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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Ich habe das Buch nun schon einige Zeit im Bücherregal stehen und habe es in der letzten Woche während meines Urlaubes heraus genommen um es endlich einmal zu lesen. Ich war innerhalb von 7 Tagen damit durch, weil mich die Geschichte und die Art von Ana Veloso zu schreiben sehr fasziniert hat. Als ich das Buch gestern aus der Hand legte, war ich traurig, weil...
Veröffentlicht am 19. Juli 2007 von Papagena156

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöner Titel- wenig dahinter
Habe das Buch geschenkt bekommen, und eigentlich zunächst einen ganz guten Eindruck gehabt. Die Story und der Titel schienen mir interessant.
Die Beschreibungen der Landschaften Brasiliens, der damaligen Zeit (Brasilien war wohl eines der letzten Länder, das die Sklaverei abgeschafft hat),das ist nicht schlecht beschrieben, so dass man sich doch mit ein...
Veröffentlicht am 19. August 2008 von cielito


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöner Titel- wenig dahinter, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Habe das Buch geschenkt bekommen, und eigentlich zunächst einen ganz guten Eindruck gehabt. Die Story und der Titel schienen mir interessant.
Die Beschreibungen der Landschaften Brasiliens, der damaligen Zeit (Brasilien war wohl eines der letzten Länder, das die Sklaverei abgeschafft hat),das ist nicht schlecht beschrieben, so dass man sich doch mit ein wenig Fantasie all das vorstellen kann, bzw. sich in diese Zeit zurückversetzen kann. Leider ist die "Liebesgeschichte" an sich nichts Besonderes, und das "Paar" der Story verbindet letztendlich auch weniger die Liebe als ausschliesslich die Leidenschaft. Meiner Meinung nach, kann hier nicht mal von einer wirklichen Liebesgeschichte die Rede sein.
Bei der Protagonistin der Geschichte,Vita, war sich die Autorin wohl nicht ganz schlüssig, über ihren Charakter: zunächst behandelt diese die Sklaven wie Dreck und sieht sie einige Stufen unter sich, dann Jahre später stiftet sie Häuser und Geld für die Schwarzen,wird zur Wohltäterin.Zum Schluss der Geschichte, werden die schwarzen Hausangestellten wieder wie Dreck von ihr behandelt, "da sie ja sonst nicht spuren". Natürlich gibt es widersprüchliche Charaktere, der Charkater der Protagonistin Vita jedoch, ist hier sehr unglaubwürdig und unsymphatisch.
Die anderen Charaktere sind absolute Stereotype, so dass man sich bis zum vorhersehbaren, und langweilen Ende dieses Buches mit der egoistischen, nervigen Protagonistin herumschlagen muss.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 19. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Ich habe das Buch nun schon einige Zeit im Bücherregal stehen und habe es in der letzten Woche während meines Urlaubes heraus genommen um es endlich einmal zu lesen. Ich war innerhalb von 7 Tagen damit durch, weil mich die Geschichte und die Art von Ana Veloso zu schreiben sehr fasziniert hat. Als ich das Buch gestern aus der Hand legte, war ich traurig, weil ich so gerne noch mehr von den beiden gelesen hätte. Dieser Roman ist einfach großartig, in bin abgetaucht, habe mitgelebt und finde die gewählten Worte und die beschriebene Leidenschaft von Vita und Leon einfach fantastisch. Die Kritik die über dieses Buch hier geübt wird ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Es liest sich hervorragend und hat den Titel des Bestsellers für mich absolut verdient. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Frau Veloso.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist ein Witz, aber lachen konnte ich trotzdem nicht, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Das ist das klischeehafteste Buch, das ich je aus Mangel an Alternativen gelesen habe. Simpler kann man einen Roman nun wirklich nicht schreiben, sowas von oberflächlich, vorhersehbar und kitschig, ohne Phantasie und Einfühlungsvermögen für die Figuren. Und dann ist der Klappentext auch noch völlig irreführend...

DIE EIGENTLICHE GESCHICHTE

(Wer das Buch noch nicht gelesen hat, möge diesen Absatz bitte überspringen!!!):
Vita, die reiche, verwöhnte Tochter eines Sklavenhalters auf einer brasilianischen Kaffeeplantage Ende des 19. Jahrhunderts trifft den Revolutionär Léon, der die Sklaverei abschaffen will und verliebt sich in ihn, doch davon darf niemand etwas erfahren, weil das doch so unschicklich ist. In einer heißen Liebesnacht in einer romantischen Hütte wird sie schwanger, was Léon jedoch - so hat es den Anschein - völlig kalt lässt, da er sich auf ihren Brief in keinster Weise zu der Schwangerschaft äußert. In ihrer Not treibt sie das Kind im Geheimen ab. Jahre später steht Léon wieder vor der Tür und will sie heiraten, und auf einmal sind die Eltern ganz begeistert von ihm, Sklavengegner hin oder her, der hat ja mehr Geld als sie dachten!, nur Vita will nichts mehr von ihm wissen. Trotzdem (besonders einleuchtend!) stimmt sie der Heirat zu, aus was für einem Grund auch immer. In ihrer Hochzeitsnacht wird sie vom Feuer der Leidenschaft gefangen und gibt sich ihrem Ehemann bereitwillig hin, bald darauf ändert sie ihre Ansicht jedoch wieder und versucht mit allen Mitteln, Léon die Ehe ordentlich zu vermiesen. Zwischendurch wird sie dann doch wieder von der Leidenschaft eingenommen, und so geht das eine Zeitlang hin und her, bis sie sich schließlich scheiden lassen will. Doch gerade noch im rechten Moment erfährt sie, dass Léon damals, als sie mit ihm schwanger war, ihren Brief gar nicht erhalten hat und deswegen nicht reagiert hat. Jetzt ist natürlich alles vergessen und sie will ihn zurückhaben. Mit einem innigen Kuss endet die Geschichte, alle sind glücklich und alles ist gut. Vita ist auch wieder schwanger, und das, obwohl sie doch all die Zeit über dachte, nach der Abtreibung unfruchtbar zu sein. Wie schön!

DIE NEBENHANDLUNG

Auch das, was abseits der Liebesgeschichte passiert, ist zwar gut gemeint, aber an der Umsetzung völlig gescheitert: die Autorin versucht, die damalige politische Situation (die Beendigung der Sklaverei) in die Geschichte einzubauen, ansich eine gute Idee, die VORAUSSETZUNGEN für einen gelungenen Roman wären dadurch ja gegeben. Aber die Umsetzung ist so öde und emotionslos, dass der Leser/ die Leserin schnell das Interesse verliert. Auch die Geschichten der Nebencharaktere begeistern nicht. Das Schicksal des ehemaligen Sklaven Felix hätte man sich wirklich sparen können. Was ganz zum Schluss ihn betreffend "aufgedeckt" wird (hätte das ein großer Aha-Moment werden sollen?) war mir ziemlich egal, wenn man das so lieblos hinschreibt wie Veloso berührt das nun mal nicht im geringsten. Gegen Ende hat man allgemein das Gefühl, die Autorin hätte es plötzlich eilig gehabt, ihre Geschichte so schnell wie möglich zu beenden.
Dann gibt es wiederum Szenen, in denen nicht viel passiert (z.B. geht Vita an einer Stelle baden), die aber recht lange und ausführlich geschildert werden. Als Autor geht man doch in solchen beschaulichen Momenten ein bisschen auf die Figur ein und lässt den/die LeserIn an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Stattdessen wird nur oberflächlich der Ablauf des Geschehens beschrieben. Oder Vita fällt - meist nachdem etwas geschehen war, dass sie aus dem Konzept brachte oder aufregte - todmüde ins Bett und fällt "sofort in einen tiefen, ruhigen Schlaf". Mit diesem Satz endet sicherlich an die zwanzig Mal ein Absatz, und jedes Mal dachte ich mir erneut: Wie kann die Autorin sie nach so einem Erlebnis in einen tiefen, ruhigen Schlaf fallen lassen?

VITA, DIE HAUPTFIGUR

Veloso konnte sich offensichtlich nicht ganz entscheiden, wie sie die Hauptprotagonistin eigentlich haben wollte, ständig ändert sich ihr Charakter so grundlegend, dass man nicht mehr von Launen sprechen kann. Dann ist sie einmal für Sklaverei, im nächsten Moment wieder dagegen. Einerseits stiftet sie massenweise Geld an Schulen etc. für die Schwarzen, dann spricht sie doch wieder abwertend von ihnen. Was will diese Frau eigentlich?

DER KLAPPENTEXT

Ein Hauptaugenmerk meiner Kritik - und hier trägt mal ausnahmsweise nicht die Autorin die Schuld - liegt allerdings am Klappentext (der Gebundenen Ausgabe, wohlgemerkt!), der einen so grundlegend falschen Eindruck des Buches vermittelt. Fast jeden einzelnen Satz müsste man hier dementieren... Ein paar Beispiele:

"Eine Frau, die gegen die Konventionen kämpft - und eine Liebe, die nicht sein darf..."
Nachdem Vita sich nicht recht entscheiden kann, was sie nun eigentlich will und ob sie nun für oder gegen Sklaverei ist, kann man wohl kaum von einer gegen die Konventionen kämpfenden Frau sprechen. Abgesehen davon muss Vita selten kämpfen, sie macht einfach! Andererseits darf man genauso wenig von einer Liebe, die nicht sein darf sprechen, weil ja ganz plötzlich, als Leon Vita doch heiraten will, alle - vor allem ihre Eltern! - dafür sind.

Vita verliebt sich laut Klappentext "bedingungslos" in Léon. Léon wird als "Rebell" beschrieben, "der mit Leidenschaft gegen die Sklaverei kämpft - und gegen Vitas Familie..."
Vita verliebt sich bedingongslos in Léon? Dass ich nicht lache! Ein ewiger Machtkampf und eine Hassliebe ist das, mehr nicht. Und wann und wo kämpft Léon denn bitteschön gegen Vitas Familie??? Alle in ihrer Familie - bis auf Vita selbst - sind doch ganz hingerissen von ihm und er sagt das ganze Buch hinweg nicht ein böses Wort gegen ihre Familie (was wiederum seinen erbitterten Kampf gegen die Sklaverei unglaubwürdiger macht, wo doch Vitas Familie der "Feind" ist).

FAZIT

Dies ist die längste und negativste Kritik, die ich je geschrieben habe. Das Buch ist für mich ein weiterer Beweis dafür, dass man mit Bestsellerlisten äußerst vorsichtig umgehen sollte. Selbst wenn ich seichte Unterhaltung suche, ist dieses Buch nicht gut genug. Lest lieber "Die Teerose", auch stellenweise etwas klischeehaft und vorhersehbar, trotzdem wunderbar, weil ein spannender Handlungsbogen, ein schöner Sprachstil und Einfühlungsvermögen von seiten der Autorin vorhanden sind.

Den einen Stern (abgesehen davon, dass man null Sterne gar nicht geben kann) gibt's für die anfänglich recht schön beschriebenen Landschaften und den guten Einstieg in die Geschichte - es fängt ja wirklich vielversprechend mit einem äußerst gelungenen ersten Kapitel an (vor lauter Kritik vergaß ich das doch glatt zu erwähnen)!!!

Was mir wirklich ein Rätsel ist und wohl immer bleiben wird: Manche Rezensenten hier sind der Meinung, Veloso gehe einfühlsam auf ihre Protagonisten ein und diese wären in ihren Handlungen immer nachvollziehbar. Gerade das ist für mich jedoch der größte Mangel des Buches. Gibt es vielleicht zwei Ausgaben ein und desselben Romans und ich habe die falsche gelesen??? Interessant, wie Meinungen so stark auseinander gehen können.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine enttäuschende Geschichte, 6. April 2007
Ich muß zugeben, daß ich mir dieses Buch erst lange Zeit nach seinem Erscheinen gekauft habe - und nicht etwa, weil man allerorten davon geschwärmt hätte, sondern weil mir das ursprüngliche Titelbild so gut gefiel.
Und tatsächlich war das Cover auch das Einzige an diesem Buch, das mich nicht enttäuscht hat.
Dabei bietet der Hintergrund doch eigentlich alles, um eine gute Geschichte daraus zu machen: Der Konflikt zwischen Herren und Sklaven, deren Befreiung, das gesellschaftliche Leben im Brasilien des 19. Jahrhunderts, beeinflussende literarische und philosophische Strömungen... Zumal ja Ana Veloso in Brasilien geboren ist und lange Zeit dort verbracht hat, weshalb gerade sie eine Fülle interessanter Details und Anekdoten einbringen kann, so etwa, daß Sklaven keine Schuhe tragen. Auch ist der Ansatz des Romans durchaus vielversprechend, und Vitória, die noch junge Tochter eines konservativen Kaffeebarons, bietet als Protagonistin ungeahnte Möglichkeiten. Aber was macht die Autorin aus all dem?
Eine billige Liebesgeschichte nach dem altbewährten Schema Ich-lieb-dich - ich-lieb-dich-nicht - ich-lieb-dich-doch, ein ständiger Wechsel zwischen hohler Leidenschaft und nichtigem Haß, der schließlich in eine "glückliche" Ehe mündet, und das alles vor dem an sich großartigen Hintergrund der brasilianischen Gesellschaftspolitik, die aber nie elementarer Teil der Handlung ist, sondern, stark verflacht hingepinselt, nur zu deren Fortgang beiträgt. Auch die Charaktere wirken zwar zunächst interessant, enttäuschen aber bei näherem Hinsehen. Léon Castro, Vitas Liebhaber und späterer Mann, ist ein durch und durch paradoxer Charakter, der zwischen unerträglich nonchalanter Selbstironie und völlig sinnloser Eifersucht schwankt. Vitas Eltern, ihre Freundin Eufrásia, ihr Bruder Pedro mit seinen Freunden Joâo Henrique und Aaron und seiner Frau Joana, der Sklave Félix mit seiner Frau Fernanda, sie alle bilden anfangs als Vertreter unterschiedlichster Ansichten und Stände einen schönen Personenkreis, verflachen aber im Verlauf der Handlung zunehmend. Sie entwickeln sich kaum, und wenn, dann sprunghaft, ohne ersichtlichen Grund - und vor allem ohne bedeutende Konsequenzen. Vollkommen überflüssige Szenen, die dem Roman seine sechshundert Seiten sichern, wechseln sich mit übertrieben schwärmerischen Beschreibungen ab und bilden zusammen mit unpassenden Zeitsprüngen die Handlung, die besonders im dritten Teil immer hastiger und, weil modernen Konzepten folgend, auch unglaubwürdiger wird. Günstige Gelegenheiten zur Entwicklung werden übergangen und zugunsten weit weniger günstiger Ansätze einfach fallengelassen.
Zu loben ist die gleichmäßige Größe der Kapitel und Teile. Auch hat die Autorin ein Gespür für lustige Wortspiele, die den Leser zwischendurch immer wieder aufheitern - was er allerdings auch nötig hat. Irritierend, wenn auch nicht unbedingt tadelnswert, wirkt ihre Angewohnheit, alle Zahlen, gleich welcher Bedeutung, in Ziffern anzugeben. Am meisten stört den Leser mit Sprachgefühl allerdings der sorglose Umgang der Autorin mit den verschiedenen Tempora des Konjunktivs.
Fazit: "Der Duft der Kaffeeblüte" ist kein lesenswertes Buch, sondern allenfalls Lektüre "für zwischendrin", wenn man nichts anderes zu tun und vor allem nichts besseres zu lesen hat. Beim ersten Lesen, das vermutlich auch das letzte gewesen sein wird, habe ich den Eindruck gewonnen, dieser Roman sei dem Hang der Autorin zum Exotischen und ihrer Vorliebe für Namen mit möglichst speziellen Betonungen entwachsen. Man sollte aber gerechterweise nicht vergessen, daß es sich um einen Erstling handelt.
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4.0 von 5 Sternen Liebesgeschichte mit brasilianischem Feuer, 4. November 2014
Zum ersten Mal habe ich "der Duft der Kaffeeblüte" nach Erscheinen in unserer Stadtbibliothek ausgeliehen und sofort gelesen - ich erinnerte mich an die heiße, aber traurige Liebesgeschichte von Vitoria und Léon und musste sie unbedingt nochmals lesen (für mich ist dieser Roman eine Liebesgeschichte - es mag sein, dass das Paar auch die Leidenschaft verbindet - aber um ehrlich zu sein, kann ich einige Rezensionen und Bewertungen nicht nachvollziehen - um was bitte geht es denn in "Shades of Grey", so dass dieser Roman in höchsten Tönen angepriesen wird? In Wirklichkeit geht es da nur um die Gelüste von Grey und seine Leiden in der Vergangenheit - Was macht diese Geschichte so interessant und Vitas und Léons Liebe einfältig und unaufrichtig?).

Jahre später, d.h. vor einigen Wochen habe ich mir diesen Roman gekauft und nochmals gelesen. Die Schreibweise ist toll (ich lese gerne Bücher, die in "älterem" Stil geschrieben sind wie die von Jane Austen), es gibt spritzige Dialoge, gute Ansätze - leider glückte die Umsetzung nicht in allen Punkten. Mir schien auch, dass einige Kapital ruhig hätten ausgelassen werden können. Den Perspektiven-Wechsel an sich fand ich nicht so schlimm, jedoch gab es in dem Buch einige Charaktere (allen voran die Nebengeschichte zu dem ehemaligen Sklaven und "Halbbruder" Vitas: Felix), die mich angeödet haben und die ich übersprungen habe - mich faszinierten immer wieder die Begegnungen der Hauptprotagonisten - ihre offensichtliche gegenseitige Liebe, die sie dem Gegenpart nicht ohne Ironie oder Sarkasmus zeigen konnten - ihre Sturheit und Feigheit ihre gegenseitigen Gefühle zu offenbaren - ihren Unglauben auf die Aufrichtigkeit der Worte, wenn beide doch mal wagten Worte der Liebe und Zuneigung vorzubringen.

Alles in allem bin ich überhaupt nicht der Meinung, dass die Geschichte "Vom Winde Verweht" und Vita Scarlett O'Hara ähnelt - im Gegensatz zu Scarlett wusste Vita von Anfang an, wer der Mann ist, zu dem sie gehört (sie hat sich zu Beginn in ihn verliebt.. immer Augenblicken hinterher gefiebert, in denen sie ihn begegnet - ihre geliebten Eltern angelogen, um ihn zu sehen - sie bat Léon sie zu heiraten, auch wenn der Brief Léon niemals erreicht hat.. trotz ihrer Sturheit war sie es, die ihn bat sie zu heiraten und das achtlos von dem, was andere oder Léon über sie dachten - jene Zeit war nicht das 21. Jahrhundert. Überlegt doch mal im letzten Kapitel als ihre Gefühle mit ihr durchgehen und sie wünschte Léon wäre bei ihr - dass es keinen anderen Mann gibt, der ihm das Wasser reichen kann). Die einzige Parallele, die ich sehe, ist ein historischer Hintergrund (aber bei vom Winde verweht geht es um einen Bürgerkrieg! Nicht um die "Sklavenbefreiung") und ein Missverständnis, was beide Hauptcharaktere aufgrund falschen Stolzes nie aussprachen.

Ich glaube auch nicht, dass Vita Léon je gehasst hat - vor seinem Heiratsantrag, als Léon den Gast der Da Silvas nach Hause bringt - warum versucht sie sich für jemanden aufzuhübschen, der sie einfach im Stich gelassen hat und für den sie nichts übrig hat? - wegen Ihrer Eitelkeit? Nein, das glaube ich nicht. ich denke, dass sie verzweifelt versucht sich selber nicht einzugestehen, dass sie ihn immer noch liebt. Jetzt kommen sicher Kommentare von wegen, dass zwischen beiden doch keine Liebe existiert - da sage ich nur quatsch! Wir alle lesen doch Liebesromane, weil wir an die romantische Liebe glauben. An diesen magischen Augenblick - an die Liebe auf den ersten Blick - warum sollte es nicht auch bei Vita und Léon der Fall sein? Das erste Aufeinandertreffen - die Spannung zwischen beiden. Léon ist von Vitas Anblick gefesselt, aber nicht nur das - das Mädchen hat ja Verstand! Wie sollte er sie für sich gewinnen? Er war in sie verfallen - doch sie würde ihn niemals zu seinem Gemahl nehmen. Vita bedeutete ihm mehr als Leben, so dass er alles tun wollte, um sie zu ehelichen - auch wenn sie die Tochter des "Feindes" war - Léon wusste schließlich, wie es in Brasilien zuging und überall gab es "Feinde", die er zu bekehren wünschte. Ich finde Léon trat gegenüber Vitas Familie mit Respekt auf, damit diese ihm seine Tochter anvertrauten, nicht weil er in seinen Grundsätzen wankelmütig war. Er wusste auch, dass er gegenüber Vitas Familie und ihr selber anders vortreten musste, damit er die wunderhübsche Tochter für immer sein nennen konnte. Wie sollte er Vitas Herz gewinnen, wenn er wie ein Rogerio oder Edmundo handelte? Nein, er musste anders vorgehen. Vita musste sich über ihn wundern, sich nach ihm verzerren - er befürchtete Misserfolg, wenn er so wie er war um ihre Hand anhielt - er, mit seinem zweifelhaften Beruf, seinen Ansichten, die der reichen Oberschicht zuwider waren, nicht das Geld und die Macht besaß Vita weiterhin ihres Lebensstandard zu bieten. Und ganz abgesehen davon war er ein "Bastard" - ein unehelicher Sohn einer Sklavin und dessen Herrn - ein "Mischling", wie ihn die reichen Snobs verachteten => also muss Léon zu Ruhm, Macht und Reichtum kommen - seine Vorstellungen bei Hofe halfen ihm dabei die Sympathie Dona Almas zu gewinnen, die ihm in einen moralischen Adelsstand erhebt und mit seinem Geschäftssinn erobert er das Herz seines Schwiegervaters Eduardo da Silva - der Umstand, dass Vita nun mit ihren 20 Jahren immer noch nicht verheiratet ist, alle Verehrer zurückgewiesen hat und die Eltern wissen, dass sie vormals für den Herrn Castro schwärmte, ebnen Léon ebenfalls die Tür.

Mit dem ganzen hin und her will ich sagen, dass es bei beiden um viel mehr als Leidenschaft geht.

Nochmal was anderes - als Vita zum ersten Mal im Roman auftaucht ist sie 17 Jahre alt - ein Alter, an dem noch nicht alle Menschen gereift sind, und sich die Überzeugungen mit zunehmendem Alter ändern können. So finde ich, hat es mit ihrem älter werden zu tun, dass sie vieles anders sieht und Gelder für die Bildung Schwarzer spendet. Ihre kleinen späteren Ausrutscher geschehen meiner Meinung nach durch Nervosität und den Umständen - nicht, weil sie schizophren ist.

Toll wäre es außerdem, wenn Frau Veloso ein bisschen mehr hinter die Fassade zeigte, ein bisschen mehr vom Gefühlsleben teilhaben ließ und nicht alles der Fantasie des Lesers überließ.

Das was mich ganz besonders bekümmert, ist das fade Ende - auch ich erwartete mir mehr davon und wünschte eine Aussprache zwischen beiden. Außerdem finde ich, dass es noch so viele offene Themen gibt (finden Aaron und Joana zueinander? Wird Felix in die Familie Da Castro aufgenommen und hat Eduardo Da Silva nun einen rechtmäßigen Erben für Boavista? - Finden Vater und Sohn zueinander, nachdem der Vater so viele Kinder beerdigt hat? Entfacht sich nochmals die Liebe zwischen Dona Alma und ihrem Ehemann nach ihrer Reise? bewohnen sie weiterhin Vitas Anwesen? War Léon wirklich treulos? Was hat es mit der "Modistin" auf sich? Gibt es noch andere Kinder Léons, von dessen Existenz Vita nichts weiß oder war das alles nur Farce, um seine schöne Sinha eifersüchtig zu machen? Bringt Vita ein gesundes Kind auf die Welt? Womöglich ein Töchterchen mit den himmelblauen Augen und schwarzen Locken, wie sie beide träumen? Wiederholt sich ihre Liebesgeschichte mit ihrem Neuanfang bei ihrem Kind? Wie sieht der Schlachtplan der schwarzen Witwe Cordelia nun aus? Versucht sie beide zu entzweien? Wie geht die Eingliederung der Schwarzen im täglichen Leben in Brasilien weiter? Was passiert aus dem herrschaftlichen Anwesen Boavista? Wird die Kaffeefazenda einer Orangenplantage weichen?), so dass sich Frau Veloso tunlichst an eine Fortsetzung ihres Beststellers machen sollte - jetzt mit mehr Schreiberfahrung und den gegebenen Ansätzen dürften die Voraussetzungen für einen weiteren erfolgreichen Roman geschaffen sein.

Trotz seiner Makel eines meiner Lieblingsbücher :).
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32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig und farblos, 26. März 2006
Von Ein Kunde
Ich lebe selbst in Brasilien und war deswegen sehr auf diesen Roman gespannt. Eine große, traditionsreiche Kaffeefazenda im Vale do Paraíba, eine starke Frauenfigur, um deren Schicksal sich das Romangeschehen dreht, eine spannende politische Epoche kurz vor der Abschaffung der Sklaverei ... Ingredienzen, die den Roman ausgesprochen lesenswert machen. So dachte ich zumindestens.
Umso enttäuschter war ich, als ich das Buch dann las. Die Heldin ist ein blasses Abbild von Margaret Mitchells Scarlett in "Vom Winde verweht". Der männliche Protagonist León strotzt vor Klischees: schwarze Haare, breite Schultern, schmale Hüften, bronzefarbene Haut, verwegen, ironisch ... Die Hauptfiguren ändern sich während des Romangeschehens nicht, auch wenn die Autorin versucht, eine Entwicklung darzustellen (die angebliche "Verhärtung" Vitas nach der Abtreibung (im Übrigen eine der besseren Szenen) überzeugt nicht); die Figuren bleiben flach und konturlos. Das Schicksal der Protagonisten vermag den Leser nicht wirklich zu fesseln; die Beziehung der beiden wirkt zudem zu modern.
Zunächst wird fast ausschließlich aus der Sicht Vitas erzählt, später irritert der häufige Perspektivenwechsel (auch aus der Sicht absolut unwichtiger Nebenfiguren). Die Handlung und das Ende sind vorhersehbar, es gibt keine überraschenden Wendungen, die das Interesse des Lesers wachhalten. Oft sind die Handlungselemente ausgesprochen klischeehaft, wie beispielsweise Vitas Entjungferung während eines Gewitters in einer alten Hütte, in der sie und León Zuflucht gesucht haben. Viele Szenen tragen absolut nichts zum Fortgang der Handlung bei, wie etwa eine Badeszene (Vita geht allein im Fluss baden); der Leser erwartet, dass irgendetwas passiert, doch es geschieht gar nichts: Vita badet nackt im Fluss, picknickt danach, schläft dann im Gras ein, wird von einem Insekt gestochen, wacht deswegen auf und geht wieder nach Hause. Eine absolut überflüssige Szene, und davon gibt es mehrere im ganzen Buch. Auch die Nebenhandlung um den Ex-Sklaven Felix kann nicht überzeugen. Sie plätschert langweilig vor sich hin. Ebenso langweilig und fade sind die meisten Dialoge. Schade!
Dennoch 2 Sterne für die insgesamt gute Recherche.
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4.0 von 5 Sternen Temperamentvolle Liebe mit Herzschmerz, 13. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Ein richtiger Schmöker um es sich auf der Couch, vielleicht an einem stürmischen Tag, gemütlich zu machen. Ich finde die Bezeichnung "Vom Winde verweht mit brasilianischem Feuer", die das Cover des Buches ziert, sehr treffend.
Ein romantisches Märchen Ende des 19. Jahrhunderts, mit einer starken weiblichen Hauptrolle (reiche Tochter eines Großgrundbesitzers und Sklavenhalter), die sich unsterblich in den rebellischen, unheimich gut aussehenden männlichen Part (kritischer Journalist mit dubioser Vergangenheit, der den Kampf gegen die Sklaverei aufnimmt) verliebt. Was für eine Paarung. Zwei gegensätzliche Welten prallen aufeinander und reiben sich einander. Das es zwischen den temperamentvollen Beiden heiß hergeht, im Streit wie in der Liebe, erklärt sich da von selbst.
Ana Veloso beschreibt die Fazenda inmitten der Kaffeesträucher in solch blumigen Worten und mit einer Liebe, dass man meinen könnte, das Anwesen gäbe es wirklich und wäre der Autorin vertraut. Auch die Stadt Rio wirkt mit ihrer pulsierenden Lebendigkeit und ihrem lauten Charme dem Leser gleich vertraut, wenn er mit den Protagonisten eine Kutschfahrt unternehmen oder unter dem bezaubernden Sternenhimmel der Konversation feiner Leute lauschen darf.
Keine allzu anspruchsvolle Literatur, aber eine schöne, herzerwärmende Abwechslung vom grauen Alltag, nicht nur wegen der Sonne Brasiliens. Auch für Daheimgebliebene und Fernwehgeplagte die ideale Geschichte.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mischung aus Beziehungskitsch und historischer Information, 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Im Vordergrund des Buches steht eine völlig unglaubwürdige und durchgeknallte Liebesbeziehung, die jedem Groschenroman alle Ehre machen würde. Eingebettet in Erzählung über Sklaven, Kaffeeplantagen und ähnliches, auch übrigens nicht besonders tiefgründig. Irgendwie trotzdem spannend, weil, obwohl vieles voraussehbar war, konnte man nicht glauben, dass die nächste Wendung so "bekloppt" werden würde - und sie wurde es doch. Vollkommen unverständlich, wie ein Buch, das eine so primitive Handlung hat, ein Bestseller werden kann - sehr enttäuschend nach dem Kauf. Der Titel und der Klappentext klingen nach viel mehr.
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3.0 von 5 Sternen Herz, Schmerz, Triebe, Liebe, Hiebe: Groschenromanniveau, 4. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Kaffeeblüte (Taschenbuch)
Ende der 1880er Jahre:

Eine wunderschöne Kaffeebaronstochter verliebt sich in den natürlich blendend aussehenden Revoluzzer (Gegner der Sklavenhaltung und aktiver Befreier der Sklaven), beim ersten Sex wird sie schwanger, treibt ab, leidet, weist den früheren Geliebten ab, um ihn 2 Jahre später doch zu heiraten.
Die zwei Hauptprotagonisten verbindet lediglich ihre sexuellen Triebe, geredet wird nicht.

So weit, so gut.

Die Geschichte ist sehr flüssig zu lesen, für den gesamten Wälzer habe ich nur einige Tag gebraucht.
Wirklich spannend war es nicht, sondern sehr vorhersehbar.

Interessant, und darum auch 3 Sterne wert, sind die anschaulichen Beschreibungen von Menschen, Kleidung, Einrichtung und Sprachgebrauch der damaligen Zeit.
Auch die Situation der Sklaven und die Landschaft werden detailliert dargestellt, und viele portugiesisch/brasilianische Worte finden Einzug in die Handlung, sodass man nebenher noch ein bisschen lernen kann.

Insgesamt aber ist diese Geschichte in meinen Augen nur ein Bündel von Groschenromanen, das leider ein sehr seichtes Niveau hat.

Nochmal lesen wird man dieses Buch wohl nicht (ich bestimmt nicht), aber am Strand oder zum Querlesen ist es in Ordnung.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Duft der Kaffeeblüte, 17. März 2006
Von Ein Kunde
"Der Duft der Kaffeeblüte" ist die Geschichte der jungen Vita, Tochter eines schwerreichen Kaffeebarons im Brasilien des 18. Jahrhunderts.
Anfangs liest sich dieser Roman recht spannend, jedoch ist das Ende der Familiensaga a là "Scarlet O`Hara" umso vorhersehbarer. Es ist die Geschichte einer erfolgsverwöhnten Frau, die allen Hindernissen trotzt und ihre Ziele scheinbar mühelos erreicht. Die Autorin schreibt nicht nur über die Geschichte der Kaffeebarone nach der Abschaffung der Sklaverei. Sie erzählt auch von Einzelschicksalen der Sklaven, die obgleich der neu gewonnenen Freiheit an der Armutsgrenze leben und entgegen vielen Vorurteilen versuchen, ihr Leben zu meistern.
Vor diesem spannenden und geschichtsträchtigen Hintergrund erscheint die Erzählung mitunter zäh und langweilig.
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Der Duft der Kaffeeblüte
Der Duft der Kaffeeblüte von Ana Veloso (Taschenbuch - 1. Juni 2007)
EUR 9,99
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