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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und sehr ansprechend vorgetragen.
Ich mag Romane, bei denen "echte" historische Figuren "mitspielen". Hier geht es um Rembrandt van Rijn, dem berühmtesten Maler der Niederlande. Für mich war es im übrigen bereits eine Erkenntnis, dass Rembrandt (s)ein Vorname war. Die Geschichte spielt in Amsterdam wenige Wochen vor Rembrandts Tod am 4. Oktober 1669. Seltsame Todesfälle beunruhigen die...
Veröffentlicht am 3. April 2010 von Harald Meyer

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannend aber es fehlt das "gewisse Etwas" und der "Historische Touch"
Historische Kriminalromane zu schreiben erscheint mir nicht gerade einfach. Schliesslich sollen die Anhänger des Genres Krimi/Thriller ebenso auf ihre Kosten kommen wie auch die Leser der Sparte Historische Romane. Man kanns als Autor wahrscheinlich drehen und wenden wie man will, eine Seite wird sich wahrscheinlich immer benachteiligt fühlen entweder weils zu...
Veröffentlicht am 3. November 2010 von Jürgen Zeller


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und sehr ansprechend vorgetragen., 3. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Audio CD)
Ich mag Romane, bei denen "echte" historische Figuren "mitspielen". Hier geht es um Rembrandt van Rijn, dem berühmtesten Maler der Niederlande. Für mich war es im übrigen bereits eine Erkenntnis, dass Rembrandt (s)ein Vorname war. Die Geschichte spielt in Amsterdam wenige Wochen vor Rembrandts Tod am 4. Oktober 1669. Seltsame Todesfälle beunruhigen die Bürger Amsterdams. Bisher unbescholtene Männer werden zu rasenden Bestien, die ihre Familien niedermetzeln. Der junge Maler Cornelis versucht, Licht in das Dunkel zu bringen. Er er ist fest davon überzeugt, dass es einen Grund für die Massaker gibt. Und bald entdeckt er, dass offenbar Bilder eine große Rolle spielen. Bilder, in denen die Farbe Blau dominiert und die eindeutig auf Rembrandt als Urheber hinweisen...

"Die Farbe Blau" ist ein solider Kriminalroman mit einem leichten Thriller-Touch. Mir hat sehr gefallen, wie zurückhaltend dem Leser (und Hörer) historisches Wissen über das damalige Amsterdam vermittelt wird (witzig: im Gasthaus konnte man sich eine Pfeife mieten). Der Roman greift in das pralle Leben: Prostitution, Mord, Entführung und eine kleine Seeschlacht bilden eine extrem unterhaltsame Gemengelage. Sehr zu empfehlen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Roman über Kunst, Liebe, Verschwörung im 17. JH, 22. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Amsterdam im Jahre 1669 - das Todesjahr von Rembrandt van Rijn. Noch allerdings lebt der große niederländische Maler und so spielt er denn auch eine tragende Rolle in der sich andeutenden Geschichte, die uns von Cornelis Suythof erzählt wird. Als Maler ebenso wie als Schüler Rembrandts durchgefallen, verdient er seinen Lebensunterhalt durch die Arbeit im Rasphuis - dem Amsterdamer Männergefängnis. Gestern wurde ein Blaufärber eingeliefert, der ganz offensichtlich seine Familie auf gar furchtbare Art und Weise gerichtet hat. Heute Nacht hat er sich mit den Zähnen die Pulsadern aufgebissen und ist verblutet. Bei jeder dieser Taten war ein auffallendes blaues Bild im Raum. Ein Bild das Cornelis an seinen ehemaligen Meister erinnert, wäre es nicht in justament jener Farbe gemalt, die Rembrandt immer verabscheut hat. Cornelis Kollege und Freund Ossel nimmt das Bild über das Wochenende mit nach Hause - und als Cornelis am Montag seinen Dienst antritt, sitzt Ossel bereits im Rasphuis ein. Er hat seine Lebensgefährtin erschlagen und ist total verstört und nicht ansprechbar.
Cornelis glaubt nicht mehr an einen Zufall und macht sich daran das Rätsel zu lösen. Im Zuge seiner Nachforschungen wird er noch einige gefährliche aber auch spannende Situationen erleben. Er wird noch zu Rembrandt zurückkehren, sich verlieben und mithelfen eine große Verschwörung aufzudecken. Soweit zum Inhalt.
Sprachlich und stilistisch muss sich Jörg Kastner keine Vorwürfe machen lassen. Sehr interessant ist vor allem, dass er es schafft Spannung zu halten, ohne dabei jedoch höchsten Nervenkitzel zu erzeugen. Es ist sehr schwer zu beschreiben, aber man möchte das Buch nicht aus der Hand legen ehe man die letzte Seite gewendet hat, dennoch hat man nie das Gefühl: "Ich halte das nicht aus, was kommt als nächstes". Die Sprache Kastners ist bestimmt nicht vom Feinsten, aber sie ist ordentlich und hebt sich angenehm von der Masse ab. Insgesamt ist das Buch einfach sehr schön erzählt und es macht Spaß es zu lesen. Apropos Spaß: Wenngleich eigentlich keine lustigen Situationen in dem Buch zu finden sind, so sitzt Kastner dennoch der Schalk im Nacken, nennt er doch den zuständigen Ermittler Jeremias Katoen (oder auf gut 'amerikanisch' Jerry Cotton) und seinen Mitarbeiter Dekkert (in Anlehnung an den Kollegen des FBI-Agenten: Phil Decker).
Die Figuren sind ordentlich gezeichnet, bleiben aber Klischees. Da mag man mit einem Augenzwinkern darüber hinwegsehen, denn eine Geschichte mit einem Icherzähler darf auch Schwarz-Weiß gemalt sein. Solange es nicht ein teuflisches Blau ist, soll mir das durchaus Recht sein, denn es passt sehr gut in den Roman und dessen Gesamtstimmung hinein.
Zusammenfassend kann ich das Buch als gelungenen historischen Roman, zwischen dem Krimi- und Gruselgenre angesiedelt, durchaus empfehlen, denn er bietet genussvolle Unterhaltung.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Roman + Krimi + Liebe + Mystik = Thriller, 25. Februar 2005
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
"Sero molunt deorum molae."
(Römische Weisheit)
Am 10.07.1584 wird Prinz Wilhelm von Oranien, Generalstadthalter der Vereinigten Niederlande in Delft ermordet. Sein Attentäter Balthasar Gérard stößt vier Tage später bei seiner Hinrichtung einen Fluch gegen alle Calvinisten und die Niederlande aus....
Im Jahre 1644 erreicht das Handelschiff "Nieuw Amsterdam" auf seiner Rückfahrt von Bantam schwer beschädigt seinen Heimathafen. Von seinen 180 Seeleuten kamen nur 60 Männer zurück, die alle Stillschweigen darüber bewahrten, was ihnen zugestoßen war.......
25 Jahre später kommt es innerhalb der Amsterdamer Kaufmannschaft und den städtischen Zünften zu unerklärlichen Todesfällen, Wahnsinntaten, die sich als Morde und Selbstmorde darstellen. An allen Tatorten befand sich ein Gemälde, dass im zwar im Stile Rembrandt Harmenszoon van Rijns gemalt, jedoch nicht signiert ist und ein "Blau" vorweist, das der Meister niemals verwendete. Der 23-jährige Maler und Schüler Rembrandts, Cornelis Suythof, will die Unschuld seines zu Unrecht zum Tode verurteilten Freundes Ossel Jeuken beweisen und macht sich auf die Suche nach dem blauen "Todesbild".......
......seit altes her gilt "Blau" als eine heilige, himmlische und königliche Farbe. Gleichfalls versinnbildlicht sie neben Spiritualität, Unterbewusstsein und seelischer Tiefe auch das Dämonische, Finsternis, Tod, Abgründe und Luzifer.....
Jörg Kastner ist mit "Die Farbe Blau" eine ihm eigentümliche und unverwechselbare Synthese aus historischem Roman, Krimi, Liebesgeschichte, Mystik und einer wohldosierten Prise Horror gelungen, die das Prädikat Thriller verdient hat. Zum spannenden Leseerlebnis tragen auch die präzisen Überschriften der 33 Kapitel bei, die, gewissermaßen als Teaser, den Leser dazu zwingen immer weiter zu lesen. Dazu erfährt der Leser nicht nur einiges über das niederländische Kolonialreich(Neu-Amsterdam, Ceylon, Brasilien, Kapkolonie, Batavia etc.) und seine kriegerischen Verwicklungen, sondern auch über die "vortreffliche Ringkunst" des Nicolaes Petter. Besondere Erwähnung findet auch der bei Künstlern häufig bestehende Konflikt zwischen Kunst und Auftrag. Mit Hinweisen auf schon damals ruinöse Spekulationsgeschäfte und Wettbetrügereien werden zudem aktuelle Bezüge zur Gegenwart hergestellt. Kastner zeigt außerdem auch Sinn für Wortwitz, wenn er seine Protagonisten vom "Blauen Montag" und "einbläuen" reden lässt.
Die Komponenten Amsterdam, Malerei und Rembrandt machen "Die Farbe Blau" gewissermaßen zum künstlerischen Counterpart von Kastners "Mozartzauber" (2001; als Taschenbuch: "Der Sonnenkreis", 2004), da dieser im Gegenzug Wien, Musik und Mozart vorweist. Eine historische Karte der Stadt Amsterdam, eine Zeittafel und ein offenes Nachwort Kastners runden das Gesamtbild ab, das Lust auf einen (erneuten) Besuch der niederländischen Metropole macht. Der empfehlenswerte Roman ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Roman + Krimi + Liebe + Mystik = Thriller, 8. Januar 2006
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Taschenbuch)
"Sero molunt deorum molae."
(Römische Weisheit)

Am 10.07.1584 wird Prinz Wilhelm von Oranien, Generalstadthalter der Vereinigten Niederlande in Delft ermordet. Sein Attentäter Balthasar Gérard stößt vier Tage später bei seiner Hinrichtung einen Fluch gegen alle Calvinisten und die Niederlande aus....
Im Jahre 1644 erreicht das Handelschiff "Nieuw Amsterdam" auf seiner Rückfahrt von Bantam schwer beschädigt seinen Heimathafen. Von seinen 180 Seeleuten kamen nur 60 Männer zurück, die alle Stillschweigen darüber bewahrten, was ihnen zugestoßen war.......
was ihnen widerfahren war....

25 Jahre später kommt es innerhalb der Amsterdamer Kaufmannschaft und städtischer Zünfte zu unerklärlichen Todesfällen, Wahnsinntaten, die sich als Morde und Selbstmorde darstellen. An allen Tatorten befand sich ein Gemälde, dass im zwar im Stile Rembrandt Harmenszoon van Rijns gemalt ist, jedoch nicht signiert ist und ein "Blau" vorweist, der Meister niemals verwendete. Der 23-jährige Maler und Schüler Rembrandts, Cornelis Suythof, will die Unschuld seines zu Unrecht zum Tode verurteilten Freundes Ossel Jeuken beweisen und macht sich auf die Suche nach dem blauen "Todesbild".......
......seit altes her gilt "Blau" als eine heilige, himmlische und königliche Farbe. Gleichfalls versinnbildlicht sie neben Spiritualität, Unterbewusstsein und seelischer Tiefe auch das Dämonische, Finsternis, Tod, Abgründe und Luzifer.....

Jörg Kastner ist mit "Die Farbe Blau" wieder eine ihm eigentümliche und unverwechselbare Synthese aus historischem Roman, Krimi, Liebesgeschichte, Mystik und einer wohldosierten Prise Horror gelungen, die das Prädikat Thriller verdient hat. Zum spannenden Leseerlebnis tragen auch die präzisen Überschriften der 33 Kapitel bei, die, gewissermaßen als Teaser, den Leser dazu zwingen immer weiter zu lesen. Dazu erfährt der Leser nicht nur einiges über das niederländische Kolonialreich(Neu-Amsterdam, Ceylon, Brasilien, Kapkolonie, Batavia etc.)und seine kriegerischen Verwicklungen, sondern auch über die "vortreffliche Ringkunst" des Nicolaes Petter. Besondere Erwähnung findet auch der bei Künstlern häufig bestehende Konflikt zwischen Kunst und Auftrag. Mit Hinweisen auf schon damals ruinöse Spekulationsgeschäfte und Wettbetrügereien werden zudem aktuelle Bezüge zur Gegenwart hergestellt. Kastner zeigt außerdem auch Sinn für Wortwitz, wen er seine Protagonisten vom "Blauen Montag" und "einbläuen" reden lässt.

Die Komponenten Amsterdam, Malerei und Rembrandt machen "Die Farbe Blau" gewissermaßen zum künstlerischen Counterpart von Kastners "Mozartzauber" (2001; als Taschenbuch: "Der Sonnenkreis", 2004), da dieser im Gegenzug Wien, Musik und Mozart vorweist. Eine historische Karte der Stadt Amsterdam, eine Zeittafel und ein offenes Nachwort Kastners runden das Gesamtbild ab, das Lust auf einen (erneuten) Besuch der niederländischen Metropole macht. Der empfehlenswerte Roman ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen spannend aber es fehlt das "gewisse Etwas" und der "Historische Touch", 3. November 2010
Von 
Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Taschenbuch)
Historische Kriminalromane zu schreiben erscheint mir nicht gerade einfach. Schliesslich sollen die Anhänger des Genres Krimi/Thriller ebenso auf ihre Kosten kommen wie auch die Leser der Sparte Historische Romane. Man kanns als Autor wahrscheinlich drehen und wenden wie man will, eine Seite wird sich wahrscheinlich immer benachteiligt fühlen entweder weils zu lahm und zu wenig spannend war, weil die Gewichtung eher auf "Historisch" lag, oder falls es zu rasant hin und her geht wird der Historische Romane Leser fehlende Atmosphäre bemängeln. Als Autor diese Sub-Genres hat man es wahrlich nicht einfach...

Mit einem leicht holprigen Einstieg auf den ersten knapp 25-30 Seiten bin ich in das Buch gestartet. Wahrscheinlich lags an den ungewöhnlichen Namen die ich zuerst für mich ordnen musste. Es beginnt spannend und schon bald geschehen die ersten Morde die auf dem Klappentext erwähnt werden. Für mich als eher "Historischen Romane" Leser denn Thriller Fan bringt das Buch das Ambiente und die Atmosphäre des Amsterdam in Jahr 1669 zu Beginn gut rüber. Soweit alles in bester Ordnung. Dann beginnt der Autor Jörg Kastner das Handlungstempo zu beschleunigen und unser Hauptprotagonist Cornelis Suythof, durchaus ein schlaues Kerlchen, gerät von einer brenzligen Lage in die nächste. Immer wieder wird er gefangen genommen und eingesperrt aber er kann sich entweder selbst oder mit Hilfe des Inspektors Katoen befreien. Schliesslich darf sich der Leser auf ein Finale Furioso freuen...

Mit der Zeit hatte ich mit dem Buch etwas Mühe weil das Augenmerk auf rasantes voranbringen der Handlung und auf Spannung gelegt wurde. Das mag den Krimifan freuen aber mir ging das Historische Feeling mehr und mehr verloren. Ich gebe allerdings gerne zu, dass mich die Spannung mitgerissen hat und ich das Buch zeitweise nicht aus der Hand legen konnte. Aber jetzt in der Nachbetrachtung fehlen mir etliche Seiten des kurzen Innehaltens das mir als Leser einerseits Gelegenheit gibt kurz Luft zu holen andererseits dem Autor auch die Möglichkeit gegeben hätte mir das Flair und die Aura des vergangenen Amsterdams zu beschreiben und näher zu bringen.

Der Autor baut das Thema Religion und Glauben mit in die Geschichte ein. Diesem Aspekt hätte man meiner Meinung nach durchaus grössere Bedeutung, sprich mehr Seiten, zugestehen können. Das Buch wäre dann aber wahrscheinlich länger als die jetzigen und krimiüblichen knapp 410 Seiten geworden. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verlag das nicht gerne gesehen hätte weil sich Bücher mit mehr als 500 Seiten doch etwas schlechter verkaufen.

Für mich ein grundsolider Krimi/Thriller mit viel Spannung der im Amsterdam des 17. Jahrhunderts spielt. Der berühmte Maler Rembrandt spielt durchaus eine grössere Rolle was dem Buch zusätzlichen Reiz verleiht. Ich mache aber keinen Hehl daraus das ich mit dem Schluss und der Auflösung rund um die Farbe Blau etwas Mühe hatte und sich bei mir doch Enttäuschung breit machte. Leider kann ich diesbezüglich nicht genauer werden da ich sonst zu viel verraten würde. Drei Amazon Sterne verdient das Buch allemal, zum vierten hat es leider nicht ganz gereicht.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packende Kriminalgeschichte im Umfeld des genialen Rembrandt, 8. Juni 2005
Von 
Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Gleich vorweg: mit dem realen Rembrandt an sich haben die erdachten Geschehnisse im niederländischen Amsterdam des 17. Jahrhunderts tatsächlich wenig zu tun, denkbar sind es jedoch.
Sprachlich einfach und stilistisch einwandfrei zieht einen der Autor Jörg Kastner schnell in das Geschehen hinein, so als kennte man den jungen Protagonisten, Maler Cornelis Suythof schon lange. Wie bei Malern üblich arbeitet auch dieser neben der Malerei in einem Nebenjob, ungewöhnlicherweise als Gefängniswärter. Wie er allgemein so lebt, welche Lebensziele und Vorstellungen er hat - all das ist einem schon bald geläufig.
Als zunächst grausame Morde geschehen und der Täter sich selbst ebenso schaurig selbst tötet und schließlich Suythofs Onkel als Verdächtiger eines weiteren Mordfalles Insasse der düsteren Kammern im Rasphuis wird, beginnt die aberwitzige und spannende Recherche des Wahrheit suchenden Malers. Eine besondere Merkwürdigkeit nämlich lässt ihm keine Ruhe: bei den Todesfällen spielte ein im rembrandtschen Stil gemaltes Bild in einem eigentümlichen Blau gehalten eine offensichtlich entscheidende Rolle. Welche, das will der spontan sich dazu selbst verpflichtete Freizeitdetektiv herausfinden.
Eben erst seiner bisherigen Unterkunft verlustig gegangen, findet als Schüler Rembrandts Unterschlupf in dessen Haus und freundet sich mit der Tochter des inzwischen alten Mannes an. Seine Recherchen im kaufmännischen und künstlerischen Milieu der alten Handelsstadt lassen verschiedene Spuren zutage treten, die zunächst keine erkennbaren Zusammenhänge mit den Morden und Selbstmorden darstellen. Meisterhaft entwickelt der Autor Nebenschauplätze oder Ablenkungen, wie beispielsweise den pikanten Malauftrag für Aktportraits von Damen besten Standes.
In außergewöhnlicher Realitätsdichte beteiligt der Autor die Leserinnen und Leser am Geschehen. Man ermittelt letztlich selbst, sammelt Fakten und Erkenntnisse, fügt Spuren zu einem Erklärungsmodell zusammen. Das macht bei aller Spannung und auch Unsicherheit, welche üblen Machenschaften sich hinter dem Irrsinn der Geschehnisse auch verstecken mögen, aufregenden Spaß.
Die Verflechtung angesehener Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Liebchen des Malerjünglings würzen angenehm delikat die Geschichte. Bereichernd, wenngleich nicht unbedingt historisch wahr, beleuchtet der fantasievolle Autor Leben und Werk Rembrandt van Rijns. Mysteriöse Geheimnisse im Zusammenhang mit den Todesfällen, einem Anschlag auf ein großes Handelshaus sowie dem mysteriösen Verschwinden und vermeintlichen Wiederauftauchen des verstorbenen Rembrandt-Sohnes Titus führen den ungelernten Kriminalisten, aber auch die offizielle Strafverfolgungsmacht der Stadt Amsterdam zu einer religiösen Geheimverbindung.
Eine hoch interessante und das Niveau der Geschichte weiter anhebende Wendung. Jörg Kastner hat in ausgezeichneter Weise Spannung tragende und aufbauende Elemente geschickt miteinander verwoben. Seine offensichtlich gute Recherche über die Gestalt und Stimmung der niederländischen Stadt in deren so genanntem "Goldenen Zeitalter" sorgt für eine scheinbar authentische Handlung. Die gelungene Mischung aus Historie, Mystik, Liebesgeschichte und Detektivroman lebt von der unbedarften und engagierten Vorgehensweise Suythofs, dem nicht selten der Zufall einen Bärendienst erweist und sich Probleme in Wohlgefallen auflösen.
"Die Farbe Blau" ist es ein makelloser, atmosphärisch dichter Lesegenuss. Einmal begonnen, will man sich Kapitel um Kapitel ohne Unterbrechung einverleiben. Ein gutes Zeichen für einen gelungenen Roman. © 4/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jörg Kastner erreicht eine neue Klasse!, 1. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Mit seinem Roman „Die Farbe Blau" hat Jörg Kastner einen fesselnden historischen Kriminalroman geschaffen, bei dem Fakten und Fiktion hervorragend miteinander verwoben sind. Der historisch interessierte Leser erfährt einiges über das alte Amsterdam, über die politische und religiöse Situation der Niederlande und seiner Kolonien im 17. Jahrhundert, über das Färberhandwerk und nicht zuletzt Kunst und Kunsthandel. Der weniger historisch interessierte Leser verfolgt gespannt einen gut konstruierten Kriminalfall und eine Verschwörung, garniert mit leichten Gruseleffekten und einer Liebesgeschichte.
Und scheinbar ganz nebenbei diskutiert der Autor mit seinem Roman die Frage, woher eigentlich das Böse kommt, was das Böse bewirken kann und wie der Mensch mit dem Bösen in sich umgeht.
Kastners Sprache ist leicht, flüssig und vielseitig, wenn auch nicht poetisch. Sein unglaublicher Wortwitz erschließt sich dem Leser vor lauter Spannung vielleicht nicht beim ersten Lesen, „Die Farbe Blau" ist aber zweifellos für den mehrfachen Genuß geeignet. Die Gradwanderung den Leser so zu fesseln, dass er immer weiter Lesen möchte, die Spannung aber nicht ins Unerträgliche zu steigern, so dass dem Leser auch gelegentliche Atempausen gegönnt werden, ist Jörg Kastner mit diesem Roman meisterhaft gelungen.
Ich hoffe, dass dieser faszinierende historische Roman auch international erfolgreich wird. Den Vergleich muß Jörg Kastner keineswegs scheuen. Mit diesem Roman wird sich der Autor eine neue Fan-Gemeinde erschließen, die mit Spannung schon weitere Werke von ihm erwarten wird und seine bisherigen Leser wird er sicherlich überraschen, da er mit diesem Roman gezeigt hat, dass er immer besser wird.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannungsroman im historischen Ambiente, 24. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Ich bin auf diesen Roman durch die vielen guten Rezensionen auf dieser Seite aufmerksam geworden - und ich habe die Lektüre nicht bereut.

"Die Farbe Blau" erzählt eine fiktive Geschichte im Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Angesehene Bürger begehen scheinbar grundlos Gewalttaten: haben die in Blau gehaltenen Gemälde fatale Auswirkungen auf deren Besitzer ? Ist auch Meister Rembrandt irgendwie mitverwickelt, der ja eigentlich die Farbe Blau nicht in seinem Repertoire hat ? "Die Farbe Blau" begleitet den jungen Maler Cornelis Suythof bei seinen abenteuerlichen Nachforschungen, an deren Ende das Rätsel gelöst werden kann.

Die Geschichte schlägt geschickt Haken - ist Kriminalroman, Zeitbild, Verschwörungsthriller und Liebesgeschichte in einem - und ist letztlich ganz einfach spannend gestrickt. Immer wieder tauchen spektakuläre Situationen auf, die zum Weiterlesen animieren. Da tut der Sache fast keinen Abbruch, dass das historische Amsterdam meist nur malerische Kulisse bleibt und auch die Personen recht schablonenhaft erscheinen. Frauen dürfen hier überhaupt nur Engel oder Huren sein. Kastners Sprache ist flüssig und ohne jede literarische Ambition, wobei die Dialoge inspirierter erscheinen als der teilweise recht schülerhaft-brave Erzähltext.

Dennoch: der Spannungsbogen ist von beeindruckender Konsequenz. Und dass das Buch doch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit gearbeitet ist, ist mehr, als die meisten der derzeit erscheinenden historischen Spannungsromane bieten können.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis um die Farbe Blau, 14. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Angesiedelt zur Zeit der religiösen Territorialkämpfe, in der Epoche Rembrandts im 17. Jh., erzählt Jörg Kastner sein neues Buch aus der Perspektive des jungen und leidlich mittellosen Malers Cornelis Suythof aus Amsterdam, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Geheimnis hinter einigen bestialischen Morden in Amsterdam aufzuklären. Diese stehen in Zusammenhang mit einem mysteriösen Bild, das von der Farbe Blau beherrscht wird und vormals harmlose Menschen plötzlich dazu bringt, ihnen nahestehende Personen und Familienangehörige zu töten. Cornelis begibt sich auf die Suche nach diesem Bild, wobei auch dem Maler Rembrandt eine bedeutende Rolle zukommt, und deckt nach und nach das Geheimnis auf, das sich um die Farbe Blau rankt... An dieser Stelle mehr über die Handlung des Buches zu verraten ist sicherlich nicht ratsam, um das Lesevergnügen nicht zu trüben.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen (nicht zuletzt auch, weil ich ein grosser Amsterdam-Fan bin und viele Orte der Handlung wiedererkannt habe). Der Autor bedient sich einer lebendigen Sprache, die das Amsterdam der damaligen Zeit und dessen Bewohner aufleben lässt und die Charaktere der Protagonisten in klarer Weise zeichnet. Die Spannung hält sich über das ganze Buch. Es werden immer nur stückchenweise neue Entwicklungen preisgegeben und neue Personen vorgestellt, die zunächst nichts mit den Morden zu tun zu haben scheinen. Sämtliche Ereignisse fügen sich zum Ende dann zu einem (zugegebenermaßen etwas fantastischen) Finale zusammen (was den Lesegenuss aber nicht trübt).
Mein Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, sowohl wegen des gekonnten Sprachstils des Autors als auch wegen des geschickt gespannten Spannungsbogens. Volle fünf Sterne!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verschwörung in Blau, 11. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Blau (Gebundene Ausgabe)
Jörg Kastner ist mit seinem neuen Roman wieder einmal ein interessantes Stück historisch durchsetzter Spannungsliteratur geglückt. Er baut auf eine Symbiose aus Kunst, Geschichte und Spannung, die über weite Strecken des Romans sehr gut aufgeht und für gute Unterhaltung sorgt. Besonders positiv ist der Eindruck, den der Roman mit Blick auf die Beschreibungen Amsterdams zur Zeit Rembrandts hinterlässt. Kastner beschreibt recht detailgetreu und lässt gute Recherche erkennen.
- Amsterdam im Jahr 1669 - das sogenannte Goldene Zeitalter der Niederlande und die Epoche Rembrandts. Der junge Maler Cornelis Suythof arbeitet im Amsterdamer Zuchthaus als Aufseher, um seine brotlose Kunst zu finanzieren, als zwei aufsehenerregende Taten die Stadt erschüttern: Zwei angesehene Bürger Amsterdams haben bestialisch ihre Lieben ermordet. Beide Male war ein sonderbares Gemälde im Spiel, das, wie Suythof schnell feststellt, als er es zum ersten Mal sieht, verdächtig nach Rembrandt aussieht. Doch das "Todesbild" ist in einem intensiven Blau gehalten - eine Farbe, die Rembrandt sein Leben lang vermied. Als Suythof weiter nachhakt, ist das Gemälde plötzlich verschwunden. Suythofs Neugier ist geweckt - zumal einer der Mörder sein bester Freund war. Zum zweiten Mal in seinem Leben heuert er bei dem alten Rembrandt als Schüler an und hofft dadurch, der Wahrheit ein Stückchen näher zu kommen. -
Die Stimmung des Romans und alles was sich in der Geschichte um die ominösen "Todesbilder" und das rätselhafte Blau, in dem sie gemalt sind, dreht, entwickelt mit der Zeit etwas geheimnisvolle, mystische Züge, was den Roman um eine interessante Komponente auf künstlerischer Ebene bereichert und eine spannungssteigernde Ergänzung zur eigentlichen Thrillerhandlung darstellt. Mit dem jungen Maler Cornelis rückt Kastner eine Figur ins Zentrum der Geschichte, die einem schnell sympathisch wird, aber mit ihrer augenscheinlichen Unverwundbarkeit eine etwas unschöne Schwäche hat. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass Kastner das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Gut und Böse, zwischen Cornelis und seinen Widersachern überstrapaziert. So oft die Lage für Cornelis auch vollkommen aussichtslos erscheint, so leicht scheinen sich seine Schwierigkeiten etwas zu oft in Wohlgefallen aufzulösen. Einmal mehr zeigt auch "Die Farbe Blau" Kastners Faible für Verschwörungstheorien und die Geschichte zieht im Laufe der Handlung weitere Kreise, als man anfangs vermuten mag. Dank solide konstruiertem Plot, wirkt die Geschichte dennoch in sich stimmig.
Solide historische Thrillerunterhaltung liefert Kastner mit seinem Roman auf jeden Fall - spannend und atmosphärisch dicht erzählt. Für Freunde gut recherchierter historischer Thriller auf jeden Fall empfehlenswert.
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Die Farbe Blau
Die Farbe Blau von Jörg Kastner (Taschenbuch - 1. August 2006)
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