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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mörder unter Mördern
Der allmählich zusammenbrechende NS-Staat als Hintergrund einer Serienmörderjagd? - Mönschenskünd, was denn noch...? Weit gefehlt! Harald Gilbers' "Germania" ist ein Thriller-Meisterwerk. Anhand eines Kriminalfalls zeigt Gilbers das Leben in Berlin im Jahr 1944. Der Tod ist allgegenwärtig, verursacht von den Nationalsozialisten, verursacht von den...
Vor 16 Monaten von Edwin Baumgartner veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Jerry Cotton in Gereon Raths Fahrwasser
Angefixt von der Volker-Kutscher-Reihe rund um Kommissar Rath bin ich über aktuelle Fachliteratur ("Kind, versprich mir, dass Du Dich erschießt") bei Germania gelandet. Nun ja... man muss sich ja nicht immer steigern :-)

Eins vorweg: Germania reiht sich grundsätzlich ins Thema ein und ist historisch "sicher" recherchiert und mit...
Vor 26 Tagen von Toemmes veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mörder unter Mördern, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Der allmählich zusammenbrechende NS-Staat als Hintergrund einer Serienmörderjagd? - Mönschenskünd, was denn noch...? Weit gefehlt! Harald Gilbers' "Germania" ist ein Thriller-Meisterwerk. Anhand eines Kriminalfalls zeigt Gilbers das Leben in Berlin im Jahr 1944. Der Tod ist allgegenwärtig, verursacht von den Nationalsozialisten, verursacht von den alliierten Luftangriffen. Gilbers fällt keine moralischen Urteile, er zeigt das Geschehen. Und findet dabei Graustufen, die diesen Roman weit, sehr weit, über das Normalmaß erheben. Naturgemäß ist es eine Geschichte von Gut und Böse - aber beides wird intensiv hinterfragt, der Leser zum moralischen Urteil genötigt. Am interessantesten ist das Ende, das... - nein, kein Wort darüber, der Mut, das zu schreiben, ist jedenfalls bemerkenswert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Krimi, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Inhalt
Berlin 1944. Richard Oppenheimer war ein erfahrener und erfolgreicher Kommissar, bis er aufgrund seiner jüdischen Religion vom Dienst suspendiert wurde. Dass er noch nicht wie so viele andere jüdische Mitbürger von den Nazis deportiert wurde, verdankt er seiner Ehe mit einer arischen Frau. Mit ihr lebt er in einem sogenannten Judenhaus und die Zeiten werden auch für ihn immer gefährlicher. Als die SS eines Tages in seiner Wohnung auftaucht, glaubt er sein Ende nahen. Aber anstatt ihn zu verschleppen, wird er zum Tatort eines bestialischen Mordes gebracht und dort von SS-Hauptsturmführer Vogler eingezogen, mit ihm gemeinsam den Mord aufzuklären.

So sehr ihn diese außergewöhnliche Aufforderung misstrauisch macht, hat er doch keine andere Wahl, als sich zu fügen, denn immerhin steht sein und Lisas Leben auf dem Spiel. Also stürzt er sich in die Ermittlungen, was ihn einerseits aufgrund seiner Freude an dieser Arbeit befriedigt, aber andererseits die Angst vor der darauf folgenden Konsequenz wachsen lässt. Denn immerhin wird er spätestens nach Auflösung des Falles nicht mehr gebraucht werden. Und wenn die SS ihn schon mal in ihren Händen hat ...

Meine Meinung
Germania ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern versetzt einen beim Lesen auch sehr gut in die damalige Zeit hinein. Aufwändig hat der Autor die Ereignisse recherchiert und seinen Fall mitten hineingefügt. So hat es mich z. B. überrascht, dass 1944 noch Juden aufgrund eines arischen Ehegatten länger „geduldet“ wurden, wenn auch nur in sogenannten Judenhäusern, was aber wohl der Großstadt Berlin zuzuordnen war. Neben detaillierten historischen Ereignissen tauchten auch einige historische Personen in dem Roman auf und auch die Schauplätze wurden realistisch dargestellt.

Doch nicht nur die Fakten bildeten das Gerüst für diesen Krimi. Der Autor versteht es auch sehr gut, durch seine bildhaften Beschreibungen eine authentisch wirkende Atmosphäre zu erzeugen und die Stimmung der Personen und Geschehnisse zu übermitteln. Bombenangriffe erzeugten grausige Bilder vor Augen. Bilder von Verschüttung und Zerstörung übertragen die Angst und Verzweiflung der Menschen. Die Invasion in der Normandie lässt Hoffnung tröpfeln. Und wenn der Autor durch seine Figuren dem Leser einen Blick auf die Stadt nach einem Bombenangriff zeigt, dann läuft vor dem inneren Auge ein Film ab, der Gänsehaut erzeugte, zumindest bei mir.

Die Figuren wurden nach meinem Empfinden ebenfalls sehr gut dargestellt. Richard Oppenheimer war mir gleich sympathisch und ich konnte seine unterschiedlichen Emotionen sehr gut spüren, die durch die seltsame Situation, in der er sich plötzlich befand, noch verstärkt wurden. Auf der einen Seite das Misstrauen, die Unsicherheit und die Angst um sein und Lisas Leben und die Zermürbung durch die jahrelange Verfolgung, die er nur noch mit der Einnahme von Pervitin einigermaßen im Griff behalten konnte. Auf der anderen Seite dann seine vorsichtige Freude an der so geliebten Arbeit, die er für einen Moment plötzlich wieder aufnehmen konnte, und die Vergünstigungen, die er dafür gleichzeitig geboten bekam. Und immer im Schatten der SS. Wenn dies für den Leser schon eine skurrile Situation darstellte, wie beängstigend und verstörend muss es für Oppenheimer gewesen sein.

SS-Hauptsturmführer Vogler war für mich ebenfalls eine interessante Figur. Er war nicht recht zu greifen und überraschte mit einigen unerwarteten Gesten, nur um im nächsten Moment wieder die Erwartungen zu erfüllen, die man als Leser an einen SS-Mann hat. Diese Unnahbarkeit und Unberechenbarkeit erzeugte eine besondere Spannung bei mir und ich wusste bis zum Schluss nicht, wie seine Rolle in diesem Drehbuch enden wird. Ganz besonders gut hat mir eine längere Szene zwischen ihm und Oppenheimer gefallen, wer das Buch liest, wird sie dann sicher erkennen.

Der Kriminalfall selbst besteht aus einer fast zermürbenden Suche nach Puzzleteilen und Informationen und führt lange nicht zu einem handfesten Ergebnis. Für mich persönlich hat die Aufklärung des Falles aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt gestanden, auch wenn Oppenheimers Arbeit sehr interessant zu lesen war und besonders in der zweiten Hälfte für einige spannende und überraschende Momente sorgte, sondern mich beschäftigte mehr das Schicksal und die Geschehnisse rund um Oppenheimer und seinen Auftraggeber Vogler.

Das Ende war dann sehr spannend und wie viele andere Momente im Buch für mich nicht vorhersehbar und bot einen leicht offenen Schluss, der eine gute Grundlage für den nächsten Band bietet, aber auch sehr gut so für sich alleine stehen kann. Das gefällt mir sehr gut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin, 1944., 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Berlin im beginnenden Sommer 1944. Richard Oppenheimer ist Jude und lebt mit seiner "arischen" Frau Lisa in einem Judenhaus inmitten der deutschen Hauptstadt. Als eines Morgens ein rauchender Mann vom Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS in ihrem Schlafzimmer steht und Oppenheimer zum Mitkommen auffordert, sitzt der Schock tief, denn der ehemalige Kommissar ahnt, was nun auf ihn zukommt. Doch was dann geschieht, überrascht nicht nur Oppenheimer, sondern auch den Leser: er wird zum Fundort einer Frauenleiche gefahren und dort von einem SS-Mann erwartet. Hauptsturmführer Vogler fordert den ehemals erfolgreichsten Kommissar der Berliner Kriminalpolizei auf, an der Ermittlung des vermuteten Serientäters mitzuarbeiten! Oppenheimer lässt sich auf diese sehr gefährliche Zusammenarbeit ein - was bleibt ihm auch anderes übrig, denn es geht nicht nur um die Ergreifung eines Mörders, sondern auch um sein eigenes Leben. Als sich durch ein Bekennerschreiben vermuten lässt, dass es sich bei dem Täter um einen überzeugten Nationalsozialisten handeln könnte, wird das 'Spiel' nur noch gefährlicher…

Harald Gilbers hat mit diesem Debüt einen wirklich packenden Thriller vorgelegt, der vor allem durch viele extrem gut recherchierte Details und seine beinahe schon ruhige und gewissenhafte Erzählweise besticht. Dabei verliert sich die enorme Spannung auf keiner Seite, im Gegenteil, der Autor findet immer wieder neue Situationen, die die Spannung zusätzlich ankurbeln oder aber die politische Brisanz für einen jüdischen Ermittler im Jahre 1944 verdeutlicht. So ist der Thriller nicht alleine ob seiner Falles fesselnd, sondern auch aufgrund der äußerst schwierigen Lage von Richard Oppenheimer! Hinzu kommt, dass Gilbers die Atmosphäre der Stadt, die von schweren Bombardements erschüttert wird und im Alltag schon deutliche Kriegsmüdigkeit zeigt, sehr gut einfängt: die Szenen, wenn Oppenheimer nach einem Angriff durch die erneut weiter zerstörten Straßenzüge kommt, ist eines Film noirs würdig. Kann man in solch einer Szenerie Hoffnung schöpfen? Selbst wenn man als Jude über die drohende Niederlage des Deutschen Reiches mehr als dankbar sein müsste? Solche Fragen stellt sich Oppenheimer an genau diesen Stellen. Aber auch die vermeintlich absurdesten Begegnungen sind so intelligent eingefangen, dass dieser Roman es wirklich schafft, einen aus einem anderen Blickpunkt über die damalige Zeit nachdenken zu lassen… Dennoch zeigt "Germania" nicht nur die Täter, die vom 'Endsieg" verbittert Überzeugten und die dunkelsten Seiten des Dritten Reiches, sondern auch Menschen, die sich selbst in Gefahr bringen, um anderen zu helfen - die einen im größeren Stil, die anderen in kleinen Gesten.
So bleibt die Lösung des Falles nur eine der Spannungskomponenten. Eine andere, für mich ebenso bedeutsame, ist die Beziehung zwischen Oppenheimer und dem SS-Hauptsturmführer Vogler. An dem zeigt sich, dass etwas vollkommen Gegensätzliches möglich ist: einerseits ist Vogler ein Überzeugungstäter, der gerne an der Ostfront für Hitler und das Reich gekämpft hat, andererseits setzt durch die Alltagsdosis und das bessere Kennenlernen Oppenheimers ein gewisser - vielleicht sogar unterbewusster - Denkprozess ein. Und trotzdem würde der SS-Mann mit größter Freude wieder an die Front, wenn er denn dorthin abkommandiert werden würde. Aus heutiger Sicht ist solch ein blinder Gehorsam, so ein unendlicher Wille nach klaren Befehlsstrukturen und das fast schon ablehnende Verhalten gegenüber eigenen Entscheidungen, gegenüber der Möglichkeit, sich selbst einen Kopf zu machen, unbegreiflich - gerade deshalb fand ich (unter anderem) dieses Buch und seine Figuren so wahnsinnig spannend. Aber auch Oppenheimer selbst ist natürlich sehr interessant: die Gedanken, die er sich um seinen (feindlichen) "Kollegen" macht, die Art, wie er mit seiner neuen, sehr ungewöhnlichen Situation umzugehen versucht und überhaupt die Überlegungen, die er sich beim Zusammentreffen mit allerlei gewöhnlichen und ungewöhnlichen Menschen macht. Ein Jude kann ja schlecht einen Hitlergruß erwidern oder mit einem Judenstern auf der Brust die Befragung eines 'Goldfasans' durchführen - was tun also? Was ist extrem gefährlich, was notwendig? Oppenheimer selbst ist aber auch kein einfacher Charakter, sondern hat durchaus seine Ecken und Kanten. Dazu gehört unter anderem seine Abhängigkeit von Methamphetamin, aber auch seine Art, sich in seine 'Arbeit' so zu vertiefen, dass er alles um sich herum zu vergessen droht.

Kurzum, "Germania" ist extrem spannend, historisch hervorragend recherchiert und sehr intelligent erzählt. Damit ist dem Autor ein historisch-politischer Thriller gelungen, der auch noch super zu unterhalten weiß. Eine definitive Leseempfehlung - natürlich für alle LeserInnen von Volker Kutscher, Cay Rademacher und Philip Kerr - aber auch für alle, die Lust auf einen ungewöhnlichen Spannungsroman haben! Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf eine Fortsetzung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein jüdischer Kommissar ermittelt im Dritten Reich, 12. Januar 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
"Germania" ist ein Begriff, der von den Nationalsozialisten geprägt und von Hitler und Speer für ihr Projekt der architektonischen Umgestaltung der Reichshauptstadt Berlins in die Hauptstadt des großgermanischen Reichs verwendet wurde.

In dem gleichnamigen historischen Kriminalroman von Harald Gilbers bezeichnet dies den Handlungsort, der Handlungszeitraum erstreckt sich von Anfang Mai bis Ende Juni 1944. Es sind die letzten Wochen des Dritten Reichs und die Berliner leiden unter den Bombenangriffen, die bereits weite Teile der Stadt zerstört und unzählige Opfer gefordert haben. Die jüdische Bevölkerung sieht sich aber einer weit größeren Gefahr ausgesetzt, denn jeder einzelne von ihnen muss tagtäglich mit der Verhaftung und der nachfolgenden Deportation in eines der zahlreichen Konzentrationslager rechnen.

So auch der ehemalige jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, der, obwohl äußerst erfolgreich in seinem Beruf, wegen seiner Herkunft aus dem Polizeidienst entlassen wurde und seine Ängste nur noch mithilfe von Barbituraten in Schach halten kann. Zur gleichen Zeit wird Berlin von einem Serienmörder heimgesucht, der seine weiblichen Opfer brutal abschlachtet und deren Leichname der Öffentlichkeit an Kriegerdenkmälern präsentiert. Die einzige Gemeinsamkeit, die diese Frauen haben, sind ihre Verbindungen zur NSDAP. Mit dem Fall betraut ist SS-Hauptsturmführer Vogler, der bei seinen Ermittlungen aber auf der Stelle tritt und deshalb Oppenheimer um Mithilfe ersucht. Mit zwiespältigen Gefühlen stimmt er zu und macht sich an die Aufklärung der Mordserie.

In seinem Erstling "Germania" präsentiert der Autor Harald Gilbers seinen Lesern einen hochspannenden Kriminalfall, der sich wohltuend von der Masse der üblichen Serienmörder-Kriminalromane abhebt. Das liegt zum einen an dem bis ins Detail ausgefeilten Handlungsverlauf, zum anderen aber, und das scheint mir hier entscheidend, an der Art und Weise, in der hier der historische Hintergrund präsentiert wird.

Gilbers beschreibt die Atmosphäre der letzten Kriegstage in dieser geschundenen Stadt sehr anschaulich und präzise, verliert sich aber nicht in Einzelheiten, deren Zweck lediglich darin besteht, die Seiten zu füllen. Jeder Satz hat seine Berechtigung orientiert sich nahe an den historischen Fakten, die der Autor offenbar sehr genau recherchiert hat. Sehr wohltuend ist es auch, dass er auf die voyeuristischen Beschreibungen der Mordfälle verzichtet und durchgängig die klare und unaufgeregte Erzählweise beibehält.

Der Schluss der Geschichte lässt die Vermutung zu, dass es noch weitere Fälle mit Richard Oppenheimer geben könnte - ich würde mich auf alle Fälle darüber freuen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Serienmörder im Berlin von 1944, 19. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Die Rekrutierung eines ehemaligen jüdischen Kommissars durch die SS war mit ein Hauptgrund, der mich zu diesem Buch greifen ließ. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor beschreibt eine Facette aus der nationalsozialistischen Gesellschaft, die mir so nicht bekannt war: eine kleine Gruppe Juden, die 1944 relativ unbehelligt in Berlin in sogenannten Judenhäusern lebten und sogar einer Arbeit nachgingen, die zwar nicht ganz freiwillig war und der Unterstützung der deutschen Kriegsmaschinerie diente.
Möglich war das nur, weil die Juden mit „arischen“ Partnern verheiratet waren und somit (noch) einen gewissen Schutz genossen, und in einer Großstadt wie Berlin lebten, in der die Wahrscheinlichkeit, sich in der Masse unauffällig bewegen zu können, relativ hoch war.

Nicht nur diesen Aspekt hat der Autor gründlich recherchiert, sondern es wurden auch sämtliche außen- und innenpolitischen Begebenheiten im Mai und Juni 1944 passgenau um die Krimihandlung gelegt, so daß man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. So erfährt der Leser davon, wie die Menschen damals die Invasion in der Normandie miterlebten und daran Hoffnungen und Bangen geknüpft waren und erlebt hautnah die Bombardierungen und ihre Folgen.

Auch die Protagonisten sind dem Autor sehr gut gelungen, allen voran Richard Oppenheimer, der ehemalige Kommissar mit exzellentem Ruf, der zwar mit seiner Frau „frei“ in einem Judenhaus wohnt, aber immer die Angst vor der Deportation im Nacken sitzen hat – eine Angst, die er mit Pervitin bekämpft. Als er zu dem Fall hinzugezogen wird, merkt man schnell, daß er ein Profi ist, der sich zügig in die Ermittlungen rein kniet.

Eine weitere interessante Figur ist der SS-Hauptsturmführer Vogler, der auf eigene Faust Richard Oppenheimer zu den Ermittlungen hinzuzieht. Obwohl er mit der Nazi-Ideologie aufgewachsen und von ihr durchdrungen ist, hat er keine Vorbehalte gegenüber dem Juden Oppenheimer, sondern ist ausschließlich an dessen kriminalistischen Fähigkeiten interessiert und sorgt dafür, daß dieser freie Hand bei den Ermittlungen hat. Während der Lektüre habe ich mir immer wieder die spannende Frage gestellt, wie Vogler mit Richard umgehen wird, wenn der Fall abgeschlossen ist.

Eine weitere wichtige Figur ist die Ärztin Hilde, die vehement stillen Widerstand gegen das Nazi-Regime leistet und die Oppenheimers unterstützt. Mit Hilde zusammen bespricht und analysiert Oppenheimer seine Ermittlungsergebnisse, die daraus entstandenen Diskussionen empfand ich als sehr spannend und interessant.

Insgesamt wartet das Buch mit einigen Wendungen auf, mit denen ich nicht gerechnet habe und bei einigen Szenen schafft der Autor, die Spannung bis fast ins Unerträgliche zu steigern.

Ich kann diesen tadellos recherchierten Kriminalroman, in dem nicht nur die Mordfälle eine Hauptrolle spielen, absolut empfehlen.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Geschichtsunterricht, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Zweifelsohne sind es die außergewöhnliche Kulisse und das bizarre Ermittler-Paar, das dieses Buch aus der Flut der Serien-Killer-Thriller herausragen lässt. Ein SS-Hauptsturmführer und ein jüdischer Ex-Kommissar, die das Schicksal ein Jahr vor Kriegsende dazu verdammt hat, im Bombenhagel von Berlin einen wahnsinnigen Nazi zu suchen, der Prostituierte tötet und ihre grausam verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ablegt.
Das klingt erst einmal nach (allzu) starkem Tobak. Doch die ruhige, sachliche, ja fast bedächtige Art, wie diese Geschichte erzählt wird, eingebettet in einen historisch fundierten Hintergrund, helfen dem Autor, nicht abzustürzen in reine billige reißerische Effekthascherei. Im Gegenteil: Mit jeder Zeile spürt man, wie akribisch, ja fast schon detailbesessen Harald Gilbers das (Über)Leben der Menschen und das aberwitzige Agieren des Machtapparats der Nazi im zerbombten Berlin recherchiert hat. Und so gewinnt die fiktive Handlung mit jeder Seite plötzlich immer mehr an Glaubwürdigkeit.
Hochspannung gepaart mit lebendigem Geschichtsunterricht. Wer daran Gefallen hat, dem seien auch noch zwei Romane auf ähnlich hohem Nivau empfohlen: „Der Trümmermörder“ von Cay Rademacher und - ich bin mal so frei mich selbst zu loben - „Der rote Reiter“ von Udo Röbel.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In den Fängen der Nazis, 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Kommissar Richard Oppenheimer musste seinen Platz bei der Kripo räumen, weil er Jude ist. Seine Frau Lisa ist Arierin und hat ihn bis jetzt vor dem Schlimmsten bewahren können. Eines Nachts bekommt er Besuch von der Gestapo. Er sieht sich schon im KZ. Doch ein Serienmörder macht Jagd auf junge Frauen. Oppenheimer hatte am Anfang seiner Karriere einen ähnlichen Fall. SS-Hauptsturmführer Vogler hat von diesem Fall Wind bekommen und setzt alle Hebel in Bewegung, damit Oppenheimer ihnen hilft, dass das Morden endlich ein Ende hat. Dem Kommissar bleibt keine Wahl, als der SS zu helfen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, da der Mörder immer rascher die Frauen schändet und ermordet.

Bei diesem Roman habe ich einige interessante Details erfahren. Zum Beispiel war mir nicht bewusst, dass bei Mischehen mit Juden die Familie doch ein wenig vor der Deportation geschützt war. Die Angst und die Ungewissheit habe ich gut bei Oppenheimer gespürt. Die Figuren fand ich sehr gut beschrieben. Vogler hatte doch ein paar wenige menschliche Züge, was mich sehr überrascht hat. Die Szene als Vogler und Oppenheimer auf Göbbels treffen, konnte ich mir sehr gut vorstellen. Zeitweise musste ich das Buch weglegen, da ich mit den Gräueltaten der Nazis meine Mühe hatte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Jude und ein SS-Soldat als Ermittlerteam, 3. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Germania: Roman (Kindle Edition)
„Germania“, der erste Roman von Harald Gilbers, spielt in den Monaten Mai und Juni 1944 in Berlin. Hauptperson ist Richard Oppenheimer, ein ehemals sehr erfolgreicher Ermittler der Berliner Mordkommission. Er ist einer der wenigen Juden, die es in Berlin noch gibt, da er mit einer „arischen“ Deutschen verheiratet ist. Doch täglich muss er ums Überleben bangen. Da er seinen Beruf seit Jahren nicht mehr ausüben darf, kommt es für ihn besonders überraschend, als er ausgerechnet von SS-Hauptsturmführer Vogler als Berater zu den Ermittlungen an einer bestialisch verstümmelten Frau hinzugezogen wird, die sich bald um einige weitere Morde mit ähnlichen Begleitumständen ausweitet.

Auf der einen Seite will Oppenheimer nicht gemeinsame Sache mit dem Nazi-Regime machen, auf der anderen Seite hat er aber keine andere Wahl. Außerdem reizt ihn die Möglichkeit, dem Zwangsdienst in der Wehrindustrie zu entkommen und vorübergehend wieder seinem ihm seit Jahren verbotenen alten Beruf nachgehen zu können. An einer Stelle der Ermittlungen lernt Oppenheimer sogar den Propagandaminister Goebbels kennen, der erkennt, dass für den Kommissar als Jude die Ermittlungsarbeit häufig erschwert ist. Daher erlässt Goebbels die skurrile Anordnung, dass Oppenheimer bis zum Ende der Untersuchung „von der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk suspendiert“ ist.

Zum einen fand ich den Kriminalfall sehr spannend. Auf der anderen Seite erfährt man bei der Lektüre sehr viel Details über das Leben in Berlin während der NS-Herrschaft. Das tägliche Leben der Berliner Bevölkerung während der permanenten Bombenangriffe mit ihren verheerenden Zerstörungen ist sehr anschaulich beschrieben. Es wird sehr deutlich, an welchem seidenen Faden das Leben der noch wenigen in Berlin verbliebenen Juden hing. So gibt es eine Szene, in der Oppenheimer bei der Verfolgung des Mörders von einem Trupp Heranwachsender der Hitlerjugend aufgegriffen und beinahe gelyncht wird, da diese ihn als Juden verantwortlich für die Luftangriffe machen.

Etwas verwundert war ich, in „Germania“ auf zwei Details zu treffen, die ich aus den kürzlich erschienenen Krimis von Bela Bolten kenne, die ebenfalls in Berlin zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs handeln. So wird zum einen der „Rosenstraßenprotest“ aufgegriffen, in dem einige hundert Frauen mutig und erfolgreich die Freilassung ihrer verhafteten jüdischen Angehörigen forderten (siehe „Der Aufbewarier“ von Bela Bolten). Und auch die Pension Schmidt („Salon Kitty“), spielt in „Germania“ eine Rolle. In diesem Edelbordell arbeiteten Agentinnen, die von der Waffen-SS ausgebildet wurden, als Prostituierte, um ihre hochgestellte Kundschaft auszuspionieren (siehe „Codewort Rothenburg“ von Bela Boten). Ich vermute, dass Harald Gilbers hier nicht von Bela Bolten abgeschrieben hat, sondern diese kleinen Parallelen einfach auf seine gründliche historische Recherche zurückzuführen sind.

Insgesamt fand ich den Krimi vor der beschriebenen historischen Kulisse sehr gelungen. Das Ende - das im übrigen besonders spannend ist und mit einer plausiblen Lösung aufwartet - lässt es offen, ob Richard Oppenheimer auch in einem weiteren Fall ermittelt, worüber ich mich sehr freuen würde.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Lesespaß für Jung und Alt, 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Harald Gilbers schildert auf spannende und auch sehr gefühlvolle und rührende Art und Weise das Leben und Leiden im zerbombten Berlin während der Zeit des Nationalsozialismus.
Nicht nur für Geschichtslehrer/innen wie mich ein packender Roman, den man, sowohl als Urlaubslektüre als auch an kalten Herbst und Winterabenden bei einem beruhigenden Glas Tee (den man für die Nerven gut gebrauchen kann ;o) ), nicht mehr zur Seite legen kann. Man taucht in eine andere Welt ein, die für unsere moderne Zeit kaum noch vorstellbar ist und fühlt förmlich die Bedrohung des Krieges und der vorherrschenden Kriminalität, sowie des Antisemitismus, die einen erschaudern lassen und nachdenklich machen.
Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird und uns Kommissar Oppenheimer noch öfter begegnen wird. Eine starke Figur, von einem starken Autor.

Fazit: Pflichtlektüre! :o)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein jüdischer Kommissar unter dem Hakenkreuz, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Germania (Taschenbuch)
Ein jüdischer Kommissar unter dem Hakenkreuz
Als Jude fristet Richard Oppenheimer in der Hauptstadt Deutschlands ein gefährliches Leben. Unter Goebbels Propaganda und Hitlers Regime leidend, lebt er in der ständigen Angst, dass er irgendwann depotiert wird wie so viele andere. Gemeinsam mit seiner arischen Frau Lisa wohnt er im Judenhaus, die wichtigsten Habseligkeiten in einem Koffer, unter den ständigen Bombenhagel der Feinde Hitlers.
Für Oppenheimer ist klar, dass irgendwann die Gestapo vor seinem Bett stehen würde um ihn mitzunehmen. Doch die Gestapo will ihn nicht aus der Welt schaffen, sondern führt den ehemaligen Kommissar zu einem Tatort. Er soll als Berater für eine Ermittelung dienen, die den Mord an einer Frau aufklären will. Ihre Geschlechtsteile sind herausgeschnitten und ihr Leichnam vor einem Kriegsdenkmal abgelenkt worden. Für Oppenheimer steht fest, dass er es hier mit einem Serienmörder zu tun haben und es nicht sein erster Mord gewesen sein konnte. Gemeinsam mit Vogler, Mitglied der SS, muss er den Fall aufklären, im Nacken die Gewissheit, dass es sein letzter Fall in seinem Leben sein könnte und der Wichtigste in seiner Karriere.

Ein historischer Kriminalroman steht immer vor einer großen Disziplin: Seinen Fall in die geschichlichen Kontext zu setzen. Harald Gilbers erzählt die Geschichte eines jüdischen Kommissars, der unter dem Hakenkreuz ermitteln muss, gegen jemanden, der aus seinem Hass zu Juden keinen Hehl macht. Eine verzwickte Lage für den Kommissar, der selbst Jude ist und zu diesem Fall nur als Hilfe berufen wurde. Eine Hilfe auf Zeit wie er weiß. So abwegig es vorerst klingt, schafft es Harald Gilbers diesen Umstand so nahtlos in den historischen Rahmen zu setzen, dass er glaubhaft wirkt. Er schafft daraus eine Konflitksituationen schon Beginn an, bei dem der Leser gleich auf zwei Punkte angesetzt wird: Den Morfall und die Judenverfolgung. Beides verknüpft er gekonnt zusammen und schafft ein dichtes Netz, welchen man sich als Leser nicht entziehen kann.
Bei jeden Schritt, den Oppenheimer stärker vorangeht, will man ihn zurückdrängen, ihm klar machen wie sein Leben am seidenen Faden hängt. Schon allein die Tatsache, dass er seine Ermittlungen mit seinen SS-Offizier durchführen muss, lehrt den Leser das Fürchten und schafft eine beklemmende Situation. Während die beiden den Serienmörder auf der Spur sind, versucht das vom Krieg gebeutelte Berlin alle Kräfte noch zu mobilisieren, die es gibt. Dabei lässt Harald Gilbers nichts aus, bringt historische Fakten den Leser nahe und spiegelt gleichzeitig das Lebensgefühl dieser Zeit wieder. Man hat das Gefühl, man sieht die Geschichte durch einen monochromen Filter, der einen die Grausamkeit des Krieges und des Holocoust aufzeichnet ohne emotionalen Weichzeichner oder übertriebene Dramatik. Die blanke Realität und die Atmosphäre rauben einen den Atem und man staunt wie klar und genau der Autor recherchiert hat. Bis in kleinste Detail konzentriert er sich auf das Jahr 1944, datiert die Ereignisse und fügt sie wie Randnotizen ein, spielerisch und unaufdringlich. Noch nie spürte man den Krieg so sehr wie in diesem Roman, obwohl hier ein Kriminalfall die Hauptrolle spielt.
Und der Fall arbeitet mit allen Tricks und Kniffen um den Leser und seinem Protagonisten das Runzeln auf die Stirn zu treiben. Wenn man das Gefühl hat, der Lösung nahe zu sein, entgleitet sie wieder und neue Abgründe tun sich auf. Falsche Fährten führen den Leser wie den Ermittler in die Irre und das Fehlen und Züruckhalten von Informationen machen es Oppenheimer schwer den Fall in allen seinen Details zu überblicken. Der Leser hingegen sieht die Welt in der Oppenheimer lebt aus seinem Betrachtungswinkel, bekommt hin und wieder Einblick in die Perspektive eines Anderen, und fühlt die Stagnation der Ermittelung selbst immer wieder. Das hier sogar psychologische Prozesse einfließen, die sich mit der damaligen Forschung und den herrschenden Erkenntnissen verknüpfen, zeigt die Detailfreude des Werkes. Mit Hilde, Ärztin mit losen Mundwerk und Liebe zur Psychologie, speziell der Psyche von Mördern, wird ein Gegenpol für Oppenheimers ruhige Art geschaffen, die der Geschichte noch mehr an Finesse verleiht. Ihr starker und vorlauter Charakter erfreut nicht nur den Leser, sondern zeigt auch immer wieder auch die Ecken und Kanten von Oppenheimer auf. Das Menschliche geht ihm nicht verloren, trotz aller Verbitterung, die viele Charaktere verspüren in den Trümmerhaufen, in denen sie leben. Sie passen zu ihrer Zeit, verhalten sich zeitgemäß und fügen sich nahtlos in das Konstrukt des Kriminalromans. Bei vielen wird klar, dass die Einteilung in Böse und Gut gar nicht so einfach ist. Dass man manchen Leuten schwer die Fehler vorwerfen kann, die sie begehen müssen um sie überleben und ist doch erschrocken wie grausam sich manche den Parolen angepasst haben.
Die Erzählsweise ist dabei so leicht und gleichzeitig so anspruchsvoll, dass man als Leser an den Seiten hängen bleibt. Eine Stimme, ruhig und betont, die eine Sprache spricht, die sich von großen Spielereien löst und die Dinge auf den Punkt bringt, Plastizität erschafft und vollkommene und klare Bilder produziert. Passend zur jeweiligen Perspektive, wird sprachlich abgeändert und der ruhige Ton Oppenheimers ändert sich, sobald die Emotionalität die Oberhand gewinnt, wird rasanter, wenn der Leser den Atem anhält und einfühlsam, wenn es um das Leid geht.
All diese Elemente schaffen einen großartigen Kriminalroman, zur Zeit des zweiten Weltkrieges, der sich perfekt in seine Zeit einfügt. Aufwühlend, beklemmend und unglaublich detailreich. Bis zum Schluss ist man sich nicht sicher, über das Ende, über den Tathergang, über die Wahrheit des Falls und vor allem über Oppenheimers Schicksal, welches immer in der Schwebe steht. So sollte ein Historienkrimi sein!

Fazit
Harald Gilbers erzählt in "Germania" eine aufwühlende und beklemmende Kriminalgeschichte über einen jüdischen Kommissar, der unter den Hakenkreuz ermitteln muss. Herausragend recherchiert, voller Detailfreude und unglaublich authentisch bildet er eine Zeit ab, in der der Tod auf den Straßen herumlief. Eine rasante und spannende Geschichtsstunde, die man nicht so schnell vergisst und sich nicht entgehen lassen sollte. Unabhängig davon, ob man Krimi- oder Historienfan ist!
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Germania
Germania von Harald Gilbers (Taschenbuch - November 2013)
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