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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Februar 2014
Im 11. Jahrhundert in der Normandie lebt der bekannte Normanne Robert Hauteville. Nacheinem Kampf wird Robert verfolgt und so flüchtet er mit seiner Truppe nach Süditalien wo drei seiner Brüder schon einige Zeit ihr Unwesen treiben.
Mit Robert zieht auch Gilbert mit, ein Junge ohne Herkunft, denn er ist als Schweinehirte bei den von Hautevilles aufgewachsen.
Dass er im Laufe der Zeit zu Roberts engstem Vertrauten werden soll hätte zu Beginn der Reise niemand ahnen können.
Im Laufe der Jahre geschehen einige Dinge, die die Geschichte Europas verändern soll.

Dies ist der vierte Historische Roman den der Autor Ulf Schiewe geschrieben hat.
Für mich war es allerdings erst der zweite Roman den ich von diesem Autoren gelesen habe.
Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mich in die Geschichte hinein zu finden, aber nach einiger Zeit hat dies dann gut geklappt.
Wie ich es schon von dem anderen Buh her kannte, war auch dieses Buch wieder sehr gut geschrieben und es hat auch die Geschichte Europas erzählt.
Doch dies ist auch erst der erste Band über die Familie Hauteville und wie sie in Süditalien zu ihrem Rang und Namen kamen. Da es aber diese Familie wirklich gab, ist der Großteil von dem was man hier in diesem Buch liest auch nachvollziehbar und auch wenn der Autor sich einige Schriftstellerische Freiheiten erlaubt hat.
Was mir aber gut gefallen hat, war das mit Gilbert eine fiktive Person die Geschichte erzählt hat und man so wie ein Außenstehender auf die Geschichte der Familie Hauteville schauen kann. Auch hat mir gut gefallen, dass Gilbert eine „eigene“ Geschichte hat und nicht nur als relativ blasse Figur auftaucht.
Alle in diesem Roman auftauchenden Figuren sind so detailliert beschrieben, dass man sich diese beim Lesen des Romans sehr gut vorstellen konnte.
Ebenso waren auch alle Handlungsorte sehr genau beschrieben, und durch die Karte die am Anfang des Buches ist und Süditalien im 11. Jahrhundert zeigt, konnte man auch die Lage der Orte nachvollziehen und so hatte man alles besser vor Augen.
Mir Persönlich hat die Figur der Gerlaine sehr gut gefallen auch wenn sie keine allzu große Rolle in der Geschichte gespielt hat, hatte sie eine Art die mir irgendwie gefallen hat.
Im Sommer kommt schon die Fortsetzung auf den Markt und ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte der Normannen weiter geht.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und es ist sehr empfehlenswert wenn man Historische Romane mag.
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am 17. Januar 2014
Der historische Roman „Das Schwert des Normannen“ von Ulf Schiewe ist der Auftakt der Sage rund um die Normannen und berichtet von ihren Eroberungen in Süditalien.

Der Klappentext:
Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Durch seine Treue und Waghalsigkeit gewinnt er Roberts Vertrauen, der ihn zu seinem engsten Begleiter macht. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in Europa seinesgleichen suchen wird.

Schon lange habe ich mich auf das neue Buch aus der Feder von Ulf Schiewe gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Ulf Schiewe hat mir sehr gut gefallen, das Buch hat sich flüssig lesen lassen, ich konnte mir die damalige Zeit und die herrschenden Umstände sehr gut vorstellen. Über das gesamte Buch wurde der Spannungsbogen aufrechterhalten Die Charaktere wirken sehr real und menschlich – sie sind sehr gut an die damaligen Zeiten angepasst und wirken nicht zu aktuell, sie passen in die damalige Zeit, ihre Denkweise und auch ihr Handeln empfand ich als sehr authentisch. Die Darstellung des Konfliktes der Normannen bezüglich des Glaubens hat mir gut gefallen. Auch ihre Raubzüge, wobei sie Kirchen des Christentums plündern werden eher realistisch dargestellt – ihre Ansichten dargelegt, eventuelle Zweifel thematisiert und ihre Vorgehensweise erzählt. Mir hat die authentische Sicht gut gefallen, es wurde nichts verschönert oder unrealistisch dargestellt, nur damit das Buch bunter wirkt. Ich empfand es als angenehm und erfrischend.
Zu Beginn hatte ich leichte Probleme mit der Konstellation der Charaktere. Mir hat die Hauptperson als Bezug gefehlt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Gilbert erzählt, wobei dieser, besonders am Anfang des Buches eher in dem Hintergrund bleibt und nicht allzu aktiv an der Geschichte teilnimmt. Robert hat mir als Charakter sehr gut gefallen, seine Art und seine Präsenz fand ich gut dargestellt.
Inhaltlich fand ich dieses Buch sehr interessant. Die kriegerischen Taten der Normannen in Süditalien im 11. Jahrhundert sind mir so noch nicht in einem Buch begegnet. Das Buch hat mich inhaltlich und sprachlich gefesselt. Es hat mich in seinen Bann gezogen und mit eine andere Zeit offenbart, die ich so noch nicht kannte. Das Ende ist relativ offen, wobei „Das Schwert des Normannen“ der Auftakt einer größer angelegten Reihe ist, daher ist es nicht verwunderlich, dass am Ende nicht alle wichtigen Fragen geklärt werden. Mich hat es neugierig gemacht, sodass ich gerne wissen möchte, wie es weitergeht.

Dieser historische Roman besticht durch seine authentische Art und Weise, durch den sehr angenehmen Schreibstil von Ulf Schiewe und die spannungsgeladenen Handlungen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und kann das Buch für Liebhaber von historischen Romanen nur empfehlen.
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am 9. Oktober 2013
Wenn man sich mit Friedrich II. beschäftigt, erfährt man, dass seine Mutter Konstanze von Sizilien normannischer Abstammung ist und fast ganz Süditalien unter normannischer Herrschaft war. Die Frage, wie die Normannen dorthin kamen, beantwortet Ulf Schiewe in seinem vierten, sehr interessanten und spannenden Roman.

Die Geschichte wird aus Sicht des als Kind von Mitgliedern der Familie Hauteville in der Normandie geraubten Gilbert erzählt, welcher in dieser Familie aufwächst. Die Hauteville, relativ armer Landadel mit vielen Kindern, brechen sukzessive um die Mitte des 11. Jahrhunderts nach Italien auf, um dort als (begehrte) normannische Söldner in den Dienst lombardischer Fürsten zu treten, um gegen Byzantiner und Sarazenen zu kämpfen. Nach und nach erlangen Sie dort eine gewisse Stellung durch Raub und Plünderung, aber auch durch Landnahme. Nach ersten Erfolgen ziehen weitere Mitglieder der Familie nach Süden und zusammen mit Robert Giuscard auch Gilbert.

Für geschichtsinteressierte Leser ist dieses Buch besonders wertvoll, weil es in Deutsch meines Wissens keinen Roman und nur sehr wenig Fachliteratur über die sukzessive Besetzung Süditaliens durch die Normannen gibt. Diese Lücke hat Ulf Schiewe sehr gut gefüllt und berichtet sehr detailliert, doch nie trocken, aus welchen Beweggründen Normannen wie die Hauteville aufbrachen, wie beschwerlich der Weg in den Süden war und welche komplizierte und zersplitterte politische Landschaft sie dort im Spannungsfeld zwischen Byzantinern, Lombarden, Papst und Sarazenen vorfanden. Das Buch ist von Anfang an spannend und sehr authentisch, weil man die Sicht der Normannen sehr schnell verinnerlicht, nämlich, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, auszuziehen um zu rauben und zu plündern und sich neuen Lebensraum zu erschließen, wie bereits in der Normandie oder in England. Mit dem Selbstverständnis, hervorragende und gefürchtete Krieger zu sein, für die es quasi keine Grenzen gibt, sind Robert, Gilbert und seine Gefährten unterwegs und man ist bei den wichtigsten historischen Ereignissen bis zur Schlacht bei Civitate 1053 dabei. Daneben flicht der Autor diverse „anekdotische Einzelheiten aus den Chroniken jener Zeit“ ein, womit eine sehr dichte und authentische Atmosphäre entsteht. Man hat stets das Gefühl, dass der Roman sehr nah an der Historie ist.

Gilbert wird zum Glück nicht eindimensional dargestellt. Der durchaus sympathische junge Mann hat, wie auch seine Gefährten, seine normannischen Schattenseiten, da auch für ihn Raub und Plünderung selbstverständlich sind und er sogar noch darüber hinaus gehen muss. Mit Gilbert kommt auch seine „Freundin“ Gerlaine in den Süden, so dass auch die emotionale Schiene durchaus sensibel bedient ist.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen und wird nie langweilig. Schlachten und Kämpfe werden realitätsnah, aber nicht übermäßig brutal geschildert. Eine brauchbare Karte von Süditalien erleichtert die Orientierung und ein Nachwort legt dar, wo der Autor fiktiv eingegriffen hat. Leider fehlt ein Personenverzeichnis, was bei der Vielzahl der Protagonisten gerade am Anfang die personelle Orientierung erleichtert hätte.

Ulf Schiewe hat einen überaus gelungen historischen Roman vorgelegt, welcher insbesondere Leser, welche etwas mehr über die geschichtlichen Hintergründe wissen wollen, begeistern wird. Er passt zeitlich als auch regional hervorragend zu den bereits erschienen 3 Büchern. Sowohl die Geschichte als auch der Plot lassen darauf schließen, dass es eine Fortsetzung geben könnte.
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am 23. Oktober 2013
Über den Inhalt dieses - meiner Meinung nach - sehr gelungenen Romans brauche ich an dieser Stelle nichts weiter auszuführen. Das ist bereits in den Rezensionen vor dieser getan worden- dafür meinen herzlichen Dank, Respekt und Anerkennung.

Warum also dann noch eine Rezension? Ganz einfach: Das Buch hat Spaß gemacht. Es war sehr kurzweilig geschrieben ohne oberflächlich zu wirken. Die Figuren wurden ausreichend kurz beschrieben und so blieb mir genügend Raum für das eigene Kopfkino, ohne als Leser das Gefühl zu haben, mehr Informationen über die einzelnen Protagonisten zu benötigen. Die Landschaftsbeschreibungen waren knapp und treffend - nie Zuviel, wie es bei anderen Autoren oft der Fall ist. Man kann sich die geschilderten Landstiche gut vorstellen, ohne sich vorher durch schwelgerische Umgebungsbeschreibungen ackern zu müssen.

Die ganze Geschichte folgte sehr zügig einem 'roten Faden' und während sich andere Autoren noch mit dem Hintergrund der Herkunft ihrer Hauptpersonen befassen, war man hier schon nach kurzer Zeit an den eigentlichen Handlungsorten.

Erschreckend war leider nur, dass es sehr schnell zu Ende war. Hätte ich nicht noch andere Verpflichtungen, wäre es an einem Tag durch gewesen. Empfehlenswert für alle, die einen Roman mit geschichtlichem Hintergrund suchen, ohne auf allzu große Detailversessenheit Wert zu legen.
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am 29. November 2015
»Das Schwert des Normannen« habe ich im Zuge einer Leserunde erhalten. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es in zwei Tagen ausgelesen habe. Von Beginn an hat mich das Buch in den Bann gezogen.

Durch den Knalleffekt gleich am Anfang des Romans befindet man sich sofort im Geschehen. Bei diesen Zeilen verspürte ich auch das erste mal ein unbändige Wut. Emotionalität ist bei mir immer ein Zeichen dafür, dass ich mich das Buch gegangennimmt und ich vollständig in das Geschehen eintauche.

Ulf hat es meiner Ansicht nach gut verstanden, tatsächlich geschehene, historische Ereignisse - in diesem speziellen Fall die Geschichte der Normannen in Süditalien - in eine sehr unterhaltsame Story zu packen. Hieran sieht man, dass Geschichte durchaus interessant sein kann, wenn der Autor zusätzlich seine Phantasie spielen lässt. Die Verflechtung von tatsächlichen Geschehnissen mit fiktiven Elementen hat sehr zur Spannung beigetragen.

Einflechtungen wie die von ... »ihr müsst die Sprache lernen« führen einem gut vor Augen, dass es diese Sprachhürden nicht erst in der heutigen Zeit gibt und wie wichtig es ist, die Sprache des Landes zu beherrschen, in dem man lebt.

Obwohl Frauen in der Zeit nicht viel zu melden hatten und auch in diesem Buch - wie es Jahrhunderte lang üblich war - eine aus politischen Gründen verheiratet wird, beschreibt der Autor sowohl mit Fressenda, vor allem jedoch mit mit Gerlaine sehr starke Frauen.

Die Schilderungen der verschiedenen Landstriche hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, doch in Ermangelung dessen lief dafür mein Kopfkino auf Hochtouren. Das war mir dann auch recht. So ist es auf jeden Fall besser, als wenn man sich durch zig Seiten Beschreibungen wühlen muss.

Etliche Ausführungen sind brutal und kompromisslos - und passen damit perfekt zu den jeweiligen Situationen und dieses Zeitabschnittes.

Den Erzählstil aus der Sicht von Gilbert erlaubt einen guten Blick auf die Geschichte der Familie Hauteville. Ihr Leben, das der Krieger, der Bediensteten sowie anderer Handlungsträger ist äußerst plastisch beschrieben. Ferner nimmt man durch die Art des Erzählens auch die Figur von Gilbert selbst ausgesprochen intensiv wahr.

Die Charakterisierung der Protagonisten - und hier nicht nur die der Hauptfiguren ist sehr gelungen und ich habe sie in Gedanken direkt vor mir gesehen. Das seelische Dilemma, in dem sich beispielsweise Fulko befand, ist sehr gut geschildert.

Durch die rasante Szenenabfolgen kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr kurzweilig. Keine lange Schachtelsätze, sondern eine klare und schnörkellose Sprache.
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am 15. Dezember 2013
11. Jahrhundert, Normandie. Beim Überfall auf ein Dorf wird der fünfjährige Gilbert von Robert de Hauteville mitgenommen und wächst von da an bei dessen Familie, halb als Familienmitglied, halb als Schweinehirt, auf. Auf der falschen Seite in der Auseinandersetzung mit William dem Eroberer beschließt Robert, nach Italien zu seinen Brüdern zu fliehen. Gilbert schließt sich ihm an und begleitet Robert als sein Knappe nach Süditalien zu seinen Brüdern, auf Plünderungen, bis in die Spitze des Stiefels und zurück und schlussendlich in die Schlacht von Civitate.

Geschildert werden die Erlebnisse dieser Jahre aus der Sicht Gilberts. Die Beschreibung seiner Gefährten, darunter historische Figuren wie Robert und seine Brüder, aber auch eine Reihe fiktionale Charaktere wie seine Freundin Gerlaine, und deren Beziehungen untereinander lässt diese lebensecht und mit teilweise überraschenden Facetten erscheinen. Es geht schnell voran – Entführung, neue Heimat, Reise, Ankunft, Aufbruch, Überfälle, Weiterreise… - ein Ereignis folgt dem nächsten, Beschreibungen von Ortschaften und Gefühlen werden sparsam, aber wirkungsvoll verwendet. Dieser Erzählstil lässt es wie eine spannende Tatsachenbeschreibung von Gilberts Leben wirken. Trotzdem merkt man durchaus, wie sich Gilberts Sichtweise und sein Verhalten allmählich verändern und während dieser Zeit reifer werden.

Normalerweise kein begeisterter Leser von Romanen in der Ich-Form, hat mich diese Geschichte von Anfang an gefesselt und das Geschehen durch Gilberts Augen sehen lassen. Seine Art, wie er erzählt und seine Betrachtungsweise wirken authentisch, ein bisschen trocken, ein bisschen distanziert, manchmal fast ein bisschen ironisch. Das Gleiche gilt für die Art, wie das Leben und die Sitten der damaligen Zeit beschrieben werden, ohne Entschuldigungen oder übermäßige Zweifel. Die Thematik macht diesen Roman nicht zu einem einfachen Buch, Überfälle und die Schlacht werden zwar nicht ausufernd, doch durchaus eindringlich und sehr echt wirkend beschrieben. All das führt zu einem sehr interessanten und durchgehend spannenden Buch, bei dem man beim Lesen das Gefühl hat, genau so könnte es damals gewesen sein!

Full disclosure: Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde vom Autor/Verlag erhalten.
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11. Jahrhundert: Robert Guiscard de Hauteville gehört in der Normandie zum verarmten Landadel und hält sich mit Plünderungen über Wasser. Als er dabei Wilhelm, dem Eroberer in die Quere kommt, flüchtet Robert kurzentschlossen nach Süditalien. Bereits mehrere Halbbrüder von ihm hat es ins Mezzogiorno gezogen, um dort im Dienst lombardischer Fürsten gegen die Sarazenen und Byzantiner zu kämpfen. Zu seinen Gefährten gehört auch der 17-jährige Gilbert, der bald zu Roberts engsten Vertrauten wird. Doch in Süditalien angekommen, entwickelt sich anfangs für die Normannen nicht alles so, wie sie es sich erträumt haben.

Ulf Schiewe erzählt in seinem neuesten Roman die Anfänge der Besetzung Süditaliens durch die Normannen und beschreibt hierbei interessant und unterhaltsam die komplizierte politische Lage Süditaliens zur damaligen Zeit. Hervorragend recherchiert und sehr anschaulich erlebt man so das aufregende, gefahrvolle wie abenteuerliche Leben des Normannen Robert Guiscard von Hauteville (ca. 1015 – 1085), welcher den Beinamen das Schlitzohr trug. Die Geschichte selbst erlebt man aus Sicht des jungen Gilbert, der als Fünfjähriger in das Haus de Hauteville kam.

Die Normannen nehmen den beschwerlichen Weg ins Mezzogiorno gerne auf sich. In ihrer Heimat, der Normandie, haben sie keine Zukunftsperspektiven und Süditalien verspricht Reichtum und Einfluss. Doch die Ankunft bei Roberts Halbbruder fällt ernüchternd aus. Die Neuankömmlinge sollen auf ein weit entlegenes Lehen in Nordkalabrien ziehen. Damit unzufrieden, beginnt Robert wieder mit seinen Raubzügen, die immer wagemutiger werden und schließt sich zeitweise als Söldner dem streitsüchtigen Pandulf von Capua an, sehr zum Ärgernis seines Halbbruders.

Problemlos gelingt es Ulf Schiewe seinen Lesern das gefahrvolle, entbehrungsreiche Leben des 11. Jahrhunderts vor Augen zu führen, in dem ein Menschenleben oft nicht viel zählt. Die Geschichte ist durchsetzt mit einer Fülle von Informationen aus dieser Zeit. Absolut ungeschönt, abwechslungsreich und fesselnd bringt Ulf Schiewe einem so das Leben von Robert Guiscard de Hauteville und seinen Gefährten näher.

Robert tritt äußerst selbstsicher und zielstrebig auf, ist der geborene Anführer und wie selbstverständlich nimmt der Normanne sich das, was ihm seiner Meinung nach zusteht. Sein Führungsstil bleibt auch nicht lange den lombardischen Fürsten verborgen und so haben Robert und seine Gefährten bald einen starken Verbündeten. Sein Streben nach Macht und sein unbarmherziger Wille treiben Robert immer weiter in Richtung Herrschaft und Reichtum.

Aber in dem Roman geht es nicht ausschließlich um das Leben von Robert Guiscard de Hauteville und dessen Anfänge im Mezzogiorno, dem komplizierten, zerrissenen politischen Machtgefüge in Süditalien und den vielen Raubzügen und Kämpfen, hier auch die Schlacht von Civitate, bei der Robert und seine Normannen gegen Papst Leo IX. in den Kampf zogen.

Die Liebe kommt ebenfalls nicht zu kurz, wirkt aber eher etwas zurückhaltend in der Umsetzung. Bei der Flucht aus der Normandie ist von Anfang an auch die junge Gerlaine mit dabei, Gilberts hellsichtige Freundin, welche sehr entschlossen und selbstbewusst auftritt und bald unter den Gefährten als deren Maskottchen angesehen wird. Auch Robert, kaum in Süditalien angekommen, verliebt sich sofort in die schöne Alberada, eine Tante seines Wohltäters, dem normannischen Anführer Girard von Bonauberge.

Somit hält man neben einer authentisch und überzeugend erzählten Geschichte über die Eroberung Süditaliens durch die Normannen auch einen atmosphärisch dichten Roman in Händen, in dem Emotionen und die Liebe nicht zu kurz kommen, diese sich dabei aber nie in den Vordergrund drängen.

Fazit: Ein opulenter, spannender und äußerst interessanter Roman über die Besiedelung Süditaliens durch die Normannen.
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am 14. Februar 2014
Dies war mein erster Roman, den ich von Ulf Schiewe gelesen habe, aber er wird gewiss nicht mein letzter gewesen sein.

In "Das Schwert des Normannen“, dem ersten Band einer Serie von mindestens 4 Romanen, entführt uns der Autor ins 11. Jahrhundert. Die Geschichte wird uns aus der Ich- Perspektive vom jungen Gilbert erzählt. Dieser wurde einst als kleiner Knirps von den Hautevilles entführt und wuchs in dieser großen Sippe gleichwertig mit den anderen Geschwistern auf. Kaum war er 17 Jahre alt, begleitete er seinen "Halbbruder“ Robert Guiscard nach Italia, um eine bessere Zukunft zu haben. Wird es ihnen gelingen, ihren Lebensstandard zu verbessern?

Das Buch ist gespickt von Schlachten und Intrigen, aber auch von Freundschaft und Verbundenheit zum eigenen Volk. Wir Leser erleben mit wie aus dem einstigen Schweinehirten Gilbert ein wahrer Ritter wird.

Der Roman steigert sich von Seite zu Seite, eine Geschichte, die wirklich zu fesseln weiß.

Ich habe bisher keinen Roman aus dieser Zeit gelesen und mir ist auch nicht bekannt, dass es viel Auswahl im Deutschen an Geschichten zu den Normannen gibt, daher fand ich den Roman äußerst erhellend. Man bekommt wirklich viel Geschichtswissen geboten und lernt doch einiges dazu.

Einziges Manko: Es tauchen so viele Personen auf, die ich mir gar nicht alle merken konnte. Na ja und die Namen der damaligen Zeit sind auch nicht immer gut zu lesen/ aussprechbar.

Fazit: Ein gelungener Roman, über eine Zeit, von der wir Deutschen eher wenig wissen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den Nachfolgeband "Die Rache des Normannen“, denn ich möchte wirklich gern wissen wie es weiter geht.
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Das Thema, bzw. die Region in dieser Epoche fand ich interessant. Es gibt jede Menge historische Romane aus der Zeit der Wikinger und deren Nachfahren, die sich Normannen nannten. Wie es dazu kam, dass sich in Süditalien und später Sizilien ein normannisches Reich entwickeln konnte, ist mir bisher entgangen und es scheint auch kaum Erzählungen über diese Zeit und Region zu geben.
Der Autor schildert diese wilde, weitgehend gesetzlose Zeit mit ihren vielen in Italien streitenden Mächten ausschließlich aus der Perspektive eines Gefolgsmannes der normannischen Familie der Hauteville. Diese waren zu Beginn der Erzählung eines von vielen, kleinen normannischen Adelsgeschlechtern aus der gleichnamigen Region in Nordfrankreich und einige der zahlreichen Söhne suchten ihr Glück in Mittel und Süditalien, wo zu dieser Zeit immer kampferprobte Männer ihr Glück machen konnten.
Durch die Beschränkung auf einen Erzähler kann der Leser einerseits der Handlung leicht folgen, andererseits erhält man dadurch von den historisch belegten Personen und ihren Motiven nur einen sehr distanzierten Blick. Sehr gut ist dem Autor die Schilderung der Reise des Erzählers mit dem später berühmt, berüchtigten Robert Guiskard (Robert der Fuchs/Schlauberger) durch französische und italienische Landschaften gelungen und dessen Charakterisierung war nachvollziehbar, die meisten (auch wichtigen) Hauptfiguren bleiben eher vage.
Eine Schwäche des Autors liegt bei der Beschreibung der Kämpfe und Schlachten, kein Vergleich mit einem B. Cornwell oder C. Cameron, dem man seine Erfahrungen vom Reenactment (engl. „Wiederaufführung“, „Nachstellung“ historischer Schlachten) anmerkt und selbst R. Gablé beherrscht diesen Nebenaspekt besser. Insbesondere die historisch wichtige Schlacht bei Civitate, bei der sich die Normannen gegen ein päpstliches Heer behaupten und so den Grundstein für ihre späteren Reiche legen, dürfte so wie sie beschrieben wird kaum verlaufen sein. Auch wenn es wenig verlässliche und schon gar keine detaillierte Überlieferungen der Begebenheit gibt, ist es äußerst Unwahrscheinlich, dass eine Reitertruppe gegen eine disziplinierte, gut gerüstete Truppe auf einer Anhöhe gewinnen kann. Die Handlung außerhalb dieser Schlacht klingt dann schon wieder wesentlich glaubwürdiger.

Insgesamt ist es aber ein lesenswerter Roman, der sich auch zum Reinschnuppern in dieses Genre eignet, eine geradlinig, spannend geschilderte Geschichte mit genügend Hintergrundinformation für geschichtlich interessierte Leser.
Zum Schluss führt der Autor auch noch einige Quellen zum Nachforschen, für Leute die etwas tiefer in das Thema einsteigen möchten, an.
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am 26. Juli 2014
Die Hauptperson Brynjarr alias Gilbert ist ein junger Mann, der im Gefolge Roberts de Hautville und seiner Normannen, ins Mezzogiorno aufbricht.

Bei mir war es so, daß ich langsam in die Geschichte hineinkam, dann aber nicht mehr aufhören konnte.
Es steigerte sich sozusagen spannungs- und interressemäßig bei mir von Kapitel zu Kapitel, so daß ich es dann sehr schade fand, schon durch zu sein.
Aber, die Fortsetzung ist zum Glück schon vorhanden.

Die Zeit und auch die Normannen als solches waren mir nicht ganz unbekannt, allerdings der Ort des Geschehens.
Ist es sehr bekannt, daß ein Normanne England 1066 eroberte, ist diese Seite der Eroberungen weniger bekannt.

Einige der Protagonisten gefielen mir besonders gut, gerade die Nebencharaktere. Besonders Thore, ein Freund Gilberts, war mir besonders sympathisch.
Das ist es auch, was für mich das Buch so interessant machte neben der historischen Geschichte. Viele der Figuren waren für mich sehr gut und lebensecht dargestellt.

Die angemerkten Greueltaten der Normannen, die heutzutage sehr brutal wirken, überraschten mich persönlich jetzt nicht sonderlich.
Mag daran liegen, daß ich ansonsten Thriller gewohnt bin, in denen es manchmal auch heftig zugeht und eben auch Geschichte liebe und weiß, wie die damaligen Verhältnisse waren. Besonders in der Zeit der normannischen Eroberungs Englands.

Auch lädt der flüssige Schreibstil ein, gar nicht aufhören zu können und immer mehr erfahren zu wollen.

Fazit:
Ein spannender historischer Abenteuerroman der gut die Zeit der Normannen in Italien schildert.
Mit interessanten vielschichtigen Protagonisten, die diese tatsächlichen Begebenheiten noch anschaulicher machen.
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