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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen199
3,7 von 5 Sternen
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am 15. September 2007
Der Roman hat über 500 Seiten und ist atmosphärisch-dicht und ohne Längen geschrieben!

Die Morde werden grundsätzlich für den Leser in Form des Autopsieberichtes wiedergespiegelt, also schriftlich unblutig und gewaltlos. Nur ein einziges Mal, gegen Ende, wird ein Mord an einem Mädchen aus Sicht des Täters geschildert, was heftig ist, aber nicht textlich ausgeweidet wird. Kurz und prägnant.

Die Hauptermittlerin ist Kommissarin Durant, die vorher bei der Sitte war und erstmalig bei der Mordkommission eingesetzt wird, weil sie unabhängig von ihrer guten Ausbildung ein Gespür für Opfer und Täter hat, viel Erfahrung mit Sexualdelikten und einfach eine sehr spezielle und von Erfolg gekrönte Ermittlungsarbeit leistet. Sie ist mehr als eine gute Polizistin. Darüber hinaus ermittelt sie mit Kommissar Schulz, dessen Tochter auf der Kinderonkologie liegt und mit seinem Leben kämpft, was ihn im Buch immer rarer werden lässt. Berger ist der Kopf, also der Chefermittler, der sich allerdings auf die Büroarbeit beschränkt und das Ausarbeiten am Platz.
Der Ton der Ermittler untereinander ist salopp und zuweilen bissig, also nicht harmonisch und auch nicht sehr diszipliniert. Durant versucht den richtigen Weg stets beizubehalten.

Die Szene ist Frankfurts Oberschicht, also die High-Society, Geld und Macht stehen an oberster Stelle, gefolgt von "um jeden Preis sein Gesicht waren", dazugehören, egal, was es kostet.
Aber auch die andere Seite wird im Extrem wiedergespiegelt, nämlich Suff, Gestank, Armut, Verkommenheit und Gleichgültigkeit.
Ein wenig vermisst habe ich die normale Schicht, ABER, Franz bleibt sich durch den gesamten Roman treu. Er will in diesem Buch in erster Linie von der Oberschicht erzählen. Korruption, Gewalt, Macht und Schweigen sind da nunmal an der Tagesordnung. Für den Leser, der aus normaler Schicht kommt, geregelt arbeitet, keine Drogen nimmt und auch nicht alkoholsüchtig ist oder pedofile Neigungen hat, ist es anfänglich etwas ungewohnt, sich in dieser Welt zu bewegen und einzutauchen. Franz präsentiert einem diese Welt ungeschminkt und überlässt dem Leser, ihm zu folgen, sich einzufinden, sich diese Welt für 500 Seiten als zweite Haut überzulegen, um nachvollziehen und begreifen zu können. Wer das nicht kann, wird den Roman wahrscheinlich die ganze Zeit über mit gemischten Gefühlen lesen und sich nicht fallen lassen können, was aber wichtig ist. Für ein paar Stunden sollte der Leser eintauchen können, dann erfährt man eine unglaubliche Atmosphäre, sehr ausgeprägte Charaktere aus allen Lebensbereichen, den typischen Slang an der Oberfläche, der schnell wechselt, wenn Kommissare "wühlen".

Man rät und rätselt und Franz legt gekonnt Spuren, die den Leser im Glauben lassen, natürlich schon längst zu wissen, wer der Psychopath ist. Aber von wegen. Durch die ständig welchsenden Schauplätze und Personen, die alle spannend, zielstrebig und ausführlich beschrieben werden, kommen immer neue Möglichkeiten in Betracht und man grübelt trotzdem weiter. In manchen Büchern sind diese "Schwenks" von einem Schauplatz zum anderen oder zwischen den Personen hin und her lästig und langweilig. Da wird es gerade spannend und schon kommt der schwenk. Franz macht das sehr gekonnt. Der neue Beginn ist sofort wieder spannend und lenkt einen ab. Es gibt kein Durcheinander. Man kommt nicht durcheinander. Man behält die Personen gut im Kopf, kann sie auseinanderhalten und ihnen Eigenschaften zuordnen. Ein Bild entsteht, ein Puzzle zeigt sich.
Der Mörder wird ca. 70 Seiten vor Schluss entlarft, aber damit ist die Luft nicht raus, ganz und gar nicht. Es geht weiter und zwar spannend. Also kein Frustende!

Jeder Franz ist anders und doch sind sie sich so ähnlich. Franz schreibt stets atmosphärisch dicht, psychologisch interessant, mit charakterlich gut dargestellen Personen, auch wenn Slang und Sprache mal anders sind, als "wir normalen" es so gewohnt sind. Aber diese Welt gibt es nunmal. Franz kann 500 Seiten ohne Längen schreiben, ohne zu verwirren, ohne zu übertreiben und auch ohne wegzulegen.
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am 27. April 2008
Bereits der 1. Roman von Andreas Franz mit Julia Durant - hier in einer Neuauflage vorliegend - lässt den (kommenden) Meister erkennen: "Jung, blond und tot" ist ein unheimlich spannender, harter, stellenweise brutaler Thriller.
In Frankfurt verbreitet ein Serienmörder Angst und Schrecken. Er hat es auf junge blonde Mädchen abgesehen, die er am Abend überfällt und nach einem bestimmten Ritual bestialisch - man kann es nicht anders bezeichnen - abschlachtet.
Als Verstärkung des Teams, das die Morde klären soll, wird Julia Durant angefordert. Dass die alten "Hasen" Schulz und Berger darüber nicht begeistert sind, kann sich jeder vorstellen. Trotz der fieberhaften Suche nach dem Täter gehen aber die Morde weiter, ja, der Täter mordet sogar in einem Privathaus, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Druck von allen Seiten auf die ermittelnden Beamten wird immer größer...
Der 500-Seiten-Thriller spielt innerhalb von 3 Wochen - auch diese Tatsache ist für die Hochspannung mitverantwortlich. Außerdem hat es die Polizei ganz offensichtlich mit einem äußerst intelligenten Mörder zu tun, der die Beamten lange Zeit an der Nase rumführt. Der Druck, dem die Beamten ausgesetzt sind, den sie sich aber auch selber machen, ist regelrecht physisch spürbar. Und dass die Lösung durch einen intelligenten Zufall passiert, ist eine weitere gute Idee des Autors.
Es wäre interessant zu wissen, ob der Autor den Fall des österreichischen (Massen)Mörders Jack Unterweger kannte und daraus Motive in seinen Roman einbaute - zB die Morde diesseits und jenseits des Atlantiks!
Fazit: Auch 12 Jahre nach seinem Erscheinen noch äußerst lesenswert!
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am 5. Juni 2013
Kennt jemand die Mystery Thriller Groschen-Romane, die man am Bahnhofskiosk kaufen kann?!
Als 14 Jährige habe ich die mal gelesen.
Und hätte ich es jetzt nicht besser gewusst, hätte ich glatt gedacht dieses Buch gehört auch zu dieser Serie.
Ich habe selten etwas derartig schlechtes gelesen!
Die Story ist gut. Daran lässt sich nicht zweifeln. Aber dieser Schreibstil ist ---*ohne Worte*---
Ich habe noch nie in einem Buch erlebt, daß alle Reaktionen (entsetzt, böse, verwirrt etc) der Protagonisten mit der selben Metapher (mit zu schlitzen verengten Augen) beschrieben werden.
Genau so die permernente raucherei (sie steckte sich eine Gauloises an, inhalierte und blies den Rauch aus) und Sauferei auf fast jeder Seite
Wie oft ich nach einem Lektor gefragt habe kann ich micht mehr sagen, es war einfach zu oft. Ich bin auch der Meinung, daß jener hier definitiv nicht Korrektur gelesen hat.
Oder vielleicht hat auch dieser die meiste Zeit nur "rauchend mit zu schlitzen verengten Augen vor dem Computer gesessen, neben sich eine offene Dose Bier".
Denn sonst wäre vielleicht eine Korrektur passiert...
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am 7. Juni 2013
Andreas Franz füllt diese 510 Seiten mit komplett sinnlosen und irrelevanten Aufzählungen und Aneinanderreihungen. Muss man wirklich jedes Mal erwähnen, wenn jemand seine Blase entleert? Oder ständig wiederholen, dass Julia Durant einen Hängebauch hat, winzige Slips trägt, Gauloise raucht und Bier trinkt? Die Charaktere sind meiner Meinung nach alle sehr ähnlich und platt beschrieben. Der Großteil ist Kettenraucher, primitiv und hat ein schweres Alkoholproblem. (Es wundert mich, dass davon keiner gestorben ist.) Julia Durant, die im übrigen auch nicht besonders scharfsinnig rüberkommt, wird trotzdem als "Superkommissarin" dargestellt, was sich allerdings nur dadurch bemerkbar macht, da alle andere Polizisten schlichtweg Idioten sind, die sich nicht mit reichen, einflussreichen Menschen anlegen wollen. Da lassen wir sie doch lieber weiterhin Menschenhandel mit Minderjährigen betreiben...
Die Dialoge kennzeichnen sich ebenso wie die Charaktere. Hohl und unglaubwürdig.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur genervt.
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am 21. November 2011
Ich hatte das Hörbuch innerhalb weniger Tage durchgehört und muss sagen, dass mich schon relativ zu Beginn der Story die ewigen Zigaretten, die "angesteckt" wurden, ziemlich genervt haben. Ebenso kamen mir die durch Ellipsen und endlose Aneinanderreihungen eintönigen Beschreibungen der zahlreichen Figuren schnell zu den Ohren heraus. Der Sprachstil war insgesamt eher platt und teilweise regelrecht ordinär, so dass ich doch einige Male ungläubig den Kopf geschüttelt habe. Die detaillierte Beschreibung der Leichen bzw. der Morde ist nichts für schwache Nerven. Mir wurde dabei sogar etwas übel, und ich war mehrfach geneigt die CD zu unterbrechen. Die Kommissarin konnte bei mir keine großartigen Sympathien aufbauen, da ich mich durch die Beschreibung ihres vorwiegend rauen, männlichen Verhaltens kaum in sie einfühlen konnte.
Den Täter habe ich erst relativ spät erraten, ich finde daher schon, dass dem Autor hier ein halbwegs spannendes Verwirrspiel gelungen ist.
Die Sprecherin Julia Fischer trägt die Geschichte nach meinem Dafürhalten sehr ruhig und in einer angenehmen Erzählweise vor.
Insgesamt gute Unterhaltung mit einigen Längen, Perversitäten und Klischees. Es gibt bessere, aber sicherlich auch schlechtere Kriminalromane!
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am 5. Januar 2010
Ich bin eingefleischte Agatha-Christie-Freundin. Dann bekam ich dieses Buch geschenkt (ist ja schliesslich auch ein Krimi). Jung, blond, tot! Und wie das mit geschenkten Gaeulern so ist, begann ich zu lesen. Schon nach den ersten 20 Seiten waren die platte Sprache, die Schubladen-Charaktere und die stilistischen Spannungserzeuger kaum noch zu ertragen. Da juckt es mich jetzt noch bei den gefuehlten 128 Mueckenschwaermen, die wohl zur Darstellung der zwielichtigen Duesterkeit benoetigt wurden. Bereits nach 100 Seiten, und zwar spaetestens, kann der geneigte Leser im Geiste den Moerder enttarnen. Julia Durant nicht. Weder "Dienstag, 14:00 Uhr" noch "Sonntag, 9:00 Uhr".

Franz lesen war mit Sicherheit eine Erfahrung und man liest schon deshalb weiter, um die sprachliche Entwicklung des Autors zu verfolgen, immer darauf lauernd, dass auf der naechsten Seite wieder ein lustiger, weil "einfacher", Satz einen dazu bringen wird, die Mundwinkel zu einem breiten Grinsen zu verziehen. Aufgrund dieser ungewollt humorigen Komponente des Buchs von mir zwei statt einem Stern!
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am 15. August 2014
Sämtliche Protagonisten sind Kettenraucher oder Alkoholiker oder beides zusammen, die meisten Frauen nymphoman veranlagt, der arme Leser muss auf jeder Seite 3x erfahren welche Figur sich nun wieder welche Zigarettenmarke angesteckt hat oder wie enge Strings die Hauptfigur trägt. Was das mit der Handlung zu tun hat bleibt ein absolutes Rätsel, selten hat man auch derart dilettantisch ermittelnde Kommissare erlebt, der Schreibstil von Herrn Franz verbreitet eine regelrecht depressive Stimmung, "schön düster" wie z.B. Bei Sebastian Fitzek sucht man vergebens.
Dies wird mein erstes und letztes Buch von ihm sein, drittklassige Tatort Drehbücher sind gut dagegen.
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am 10. November 2009
Ich habe einige Julia-Durant-Bücher geschenkt bekommen und diese auch gelesen. Hinterher kann ich es gar nicht fassen, wie ich diesen Mist durchhalten konnte. Spannend waren die Romane nämlich nicht, obwohl mir dies von der Schenkerin in Aussicht gestellt wurde. Vielleicht habe ich nur darauf gewartet, dass zumindest in einem der Bücher einmal so etwas wie Spannung aufkommt - vergeblich! Spannung wird ausschlißlich dadurch ausgedrückt, dass geraucht wird und übles Wetter herrscht.
Eigentlich habe ich noch selten so schwache Krimis gelesen, sowohl was die sprachliche als auch inhaltliche Gestaltung betrifft.
Die Polizeiarbeit, besonders die von der "so tollen Ermittlerin Durant", besteht darin, dass eine Villenfamilie nach der anderen aufgesucht und dort geplaudert wird. Ältere Semester erkennen die Protagonisten aus den "Derrick"-Sendungen wieder, wo ebenfall fast ausschließlich in den höchsten Kreisen ermittelt wurde.
Da sich aber seit Derrick und Harry die Zeiten geändert haben, spielen nicht Drogen die Hauptrolle, sondern Kinderpornos und die Russenmafia.
Das ganze technisch-chemische Brimborium, das derzeit viele Fernsehserien dominiert, scheint in Frankfurt unbekannt zu sein. Deutschland als forensisches Entwicklungsland.
Der Täter könnte nämlich nie überführt werden, wenn es nicht in jedem Buch einen Informanten gäbe, der der Durant bei einem geheimen Treffen erklärt, worum es eigentlich geht. Zwar gibt es auch einen Profiler, aber dessen kindlich-naive "Erkenntnisse" könnten niemals zu einer Festnahme führen.
"Erigierte Brustwarzen" und eine im Unterhemd herumlungernde Kommissarin sollen wohl so etwas wie Erotik bewirken, doch auch dies vergebens.

Ich kann jeden nur warnen, sich Bücher von Andreas Franz zu kaufen oder sich schenken zu lassen. Besser, man kauft sich selber ein Bier und eine Packung Gauloises, dann hat man mehr davon!
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am 1. September 2009
"Jung, blond, tot" ist der erste und auch LETZTE Roman, den ich mir von Andreas Franz antun werde! Inhaltlich geht es um einen Serienmörder in Frankfurt, der junge, blonde Mädchen abschlachtet. Und hier muss der erste Kritikpunkt dieses (Schund-)Werkes angesprochen werden: Muss, verdammt nochmal, die Verstümmelung der Opfer bis ins kleinste, perverse Detail beschrieben werden? Bei ersten Hören dachte ich nur: Oh, Gott, ich muss mich gleich übergeben! - Nun, das Serienmördergenre ist oft widerlich, aber Andreas Franz setzt dem Ganzen die kranke Krone des Perversen auf! Doch, der erste Kritikpunkt steht im direkten Zusammenhang mit Kritikpunkt 2: Die Handlung des Hörbuches ist stinklangweilig und total eindimensional! Es hat den Anschein, der Autor habe sich extra auf die Beschreibung der Opfer gestürzt, um den Hörer durch diese perverse und abartige Schreibe dazu zu verleiten, weiterzuhören. Die gesamten Personen des Romans - von der ach so tollen, bildhübschen Kommissarin - über die armen Eltern eines Opfers aus der Working class - bis hin zu den dekadenten, abgedrehten Yuppies der High society sind unglaubwürdig, ohne ausgearbeiteten Charakter und einfach dämlich. Vor allem die Beschreibung der "Superreichen" hört sich an, als wäre Franz als Wahltrommler für die Linkspartei unterwegs. Der dritte Kritikpunkt und damit der absolute Tod für ein Hörbuch ist die Langeweile. CD um CD verliert sich die Vorleserin in Kleinigkeiten, die mit der eigentlichen Handlung nichts, aber auch rein gar Nichts, zu tun haben. Das nervt, macht das Zuhören schwer und schläfert ein. So ist auch noch anzumerken, dass "Jung, blond, tot" das erste und bisher einzige Hörbuch war, bei dem ich eingeschlafen bin. Das mag allerdings auch an der monoton dahinplätschernden Stimme der Vortragenden liegen. Diese seichte Herunterleiern von Unwichtigkeiten in Verbindung mit einer nichtssagenden Haupthandlung machen dieses Hörbuch zum besten Schlafmittel, das zur Zeit auf dem Markt ist. Nebenwirkungen sind ausgeschlossen. Daher erhält "Jung, Blond, Tot" auch einen Stern von mir, weil dieses Werk es wirklich schafft, den Zuhörer ordentlich müde zu machen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. April 2012
Julia Durant ermittelt in Frankfurt. Der erste Fall ist ein Serienmörder, der junge, blonde Mädchen vergewaltigt und auf brutale Weise umbringt. Alle Mädchen kommen aus gutem Hause. Die Art und Weise wie der Mörder das macht, wird auch bei all den fünf oder sechs Morden immer wieder genau beschrieben. Auch sonst gibt es viele Wiederholungen in dem Buch. Generell wird ständig geraucht, viel Kaffee getrunken und leider auch viel Alkohol. Drei Kommissare werden mit ihren Lebensumständen etwas genauer beschrieben, so dass man einen Bezug zu ihnen aufbauen kann oder auch nicht. Schulz, der ein krankes Kind hat, das dringend eine teure Operation für eine Knochenmarktransplantation braucht, seine Frau ist sexsüchtig und treibt es ständig mit anderen. Berger hat Frau und ein Kind durch einen Autounfall verloren und kümmert sich jetzt alleine um seine Tochter. Durant, die Single ist, aber gerne einen Partner hätte, in einer dreckigen Wohnung haust, weil sie nicht zum Putzen kommt, ewig zu wenig schläft, kaum isst und wenn dann Tomatensuppe, Salamibrote und Gurke. Zuhause rennt sie ständig halbbekleidet rum und sie zieht nach der Dusche immer Unterwäsche, eine Jeans, eine Bluse und Sportschuhe an.
Das Buch fängt mit einer Situationsbeschreibung an, in der ein kleiner Junge mitbekommt, wie seine Mutter zu Hause einen Freier bedient und er in ein Zimmer eingesperrt wird. Da ist schon mal klar, dass dies später der Täter sein wird. Klischee: die verkorkste Jugend ist schuld.
Die Ermittlungen schleppen sich so dahin, bzw. es tut sich nichts und erst am Ende bekommt Julia durch einen Zufall einen Hinweis, der dann zum Täter führt.
Der Leser ahnt es allerdings schon früher. Es gibt viel Vorhersehbares. Nur die Polizei tappt im Dunkeln. Einfache, schlichte und direkte Sprache. Ich habe schon spannenderes gelesen, aber ich werde den nächsten Fall von Julia Durant testen.
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