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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kripo-Mann wächst über sich hinaus
Diesmal, da war er sich sicher, würde er gewinnen. Der Elfjährige bleibt unter Wasser, bis er nur noch an eines denken kann - atmen. In letzter Sekunde stößt er sich vom Grund ab, kommt, so schnell es geht, an die Oberfläche. Doch Lisa lässt ihn auch beim Tauchen nicht siegen. Lieber bleibt das Mädchen so lange unter Wasser, bis es...
Veröffentlicht am 2. Juni 2008 von wolfsfrau

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Durchschnittskost
Doch ja,ich habe den Kauf dieses Buches als Taschenbuch nicht bereut- wäre es ein Hardcover für 20 Euro gewesen wäre meine Meinung anders ausgefallen, aber so stimmt das Preis- Leistungsverhältnis. Eine interessant Lesezeit ohne nachhaltigen Eindruck- aber auch solche Bücher muß man lesen, um zu wissen, was man an einem Fitzek hat. Das Buch...
Veröffentlicht am 9. Juni 2008 von Beowulf


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kripo-Mann wächst über sich hinaus, 2. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Diesmal, da war er sich sicher, würde er gewinnen. Der Elfjährige bleibt unter Wasser, bis er nur noch an eines denken kann - atmen. In letzter Sekunde stößt er sich vom Grund ab, kommt, so schnell es geht, an die Oberfläche. Doch Lisa lässt ihn auch beim Tauchen nicht siegen. Lieber bleibt das Mädchen so lange unter Wasser, bis es ohnmächtig wird. Ihr Zwillingsbruder muss es vor dem Ertrinken retten. Schon als Kind ist Paul Seligs Zwillingsschwester gewitzter, schneller, geschickter, klüger und Liebling der Erwachsenen. Alle sind fasziniert von Lisas unfassbarer Energie. Ihr Bruder steht stets in ihrem Schatten; sie demütigt ihn, wo sie nur kann.

Auch 30 Jahre später hat sich daran nichts geändert: Lisa Westphal sitzt in der Schaltzentrale der politischen Macht und ist inzwischen die rechte Hand des Innenministers, während Paul Selig als erfolgloser Kripobeamter tätig ist. Als mehrere Terroranschläge Berlin erschüttern sind beide wieder im Spiel": Der Loser Paul wird zu seinem eigenen Erstaunen als führender Ermittler eingesetzt. Lisa soll für den Innenminister die Wogen wieder glätten, für die drei U-Bahn-Attentate in der Bevölkerung gesorgt haben. Schließlich ist bald Wahltag. Doch die taffe Karrierefrau tut nichts, was ihr nicht selber nutzt, und wird für einige politische Drahtzieher sehr gefährlich.

Zwillingsspiel" heißt der erste Roman von Markus Stromiedel. Ein deutscher Polit-Thriller, der durch packende Spannung und eine aufrüttelnde Bildersprache beeindruckt. Vor dem Leser läuft ein temporeicher Film ab. Beschreiben - ja, das kann der Autor, der in der Vergangenheit bereits zahlreiche Drehbücher für erfolgreiche TV-Krimiserien (Tatort, Stubbe) lieferte.

Stromiedel nimmt seine Leser mit zum Ort des Bombenattentats, wo ein grotesk verbogener Schienenstrang einer modernen Skulptur gleich in den Himmel ragt. Nüchtern erzählt er von einer abgerissenen Hand, deren rot lackierte Fingernägel durch die graue Schicht aus Dreck, Staub und Blut leuchten, und von einem völlig überforderten Kommissar, der sich am Tatort als erstes übergibt.

Beunruhigend, weil so realistisch, ist das Buchszenario nicht nur, wenn die Attentate geschildert werden. Auch von der Gefühllosigkeit der Menschen, die politische Verantwortung tragen, kann einem angst und bange werden. Die Anschläge werden islamistischen Extremisten zugeschrieben. Auch hier sind die Folgen erschreckend: In Berlin gehen ganz normale Bürger zum Protest auf die Straße. Dönerläden und arabische Teehäuser werden zerstört, Menschen muslimischer Herkunft verprügelt, hasserfüllt sind die Parolen der Demonstranten, die die Ausweisung aller Muslime aus Deutschland fordern.

Mehrere Handlungsstränge ziehen sich durch das Buch, die Stromiedel raffiniert miteinander verknüpft. Nur bei der Auflösung der zum Ende hin leider arg konstruiert wirkenden Story überzeugt nicht mehr alles: So arbeitet beispielsweise ein Patient einer psychiatrischen Anstalt in einem Archiv, in dem sämtliche Daten ehemaliger Kranker gespeichert sind. Er kann die Unterlagen sogar an sich nehmen und frühere Patienten damit erpressen.

Selbstzweifler Paul Selig wandelt sich nach und nach vom unsicheren Kripobeamten zum erfolgreichen Ermittler. Doch bis es soweit ist, muss er zahlreiche tragische und gefährliche Situationen durchstehen. Am Schluss gewinnt er zum ersten Mal im Wettbewerb gegen seine egomanische Schwester - ein persönliches Drama.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch und spannend, 7. Juni 2012
Mit meinem neuen Kindle-Reader muss ich mich erst noch anfreunden, aber das Buch von Markus Stromiedel hat mich die Technik schnell vergessen lassen. Die Geschichte ist der Debütroman des Autors, ich hab sie gelesen, nachdem ich schon zwei andere Bücher von ihm gelesen habe. "Zwillingsspiel" ist sehr atmosphärisch, ein Geschwisterdrama im Thrillergewand, viel Emotion, dazu ein wenig Politik und trotz dieser wilden Mischung hochspannend. Seine anderen Bücher sind klarer, die Storys gradliniger. Aber ich kann "Zwillingsspiel" trotzdem (oder gerade deshalb, weil es ungewöhnlich ist) empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Politthriller, 10. Mai 2010
Von 
Hoerspiel3 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel (Audio CD)
Eine Explosion erschüttert die S-Bahn Berlins. Es ist nicht die erste. Ein Disaster - so kurz vor den Bundestagswahlen.

"Zwillingsspiel" ist die Geschichte eines ungleichen Geschwister-Paares. Zum einen Kurt Selig, Kommissar bei der Kriminalpolizei mit einer der niedrigsten Aufklärungsquoten in seiner Dienststelle. Warum er ausgerechnet zu den Ermittlungen des neuesten Bombenanschlags, der bereits der dritte innerhalb kurzer Zeit ist, bleibt ihm ein Rätsel. Setzt hier etwa jemand darauf, dass dieser Fall ungelöst bleibt?
Allein dieser Verdacht ist für Selig Ansporn genug, eben dies nicht zuzulassen. Und schon bald stößt er auf weitere Hinweise, die seine These stützen. Doch wem kann er überhaupt noch vertrauen?

Seiner Schwester Lisa? Diese ist im Gegensatz zu ihrem Bruder enorm sicher in ihrem Auftreten und hat es sich zum Ziel gesetzt, in der politischen Landschaft so weit wie möglich nach oben zu gelangen. Die Bombenanschläge sind ein willkommenes Mittel, um ihre Ziele zu erreichen. Als rechte Hand des Innenministers verfolgt sie im Hinblick auf die bevorstehende Wahl ihre ganz eigene Strategie.

Die Geschichte spiegelt eine Mischung aus Krimi und Politthriller wieder. Es dauert zunächst ein wenig, bis man sich mit den tragenden Figuren vertraut gemacht hat. Immer wieder wird dabei die besondere Beziehung zwischen Kurt Selig und seiner Schwester in den Mittelgrund gerückt, sei es durch Rückblicke in die Vergangenheit, Dialoge der beiden oder Seligs Selbstreflexionen.
Es gibt eine ganze Reihe von Schaltstellen zwischen denen stetig hin und her gewechselt wird. Allerdings fallen die Übergange nicht selten hart aus. Hier wäre der Einsatz von Musik wünschenswert gewesen, um dem Hörer eine gewisse Unterstützung an die Hand zu geben, denn nicht selten braucht man ein wenig, bis man bemerkt, dass man bereits die Perspektive gewechselt hat.
Ein sehr beliebtes Mittel des Autors ist das Erwähnen von unbekannten Beobachtern oder Verfolgern. Doch nach einer Weile bezieht die Geschichte daraus kaum noch Spannungspotential. Dieses ist trotz vieler interessanter Aspekte ohnehin etwas zu gedämpft. Auch wenn die Story grundsätzlich gelungen ist und einiges an Ideen zu bieten hat, um vollständig zu begeistern, reichte mir das hier nicht aus. Dafür ist einfach schon zu vieles zu früh klar.

Gelesen wird dieses Hörbuch von David Nathan. Der Grund, weshalb ich mich überhaupt erst für diese Lesung interessiert habe, war eben er. Er macht seine Sache in gewohnt routinierter Weise gut, hat einige starke Momente, vermochte jedoch leider nicht diese mitreißende Begeisterung wie in manch anderen Lesungen zu wecken.

Fazit: Ein guter Politkrimi, der mich trotz interessanter Ideen leider nicht vollständig zu begeistern vermochte. Dafür fehlt es letztlich an den großen Überraschungen zum Ende hin.
Von mir gibts ein knappes gut. (2-)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Durchschnittskost, 9. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Doch ja,ich habe den Kauf dieses Buches als Taschenbuch nicht bereut- wäre es ein Hardcover für 20 Euro gewesen wäre meine Meinung anders ausgefallen, aber so stimmt das Preis- Leistungsverhältnis. Eine interessant Lesezeit ohne nachhaltigen Eindruck- aber auch solche Bücher muß man lesen, um zu wissen, was man an einem Fitzek hat. Das Buch lässt sich flott und leicht lesen.

Man merkt dem Autor doch stark an, dass er sonst Drehbücher schreibt. Er will zuviel.Alles reingepresst was nur geht- böse machtgeile Politiker, Russenmafia, Islamistenterror, psychische Störung eines Kleinkindes, Geschwisterkonkurrenzkampf, und und und, selbst die StaSi taucht in einer Randbemerkung am Schluß auf. Das war mir zuviel an Stelle atemloser Spannung kam Langeweile auf- kein Gedanke wird letztlich zum tragenden Spannungsbogen, schade um die guten Ansätze und die guten Ideen. Kein Grund zur Ekstase, aber auch kein Verriss oder Enttäuschung, eben gesunde Durchschnittskost.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein packendes Buch, 13. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
"Zwillingsspiel" ist ein ungeheuer packendes Buch, das mit dem Kriminalkommissar Selig eine sympathische Verliererfigur in den Mittelpunkt einer perfiden und blutigen Intrige stellt. Von Anfang an entwickelt der Krimi einen starken Sog; man legt das Buch nicht mehr aus der Hand. Dem Autor gelingt nicht nur ein ausgezeichneter Politthriller, sondern auch eine dramatische und emotionale Geschwistergeschichte. Und auf beiden Ebenen, der Politischen wie der Privaten, enthüllen sich im Zuge der Ermittlungen die mörderischen Struturen der Macht und des Wettbewerbs. Mehr als einmal fragt man sich während der Lektüre, wohin wird es uns noch führen, dieses ewige Schneller-Höher-Weiter? Ein kluges, ein aufregendes, ein errschreckend realistisches Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkstrom, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Endlich mal ein deutscher Politthriller, realistisch mit überraschenden Wendungen und Protagonisten ohne Klischees, der sich vor den Amerikanern nicht verstecken muss. Spannend, subtil und mit einer Weitsicht für das Geschehen ohne zuviel Vorhersehbares, wie es wahrscheinlich nur ein Drehbuchautor sieht. Dies ist gut recherchierte deutsche Realität, aufregend und sprachlich passend dargeboten. Mehr davon, ich freue mich schon auf das Nächste.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenthriller aus deutscher Feder!, 16. Mai 2008
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Krimis und Thriller stehen in den letzten Jahren nicht mehr unter der Vorherrschaft der Autoren aus Amerika oder England. Immer mehr deutsche Autoren finden zurecht den Weg in die Bestsellerlisten, wie die Werke von Sebastian Fitzek, Andreas Eschbach oder Thomas Thiemeyer beweisen. Jetzt gesellt sich ein weiterer Name dazu: Markus Stromiedel, der mit ZWILLINGSSPIEL ein fulminantes Debüt abliefert.

Berlin wird von einem schweren Terroranschlag erschüttert. Bei einer Explosion auf dem S-Bahnhof Savignyplatz kommen sieben Menschen ums Leben. Mit den Ermittlungen wird Paul Selig beauftragt. Ein Kommissar, der nicht gerade zur ersten Riege der Berliner Polizei zählt und immer im Schatten seiner Schwester Lisa stand, die eine beachtliche Karriere hingelegt hat und heute die persönliche Assistentin des Innenministers ist. Bei seinen Ermittlungen stößt Selig auf zahlreiche Ungereimtheiten und muss sich mit der Frage auseinandersetzten, ob man ihm den Fall bewusst zugespielt hat, damit er ihn nicht aufklärt.

ZWILLINGSSPIEL ist ein von der ersten Seite an packender Thriller. Man merkt dem Roman an, dass sein Schöpfer als Drehbuchautor zahlreiche Erfolge feiern konnte. Es gelingt Markus Stromiedel ganz hervorragend den Leser mit seiner bildhaften Sprache zu fesseln. Bemerkenswert ist, dass er bei seinen Figuren gänzlich ohne Beschreibungen auskommt und diese trotzdem überaus lebendig werden. Ein Verdienst der packenden Handlung, in der sich diese bewegen. ZWILLINGSSPIEL bietet Familiendrama, Politthriller und Krimi in einem. Geschickt gelingt es Markus Stromiedel alle Handlungsfäden zu verknüpfen und am Ende logisch, glaubwürdig und trotzdem spektakulär zu lösen.

Insgesamt ein hervorragender Thriller, der schon jetzt zu den besten des Jahres gezählt werden kann. Absolute Kaufempfehlung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen deutscher Stig Larsson - fast, 22. April 2010
Von 
Stefanie Berg (düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Durch Zufall bin ich auf Markus Stromiedel gestossen und war verwundert, dass er nicht in der Bestsellerliste ist. Er kommt mit dem Aufbau seiner Story, der Sprache und dem sympathischen Antihelden fast an Bestsellerautor Stig Larsson ran. Die Darstellung des politischen Berlins ist so nah und realistisch, dass man trotz anderer Namen gleich Gesichter vor Augen hat. Mir haben beide Bücher fantastisch gefallen - vor allem da es sie auch als eBook gibt :-) Noch sind gute eBooks schwer zu finden. Aber im Ernst: ich bin sehr begeistert!!!!! von mir mindestens 6 Sterne!
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3.0 von 5 Sternen Spannend und unterhaltsam. Ich vergebe 3,5 Sterne., 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Paul Selig ist Kommissar in der Polizeidirektion Berlin. Er hat ein sehr geringes Selbstbewusstsein, was an seiner Zwillingsschwester Lisa liegt, die ihn von klein auf immer wieder demütigte. Nach einem (dem dritten) Anschlag auf Berliner S-Bahnen war er der zuständige Ermittler. Das konnte doch nur ein Versehen sein oder steckt da jemand dahinter, der den Vorfall ungelöst haben möchte?

Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich. Der Leser bekommt im Prolog einen kleinen Einblick in die Kindheit von Paul. Im ersten Teil geht es dann um den Anschlag. Abwechselnd erfährt der Leser von Paul als Polizeibeamter, von Lisa als Sekretärin des Innenministers und von Kaskan, dem ehemaligen Regierungsberater des Kanzlers. Während Paul sehr unsicher ist, strotzt Lisa nur so vor Selbstbewusstsein.
Bei dem Anschlag kamen 7 Menschen ums Leben, unter anderem auch die Tochter von Alexander Kaskan. Dieser macht den Kanzler für den Tod seiner Tochter verantwortlich und setzt alles daran, diesen zu vernichten.

Im zweiten Teil geht es darum, dass Selig nicht glaubt, dass der gefundene Täter wirklich für den Anschlag verantwortlich ist. Kaskan soll einen unbekannten Mann coachen, der in der Wahl gegen den Kanzler antreten soll.

Das Ende hat mich überrascht. Ich habe zwar damit gerechnet, aber die Zusammenhänge waren bis zum Schluss verborgen. Zwischendurch war es leider ein wenig langatmig. Aber alles wurde aufgeklärt und gelöst.
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5.0 von 5 Sternen deutscher temporeicher Politthriller, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zwillingsspiel: Kriminalroman (Taschenbuch)
Zwillingsspiel
Cover: Im klassischen Schwarz sind 2 neonrote Insekten zu sehen und darunter der Titel Zwillingsspiel. Es spiegelt sich auch noch ein wenig in dem schwarzen Cover. Weiß ist der Name des Autors. Das Cover wirkt edel und schaurig zugleich.
Herausgeber ist Knaur TB; Auflage: 2008 (1. Juni 2008) und hat 432 Seiten.
Kurzinhalt: Berlin wird von einem Terroranschlag erschüttert: Eine Explosion auf dem S-Bahnhof Savignyplatz zerfetzt sieben Menschen, darunter die Tochter eines prominenten Regierungsberaters. Kommissar Paul Selig wird mit den Ermittlungen beauftragt - zu seinem großen Erstaunen, denn eigentlich ist er alles andere als ein Erfolgsmensch.
Daran ist seine karrierebesessene Zwillingsschwester Lisa nicht ganz unschuldig, die von Kindesbeinen an kaum eine Gelegenheit ausgelassen hat, ihren Bruder zum Verlierer zu stempeln. Bei seinen Ermittlungen stößt Selig auf zahlreiche Ungereimtheiten. Sollte er den Fall bekommen haben, weil man ihm die Aufklärung nicht zutraut? Doch wer könnte ein Interesse daran haben, die Wahrheit unter Verschluss zu halten?
Meine Meinung: Ein rasanter, temporeicher Politthriller, der seinesgleichen suchen muss. Es wird alles sehr bildlich dargestellt, der Autor schrieb schon Drehbücher für Tatorte oder ein Fall für Stubbe, was ich beides begeistert anschaue. Paul Selig, am Anfang des Buches ein bemitleidenswerter, zurückhaltender Typ mausert sich immer mehr zum guten Ermittler mit der richtigen Spürnase. Die Kapitel sind gut, nicht zu lang, nicht zu kurz und es laufen mehrere Handlungsstränge ab, die sich dann zu einen guten Ende zusammenfinden. Es blieben keine Fragen offen, manchmal war es nur ein wenig zu vorhersehbar, denn es gab einen psychisch Kranken, der im Archiv arbeitet und Daten weitergibt, ein wenig zu unglaubhaft. Ich hätte mir am Ende eine Überraschung gewünscht, es war ein wenig zu vorhersehbar, aber ansonsten sehr gut geschrieben, die Spannung bleibt immer bestehen.
Mein Fazit: Ein Politthriller, in dem alles vorhanden ist, die russische Mafia, Terror von Islamisten und Neid unter Geschwistern. Spannend und ungewöhnlich bis zum Ende hin. Auch wenn vieles nicht erklärt wurde, war vieles schlüssig und stimmig. Eine gute Realität von Deutschland, die es schon gibt und die noch zunehmen wird, leider.
Eine sehr gute Leseempfehlung.
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Zwillingsspiel: Kriminalroman
Zwillingsspiel: Kriminalroman von Markus Stromiedel (Taschenbuch - 1. Juni 2008)
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