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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum nur wird dieses Buch immer so einseitig gesehen?
Es ist das ärgerliche an dieser Erzählung, Autobiographie, dass sie immer nur auf das eine Thema, Genitalverstümmelung, reduziert wird. Dabei bietet dieses Buch viel mehr als nur das.
Es ist eine Geschichte vom Leben in zwei Welten. Der Unterschied könnte nicht deutlicher sein. Auf der einen Seite das Leben in der dritten Welt, in einem der...
Veröffentlicht am 9. Juni 2002 von reichethomas

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr sprunghaft
Inhalt:
Waris wächst mit ihren Geschwistern in der Wüste Somalias auf. Mit 5 Jahren wurde sie pharaonisch Beschnitten, mit 13 Jahren möchte ihr Vater sie verheiraten. Waris flieht, ganz allein, aus der Wüste …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wirr und kindlich. Das Buch weißt keinen Roten Faden auf und die Geschichte...
Vor 8 Monaten von Cora Lein veröffentlicht


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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum nur wird dieses Buch immer so einseitig gesehen?, 9. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Gebundene Ausgabe)
Es ist das ärgerliche an dieser Erzählung, Autobiographie, dass sie immer nur auf das eine Thema, Genitalverstümmelung, reduziert wird. Dabei bietet dieses Buch viel mehr als nur das.
Es ist eine Geschichte vom Leben in zwei Welten. Der Unterschied könnte nicht deutlicher sein. Auf der einen Seite das Leben in der dritten Welt, in einem der ärmsten Länder der Welt. Auf der anderen Seite das Geld, der Ruhm eines Top-Modells.
Dazu ist das ganze gewürzt mit sehr viel Humor. Selbst bei tragischen Momenten kann man mit der Frau lachen. Die Betonung liegt dabei auf mit. Selbst wenn es ihr schlecht geht, selbst wenn sie nicht weiter weiß, selbst wenn sie betrogen wird, selbst dann findet sie etwas worüber sie sich freuen und worüber sie lachen kann.
Und sie hält uns den Spiegel vor. Sie kann es auch, weil sie eben nicht aus der "westlichen Welt" kommt, kann sie es. Wer das Buch liest wird über vieles anders denken, bei vielem nachdenklich werden, über sich selbst nachdenken können.
Und am Ende wird man wütend sein, weil vielen Frauen auf der Welt die Chance genommen wird ein runum erfülltes Leben zu führen. Aber auch hier ist ein positiver Ansatz von Waris Dirie zu finden, es gibt Frauen, die sich wehren und es werden immer mehr.
Das buch ist ungewöhnlich im Erzählstil. Waris Dirie nmmt sich die Freigheit und springt im Erzählfaden mal zeitlich nach vorn, mal wieder weit zurück. Trotzdem verliert man nie das Verständnis, warum etwas an einer Stelle passiert. Man hat den eindruck, es sitzt einem eine Freundin gegenüber, die einem etwas aus ihrem Leben erzählt. Das macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus.
Etwas wirklich besonderes ist dabei ihr Humor. Immer wieder schmunzelt man mit ihr gemeinsam über die Stolpersteine des Lebens. Da ist eine Person, die ihre wurzeln nicht vergessen hat, die ihre Wurzeln liebt, aber sie nicht unkritisch sieht. Jemand der sehr lebensbejahend ist, der einen mitreißt. Jemand der sagt, so schlimm ist das alles nicht, für dieses Leben lohnt es sich zu kämpfen. Ändern wir die Mißstände und es wird noch besser.
Das ist meiner Meinung nach die Botschaft des Buches und die ist einfach in dieser Form sehr lesenswert.
Jedoch sollte jeder gewarnt sein, das Buch hat Suchtgefahr. Man kann es nicht aus der Hand legen. Auch wenn man eigentlich weiß, wie es ausgeht, man muss einfach weiterlesen. Weiter zusammen mit der freundin sitzen und zuhören, wie sie aus der Wüste erzählt und wie sie von Modeschauen erzählt, von Bürokratie und wie man sie besiegt und von den verschiedensten Menschen, überall auf der Welt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Waris Dirie - Wüstenblume, 1. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Wir haben in der Schule das Buch "Wüstenblume gelesen und hier ist unsere Meinung und eine kurze Inhaltsangabe dazu.
Inhaltsangabe:
Die Autobiographie "Wüstenblume" von Waris Dirie beschreibt das ausergewöhnliche Leben der Autorin. Mit 5 Jahren erleidet Waris, die in Somalia geboren wurde, die schrecklichen Qualen der Beschneidung. Im Alter von 13 Jahren flüchtet Waris in die Stadt Mogadischu, wo sie bei einigen verwanden Unterschlupf findet, bis sie mit ihrem Onkel Mohammed nach London geht. Dort dient sie ihrem Onkel und seiner Familie 4 Jahre als Hausmädchen. Mit 18 Jahren bleibt sie allein in London zurück und muss sich durch den harten Alltag kämpfen. Nach einiger Zeit wird Waris als Model entdeckt und geht daraufhin zwei Scheinehen ein, um ihren Beruf ausführen zu können. Eines Tages lernt sie Dana, einen Musiker, in einem Jazz-Lokal kennen, mit dem sie zusammen einen Sohn, namens Aleeke, bekommt.
Eigene Meinung:
Die ausführliche Beschreibung des Lebens als Nomadentochter gefiel uns sehr gut. Auch die Gefühle von Waris gegenüber ihrer Familie und den Personen, die sie verletzen, werden durch ihre Wortwahl herausgehoben und für jeden verständlich gemacht. Außerdem geht sie sehr offen mit dem Thema Beschneidung an frauen um, was vielen sehr schwer fällt, das zeigt, dass Waris sich für die Frauen einsetzt und gegen Genitalverstümmlung kämpft. Sie schildert auch sehr gut wie sie es geschafft hat, ein gefragtes Model zu werden. Wir empfehlen dieses Buch Erwachsenen und Jugendlichen, da man wissen sollte, wie es sehr vielen Frauen in afrikanischen Ländern immernoch ergeht.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich, 19. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Als ich dieses Buch las, habe ich teilweise geweint und gelacht. Das, was den vielen Mädchen auf dieser Welt angetan wird, ist so schrecklich, dass ich es kaum begreifen kann. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, wäre ich am liebsten gleich selbst losgezogen, um den armen Mädchen zu helfen und den Männern Verstand einzubleuen. Ich beneide Waris Dirie darum, dass sie es, nach den ganzen Qualen, die sie durchlebt hat, fertig- brachte, so offen über alles zu schreiben, um der Welt mitzuteilen, was da draußen geschieht. Außerdem ist sie eine hervorragende Schriftstellerin. Sie beschreibt ihre darmalige Naivität mit soviel Humor, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Obwohl es schlimme Stellen enthält, bin ich der Meinung, dass jeder es lesen sollte. Jeder sollte erfahren welche Gräultaten auf der Welt verübt werden.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ehrliches Buch, das zum Nachdenken anregt, 18. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Waris Dirie schreibt über ihre Kindheit als Nomadenmädchen in der Wüste Somalias und über ihren weiteren, unglaublichen Lebensweg, der sie nach London und New York und schließlich als Supermodel auf die Titelseiten der renommiertesten Mode-Magazine bringt.
Dieser "Traum" vom Model, den sie plötzlich lebt, ist jedoch stets überschattet von einer traumatischen Kindheitserfahrung, die ihr ganzes Leben auf tragische und schmerzhafte Weise einschränkt: sie wurde als Fünfjährige beschnitten.

Waris Dirie schreibt mit einer unglaublichen Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit, dabei trotzdem mit Leichtigkeit und einer gewissen Portion Humor.
Ihre Beschneidung wird in einem Kapitel beschrieben - so furchtbar grausam und eklig, dass wohl nicht nur bei mir diese fassungslose Wut aufstieg. Und trotz dieses fürchterlichen Erlebnisses und dem daraus entstandenen eisernen Willen, etwas gegen die Beschneidung junger Mädchen zu tun, ist sie stolz, eine Somali zu sein. Sie fühlt sich hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Sie beschreibt die religiösen Vorstellungen ihres Landes und erklärt, wie es zu diesem Brauch gekommen ist. Sie gibt niemandem die Schuld, weil sie weiß, dass die Beschneidungszeremonie einfach viel zu tief in der Seele ihres Landes steckt: sogar die unwissenden jungen Mädchen selbst sehnen sie ja herbei, so tief sitzt der Glaube an ihre Richtigkeit.
Aber Waris Dirie wehrt sich dagegen und fühlt sich dazu berufen, ihr Land aufzuklären. Eine mutige, bewundernswerte Frau! Eine Pionierin auf diesem Gebiet war sie damals, als sie sich öffentlich gegen Beschneidung aussprach.

Ein spannendes Buch, das gleichzeitig Lesevergnügen, Spannung und Fassungslosigkeit beim Leser hervorruft. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

In dieser Filmausgabe des Buches findet man im Gegensatz zur ursprünglichen Ausgabe von "Wüstenblume" Bilder aus dem Film, also nachgestellte Szenen mit der Schauspielerin Liya Kebede. Schöne Bilder, doch wen Fotos der echten Waris Dirie interessieren, der findet sie im Originalbuch. Außerdem beinhaltet das Buch ein nachträglich geschriebenes Vorwort der Autorin, das in der Originalausgabe nicht enthalten ist.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plädoyer für eine gerechtere Welt, 11. Januar 2004
Von 
Dieter Winkler (Freilassing, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Waris Dirie erzählt in ihrem Buch von ihrer Kindheit in Somalia, sie beschreibt die Traditionen, Gebräuche und das Alltagsleben der viehzüchtenden Nomaden. Ein Leben, das von Entbehrungen gezeichnet ist, aber auch viele schöne Seiten hat, die von ihr sehr lebendig geschildert werden. Danach berichtet sie auf sympathische Art und Weise, wie es dazu kam, den unglaublichen Weg vom einfachen Nomadenmädchen der Wüste bis hin zum Topmodel zu schaffen und schließlich sogar Sonderbotschafterin der UNO zu werden, um in dieser Rolle gegen die „Tradition" der Genitalverstümmelung, dessen Opfer auch sie wurde, zu kämpfen.
In Somalia und vielen anderen afrikanischen Staaten müssen Mädchen ab dem Kindesalter die unfassbar grausame Prozedur der Beschneidung über sich ergehen lassen, weil das, was sich zwischen den Beinen befindet, schon seit Jahrtausenden als schlecht und unrein angesehen wird. Andernfalls hätte eine junge Frau auf dem Heiratsmarkt, der ausschließlich von Männern bestimmt wird, keinerlei Chancen ...
„Obwohl ich nach meiner Beschneidung große Schmerzen litt, zählte ich noch zu den Glücklicheren. Es hätte weitaus schlimmer kommen können, wie unzählige andere Mädchen erfahren mussten. Bei unseren Wanderungen durch Somalia stießen wir auf viele Familien und spielten mit ihren Töchtern. Aber wenn wir sie wiedertrafen, waren die Mädchen oft fort. Niemand sagte ehrlich, was mit ihnen geschehen war, manchmal sprach man einfach nicht mehr von ihnen. Sie waren an der willkürlichen Verstümmelung gestorben - gestorben am Schock, an Infektion, an Wundstarrkrampf oder sie waren verblutet. Wenn man betrachtet, unter welchen Bedingungen der Eingriff durchgeführt wird, wundert dies nicht weiter. Es wundert vielmehr, dass einige von uns ihn überlebt haben."
Mit „Wüstenblume" ist Waris Dirie ein sehr packendes und auch sehr mutiges Buch gelungen, denn zum einen macht es den Leser mit der Kultur eines ihm völlig fremden Landes bekannt und zum anderen zeigt es schonungslos jene Verbrechen auf, die schon seit Ewigkeiten den somalischen Mädchen angetan werden. Die Traditionen anderer Länder gilt es selbstverständlich zu respektieren, aber nicht um den Preis von Menschenrechten!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein erster Einblick, 27. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Eine Freundin lieh mir dieses Buch, und zum ersten Mal beschäftigte ich mich mit dem Thema "Beschneidung von Frauen". Kann ich meine Wut beschreiben, die ich fühlte? Kaum! Sind wir es nicht gewohnt, frei zu entscheiden, was und wie wir es wollen? Traurig schön ist die Beschreibung ihrer Kindheit, das Leben in der Familie, ihre Aufgaben, die weiten Wege durch die trockene Landschaft. Und wie schnell Kinder in diesem Umfeld erwachsen werden müssen, vergewaltigt, beschnitten und zutiefst verletzt! Auch der Umgang mit der Beschneidung selbst wird sehr aufschlußreich geschildert. Frauen tun dies jungen Mädchen an, mit Glasscherben, alten Rasierklingen, weil es die Männer so wünschen! Eine widerwärtige Tradition die der Islam gar nicht zuläßt! Das Geheimnis, an dem viele junge Mädchen sterben. Kann sich eine emanzipierte und freie Frau ein Leben vorstellen ohne Orgasmus? Auch wenn diese Autobiographie teilweise noch einen etwas schöneren Stil haben könnte, dieses Buch hat meine Sicht der Dinge geändert. Wir müssen Waris Dirie bei ihrem Kampf gegen dieses grausame, menschenverachtende Ritual unterstützen. Ich bewundere sehr, wie sie damit lebt, ohne Haß. Sehr eindringlich werden die Folgen beschrieben und es freut mich sehr, daß wenigstens EINE unter den Millionen, die dieses Schicksal erduldet haben und immernoch damit leben müssen, entrinnen konnte. Aber ist sie entronnen? Nein! Es ist gut, daß eine Betroffene erzählt, denn uns wird ja immer gleich westliche Arroganz vorgeworfen, wenn wir uns dagegen auflehnen und kein Verständnis für solche Traditionen erübrigen![GuGi]
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr sprunghaft, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Inhalt:
Waris wächst mit ihren Geschwistern in der Wüste Somalias auf. Mit 5 Jahren wurde sie pharaonisch Beschnitten, mit 13 Jahren möchte ihr Vater sie verheiraten. Waris flieht, ganz allein, aus der Wüste …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wirr und kindlich. Das Buch weißt keinen Roten Faden auf und die Geschichte springt fürchterlich. Teilweise musste ich Abschnitte doppelt lesen, weil ich dachte ich hätte etwas überlesen. So wird ein Thema begonnen und das nächste Beginnt – Jahre früher oder später.

Meine Meinung:
Dieses Buch schildert das Leben von Waris Dirie – ihre Kindheit und Entdeckung als Model. Ihre Stolpersteine und Erfahrungen. Ihr Schicksal ist bewegend und erschüttert mich sehr, aber – und nun kommt das, für welches mich viele verteufeln werden: Waris kämpft gegen die Verstümmelung der Frau – das kündigt sie zumindest mit ihrem Buch an – aber es geht geschlagene 3 Seiten um dieses Thema, ansonsten las ich nur etwas über ihren psychisch-kranken Mann, ihr Leben in der Wüste sowie in NY und London – ihr Modelweg und ihre Arbeit stand im Vordergrund sowie die Menschen die ihr halfen – ist dieses Buch nur ein Dankeschön?!

Zurück zum Thema Beschneidung: Wie im Buch richtig erklärt, ist es ein alter Ritus – es hat sich eingebürgert dies zu tun und keiner widersetzt sich, weil es nicht anders gekannt wird. Auch Waris selbst fängt erst an darüber nachzudenken als sie eine unbeschnittene Frau sieht. Und erst da wird ihr klar, dass es unrecht ist. Woher sollen denn Menschen, die ihr Leben lang nichts anderen kennen, wissen was unrecht ist. Viele Naturvölker handeln anders, verletzen und opfern – weil sie es nicht anders kennen. Dies ist auch Menschenunwürdig und ich glaube, wenn jemand aus diesen Völkern “herauskommt” sowie Waris es schaffte, würde auch dort versucht werden einzugreifen. Es fällt mir daher sehr schwer, mich in die Lage von Waris hereinzuversetzen und wirklich mit ihr zu fühlen. Ich habe ihren Kampf gegen einen alten Ritus zwar herauslesen können aber nicht den Grund, warum kam dieser Sinneswandel? Sie schrieb, dass ihre Schwester an der grausamen Prozedur verblutete, dass sie selbst gesundheitliche Probleme hatte, aber ich habe nie ein Wort gelesen, dass man dort etwas ändern müsste. Was hätte Waris gemacht, wenn sie nie erfahren hätte, dass es in der westlichen Welt anders zugeht – hätte sie geschwiegen?

Was mich persönlich richtig gestört hat, waren diese Zeitsprünge und Fehlende Abschlüsse einzelner Abschnitte – eventuell logische Fehler.

1. Beispiel: Waris berichtet, dass sie gerne in die Schule gehen möchte und Englisch lernen, ihr Onkel verweigert ihr dies, geht dann aber doch mit ihr hin und als er dann mitbekommen, dass sie zur Abendschule geht, verbietet er ihr das – hä? Sie berichtet weiter, dass sie Englisch durch die Bücher ihrer Cousine erlernt, kann aber kein Wort. Wie sie nun die Sprache wirklich erlernt hat, blieb mir verborgen.
2. Beispiel: Im Hause ihres Onkels leben ihre Cousinen, mit denen sie auch mal gemeinsam im Bad ist. Ihre Cousinen fragen, warum Waris keine Geräusche beim Wasserlassen macht – so wie die Mädchen (eine davon ist in Waris alter (ca. 15), die andere ein wenig jünger). Waris sagt dazu nichts, da sie den Mädchen keine Angst machen möchte, denn sie ist der Meinung, dass sie in Somalia sofort beschnitten werden. Wie das? – Die Mädchen kam mit Tante und Onkel (für die einige Zeit als Botschafterfamilie) nach London und fahren auch wieder. Aber mit 13 ist man doch zu alt um beschnitten zu werden, hätte dies nicht schon vor der Abreise stattfinden müssen und – warum wundert sich Waris nicht, dass die beiden noch nicht beschnitten sind?

Kurz um: Ein Buch was mir viel zu sprunghaft geschrieben wurde, viele Lücken lässt und teilweise zu unlogisch war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch mit Tiefgang, 30. Dezember 2009
Von 
CupCake - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Waris, was Wüstenblume bedeutet, ist eine Nomadentochter. In Somalia wächst sie 13 Jahre lang auf. Mit 5 Jahren wird das mit ihr gemacht, was mit den meisten somalischen Frauen passiert, nicht nur in Somalia: sie wird beschnitten. Mit etwas "unreinen" wird sie geboren und mitten in der Wüste wird es ihr ohne Narkose, mit einer Rasierklinge entfernt.

Als sie einen alten Mann heiraten soll, beschließt sie, das mit ihrem Leben mehr passieren soll, als nur das ewige durchs Land ziehen und Kinder bekommen. Sie sagt ihrer Mutter lebewohl und rennt fort. Quer durch die Wüste, zu Verwandten die sie nie kennengelernt hat, rennt sie um ihrem Schicksal zu entgehen. Doch was soll mit ihre dort geschehen? Scheint es nicht Auswegslos? Da eröffnet sich ihr ein neuer Weg: London. Als Haushaltshilfe bei ihrem Onkel, kommt sie nach London. Nach Vier Jahren soll sie wieder zurück und wieder einmal beweist sie Mut: Sie bleibt.

Waris wird entdeckt und eine Karriere als Modell eröffnet sich. Doch immer ist auch ein leichter Schatten bei ihr, ihre Beschneidung, die es ihr scheinbar unmöglich macht, zu lieben und Gefühle für einen Mann zu empfinden. Und nicht nur dieses Problem wird Waris im Kampf um ihre Freiheit und dem Drang nach mehr begegnen.

Wüsenblume ist eine Biographie über eine Frau, die auch heute noch erbittert um den Kampf um ein schweres Problem kämpft. Die Beschneidung von kleinen Mädchen, die es oft nicht überleben, oder selbst in Europa und den USA diesem Leid nicht entgehen können. Es ist ein bewegendes Buch und äußerst angenehm zu lesen.

Warum es aber ein wenig Abzug bekommen hat, ist die manchmal schon fast hochmütige Tonart, die Waris in ihrem Buch anschlägt. Manchmal wirkt sie einem einfach unsympathisch. Einfach verbittert, was vielleicht auch einfach passieren musste, nach einem so harten Leben. Alles in allem ist Wüstenblume zurecht auf den Bestsellerlisten und sollte schon alleine deswegen gelesen werden, damit vielleicht endlichmehr Leute erkennen, dass es noch mehr Probleme als Wirtschaftskrisen und Terrorismus auf der Welt gibt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packend von der ersten Zeile an., 28. Januar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Gebundene Ausgabe)
Wüstenblume ist ein absolut packendes Buch. Mit einfachen Worten wird der Leser von der ersten Zeile an gefesselt und erlebt mit dem Mädchen Waris die fremde, faszinierende Welt der Nomaden. Es ist ein einfaches, entbehrungsreiches Leben von unglaublicher Kargheit, unvorstellbar für Menschen aus dem westlichen Kulturkreis. Schon von klein auf werden Kinder zu stundenlangen Arbeiten wie Wasserholen und Tierehüten herangezogen; die für unsere Verhältnisse hohe Sterblichkeitsrate von Säuglingen und Kindern wird als gottgegeben hingenommen. Aber es ist auch ein schönes Leben, im Einklang mit der Natur. Ein schreckliches, prägendes Erlebnis hat Waris, als sie im Alter von nur 5 Jahren von einer Zigeunerin mit Hilfe einer zerbrochenen, blutverklebten Rasierklinge beschnitten wird. Und die Mitteilung ihres Vaters, sie mit einem mehr als viermal so alten Mann zu verheiraten, als sie selbst gerade mal 13 Jahre alt ist, treibt sie heraus aus dem Kreise ihrer Familie. Mit Hilfe ihrer Mutter gelingt die nächtliche Flucht; den Weg in Somalias Hauptstadt Mogadischu, wo sie bei Verwandten ihrer Mutter unterkommt, muß sie aber alleine bewältigen. Eine Tante hilft ihr schließlich, eine Stellung als Hausmädchen bei ihrem Onkel zu bekommen, der als Botschafter in London tätig ist. Was Waris, die arme, geringgeschätzte Verwandte, jetzt durchmachen muß, bevor sie als Model ausreichend Geld und Popularität gewinnt, um auf eigenen Füßen zu stehen und auch ihre Mutter wiederzusehen, ist geradezu schockierend und für den Durchschnittseuropäer schier unglaublich. Doch selbst die haarsträubendsten Momente ihres Lebens schildert Waris Dirie rückblickend mit einem bewundernswerten Fatalismus und einer Ruhe, wie nur Afrikanerinnen sie ausstrahlen können. Ihre Sprache ist unkompliziert, aber von einer starken Ausdruckskraft.
Die wunderbaren Beschreibungen ihrer Heimat und der Ausflug in die vermeintliche Glamourwelt der Mode und Models dienen Waris Dirie jedoch nur als Aufhänger für ein Thema: Sie bricht ein Tabu, um den Leser auf die Grausamkeiten des Beschneidungsrituals aufmerksam machen. Sie, für die die Dinge nicht mehr zu ändern sind, kämpft für die Mädchen in ihrem Land und in anderen muslimischen Ländern. Sie kämpft gegen die Unwissenheit und für die Aufklärung. Obwohl sie die Qualen während und nach dem Beschneidungsritual ohne Wehleidigkeit beschreibt, ertappt man sich als Frau dabei, wie man beim Lesen die Beine übereinanderschlägt und ganz fest zusammenkneift, während die Gefühlsskala von Ungläubigkeit über Unbehagen nach Wut umschlägt.
Ein tolles Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die spannensten Geschichten schreibt das Leben, 5. Februar 2011
Von 
Nicht-die-Mama (Detroit Rock City) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wüstenblume (Taschenbuch)
Ich bin ein Mensch, der Sicherheit braucht. Ich habe mein geregeltes Einkommen, Familie, Wohnung und Terminkalender. Ohne diese Dinge würde ich die ausgetretenen Pfade verlassen müssen und auf unbekanntes Neuland treten. Aber die meisten Menschen mögen keine Veränderungen im Leben. Sie lieben den Alltagstrott, da Veränderung Mut und Umdenken erfordert.

Waris, ein 13jähriges Nomadenmädchen aus Somalia, findet den Mut und bricht mit langen Traditionen.
Als 6jähriges Mädchen wurde sie mit einer blutigen Rasierkinge in der Wüste beschnitten. Betäubung oder sterile Arbeitsweise sind unbekannt.
Jetzt als 13jähriges Mädchen soll sie für den Preis von 5 Kamelen an einen Tattagreis verscherbelt werden.
Waris läuft von Zuhause weg in die Wüste. Sie will nach Mogadischu, ohne zu wissen wo Mogadischu überhaußt liegt.
Wir Europäer brauchen einen Straßenplan, Ortschilder oder Navigatoren um uns überhaupt auf den Weg zu machen. Doch Waris macht sich ohne diesen Schnickschnack auf den Weg...bis zu einer unvergleichlichen Karriere als Topmodel.
Sehr schön am Ende zu lesen, wie sie ihr Leben rückwirkend beschreibt, dass man nicht materiellen Besitz braucht um glücklich zu sein.
Als Nomadin besaß sie nichts und konnte sich deshalb über die banalsten Dinge freuen.
Wir Europäer besitzen alles und fühlen uns arm.
Waris ist eine Frau, die nicht nur eine äußerliche Schönheit besitzt, sondern auch eine innere Schönheit und Weisheit, die kein Professor jemals erreichen wird.
Es beeindruckt mich auch, dass diese starke und mutige, die nie eine Schule besucht hat, zur UN-Sonderbotschafterin ernannt wurde und sich für beschnittene Mädchen und Frauen einsetzt, obwohl ihr seitens religiöse Fanatiker der Tod droht.
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Wüstenblume
Wüstenblume von Cathleen Miller (Taschenbuch - 2001)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
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