Kundenrezensionen


140 Rezensionen
5 Sterne:
 (58)
4 Sterne:
 (38)
3 Sterne:
 (22)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intensiver Thriller
Das neueste Werk John Katzenbachs erfindet das Psychothrillergenre sicherlich nicht neu. Es ist jedoch ein sehr intensiver, gleichsam spannender und unterhaltsamer Thriller, dem ein aktuelles Thema zugrunde liegt: Stalking, hier in seiner extremsten Form.

Dazu bedient sich Katzenbach glaubwürdiger Protagonisten, die dem personifizierten Bösen Michael...
Veröffentlicht am 27. Mai 2007 von o_ton

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Höhen und Tiefen
Eine gemeinsame Nacht hat gereicht, und die Studentin Ashley Freeman wird den Gelegenheitsarbeiter Michael O'Connell nicht mehr los. Er ist total auf sie fixiert, verfolgt sie, wird zum Stalker. Als Ashley ihn abweist, muß nicht nur sie das bitter bereuen, sondern auch ihre geschiedenen Eltern, Sally und Scott, sowie Hope, die Geliebte ihrer Mutter. Zunächst...
Veröffentlicht am 17. Juli 2009 von ccheesy


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Höhen und Tiefen, 17. Juli 2009
Von 
ccheesy "ccheesy" (Erftstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Eine gemeinsame Nacht hat gereicht, und die Studentin Ashley Freeman wird den Gelegenheitsarbeiter Michael O'Connell nicht mehr los. Er ist total auf sie fixiert, verfolgt sie, wird zum Stalker. Als Ashley ihn abweist, muß nicht nur sie das bitter bereuen, sondern auch ihre geschiedenen Eltern, Sally und Scott, sowie Hope, die Geliebte ihrer Mutter. Zunächst startet O'Connell Diffamierungskampagnen, wobei er sich bevorzugt des Internets bedient, aber auch vor Gewalt steckt er nicht zurück.
Ashley und ihre Angehörigen, zu denen auch noch Hopes Mutter stößt, sind zunächst schockiert und paralysiert, beschließen aber dann, daß sie zurückschlagen müssen, bevor sie alle - und besonders Ashley - ins Verderben gestoßen werden.

Grundsätzlich ist die Geschichte spannend, was so ziemlich auf alle Romane von John Katzenbach zutrifft. Voll überzeugen konnte er mich aber nicht. Die Geschichte ist zu lang und nicht gerade logisch aufgebaut. Schon früh habe ich mich gefragt, warum die Freemans nicht zur Polizei gehen. Besonders, als O'Connell bei Sally und Hope einbricht und eine Blutspur hinterläßt, wobei alle genau wissen, daß diese von O'Connell stammen muß, hatten sie einen Beweiß für eine Straftat (Stichwort: DNS). Nebenbei: Sally ist Anwältin!
Aber auch sonst hat Katzenbach nicht immer glücklich agiert. Daß O'Connell mit ein paar Computerkursen zu dem Hacker wird, als der er beschrieben wird, ist einfach unglaubwürdig.
Zudem schreibt Katzenbach immer wieder recht klischeehaft. Eindeutig überstrapaziert hat er in diesem Zusammenhang das Wort "kalt". Kaum eine Seite (nach meinem Gefühl), auf der es nicht mal einen kalten Blick oder eine kalte Antwort gab.
Interessant fand ich dafür die wechselnde Erzählperspektive; einerseits der Plot um Ashley und O'Connell, andererseits die Erzählung eines unbekannten Schriftstellers in der Ich-Form.
Fazit: Muß nicht als Pflichtlektüre für Thrillerfans betrachtet werden!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intensiver Thriller, 27. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Das neueste Werk John Katzenbachs erfindet das Psychothrillergenre sicherlich nicht neu. Es ist jedoch ein sehr intensiver, gleichsam spannender und unterhaltsamer Thriller, dem ein aktuelles Thema zugrunde liegt: Stalking, hier in seiner extremsten Form.

Dazu bedient sich Katzenbach glaubwürdiger Protagonisten, die dem personifizierten Bösen Michael O'Connell allesamt geschlossen, jedoch zunächst völlig hilflos gegenüberstehen und sich daher zu Fehlern hinreissen lassen. Damit ist dem "Opfer", der etwas naiven Studentin Ashley Freeman, wenig geholfen......bis man (sprich Eltern und Freundin) sich dazu entschließt, sich der angewandten Mittel O'Connells zu bedienen und den Spieß umzudrehen.

Die eigentliche Leistung Katzenbachs besteht jedoch nicht darin, den Lesern nun ein spannendes Lesevergnügen garantiert zu haben. Es ist vielmehr die erzeugte Atmosphäre, welche den Thriller so intensiv erscheinen lässt, so dass man den Rückzug Ashleys aus dem Alltag, die Angst, hinter jeder Ecke aufgelauert zu werden und ihre Flucht vor ihrem "ganz persönlichen Stalker" sehr gut nachempfinden kann. Dabei wird eindringlich beschrieben, welche modernen Methoden denkbar sind, um einen angeblich geliebten Menschen in die Isolation und damit in die Enge zu treiben.

Nun zu den Negativpunkten: Die Schriebart Katzenbachs ist zwar angenehm, jedoch nicht überragend. Auch das etwas zu dramatische, daher etwas grenzwertige Ende, kann nicht vollends überzeugen.

Fazit: Wer Spannung, Thrilleratmosphäre und Nervenkitzel liebt, der ist mit Katzenbachs "Das Opfer" bestens beraten. Auch das aktuelle Grundthema und die erschreckenden Visionen des Autors, was alles möglich sein kann, lassen das Buch empfehlenswert erscheinen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Thriller um das Thema Stalking mit ein paar Längen im Mittelteil!, 22. Juli 2007
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Die Studentin Ashley Freemann begeht einen folgenschweren Fehler, als sie angeheitert eine Nacht mit dem Computerfreak Michael OConnell verbringt. Denn dieser hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Als Ashley ihm klar macht, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird, beginnt OConnell Ashley klar zu machen, dass es keine Alternative gibt, denn wen er sie nicht lieben darf, darf es keiner! Schon bald werden auch Ashleys Eltern Scott und Sara sowie Hope, die neue Lebensgefährtin ihrer Mutter in die Spirale der Gewalt gezogen, denn OConnells Aktionen richten sich fortan nicht nur gegen Ashley.

Eindrucksvoll zeigt John Katzenbach, wie schnell sich unsere Normalität in einen Albtraum verwandeln kann. Mit ein paar geschickt gestreuten anonymen Hinweisen gelingt es OConnell das Leben der Freemans völlig auf den Kopf zu stellen. Als die Freemans merken, dass Ashley auf legalem Weg nicht von OConnell loskommen wird, schmieden sie einen Plan, der die gesamte Familie endgültig an den Rand des Abgrundes führen wird.

Mit DAS OPFER ist dem Amerikaner John Katzenbach ein insgesamt gelungener Thriller zum Thema Stalking gelungen. Mit Michael OConnell hat er genau den Typus Verehrer geschaffen, der nicht nur das Leben von Prominenten zur Hölle machen kann. Der Roman beginnt fulminant und nach gut zweihundertfünfzig Seiten fragt man sich, was OConnell sich noch einfallen lassen kann. Hier beginnen jetzt die Freemans ihren Plan zu schmieden und der Roman verliert etwas an Fahrt. Im Mittelteil hat DAS OPFER einige Längen. Hier hätte die eine oder andere Kürzung der Handlung sicher nicht schlecht getan. Zum Ende gelingt es John Katzenbach wieder, die Spannungsschraube anzuziehen und die Geschichte zu einem guten, wenn auch nicht jeden Leser überzeugenden Ende zu bringen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen OBSESSION, 6. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Handlung: Eine böse Ahnung nistet sich in Scotts Kopf ein, als er im Zimmer seiner Tochter Ashley einen besitzergreifenden Liebesbrief entdeckt. Seit einem One-Night-Stand bedrängt sie der attraktive und verführerische Michael. Er ist überzeugt, dass sie zu ihm gehört und bloss in ein falsches Milieu hineingeboren wurde. Wiederholt überhäuft er sie mit irrationalen Beteuerungen. Ihre Versuche, ihn abzuschütteln, binden ihn nur noch mehr an sie. So stellt er ihr unbeirrbar und beharrliche nach, beobachtet sie praktisch auf Schritt und Tritt und räumt jedes Hindernis aus dem Weg, das sich zwischen ihn und Ashley zu stellen versucht. Der Kerl ohne viel Kindheit und entsprechend gefährlicher Ausstrahlung wird für Ashley zur personifizierten Bedrohung. Sie fühlt sich ihm ausgeliefert und fürchtet um ihr seelisches und leibliches Wohl, denn nichts in seinem obsessiven Verhalten deutet auf Liebe hin. Vielmehr nisten in seinem Kopf Gedanken in einer gefährlichen Mischung von Blut und Begierde. Er treibt Spiele mit ihr und setzt Kräfte in Bewegung, denen sie vollkommen ausgeliefert ist und sie immer tiefer ins Netz seiner Bösartigkeit treibt. Mehr und mehr hat Ashley das Gefühl, dass sich in ihrem Leben sämtliche Verankerungen lösen und Michael im Begriff ist, ihre Existenz stückweise zu ruinieren. Das Gefährliche an ihm ist, dass er Menschen auf eine Art und Weise schaden kann, die kaum nachzuweisen ist. Dabei sondiert er ihr Umfeld, um sie mit seinem Psychoterror und allen möglichen anderen Mitteln gefügig zu machen und zu isolieren. Er ist gerissen, mit allen Wassern gewaschen und als Computerfreak und Hacker-Experte mit sämtlichen Finessen des Cyber-Stalkings vertraut. Da er enormen Schaden anrichtet, ohne eine Spur zu hinterlassen, hat die Polizei nichts gegen ihn in der Hand. Deshalb ergreifen Ashley und ihre Eltern die Initiative: sie schmieden einen Plan, um Michael auszumanövrieren. Damit gewinnt der Strudel des Schreckens an Energie, denn all ihre Strategien laufen ins Leere. Ashley und ihre Familie werden aus dem Gleis geworfen. Ein Leben aus Angst, Hilflosigkeit und Schrecken steht ihnen bevor.

Fazit: Ein packender und temporeicher Psycho-Thriller hat hier das Wort. Anders als in den üblichen Stalking-Romanen bringt der Autor Elemente ins Geschehen, die zu einer speziellen Note beitragen. Hier lernen wir es von einer besonders perfiden Seite kennen. Katzenbachs Story ist ein Exkurs in die Perversion, die aus den düsteren Winkeln einer männlichen Fantasie rührt. Der Roman ist durchs Band von dumpfem Unbehagen geprägt. Wie Schlangen schleicht der Psychoterror von Seite zu Seite und mit jedem Kapitel nimmt das Verbrechen deutlichere Gestalt an. Hautnah und eindrückliche zeigt dabei Katzenbach die ganze Skala des Zerfall eines gnadenlos in die Enge getriebenen Menschen und seiner Familie auf. Sehr viel Sorgfalt verwendet er auf die Beschreibung der handlungstragenden Figuren. Damit schafft er die nötige Nähe, um den Leser deren emotionale Höhen und Tiefen miterleben zu lassen. Die wechselnde Erzählperspektive zwischen Verfolger und Verfolgten verleiht dem Geschehen zusätzlichen morbiden Reiz und lässt einem am Schluss die Spannung auf den Magen schlagen.
In Katzenbachs überzeugendem Roman versteckt sich auch die Frage, ob ein Verbrechen ein Unrecht gutmachen, mit anderen Worten, Gerechtigkeit schaffen kann.
Dieser Thriller ist nichts für Valentinskarten, denn er atmet Unglück. Er zeichnet sich durch eine intensive Atmosphäre aus Angst und permanenter Bedrohung aus, ohne sich jedoch in Brutalität oder Blutorgien zu ergehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stalking à la Katzenbach, 4. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Jeder Mensch freut sich wohl, wenn ein anderer ihm Beachtung schenkt - aber was, wenn diese zur krankhaften Leidenschaft wird?
Diese bittere Erfahrung muss die Studentin Ashley machen, als sie nach einem One-Night-Stand den Computerfreak Michael umgehend abserviert. Zunächst erscheint dessen Besessenheit sich noch im Rahmen des normalen Frustes eines zurückgewiesenen Liebhabers zu bewegen, aber spätestens als er beginnt, Ashleys Familie in die Sache reinzuziehen, weiß der Leser, dass er es hier mit einem extrem gestörten Protagonisten zu tun hat. Dann aber beschließt Ashleys Familie, den Spieß umzudrehen und Michael eine Falle zu stellen ...
Dieses Buch treibt einem wirklich die Gänsehaut denn Rücken runter, und obwohl es einige richtig krasse Aktionen gibt, wirkt der Plot zu keinem Zeitpunkt überzogen dramatisch oder gar aufgesetzt. Man fühlt mit Ashley und ihrer Familie, kann sich gut in ihre Lage versetzen.
Für mich ist dies bisher der beste Katzenbach-Roman.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem spannend, extrem aktuell und einfach nur extrem gut, 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
In letzter Zeit ist das Thema "Stalking" in der Presse immer präsenter geworden. Mit seinem neuen Psychothriller "Das Opfer" springt John Katzenbach somit auf den rasenden Zug auf. Der Thriller ist spannend geschrieben und übertrifft für mich alle vorher gelesenen Bücher auf diesem Sektor (Stephen King, Dan Brown). Wäre es möglich, mehr als 5 Sterne für dieses Buch zu geben, so hätte ich es getan! Besonders schön ist, dass das Buch natürlich nicht von Seite 1 - 688 hochgradig spannend ist aber die Familienkonstellation des Opfers, die zwanghafte Psyche des Täters und die lebendig beschriebene Atmosphäre Bostons (wo der Hauptteil der Handlung spielt) dem Leser von 'Das Opfer zu einem unvergleichlichen Lesespaß führen.

Zur Handlung des Buches sei an dieser Stelle erwähnt, dass es um einen krankhaft-verliebten Täter (Michael) und eine nicht ganz so verliebte Studentin (Ashley, Opfer) geht. Der Täter kann die Zurückweisung Ashleys nicht akzeptieren und nutzt deshalb seinen brillanten Verstand um zunächst alle Menschen, die ihr helfen könnten auszuschalten und sich dann seinem Opfer zu nähern.

John Katzenbach beschreibt die Personen mit immenser Genauigkeit, man kann sich sowohl physisch wie psychisch ein sehr genaues Bild von Protagonisten und Nebendarstellern machen. Selbst bei dem doch recht hohen Preis für das Buch lohnt sich der Kauf auf jeden Fall!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für Leute, die sich beobachtet fühlen...., 13. Juli 2012
Von 
A. Jürgens (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Das Cover der Weltbildausgabe - eine gekrümmte Hand, die Kratzspuren in Rot hinterlässt ' passt für mein Empfinden sehr viel besser, als die späteren Motive. Es symbolisiert sowohl die Hilflosigkeit und Anspannung der Opfer als auch die Gefahr oder Anspannung, die von Tätern ausgeht, nahezu perfekt. Die Weltbildausgabe ist nicht mehr überall erhältlich, die Droemer-Ausgabe schon.

'Wollen Sie eine Geschichte hören? Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte?'

Mit diesen Worten lädt Katzenbach nicht nur seine Leser in einen der beiden Handlungsstränge seines Romans ein. Man landet in den Staaten, in der jetzigen Zeit, bei durchschnittlichen Menschen. Nun ja, nicht ganz, denn nach diesen Worten wird ' vermutlich einem Journalisten ' in verschiedenen Kapiteln eine Geschichte erzählt, zu der er Nachforschungen anstellt. Eine Geschichte auf Leben und Tod. Einer Geschichte über eine Obsession. Das Warum und Weshalb, der Wahrheitsgehalt selbst, offenbart sich Stück für Stück, je mehr recherchiert wird. Schon bald wird klar, dass eigentlich nur jemand, der darin involviert ist, sie erzählen kann; doch wer das ist, kommt erst zum Schluss mehr oder weniger heraus. Der zweite Handlungsstrang befasst sich abwechselnd dazu mit der Geschichte selbst. Der Geschichte von Ashley, einer modernen und selbstbewussten Frau, die sich nach einem One Night Stand in einem Albtraum wiederfindet. Verwelkte Blumen an ihrer Haustür sind dabei ihr kleinstes Problem. Michael O'Connell, ein Psychopath, Computerfreak und Hacker, gibt vor sie zu lieben. In Wahrheit ist er von der jungen Frau und dem Wunsch sie zu besitzen, besessen. Jeder von dem er annimmt, dass er sich zwischen ihn und seine Liebe drängt, bekommt seinen Hass zu spüren. Jeder gerät dadurch in Gefahr, sogar Ashley selbst.

O'Connell schaltet nicht nur einen vermeintlichen Nebenbuhler durch einen brutalen Überfall aus, er sorgt auch dafür, dass ihre Freundin sich von Ashley distanziert. Seinetwegen verliert sie ihren Job und sieht sich zunehmend in die Isolation gedrängt, weil er nach und nach für Ashleys Kommilitonen ein Bild von ihr zeichnet, das nicht sehr liebenswert ist. Auch Ashleys Vater, ihre Mutter und deren Lebensgefährtin sowie die Mutter der Lebensgefährtin sind vor seinen Attacken nicht sicher ' allerdings lassen die sich nicht so schnell einschüchtern. Doch weil Statistiken zufolge bei Anzeigen die Gewaltbereitschaft von Stalkern oftmals explodiert, wenden sie sich weder an die Polizei noch nehmen sie gerichtliche Hilfe in Anspruch. Als immer klarer wird, dass Ashley keine Ruhe vor ihm haben wird, dass O'Connell für seine Besessenheit sogar über Leichen geht, beschließen sie, den Spieß herumzudrehen und sind bereit zu O'Connells Methoden zu greifen. Opfer und Täter vertauschen ihre Rollen.

Letzteres gestaltet sich zugegebenermaßen etwas melodramatisch, und auch dazwischen möchte man sich bisweilen einfach an den Kopf fassen. Etwa wenn Ashleys Mutter jemanden engagiert, der sich um O'Connell kümmert, obwohl Ashley selbst zu diesem Zeitpunkt bereits an einen anderen, dem Psychopathen völlig unbekannten Ort gebracht wurde. Dass der Versuch nach hinten losgeht, war sofort völlig klar. Auch wurden Möglichkeiten, den Stalker legal zumindest vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen, nicht genutzt. Etwa, bei einem Einbruch ins Haus der Mutter, bei dem O'Connell zwar den Hund der Familie tötet, selbst jedoch gebissen wird. Allein schon in der Zeit, in der sich O'Connell beispielsweise wegen Einbruchs hätte verteidigen müssen, hätte man Ashley in Sicherheit bringen können. Ebenfalls auffällig war das stellenweise blauäugige Verhalten der Familie, während sie andererseits geradezu die Flöhe husten hörte.

Hat das mich das beim Lesen gestört? Eindeutig nein. Wer kann schon sagen, wie er in einer solchen Bedrohungssituation reagiert. Wie stark die Nerven sind, wenn Dinge im eigenen Leben und persönlichen Umfeld geschehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen, Romanen oder allenfalls von der Freundin der Schwester einer Bekannten kennt. Ich nicht.

Katzenbach setzt in seinen Romanen weniger auf auffällige Gewaltszenen. Vielmehr nutzt er auch in 'Das Opfer' oftmals nur angedeutete Handlungen; verrät mehr durch das Weglassen blutiger Szenen oder brutaler Überfälle. Steigert und schlägt so einen Spannungsbogen, der einen mit den einzelnen Figuren mitfiebern, stellenweise auch mitleiden und hoffen lässt, dass man im realen Leben niemals jemandem begegnet, der sich auf so abartige Weise ins eigene Leben schleicht, wie O'Connell das bei Ashley macht. Seine Figuren sind klar gezeichnet, nicht übertrieben dargestellt und glaubwürdig. Michael O'Connells Vorgehen erscheint nicht konstruiert. Die Ängste, die er hervorruft, sich nachvollziehbar.

Fazit

'Das Opfer' hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wer sich überängstlich fragt, ob der Schatten vor dem Fenster von dem davorstehenden Baum oder einem eventuellen Beobachter hervorgerufen wird, sollte vielleicht die Finger davon lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweiliger hätte man es nicht umsetzen können, 11. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Mir scheint es, als wäre das Buch absichtlich in die Länge gezogen worden.
Zum einen durch die vielen verschiedenen Charaktere. Wenn man sich schon die Mühe macht, mehr als einen Protagonisten zu haben, dann sollte man die Figuren auch gründlich "entwerfen". Stattdessen scheint jede Person nur dazu da zu sein, ein bestimmtes Klischee zu erfüllen;
Scott, der besorgte aber hilflose Vater, Ashley, die gutgläubige Studentin, O'Connel der Psychopath der meiner Meinung nach die unlogischste Figur in dem ganzen Buch ist( er sieht super aus, ist ein Profihacker, kann sich seiner Umgebung anpassen wie ein Chamäleon, fürchtet sich vor nichts,ist charmant, ist viel böser als alle Bösen vor ihm ist unberechenbar...), Sally die rationale aber im Inneren unsicher Mutter, Hope die sich vernachlässigt fühlende Lebensgefährtin...Wen diese Aufzählung jetzt gelangweilt hat, braucht sich das Buch überhaupt nicht zu kaufen. Dies sind nämlich nur die 5 Protagonisten.
Begleitet werden sie von einer Fülle Nebenfiguren, die ebenfalls alle das Wort Klischee auf der Stirn haben. Beste Freundin, Privatdetektiv, Tankwart, Professor, Arbeitskollege etc...
Alles, aber auch wirklich alles, wird unnötig lang ausgewalzt. Das schlimme ist, dass über weite Strecken des Buches überhaupt nichts passiert. Damit meine ich, dass es keine Handlung gibt. Anstatt z.b. durch ein Streitgespräch zu zeigen, dass es zwischen Hope und Sally kriselt, erzählt Katzenbach einfach nur anhand von ca. 5 Beispielen aus der Vergangenheit, das die Beziehung der Beiden auf der Kippe steht.
Selbst beim Dialog traut der Autor seinem Leser nicht die kleinste Eigenleistung zu. Anstatt die Sätze im Kontext für sich sprechen zu lassen, hängt er allen ernstes Formulierungen wie "sagte sie wütend", oder "konterte er schnippisch" an Aussagen, die alleine vom Wortlaut und im Zusammenhang als wütend/schnippisch zu verstehen sind.
Würde man allein diese Krücken weglassen, wäre das Buch sicher um 50 Seiten ärmer.
Ich habe mich selten von einem Autor gleichzeitig bewusst gelangweilt und für dumm verkauft gefühlt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Alptraum eines Stalking-Opfers, 20. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Die junge und hübsche Studentin Ashley Freeman verbringt eine Nacht mit Michael O'Connell und ahnt nicht, dass ihr dieser Spaß schon bald zum Verhängnis wird. Was für Ashley ein Abend ohne Bedeutung war, hat in Michael Gefühle ausgelöst, die Ashley und ihre ganze Familie in große Gefahr bringen. Ashley ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass Michael für die Liebe zu ihr über Leichen geht - im wahrsten Sinne des Wortes. Als dann auch noch das Leben von Ashleys Familie von heute auf morgen von unglücklichen Ereignissen überschattet wird, schmiedet die Familie einen gefährlichen Plan, welcher droht, am Ende mehr als nur ein Opfer zu fordern.

Was zu Beginn des Buches noch sehr zäh vor sich hin plätschert, nimmt zum Ende hin rasant an Tempo zu. Am Anfang erfährt man in recht langen und ausschweifenden Einführungen einen Einblick in das Leben der Protagonisten mitsamt ihrer Vergangenheit. Ashleys Eltern leben getrennt, ihr Vater Scott ist angesehener Professor, die Mutter Sally Rechtsanwältin. Die Ehe der beiden scheiterte daran, dass Sally das sexuelle Ufer gewechselt hat und sich ein neues Leben mit ihrer Lebensgefährtin Hope aufbauen wollte, was Scott nie wirklich verzeihen bzw. verarbeiten konnte. Erst der Stalking-Vorfall bringt die zerrüttete Familie langsam wieder zusammen, sodass die ehemals verfeindeten Parteien immer stärker an einem Strang ziehen. Was zu Beginn den einen oder anderen dazu veranlassen wird, das Buch beiseite zu legen, wird den anderen mit einem gelungenen Abschluss belohnen. Das Ende des Buches ist gut und spannend aufgebaut, man hat als Leser nicht die geringste Ahnung, ob der Plan gelingt.

Das Thema Stalking wird hier auf emotionaler Ebene sehr gut nachvollziehbar dargestellt. Die Verzweiflung der Protagonisten ist regelrecht greifbar und man sieht sich hier und da mit der Frage konfrontiert, wie man sich selbst in solch einer Situation verhalten sollte. Die hilflosen Eltern werden von der Polizei nicht ernst genommen, die Rechtslage zu diesem Thema ist schwierig zu durchschauen. Da keine Hilfe von Außen zu erwarten ist, helfen sich die Betreffenden mit allen möglichen Versuchen selbst weiter. Die Methoden der Opfer sind authentisch, ebenso die emotionalen Belastungen. Merkwürdig hingegen ist die Tatsache, dass jemand wie O'Connell trotz niedrigem Bildungsstand in der Lage ist, alle möglichen Computer zu hacken. Was den Lesefluss in meinen Augen ein wenig gestört hat, waren die Gesprächsmitschnitte zum Ende eines jeden Kapitels. Inhaltlich wird man hier Zeuge, wie ein Reporter versucht, die ganze tragische Geschichte von Ashley und ihrer Familie zu rekapitulieren, um am Ende ein Buch darüber schreiben zu können. Diesen Punkt hätte man getrost weglassen können, zumal es das streckenweise sowieso schon recht träge Buch noch mehr in die Länge gezogen hat.

Nichtsdestotrotz ist "Das Opfer" ein spannender Thriller mit einem aufregenden Thema. Definitiv lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsequent umgesetzt, 25. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Opfer: Psychothriller (Taschenbuch)
Meine Erwartungen an "Das Opfer" waren ziemlich hoch gesteckt, nachdem ich bereits "Der Patient" von John Katzenbach gelesen hatte. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Thema Stalking wird sehr ausführlich behandelt und geschickt in die Story eingeflochten. Die Spannung bleibt immer auf einem gehobenen Niveau und ich fand das Buch - trotz seines Umfangs von 654 Seiten - nie langweilig.

Fazit: Ein sehr gutes Buch, spannend und aktuell. Hebt sich deutlich vom Einheitsbrei des Thriller-Genres ab und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Opfer: Psychothriller
Das Opfer: Psychothriller von John Katzenbach (Taschenbuch - 1. Juli 2008)
EUR 10,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen