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Kundenrezensionen

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am 16. März 2004
Der Roman "Rebecca" von Daphne du Maurier erschien im Jahre 1938. Zwei Jahre Später wurde er von Alfred Hitchcock verfilmt und damit weltberühmt.
Im Brennpunkt des Geschehens stehen der Witwer Maxim de Winter, ein reicher Engländer, und eine bescheidene junge Frau, die dieser in Monte Carlo kennenlernt. Die junge Frau wird zunächst seine Gesellschafterin, später seine zweite Frau und neue Herrin auf Schloß Manderley in England.
Auf Schloß Manderley wird die junge Dame nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Überall spürt sie den Schatten von Maxims erster Frau, der wunderschönen aber skrupellosen Rebecca, die rund ein Jahr vorher beim Segeln ertrank.
Dann wird Rebeccas Leiche geborgen und festgestellt, daß sie ermordet wurde. Maxim de Winter wird verdächtigt. Ist er der Mörder seiner ersten Frau? Und wenn ja, warum hat er sie umgebracht?
Das Hörspiel steht dem berühmten Hitchcock-Film in Spannung an nichts nach. Großartige Schauspieler/innen wie Harald Leipnitz, Claudia Trantow, Klaus Löwitsch, Peter Pasetti, Paul Verhoeven, Eva Vaitl u.a. sorgen für ein spannendes und anspruchsvolles Hörerlebnis.
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am 20. März 2005
Eine junge, verwaiste Frau, die als Gesellschafterin ausgebildet werden soll, trifft in Monte Carlo den älteren und reichen Maxim de Winter. Schon bald hält er völlig überraschend um ihre Hand an. Nach glücklichen Flitterwochen kommt das Paar nach Maxims Zuhause, dem eindrucksvollen Herrensitz Manderley.
Hier beginnt für die neue Mrs. de Winter eine schwere Zeit. Ihre Vorgängerin, Rebecca de Winter, kam vor einem Jahr bei einem Bootsunfall ums Leben. Überall wird noch von ihrer Schönheit und ihrer Ausstrahlung gesprochen. Alles auf Manderley erinnert an sie. Am schlimmsten ist die Haushälterin Mrs. Davers, eine strenge Person, die Rebecca über alles liebte. Der neuen Mrs. de Winter schlägt blanker Hass entgegen.
Die junge Frau wird immer unsicherer, ständig fühlt sie den Vergleich mit ihrer Vorgängerin um sich. Auch Maxim verändert sich. Mehr und mehr zieht er sich zurück und verfällt in tiefe Melancolie. Denkt etwa auch er immer noch an Rebecca? Doch dann geschieht ein Zwischenfall, der plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen lässt ...
*
Daphne du Mauriers Roman zählt zu Recht zu den ganz Großen der unterhaltenden Weltliteratur. In poetischer Sprache entwirft sie das Bild einer unsicheren Ich-Erzählerin, die um ihrer Liebe Willen gegen den schier übermächtigen Schatten einer Verstorbenen ankämpft. "Rebecca" ist Thriller, Krimi, Liebesgeschichte und Melodram in einem.
Nach einem gemächlichen Einstieg entsteht bald ein Sog, der den Leser mitten in die Geschehnisse auf Manderley miteinbezieht. Überraschende Wendungen und ein dramatisches Ende runden das Werk ab. Meisterlich, wie es der Autorin gelingt, das Porträt einer Frau zu zeichnen ohne dass sie ein einziges Mal in Erscheinung tritt. Die Titelfigur Rebecca ist tot, dennoch prägen sich ihr Bild und ihr Charakter dem Leser unauslöschlich ein.
Ein spannendes und leicht zu lesendes Buch, das man auch zum wiederholten Mal gern wieder in die Hand nimmt.
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am 18. November 2005
Keinem gelingt der Spagat zwischen Kunst und Kitsch so gut wie den Angelsachsen, finde ich. Uns dankbaren Leserinnen beschert diese Art von Roman beste Unterhaltung und Daphne du Maurier war zweifellos eine Meisterin ihres Fachs. Gleich der erste Satz "Ich träumte, ich wäre wieder in Manderly" könnte aus einem Lehrbuch für Schriftsteller stammen - und der Anfang hält, was er verspricht!
Manderly heißt das prächtige, düstere Anwesen von Maxim de Winter. In Monte Carlo lernt der reiche Witwer eine junge, schüchterne Gesellschafterin kennen und lieben. Nach den Flitterwochen zieht das Paar in das altehrwürdige Gemäuer an der Küste Cornwalls. Dort wird die unsichere junge Frau, die ihrer neuen Rolle als Schlossherrin ohnehin kaum gewachsen ist, auf Schritt und Tritt mit ihrer Vorgängerin Rebecca konfrontiert. Besonders die Haushälterin Mrs. Davers versäumt keine Gelegenheit, Rebecca zu glorifizieren und die "Neue" zu demütigen. Was ist das Geheimnis der schönen, charismatischen Rebecca, die bei einem Bootsunfall ums Leben kam? Ihr Geist scheint allgegenwärtig zu sein und ihr Schatten legt sich wie Mehltau auf die junge Ehe. Erst als draußen in der Bucht eine folgenschwere Entdeckung gemacht wird, kommt peu à peu Licht in die Vergangenheit und gemeinsam mit der neuen Mrs. de Winter bangt die Leserin dem furiosen Finale entgegen, das mehr als eine Überraschung bereit hält...
Atmosphärisch dicht, ein bißchen unheimlich und sehr spannend - ein klassischer Frauenroman, den ich bereits mehrmals gelesen habe. Klasse Lesefutter für lange Winterabende!
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TOP 1000 REZENSENTam 7. März 2008
Der Witwer Maxim de Winter reist nach Monte Carlo, um sich von den Ereignissen, die sich auf seinem Familiensitz Manderley zugetragen haben, zu erholen. Dort trifft er auf die Erzählerin, eine unscheinbare Gesellschafterin, die er kurze Zeit später heiratet. Als die beiden nach den Flitterwochen nach Manderley reisen, taucht die Erzählerin sukzessive immer tiefer in die Welt der verstorbenen Rebecca de Winter ein, die eine atemberaubende Schönheit war. Zudem bekommt sie es mit Mrs Danvers zu tun, die ihre Herrin abgöttisch geliebt hat, und die neue Mrs de Winter deutlich fühlen lässt, dass die ihrer Rebecca nicht das Wasser reichen kann. Völlig verunsichert, durch die ständige Präsenz der Verstorbenen, sieht die Erzählerin schon bald ihre Felle, und damit auch Maxims Zuneigung schwimmen, denn immer wieder tritt sie in Fettnäpfchen und spürt an allen Ecken und Enden, was für eine unwürdige wie unattraktive Nachfolgerin sie ist.
Als nach einem Sturm unerwartet das gesunkenes Segelboot samt der Leiche von Mrs de Winter auftaucht, wird der ganze Fall Rebecca wieder aufgerollt, und es kommt zur Zerreißprobe zwischen Maxim und der Erzählerin. Nachdem sie ihren Gatten in düsterer Stimmung antrifft, und er seiner Frau gesteht, wie sehr er Rebecca gehasst hat, beginnt ein ganz neues Spiel, denn all die Unsicherheit fällt plötzlich von ihr ab - doch nun steht Maxim unter Mordverdacht.

Eva Mattes ist einfach die Beste! Ihre warme Stimme macht aus diesem Audiobuch einen wahren Hörgenuss, und bügelt auch ein paar sprachliche Unebenheiten glatt. Denn manchmal empfand ich das etwas einseitige '"... sagte er - sagte ich - sagte er - sagte ich ...'" als störend. Das hätte man in der Hörbuchversion streichen sollen, zumal man anhand der Stimme ohnehin wusste, wer was sagte.
Was mir an dieser Lesung besonders gut gefallen hat, war die unaufdringliche Wandelbarkeit von Eva Mattes gefühlvoller Stimme, und wie wunderbar sie die Atmosphäre der Geschichte wiedergegeben hat - das war teilweise Hitchcock-like, und für mich ein echtes Hörvergnügen. Darum ein dickes Dankeschön an die Sprecherin, die aus dem Roman einen Hörgenuss gemacht hat!
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am 28. Januar 2007
Rebecca

Dieses ist die Hoerspielversion der klassischen Geschichte von Daphne Du Maurier (1938), welche schon 1940 von Alfred Hitchcock sensationell mit Lawrence Olivier verfilmt wurde. Der Film gilt als Klassiker und gewann den Oscar als Bester Film.

1973 hat der Bayrische Rundfunk dann eine Hoerspieladaption geschaffen, welche sich hinter dem Film nicht verstecken muss.

GESCHICHTE:

Vor Jahren ist Rebecca, die Lady de Winter, unter mysterioesen Umstaenden ums Leben gekommen. Als nun der Witwer Maxim de Winter neu heiratet und eine neue Lady De Winter auf sein Landsitz einzieht, merkt die neue Gattin schnell, dass Rebecca auf dem Landsitz immer noch allgegenwaertig ist, besonders da sie beim Personal sehr beliebt war und ueberall noch Sachen von ihr sind. Nach und nach werden Geheimnisse enthuelllt und auch die Umstaende des Mordes kommen immer mehr zum Vorschein. Wer verheimlicht was? Wie ist Rebecca ums Leben gekommen? Hat ihr Mann etwas damit zu tun? Die Geschichte ist eine Achterbahnfahrt der Gefuehle und Verdaechtigungen. Sie wird immer spannender, fesselt den Hoerer absolut und endet in einem furiosen Finale. Das Ende wird man nicht mehr so schnell vergessen.

SPRECHER:

Peter Passetti passt zu der Rolle des Maxim deWinter genauso gut wie Laurence Olivier. Dieser geniale Sprecher fuellt seine Rolle bestens aus, was man besonders an dem Wechsel seiner Stimmungslage erkennen kann. Deweiteren gibt es Cordula Trantow als seine Frau, Joachim Wichman (der Dr. Watson aus anderen Hoerspielen), Harald Leipnitz, Klaus Loewitsch, Paul Verhoeven etc. Also eine Starbesetzung. Alle machen ihre Sache sehr gut und glaubhaft.

MUSIK UND EFFEKTE:

Effekte gibt es nicht viele. Musik ist auch eher sparsam. Die Anfangs- und Uebergangsmusik ist sehr stimmungsvoll und unterstuetzt die Atmosphaere.

LAENGE:

Die Geschichte kommt auf 2 CDs vom DAV (Der Audio Verlag) in einer Gesamtlaufzeit von 85 Minuten. Bei Amazon gibt es die im Moment fuer 9,95Euro.

GESAMTWERTUNG:

Exzellente Kriminalgeschichte die absolut zu fesseln vermag.

5 von 5 Sternen
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am 21. August 2007
Dieser Roman vereint vieles von dem, was ein gutes Buch ausmacht. Es ist technisch gut gemacht, der Spannungsbogen baut sich ganz allmählich auf, bis sich mit dem Auftritt der Erzählerin während des Kostümballs die Ereignisse zu überschlagen beginnen. Für den Leser bedeutet das, dass er das Buch spätestens ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen mag! Das Buch bleibt bis zum Ende spannend, weil die Autorin es schafft, der Geschichte bis zuletzt immer neue Wendungen zu geben.

Auffallend ist, dass die Erzählerin an starken Minderwertigkeitsgefühlen leidet, und dies um so mehr, als sie erfährt, welch überragende Persönlichkeit Rebecca angeblich war. Aufgrund ihrer fehlenden Selbstsicherheit fragt sich die Erzählerin oft, wie Dinge, die man ihr gesagt hat oder die sie gehört hat, wirklich gemeint waren. Oft weiß der Leser nicht genau, ob Dinge, die die Erzählerin beschreibt, wirklich so passiert sind, oder ob sie sie sich nur so eingebildet hat. Der Eindruck, dass die namenlose Erzählerin nur ein Spielball der Ereignisse ist, verfestigt sich immer mehr, als der psychische Druck, der durch den schwarzen Schatten Rebeccas auf der Erzählerin lastet, so groß wird, dass sie beinahe irre wird. Die Boshaftigkeiten, die sie durch Mrs Danvers erleidet, treiben sie sogar fast in den Selbstmord. Sie hat so wenig Selbstbewusstsein, dass sie kaum handelt, die Herrschaft auf Manderley nicht übernimmt und sich zunehmend einbildet, alle, auch die Dienstboten auf Manderley, hielten sie für eine unpassende Nachfolgerin Rebeccas. Da sie darüber hinaus auch von Maxim nur wie ein kleiner "Spaniel" behandelt wird, kann sie sich nicht entwickeln und hat immer öfter das Gefühl, einfach fehl am Platze zu sein. Erst als Maxim ihr den wahren Charakter Rebeccas beschreibt und ihr eröffnet, sie erschossen zu haben, wird sie von einem Tag auf den anderen erwachsen. Sie ist in Maxims schreckliches Geheimnis eingeweiht, läßt sich auch von der Hausverwalterin nicht mehr einschüchtern und beschließt, Maxim während der folgenden polizeilichen Untersuchung beizustehen. Diese kurze Phase, in der sie aktiv zu werden scheint ist kurz darauf schon wieder beendet, als sie und Maxim wieder in den Hintergrund treten. Sie werden von den Ereignissen überrollt und nehmen sowohl Favells Erpressung als auch die Fahrt zu Doktor Baker schicksalsergeben hin, und es ist nur zwei äußeren Kräften wie dem Richter und Oberst Julyan zu verdanken, dass Maxim mit dem Leben davonkommt. Boshafte "Ironie des Schicksals" schließlich, dass der Schrecken für beide auch auf der letzten Seite kein Ende nimmt.

Als gelungen empfand ich auch die Darstellung des gesellschaftlichen Umgangs als verkrustete gesellschaftliche Konventionen, die wenig aufrichtig, sinnentleert und bloße Fassade sind. -- Ein sehr lesenswerter Roman!
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am 16. November 2011
Man könnte sagen, dass mich dieses Buch "überrascht" hat.
Aber das wäre untertrieben-
dieses Buch ist ERSCHÜTTERND, ERBEBEND, ABSONDERLICH.
Man kann absolut nicht behaupten, dass die Hauptperson die klassische Heldenfigur spielt, auch Maxim de Winter ist ein ziemlich eigenartiger, facettenreicher Charakter, aber was dieses Buch für mich zu einem Meisterwerk macht, ist der Ort, die Atmosphäre:
Manderley.
Die Atmosphäre fesselt, wie schauerlich sie auch sein mag, aber auf so bitter süße Weise, dass man sie zugleich verabscheut, als auch liebt. Es ist lange her, dass mir bei einem Buch solche Schauer über den Rücken liefen- obgleich kein Blut fließt, keine Moorleichen, keine Mumien herumgeistern. Daphne du Maurier schafft es, einen allein durch den erschreckenden Hauch der Erinnerung, welcher auf allen Ereignissen liegt, wahnsinnig zu machen.
Einfch.
Brilliant.
Das Ende ist unerwartet und hinterlässt einen unbeschreiblichen Nachgeschmack, aber ich will hier ja niemanden die Spannung rauben :)
Viel Spaß und gute Nerven beim Lesen wünsche ich also... :)
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am 9. Juni 2011
Rebecca ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Über die Geschichte muss ich hier ja nicht viel schreiben. Ich hatte mich sehr gefreut, als ich entdeckte, dass es nun ein Hörbuch gibt.
Aber ich kann allen "REBECCA-Fans" und allen, die die Geschichte noch nicht kennen nur abraten, es zu hören. Frau Mattes liest das Buch mit einer Stimme, die nur schwer zu ertragen ist. Mit ihrer Art, es zu lesen, macht sie aus dem düsteren, spannenden Buch eine seichte, fade und altbackene Geschichte. Ich bin nur entsetzt. Nicht jeder guter Schauspieler ist auch ein guter Hörbuchsprecher.
Hier beziehen sich alle guten Rezensionen auf das BUCH und nicht auf das Hörbuch! Ich empfehle, es zu lesen oder die Verfilmungen von Hitchcock oder BBC zu sehen und dieses Hörbuch zu vergessen!!!!!!!!!
3 Sterne, weil das Buch nichts für das Hörbuch kann!
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Ich habe schon einige Erzählungen von Daphne Du Maurier gelesen, die mir gut gefielen, trotzdem wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen, REBECCA zu lesen, wenn ich nicht zufällig auf die Vielzahl positiver Bewertungen und Rezensionen anspruchsvoller und unterschiedlicher Leser gestoßen wäre. Meine Neugierde war also geweckt und ich entschloss mich, diesem Roman, den ich gewohnt vorurteilsbelastet gedanklich als Kitsch und Liebesschmonzette rubrifiziert hatte, eine Chance zu geben.
Gleich ab der ersten Seite war ich überrascht davon, wie gut und stimmungsvoll REBECCA geschrieben ist. „Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley.“ Die Beschreibung von Manderley und der umliegenden Landschaft schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre, zugleich lockern beiläufige Beobachtungen den Text auf. Hier eine meiner Lieblingsstellen:
„Die Wände verschwanden ringsum bis unter die Decke hinter dichten Bücherreihen, ein Zimmer, in dem ein Junggeselle sein Leben verbringen konnte, mit schweren Sesseln vor dem großen, offenen Kamin und Hundekörben, die allerdings nur selten benutzt zu werden schienen, denn die Sessel wiesen verräterische Vertiefungen auf.“
REBECCA ist stark an den Victorianischen Roman angelehnt und erinnert passagenweise auch an die Brontes, und es ist die Existenz von Strom, Haustelefon und Automobil, die mir beim Lesen immer wieder in Erinnerung riefen, dass dieses Buch erst 75 Jahre alt ist.
Was zunächst wie ein Schauerroman beginnt, wird schließlich zu einem verkehrten Krimi.

Es folgen ---SPOILER---:

Die überängstliche neurotische Ich-Erzählerin, deren Vornamen der Leser nicht erfährt, lernt in Monte Carlo den verwitweten Maxim de Winter kenne, Besitzer des sagenhaften Anwesens Manderley. Dieser macht ihr den unromantischten Heiratsantrag der Literaturgeschichte, welchen die Erzählern, anstatt ihn mit den griffbereiten sauren Orangen zu bewerfen, annimmt. Warum sich de Winter so auffällig sonderbar benimmt, erfährt der Leser erst sehr viel später, warum sich die Erzählerin auf diese Ehe einlässt, gar nicht. Obschon wir über alle möglichen, vor allem von Minderwertigkeitskomplexen geprägten Gefühlsregungen in Kenntnis gesetzt werden, bleibt gerade die Eheschließung ein Geheimnis und der Leser darf sich selbst in die Pflicht gesetzt fühlen, Gründe zu finden.
Nach der Hochzeitsreise beginnt das Leben auf Manderley. Und was für ein Leben! Die Erzählerin fühlt sich sogar dem Personal unterlegen, vor allem Mrs. Danvers, die ein ausgesprochen mieses Karma hat. Maxim benimmt sich abwechselnd herrisch und abweisend, was die Unterwürfigkeit seiner jungen Frau offenbar noch weiter anfeuert. Vor allem aber steht die Erzählerin von Anfang an im Schatten der verstorbenen Rebecca, de Winters erster Ehefrau, die vor gerade einem Jahr erst gestorben ist. Es scheint, dass Rebecca alles war, was die Erzählerin nie sein kann: auffallend schön, gesellschaftlich gewandt, interessant und beliebt. Du Maurier beschreibt großartig, wie die Verstorbene auf Manderley präsenter ist als die gepeinigte Erzählerin. Ein erster Tiefpunkt ist erreicht, als Mrs. Danvers sie am Haustelefon mit Mrs. de Winter anspricht, um die Menufolge zu besprechen, und die Erzählerin spontan äußert, dass sich der Anrufer verwählt haben müsse, denn „Mrs. de Winter ist tot“!
Der Geist von Rebecca schwebt über allem und das Martyrium der jungen Ehefrau wird großartig geschildert. Dann jedoch spitzt sich die Lage erstmals dramatisch zu und die Geschehnisse überschlagen sich. Nach einem desaströsen Maskenball auf Manderley, auf dem die Erzählerin die gleiche Verkleidung wie Rebecca vormals trägt, gelingt es der bösen Mrs. Danvers um ein Haar, die Erzählerin zum Sprung aus dem Fenster zu verleiten. Zeitgleich ist es zu einem Schiffsunglück gekommen und bei den Bergungsarbeiten wird das Segelboot auf dem Grund der Bucht gefunden, mit welchem Rebecca ein Jahr zuvor verunglückt ist.
Nun stellt sich heraus, dass nicht nur Rebeccas Leiche noch in diesem Boot ist, sondern dass das Boot offenbar mutwillig versenkt worden ist. Schnell verdichtet sich der Verdacht, dass Maxim de Winter seine frühere Ehefrau ermordet hat.
Auf den Rest der Handlung werde ich nicht näher eingehen. Ab hier wird aus dem Schauerroman ein Kriminalstück, allerdings eines, bei dem der Leser den Täter kennt und nun dem klassischen Muster entgegengesetzt hofft, dass er nicht überführt werden wird.
Und genau dieser Teil des Romans hat mich stellenweise sehr verärgert. Wie reagiert unsere Heldin, als sie erfährt, dass ihr Göttergatte ein Mörder ist? Erleichtert! Jawohl, erleichtert, denn nun kann sie sein Leiden, seine Qual verstehen und glauben, dass er sie doch liebt. Dass es für einen Mord keine Rechtfertigung gibt und geben kann, scheint das Ehepaar nicht zu belasten. Und auch vom Leser erwartet Du Maurier, dass er weiterhin Mitleid mit der Heldin hat, die sich bedingungslos auf die Seite des Mörders stellt. So wird noch einige Male darauf hingewiesen, was für ein verruchter Mensch Rebecca war, also ob das die Handlung de Winters rechtfertigen könnte. Dass de Winter jegliches Rechtsempfinden abgeht, wird auch deutlich, als die örtliche Presse über Rebeccas geborgenes Segelboot berichtet und de Winter wütet: „Pack! Verdammtes Pack!“
Andererseits, diese verlogene Empörung über ungeheuerliche Enthüllungen kennen wir ja aus der Politik. Letztlich wird es mittels milder Rechtsbeugung dazu kommen, dass de Winter nicht belangt wird. Aber kann und soll der Leser das Feuer, das vermutlich Mrs. Danvers gelegt hat, und das Manderley verzehrt, als ausgeleichende Gerechtigkeit erleben?
So gut, wie REBECCA erzählt ist, so fraglich ist die Handlung.
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am 10. Juni 2014
Maxim de Winter, seit einem Jahr verwitwet,frisch verliebt heiratet erneut und sie ziehen zusammen in sein schönes Haus nach Manderley. Die neue Ms de Winter bemekt schnell das sie im Schatten von Rebecca,der ersten Frau von Maxim steht. Was auch sie immer machen möchte, erfolgt von allen Protagonisten mit dem Vergleich von Rebecca. Besonderst Mrs Danvers, die vertaute von Rebecca lebt in Manderley immer noch so als Rebecca leben würde. Sie macht der neuen Ehefrau das Leben recht schwer. Zu Maxim hat Ms de Winter eine gute Beziehung, Maxim erzählt Ihr im laufe des Buches immer offener und geständiger über die lieblose Beziehung zu Rebecca. Rebecca ist ums Leben gekommen und Ihre Leiche taucht überraschend in einem versunkene Schiff wieder auf. Maxim und seine Frau werden aufs neue in Ihrer Beziehung geprüft,da Fragen zum Tod von Rebecca aufkommen.Es gibt viele Spekulationen aller Art. Spannung bis zum Schluss ist in dem Buch gesichert. Wie auch immer es ausgeht,Manderley erscheint mir manchmal etwas schauderhaft,ob Ich mich da so wohl gefühlt hätte? Mrs Danvers wird als ein frohlockender Teufel beschrieben. Hitchcock hatte einen guten Richer diese Story zu verfilmen. Es bleibt aufjedenfall ein Klassiker
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