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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht vor dem Leben ...
Vor 28 Jahren verließ die junge Caroline fluchtartig ihre Heimat Schweden und ließ damit nicht nur ihre Freunde, sondern auch Ulf, den Mann, den sie liebte und vorhatte zu heiraten ohne ein Wort zurück. Als nun plötzlich ihre 27-jährige Tochter durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommt, kehrt Caroline zurück in ihr Elternhaus, um Ruhe zu...
Vor 18 Monaten von goat veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man hätte mehr aus dem Schluss machen können...
Ich fand das Buch ganz spannend geschrieben, zumindest bis zum letzten Drittel. Danach finde ich, hätte man wesentlich mehr draus machen können.
Vor 17 Monaten von Karla Weber veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht vor dem Leben ..., 12. Mai 2013
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Vor 28 Jahren verließ die junge Caroline fluchtartig ihre Heimat Schweden und ließ damit nicht nur ihre Freunde, sondern auch Ulf, den Mann, den sie liebte und vorhatte zu heiraten ohne ein Wort zurück. Als nun plötzlich ihre 27-jährige Tochter durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommt, kehrt Caroline zurück in ihr Elternhaus, um Ruhe zu finden. Und wieder lässt sie einen Mann, dem sie ein Eheversprechen gegeben hat, ohne eine Erklärung zurück. Doch den erhofften Frieden findet Caroline am See im Haus ihrer Eltern nicht. Zu viele schlechte Erinnerungen kommen wieder hoch, denn auch ihre Eltern hat Caroline damals durch einen Autounfall verloren.

Per Zufall fällt Ulf Svensson, der inzwischen Kriminalkommissar in Stockholm ist, ein Fax in die Hände, welches nur aufgrund einer nicht abgeänderten Kurzwahlnummer in seinem Büro ankommt. Es handelt sich um eine Anfrage zur Identitätsfeststellung ausländischer Verkehrssünder. Die Frau, die auf dem Radarfoto abgebildet ist, kommt Ulf irgendwie bekannt vor und plötzlich fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. Um sicherzugehen, leitet er das Fax an das zuständige Amt weiter und bekommt zehn Minuten später die Bestätigung: Die Frau, die geblitzt wurde, ist Caroline, seine große Liebe, die ihn vor 28 Jahren verlassen hat. Ulf ist klar, dass Caroline nur auf dem Weg nach Härjedalen gewesen sein kann, zum Haus ihrer Eltern. Er beschließt, Caroline aufzusuchen, um endlich eine Antwort auf die eine Frage zu bekommen, die ihn all die Jahre begleitet hat und von der er meint, dass Caroline sie ihm schuldig sei. Doch nach und nach kommen immer mehr Dinge ans Tageslicht, die vielleicht doch besser im Verborgenen geblieben wären ...

Ich bin zunächst mit völlig falschen Voraussetzungen an dieses Buch gegangen. Auf der Vorablesen-Seite war das Cover des Buches mit dem Zusatz Thriller abgebildet. In Wirklichkeit handelt es sich hier aber keineswegs um einen Thriller. Der Zusatz auf dem Cover hat sich mittlerweile jedoch von Thriller auf Roman geändert und damit kann ich mich schon eher anfreunden. Das Bild mit den Baumkronen und den Gänsen am Himmel verbreitet eine etwas melancholische und geheimnisvolle Stimmung, die aber hervorragend zum Thema passt. Obwohl es sich bei Alex Berg um eine deutsche Autorin handelt, ist es ihr sehr gut gelungen, den skandinavischen Schreibstil zu vermitteln und da der Schauplatz nun einmal Schweden ist, hätte Alex Berg ihre Arbeit gar nicht besser machen können. Die depressive Stimmung ist während des ganzen Verlaufs der Geschichte gegenwärtig. Gepaart mit den Landschaftsbeschreibungen hat mir dies sehr gut gefallen.

Interessant ist, wie die Autorin Carolines Geheimnis nach und nach entblättert. Der Leser weiß zunächst gar nichts von Caroline, außer dass ihr Kind ums Leben gekommen ist. Sehr schnell wird allerdings klar, dass Caroline nur schwer über ihre Gefühle reden kann und grundsätzlich lieber die Flucht ergreift, anstatt etwas zu erklären. Mit ihrem Verhalten verletzt sie die Menschen, die ihr wichtig sind. Aber das große Rätsel ist immer noch: Was genau ist damals passiert, dass Caroline gegangen ist? Und auch die Frage, nach dem Vater des Kindes, die sich einem zwangsläufig stellt, lässt sich vom Leser nicht einwandfrei beantworten. Somit wird es eigentlich immer noch geheimnisvoller und die Spannung wird immer weiter aufgebaut, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte, so gefesselt war ich. Als es aber auf das Ende des Buches zuging, war es dann doch etwas zu viel des Guten. Zu viel Spannung und zu viel Drama, dass es einfach nur noch überladen wirkt, was für mich auch der Grund ist, einen Stern bei der Bewertung abzuziehen.

Die Charaktere kommen sehr authentisch rüber. Eigentlich konnte ich mich in alle gut hineinversetzen. Die persönlichen Dramen einer jeden einzelnen Figur - sei es nun Caroline, die erst ihre Eltern und Jahrzehnte später ihre Tochter durch einen Verkehrsunfall verliert, die Wut, die sich anstaut oder auch Ulf, der nie verstanden hat, warum Caroline ihn verlassen hat. Er möchte eine Antwort auf das Warum" und als er Caroline das erste Mal nach so langer Zeit wieder gegenübersteht, ist er vor lauter Wut, die er in sich trägt, nicht fähig mit ihr zu sprechen und steigt wieder in sein Auto. Alex Berg ist es gelungen, mir als Leser die Nähe zu den Protagonisten zu vermitteln. Das ist auch ein Grund, warum mich das Buch, nachdem ich es beendet hatte, sehr nachdenklich zurückgelassen hat - trotz des meiner Meinung nach nicht ganz geglückten "Showdowns".

Auch wenn ich mir von dem Buch etwas ganz anderes versprochen habe, bin ich trotzdem nicht enttäuscht worden. Gerne bin ich beim nächsten Werk der Autorin wieder mit dabei und hoffe dann auf ein passenderes Ende, als es hier der Fall war. "Dein totes Mädchen" bekommt von mir vier Sterne und eine Empfehlung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiedersehen in Schweden, 10. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
"Machlos" und "Die Marionette" hatten mich begeistert. Umso gespannter war ich auf Alex Bergs Schwedenkrimi. "Dein totes Mädchen" hat mich nicht enttäuscht. Doch worum geht es?

Caroline, genannt Lilli, kehrt nach dem Tod ihrer Tochter zurück in ihre schwedische Heimat. 28 Jahre ist sie fort gewesen, dennoch scheint in Härjedalen die Zeit stehen geblieben zu sein. Gleich zwei Männer reisen ihr hinterher: Thomas, mit dem sie in Hamburg befreundet war und den sie sogar heiraten wollte und Kriminalkommissar Ulf Svensson aus Stockholm. Er kennt Lilli offenbar von früher...

Während Thomas unverrichteter Dinge bald wieder abreist, werden Ulf und Caroline in ihrem Elternhaus von einem Schneesturm überrascht und sind tagelang von der Umwelt abgeschlossen. Lilli war einst Ulfs große Liebe. Doch warum hatte sie ihn damals verlassen? Schuldgefühle, alte Wunden und immer wieder die Frage nach dem WARUM?

Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht. Ein Leben voller düsterer Geheimnisse, die das Schicksal beider Familien seit Generationen miteinander verbindet...

Manche würden "Dein totes Mädchen" vielleicht als Romantik-Thriller bezeichnen. Für mich ist es eher ein Kammerspiel, mehr Krimidrama als Thriller. Streckenweise fühlte ich mich an den Fall Marianne Bachmeier erinnert, denn ein Thema des Romans ist Selbstjustiz, aber auch Neid, Vertuschen einer Straftat und andere niedere Beweggründe spielen eine wichtige Rolle.

Alex Berg alias Stefanie Baumm ist eine großartige Erzählerin und eine gute Beobachterin. Sie schreibt fesselnd und flüssig. Ihre Figuren sind sorgfältig gezeichnet. "Dein totes Mädchen" ist ein intensiver Roman, mit viel Gefühl. Tragisch und traurig. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ganz großes Kino. Deshalb 5*!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So sollst du dich an sie erinnern, 9. Mai 2013
Von 
Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Eine weitere Premiere für mich mich. Mit dieser Erzählung mache ich mich mit einer Autorin vertraut von der ich schon viel positives gehört habe. Nach Meinung etablierter Leser die mein Vertrauen geniessen, ist dieser Roman aber ganz anders als die beiden Thriller die sie veröffentlicht hat. Das muss stimmen denn dieses Buch ist kein Thriller, nicht mal annähernd, sondern eine tragische Geschichte über Verlust und Schuldgefühle bei dem zwar ein Kriminalkommissar eine tragende Rolle einnimmt aber es ist und bleibt ein Roman. Wer mit falschen Erwartungen an dieses Buch geht dürfte Enttäuscht werden.

Der offiziellen Kurzbeschreibung / dem Klappentext ist nichts mehr Wesentliches hinzuzufügen. Es ist alles Wichtige erwähnt und mehr zu verraten wäre sträflicher Blödsinn und würde bei einer fahrlässig geschriebenen Bemerkung allen zukünftigen Lesern die Spannung nehmen. Ich verzichte deshalb darauf den Inhalt mit eigenen Worten zusammenzufassen. Die potentielle Leserschaft soll mit Neugierde selbst entdecken was da im Verborgenen schlummert.

Alex Berg fokussiert sich ganz auf die Protagonisten und blendet die restliche Welt mehr oder weniger bis auf die allernotwendigsten Begebenheiten aus. Einzig der frostige und schneereiche schwedische Winter wird zum stillen Begleiter der Personen und auch der Leser/-innen. Oder ist der Winter anstatt des stummen Gefährten, von dem höchsten ein eindringliches Pfeifen des eiskalten Windes zu hören ist, eher ein Bollwerk das die Figuren von der Aussenwelt abschottet und der stillen Einsamkeit Vorschub leistet? Wenn sich die Tage in ihrer weissgrauen Undurchdringlichkeit kaum von der Düsternis der Nacht unterscheiden zwingt dieser Umstand die Leserschaft dazu sich intensiv mit den vier Protagonisten an ihrem Zufluchtsort am Rande der Zivilisation auseinanderzusetzen. Es ist kein Roman bei dem die Handlung von zentraler Bedeutung ist sondern die langsame psychologische Annäherung an die Charaktere und die schrittweise Offenlegung ihrer Persönlichkeiten und dem was in der Vergangenheit geschehen ist und wie sie darauf reagiert haben.

Ich gebe zu das ich in der ersten Hälfte der Erzählung eine gewisse Mühe hatte mich in die Figuren reinzuversetzen. Diese seltsame Distanziertheit wollte nicht einfach nicht weichen. Im Verlauf der zweiten Hälfte schmolz diese unterkühlte Reserviertheit wie Schnee in der warme Märzsonne und die letzten 140 Seiten musste ich einem inneren Zwang folgend in einem Rutsch lesen weil mir die Schicksale immer mehr zu Herzen gingen und ich wissen wollte was in der Vergangenheit geschehen ist und wie die emotionale Geschichte endet. Es bleibt die Erkenntnis, dass Erinnerungen wie Geister sind. Du kannst sie nicht einfach wegsperren und hoffen, dass sie dich ignorieren. Ein gutes Buch mit Sogwirkung das von Seite zu Seite immer besser wird.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut!, 28. April 2013
Von 
Ritja - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Die Vögel, die nichts gutes erahnen lassen und der alte knorrige Baum mit seinen langen Ästen hat wohl auch schon so einiges erlebt und gesehen. Den Titel fand ich allerdings eher fad und wenig ansprechend. Gott sei Dank habe ich die ersten Seiten des Buches trotzdem angelesen und war begeistert.

Die Autorin weiß, wie man den Leser fesselt und mit Spannung sowie vielen kleinen Handlungssträngen unterhält. Etwas düster und geheimnisvoll, etwas aus der Vergangenheit, dass so langsam anfängt zu brodeln, etwas aus der Gegenwart, was die Charaktere belastet und sie flüchten lässt, sorgen dafür, dass man immer tiefer in die Geschichte eintaucht.

Obwohl es diesmal aus der Feder einer deutschen Autorin kommt, wird man sehr an die typisch skandinavischen Charaktere erinnert, innerlich zerrissen und stets mit sich und dem Leben hadern. Gevatter Alkohol spielt auch hier wieder eine Rolle, denn bereits nach der kurzen Vorstellung stürzt Ulf ab. Ein Kriminaler aus Stockholm mit einem Frauen- und Alkoholproblem ist fast schon Standard in den "kalten" Krimis aus dem hohen Norden.

Ulf bekommt ein Bild in die Hände, welches ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Warum reicht ein Foto aus, um ihn aus der Bahn zu werfen und alte Wunden wieder aufzureißen? Was war damals vor 28 Jahren geschehen? Und warum lässt er wegen diesem Foto alles stehen und liegen und fährt direkt in seine alte Heimat?

Und Caroline? Wer ist sie?
Sie reist aus Hamburg an und war fast 30 Jahre nicht mehr in ihrer alten Heimat, die sie damals einfach Knall auf Fall verlassen hatte. Natürlich erkennen sie die Menschen von früher wieder. Doch sie sind auch verstört, denn sie hat sich so lange nicht mehr blicken lassen und sich auch nicht gemeldet. Ihre damaligen Freunde sind überrascht und irritiert. Während Björn sie dann aufnimmt und ihr das Gefühl für Verständnis und "Angekommensein" gibt, zieht sich Maybrit erst einmal zurück. Als auch Ulf in Härjedalen eintrifft, kommt es zur Konfrontation. Anfangs schleichen sie noch im Kreis um sich herum bis es kein Entrinnen vor der Wahrheit mehr gibt. Was Ulf hört, schockt ihn und es wird noch schlimmer für ihn werden. Denn sein Partner Hakan schickt ihn ein Dokument, dessen Inhalt er nicht glauben kann.

Es ist ein "leiser" Krimi, der aber fesselt und erst nach und nach seine Geheimnisse preisgibt. Die Spannung kommt von den gut geschrieben Charakteren, der kalten Umgebung, verursacht durch den Schneesturm, dem Eingesperrtsein auf engen Raum und dem Druck, der Wahrheit und der Vergangenheit nicht mehr entkommen zu können.

Ein gutes Buch, welches fesselt, unterhält und Lust auf noch mehr Geschichten von dieser Autorin macht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Gefühle im winterlichen Schweden, 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Brillant recherchierte Thriller zu top aktuellen Themen – das verbindet man bislang mit dem Namen Alex Berg. Hier zeigt sich die Autorin von einer ganz anderen Seite. An Stelle von Gesellschaftskritik, Politik und Action bietet sie ihren Lesern hier ein kammerspielartiges psychologisches Drama von unglaublicher Emotionalität, geschrieben in einer Sprache, die ins Herz trifft und wohl kaum einen unberührt lässt.

Die Geschichte fesselt von Beginn an, obwohl oder vielleicht gerade, weil man anfangs nicht weiß, wo es hingeht. Nach dem Verlust ihrer Tochter flieht Caroline nach Schweden, an den Ort ihrer Kindheit, sucht Trost und Vergessen in der winterlichen Einsamkeit. Nach und nach stellt sich heraus, dass der Tod ihrer Tochter nicht das einzige Drama ist, das ihr Leben überschattet. Lange bleibt es geheimnisvoll, Fragen über Fragen beschäftigen den Leser, wieder und wieder wird man mit Andeutungen hingehalten, Spannung und Neugier geschürt , immer dringender möchte man endlich wissen und verstehen - warum…?

Ab und an wechselt die Erzählperspektive und ermöglicht zum einen interessante unterschiedliche Sichtweisen, zum anderen wird die unruhige Spannung dadurch noch erhöht. Der Fokus liegt jedoch auf Caroline und Ulf, ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart und man fragt sich, werden sie auch eine Zukunft haben? Björn und Maybrit, ihre Freunde, versuchen ihnen zur Seite zu stehen, wie sie es auch schon vor 28 Jahren getan haben, sind eingebunden in die Auflösung um den Ursprung des Dramas, der weit in der Vergangenheit liegt. Und eben diese Auflösung hätte ich mir ausführlicher gewünscht, sie blieb ein wenig blass und ließ die ein oder andere Fragen offen.

Das Ende – ja das Ende*seufz*, dazu kann man nichts sagen, jedes Wort wäre da zu viel, man muss es gelesen haben.

Dein totes Mädchen ist ein Buch, welches sich trotz des flüssigen Schreibstils und der immanenten Spannung nicht unbedingt leicht lesen lässt. Einfach großartig, wie Alex Berg den Leser in diese Atmosphäre von Liebe, Verlust, Trauer, Verzweiflung und Wehmut einhüllt, jedoch die emotionale Wucht der Geschichte muss auch ein eher distanzierter Leser wie ich erst einmal verarbeiten.

Zu Buchcovern äußere ich mich in der Regel nicht, weil sie mir meist herzlich egal sind, aber dieses hier finde einfach großartig. Die so genial eingefangene Stimmung des winterlich-eisigen Schweden, die Atmosphäre von Vergänglichkeit und Melancholie sind für mich nahezu perfekt widergespiegelt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trauer und Schuld, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Bei einem Verkehrsunfall stirbt Carolines Tochter Lianne. Die Trauer und der Schmerz um diesen Verlust, lässt Caroline Zuflucht in ihrer alten Heimat Schweden finden. Das Haus der Eltern, die ebenfalls bei einem Autounfall ums Leben kamen, liegt in der Einsamkeit eines kleinen Dorfes. Fast 30 Jahre ist Caroline nicht hier gewesen, auch damals hat sie das Dorf fluchtartig verlassen.
Hier trifft sie nun auf ihre Jugendliebe Ulf, der mittlerweile Kriminalkommissar in Stockholm geworden ist. Auch er ist nicht mehr in seinem Heimatdorf gewesen, nachdem ihn Caroline damals so plötzlich verlassen hat. Doch per Zufall erfährt er von Carolines Aufenthalt in dem kleinen schwedischen Dorf. Nun will er unbedingt herausfinden, warum Caroline ihn damals so überstürzt verlassen hat. Alte Erinnerungen werden wach, als die beiden aufeinander treffen. Doch Ulf hat Informationen aus Stockholm mitgebracht und die verheißen nichts Gutes. Ein Schneesturm zwingt die beiden eingeschlossen ein paar Tage im Haus zu verbringen. Da beginnt das eigentliche Drama und die beiden müssen ihre Vergangenheit aufarbeiten, auch wenn damit so manch dunkles Geheimnis zu Tage tritt, das eigentlich lieber vergessen wäre.

Alex Berg ist hier ein äußerst spannendes Werk gelungen, obwohl es sich nicht um einen Thriller im eigentlichen Sinne handelt. Es geht vielmehr um Schuld, Trauer und welche Reaktionen aus diesen Gefühlen entstehen können.
Zu Beginn der Geschichte weiß man als Leser zunächst gar nicht, was eigentlich passiert ist. Doch durch die wechselnden Erzählperspektiven erfährt man Schritt für Schritt von dem eigentlichen Drama. Ein leiser, aber doch flüssiger Erzählstil, der den Leser dazu bringt immer mehr über die Hintergründe und das Geschehen in der Vergangenheit erfahren zu wollen. Die Atmosphäre in dem Buch ist ziemlich düster, doch die Landschaftsbeschreibungen hellen das Ganze umso mehr auf. Tolle Bilder von schneebedeckter Landschaft in den Bergen, die den Leser richtiggehend verzaubern können.

Obwohl die Protagonisten mir nie wirklich sympathisch wurden, so sind es doch psychologisch gut ausgearbeitete Charaktere. Ein Buch, das auf Emotionen des Lesers setzt und diese auch erreicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine "andere" Alex Berg, 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Wer glaubt, dies sei eine Fortsetzung der Thriller Machtlos und der Marionette, wird von diesem Buch überrascht sein, denn es lässt sich nicht vergleichen. Die Autorin zeigt uns eine ganz andere Seite ihres Könnens.

Caroline kehrt nach dem Unfalltod ihrer Tochter Lianne in das Haus ihrer Kindheit nach Schweden zurück. Sie ist voll der Trauer. Nach langen Jahren kehrt auch Ulf, ein Polizist aus Stockholm und ihre große Jugendliebe heim. Es gibt ein Wiedersehen des alten Quartetts Caroline, Ulf, Björn und Maybrit. Sie haben sich alle in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt und jeder hat seine eigene Lebensgeschichte, die ihn geprägt hat.

Die Autorin beschreibt die einsame, verschneite und auch melancholische Landschaft Schwedens äußerst präzise und als Leser spürt man förmlich die Kälte und den Schneesturm. Die einzelnen Figuren schildert sie realistisch, greifbar und alle mit Ecken und Kanten. Die Sprache ist klar, schnörkellos, ohne überflüssige Ausschmückungen. Spannend ist für diese Geschichte nicht das richtige Wort, eher intensiv und aufwühlend. Sie hat mich regelrecht in den Bann gezogen, sie hat mich körperlich mitgerissen und auch mitgenommen. Ich konnte das Leid und die Trauer von Caroline nachvollziehen und die Aufdeckung verschiedener Geheimnisse machten manche ihrer Handlungen verständlicher. Das Ende der Geschichte musste für mich so und nicht anders sein.

Und nun heißt es warten auf den 3. Band mit Valerie und von mir eine echte Leseempfehlung!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und berührend, 30. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Was für eine Geschichte! Weder Thriller noch Drama - nein, Alex Berg hat mit diesem Buch nichts weniger als einen großartigen und ungemein spannenden Roman vorgelegt. Und damit ihre beiden wunderbaren Polit-Thriller um die Hamburger Rechtsansältin Valerie Weymann noch übertroffen.
In diesem Roman ist nichts, wie es auf den ersten Moment erscheint. Die Figuren wirken in ihrem Denken und Handeln zunächst vertraut, dann plötzlich irritierend fremd, bis sich beim Leser so etwas wie Vorahnung und schließlich Verständnis einstellen. Die Handlung nimmt unerwartete Wendungen, und selbst die grandios beschriebene Landschaft ist nur am Anfang eine Idylle, bevor sie sich in ihr Gegenteil verkehrt.
Cornelia, eine Frau um die fünfzig, will den Unfalltod ihrer Tochter überwinden. Sie kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück, in die schwedischen Wälder. Dort wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Irgendetwas Furchtbares ist geschehen, damals, vor vielen Jahren, etwas, das für immer vertuscht werden sollte. Aber die alten Wunden sind keineswegs verheilt, sondern brechen unvermittelt und heftig auf. Es geht um Schuld und Sühne, Leidenschaft und Eifersucht, Lüge und Verrat. Betroffen davon sind nicht nur die Lebenden, sondern auch die Toten. Weswegen die sich anbahnende Katastrophe unausweichlich ist.
All das erzählt die Autorin mit präzisem Blick und in klaren Worten. Unsentimental, mitffühlend und ungeheuer berührend. Auf wenige Personen beschränkt, wie in einem Kammerspiel, legt die Alex Berg die Verstrickungen einer verhängnisvollen Freundschaft bloß, die nahezu drei Jahrzehnte zuvor abrupt endete. Die sich stetig steigernde Spannung erwächst aus den Gesprächen zwischen Cornelia, Ulf, Maybrit und Björn, den Figuren, die die Handlung tragen sowie aus der Naturgewalt, die den Fortgang des Geschehens beeinflusst.
Ein lesenswertes, nachdenklich machendes Buch, das noch lange nachhallt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Carolines Geheimnis, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Nach dem tragischen Unfalltot ihrer Tochter flüchtet Caroline von Hamburg nach Schweden in die Heimat ihrer Kindheit.
Doch durch einen dummen Zufall gerät eine fehlgeleitete Radaraufnahme mit dem Bild von Caroline auf den Schreibtisch von Ulf Svensson dem Leiter der Stockholmer Mordkommission.
Ulf erkennt seine große Liebe von früher wieder. Bis heute ist er nicht darüber hinweg, dass Caroline in damals verlassen und er sie nie gefunden hat. Kurzentschlossen fährt er nach Härjedalen in den Ort ihrer Jugend.
Dort begegnen sich die beiden nach fast 30 Jahren und beginnen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Alex Berg hat mit Dein totes Mädchen ein Buch mit sehr vielen Emotionen und viel Gefühl geschaffen in dem sich 2 Menschen nach fast 30 Jahren wieder begegnen, die trotz Trennung nie aufgehört haben sich zu lieben
Aber bei all dem Gefühl hat das Buch auch eine gewisse Spannung da der Leser erst sehr spät erfährt was genau passiert ist, warum Caroline Ulf damals verlassen hat und welchen Geheimnis sie verbirgt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurigkeit, Düsternis und Spannung, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Dein totes Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Tochter kehrt Lilly nach fast dreißig Jahren in ihr Geburtsland

Schweden zurück. Dort, in dem Haus in dem sie aufgewachsen ist, will sie verkraften, verarbeiten und vergessen

was in Hamburg geschehen ist. Sie trifft alte Freunde wieder und diese werden wieder zu einem Teil

ihres Lebens. Und dann kommt auch Ulf zurück, ihre Jugendliebe, die jetzt als Kriminalkommissar in Stockholm

arbeitet. Warum er nach so vielen Jahren in seine Heimat zurückkehrt ist genauso geheimnisvoll wie

die lang zurückliegende Vergangenheit. Nach und nach erfährt der Leser die Geschichte von Caroline

und ihm. Sie verschwand spurlos und konnte nicht gefunden werden. In der Gegenwart müssen beide sich mit

der Vergangenheit auseinandersetzen. Ulf erfährt, dass Caroline schwanger war und seine Tochter

tödich verunglückt ist. Und während der Polizist in ihm erfährt, dass Caroline wegen Mordes an dem

Unfallverursacher gesucht wird, flammen die Gefühle zwischen beiden wiederauf. Ein Schneesturm, bei dem

Beide in Carolines Elternhaus eingeschlossen werden, führt dazu, dass sich die Ereignisse überschlagen und

eine Geschichte, die 30 Jahre zuvor begann, ein Ende findet, welches ich mir so nicht gewünscht hätte.

Dies war das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ihr Schreibstil ist sehr klar und verständlich

Die Personen sind sympatisch beschrieben. Die Autorin weiß, wie man Leser fesselt und Spannung aufbaut und

sie hat die Fähigkeit die Gefühle der beteiligten Personen in Worte zu fassen, die einen zuliefst bewegen.

Das Cover des Buches passt gut zu der düsteren Stimmung des Buches.

Ich habe das Buch an einem Abend gelesen und finde es ist ein gutes Buch, das einem einige Stunden Lesefreude

schenkt.
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Dein totes Mädchen: Roman
Dein totes Mädchen: Roman von Alex Berg (Taschenbuch - 2. Mai 2013)
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