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Kundenrezensionen

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am 27. September 2006
Eigentlich ist das ein stinknormaler historischer Roman, so in die "Wanderhure"- Richtung. So dachte ich jedenfalls. Doch was einem hier serviert wird geht weit über das "Normale" hinaus und sticht sogar Altmeisterin Iny Lorentz aus (die meiner Meinung nach sowieso überschätzt wird). Die Hebamme Marthe wird verfolgt, da die Frau ihres Herrn eine Totgeburt hat. Auf der Flucht schließt sie sich einer Gruppe Siedlern an, die ein neues Dorf in der Nähe von Meißen gründen wollen. Dort kommt sie scheinbar zur Ruhe, aber schon bald wird sie erneut angefeindet und verfolgt. Man leidet so mit Marthe mit, das es schon fast weh tut und gleichzeitig hat man Schmetterlinge im Bauch, als sie sich in den Dorfherrn Christian verliebt. Für Leute mit schawchen Nerven ist dieses Buch jedoch nix, da die Brutalität mit der der Oberschuft Randolf und seine Anhänger zu Werke gehen sehr anschaulich geschildert werden. Sonst für alle und jeden Liebhaber historischer Romane ein "Festschmaus".
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am 24. Januar 2015
Inhalt

Marthe ist gerade mal 14 Jahre alt, als sie eines Abends zum ihrem Burgherr gerufen wird, um dessen Frau bei der Entbindung eines Kindes beizustehen. Eigentlich ist ihre Ziehmutter Serafine die weise Frau im Dorf, die sich um die Geburten der Dorfbewohner kümmert und auch um deren Krankheiten und Gebrechen. Doch die liegt zu diesem Zeitpunkt im Sterben und Marthe wird von ihrem Totenbett von Wulfharts Männern weggezerrt. Todunglücklich ergibt sich Marthe ihrem Schicksal und versucht, der jungen Frau bestmöglichst bei der Geburt zu helfen. Als der Sohn des Burgherrn dann aber tot geboren wird, will Wulfhart der jungen Hebamme Hände und Füße abschlagen lassen. Marthe gelingt die Flucht, doch schon steht sie vor dem nächsten Problem: wo soll sie jetzt hin? Zurück in ihr Zuhause kann sie nicht, da die Männer von Wulfhart dieses zwischenzeitlich niedergebrannt haben. Ihre Ziehmutter ist tot und das junge Mädchen steht vor dem Nichts. Sie sieht ihren einzigen Ausweg darin, sich den Siedlern anzuschließen, die an diesem Tag das Dorf Richtung Osten verlassen haben, um sich in der Mark Meißen auf unerschlossenem Gebiet ein neues Leben aufzubauen. Ritter Christian, der gemeinsam mit seinem Knappen Lukas, den Zug anführt, ist bereit, Marthe aufzunehmen. Doch damit hat die Gefahr für Marthes Leben noch lange kein Ende...

Cover

Jajaja... das Cover... Das ist mal wieder so eine Sache. Gerade bei Historischen Romanen finde ich da ne Covergestaltung immer schwierig, weswegen ich da eigentlich immer recht großzügig bin. Aber bei diesem Buch kommt mal wieder der Umstand zum tragen, dass das Cover eine junge Frau ziert. Ich mag solche Cover gar nicht, also diese Cover mit Personen drauf. Denn dadurch wird mir als Leser ein bestimmtes Bild vorgegeben, aber ich möchte mir von den Protagonisten eben selbst ein Bild machen. Bei diesem Buch kommt noch dazu, dass Marthe im Buch mit braunen Haare beschrieben wird, und die Frau auf dem Cover blond ist...

Das hat mir gefallen

Die Geschichte wird um die Hauptfigur Marthe gesponnen und trotzdem wird auch die Geschichte einiger Nebenfiguren erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die ganze Story beginnt auch gleich ohne viel Vorgeplänkel direkt an dem Abend, an dem Marthe zur Burg von Wulfhart gebracht wird, um dessen Frau bei der Geburt zu helfen. Obwohl der Leser eigentlich von Anfang an ahnt, dass das Kind sterben wird und Marthe dadurch in Gefahr gerät, bleibt es gleich von Anfang an spannend. Immer wieder kommt es zu solchen Passagen, aus der die junge Frau sich immer wieder retten kann, ohne dass die Geschichte konstruiert wirkt. Über die kompletten 650 Seiten hinweg ist es mir eigentlich nicht einmal langweilig geworden. Auch die Passagen, in denen Marthe nicht mitspielt, wie etwa die Geschichte rund um Markgraf Otto und seine kluge Frau Hedwig, hab ich mit Begeisterung gelesen. Dabei hat auch Sabine Eberts Schreibstil beigetragen, mit dem sie sich bemüht hat, ein Stück der vergangenen Sprache aufzunehmen, ohne das ganze unverständlich zu machen. Im Gegenteil, Frau Ebert gelang es, ihre Schreibstil einfach, aber trotzdem authentisch zu halten. Hinsichtlich der Charaktere konnte mich die Autorin absolut abholen. Marthe ist trotz ihrer 14 Jahre doch schon recht reif, was vielleicht den einen oder anderen Leser stören könnte. Aber für die Geschichte war es wichtig, dass sie eben so ist, wie Ebert sie ausgestaltet hat. Und Ritter Christian lässt jede Leserin dahinschmelzen mit seinem Charme und dem ausgeprägten Beschützerinstinkt. Aber auch die Nebencharaktere, trotz ihrer Vielzahl, konnten mich überzeugen, da sie alle ihre ganz eigenen Charaktereigenschaften haben, die mal etwas mehr und mal etwas weniger klischeehaft ist, was mich persönlich jetzt aber nicht so gestört hat. Schließlich ist mir noch die Verknüpfung von realen Geschehnissen mit dem Erfundenen positiv aufgefallen. Zu meiner Überraschung findet sich am Ende des Buches eine kleine Zusammenfassung, welche tatsächlichen Geschehnisse dem Buch zugrunde liegen, inwieweit diese von der Autorin so übernommen oder etwas abgeändert wurden und wo Sabine Ebert ihre eigenen Ideen verwirklicht hat. Das hat mir wirklich sehr gefallen, da ich bei historischen Romanen eigentlich mich immer kundig mache, ob der Geschichte etwas Wahres zugrunde liegt und diese Arbeit wird einem hier abgenommen. Außerdem wurden im Buch mitterlalterliche Begriffe verwendet, was de Schreibstil wirklich gut getan hat. Diese Begriffe werden anhand einer Auflistung ebenfalls am Ende des Buches erklärt. Dies dient der Authenzität, ohne Verständnisschwierigkeiten beim Leser hervorzurufen. Da hat sich echt jemand Gedanken gemacht.

Das hat mir nicht gefallen

Leider habe ich bei "Das Geheimnis der Hebamme" auch einen kleinen Mankopunkt gefunden. Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, wenn Autoren ihre Phantasie spielen lassen und ihre Ideen auch umsetzen, aber hier hatte ich manchmal das Gefühl, dass es Frau Ebert an manchen Stellen etwas übertrieben hat. So dichtet sich Marthe beispielsweise Heilkräfte an, wo ich mich dann eher an einen Fanatsy-Roman erinnert gefühlt habe. Auch das Ende der ganzen Geschichte war zwar nett und dient auch der Liebesgeschichte, aber so wäre das im wahren Leben im Jahr 1172 niemals geschehen!! Wie gesagt, einen gewissen Spielraum muss jeder Autor haben, aber das fand ich dann einfach ein wenig "too much".

Fazit

"Das Geheimnis der Hebamme" ist der Auftakt der Hebammen-Saga, der durchaus Lust auf mehr macht. Die Geschichte überzeugt sowohl durch eine schöne, aber dezente Liebesgeschichte, durch Action und nimmt den Leser mit ins 12. Jahrhundert. Außerdem habe ich sogar noch etwas über die deutsche Geschichte, im speziellen über die sächsische Geschichte dazugelernt. Mich konnte das Buch auf jeden Fall unterhalten und ich freue mich auf den zweiten Teil.
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am 21. August 2008
Ich lese und höre gerne historische Romane und ich möchte direkt zu Anfang sagen, dass ich auch diesen Roman gerne gehört habe. Das lag zum einen an der gut erzählten Geschichte und zum anderen an der tollen Stimme von Julia Fischer. (Fast) allen Charakteren verlieh sie einen einzigartigen Klang, so wie es eben sein muss.

Die Geschichte handelt von Marthe, ihres Zeichens junge Hebamme. Allerdings könnte man sie im großen und ganzen besser als Heilerin oder Kräuterfrau bezeichnen, denn Kinder bringt sie relativ selten zur Welt. Wie schon der Klapptext verrät, sollen Marthe Hände und Füße abgehackt werden und sie entschließt sich daher lieber zu fliehen und sich Siedlern anzuschließen. Kluges Mädchen! Mehr von der Geschichte möchte ich jetzt aber auch nicht verraten. Ich finde es nicht gut, wenn zu viele Einzelheiten preisgegeben werden... man will ja noch überrascht werden!

Warum sollte man dieses Hörbuch hören?
Wie bei vielen anderen historischen Romanen faszinierte es mich auch hier, mich in längst vergangene Tage zurückversetzen zu lassen. In diesem Fall ungefähr ins 12. Jahrhundert nach Deutschland. Als angehöriger des einfachen Volks hat man vor allem unter dem Adel zu leider, der schaltet und waltet wie er will. Man hatte kaum Rechte und lies sich fast alles gefallen. Es gibt Szenen im Buch, die regelrecht beklemmend wirkten. Man konnte nur hilflos zuschauen, wie Gesetzte gebrochen, Menschen unrecht getötet wurden.

Das hat mich gestört!
Immer wieder frage ich mich, warum Hörbücher in gekürzter Fassung erscheinen. Ich habe schon schlimmere Kürzungen gehört, aber auch hier merkte man es an einigen Stellen deutlich. Zeitsprünge sind das Stichwort. Im einen Moment wurde noch von den bevorstehenden Ereignissen oder Vorhaben geredet, im nächsten Moment ist schon alles vorbei und es wird drüber berichtet, wie die Sache ausgegangen ist. Weniger gut. Aber es kam zum Glück nicht so oft vor. Es macht auf jeden Fall Lust darauf, das Buch zu lesen und dann genauer herauszufinden, was passiert ist.
Über Marthe möchte ich nur sagen, dass ihre Ahnungen und Geistesblitze z.T. etwas wunderlich erscheinen. Hier hat es sich die Autorin leicht gemacht Zusammenhänge herzustellen, indem Marthe mal hier mal da ein paar Bilder und Szenen in ihrem Kopf sieht. Kann man mögen... mich hat es auch nicht sonderlich gestört.

Also empfehlenswert?
Ich würde sagen "Ja", denn das Hörbuch fesselt, unterhält, ist gut gelesen und macht Lust auf mehr. Es gibt negative Punkte, die aber dem Gesamthörerlebnis keinen Abbruch tun. Die Autorin hat bereits zwei Folgeromane geschrieben, die ich auf jeden Fall auch lesen / hören werde.
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am 3. Juli 2007
Sabine Ebert liefert mit ihrem Erstlingsroman "Das Geheminis der Hebamme" einen sehr guten Erstlingsroman ab, der den Leser in die Zeit des Beginns des Erzbergbaus in der Mark Meissen entführt, wobei der Roman vorrangig in meiner Geburtsstadt Freiberg spielt, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Christiansdorf gegründet wurde.

Der Roman ist gut recherchiert sowie flüssig und spannend geschrieben. Es ist erfreulich, dass sich die Autorin der Geschichte Sachsens annimmt.

Zwar reicht der Roman nicht an die schriftstellerische Qualität einer Rebecca Gable heran, aber für mich ist Sabine Ebert mit diesem Roman die Nummer 2 der deutschen Historienromanautoren/autorinnen.

Trotzdem bleibt auch Raum für Kritik: Den Titel des Romans kann ich nicht so recht nachvollziehen. Die Autorin führt die Hauptprotagonistin des Romans vorrangig als hellsichtige Heilerin und nur in zweiter Linie (auch) als Hebamme ein. Darüber hinaus lädt dieser Titel meines Erachtens nicht unbedingt zum Kauf ein, will man auch ein anderes Publikum als Hausfrauen erobern.

Hätte es in der kleinen Buchhandlung auf dem Freiberger Obermarkt nicht lediglich 4 verschiedene historische Romane im Angebot gegeben, von denen ich 2 bereits gelesen habe und hätte mir die Buchhändlerin diesen Roman nicht schmackhaft gemacht, wäre ich vermutlich nicht auf den Gedanken gekommen, den Einband überhaupt zu lesen... Warum konnte man den Roman nicht einfach "Christiansdorf" oder "Die Stadt am freien Berge" oder "Die Seherin von Christiansdorf" nennen, was dem Sinn und Inhalt des Romans wesentlich näher gekommen wäre?

Darüber hinaus erinnert mich das Ende des Romans (der sicherlich der Beginn einer mehrbändigen Reihe sein wird) doch etwas an das etwas kitschige Ende des Romans "Die Wanderhure" von Iny Lorentz.

Sicherlich ist Iny Lorentz eine gute Autorin, die jedoch seichte und wenig tiefgründige Kost bietet. Es wäre wünschenswert, wenn sich Sabine Ebert ihren eigenen Stil erarbeitet und sich bei der Fortsetzung des Romans nicht an der Wanderhurentrilogie von Lorentz orientiert.
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am 4. Mai 2007
Ein wunderbares Buch! Man kann es gar nicht weglegen und möchte immer weiter lesen. In 3 Tagen hatte ich es durch und es hat mir meine (von Hunger geplagte) Fastenzeit wesentlich erleichtert, da man beim Lesen sich so in die Geschichte einfand, dass man alles andere vergessen konnte. Der Roman besticht durch eine schöne Schreibweise und ist packend und sehr bildhaft in der Erzählung, sowie klasse in der Auswahl der Romanfiguren. Die Geschichte berührt das Herz. Ich war mittendrin wie ein Bewohner des Dorfes bzw. stiller Beobachter und Reisebegleiter.

Außerdem sehr lobenswert, dass der Roman nicht nur reine Fiktion ist, sondern wirkliche historische Begebenheiten einfließen lässt. So lernt man nebenbei noch etwas.

Meinen Glückwunsch an die Autorin zu diesem gelungenen Werk! Ich hoffe, es wird bald ein weiteres geben?
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am 23. Februar 2011
Fand das Buch zwar spannend, aber auch sehr brutal!!
Sehr detailliert werden die Vergewaltigungen beschrieben und auch viele Folterungen und Morde.
Beim Lesen des Buches hat es mich oft sehr geschüttelt!!! Aber weils spannend war habe ich weitergelesen. Ein anderes Buch der Autorin mag ich aber nicht mehr lesen.
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am 29. Dezember 2006
Das Buch erhebt sicherlich keinen Anspruch auf höhere Literatur, aber es lässt sich gut lesen und kann mit den Romanen von Iny Lorentz gut mithalten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es wirklich sehr spannend ist und auch zum Mitfiebern. Zwar lässt sich das Ende absehen, aber es bleibt dennoch genug Spannung erhalten. Den Titel finde ich allerdings nicht passend.

Die historischen Tatsachen sind sehr gut recherchiert. Da ich beim Lesen von historischen Romanen zugleich auch immer Sachbücher zur Überprüfung heranziehe, war ich wirklich von der Detailtreue überrascht.

Gestört hat mich die schon sehr dringende Bitte das Nachfolgebuch zu kaufen.
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am 27. September 2009
Nun, ich bin auf der Suche nach einem neuen Buch auf dieses hier gestoßen. Dies ist der erste historische Roman, den ich gelesen habe. Und ich muss sagen, es hat mich verzaubert. Ich habe dieses Buch verschlungen und konnte gar nicht mehr aufhören, zumal der Schreibstil meiner Meinung nach einfach klasse ist. Sie schreibt flüssig, verständlich und spannend. Man erlebt mit Marthe ihr Schicksal, das leider auch von Gewaltätigkeit und Trauer geprägt ist.
Ich werde mir jetzt den zweiten Teil kaufen und den zu lesen wird mich wahrscheinlich wieder ein paar Nächte kosten. Zudem hat mich dieses Buch auf den Geschmack für historische Romane gebracht, was ich vorher nie gedacht hätte.
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am 2. Januar 2015
Das Buch in wenigen Worten: Solider Historienroman und Auftakt einer bekannten und guten Buchreihe
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Die Spur der Hebamme (und weitere Fortsetzungen), Die Hebamme,Die Wanderhure

"Das Geheimnis der Hebamme" ist ein historischer Roman aus dem Jahre 2006, der im Deutschen Reich des 12. Jahrhunderts angesiedelt ist, in dem damals Friedrich I. alias Barbarossa regierte. Genauer gesagt spielt es in Sachsen. Nachdem der Sohn eines Burgherrn tot zur Welt kommt, wird der Hebamme vorgeworfen, schuld zu sein. Sie soll bestraft werden, indem ihr die Gliedmaßen abgehackt werden. In letzter Minute gelingt ihr die Flucht, woraufhin sie mit fahrenden Siedlern nach Osten zieht. Die Hebamme heißt Marthe, und das Buch erzählt ihre Geschichte, oder zumindest einen ersten Teil davon. Das Buch ist auch die Geschichte von einem Ritter, der die Siedler anführt und der von der jungen Hebamme fasziniert ist. Das Buch ist daher nicht einfach ein nur ein historischer Roman, sondern auch eine Liebesgeschichte, die weit über die damaligen Standesgrenzen hinaus geht. Und eine Geschichte von Feindschaften und Freundschaften, und die eines jungen Dorfes.

Anfangs hatte ich eine gewisse Grundskepsis. Durch die Popularität der Wanderhure zu der Zeit, als das Buch erschien, stand zu befürchten, dass das Buch sehr ähnlich sein würde. Der Titel deutete auch ein bißchen in die Richtung, immerhin waren Hebammen auch so ein Berufsstand, der zu alten Zeiten teilweise einen schlechten Ruf hatte. Doch weit gefehlt! Es kann gut sein, dass die Grundidee daran angelehnt war, um sich an der großen Wanderhuren-Fanschar zu bedienen. Herausgekommen ist aber ein vollkommen eigenständiges Buch und der Start in eine ziemlich gute Serie. Die Geschehnisse von damals sind gut recherchiert, die Geschichte ist in die Zeit und die Ereignisse perfekt eingepasst worden, die Figuren sind gut ausgearbeitet, man leidet mit und man freut sich mit. Ein gutes Buch. Und durch die Fortsetzungen ist das eine Saga geworden, bei der man noch weiter mit den Personen etc. zusammenwächst und immer mehr von ihnen wissen will.
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am 3. Juni 2012
Lange hat's nicht gedauert, bis ich mit ''Das Geheimnis der Hebamme'' durch war. Mir hat dieser historische Roman aus der Zeit Friedrich Barbarossas sehr gut gefallen. Wobei Barbarossa hier nur sehr am Rande vorkommt. Es geht vielmehr um die Ostbesiedlung zwischen Saale und Elbe im 12. Jahrhundert. Der Titel ist ein typisches Verlagsprodukt, von dem man sich nicht abschrecken lassen sollte. Die Autorin hatte den Roman 'Der Siedlerzug' genannt ' okay, ein etwas nichtssagender Titel, aber für meinen Geschmack nicht so albern wie diese ganzen seit Jahren üblichen von den Verlagen bevorzugten Titel ''Die Hebamme, Die Salzhändlerin, Die Wanderhure'' und wie sie nicht alle heißen. 'Die Hebamme' gibt es übrigens von einer anderen Autorin schon, deshalb also nun 'Das Geheimnis der Hebamme'. Die Bücher haben nichts miteinander zu tun.

Eine junge Wehmutter (Hebamme) flieht vor ihrem Burgherren, dessen Frau ein totgeborenes Kind zur Welt brachte, und der ihr ' der Hebamme ' deshalb zur Strafe Hände und Füße abhacken lassen wollte. Sie schließt sich einem Siedlerzug armer Bauern an, die von Christian, einem unfreien Ritter, im Namen Otto von Wettins, dem Markgraf von Meißen, angeworben wurden, um im Osten eine neue Heimat aufzubauen. Um diese Menschen einerseits und um Otto, seine Frau Hedwig und die ihnen verbündeten Adeligen dreht sich nun ein recht spannender Roman. Im neuen 'Christiansdorf' wird eines Tages Silber gefunden, etwas, was das Leben dort sehr schnell verändert. Das ehemalige Christiansdorf ist heute die sächsische Stadt Freiberg, in der die Autorin lebt.

Mir gefällt Sabine Eberts Schreibstil sehr gut, ebenso die Entwicklung der Charaktere, die Art wie Spannung erzeugt wird und, obwohl auch etliche Klischees bedient werden, im Grunde die ganze Story. Ich habe nun schon etliche historische Romane gelesen und dabei ist mir von 'völlig aus der Luft gegriffen' bis 'mehr Sachbuch als Roman' schon so ziemlich alles untergekommen. Sabine Ebert findet da ihren eigenen, für mich sehr guten Weg. Auch den Vorwurf, dass Folter- und Vergewaltigungsszenen zu brutal seien, kann ich nicht nachvollziehen. Folter und Vergewaltigung sind nunmal brutal und waren damals gang und gäbe ' Menschenleben waren nichts wert, das von Frauen schon gar nicht. Und ich finde, dass diese Schilderungen im Roman wirklich nicht übermässig häufig vorkommen. Der nächste Band wartet schon auf meinem Kindle auf mich ;-)

Fazit: Gut recherchiert, gut geschrieben, interessante Story ' was will man mehr, wenn man historische Romane mag? 5 von 5 Sternen ist mir das wert

Nachtrag: Warum meine eigene Textformatierung hier etwas seltsam dargestellt wird, weiß ich nicht. Das bezieht sich vor allem auf die Anführungszeichen.
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