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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein eindrucksvolles Bild jener Zeit
Iny Lorentz: Die Feuerbraut, Augsburg: Verlagsgruppe Weltbild GmbH, 2008, 759 S.

Der historische Roman "Die Feuerbraut" des Münchner Autorenehepaars, welches unter dem Namen Iny Lorentz publiziert, thematisiert eine Zeit voller Schrecken während des Dreißigjährigen Kriegs. Genauer gesagt, werden die Erlebnisse der Hauptfigur Irmela von...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2011 von M. Kubitza

versus
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut
Kurzinhalt:
Irmela von Hochberg ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Als sie während des 30jährigen Krieges vor den Schweden flieht, warnen ihre feinen Sinne sie vor herannahender Gefahr. Denn tatsächlich sind die Schweden VOR der Gruppe Fliehender, nicht dahinter. Nur wenige Menschen glauben Irmelas Ahnungen und bringen sich rechtzeitig...
Veröffentlicht am 9. Januar 2011 von JED


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kurzinhalt:
Irmela von Hochberg ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Als sie während des 30jährigen Krieges vor den Schweden flieht, warnen ihre feinen Sinne sie vor herannahender Gefahr. Denn tatsächlich sind die Schweden VOR der Gruppe Fliehender, nicht dahinter. Nur wenige Menschen glauben Irmelas Ahnungen und bringen sich rechtzeitig in Sicherheit.

Doch auch wenn es Irmela gelingt, vor den äußeren Feinden zu fliehen, bleiben ihr in ihren eigenen Reihen nur wenig Freude. Ihre Fähigkeiten bringen Neid und Missgunt mit sich. Von einigen wird sie auf den Scheiterhaufen gewünscht.

Meine Meinung:
Wer glaubt, dass das Hexenthema das dominierende in diesem Buch ist, der irrt. Tatsächlich habe ich mich am Ende gefragt: Warum heißt das Buch eigentlich "Die Feuerbraut"? Wer im Verlag hat diesen Titel auf's Cover drucken lassen, ja überhaupt den Klappentext geschrieben? Hier werden wieder mal Erwartungen beim Leser geweckt, die letztlich nicht erfüllt werden.

So spannend wie das Buch anfängt, so belanglos wird es, je weiter man liest. Tatsächlich spielen die vermeintlichen Fähigkeiten von Irmela überhaupt keine Rolle mehr und äußern sich höchstens mal in Kopfschmerzen, die aber wohl jeder mal von uns hat.

Umso weniger nachvollziehbar wird der Hass, den einige Menschen ihr gegenüber hegen - vor allem wenn man bedenkt, dass diese "Fähigkeiten" ja am Anfang des Buches dafür gesorgt haben, dass einige Frauen sich vor den Schweden retten konnten. Ist es da nicht letztlich völlig belanglos, warum?

Tatsächlich sitzt Irmela seitdem mal auf der einen, mal auf der anderen Burg herum (schließlich ist sie eine Comtess und muss während des 30jährigen Krieges offenbar keine größeren Entbehrungen leiden), stickt, näht, unterhält sich - und das war's auch schon.

Die wirklichen "Abenteuer" erleben andere. Da überlegt eine, wie sie ihre Narben im Gesicht behandeln lassen kann und eine andere, wie sie ihrem Mann ein uneheliches Kind utnerschieben kann.

Offenbar musste Iny Lorentz die Seiten füllen. Wirkliche Spannung kommt nie auf. Ja, es lässt sich nichtmal ein Bezug zu den Hauptpersonen aufbauen. Am symphatischsten war mir noch die Zofe von Irmela. Alle anderen bleiben farblos und blass.

Selbst Fabian, in den Irmela verliebt ist, mag man als Leser nicht wirklich in sein Herz schließen, findet er sich doch mal bei der einen, mal bei der anderen im Bett. Das mag zwar der damaligen Zeit ensprechen, lässt aber auch fragen, was Irmela in ihm sieht.

So bleibt das ganze Buch eher schwammig und belanglos. Ein "Feuer" brannte weder bei mir noch zwischen den Seiten.

Fazit:
Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig und wenig überzeugend, 18. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Es war schon ein Willensakt, das Buch zu Ende zu lesen. Durch die erste Hälfte habe ich mich regelrecht gequält. Die Protagonisten überzeugten überhaupt nicht, so dass es wirklich schwer war, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Erst im letzten Drittel des Buchs bekam die Handlung ein wenig Spannung und ließ sich flüssiger lesen. Doch selbst die Entführung Irmelas und deren Haft haben mich nicht wirklich berührt, so dass ich mich widerum nicht identifizieren konnte. Die (fast) einzige Szene, die mich angesprochen hat, war die, in der Ehrentraud im Bann der schwarzen Hexe ist um ihre Schönheit wiederherzustellen.
Außerdem ist mir ein Rätsel, wieso das Thema Hexenverfolgung in diesem Buch das "Oberthema" sein soll. Meines Erachtens dreht sich fast der komplette Plot um den 30jährigen Krieg, das Armeeleben und die wenig interessanten Gedankengänge der Hauptprotagonistin. Für mich stellt sich das Thema "Hexenverfolgung" nur nebensächlich dar (zwar wird von Anfang an immer wieder Irmela als Hexe bezeichnet, doch wirkt das für mich wenig überzeugend). Mehr solcher oben genannten Szenen oder eine detailliertere Beschreibung der Hexenprozesse, des Aberglaubens damals etc., wären dem Buch dienlich gewesen.
Alles in allem bin ich diesmal wirklich enttäuscht und werde so schnell kein Iny Lorenz Buch mehr zur Hand nehmen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spiegel-Bestseller?, 20. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Eine furchtbar hölzerne Sprache! Eine trockene Zusammenfassung der Geschehnisse während des 30jährigen Krieges, selbst die Personen, die ein extremes Verhalten zeigen, erscheinen charakterlos. Alles ist steif wie die beschriebenen Kragen dieser Zeit. Emotionslos liest man gelangweilt weiter. Manche Dialoge und Intrigespielchen der Damen sind wirklich allzu dämlich. Selbst die unscheinbare Irmela möchte man am Liebsten die ganze Zeit wachrütteln. Die lächerlichen Liebesbekundungen zwischen den einzelnen Personen sind unfassbar unwichtig. Diese Leute bleiben wirklich nur fiktive Gestalten, die man von außen miesmuffig betrachtet.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein letztes Buch, 29. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Nun ist es endlich mal an der Zeit, auch meine Meinung zu dem Buch zu schreiben. Eines gleich vorab-es ist mein letztes Buch welches ich von Iny Lorenz gelesen habe. Angefüttert mit der Wanderhure-die wirklich klasse war, verlieren sich die beiden Schreiber in nur noch platten Geschichten,vor sich hindümpelnden Geschehnissen, aber mehr als platten Dialogen-so macht lesen keine Freude mehr.Da wird man sicher von jedem "Groschenheft" mehr befriedigt. Es stimmt mich auch traurig als eigentlicher Fan mal irgenwann solche Worte gebrauchen zu müssen, aber inzwischen gibt es so viele bessere Schreiberinnen und Schreiber, das man sich diese Bücher hier von Iny Lorenz nicht mehr antun muß.Wer wirklich gute lesen möchte kann ja gerne mal bei Ulrike Schweikert,Astrid Fritz oder Sabine Weigand vorbeischauen,wobei letztere so authentisch schreibt, das ich jedesmal gewillt bin, die Originalschauplätze mal irgendwann aufzusuchen. Das ist Literatur die mir am Herzen liegt ! Masse ist halt nicht Klasse...
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Blasse Hauptfiguren, niedrige Spannungsbögen..., 27. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt thematisch hoffnungsvoll. Eine junge Komtess, nicht schön, aber mit scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet, rettet Teile ihres Flüchtlingszuges vor angreifenden Schweden während des 30 jährigen Krieges und wird dafür von einer neidvollen Verwandten der Hexerei bezichtigt. Im ersten Kapitel wird die Roman-Hauptfigur spannungsvoll in Szene gesetzt und der Leser verspricht sich viel.

Achtung, ich nehme etwas von der Handlung vorweg:

Danach verläuft sich dieser Handlungsstrang erstmal im Sande. Die scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten waren in Wirklichkeit wohl doch nur ein sehr feines Gehör und die blasse Heldin, falls sie denn als solche bezeichnet werden kann, treibt sich an mehreren Landsitzen mit einer Reihe von ebenso farblosen Nebenfiguren herum, vertreibt sich die Zeit mit Stickerei und harmlosem Gerede über den Krieg und die auf ihre Person bezogene Hexenverfolgung tritt zunächst völlig in den Hintergrund.
Irmela von Hochberg als Hauptperson bleibt dem Leser so fern, dass er sich nicht mit ihr identifzieren oder mit ihr mitfühlen kann, und sie besticht weder durch tiefsinnige Gedankengänge, Worte, liebevolle Handlungen oder Charakterstärke. Ihr heimliches Sehnen nach Fabian leuchtet dem Leser nicht ein, und man kann auch nicht erkennen, dass sich aus ihrer Beziehung jemals etwas mehr als eine rein "geschäftliche" Vermählung ergeben kann. Im Gegenteil, man wünscht es sich noch nicht einmal für Irmela, denn man fragt sich ernsthaft, was Fabian an ihr, die immer wieder als so unscheinbar und klein und mager beschrieben wird, finden sollte und zudem sein eigener Charakter als eher zweifelhaft und wankelmütig herüber kommt. Von den restlichen Personen kann man sich noch weniger ein deutliches Bild machen und es ist bedauerlich, wenn die Autoren nur ansatzweise Einblick in die Gedankenwelt sämtlicher Handelnden geben, besser wäre der Geschichte gedient gewesen, sie hätten sich dafür einiger, weniger ihrer Figuren detaillierter zugewandt. Zudem gebe ich einer der anderen Rezensoren hier Recht, dass ein Großteil der eingeführten Personen zunächst als unsympathisch oder sogar boshaft dargestellt wird und im Verlaufe der Geschichte plötzlich und ohne erkennbare Gründe einen positiven Charakterwandel durchlaufen (siehe Dionysia von Kerling und Hasson von Heimsburg).

Der nächste Kritikpunkt ist die uneinheitliche Sprache im Buch, die zwischen verschachtelten, gestelzten, langwierigen Sätzen, die wohl den Ton der Zeit widerspiegeln sollen und einer Derbheit schwankt, die zuweilen recht merkwürdig heraus sticht, (z.B. : "Fabian, der geile Bock!") Außerdem setzen die Autoren immer wieder sehr künstlich wirkende Metaphern ein, um eine Stimmung herauf zu beschwören, was aber meist an sehr unpassenden Stellen passiert und das gewünschte Ziel trotzdem verfehlt. (z.B. "die Tränen auf Lexenthals Wange sahen durch die schräg durch das Fenster einfallenden Sonnenstrahlen aus wie kleine, silberne Perlen...", so ungefähr kitschig der Wortlaut, der mich wundern ließ, wen es an dieser Stelle interessiert, wie die Tränen auf seiner Haut aussahen und ob es nicht wichtiger gewesen wäre, zu wissen, was er in diesem Moment der Erkenntnis in seinem Inneren fühlt? - nicht, das es einen wirklich kümmert ...)
Überhaupt lassen die Protagonisten immer wieder unvermittelt ihren "Tränen freien Lauf", was einem als Leser (oder Zuhörer) meist nicht einleuchten will, da einem die Gefühlswelt der handelnden Personen so gleichgültig bleibt und einem die "Dramatik" der jeweiligen Situationen auch nie nahe kommt.

Insgesamt versuchen sich die Autoren leider an zu vielen Handlungssträngen gleichzeitig, ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen Kriegsgeschichte, ein bisschen Hexenverfolgung, behandeln aber jede dieser Geschichten so oberflächlich und kurz, dass einem keine der Geschichten wirklich nahe geht. Die Spannungsbögen der einzelnen Unterhandlungen erheben sich kaum, bevor sie schon wieder beendet werden. Weder Stephanie von Halau und Fabians Gefangenschaft, noch die kurze von Irmela kann einen wirklich berühren und selbst das Schicksal von Ehrentraud ist einem letztlich recht gleichgültig, da diese zuvor so hinterhältig und boshaft beschrieben wurde und man ihr einen richtigen Charakterwandel bis zu ihrem Ende nicht abnimmt. Der Hexenprozess um Johanna und Helene beginnt ohne große Einleitung, wird dann vorübergehend im Detail behandelt, das kurzfristig sogar die Angst der Verurteilten beschreibt und ihr Betteln um Gnade, und endet dann jäh mit dem Anzünden des ersten Reisig und ist ebenso schnell vergessen. Selbst Irmela denkt nicht mehr lange über die Sache nach (warum also sollte es der Leser?)
Ganz besonders unvermittelt und an den Haaren herbei gezogen scheint das "Friede-Freude-Eierkuchen" -Ende der Geschichte, wenn innerhalb kürzester Zeit plötzlich alle glücklich verheiratet und schwanger sind und der Krieg beendet ist.

Ich habe das Buch bis zum Ende gelesen, einzig allein in der Hoffnung, dass aus der Andeutung von Irmelas übersinnlichen Fähigkeiten doch etwas gemacht würde, oder sie sich in anderer Hinsicht noch irgendwie zu einer interessanten Heldin erwachsen würde, aber leider vergeblich. Als Historienroman kann dieses Buch noch nicht einmal von sich behaupten, dem Leser würden durch seine Lektüre besondere Kenntnisse um die Zustände der damaligen Zeit näher gebracht. Insgesamt sehr enttäuschend! Ich kann den Lesern nur empfehlen, sich zum Beispiel die Romane der Serie "Feuer und Stein" von Diana Gabaldon vorzunehmen, wenn sie wirklich etwas über eine vergangene Zeit lernen wollen und dazu noch an einer fesselnden Liebesgeschichte teilhaben möchten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Farblose Protagonistin und handwerkliche Fehler, 28. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Normalerweise habe ich die Bücher von Iny Lorentz verschlungen, aber mit "Feuerbraut" habe ich mir wirklich schwer getan. Die Hauptfigur ist farblos und -in meinen Augen- eher unsympathisch. Alle 10 Seiten wird betont, was für eine kleine "graue Maus" sie ist, das sie nie eine Schönheit wird usw. Ihr ganzes handeln passt einfach nicht zu einer jungen Dame aus gutem Hause, die eigentlich die Dienerschaft fest im Griff haben sollte anstatt sich von ihr herumkomandieren zu lassen.

Aber mehr noch als der Hauptcharakter, hat mich der ein oder andere Patzer und schreibfehler gestört. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Stichwort: "... sprang auf wie von der Natter gestochen."

Oder ein Brief der von Irmela verfasst wird und die Freunde warnen soll, der aber mit keiner Silbe im weiteren Verlauf erwähnt wird..

Alles in allem finde ich es wirklich schade. Vielleicht sollte sich das Autorenpaar mal eine kreative Pause gönnen, um neue Ideen zu sammeln und um sich auch technisch wieder mehr Mühe geben zu können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein eindrucksvolles Bild jener Zeit, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Iny Lorentz: Die Feuerbraut, Augsburg: Verlagsgruppe Weltbild GmbH, 2008, 759 S.

Der historische Roman "Die Feuerbraut" des Münchner Autorenehepaars, welches unter dem Namen Iny Lorentz publiziert, thematisiert eine Zeit voller Schrecken während des Dreißigjährigen Kriegs. Genauer gesagt, werden die Erlebnisse der Hauptfigur Irmela von Hochberg mit Beginn des Schwedischen Kriegs (1630-1635) dargestellt. Während der Flucht vor den Schweden fallen sie und ihre Mitreisenden denselben in die Hände. Nur durch Irmelas gutes Gehör gelingt es ihr, ein paar der Reisegefährten vor den Schweden zu warnen. So kommt es dazu, dass die Mitreisenden, die den Schweden zum Opfer gefallen sind aber dennoch überlebt haben, ihr unterstellen, sie sei eine Hexe. Da Irmela die Alleinerbin eines großen Vermögens ist, entspinnt sich ein Netz voller Intrigen, welches selbst von Kirchenmitgliedern unterstützt wird.

Wie schon in den letzten Werken ist aber auch hier zu bemerken, dass die entstehenden Paarkonstellationen meist schon von Beginn der Geschichte absehbar sind. Die Umwege zu diesen Paarbildungen sind in dem Werk "Die Feuerbraut" aber dennoch unvorhersehbar und somit bleibt die Geschichte von Anfang an voller Spannung.

Die Hauptfigur Komtesse Irmela von Hochberg ist, im Unterschied zu den Charakteren in den bisherigen Romanen von Iny Lorentz, ein unsicheres, schüchternes, nicht gerade hübsches junges Mädchen, welches im Laufe der Geschehnisse zunehmend selbstsicherer wird und versucht ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen.
Neu in diesem Werk ist somit die Darstellung der Protagonisten. Oft wurde bei den vorherigen Werken Iny Lorentz' bemängelt, dass sie immer wieder perfekte Charaktere beschreibt, welche eher realitätsfern erscheinen. Nicht so in diesem Werk. Sie deckt hier nicht nur mit der Hauptfigur, sondern auch mit den anderen Protagonisten Schwächen, Fehler und Abgründe der menschlichen Seele auf und beschreibt sie gnadenlos. Außerdem macht Iny Lorentz nicht Halt davor, Gewalt, Folterung, Verstümmelung, magische Hexenrituale und Kindesmord detailliert darzustellen. Schwache Nerven sind hier fehl am Platz. Aber dies hat Iny Lorentz schließlich schon in der Vergewaltigungsszene in ihrem Werk "Die Wanderhure" unter Beweis gestellt. Auch die finsteren Machenschaften des Adels werden offen dargestellt.

Wer schon Gefallen an den bisherigen Lorentz-Romanen hatte, sollte dieses Werk unbedingt lesen. Es behält den Stil des Autorenehepaar bei, hat sich aber frühergehende Kritik zu Herzen genommen und schafft somit ein eindrucksvolles Bild jener Zeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ... und tschüss!, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie so viele wurde auch ich durch "Die Wanderhure" auf Iny Lorentz aufmerksam. Ein klasse Buch, dachte ich, davon will ich mehr lesen! Und so bestellte ich mir eine großzügige Auswahl der bereits von dem Ehepaar veröffentlichten Bücher. Selber Schuld, das gebe ich ja zu, aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.

Je mehr ihrer Bücher ich las, desto schlechter, vorhersehbarer und langweiliger wurden sie. Aber wenigstens waren sie noch halbwegs unterhaltsam und nachvollziehbar. Was allerdings bei "Die Feuerbraut" verbrochen wurde... Bereits nach den ersten 1-2 Kapiteln weiß der Leser (vielleicht auch nur diejenigen darunter, die das Lorentzsche Muster bereits auswendig kennen) was mit welcher Person passieren und wer wie und wo mit wem enden wird.

Das allein wäre ja noch kein Grund, nicht trotzdem ein wenig Unterhaltung aus dem Buch zu ziehen. Diesmal allerdings haben sich die Autoren meiner Meinung nach durch folgende Tatsachen selbst übertroffen:

1. Irmela, die Hauptfigur dieses Buches... sitzt nur herum und lässt sich alles gefallen. Ich bin zugegebenermaßen erst in der Mitte des Buches angelangt, aber auch hier tut sie immer noch nichts. Bisher waren dem Leser wenigstens die Hauptfiguren sympathisch. Leider ist dies in diesem Buch nicht der Fall. Irmela ist schlicht und ergreifend unspektakulär und könnte jede x-beliebige Magd sein. Man kann Irmela nicht mal hassen; eigentlich kommen überhaupt keine Gefühle für sie auf.

2. Die Motivationen der Figuren sind für mich persönlich einfach absolut nicht nachzuvollziehen. Es kann ja mal sein, dass einem ein bestimmtes Motiv etwas abwegig vorkommt, aber das, was hier geboten wird, ist einfach nur lächerlich. Mal abgesehen von der Tatsache, dass natürlich alle wie immer bösartig sind, hat zum Beispiel Ehrentraud ein vollkommen unglaubwürdiges Motiv für ihr Verhalten und ihre Einstellung. Für mich ist ihr Hass auf Irmela einfach vollkommen konstruiert und aus der Luft gegriffen.

Dies macht das Buch für mich zu einem der schlechtesten, die ich je von Iny Lorentz gelesen habe. Ich würde mir wünschen, dass die Autoren endlich einmal ihr altbekanntes Schema X durchbrechen und sich etwas Neues einfallen lassen, anstatt nur neue, an Qualität immer weiter abnehmende Romane zu produzieren. An "Die Wanderhure" sieht man ja, dass sie es eigentlich können.

Ich persönlich werde dieses Buch nur weiterlesen, wenn ich nichts Besseres zu tun habe und warte, dass das Nudelwasser kocht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dies war das letzte, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Ja, auch ich habe ich Bücher der Wanderhure geliebt, andere von Iny Lorentzs Werken habe ich ebenfalls gern gelesen.
Trotz der Berwertungen, dachte ich mir, ich proebiere es.

Doch definitiv war dies mein letztes Buch des Autorenpaares.

300 lange Seiten habe ich mich durch die Buch gequält, in denen ich nichts erfuhr, ausser über die unzähligen bösen, fiesen Charaktere des Buches, und das Irmela klein und unscheinbar, und keine Schönheit ist. Zu dem traut sie sich nie gegenüber ihrer Tante oder ihrer Stiefgroßmutter der Mund aufzumachen.

Selten so ein schlechtes Buch gelesen, es entspannt sich keine fesselnde Geschicht, die charaktere sind lieblos.

Zu dem ist die Sprache oftmals unter aller Sau und auch an Brutalität ist dieses Buch wohl kaum zu überbieten. Auch die lesbische Affäre zwischen Ehrentraud und Johanne, finde ich einfach nur unpassende. Warum? fragt man sich.. weil dem Autorenpaar Lorentz anscheinend nichts dümmeres mehr einfällt.
Hände weg!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 22. Juni 2009
Von 
A. Maus "abecker38" (Saarbrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerbraut: Roman (Taschenbuch)
Habe einige Bücher von Iny Lorenz gelesen und alle waren packend und spanndend. "Die Feuerbraut" allerdings kann ich nicht weiterempfehlen. Die kurze Inhaltsangabe auf der Umschlagsrückseite geht ziehmlich am Thema vorbei, ich hab mir etwas ganz Anderes darunter vorgestellt. Die Hexenverfolgung von Irmela spielt im gesamten Roman kaum eine Rolle. Die Geschichte ist in meinen Augen lieblos zusammengestückelt, es kommt mir vor, als hätte man mit "hängen und würgen" einen Roman in kürzester Zeit schreiben wollen/müssen. Die ganze Story ist dünn und in knappen Sätzen erzählt. Teilweise sind die Beschreibungen (Heilungsversuch von Edeltraud durch die Hexen) schon richtig pervers beschrieben, ich weiß nicht, ob es das braucht.

Das Buch ist schwach, die Geschichte dünn und ich wundere mich, dass Frau Lorenz solch ein Schrieb abgibt - da ist man Besseres gewohnt. Schade.
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Die Feuerbraut: Roman
Die Feuerbraut: Roman von Iny Lorentz (Taschenbuch - 20. Oktober 2008)
EUR 9,99
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