt wieso man erst NACH dem Ganzen darauf kommt?!

Das letzte Kapitel im Buch ist dann der Höhepunkt an Lächerlichkeit und mit so einem billigen Happy-End macht Fitzek seine Leser definitiv nicht glücklich.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur ein hoch gelobtes Buch, 1. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kind: Psychothriller (Kindle Edition)
Was glaubt man, wenn ein zehnjähriger Junge einen aufsucht und von einem Mord berichtet, den er begangen hat vor 15 Jahren? Vor seiner Geburt, in einem früheren Leben.

Hört sich erst einmal spannend an, aber das war es dann auch schon. Nach einem findigen -Die Therapie-, einem gelungenen -Amokspiel- und einem mittelprächtigen -Der Seelenbrecher- hat mich dieses Buch sehr enttäuscht.

Meiner Meinung nach völlig unfertige Charaktere, u. a. ein Anwalt, bei dessen Taten man sich wundert, wie er je ein juristisches Staatsexamen hatte bestehen können, geistern durch die unverkennbar konstruierte Handlung (u. a. einem 10jährigen eine Rückführung zu schenken, erscheint mir doch ziemlich an den Haaren herbei gezogen).

Das abstruse Ende des Buches verwundert dann auch nicht mehr.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ziemlich schwach, 18. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Nachdem ich fünf Bücher von Sebastian Fitzek gelesen hatte und davon begeistert war, nahm ich mir den Roman "Das Kind" im sicheren Glauben vor, dass es auf gleicher Qualitätslinie weitergeht.

Leider war das nicht der Fall. "Das Kind" ist meines Erachtens das schwächste Buch von Fitzek. Die Handlung kommt nicht recht in Gang, der Autor verliert sich in verschwurbelten Satzgebilden und die gesamte Story wirkt wenig durchdacht, sondern eher "mal auf die Schnelle" geschrieben, um ein weiteres Buch nachzulegen. Die vielen Text-, Tipp- und Handlungsfehler verstärken diese Annahme.

Trotzdem bin ich Fitzek-Fan, ganz klar! Jeder Autor/jede Autorin liefert mal ein schwaches Werk ab. Bei Sebastian Fitzek ist es - meiner Meinung nach - "Das Kind".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mässig, 23. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Nach "Therapie" war das doch ein wenig enttäuschend.

Die Szene wo Stern im Schauhaus des Pädo-Paares sich plötzlich zu entkleiden beginnt, hat mich völlig rausgerissen. Das ist eine so derart hirnrissige nicht nachvollziehbare Idee, dass es einen schaudert. Auch sein ewiges "Das ist ja Wahnsinn..." nervt.

Und nicht zuletzt nervt Sterns Übersensibilität. Er benimmt sie wie ein pubertierender Knabe. Im Gegenzug ist Carina wiederum als fordernder Vamp, der nicht von dem Warmduscher lassen kann, ebenfalls unglaubwürdig.

Ich lese es aber trotzdem zu Ende und gebe Fitzek anschließend noch eine Chance.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gequirlter Mist, 4. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eine riesengrosse Enttäuschung, die man sich besser ersparen sollte. Der Protagonist, ein Anwalt in den Vierzigern, hat vor zehn Jahren seinen neugeborenen Sohn durch plötzlichen Kindstod verloren. Daraufhin zerbrach seine Ehe, und er verfiel in Depression und wurde ein beziehungsunfähiger Einzelgänger. Eines Tages bestellt ihn eine Krankenschwester, mit der er eine kurze Affaire hatte zu einem Treffen auf ein verlassenes Industriegelände, um dort Simon zu treffen, einen krebskranken Jungen, der glaubt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Von einem Unbekannten, dessen elektronische Stimme zu ihm spricht und ihn erpresst, werden ihm kurz darauf Videoaufnahmen von seinem angeblich gar nicht toten Sohn zugespielt. Es beginnt eine immer verrücktere Schnitzeljagd durch Berlin.

Bis über die Hälfte des Buchs hinaus war ich der festen Ueberzeugung, dass Fitzek hier die schizophrenen Wahnvorstellungen eines seelisch zerbrochenen Manns wiedergibt, der nach dem Kindstod-Trauma nicht mehr zurück ins Leben gefunden hat und "austickt". Zu verrückt und an den Haaren herbei gezogen muten die beschriebenen Ereignisse und Wendungen an. Leider habe ich vergeblich auf eine Auflösung in diese Richtung gewartet. Nein, der Protagonist ist nicht verrückt. Der ganze Wahnsinn spielt sich auch nicht in seinem Kopf ab sondern will real sein. Im Zuge seiner "Flucht" findet der Anwalt mehrere längst verschollene Leichen, gerät in die Fänge eines pädophilen Ehepaars, deckt polizeiliche Korruption und einen Kinderhändlerring auf. Im Epilog gibt es dann sogar noch eine Art Happy End. Schlimmer geht's nicht.

"Das Kind" ist der mit Abstand schlechteste Thriller, den ich je gelesen habe.

Es ist mir rätselhaft, wie es eine derart abstruse, niveaulose schlecht konstruierte und allenfalls mässig geschriebene Geschichte zu einem Bestseller in einem renommierten Verlag gebracht hat.
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2.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Kind: Psychothriller (Kindle Edition)
Meine Meinung:

Eigentlich lese ich Sebastian Fitzek sehr gerne. "Die Therapie" und "Der Seelenbrecher" haben mich von ihm überzeugt und ich war wirklich begeistert von ihm.
Nach "Splitter" ist "Das Kind" jedoch bereits das zweite Buch von ihm, das mich recht enttäuscht hat.

Der Schreibstil ist nach wie vor gut, ausgefeilt. Fitzek hat einen recht großen Wortschatz und ich gebe mich seinem Schreibstil gerne hin, weil er mich überzeugt. Er schreibt wie ein richtiger Thriller-Autor, kann Gefühle, Situationen in Worte fassen, während einige seiner Kollegen schreiben, als hätten sie den Aufsatz eines Zehnjährigen kopiert. Am Schreibstil hat es also bei diesem Thriller nicht gemangelt.

Die einzelnen Charaktere waren auch recht gut skizziert. Simon, den kranken Jungen, habe ich besonders ins Herz geschlossen - alleine, todkrank, und von fürchterlichen Träumen heimgesucht. Gleichzeitig ist er so mutig und weise, dass es mir manchmal ganz bang wurde - als Leser weiß man, dass der Junge sterben wird und man hofft einfach so sehr, dass noch ein Wunder geschieht. Simons Schicksal hat mich wirklich berührt und mitgenommen.
Auch Robert Stern, der Anwalt, der sich um Simon und seine Träume kümmern soll, hat ein Schicksalsschlag hinter sich. Obwohl ich Mitgefühl für ihn hatte, konnte ich Stern einfach nicht einordnen. Der Thriller wird größtenteils aus seiner Sicht geschrieben, trotzdem habe ich den Menschen Robert Stern nicht so gut kennengelernt. Eigentlich lernt man bei ihm nur den verzweifelten Vater kennen, die anderen Facetten bleiben eher im Dunkeln. Das ganze Buch über lernt man wirklich nur diese eine Seite an ihm kennen, nicht einmal der knallharte Anwalt kommt durch, was ich eher enttäuschend war.
Da hat Borchert, der ehemalige Pornoproduzent, mir doch besser gefallen. Dickhäutig, brutal, aber irgendwo doch ein wenig menschlich, konnte dieser Charakter mich mehr überzeugen: Bei ihm lernt man nämlich die gefährliche Seite genauso kennen wie die des Helfers.
Über Carine, die Krankenschwester von Simon, kann ich auch nicht so viel sagen. Zwar sorgt sie sich sehr um den todkranken Jungen und insgeheim liebt sie Robert Stern auch (die beiden waren schon einmal zusammen), aber das ist das einzige, was man von ihr kennenlernt. Wobei ich ihre absolute Hingebung zu Simon hervorheben möchte, die mich stellenweise sehr berührt hat, weil sie so wirkte, als sei sie die Mutter des Jungen und würde alles für ihn tun. Ansonsten kann ich leider nicht sehr viel über sie sagen.

Die Handlung an sich ist meiner Meinung nach das große Manko. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, die Umsetzung ist jedoch eher schlecht als recht gelungen. Plötzlich geht es um Pädophilie, Kinderhandel, aber letztendlich hat sich mir einfach nicht ergeben, wie alles zusammengehört. In einer Rezension wurde es bereits sehr treffend formuliert, dass die einzelnen, losen Fäden gewaltsam zusammengeführt wurden. Ich vermag nicht einmal mehr zu sagen, wer was getan hat und warum. Es war wirklich sehr verwirrend und auch so unglaubwürdig, dass mein Gehirn schnell verdrängt hat, dass ich das Buch gelesen habe.
Fitzek ist einfach viel zu sehr vom Hauptpunkt aus abgeschweift und hat sich in Bereiche begeben, die er gut und gerne hätte auslassen können, weil sie es ohne sie einfach realistischer gewesen wäre.

Fazit:
Ich bin zwar wirklich ein großer Fan von Fitzek, aber dieser Thriller hält einfach keine Überraschungsmomente bereit, obwohl ich die doch bei dem Autor so sehr schätze. Ich verstehe auch nicht, warum er die Thematik der Pädophilie einbinden musste, weil dies hat eigentlich nichts mit der Handlung an sich zu tun und trägt auch nicht dazu bei, dass man das Ende besser versteht.
Deswegen kann ich nur 2/5 Sternen geben.
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5.0 von 5 Sternen Wo Fitzek drauf steht, ist Fitzek drin, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Klappentext:

Mein Name ist Simon.
Ich bin zehn Jahre alt.
Ich bin ein Serienmörder.

Simon Sachs, ein todkranker zehnjähriger Junge, ist fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Und er kann es beweisen, indem er seinen Anwalt zu Fundstellen von Leichen führt – Menschen, die grausam ermordet wurden, exakt wie das Kind es zuvor beschrieben hat. Doch die Morde geschahen lange vor seiner Geburt…

Mein Umriss:

Simon Sachs ist zehn Jahre alt und schwer krank und braucht einen Anwalt. Einen guten Anwalt, denn er ist überzeugt, ein Serienmörder zu sein. Hierzu flieht er mit der Krankenschwester Carina in einem Krankenwagen aus dem Krankenhaus. Sie treffen sich mit Robert Stern, einem der erfolgreichsten Berliner Strafverteidiger auf einem stillgelegten Fabrikgelände. Hier erzählt ihm Simon von seiner Vergangenheit. Der Vergangenheit vor seiner Geburt, in der er gemordet hat. Davon ist er nach einer Rückführung jedenfalls überzeugt.
Als Stern sich den ersten Tatort ansieht, fällt ihm ein schrecklich zugerichteter Leichnam im wahrsten Sinne des Wortes in den Schoß. Das war Simons Beweis dafür, dass er seinen ersten Mord vor fünfzehn Jahren verübte. Nun geht die Suche weiter, denn dieser Tote war nicht das einzige Opfer in einer langen Reihe.
Langsam erhalten Stern und Carina immer tiefere Einblicke in eine Szene, die schrecklicher nicht sein könnte und bringen sich und Simon damit in höchste Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Mit diesem Buch hat Fitzek wieder einen Volltreffer gelandet. Die Protagonisten spartanisch beschrieben, geht er umso genauer auf die Handlung ein und peitscht den Leser von einer Spannungsspitze zur nächsten. Er tummelt sich mit seiner Fantasie in den für die meisten unvorstellbaren Verbrechen eines Pädophilenkreises und sorgt nicht nur für eine Überraschung. Keineswegs vorhersehbar führt er den Leser in Hochgeschwindigkeit auf die Jagd nach den Mitgliedern eines Verbrecherkreises, der so unsäglich verwoben ist, dass es fast unglaublich ist.
Seine Schreibweise ist wie immer leicht verständlich, aber keineswegs platt. Er versteht es, den Leser an Buch und Handlung zu fesseln, wie wenige andere Autoren, sowie den Spannungslevel schon am Anfang sehr hoch anzusetzen, ihn oben zu halten und immer wieder in Spitzen zu treiben, die immer wieder überraschen. Sehr gute Recherche betrieb er im medizinischen Bereich, ebenso im Bereich der Polizeiermittlungen, der Psychologie und Parapsychologie, deren Einzelheiten zu keinem Zeitpunkt übertrieben oder aufgesetzt wirken.
Seine Danksagungen am Ende des Buches sind ebenso humorig wie seine Lesungen, die er mit persönlichen Dingen spickt, sodass man mehr als einmal schmunzelt.
Das Cover zu diesem Buch ist perfekt gewählt. Geheimnisvoll und doch unheimlich.
Kurz: Wo Fitzek drauf steht ist Fitzek drin

Fazit:

Wer Spannung und schlaflose Nächte liebt, sollte dieses Buch nicht ungelesen im Buchladen stehen lassen
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4.0 von 5 Sternen dt. Psychothriller über eine Mordserie, Kinderpornographie und vieles mehr, 27. Juli 2013
Von 
Claudias Bücherregal (Schl.-Hol.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Ich habe einen Mann getötet. Vor fünfzehn Jahren. Genauer gesagt habe ich sogar mehrere Menschen umgebracht und deshalb benötige ich nun einen Anwalt.
Diese Art von Geständnis ist für den Strafverteidiger Robert Stern nichts Neues - käme sie dieses Mal nicht von Simon Sachs, einem schwerkranken Jungen, der gerade einmal zehn Jahre alt ist. Trotzdem ist Simon überzeugt vor bereits fünfzehn Jahren zum Mörder geworden zu sein. Dieses Wissen, welches er durch eine Rückführung in sein früheres Leben erlangte, belastet den kleinen Jungen nun sehr und er möchte seine gerechte Strafe erhalten, bevor er stirbt.

Robert Stern, ein Strafverteidiger, ist der Protagonist des Psychothrillers. "Das Kind" ist der dritte Roman von Sebastian Fitzek, der bereits 2009 erschien, jedoch eine ganze Weile ungelesen in meinem Regal stand. Das Buch bedient inhaltlich einige Themen wie z.B. Rückführung in frühere Leben, brutale Mordserie und Kinderpornographie. Egal welches Thema Fitzek anschneidet, es fügt sich perfekt in den Roman ein und der Autor erschafft aus diesen Handlungssträngen eine sehr interessante Geschichte, deren Ausgang nicht vorhersehbar war. Er spiel mit gesellschaftlichen Tabus und vermag es zwischendurch immer wieder eine Art bedrückende Atmosphäre zu erzeugen.

Fitzeks Schreibstil gefällt mir immer, so auch in diesem Roman. Das Buch lässt sich wirklich sehr gut lesen und weiß zu unterhalten. Da ich seine späteren Werke bereits gelesen habe, weiß ich, dass Fitzek jedoch spannender schreiben kann und sich somit bezüglich es Spannungsniveau scheinbar weiterentwickelt hat. "Das Kind" ist nämlich durchaus fesselnd, aber bei anderen Büchern des Autors habe ich mehr Nervenkitzel verspürt. Nichtsdestotrotz ist der Roman auf jeden Fall lesenswert, mysteriös und mal wieder ein Beweis dafür, dass man in Fitzeks Büchern sofort hineingezogen wird und es absolut keine Anlaufschwierigkeiten gibt.

Fazit: Fitzek steht für unvorhersehbare Psychothriller aus Deutschland und diesen Erwartungen wird er auch mit "Das Kind" gerecht, auch wenn meiner Meinung nach die nachfolgenden Werke diesen Roman im Punkto Spannung noch übertreffen konnten.
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Das Kind
Das Kind von Sebastian Fitzek (Taschenbuch - 10. März 2009)
EUR 9,99
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