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am 3. Oktober 2006
Dieses Buch ist eines der besten, die ich je gelesen habe. Jedes seiner 718 Seiten sind so spannend, dass man sich schwer tut es aus der Hand zu legen. Jung Chang erzählt die Geschichte ihrer Familie. Sie erzählt von ihrer Großmutter, die als Konkubine verheiratet war und ihrer Mutter, die als Lehrerin langsam in die kommunistische Partei gelangte und schließlich ihre eigene Geschichte als junges Mädchen und ihre Umstände zuhause, als Rotgardistin, bei der Umerziehung, als Bäuerin und Barfußdoktor und schließlich als Englischstudentin und erste Frau Chinas die ein Stipendium für ein Studium in England erhielt. Man lernt in diesem Buch mehr, als in einem Jahr Geschichtsunterricht. Man lernt über Mao und sieht wie die Menschen leben mussten, unter Ungerechtigkeiten und Qualen. Manchmal denkt man sich jetzt muss man aufhören, denn es wird so furchtbar. ZB wird einmal ein junges Mädchen vor ihrer Klasse erschossen, weil sie ein Buch gelesen hat usw... Alles in allem ist dieses Buch nur zu empfehlen.
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am 4. Juni 2000
Jung Chang beschreibt das Leben ihrer Großeltern und Eltern und zeigt damit die sozialen Gegebenheiten in China auf. Sie versteht es, Bilder im Kopf des Lesers zu malen, ohne einen Eindruck aufdrücken zu wollen. Besonders beeindrucken die exakten, nicht reißerisch aufgemachten Beschreibungen von Folterungen oder Aktionen der roten Garden während der Kulturrevolution. Besonders der jüngeren Generation hilft es, sich über das China zu Maos Zeiten zu informieren und in die aktuelle Neuzeit herübergerettete Traditionen zu verstehen. Es hilft dem Leser auch, sich darüber klar zu werden, dass China nicht ein Mysterium ist, sondern dass die Menschen dort ähnliche eigene Geschichten haben wie unsere Eltern. Besonders das klare Bekenntnis zu den Vorteilen der Demokratie als Folge der erlebten Mao-Diktatur trägt dazu bei, unsere gewohnt wordene Demokratie mit neuen, wohlwollenderen Augen zu sehen.
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am 14. Juni 2003
Ein hervorragendes und spannend geschriebenes Buch, das einen in der Tat nicht mehr aus seinem Bann entläßt. In der Schilderung der überlieferten Erlebnisse ihrer Großmutter und Mutter stilistisch vielleicht etwas mühsam, gewinnt das Buch deutlich in dem Teil, in dem die Autorin ihr eigenes Leben mit eigenen Erfahrungen erzählt.
Vor dem Hintergrund der eigenen Tragödie in ihrer Familie, berichtet die Autorin über das Leben in China, angefangen von den letzten Zügen der Feudalherrschaft, über die Greuel der japanischen Besatzung und der nachfolgenden Bürgerkriege bis hin zur Machtübernahme Maos. Zu den erschütterndsten Passagen zählen die Schilderungen der maoistischen Indoktrination und seiner Menschenverachtung, die ihren Höhepunkt in den Ereignissen während der „Kulturrevolution" finden.
Ein aufschlußreiches, aufklärendes Buch, nicht nur in Bezug auf die chinesische Vergangenheit. Die darin beschriebenen Methoden der Personenglorifizierung, gezielten Desinformation, Diffamierung sachlicher Kritiker als „Gegner des Staates" und Herabwürdigung von „Intellektuellen" sind weder mit Mao geboren noch mit ihm gestorben und sind nicht auf bestimmte politische Richtungen beschränkt. Das Buch beschreibt eindrucksvoll, welche fatale Folgen es hat, wenn Politik nur die Machterhaltung und Durchsetzung eigener Interessen beinhaltet und sollte auch als Mahnmal für die Gegenwart und Zukunft gesehen werden.
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am 27. Dezember 1999
"Wilde Schwäne" ist die atemberaubende Geschichte einer Familie in China. Sie beginnt zu Anfang unseres Jahrhunderts, als es noch nicht den Staat China gibt. Dann wird das kommunistische China gegründet und alles Traditionelle soll ausgelöscht werden. Vor diesem Hintergrund wächst die Erzählerin auf, ihre Eltern sind überzeugte Kommunisten. Als Mao aber immer mehr die wahren Ziele der Kommunisten aus den Augen verliert und vielmehr versucht, seine eigene Macht immer mehr zu festigen, passen sich die Eltern nicht wie viele andere an, sondern stehen zu den Idealen, die sie als junge Menschen zum Kommunismus geführt haben. Jedoch werden sie dafür bestraft und ihre Kinder müssen sich in dieser schwer verständlichen Welt nahezu allein zurechtfinden. Die Detailtreue, mit der die Verfahren der Partei gegen ihre eigenen Anhänger beschrieben werden sind von ihrem historischen höchst wertvoll. Der Leser erlebt das Zeitgeschehen in China hautnah mit. Diese bewegende Familiengeschichte ist zugleich unterhaltsam, spannend und grausam. Aber auf jeden Fall äußerst lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 6. September 1999
Die neuere Geschichte Chinas ist ein Phänomen. In kaum einem anderen Land erlebte die Bevölkerung eine derart häufige Änderung der politischen Richtlinien ihrer Regierung. Anders als in einem Sachbuch, welches die Fakten nüchtern auflistet, wird in "Wilde Schwäne" das Schicksal einer einzelnen Familie zum Bezugspunkt für den Leser. Das Buch begleitet mehrere Generationen von Menschen durch ganze Geschichtsepochen Chinas, von der spätkaiserlichen Zeit über die Besatzung der Japaner bis hin zur Herrschaft der Kommunisten. Das Besondere ist dabei das Eingehen auf die Denkweise der Individuen. Ihren Gefühlen wird viel Raum gelassen, ihre Fehler werden akzeptiert. Als Beispiel dafür kann der Vater der Autorin gelten, dessen Wandlungsprozess vom überzeugten Kommunisten, der ohne zu fragen die Befehle der Partei ausführt, zu einem Kommunisten mit Zweifeln am Regime sehr überzeugend beschrieben wird. Trotz der vielen Demütigungen und Rückschläge, die die Autorin und ihre Familie erlitten, ist der Grundton des Buches nicht verbittert oder rachsüchtig. Dem Leser bleibt somit genügend Spielraum, sich eigene Gedanken über das Geschehene zu bilden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. September 2006
In diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Familie in China über 80 Jahre, von 1909 bis 1989.

Sie beschreibt die gesellschaftlichen Veränderungen so, dass sie einem verständlich werden, stellt dabei aber immer ihre eigene Position klar.

Die Geschichte beginnt mit dem Kaiserreich, geht über japanische Besetzung und Kuomintang, den Langen Marsch und die Kulturrevolution, bis zu Maos Tod und der langsamen Öffnung des Landes. Nach der Lektüre kann man mit diesen Begriffen wirklich etwas anfangen.

Sehr interessant ist, dass sie auch mit den eigenen Familienmitgliedern kritisch umgeht. Dadurch wird das Buch glaubhaft. Wenn sie z.B. erzählt, dass die Eltern die Politik in den Vordergrund stellten, aber später auch begreifen, wie die Familie (5 Kinder) darunter gelitten hat und versuchen, die Folgen für die Kinder zu mildern. Oder dass ihr Vater nicht über den eigenen Schatten springen kann und sich im Namen der Gerechtigkeit weigert, für sie einzutreten, damit sie bevorzugt behandelt wird. Wie der Vater zeitweise verrückt wird, die Familie vor ihm Angst hat, aber auch alles tut, um ihm zu helfen. Sie jammert nicht, sie erzählt was passiert ist. Wenn sie z.B. die Großmutter verlässt , um sich ein anderes Familienmitglied zu kümmern, dann wird einem die Zerrissenheit klar, aber auch, dass sie sich entscheiden muß.

Wirklich lesenswert!
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am 6. September 1999
Jung Changs Roman "Wilde Schwäne" ist nicht nur eine Art Familiensaga, bzw. die Geschichte dreier Generationen von Frauen, sondern auch und vor allem die Geschichte von China im zwanzigsten Jahrhundert, dargestellt an ihren Auswirkungen auf die Schicksale der drei Hauptfiguren. Es handelt sich um die Familie der Autorin und diese selbst, welche in China geboren wurde und nun versucht, die Vergangenheit zu ergründen - mit Erfolg. Insbesondere die Kulturrevolution und ihre Folgen wird genau dargestellt, bei weitem besser als in jedem beliebigen Geschichtsbuch. Trotz der Tragödien, die beschrieben werden, schimmert doch viel Hoffnung durch. Das Buch ist in einem Stil geschrieben, der es schwer macht, Lesepausen einzulegen. Wer China verstehen möchte, ob mit oder ohne Vorkenntnisse, dem/der sei dieses unglaubliche Werk wärmstens empfohlen. Es ist mehr als nur eine Aufbereitung von historischen Ereignissen, mehr als eine Familiensaga, mehr als die Lebensgeschichte chinesischer Frauen. Das beste Buch über China, welches ich je gelesen habe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. Mai 2008
Auf über 700 Seiten beschreibt Jung Chang die Geschichte ihrer Familie und dabei auch sehr detaillreich die weitestgehend in Deutschland unbekannte politische Geschichte Chinas. Sie beginnt mit ihrer Großmutter und deren Leben unter dem ausklindenden Kaiserreich und steigt dann in die Geschichte Ihrer Mutter und die Gründung der Volksrepublik ein. Die Zeit zwischen 1910 und 1949 nimmt etwa ein Drittel des Buches ein - der Hauptteil erzählt über die grausamen Jahre der Verfolgung und Kulturrevolution. Es endet mit dem Tod Maos und den Reformen durch Deng.

Changs Sprache bringt dem Leser unerträglich nahe, wie "Gedankenerziehung" im Menschen wirkt. Mich hat erschrocken, wie sehr sich doch intelligente Menschen von Idiologien leiten lassen und wie wenig wir uns selbst gegen solch eine Indoktrination wehren können. Die Chinesen haben nicht nur an den Kommunismus geglaubt und die ihnen übergestülpten Werte nicht offen in Frage gestellt, sondern ließen sich auch hin zu extremer Gewalt und Intoleranz fernsteuern. Chang beschreibt an mehreren Stellen, wie sie sich selbst für Ihre kritischen Gedanken geschämt und verurteilt hat, wie gottgleich Mao für sie war und wie stark der Zwang der Masse zur Uniformität wirkte. Unweigerlich mußte ich an die Erzählungen meiner Großeltern über die Diktatur im Dritten Reich und auch meine eigenen Erfahrungen in der DDR denken.

Das Buch macht sehr nachdenklich und zugleich wissenhungrig über die Region, die lange Geschichte des Landes, aber auch die aktuelle politische Lage einer aufstrebenden Nation, die im Westen oft verkannt wird.

Schade fand ich, dass der Schwerpunkt tatsächlich auf Maos irrer Vorstellung von Kommunismus lag und das "alte China" etwas zu kurz kam. Mir war das Buch auch etwas zu abrupt zu Ende. Gern hätte ich erfahren, wie es mit China unter Deng Xiaoping weiter ging. Die Familiengeschichte nach Changs Auswanderung Ende der 70er Jahre, also das Leben ihrer 4 Geschwister und ihrer Mutter, wird auf 2 der über 700 Seiten in einem Epilog abgehandelt.
Ein paar kleine, aber nicht weiter störende, Formfehler (wie zum Beispiel ständige Wiederholungen) sind mir aufgefallen - schmälern aber den Wert des Inhaltes nicht.

Volle Sternzahl trotzdem dafür, dass Chang ein erschütterndes und aufrüttelndes Werk geglückt ist, welches hoffentlich zur Aufklärung über China und sein Volk beiträgt.
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am 21. Dezember 2004
Die heute in London lebende Autorin Jung Chang schildert in dieser spannenden Autobiographie nicht nur ihre eigene Lebensgeschichte bis zu ihrem 26. Lebensjahr, sondern auch die ihrer Großmutter und ihrer Eltern in China. Der Leser erfährt hautnah Erlebnisse und zutiefst erschütternde Vorkomnisse in der Kaiserzeit, über die Kuomintang, den Kommunismus und die Kulturrevolution unter Mao Zedong. Die in die Lebensgeschichte der Autorin und ihrer Familie eingebetteten politischen Einzelheiten könnten nicht spannender und realistischer geschildert sein. Auf den letzten hundert Seiten fällt das Erzähltempo für meinen Geschmack im Vergleich zum Großteil des Buches etwas hoch aus. Alles in allem ein großer Lesegenuß und ein uneingeschränkt als hervorragend zu beurteilendes und für alle kulturell interessierten Leseratten höchst empfehlenswertes Buch zur politischen Bildung und spannenden Unterhaltung!!
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am 27. Juni 2006
Changs detailreiche Familiengeschichte ist ein Beitrag, der den Blick über den Tellerrand einfordert, zum Nachdenken anregt. Sie schildert ganz nah dran, das Dilemma der Menschen in China zur Zeit der Kuomintang, später unter Mao und spart dabei kein unbequemes Thema aus.

Ihr Stil ist eloquent, distanziert und doch mitten im Stoff. Tochter und Dokumentaristin in einem zu sein, das ist ein qualvoller Spagat. Chang schafft ihn und macht dieses Buch zu einer lesenswerten Erfahrung. Der Leser fiebert mit.

Faktenreich und bei aller Tragik spannend, gelingen Chang neben tieftraurigen Momenten auch wunderbare Hoffnungsschimmer, ohne falsches Happyend.

Ein berührender, sehr menschlicher Roman. Der Leser sollte sich vorher ein dickes Fell zulegen.
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