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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber sicher nicht jedermanns Geschmack
Das Buch beginnt äußerst vielversprechend: mit einer sehr guten Idee, die biblische Geschichte der Judas-Silberlinge mit alten Kirchenlegenden zu einem spannenden Plot zu verknüpfen.
Hervorragend auch die Charaktere, in die man sich nach kurzer Zeit einfühlt und die man nicht mehr missen möchte.
In die entschieden atheistische und...
Veröffentlicht am 29. Januar 2004 von Dr. Michael Blume

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56 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was ist das Böse?
Es geht um die Legende der dreißig Silbermünzen, die Judas für seinen Verrat an Jesus Christus in Jerusalem erhalten hatte. Da er den Verrat nur allzu bald bereute, warf er die Münzen in den jüdischen Tempel zurück und erhängte sich hernach an dem nach ihm benannten Baum. Scott McBain entwickelt daraus eine zunächst brillante Idee:...
Veröffentlicht am 12. Februar 2004 von Shutterfly


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56 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was ist das Böse?, 12. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Es geht um die Legende der dreißig Silbermünzen, die Judas für seinen Verrat an Jesus Christus in Jerusalem erhalten hatte. Da er den Verrat nur allzu bald bereute, warf er die Münzen in den jüdischen Tempel zurück und erhängte sich hernach an dem nach ihm benannten Baum. Scott McBain entwickelt daraus eine zunächst brillante Idee: was passierte eigentlich mit diesen Münzen? Aus welchen Beweggründen auch immer, der spätere Fels der katholischen Kirche, Petrus, beginnt, nach ihnen zu suchen, schafft es aber nicht, sie alle einzusammeln. Ab und zu erscheinen sie in dieser Welt, um das in ihnen gebündelte Böse freizusetzen, Leute zu korrumpieren und mit Allmacht auszustatten (eigentlich hätte Hitler die letzte Münze haben müssen). Jedenfalls kommt die drittletzte der Münzen plötzlich in den Besitz des US-amerikanischen Starpsychiaters Paul Stauffer, der einen eigentlich Schuldigen vor Gericht freispricht, und damit „böse" genug erscheint, um ihn weiter durch die Münze zu korrumpieren, denn das Wort „böse" gibt es laut Stauffer gar nicht, nur psychisch kranke Menschen.
Das Buch fängt etwas zäh an, und ab der Mitte gerät das Ganze zu einem okkultistischen Schinken, der nicht mal sonderlich spannend ist. Auf mehreren Astralebenen führt die mysteriöse Helen ihren Schützling Paul wie weiland Beatrice ihren Dante in der Göttlichen Komödie. Das Buch krankt daran, dass die Charaktere allesamt unsympathisch sind, wenigstens für mich. Ergo konnte ich auch nicht so richtig mitleiden.
Der Autor verbreitet die Philosophie, dass wir nicht für unsere guten bzw. bösen Taten verantwortlich sind, sondern eine gewisse Macht der Finsternis. Darüber mag man denken, was man will. Wäre das Buch eine Fantasy-Geschichte gewesen, hätte ich es für gut befunden, aber in dieser Art und Weise geschrieben, bleibt es für mich befremdlich und auf höchst amüsante Weise doch nur sehr katholisch. Die Sicht auf den angeblichen Magier-Papst Sylvester II stimmt mich sehr bedenklich, weil einseitig erzkatholisch. Schade, denn Sylvester war einer der gebildetsten Männer seiner Zeit.
Der Schreibstil ist eher bescheiden, was sicher nicht am Übersetzer lag. Kostprobe: "Sie merkte, dass die Frau am Ende ihrer Kräfte war, mental und geistig."
Die Schlusspointe ist zugegebenermaßen gelungen.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber sicher nicht jedermanns Geschmack, 29. Januar 2004
Von 
Dr. Michael Blume (Filderstadt, Baden-Württemberg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Das Buch beginnt äußerst vielversprechend: mit einer sehr guten Idee, die biblische Geschichte der Judas-Silberlinge mit alten Kirchenlegenden zu einem spannenden Plot zu verknüpfen.
Hervorragend auch die Charaktere, in die man sich nach kurzer Zeit einfühlt und die man nicht mehr missen möchte.
In die entschieden atheistische und vermeintlich "wissenschaftliche" Weltsicht eines Starpsychologen lässt der Autor nun diese mystische Welt langsam einsickern.
Was als spannender "Thriller" beginnt, kippt dann in der zweiten Hälfte jedoch endgültig in die mystische Richtung: Dämonen geleiten Charaktere durch Astralebene, Pentagramme flammen und Heilige und der Papst beten gegen einen (ebenfalls biblischen, ich verrate aber nicht, wer) Oberschurken an.
Es ist eine "erzkatholische" Welt, in der Päpste, Kardinäle und heilige Nonnen das letzte Bollwerk gegen das Übel bilden, andere Religionen (einschließlich des evangelischen Glaubens) nur am Rande und dann auch meist negativ vorkommen (was übrigens keinesfalls der Lehre der katholischen Kirche entspricht, die immerhin z.B. seit Jahren das Weltfriedensgebet der Weltreligionen in Assisi unter Beteiligung des Papstes begeht!) und in der die zuvor so liebevoll gezeichneten Charaktere schließlich nur noch auf der Flucht vor den machtvollen Manifestationen des Bösen sind. Nach einer geradezu kosmischen Schlacht wartet der Autor schließlich mit einer gelungenen Schlußpointe auf...
In der Summe: wer sich einmal auf eine dualistische Weltsicht des katholischen Mittelalters (samt eifriger Zitierung des "Hexenhammers") einlassen will, der wird hier prächtig bedient. Wer es jedoch gerne etwas subtiler und differenzierter mag wird sich womöglich etwas überrollt vorkommen...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bloß nicht kaufen !!!, 1. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Als Vielleser habe ich mich durch das halbe Buch gequält und vermache es jetzt der Altpapiertonne. Ein Spannungsbogen kommt nur am Beginn etwas auf, flacht aber ganz fix wieder ab bzw. steigt in "Astralebenen" auf, denen zu folgen mir äußerst schwer fällt.
Ich hätte die Rezensionen mal vor dem Kauf lesen sollen.
Mein Fazit: Das Buch hätte 0 Punkte verdient, wenn es sie gäbe.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Story driftet ins Absurde ab, 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Dieser Roman hält eindeutig nicht, was der Klappentext verspricht. Wer mit einem Kirchen-Thriller mit einem Schuss Fantasy rechnet, dürfte von der Lektüre schwer enttäuscht werden, denn vielmehr handelt es sich ab der Mitte des Buches überwiegend um eine Esoterik-Story für Hartgesottene.

Aber auch unabhängig davon hat mir dieses Werk keineswegs zugesagt. Ich konnte mit den flachen Charakteren kein bisschen mitfiebern. Wann immer einer von ihnen dahinschied, hakte ich ihn nur innerlich von der Liste der verbliebenen Personen ab. Außerdem wird der Spannungsbogen komplett überdehnt. Das Böse gewinnt über mehrere hundert Seiten stetig an Macht und kommt seinem Ziel immer näher, ohne irgendwelche Rückschläge hinnehmen zu müssen; und letztlich scheitert es auf eine Art und Weise, dass man meinen könnte, das Gute hätte sich eigentlich nie sorgen brauchen.

Dass es sich nicht um einen Dan-Brown-Abklatsch handelt, finde ich generell eher positiv, da ich keine Lust habe, ständig das Gleiche in leicht verändertem Gewand zu lesen. Auch dass die katholische Kirche entgegen dem Trend mal etwas besser davonkommt, stört mich nicht, aber in diesem Extrem und mit dieser abstrusen Handlung, der es letztlich an jeglicher Logik mangelt, ist es einfach unerträglich.

Stilistisch kann Scott McBain mich persönlich auch nicht gerade berauschen. Ortswechsel in der Form "Der Petersdom, elf Uhr abends." liegen mir einfach nicht, aber wer auf ausschweifende Beschreibungen gut verzichten kann, mag das durchaus gegensätzlich empfinden.

Gerne würde ich auch etwas Positives über "Der Judasfluch" schreiben, aber das Einzige, was mir hierbei einfällt, ist, dass ich trotz allem bis zur letzten Seite durchgehalten habe.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft, 9. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Halten wir fest: Eine Judasmünze kommt in die Welt und schickt sich an, zunächst die Kirche, anschließend die Welt zu zerstören. Das könnte recht spannend werden, nur gelingt es dem Autor perfekt, jede Spannung perfekt zu vermeiden. So fängt das Buch noch relativ interessant an: Die Story entwickelt sich und die Charaktere werden beleuchtet. Letzteres funktioniert schon nicht, denn mehr als eine eindimensionale Schilderung scheint dem Autor nicht möglich. Spätestens mit der BEschreibung driftet es ins totlangweilige ab. So quälen wir uns von Astralebene zu Astralebene und fragen uns, was der ganze Stuss soll, bis wir lernen, daß hier das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht, da jede Münze stärker ist und nur der Heilige Petrus etwas gegen das Böse unternehmen kann. Dumm nur, daß Petrus nicht zwingend in unserer Zeit lebt, was klar macht, daß wir dem Untergang relativ hilflos gegenüber stehen. Apropos: Hilflos beschreibt gut das sich ewig hinziehende Geschreibsel von Astralebenen, irgendwelchen sich in alles mögliche verwandelnden Personen und einem Papstgrab, was irgendwie noch wichtig ist. Wer nicht zwischenzeitlich das Buch dem Altpapier übergeben hat, erlebt ein fulminantes Ende, wo das Böse mal eben besiegt wird, weil Petrus auf irgendeiner Ebene mal einen Spaziergang macht und schon ist alles gut. Als finale Drohung kommt dann noch schnell eine neue Münze in die Welt. Es gibt Telefonbücher, die spannender zu lesen sind...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckt, 31. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Anspruchsvolle Lektüre, die man so schnell weder aus der Hand legt, noch vergisst. Natürlich kein Thriller im eigentlichen Sinn, sondern ein Buch, das dem Leser immer wieder auch Anstrengung und Mitdenken zumutet. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mit solcher Klarheit (bisweilen Schärfe) die katholische Kirche charakterisiert, noch seltener ein Buch, in dem Themen von Glaube und Macht, von Versuchung und Bewährung so tiefsinnig behandelt wurden. Es war für mich in gewissem Sinn geradezu eine geistliche Lektüre.
Freue mich auf die Fortsetzung in "Judasgift".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologie und Theologie treffen Dämonologie..., 30. Juli 2005
Von 
Oliver Pifferi "Man sagt, man müsse vieles le... (Borken, Nordrhein-Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
"Die Mächte der Finsternis und eine dunkle Verschwörung" ist der Untertitel dieses Romans von Scott McBain, der bereits mit "Die Geheimloge" und "Der Mastercode" für Aufsehen sorgte. Zwar spielt das Thema der allumfassenden Verschwörung, auf das sich der Autor wohl (bewußt oder unbewußt) erneut berufen hat, einmal mehr eine Rolle, doch diesmal tritt diese Verschwörung nicht auf politischer, sondern eher auf theologischer & spiritueller Ebene auf : Im immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse.
Es fiel mir anfangs zwar schwer, in das Buch einzutauchen, da die Mischung aus typischem Vorgeplänkel, Universitätsalltag, Familie, Kriminologie & Psychologie ein wenig langatmig wirkte. Später aber, als der Protagonist (und Spielball der Mächte) Paul Stauffer eine der besagten Judasmünzen "zugespielt" bekommt, nimmt eine unheilvolle und zeitgleich fesselnde Geschichte mit starken philosophischen Zügen (ist der Mensch von Natur aus böse oder wird er nur durch Umfeld, Umwelt und diverse Einflüsse böse gemacht?) Ihren Lauf.
Zwar mag der Leser ein wenig die Stirn runzeln, wenn das Thema "Astralreisen" behandelt (und - seit Erstnennung - konsequent durch das Buch geführt) wird, trotzdem gelingt Scott McBain der - zugegeben ein wenig weit hergeholte, aber trotzdem bravourös ausgeführte Brückenschlag - aus der menschlichen in die geistigen Welt, in der der drohende Fall der heiligen römischen Kirche nicht nur droht, sondern auch ein zentraler Aspekt dieser Erzählung ist.
Man mag dem Autor hier ein wenig fehlendes Fingerspitzengefühl ankreiden, denn wer die anderen Romane "Die Geheimloge" und "Der Mastercode" gelesen hat, wird sich wundern, welche Teufel Scott McBain geritten haben mögen, die Grenzen der uns bekannten Realität in diesem Maße zu überschreiten und in all dies auch einige zentrale Aspekte der christlichen Frühgeschichte zu implementieren.
Als Fazit sei zu bemerken, das der Roman zwar nicht auf der selben Ebene wie die beiden anderen Werke des Autors steht, für sich aber - nach einigem Nachdenken - doch ein gelungener Roman ist, der meiner Meinung nach zu Unrecht teilweise zu kritisch rezensiert wird. Selbstverständlich ist es riskant, die oben genannten Themen in einen Roman zu setzen und diese noch zu kombinieren bzw. gar gegeneinander auszuspielen, doch McBain gelingt dieser Tanz auf der Rasierklinge - zwar mit leichten Abstrichen, aber immerhin!
Wer also religiös beeinflußte Werke mag (und diese sind momentan ja sehr beliebt), wird auch um "Der Judasfluch" keinen großen Bogen machen können - ob das Werk dann gefällt, bleibt einem jeden selbst überlassen, aber aus einem zähen Anfang wurde letztendlich doch eine beeindruckende Erzählung, die einmal mehr die Diskrepanz zwischen Gut und Böse, der physischen und psychischen Welt sowie Erhaltung und Untergang der gesamten Welt behandelt...
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Esoterischer Bauchklatscher mit Endlosapokalypse...gähn..., 29. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Oje oje, bei Scott MacBain ist leider keinerlei Qualitätssteigerung gegenüber dem Erstwerk "Die Geheimloge" feststellbar. Im Gegenteil, "Der Judasfluch" geht noch mehr in Richtung Mystik als der Vorgänger, nur während der sich durch seine moralisch-philosophischen Betrachtung noch in die Endzone retten konnte, taucht dieser in die Thematik Bibel-Mystik nicht ein, sondern produziert einen Bauchklatscher.
Dummerweise wird das alles auch noch als mystischer Thriller verkauft, dabei ist der Plot Gut-Böse-Mystik auf übernatürlichem Niveau mit reichlich kirchlichen Einsprengseln.
Wer sich jetzt davon wenigstens einen spannenden Ablauf verspricht, wird ebenfalls ziemlich enttäuscht sein, denn das Buch braucht 150 Seiten, um den Leser auf den Stand zu bringen, den er bereits durch die Lektüre des Klappentextes erlangt hatte.
Anstatt den schleichend bösen Einfluß des Judas-Silberlings langsam als übernatürlichen Faktor in die Handlung zu integrieren, geht der Autor mit der Keule vor und führt seinen Protagonisten von Seite 1 an geradewegs und ohne Umschweife in die Hölle, während die katholische Kirche das Schlimmste verhindern will. Selbige wird als so porentiefrein und edel geschildert, daß man schon bald ins Husten kommt, wenn das Buch zunehmend in die Sackgasse des kommenden Anti-Christen steuert. Nach knapp einem Drittel winkt schon der Plot mit dem Zaunpfahl auf ein apokalyptisches Ende hin und damit beschäftigt sich der Autor dann auch die letzten 200 Seiten einseitig wie ausgiebig.
Zusätzlich verzettelt er sich bei der Entwicklung einer brauchbaren Spannungskurve mit dem Einbau von esoterischem Kitsch über Astralebenen, mit dem das Böse den verdammten Menschen ködert, weicht aber immer dann, wenn es gerade etwas kontroverser werden könnte ins alte Gut-Böse-Schema ab, in dem die barmherzigen Kirchendiener weißglühende Lichtgestalten und die seelenlosen Bösewichte alles verschlingende Finstermänner (und -frauen) sind. Passend dazu krankt es wieder mal an den papierdünnen Charakteren, die in keiner Phase irgendwelche Tiefe erlangen und somit auch kein echtes Interesse (oder Mitgefühl) erregen.
Am besten ist MacBain, wenn er mal einen Ausflug in die katholische Historie oder die Zeit Neros macht, aber selbst die Apokalypse eines komplett zerstörten San Francisco wirkt am Ende dieser platten Materialschlacht nur noch lächerlich und die Last-Minute-Pointe, die alles wendet ist so gaga, daß es sowohl den Thriller- wie auch den Gruselfan schütteln dürfte.
Es gibt natürlich schlimmere Bücher, aber wenn während der Lektüre den Leser ständig das Gefühl beschleicht, hier werde eine interessante Idee mit jeder Seite mehr verschenkt, dann ist wirklich was im Argen. Selbst als Urlaubslektüre kann ich das nicht bedenkenlos empfehlen - handle with care.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hilfe!, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Ein dermaßen schlechtes Buch, ich wundere mich hinterher, dass ich es dennoch bis zum Schluss ausgehalten habe.

Wer hier einen Thriller erwartet, der wird nicht wissen, wie ihm geschieht! Die Geschichte ist eher ein Fantasy-Roman (wenn man sich denn schon für ein Genre entscheiden muss, ich glaub der Autor konnte sich selbst nicht entscheiden) und das auch noch von der ganz billigen Sorte!

Die Geschichte ist so dermaßen absurd, ich konnte es kaum glauben!

Was soll der Quatsch mit den Astralebenen? Das war richtiggehend ärgerlich.

Man hätte was machen können aus der Geschichte, aber der Autor scheint vom Schreiben keinerlei Ahnung zu haben. Der Stil ist einfach nur grausam! Ich kann an diesem Buch nichts Gutes finden!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend - einfach zu fantastisch, 26. März 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Ich hatte ebenfalls, wie andere, die dieses Buch rezensiert hatten, die Geheimloge von Scott McBain gelesen, und daher griff ich auch bei dem "Judasfluch" zu. Die Story hörte sich eigentlich ganz spannend an, und das ist sie ja im Prinzip auch, aber die Umsetzung gefiel mir so ganz und gar nicht. Zugegeben, wenn man ein wenig mystisch-esoterisch angehaucht ist, kann man vielleicht den "Astralebenen" etwas abgewinnen, aber mir war das alles viel zu spacig. Meiner Meinung nach gehört dieser Roman in die Sci-Fi-Kiste und nicht als "normaler" Roman kategorisiert. Das ist er nämlich nicht. Ein Vergleich mit Dan Brown ist meiner Meinung nach auch nicht angemessen; der Schreibstil ist vielleicht ähnlich, und auch die religiösen Einschläge, die in Dan Browns Büchern oft vorkommen, sind auch da, aber Dan Brown bleibt zumindest in dieser "Sinneswelt", und schweift nicht in irgendwelchen obskuren Geisteswelten ab, mit Hilfe derer man eine Geschichte auch ohne weiteren Plot-Aufwand so lenken kann, wie man das will, denn dort "geht alles". Besonders oberhalb der 9. Astralebene (interner Witz für die, die das Buch leider schon gelesen haben).
Der vielbemängelte und gleichzeitig vielgelobte Schluss: Naja. Ebenso fantastisch, ebenso unrealistisch. Aber von der Realität sollte man sich sowieso verabschieden, wenn man dieses Buch mit Freude lesen können will.
Andererseits: Zu Ende gelesen habe ich das Buch dann doch. Aber überzeugt hat's mich nicht. Ich halte es als Schlusswort so, wie ein guter Freund von mir einst über einen Film sagte, den er sich im Kino angesehen hatte: "Wenn man mal zu viel Zeit hat".
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Der Judasfluch
Der Judasfluch von Scott McBain (Taschenbuch - 1. Januar 2004)
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