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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ritus" ist spannend und kurzweilig...
... und ist in Hörbuchform, gelesen von Jochen Nix, daher perfekt geeignet für lange Autofahrten.
Der Sprecher Jochen Nix ist unaufdringlich und dennoch einprägsam in seinem Tun, verleiht jedem Charakter mit Leichtigkeit Einzigartigkeit, ohne gespielt zu wirken.

Die Handlung ist in zwei Teile gegliedert.
Ein Teil spielt in Frankreich im...
Veröffentlicht am 9. Februar 2011 von Snjóflygsa

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Action, aber...
Das Buch bietet viel Action und nette Charactere, allerdings ist das auch fast schon alles.
Der Handlungsstrang in der Vergangenheit befasst sich fast nur mit den fehlgeschlagenen Versuchen, die Bestie zu finden und zu stellen. Daneben gibt es nur die Liebesgeschichte zwischen Pierre und Florence bzw. Jean und Gregoria. Beide Liebesgeschichten wirken sehr aufgesetzt...
Veröffentlicht am 8. Juli 2007 von Lighthammel


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ritus" ist spannend und kurzweilig..., 9. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Audio CD)
... und ist in Hörbuchform, gelesen von Jochen Nix, daher perfekt geeignet für lange Autofahrten.
Der Sprecher Jochen Nix ist unaufdringlich und dennoch einprägsam in seinem Tun, verleiht jedem Charakter mit Leichtigkeit Einzigartigkeit, ohne gespielt zu wirken.

Die Handlung ist in zwei Teile gegliedert.
Ein Teil spielt in Frankreich im 18. Jahrhundert.
Der Wildhüter Jean Chastel begibt sich mit seinen Söhnen Pierre und Antoine auf die Jagd nach der Bestie, die das Gévaudan zu der Zeit in Angst und Schrecken versetzt. Sie jagen den "loup-garou", können sogar eins der Tiere fangen, Pierre und Antoine werden jedoch verletzt und das werwölfische Schicksal nimmt seinen tragischen, unausweichlichen Lauf.

Ähnlichkeiten mit dem französischen Film "Pakt der Wölfe" sind nicht von der Hand zu weisen, liegen der Geschichte um die Bestie vom Gévaudan ja auch nachweisbare Tatsachen zu Grunde. Der Autor verstrickt hier gekonnt Tatsachen und schriftstellerischen Einfallsreichtum und verlangt dem Mythos um den Werwolf noch neue Ideen ab. Denn Pierre und Antoine sind als Werwölfe gleichzeitig Jäger und Gejagte, denn, um die beiden heilen zu können, brauchen sie das Blut des getöteten Wesens, durch dessen Biss sie einst verwandelt wurden.
Wer also "Pakt der Wölfe" mag, der wird auch Gefallen an diesem Teil der Geschichte finden können!

Der Handlungsstrang um die Jagd nach der Bestie vom Gévaudan wechselt nun immer mit dem Erzählstrang (, der im Jahr 2004 in München ansetzt) um den Werwolfjäger Eric von Kastell ab, denn auch über 200 Jahre später ist die Jagd auf Lykantrophen noch aktuell.

Eric ist Ende 20, Millionärssohn, bildender Künstler, Macho, Frauenheld, Werwolfjäger, ... Er trägt immerzu einen weißen Lackledermantel, weiße Stiefel und fährt einen Porsche Cayenne.
Warum um Himmels willen konnte Markus Heitz seinem mit Machoallüren versehenen, einsamen Helden nur so etwas antun bzw. anziehen?
Der Autor erklärt uns, dass man von Lack am leichtesten Blut abwischen könnte, der weiße Lackledermantel und die weißen Lackstiefel bleiben jedoch ein modischer Fauxpas, den man nur allzu gerne von seinem inneren Auge verbannen würde, würden sie nur nicht so oft Erwähnung finden...

Aber Modegeschmack beiseite, rasant und actiongeladen geht es in diesem Teil der Handlung zu. Doch durch die Hörbuchfassung kann man unglaubwürdige und übertriebene Actionszenen auch gut ausblenden. Dennoch würde ich nicht so weit gehen und behaupten, dass der Teil um den modernen Werwolfjäger stören würde, was von vielen anderen so stark kritisiert wird. Stattdessen finde ich diesen Teil der Handlung durch die vielen wirklich überraschenden Wendungen genauso spannend wie den Teil, der im 18. Jahrhundert spielt.

Eric reist also quer durch Europa, um einen Hybriden, ein Mischwesen verschiedener Wandeltiere, gefährlicher und intelligenter als alle andere Werwesen, zu töten. Zur Seite steht ihm die Wolfsforscherin Lena, verfolgt wird er von seiner französischen Halbschwester Justine, deren Rolle zwar groß angelegt wurde, aber dann jedoch aus unerklärlichen Gründen so gut wie im Sande verläuft, um dann wieder plötzlich aufzutauchen und Eric vor ein Ultimatum zu stellen.

Als Hörbuch gewiss ein gelungener, kurzweiliger Zeitvertreib und der zweite Teil "Sanctum" liegt bei mir auch schon bereit, denn das Ende von "Ritus" bleibt nicht nur offen, sondern eigentlich hört der Roman mitten in der Handlung auf.

Ob die Hörbuchversion stark um die vielen Gewalt- und Sexszenen verkürzt worden ist, kann ich nicht beurteilen, da ich die zugrunde liegenden Romane nicht gelesen habe. Vermutlich ist das Hörbuch stark gekürzt, so dass es eine ausgewogene Mischung aus Action, Spannung, Horror und Sex vorzuweisen hat.
Das Hörbuch kann ich also wirklich nur empfehlen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der getippte Actionfilm, 10. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ritus: Roman (Knaur TB) (Taschenbuch)
Für mich war es was neues, von daher vergebe ich gern die fünf Sterne.

Ich habe das Buch, sowie seine Fortsetzung gelesen. Mir fällt jetzt spontan auch kein vergleichbarer Autor oder Roman ein. Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Den großen literarischen Anspruch hat es freilich nicht, aber ich für meinen Teil war sehr zufrieden. Insbesondere die Szenen aus der Vergangenheit haben sehr gut gefallen, Ähnlichkeiten mit dem Spielfilm "Pakt der Wölfe" sind vorhanden, was aber nicht unbedingt negativ bewertet wird. Für mich was das OK, zumal die Romane ein durchaus anderes Ende einschlagen.

Im übrigen fand ich "Ritus" ein gutes Stück besser als die Fortsetzung. Ich bin dem Autor jedoch treu geblieben und habe die ersten 6 Bände der Ulldart Reihe, sowie die drei Bände der Judaskinder und Blutportale gelesen. Mich freut, dass ein junger deutscher Autor, so schnell und viel ansprechendes Buchmaterial auf den Markt bringt.

In jedem Fall versteht es der Autor zu unterhalten. Mann muss sich halt auf die Thematik und den Schreibstil einlassen / einlassen können.

Freilich hat Heitz in dem Roman das Rad nicht neu erfunden, ich für meinen Teil kannte die Hintergrundgeschichte zur Bestie nicht und habe mich im Nachhinein ein wenig eingelesen und infomiert. Was doch schon eine Auszeichnung für das Buch ist, so sollte es doch eigentlich auch sein.

Insgesamt bleibt für mich folgendes Fazit: Ein rasant geschriebener actionlastiger, Horrorthriller. Sehr interessant fand ich die zwei Parallel erzählten Handlungsstränge, aus Gegenwart und Vergangenheit. Insgesamt sicher nicht jedermanns Sache - mir hat es sehr gut gefallen.

P.S. Sicher besteht die Möglichkeit sich online in die ersten paar Seiten einzulesen. Wenn Ihnen das nicht gefällt - lesen sie das Buch nicht; ansonsten Kaufempfehlung.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter erster Teil..., 24. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
Der Wildhüter Jean Castel beteiligt sich im Jahre 1764 in Frankreich an der Jagd nach einer Bestie, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Die Bestie tötet scheinbar wahllos Menschen und richtet sie grausam zu. Die Menschen glauben, daß es sich um einen Wolf handelt und beginnen deshalb mit der Jagd auf diese Tiere. Jean Castel weiß allerdings erheblich mehr über die Bestie und birgt selbst ein dunkles Geheimnis, daß ihn und seine Familie in arge Bedrängnis bringen kann.

Auch zweihundert Jahre später ist die Jagd und das grausame Morden noch nicht beendet. Eric von Kastell, ein Nachfahre von Jean Castel, jagd die Bestie noch immer. Jetzt allerdings mit modernen Methoden und quer über den gesamten Erdball.

Da Menschen nach einem Biß eines Werwolfs auch zu Werwölfen werden, scheint es ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein, den Kampf zu gewinnen. Dennoch geben weder Jean noch Eric auf, denn sie sehen ihre Chance in der Jagd nach dem Muttertier.

Mit diesem ersten Teil (Zweiter Teil heißt Sanctum) hat es Markus Heitz geschafft die Legenden um Werwölfe neu aufzuarbeiten. Er schafft es in zwei Zeitschienen (1764 und heute), die sich kapitelweise abwechseln, eine interessante Geschichte zu erzählen, in der es um die Jagd eines Werwolfs geht.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, 27. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
ich habe schon lange kein so spannendes Buch gelesen, es ist von der Thematik eine Mischung aus Filmen wie der Pakt der Wölfe, Blade und Underworld Evolution, auch wenn das Thema Werwölfe auf den ersten Blick etwas abgegriffen scheint, hat Markus Heitz mal wieder eine spannende Geschichte die zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt, geschrieben, ich mußte mich bremsen um das Buch zu genießen und nicht förmlich zu verschlingen - freue mich schon auf den zweiten Teil
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Action, 4. Juni 2008
Von 
Patrice - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ritus: Roman (Knaur TB) (Taschenbuch)
Die Sage kenne ich aus dem Film "Der Pakt der Wölfe" und wollte wissen, wie Mr. Heitz sie literarisch verarbeitet hat. Ganz anders natürlich als in dem Film. Mr. Heitz hat etwas ganz eigenes daraus geschaffen.

Seine Sprache ist einfach. Aber wahrscheinlich ist gerade das der Grund, warum der Roman sich so rasant liest. An Action mangelt es nicht und der Autor beweist Ideenreichtum.
Gewiß, einige der Charaktere sind etwas flach. Wie etwa Antoine und Pierre. Bei dem Brüderpaar wird zu sehr polarisiert.
Eric als eine der Hauptpersonen kommt doch emotional recht blass rüber. Vielleicht war das Absicht, um ihn cooler darzustellen. Aber der Tod bzw. mögliche Tod zweier ihm nahestehender Personen sollte ihn innerlich mehr bewegen.
Auf die emotionale Seite, die Weiterentwicklung der Personen hätte ein wenig mehr ausgearbeitet werden können.
Insgesamt finde ich den Vergangenheitsstrang besser gelungen. Die Grundidee die beiden Stränge parallel zu erzählen hat einen gewissen Charme. Leider macht es die ständige Hin- und Herspringerei jedoch auch einfacher, das Buch wegzulegen.

Die Actionelement sind Mr. Heitz hervorragend gelungen. Er beschreibt etliche Kampfszenen so eindrucksvoll, dass es einem vorkommt, als wäre man dabei. Auch mit Waffen hat er sich befasst, um der Geschichte Authentizität zu verleihen. Schön ist, dass nicht immer alles todernst ist und an manchen Stellen trockener Humor gezeigt wird.

Ein gelungenes Buch!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nägelkauen bis zum Ende, 25. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
Nägelkauen bis zum Ende

Messerscharfe Klauen pfeifen haarscharf an seinem Gesicht vorbei. Nur mit Mühe schafft er es, sich aus der Reichweite der Bestie zu entziehen und zum verzweifelten Gegenangriff überzugehen. Doch der Werwolf scheint völlig unbeeindruckt von seiner Gegenwehr und setzt zum tödlichen Angriff an. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, diesem durch eine Finte zu entgehen und in den Rücken der Bestie zu gelangen. Er holt zum tödlichen Streich aus und das Monster bricht in einem Blutschwall tödlich getroffen zusammen. Doch bleibt keine Zeit zum Atemholen, denn nur eins der Biester wurde besiegt. Der Strom der Gegner scheint nicht abzureißen, die Übermacht schier erdrückend, ein Ausweg nicht in Sicht. Doch Aufgabe ist gleichbedeutend mit dem Tod und so nimmt er all seinen Mut und zusammen und stürzt sich vollen Verzweiflung in den Kampf, von dem nur der Ausgang gewiss ist - sein Tod scheint unausweichlich...

Zwei parallele Handlungs- und Zeitebenen

Markus Heitz wartet in seinem neuesten Roman "Ritus" gleich mit zwei Helden auf: den im Frankreich des Absolutismus lebenden Jean Chastel und Eric von Kastell, dessen Leben fest im Jahr 2004 verankert ist. Der Roman beginnt 1764 mit der Hatz auf ein mörderisches Unwesen, welches scheinbar wahllos Männer, Frauen und Kinder auf grausamste Weise tötet. Hier greift Heitz auf die historischen Überlieferungen über eine mordende Bestie zurück, die zu dieser Zeit in Frankreich ihr Unwesen trieb. Die zeitgenössischen Quellen sind leider nicht sehr genau und die Theorien äußerst vielfältig und so bleibt für einen begnadeten Geschichtenerzähler wie Markus Heitz reichlich Raum, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Hiervon macht der Autor reichlich und auf äußerst unterhaltsame Weise Gebrauch, ohne ins diffus metaphorische Abzugleiten oder abgenutzte Schablonen zu bemühen. Ständig bleiben der Erzählstrang spannend, die Figuren lebensnah und die verschiedenen Mutmaßungen glaubwürdig.

In einem zweiten Erzählstrang, der 2004 in München beginnt, begleiten wir Eric von Kastell bei seiner Jagd auf Werwölfe. Doch handelt es sich hier nicht um eine deutsche Version von „Blade" mit Werwölfen statt Vampiren als Gegnern, sondern um einen positiv überraschenden, dem Genre neue moderne Impulse verleihenden Weg, an dieses Thema heran zu gehen. Wenn man schon Vergleiche bemühen muss, so erinnert die Konzeption eher an eine Mischung aus "Pakt der Wölfe" und dem filmisch überragenden ersten Teil von "Underworld" (und nicht dem völlig misslungenen "Underworld Evolution". Was beide Zeit- und Handlungsebenen auszeichnet, ist die dichte Atmosphäre und der scheinbar nie nachlassende Spannungsbogen. Trotz der Komplexität wird der Leser zu keiner Zeit überfordert oder mit unnötigen Details gelangweilt und so merkt man fast gar nicht, wie man Seite um Seite verschlingt, bis man am Ende anlangt und sich eine Zeitmaschine wünscht, um nicht bis August warten zu müssen, um die Fortsetzung mit dem Titel "Sanctum" endlich in den Händen halten zu können. Denn Heitz lässt den Leser mitten im Geschehen hängen, ohne auch nur eine der vielfältigen Fragen abschließend zu beantworten. Dazu kann man den Autor nur beglückwünschen, denn wenn bereits hier Auflösungen angeboten worden wären, hätten diese bei den umfangreichen Handlungssträngen nur unbefriedigend ausfallen können. So kann man nur hoffen, dass dem brillanten ersten Teil ein fulminantes Finale folgt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horroraction made in Germany, 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Ritus: Roman (Knaur TB) (Taschenbuch)
Von Wolfgang Hohlbein einmal abgesehen tat sich in den letzten Jahren kaum etwas in der Deutschen Horrorszene. Ab und an kam mal ein brauchbares Buch heraus, aber so wirklich durchstarten konnte da kein Autor. Erst Markus Heitz, von Output und Stil Hohlbein nicht unähnlich (Wenn auch wesentlich ausgefeilter) wagte sich aus der Fantasy heraus diesem düsteren Subgenre der Phantastik zu. "Ritus" machte den Anfang in dessen Rahmen es mehr als nur eine hanvoll Leichen gibt. Es ist vielmehr ein Blutbad... Aber eines der unterhaltsamen Sorte!

Story: In den Wäldern Frankreichs scheint eine unheimliche Bestie umher zu Streifen. Menschen wie Tiere werden von brutalen Angriffen dahin gerafft. Zerfetzte Leichen zeugen von einem Untier welches nicht nur aus Hunger sondern scheinbar willkürlich tötet. Zahlreiche Jäger machen sich auf um das Wesen zu töten... Einer von ihnen ist Jean Chastel. Und was er entdeckt wird sein Leben für immer verändern.
Auch in der Gegenwart zieht die Bestie Kreise. Eric von Kastell ist Werwolfjäger und hat sich der Jagd nach Untieren wie der Bestie verschrieben. Doch mit einem mal wird er selbst gejagt und muss sich auf eine brutale Schlacht gegen scheinbar übermächtige Gegner einstellen.

Protagonisten: Eric ist die Hauptperson. Er ist eine überzeichnung des klassischen Helden: Ein begnadeter Kämpfer der nebenbei natürlich alle Frauen zu spontanen Schäferstündchen rumkriegt. Wenn er die Szene betritt wandelt sich das Buch zum reinen Männerroman: Erst wird geschossen, dann gibts blanke Brüste. Letzteres allerdings nicht so oft dass es unmittelbar ins Auge fällt. Sein historischer Gegenpart Jean ist da eher ein friedlicher Mensch, auch wenn er trotzdem oft in Scharmützel mit gewissen Tierchen gerät. Familienbezogen ist Chastel, was ihm aber eine entscheidende Schwäche verleiht.

Stil: Heitz Schreibe erinnert mich stets etwas an Filme wie "Van Helsing". Nicht von der Thematik sondern vom Stil her. Action verbindet sich mit klassischen Horrorfiguren und bildet so ein Hauen und Stechen von Beginn bis Ende. Dabei erinnert Heitz ein kleines bisschen an Hohlbein, ist dabei aber in allen Belangen Niveauvoller. Nicht nur dass er dazu fähig ist eine wirklich düstere Atmosphäre zu erzeugen. Selbst seine Charaktere wirken, obwohl oft klischeehaft, sehr Lebendig. Ein starkes Debüt, Mr. Heitz!!!

Fazit: Unterhaltsame Schlachtplatte mit Gedärmen, Werwölfen und dunklen Wäldern
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur ein bisschen zu dick aufgetragen., 6. Februar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
Der Autor hat hier und da ein bisschen zu dick aufgetragen.

Die an sich sehr packende und nachvollziehbare Story wird durch ein paar kleine Details (der weiße Lack-Mantel, Geld im Überfluss) gestört. Die erotischen Szenen bilden zwar den Charakter der Personen weiter - sind aber etwas aufdringlich.

An sich ist das Buch aber sehr spannend geschrieben und wie vom Autor gewohnt fließend zu lesen. Die herangehensweise an das klassische Werwolf Thema gefällt mir sehr gut. Die Zeitsprünge in die Vergangenheit verleiten zum weiterlesen und machen aus der eigentlich neuzeitlichen Story einen klasse Fantasy Roman.

Ich werde mir auch sofort den zweiten Teil holen. Alles in allem ein Buch das Spaß macht - somit vier Sterne.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angenehme Überraschung!, 24. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
bin schon mehrmals an dem Buch vorbei gelaufen und habe es stehen lassen. Habe es dann mehr oder weniger wegen dem Cover gekauft. Muss nun doch sagen hat mich sehr angenehm überrascht. Markus Heitz habe ich vorher nicht gekannt (leider). Werde mich nach mehr von Ihm umschauen.

Das Buch ist angenehm verständlich geschrieben. Dadurch, das es in zwei Epochen (1764 und 2004) spielt und so auch zwei Hauptfiguren hat, lässt es die Spannung auch nicht abreisen. Die Thematik Werwölfe hat Markus Heintz gekonnt aufgegriffen. Das ganze mit ein bisschen Schnitzeljagd und der Kirche gut gemischt = ein gutes Buch

Es ist auf alle Fälle sehr Interresant und verleitet mit größter Sicherheit dazu auch Sanctum zu lesen.

Habe es gern gelesen und Sanctum anschliesend auch gleich geholt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Blade als Remus Lupin...., 13. April 2006
Von 
Wettach "PeliCorn" (Tübingen, Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ritus (Taschenbuch)
Markus Heitz ist den meisten Lesern vermutlich bekannt für seine Bücher "Die Zwerge" und die entsprechenden Folgebände. Hier wendet er sich von der klassischen Fantasy ab und der modernen Phantastik zu, die sich zwischen Mystery und Horror bewegt. Dabei geht es nicht um die Vampire, die er bis zum Schreiben dieses zweiteiligen Romans eigentlich bevorzugt hatte, sondern um Werwölfe, Wandelwesen...
Freunde klassisch tolkienesker Fantasy kennen Wandelwesen schon seit Beorn in Tolkiens 'Silmarillion', aber schon die kleineren Kinder kennen heute Werwölfe, seit Remus Lupin das erste Mal in den Seiten von 'Harry Potter von Askaban' auftauchte. Ist dieses Buch so nett und so gruselig wie der 'Gefangene von Askaban'? Nein, das Buch ist zweiteilig in zwei Hinsichten. Es spielt in zwei verschiedenen Zeiten, im 18. Jahrhundert und im heutigen 21. Jahrhundert und während das 18. Jahrhundert mit Jean Chastel und seinen Söhnen Pierre und Antoine an eine blutige Version des Schauerromans erinnert, ist das 21. Jahrhundert näher an 'Blade' - viele tolle glänzende moderne Waffen, die wir alle mit Namen kennenlernen und in Anwendung sehen, eher das Zubehör eines Actionfilms in der eine gute Kreatur der Finsternis ihresgleichen jagt.
Wer Werwölfe etwa von Stephen Kings "Werwolf von Tarker Mills" kennt, auch schon erschienen als "Das Jahr des Werwolfs", oder von meinem Lieblingsbuch zum Thema, R. Di Silvestros "Werwölfe küssen gut", muss sich hier auf viel mehr Blut einstellen, mehr Leichen, beschrieben aber in einer Weise die nicht auf den Schockeffekt abzielt, sondern darauf, eine Geschichte zu erzählen.
Und darin zeigt sich auch der Wert dieses Buches - bei aller Trivialisierung der modernen Geschichte, hat Markus Heitz doch eine Geschichte zu erzählen und erzählt sie nicht schlecht. Je weiter man sich in die 500 Seiten einliest, desto stärker wird der Wunsch die beiden Geschichten weiter zu lesen und ihr Ergebnis zu erfahren, das kaum in beiden Fällen ein positives Ende finden kann.
Wer auf Seite 520 angekommen ist, gebannt von der Frage nach dem Ende des Buches, schaut alsbald betrübt auf Seite 521 - auf der zu lesen ist, dass erst im zweiten Buch diese Geschichten zu einem Ende geführt werden.
Keine Trilogie, wie im Genre üblich, keine über 30 Bände wie etwa Robert Jordan mit seinem "Rad der Zeit", aber zwei grosse, schwere Bücher, die es nicht schwer fallen wird zu lesen. Schwer fällt nur das Warten auf den zweiten und letzten Band.
Und Remus Lupin? Wer ihn liebt, wird auch einen der Charaktere dieses Buches mögen, der immer auf der richtigen Seite steht trotz seines schweren Schicksals... Lesen!
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Ritus
Ritus von Markus Heitz (Taschenbuch - 1. April 2006)
EUR 12,95
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