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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gönnen Sie sich diese Alternative zum Film
Der Film ist Kult. Das Buch sowieso. Deshalb gehört es auch in jedes gut sortierte Bücherregal.

Obwohl, und das muss man dabei sagen: "Fight Club - Das Buch" polarisiert. Es ist markant geschrieben. Schnell. Hart. Roh. Es kommt auf den Punkt. Direkt. Ohne Umschweife.

Ich liebe diese Erzählweise, die weit von der herkömmlichen...
Veröffentlicht am 25. April 2008 von Carsten Krautwald

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja...
Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan des Films "Fight Club" und wollte nunmehr endlich die Originalvorlage lesen.

Leider wurde ich von der deutschen Fassung relativ schwer enttäuscht. Die Übersetzung erscheint mir in einigen Fällen holprig und ungenau. Immer wieder wird der Lesefluss gestört und man wundert sich über mehrere...
Veröffentlicht am 13. Juli 2011 von Parfum25


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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gönnen Sie sich diese Alternative zum Film, 25. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
Der Film ist Kult. Das Buch sowieso. Deshalb gehört es auch in jedes gut sortierte Bücherregal.

Obwohl, und das muss man dabei sagen: "Fight Club - Das Buch" polarisiert. Es ist markant geschrieben. Schnell. Hart. Roh. Es kommt auf den Punkt. Direkt. Ohne Umschweife.

Ich liebe diese Erzählweise, die weit von der herkömmlichen Prosa abweicht. Es entwickelt durch die prägnante Ausdrucksweise eine ganz eigene Sprachgewalt. Die aber nicht jedem Leser liegen wird. Es polarisiert.

Für Bücherwürmer stellt sich nicht die Frage, warum zusätzlich zum Film noch das Buch lesen. Für Filmliebhaber hier mein Rat: Trotz Film, unbedingt zum Buch greifen und vergleichen. Das Buch weicht inhaltlich an wesentlichen Stellen vom Film ab. Es wird sehr schnell ersichtlich, dass die Story im Original nicht zur Verfilmung geeignet ist. Ein abweichendes Drehbuch war absolut notwendig, um zum Film zu führen. Allein aufgrund der Unterschiede zwischen Originalgeschichte und filmischer Umsetzung lohnt sich der Vergleich. Ich finde beides gelungen und kann mich nicht entscheiden, was ich vorziehen würde.

Fight Club gehört allein durch den hervorstechenden Charakter der Erzählsprache zu meinen Lieblingsbüchern. Deshalb kann ich Ihnen das Buch wirklich ans Herz legen.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaft mal anders, 21. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
Dass Chuck Palahniuk als Autor bereits als Held einer ganzen Generation gehandelt wird und immer mehr Leser durch seinen Erzählstil begeistert, ist ebenso wahr wie gerechtfertigt. Palahniuks Romane beschäftigen sich größtenteils nicht mit stereotypen Erfolgsmenschen sondern eher mit den Versagern und den Unbeachteten der modernen Gesellschaft. Und so ist es auch in Fight Club der Fall.
Der Protagonist ist auf den ersten Blick wohl einer der gewöhnlichsten Menschen den man sich vorstellen kann. Er hat einen Job als Angestellter einer Autofirma. Er trägt einen Anzug mit Schlips und er fliegt von Stadt zu Stadt um als Unfallanalyst zu arbeiten. Außerdem leidet er an Schlaflosigkeit...seine Leben ist also nicht sehr aufregend. Dies ändert sich jedoch rapide als er auf den charismatischen Tyler Durden trifft. Tyler ist anders, er lebt anders, arbeitet anders und er hat genaue Pläne für sich und für unseren tragischen Helden. Immer weiter versinken die beiden in ein selbst geschaffenes Imperium der Anarchie bis die Situation eskaliert.
Die langsame Verflechtung beider Charaktere ist Kernbestand des Buches, welches vor Ideen und skurrilen Handlungen nur so sprüht. Durch seine intelligente Erzählweise, versteht es Palahniuk den Leser an die Handlung zu fesseln und ihn auch vor den Kopf zu stoßen. Die Auflösung am Ende ist ebenso überraschend wie verwirrend und bereitet dem Leser einen krönenden Abschluss des Buches. Dennoch, Fight Club ist nicht für die zartbeseideten. Es ist stellenweise eklig bis abstoßend. Aber wer sich davon abschrecken lässt ist selbst Schuld!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Postmoderner Poesie-Hammer!, 25. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
"Schau hinauf zu den Sternen, und du bist weg." Dieses Zitat drückt m.E. perfekt die Stärke von Fight Club aus: Chuck Palahniuk benutzt ungeschönte, einfache, moderne Worte und schreckt nicht vor der Beschreibung krasser Szenen zurück, ist dabei aber stets poetisch in seiner Beschreibung und Sprache. Inhaltlich ist Fight Club ein konsumkritischer, nihilistischer und anarchistischer Hammer, wie ihn nur unsere Zeit hätte hervorbringen können: der durch Moderne und Postmoderne entfremdete Mann, der ohne männliches Rollenbild aufwuchs, jedoch noch immer keine Gefühle zeigen kann und sich in konsumistischen Werteschemata verfängt, steht in Fight Club im Fokus der Betrachtung. Als dieser Mann sich durch Grenzüberschreitungen wieder seiner selbst habhaft wird und sein einstiges Weltbild brökelt, kommt die ganze Wut auf das System zum Vorschein und äußert sich in anarchistischer Gewalt gegen die Gesellschaft. Chuck Palahniuk prophezeit hier ein anderes, vielleicht ein neues, auf jeden Fall ein notwendiges Männerbild, welches den männlichen Bedürfnissen eher zu entsprechen scheint, als das des neurotischen Großstadt-Metrosexuellen des kapitalistischen Zeitgeistes. "Erst wenn Du alles verloren hast, hast Du die Freiheit alles zu tun!"
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie wenn man zum ersten Mal aufwacht, 6. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
Ich errinere mich noch genau daran, als ich den Film zu Fight Club das erste Mal gesehen habe. Er hat mich sehr fasziniert und ich musste lange über die Geschichte nachdenken.
Aber als ich das Buch gelesen habe, war das nicht vergleichbar.

Man hat für kurze Zeit das Gefühl, frei zu sein von allen Manipulationen der Gesellschaft und erniedrigt sich auf das tatsächliche Minimum an Bedeutung, das man als Mensch hat.
Wenn man Tyler Durdens systematische Selbstzerstörung, die gleichzeitig eine Selbsterlösung sein soll, verfolgt, fühlt man sich so, als wär man zum ersten Mal auf dem Boden angekommen.
Die Ratlosigkeit und Unmöglichkeit der Erlösung wird einem so schmerzhaft bewusst, dass man beginnt, sein eigenes Leben von Anfang an in Frage zu stellen und man möchte seine Besitztümer in Brand setzen. Das Buch gibt keine Antwort, weil es keine gibt, stellt aber erstmals die richtige Frage.
Jedenfalls so lang, bis man den Fernseher wieder einschaltet.

Ein Wechselbad von Verzweiflung und Tatendrang, Erlösung und Zerstörungswut. Für mich ist Chuck Palahniuk ein Genie.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Projekt Chaos, 30. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
Chuck Palahniuk setzt sich in seinem Roman "Fight Club" mit einem modernen Thema auseinander. Der Mann in der Identitätskrise. Männer finden sich heute, entgegen dem was von ihnen erwartet wird, in einer unterwürfigen Rolle wieder. Die Geschichte spiegelt unsere heutige, neurotische Gesellschaft wider. Die Hauptfigur ist an einem Punkt angelangt, wo sie keinen Ausweg mehr weiß. Er wird durch sein eigenes Unterbewusstsein gezwungen aus seinem einsamen und materialistisch eingestelltem Leben auszubrechen.
Der namenlose Ich-Erzähler hat ein Problem. Er kann nicht schlafen, und das monatelang. Wenn man so lange unter Schlafstörungen leidet, fühlt man sich wie "die Kopie, einer Kopie, einer Kopie". Dabei führt er, auf den ersten Blick jedenfalls, kein schlechtes Leben. Er kann sich alles leisten, so richtet er sich seine komplette Wohnung mit den neuesten IKEA-Möbeln ein. Er hat einen gutbezahlten Job als Koordinator für Rückrufaktionen bei einem großen Autohersteller. Bei dem Job kommt er viel herum und fliegt kreuz und quer durchs Land. Er erwacht jedesmal woanders, findet sich in einem anderen Flughafen, einem anderen Hotel wieder. "Schlafe ich? Habe ich überhaupt geschlafen?" fragt er sich oft und im Flugzeug betet er bei jedem Start und jeder Landung um einen Absturz. Eines Tages fängt er an verschiedene Selbsthilfegruppen zu besuchen. Leute mit Hodenkrebs, mit Blutparasiten, mit Hirnparasiten...Menschen die tatsächlich leiden. Dort kann er sich fallen lassen, weinen, er findet seine Ruhe und seinen Schlaf wieder. Zwei Jahre lang geht das so, bis Marla Singer in "seinen" Gruppen auftaucht. Sie hat sich genauso dort eingeschlichen wie er, sie stirbt nicht, wie er. Ein Störfaktor. In ihr erkennt er sich wieder und seine Schlaflosigkeit ist wieder da. Nichts ist mehr wie es war, und da verändert er sich immer mehr. Bis zu dem Tag, als Tyler Durden auftaucht. Tyler ist selbständig und stellt Seife her, er weiß auch wie man Nitroglyzerin und Plastisprengstoff herstellt. Tyler ist Filmvorführer in einem alten Kino und schneidet Pornoszenen in Kinderfilme rein. So kommt eins zum anderen, und der "Fight Club" wird gegründet...
Die meisten werden sicher zuerst den Film (wer kennt ihn nicht) gesehen haben, so auch ich. Ich wünschte ich hätte zuerst dieses Buch gelesen, denn die Story ist so genial verfilmt worden, dass man beim lesen des Buches weiß was als nächstes passiert. Trotzdem sind im Buch mehrere Episoden, die ausführlicher beschrieben werden, oder im Film komplett weggelassen wurden. So hat die Geschichte auch ein ganz anderes Ende als in David Finchers Film. Ein junges Buch, welches man gelesen haben muß. Es trifft den heutigen Nerv genau auf den Punkt. Schonungslos, brisant, faszinierend.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als der Film - Fight Club das Buch!, 8. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Fight Club (Broschiert)
ich lese nicht gerne, ich gebe es zu, aber ich hab mir den film angesehn, einmal, zweimal, dreimal...zehnmal und dann wollt ich das buch auch haben, ich hörte dass es anders ist als der film. also hab ichs mir gekauft und innerhalb von 2 tagen ausgelesen, ich war überrascht wie sehr der film in keinster weise dem buch glich, ok die erzählweise vielleicht oder die trostlosigkeit, die anarchie, die härte aber die story ist total anders erzählt. mich haben die anleitungen und die träumereien des erzählers beim lesen fasziniert, der schluss war dermaßen genial dass ich ihn mehrmals gelesen habe.
Fazit:
DAS BUCH SCHLÄGT DEN FILM UM LÄNGEN UND SOLLTE SOGAR IM REGAL VON ALLEN LESEFAULEN STEHEN! EIN MEISTERWERK!
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel aller Atheisten & Statisten dieser Welt?, 25. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fight Club (Broschiert)
Ich bin selbst kein typ, der von sich sagen würde, dass er gern liest, aber dieses buch lässt sich einfach nur durch den ausdruck "hammer" beschreiben. durch den fantastischen film angefressen musste nun auch das buch her und was soll ich sagen? ich habs an einem tag gelesen. die tatsache, dass ich den film kannte half mir, die handlung gut und flüssig verfolgen zu können. die art und weise in der das buch geschrieben ist stellt etwas sehr eigenes dar. die extreme ich-erzählweise zieht den leser direkt in die gedanken desjenigen, der gegen sein eigenes ich kämpft. das buch hatte auf mich die auswirkung, dass ich mit anderen augen durch die welt laufe. die gewalt, die in fight club beschrieben wird billigt man ohne moralische bedenken. sie wird teil einer eigenen religion, die taylor um sich herum aufbaut. in diesem buch fällt es dem leser besonders schwer sich ein bild davon zu machen wie es wohl ausgeht. man kann sich das ende ausmalen, aber dennoch treibt einem das buch dazu so schnell wie möglich zu ende zu lesen und wirklich zu erfahren wie es ausgeht .. man mag sich gar nicht bis morgen mit seiner eigenen vorstellung vom ende begnügen. es ist schwer zu sagen ob die idee an sich, die spannung oder der ironische witz am meisten an das buch fesselt. ich denke man kann dieses werk durchaus als MUSS für jeden beschreiben. Vielleicht sollten wir auch eine selbsthilfegruppen aufmachen und beweinen, dass sich auch dieses buch irgendwann zu ende liest, und das leider viel scheller als einem lieb ist. MEHR!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der singende, stets tanzende Abschaum dieser Welt, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
Sie sind jung, stark und gelangweilt. Sie haben es satt. Sie wollen nicht weiter Teil einer sterilen, tauben Gesellschaft sein, sie wollen kein niemand sein, der einen Job erledigt, den man hasst, um Geld zu bekommen, mit dem man dann Dinge kauft, die man hasst. Der Autor Chuck Palahniuk kreiert eine düstere Welt, jedoch eine Welt mit einer kompromisslosen Gesellschaft, die nicht weiter vor sich hinvegetiert - sondern fühlt. Lebt!

Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht, wie viel Geld du auf dem Konto hast. Du bist nicht das Auto, das du fährst. Du bist nicht der Inhalt deiner Geldbörse. Du bist nicht deine scheiß Cargohosen. Du bist der singende und tanzende Abschaum der Welt. Du bist ein nichts! Ein niemand! Und Du wirst auch niemals jemand sein, auch wenn die Medien Dir etwas anderes sagen.

Simpler Plot, detaillierte Wortgewalt

Der namenlose Protagonist ist ein Langweiler. Er arbeitet in der Rückrufabteilung einer Autofirma. Langeweile. Alle paar Jahre werden die Möbel seiner IKEA-Sammlung ausgetauscht. Langeweile. Ein Apartment ohne Frau. Langeweile. In seinem Leben scheint alles nichtig zu sein. Unser Protagonist leidet an Schlaflosigkeit. Wenn man an Schlaflosigkeit leidet, schläft man nie richtig, und man ist nie richtig wach. Ein Zwischen-, ein Trancezustand.

Schlaflosigkeit bringt einen dazu, dass man nicht mehr fühlt, alles, jeder Gegenstand scheint in unerreichbarer Ferne zu sein. Er will vom Arzt Schlafmittel verschrieben bekommen, doch er erwidert und gibt ihm den Ratschlag, Baldrian zu kauen. Und eine Selbsthilfegruppe für Hodenkrebs zu besuchen – denn die Leute wissen, was es heißt wirklich zu leiden. Dann presst unser Niemand sein Gesicht in Weibertitten, verliert sich, leidet, fühlt – schläft.

Der Schlaf kehrt zurück, doch mit ihm tritt eine Person in sein Leben, die alles verändern wird. Marla Singer. Das Leben wird ihm zur Hölle gemacht. Sie simuliert und nimmt an unzähligen Selbsthilfegruppen teil, sie braucht es, sie braucht es wie unser Niemand. Marla Singer, seine Rivalin.

In einem Urlaub, um seiner Ikea-Welt und dem Arbeitsstress zu entfliehen, lernt unser Namenlose Tyler Durden kennen. Er verkörpert jene Charaktereigenschaften, die er am liebsten an sich selbst wiedererkennen wollte. Tyler ist stark, charmant, witzig und unabhängig. Als eines Tages nach dem Urlaub sein Apartment vermeindlich gesprengt wird, meldet unser Niemand sich bei Tyler. Er fragt, ob er bei ihm unterkommen könnte. Tyler hat nur eine Bitte: „Ich will, dass du mich so fest schlägst, wie du nur kannst.“

Chuck polarisiert

Der Schlag, der Tylers Ohr trifft ist der Grundstein. Der Grundstein für den Fight Club. Was folgt, sind Kämpfe zwischen unserem Niemand und Tyler, die letztlich auch die Aufmerksamkeit von Passanten erregt. Sie wollen auch kämpfen. fühlen, leben.

Der 1996 geschriebene Roman von Chuck Palahniuk ist ein Meisterwerk. Ein Meisterwerk, weil es den Nerv der Zeit trifft. Den Tenor, den das Buch anschlägt, hat heute keinen Funken an Aktualität eingebüßt. Fast kopflos, alternativlos bewegen wir uns einer globalisierten Ikea-Welt. Und jeder, der unsere kopflose Gesellschaft in eine Sackgasse laufen sieht, wird sich an der kompromisslosen, brutal intelligenten Worten Palahniuks erfreuen. Ich bin mir sicher, dass ein Radikalpazifist beim Lesen der Worte aus seinem Konstrukt ausbricht, ausbricht, nur um aufzuwachen. Denn wie es scheint, ist unsere Gesellschaft fragmentiert; wir sind diffuse Teilchen, die sich in einem endlichen Raum bewegen ohne die Chance unseres Lebens zu begreifen, um uns von der Knechtschaft der Global-Player und Medien zu befreien.

Ist die Zeitkoordinate nur Lang genug, sinkt die Überlebensrate für jeden von uns auf 0.

Pardon. Ich will damit nicht sagen, dass die Welt mit einigen Faustschlägen gerettet wird. Im Gegenteil: Gewalt ist zu verachten. Will man allerdings eine schlafende Gesellschaft aufwecken, will man das Leben wirklich, so muss man sich wehren.

Fight Club auf den Straßen dieser Welt

Dass nach der Veröffentlichung dieses Buches illegale Fight Clubs gegründet wurden, ist ein Beweis dafür, dass Palahniuk bereits Einfluss auf unsere Gesellschaft genommen hat. Vielleicht haben die Leser die Worte falsch verstanden. Denn wird in dem Buch keineswegs die Gewalt glorifiziert. Vielmehr ist die Gewalt als Metapher für Konfrontation und Selbstbewusstsein zu deuten. Was wir brauchen, ist Informationsaustausch, ein Auflehnen gegen die Großen. Ein jener unbedeutender Kellner kann einem Prominenten vor dem Servieren in seine Suppe pinkeln.

Die Personenkonstellation ist klassisch, simpel aufgebaut. Zwei Männer kämpfen um eine Frau. Konflikt, Wendepunkt, Heldentot. Die Erzählstruktur jedoch brennt einem die Pupillen aus den Augen. Ein Buch, das den Leser nach jedem Mal Umblättern eine Gänsehaut verpasst, ist mehr als lesenswert. Zumal es in so viele Richtungen interpretiert werden kann – ein must-read für jeden, der gerne rasante, derbe Bücher verschlingt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin Joes überaus begeisterte Rezension, 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Fight Club: Roman (Taschenbuch)
"Die erste Regel des Fight Club heißt: Man spricht nicht darüber". Der namenlose Protagonist und Erzähler der Geschichte lernt den unkonventionellen Tyler Durden kennen, der sich als Antwort auf all seine bedrückenden Fragen entpuppt. Zusammen mit Tyler lernt er aus seiner durch Werbung und Gesellschaft definierten, gefühlskalten Welt auszubrechen. Das Mittel dazu ist der Fight Club, eine Zusammenkunft von Männern, die ebenso gegen die gleiche Leere in ihnen kämpfen. Und wie sie kämpfen. Mit blanken Fäusten.

"Ich bin Joes grinsende Rache". Doch damit befinden wir uns nur an der Oberfläche der Geschichte. Der Fight Club -- Tyler Durdens Idee -- bildet nur die Basis einer weit größeren und viel bedrohlicheren Sache, die den Kampf aus den Clubs in die Welt hinaustragen soll. Eine gefährliche Angelegenheit, die unserem Erzähler etwas zu viel wird. Doch Aussteigen ist schwieriger, als er anfangs gedacht hat.

"Wenn man nicht weiß, was man will, steht man am Ende mit vielem da, was man nicht will!" Chuck Palahnuiks Geschichte über die männliche Identitätskrise besticht und überzeugt in allen Punkten. Während die Handlung die ganze Zeit über skurril, düster und eigenwillig bleibt -- kein Kapitel liest sich auch nur annähernd wie das davor -- spielt der Autor gekonnt mit der Sprache, präsentiert schizophren anmutende Gedankensprünge, wechselt zwischen direkter und indirektere Rede hin und her (oft sogar in einem Satz!) und schafft es trotz dieser reichlich wirren Erzählweise einen roten Faden durch die gesamte Geschichte zu ziehen. Auch beeindruckend ist der langsame Aufbau der Handlung, bis der Fight Club seine Spitze erreicht hat und bereit für den nächsten Sprung ist. Ab da beginnt der stilistisch ähnliche Abbau inklusive Auflösung einiger Mysterien rund um Tyler Durden.

"Du erwachst auf LAX". Palahnuik schafft es gekonnt Sozialkritik und Generationenkonflikte in einer bizarren Handlung und einem außergewöhnlichen Schreibstil zu verpacken, der keine Sekunde lang überheblich oder gar übertrieben wirkt, sondern von der ersten bis zur letzten Seite unterhält und überzeugt.

"Die zweite Regel des Fight Club heißt: Man spricht nicht darüber". Wer also einen unkonventionellen Thriller sucht, der wie eine blanke Faust in die Magengegend einschlägt, sollte unbedingt zugreifen. Oder sich die nahezu perfekte Verfilmung mit Brad Pitt, Edward Norton und Helen Bonham Carter ansehen. Am besten beides. Fight Club kann man durchaus ein zweites Mal lesen. Sollte man sogar, beim zweiten Mal sieht man nämlich alles mit anderen Augen, und einige Aha-Effekte stehen mit Sicherheit bevor.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Highlight, aber solide Leistung., 15. September 2008
Von 
Kai "Psychiater und Vielleser" (Lübeck) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Fight Club (Audio CD)
Über den Inhalt ist ja nun schon genügend geschrieben worden, das erspare ich uns hier ;-) Auch will ich nicht immer wieder den Film zitieren (der meiner Meinung nach die Message des Buches in den wuchtigen Bildern wesentlich besser transportiert - aber das nur am Rande ;-) ), es geht hier ja um das Hörbuch. Auch zu dem Buch von Chuck Pahlaniuk selbst ist schon genügend geschrieben worden (siehe Rezensionen dort), so dass ich mich ausschließlich auf die Umsetzung als Hörbuch beschränken will.

Meine Meinung ist geteilt. Insbesondere den Sprecher, Tobias Meister (die deutsche Synchronstimme von Brad Pitt) erlebe ich sehr ambivalent. Passend besetzt ist das Hörbuch sicher, spielt doch Brad Pitt in dem Film die Rolle des Tyler Durden. Auch seine etwas behäbige, wenig modulierte (Kritiker mögen sagen langweilige) Vortragsweise passt meiner Meinung sehr schön zu dem anarchisch-archaischem Inhalt. Er trägt die Geschichte genau mit der nötigen Distanz und Gelassenheit vor, die so wunderbar zum Ich-Erzähler des Buches passt. Aber gleichzeitig ist das auch das große Manko des Hörbuchs. Denn an manchen Stellen hätte ich mir schon etwas mehr Dynamik gewünscht, insbesondere die etwas flotteren Sequenzen hätten einen Schuss mehr Esprit verdient. Völlig katastrophal die Passage, als der Ich-Erzähler erkennt, wer er tatsächlich ist (mehr sag ich hier nicht!). Für mich der große Wendepunkt der Geschichte, der Höhepunkt des Spannunsgbogens, quasi die Klimax der gesamten Storyline, für den Sprecher aber lediglich ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung... Schade, hier hätte man mehr rausholen können...

Außerdem finde ich es etwas schade, dass Tobias Meister nicht seine typische Brad-Pitt-Stimme benutzt, sondern eher seine (vermutlich) "Privat"-Stimme. Erst bei genauerem Hinhören erkennt man Brad Pitt... Das hätte dem ganzen noch mal den letzten Pfiff gegeben, wenn sozusagen Brad Pitt selbst die Geschichte vorgelesen hätte... So aber.... Na ja, hätte halt auch jemand anders lesen können....

FAZIT:
Für denjenigen, der das Buch nicht kennt, sicherlich eine Bereicherung. Wer den Film kennt, das Buch aber nicht, dem würde ich eher das (gedruckte) Buch empfehlen, da kommt die Atmosphäre doch besser rüber (und auch die Aussage des Buches, was das betrifft!). Ansonsten empfehle ich den Film, der transportiert Pahalniuks Anliegen in den finster-mystischen Bildern am besten. Wie auch immer: Ein ganz nettes Hörbuch, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht kennt. 3 Sterne, aufgrund der hervorragenden literarischen Vorlage aber knapp aufgerundet auf 4.
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Fight Club
Fight Club von Chuck Palahniuk (Broschiert - 1997)
Gebraucht & neu ab: EUR 9,92
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