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102
4,7 von 5 Sternen
Als wir unsterblich waren: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2014
... in zweierlei Hinsicht:

Zum Einen beschreibt es aus Sicht der jungen Frau Paula einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte, nämlich die Geschichte der SPD zum Ende des Kaiserreichs und in der Weimarer Republik, zum anderen lässt sie durch die zweite Hauptfigur Alexandra erkennen, wie sehr das Erleben zweier Weltkriege mit all dem Wahnsinn einen Menschen prägen kann und nicht nur ihn, sondern auch dessen Familie.
Was gibt man bewusst oder unbewusst an die Nachkommen weiter? Ist man überhaupt in der Lage weiter zu leben, ohne diese Verletzung auf die ein oder andere Art und Weise an die Familie weiterzutragen?

Es ist aber auch ein Roman über die Liebe und ob sie all das verkraften kann. Reicht es (sich) zu lieben, um Kriegserfahrungen und all den Schmerz vergessen zu machen? Alles Fragen, die ich mir während des Lesens stellte und die Charlotte Roth mir auf ihre besondere Weise beantwortet.

Sie schreibt sehr intensiv und packend, vor allem in emotionaler Hinsicht. Was aber auf keinen Fall mit Kitsch verwechselt werden darf. Dieses Buch ist alles andere als kitschig, sondern sehr ehrlich. Sie schont ihre Figuren nicht und am Ende stellt man sich die Frage, ob es wirklich möglich ist, alles zu verzeihen und ob man das überhaupt muss.
Wunderbar gelungen finde ich auch, dass ihre Figuren Fehler haben, Fehler machen und alles andere als in "schwarz-weiß gezeichnet sind".

Paulas Geschichte beginnt 1912, Alexandra lernen wir am Tag des Mauerfalls 1989 kennen. Die Verknüpfung dieser beiden Personen lernen wir Leser nach und nach besser zu verstehen. Sie entfaltet sich wie eine Blume, langsam, mal leise, mal wuchtig, aber stetig. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Das lag sicher auch daran, dass dieser Teil unserer Geschichte mir zwar nicht unbekannt ist, mir aber noch nie auf diese Weise in Romanform erzählt wurde. Außerdem hat es mich auch persönlich betroffen, denn meine Großeltern sind in dieser Zeit geboren. Bestimmte Erinnerungen an Erzählungen von damals sind plötzlich wieder da, aber auch die Frage, wie viel ihres Verhaltens ist genau diesem Tatbestand geschuldet, dass sie in einer solchen Zeit erwachsen werden mussten?

Das ist ein wunderbarer Roman über die Sozialdemokratie am Ende des Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Aber es geht auch darum, wie schwer die Menschen an dem Erlebten ihr Leben lang zu tragen haben und wie sehr dies auch ihre Nachkommen noch beeinflusst. Ein Buch mit absoluter Sogwirkung, das mich aber auch zum Nachdenken bringt und mich nicht loslässt.
Ich weiß sicher, dass ich dieses Buch nicht zum letzten Mal gelesen haben werde.

Das Buch bekommt von mir 5 absolut verdiente Sterne. Ich würde mehr vergeben, wenn das möglich wäre. Ich bin mir sicher, dass dies eines meiner Jahres-Lese-Highlights sein wird und mehr als das, nämlich ein weiteres Lieblingsbuch. Ich wünsche ihm noch ganz viele Leser!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe wirklich seit langem nicht mehr so ein eindrucksvolles Buch gelesen.
Es war erster Weltkrieg in Berlin, und ich habe das Gefühl, ich war dabei.

Wenn man anfängt, dieses Buch zu lesen, denkt man an nichts Böses.
1989, die Ostberlinerin Alex wird im Begeisterungsstrudel wegen der Grenzöffnung zur BRD mitgerissen und stolpert über den Westberliner Oliver. Liebe auf den ersten Blick.
Ganz schlicht, aber eindringlich, erlebt man hier eine sehr schöne Liebesgeschichte in einer Zeit des Umbruchs in Deutschland. Ohne große Erklärungen erfährt man, wie es zu der Wende gekommen ist. Man erlebt sie einfach mit. Wer dabei war denkt: Ja, so war das damals...und wer nicht dabei war denkt: Ach, so hat sich das angefühlt.
Als Alex ihren neuen Liebsten ihrer Großmutter vorstellen will, erleidet sie einen Herzinfarkt. Was hat sie an Olivers Anblick so geschockt?

Das ist allerdings nur die Rahmenhandlung zu Paulas Geschichte, die man von 1912 bis 1933 miterlebt.
Sie beginnt, als Paula 16 Jahre alt war und erzählt vordergründig, wie sie erwachsen wird und sich unsterblich verliebt. Nebenher erfährt man hautnah, wie das Leben in Deutschland zu dieser Zeit war, wie die Bevölkerung im ersten Weltkrieg gelitten hat, wie sich das Parteiensystem durchgesetzt hat und wie die SPD entstanden ist.
Paula war auch bei einer Wende dabei, als nämlich 1918 der deutsche Kaiser abdankte und die Weimarer Republik ausgerufen wurde, kurz nach Ende des ersten Weltkriegs.
All das lernt man ohne große politische Erklärungen kennen. Man erfährt es ganz nebenbei durch das Schicksal von Paula und ihren Freunden, und dadurch ist es sehr nachvollziehbar und sehr beklemmend. Immerhin bahnt sich auch der zweite Weltkrieg an. Auch die einfühlsame und authentische Sprache trägt dazu bei, dass man sich in dieser Zeit sehr zu Hause fühlt.

Irgendwie ist Paulas Geschichte mit der von Alex verbunden. Man liest sie beide mit Spannung und rätselt: Wie passt das zusammen.
Und neben den offensichtlichen Berührungspunkten weisen die beiden Geschichten immer ganz dezente Parallelen auf. Bei einem Zeitwechsel beginnt das neue Kapitel mit dem letzten Satz vom vorherigen und wird eingeleitet mit einem Zitat aus einem Lied, entweder von Berthold Brecht oder Wolf Biermann. Das macht Spaß und ist beeindruckend.

Nach dem Lesen dieses Buches habe ich einen dicken Kloß im Hals und das Gefühl, ich habe ein wichtiges Stück deutsche Geschichte zum ersten Mal richtig verstanden. Ich war dabei und es war schön, aber auch sehr traurig. Man kann plötzlich verstehen, warum Großeltern, die zwei Kriege erlebt haben, nie wirklich etwas darüber erzählen wollten. So etwas kann man eigentlich gar nicht erzählen.
Charlotte Roth hat es an ihrer Stelle erzählt. Dankeschön!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. August 2014
Ein Buch, das schon länger auf meiner Wunschliste stand, ganz konnte es den Erwartungen nicht genügen....

Inhalt:

November 1989:
Eigentlich wäre Alexandra lieber zuhause geblieben, aber ihre Freundin hat sie mitgeschleift. Das ist immerhin der Beginn einer neuen Ära. Doch in den Massen hat Alexandra sie verloren, umdrehen geht nicht mehr. Sie wird nach Westberlin gedrängt, wo sie von Oliver aufgefangen wird. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch bevor sie ihre gemeinsame Zukunft beginnen können, müssen sie erst noch in der Vergangenheit aufräumen.

Berlin vor dem Ersten Weltkrieg:
Paula ist jung und kämpft mit ihren Freunden für die sozialistischen Gedanken, für eine neue und bessere Welt, in der Frauen dieselben Rechte haben wie Männer.
Clemens kommt aus reichem Haus und trotzdem tritt er mit ganzem Einsatz für die Arbeiter ein, riskiert alles. Mit seinen Reden kann er die Massen kontrollieren. Paula verliebt sich in ihn.
Sie träumen von einer besseren Welt, doch alles, was sie kriegen, sind Krieg, Leid und andere Turbolenzen.

Cover:
Ich mag das Cover sehr, es hat etwas Nostalgisches, Altes und Verträumtes, das mich sofort angesprochen hat.
Sehr schön finde ich auch die in der Innenseite angebrachten Bilder von Berlin 1915 und 1989.
Ein Cover zum Verlieben, finde ich.

Meine Meinung:
Also ich finde, die Kurzbeschreibung auf dem Buch wirkt, als würde man eine Geschichte lesen, die sich gleichwertig mit beiden Leben beschäftigt. Das ist allerdings nicht so. Es ist ja nicht unbedingt schlimm, aber dieses Buch, ist ganz eindeutig Paulas Buch, Alexandra würde ich nicht einmal als Protagonistin einstufen. Mehr kann ich dazu jetzt leider nicht sagen, ohne zu viel zu verraten.
Die Zeit, in der Paulas Geschichte spielt, ist eine schwierige Zeit, eine Zeit voller zerstörter Hoffnungen. Wenn man darüber schreiben will, muss das im Buch zu spüren sein. Die Gefühle müssen richtig vermittelt werden.
Das schafft die Autorin wirklich. Die Leben, der von ihr ausgewählten Charaktere sind sozusagen ein Spiegelbild der damaligen Zeit.
Ich bin wirklich tief im Inneren getroffen worden, so bewegend und mitnehmend ist das Schicksal der Einzelnen. Es schien so echt.
Und jetzt kommt mein großes Aber. Ich weiß, dass das eine Zeit voller Schicksalsschläge war, eine deprimierende Zeit. Das darf man im Buch ja auch merken, man muss sogar. Nur was ist mit ein paar Auflockerungen zwischendurch, etwas zum Schmunzeln, ein Hoffnungsschimmer, ausgehend von den Charakteren? Ich weiß, dass das funktioniert. Ich habe schon andere Bücher über diese oder ähnliche Zeiten gelesen.
Im letzten Drittel hat das Buch manchmal so sehr auf mein Gemüt gedrückt, dass ich richtig übellaunig wurde. Das muss dann meiner Meinung nach doch nicht sein.
Der kleine Funken Hoffnung, der am Ende des Buches glimmt, ist so klein, dass man fast nicht mehr an ein Hoffnungsfeuer zu glauben wagt.

Fazit:
Ein echtes und tief im Inneren bewegendes Buch, das mich allerdings zu sehr deprimiert hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2014
"Wenn dein Haus zusammenstürzt, hörst du es vorher in den Wänden knacken." So beginnt "Als wir unsterblich waren" und entführt uns mit diesen Worten nach Ostberlin im Jahr 1989. Wir begegnen Alex, die bei ihrer Großmutter Momi lebt, und deren Haus am 09. November 1989 zweimal einstürzt: Es ist der Tag des Mauerfalls, nach dem alles anders ist. Und dann begegnet Alex am Grenzübergang noch Oliver und verliebt sich Hals über Kopf.

Parallel reisen wir noch weiter in die Vergangenheit: Wieder in Berlin, doch diesmal im Jahr 2012, lernen wir am Wannsee Paula kennen. Hierbei handelt es sich um die Haupthandlung, die die Autorin geschickt in die Rahmenhandlung einflicht: Der Übergang fällt leicht, da der letzte Satz des Abschnittes zugleich in dem neuen Abschnitt einleitet. Der Abschnitt um Paula und ihre Lieben hat mich sehr berührt. Auch hier steht ein Umbruch bevor, doch stehen hier alle Zeichen auf Krieg. Und so begleiten wir Paula in turbulente Zeiten, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Wir erleben die Geburtsstunde der Sozialdemokratie und den ersten Weltkrieg, der alles verändert und auch um Paula herum Opfer fordert.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch von Charlotte Lyne, die sich unter dem Pseudonym Charlotte Roth auf ein neues Terrain begibt. Und ich wurde nicht enttäuscht: Auch hier hat mich die Sprachgewalt, mit der sie ihre Geschichten erzählt, auf Anhieb gefesselt. Die Charaktere sind wie gewohnt nicht eindimensional, sondern haben ihre Ecken und Kanten. Den einen oder anderen hätte ich gerne mal durchgeschüttelt. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet und haben mich sehr berührt, allen voran Kutte, Deborah und Joachim. Ich habe mit Paula und ihren Freunden und Familienmitgliedern mitgelitten, und so war es ein hochemotionales Leseerlebnis, das mich so schnell nicht loslassen wird. Das Knacken in den Wänden hallt nach.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2014
Die Studentin Alexandra Liebermann lebt mit ihrer Großmutter friedlich und ohne große Aufregungen in Ostberlin, als 1989 der Umsturz passiert, die Wende, die Mauer ist offen, die Menschen strömen vom Osten in den Westen und umgekehrt. Zwischen all den Menschenmassen trifft Alexandra die Liebe auf den ersten Blick in Person von Oliver, einem Westler, dem es genauso geht. Nur warum trifft dann Momi der Schlag, als die Oliver zum ersten Mal sieht?

Nach und nach erfährt der gebannte Leser die Geschichte Momis, die auch die Geschichte Alexandras ist. Momi, eine Frau, Ende des 19. Jahrhunderts geboren, hat zwei Weltkriege überlebt, hat Schicksalsschläge, Revolutionen, die große Liebe erlebt, ist für ihre Überzeugungen auf die Straße gegangen, hat die ersten Frauenhäuser gegründet und ist doch immer ihren Prinzipien und ihrem Stolz treu geblieben. Ihre Geschichte beginnt 1912, als sie dem Verführer und Sozialisten Clemens begegnet und sich bis über beide Ohren in ihn verliebt, obwohl sie nicht nur von einer Seite gewarnt wird.

Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin die Geschichte zweier – oder eigentlich dreier - Frauen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können. Paula Thomas ist idealistisch, treu und loyal, hingebungs- und temperamentvoll, genießt das Leben in vollen Zügen, geht für ihre Überzeugungen auf die Straße und gründet im Berlin nach dem Ersten Weltkrieg die ersten Frauenhäuser. Alex, auf der anderen Seite, ohne Eltern aufgewachsen, hinterfragt das System nicht, hat aber trotzdem unbestimmte Ängste und Sehnsüchte, ist kühl und zurückhaltend, eine Leseratte und ein Stubenhocker. Die Wende und überhaupt alles Neue macht ihr Angst, und die Zeit mit Oliver ist nur vorübergehend, ihre Vernunft siegt letztendlich. Für Alex setzt nicht nur die politische, sondern vor allem die persönlich Wende ein, mit dem Treffen Olivers mit Momi werden die alten Zeiten heraufbeschworen, und dem Leser wird spätestens jetzt klar, wie die beiden Erzählstränge zusammenhängen und wie die beiden Frauen aus den augenscheinlich so unterschiedlichen Zeiten miteinander verbunden sind. Aber auch die Dritte im Bunde, die vermeintliche Gegenspielerin Momis, ist immer präsent, und auch hier erkennt der Leser nach geraumer Zeit, wer die Person in alter und in neuer Zeit ist und wie sie das Leben damals und 1989 beeinflusst. Als die drei Frauen und Oliver am Ende zusammentreffen ist das der Höhe- und gleichzeitig der Schlusspunkt des Romans.

Selten hat mich ein Buch so gefesselt, dass alles andere Nebensache wird. Nicht nur dass man auf wundersame Weise, beinahe nebenher, Zeuge der deutschen Geschichte wird, nein man ist sozusagen live dabei, wie Geschichte geschrieben wird. Die Charaktere sind dermaßen real, dass man glaubt sie zu kennen und mit ihnen zu leben. Nicht nur die Hauptfiguren wie der charismatische Arbeiterführer Clemens oder natürlich Paula ziehen einen in den Bann, man ist mindestens ebenso beeindruckt von den sogenannten Nebenfiguren wie ihrem Bruder Manfred, der zusammen mit Paula im Kampf für die Arbeiter, bessere Verhältnisse für die Armen, die Frauen und allgemein für die Bevölkerung ihr letztes Hemd geben. Diese sogenannten „Nebencharaktere“ (gibt es eigentlich nicht) fesseln und sind vielschichtig und hervorragend herausgearbeitet. Paula und Manfreds Vater ist ein ebenso sympathischer und durch und durch menschlicher Charakter mit all seinen Fehlern wie Harry oder die dicke Frieda, Kutte, Deborah und alle anderen. Und selbst die Bösen sind nicht durch und durch böse, und die Traumata der Kindheit oder des Weltkriegs lassen alles Durchtriebene verständlich erscheinen und teilweise auch verzeihlich. Auch die „Überfigur“ Clemens zeigt immer mehr Schwächen auf und erweist sich letztendlich als feige und dem Leben nicht gewachsen. Da offenbaren die Frauen der Geschichte doch den weitaus handfesteren, pragmatischeren und stärkeren Charakter und erweisen sich schließlich als die Überlebenswilligeren.

Die Erzählebene um Paula und ihre Freunde nimmt denn auch den größten Raum ein, es wird immer schön deutlich gemacht, von welcher Ebene aus gerade erzählt wird (Paula oder Alexandra) und zu welcher Zeit es spielt. Sehr gelungen finde ich vor allem die jeweilige Übername der letzten Passage des einen Kapitels in das nächste, so wird immer eine Brücke geschlagen von der alten Zeit nach 1989 und der Leser hat sofort die Verbindung. So dauert es denn auch nicht lange herauszufinden, wie die beiden Ebenen zusammenhängen und wie Paula und Alex miteinander verbunden sind. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar mit wichtigen Begriffen aus der damaligen Zeit, aus Politik, Kriegswesen oder anderem, was in der Zeit wichtig ist, und meines Erachtens schadet es nicht, dies zu Anfang zu lesen. So ist man dann gleich beim Lesen der Passage voll im Bilde.

Aber es ist schließlich auch kein Krimi, der große detektivische Denkleistung fordert, sondern ein großartiger Roman über zwei Frauen und ihre Liebe, zu einem Mann, zu ihren Überzeugungen und vor allem zueinander, und ein intensives Zeitzeugnis, wie Menschen wirklich gelebt haben zu einer Zeit, in der es oftmals ums nackte Überleben einfach nur bis zum nächsten Tag ging. Und nicht zuletzt auch um Verzeihen und Vergebung ganz am Ende im Angesicht des Todes.

Fazit: Toller Roman der Berliner Autorin, dem man anmerkt, dass hier sehr viel Herzblut hineingesteckt wurde. Sehr gelungen und unglaublich fesselnd. Nicht nur ein Stück Zeitgeschichte, sondern eine zu Herzen gehende Geschichte über Menschen und ihr Leben, von denen man wirklich das Gefühl hat, sie haben all dies wirklich erlebt und man hat mit ihnen gefühlt. Für durchweg alle zum Lesen dringend empfohlen, aber vor allem für jene, die etwas über ein kleines Stück jüngerer deutscher Geschichte erfahren wollen, ohne trockene Geschichtsbücher wälzen zu müssen. Und für solche, die wissen wollen, was wahres Herzblut und Einstehen für seine Überzeugung ausmacht. Tolle Autorin, tolles Buch!!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich höre gerüchtehalber wie die Spatzen zwei angebliche Tatsachen aus der Buchbranche von den Dächern pfeifen. Einerseits sollen Historische Romane sich in einem argen Tief befinden, zu allen wichtigen und unwichtigen zeithistorischen Personen und zu allen grossen und kleinen Schlachten vergangener Zeiten gibt es unzählige dramatische Liebesgeschichten, aber andererseits fallen mir die vielen Neuerscheinungen die sich mit und rund um den 1. Weltkrieg befassen auf. Sind die Bücher deren Handlung sich vor fast genau einhundert Jahren abgespielt hat, Sachbücher mal ausgenommen, etwa keine Historischen Romane? Ich finde schon ... nur gilt es die raren Perlen in der Flut der aktuellen Publikationen ausfindig zu machen und zu lesen.

Die Autorin Charlotte Roth sagt mir auf den ersten Blicks nichts und ist mir gänzlich unbekannt, auf den zweiten Blick entdecke ich eine geschätzte Schriftstellerin die sich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Für mich eine klare Sache, ich muss das Buch haben und es lesen. Kurzbeschreibung und Cover zielen auf die weibliche Leserschaft ab aber jegliche Befürchtungen in diese Richtung wurden rasch zerstreut, auch männliche Leser dürfen bedenkenlos zu diesem Buch greifen. Es beginnt mit der kleinen Nebengeschichte im Jahre 1989 just in den Tagen des Mauerfalls und der Wende. Alexandra aus der Ex-DDR begegnet der Liebe auf den ersten Blick in Gestalt des Westlers Oliver. Als sie die stürmische Liebe ihrer Grossmutter vorstellt, erleidet diese einen Herzinfarkt. Sie erkennt in Oliver einen Geist der Vergangenheit ...

Dann setzt der dominierende Handlungsstrang beginnend im Jahre 1912 ein. Schnell erobern die jungen Berliner Paula und ihren Bruder Manfred, ihre Freunde Clemens, Harry und Joachim die Gunst der Leser/-innen und ziehen einem in eine spannende Zeit voller politischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Was die Leserschaft weiss, aber die Figuren noch nicht, ist das der 1. Weltkrieg unmittelbar bevorsteht. Die sorglosen Tage am Wannsee werden bald von den Wirren des Krieges abgelöst und verlangen den Protagonisten einiges ab. Sie entwickeln sich und werden eigenständiger, schreiben Artikel in Zeitungen, ziehen in den Krieg und kümmern sich um die verarmte Arbeiterschaft. Sie erleben das Ende des Krieges, die Anfänge der Weimarer Republik und die beginnende Macht der Nazis bis sich der Bogen wieder im Jahre 1989 schliesst.

Es ist eine fesselnde Geschichte die uns Charlotte Roth erzählt. Die Figuren müssen sich in einer rasant verändernden Welt behände zurechtfinden. Sie reifen und nehmen entschlossen den Platz ein den das Leben für sie bereithält. Das die Autorin die Politik nicht ausspart und die Rolle der Sozialdemokratie und ihrer Bewegung in diesen Roman mit einbringt hat mir als politisch interessierter Leser besonders gut gefallen. Quasi lebendiger Geschichtsunterricht in Romanform. Ein kleines Wagnis vielleicht aber eines das sich gelohnt hat. Wer die Schriftstellerin von anderen Büchern her kennt, dem kann ich mitteilen, dass dieser Roman vom erzählerischen/sprachlichen Stil her zum Lesen das bisher "leichtfüssigste" Werk ist. Wohlgemerkt, das bezieht aber rein auf den Schreibstil und nicht auf den Inhalt den der ist wie gewohnt Erstklassig.

Ich kann beim besten Willen nichts anmerken was mir nicht gefallen hat. Zu kritisieren habe ich null, nix, nada, niente, ich steh diesbezüglich mit leeren Händen da und auch deshalb die Wertung von fünf Amazon Sternen. Dieses Werk wird es ziemlich sicher nicht in den Kanon der Weltliteratur schaffen, aber es ist ein lesenswerter Historischer Roman mit Anspruch und gute Unterhaltungsliteratur.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. November 2014
Ein schönes melodisches Buchcover. Obwohl melodisch rein gar nichts mit einem Buch zu tun hat. Es kommt einem nur so vor. Auch der innere Buchdeckel, ein schönes Foto von Berlin aus dem Jahr 1915.Der äußere BuchBuchdeckel, Berlin 1989. Spätestens jetzt merkt der Leser, schon den Zeitenwechsel. In diesem Buch, beginnt eine dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird. Paula und Clemes haben sich bei der Arbeiterbewegung und dem Aufstieg der Sozialdemokraten kennengelernt. Sie haben viel erlebt, Frauenbewegungen und ein schrecklicher Krieg, haben sie verändert. Auch in dieser Geschichte geht es um Berlin. November 1989- Willkommen in Westberlin, dröhnt es aus einem Lautsprecher. Die junge Ostberliner Studentin Alexandra wird von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt. Hier fängt die Geschichte an. Liebe auf den ersten Blick. Auffallend sind die verschiedenen Zeitebenen, in der die Autorin Charlotte Roth die Geschichten aufleben lässt.. Vergangenheit und die frühen Erlebnisse fügen sich schnell zusammen. Das Buch ist im Knaur Verlag München erschienen, und in der der Rahmenhandlung findet der Leser schnelle Zusammenhänge, denn Alexandra ist die Enkelin von Paula. Was sie erlebt, ist eine wunderbare Zeit. Wie schon erwähnt, ein Zeitenwechsel, ist jetzt hier ein Wechselbad der Gefühle. Eine Erinnerung an den Sommer 1989. Eine schöne lesbare dramatische Geschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2015
Charlotte Roth ist das Pseudonym der bekannten Autorin Charlotte Lyne. Bis jetzt habe ich von der Autorin bereits drei historische Romane gelesen, die allerdings größtenteils im Mittelalter spielten. Jetzt erzählt sie in ihren Buch "Als wir unsterblich waren" ein Stück deutsche Geschichte des 20.ten Jahrhunderts. Nein, eigentlich sind es ja sogar zwei, denn der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die aber direkt miteinander zusammenhängen durch die Hauptperson Paula.
Das Buch beginnt zu der Zeit, als die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland endlich fiel, 1989. Alex, eine junge Ostdeutsche, erlebt die Öffnung der Grenze hautnah mit und lernt dort im Taumel der Gefühle den Westdeutschen Oliver kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als sie ihn jedoch zu ihrer Großmutter mitbringt, erkennt diese ein Gesicht aus der Vergangenheit in ihm und erleidet einen Herzinfarkt. Alex und Oliver begeben sich auf die Suche nach der Vergangenheit von "Momi". Aber erst als es dieser langsam besser geht, kann sie erzählen, was vor langer Zeit passiert ist.
Den größten Teil der Erzählung nimmt die Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg ein. Hier lernen wir Momi aus junges Mädchen Paula kennen, die scheinbar hoffnungslos in Clemens verliebt ist, einen Jungsozialisten aus reichem Hause. Dieser ist ein Getriebener zwischen der Welt von Geldadel und einfachen Arbeitern, der seine politische Gesinnung dazu nutzten will die Welt zu verbessern und anders zu sein als sein ignoranter Vater und seine psychisch labile Mutter. Irgendwann kommt es dazu, dass auch er Paula seine Liebe gesteht. Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn der erste Weltkrieg reisst die beiden auseinander.

Es handelt sich bei Charlotte Roth`s Erstling freilich nicht um einen reinen Liebesroman. Besonders in diesem Werk möchte die Autorin mit ihrem Text neben der Unterhaltung durchaus Wichtiges und Profundes über den Menschen und die Deutsche Geschichte mitteilen. Man erfährt so einiges über die politischen Entwicklungen, was man so vielleicht noch nicht gewusst hat. Tatsächliche Personen geben sich mit solchen die Hand, die zwar von Charlotte erfunden sind aber so gut wie immer reale Menschen als Vorbilder haben. Man merkt der Geschichte die Authenzität durchaus an.
Gut finde ich, dass dieses Buch nicht unter Historisch eingeordnet ist, sondern unter Literatur. Denn eine solche es es durch den anspruchsvollen Schreibstil sicherlich. Ich habe mich manchmal etwas schwer getan mit den Personen und wie sie agieren und sprechen. Außerdem waren die Nebenpersonen mir näher als die Hauptpersonen, deren Gefühle mir teilweise etwas zu dramatisch rüber kamen. Dies mag aber auch der damaligen dramatischen Umstände gewesen sein. Zwischen Krieg und Tod ist die Liebe wahrscheinlich auch eine dramatischere.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall allen, die etwas über die damalige Zeit erfahren wollen und Spaß an ein bisschen Literatur in Romanform haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 14. Juli 2015
Charlotte Roth schreibt hier unter Pseudonym , denn eigentlich ist es Charlotte Lynne , die hier einen mehr als eindrucksvollen Roman einer geschichtlichen Epoche schreibt, der für uns Deutsche entscheidende Bedeutung für die Zukunft hatte.
Gut recherchiert ,führt sie den Leser in die Zeit zwischen dem Kaiserreich und der Weimarer Republik, in der die SPD , vor allem in Berlin, wo dieser Roman spielt, Höhen und Tiefen erleben musste.

Auf zwei Zeitebenen wird dieses Buch erzählt, angefangen mit dem Fall der Mauer 1989, die ein junges ostdeutsches Mädchen namens Alex miterlebt und dabei eine Bekanntschaft macht, die ihr weiteres Leben stark beeinflusst. Alex lebt nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Großmutter Momi, der sie eines Tages Oliver vorstellt, den Mann , den sie am Tag der Grenzöffnung kennen,- und lieben gelernt hat. Doch die Reaktion ihrer Großmutter ist mehr als unerwartet.
Der zweite Zeitstrang führt den Leser in das Berlin, Anfang des 20. Jahrhunderts, in der Momi, eine junge Frau namens Paula ist und zusammen mit ihrem Bruder und ihrer großen Liebe Clemens, für eine gerechtere Welt und für eine bessere Situation der Frauen in Berlin kämpft.

Charlotte Roth, bzw Charlotte Lynne macht es dem Leser leicht, in die Geschichte einzusteigen und bis zur letzten der fast 600 Seiten gefesselt zu sein. Durch die gut recherchierten Schilderungen und politischen Verhältnisse dieser Zeit, zieht sie den Leser in ihren Mann und lässt historische Figuren wie August Bebel, Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht wieder auferstehen. Aber gerade die fiktiven Personen ihrer Geschichte fesseln. Paula, Clemens, Manfred , Harry und viele in diesem Roman mitspielende Figuren nehmen einen auf eine Zeitreise mit , die mehr als spannend, niemals langweilig und vor allem sehr interessant ist. Auch die im Jahr 1989 spielende Geschichte, die von Alexandra, ihrer Großmutter und Oliver erzählt ist gut zu lesen. Doch der eigentliche Erzählkern findet im letzten Jahrhundert statt und ist für zeitgeschichtlich interessierte Leser ein absoluter Leckerbissen. Neben den politischen Ereignissen hat das Leben der Berliner Bevölkerung, die Geschehnisse an der Front des 1. Weltkriegs , aber auch die Liebe einen Platz in dieser Geschichte.

Man fragt sich nach dem Lesen dieses Buches, wie manche Familien ihre Erlebnisse verarbeiten konnten und inwiefern sie Einfluss auf spätere Generationen nahmen.

Fesselnd, anders kann man dieses Buch nicht beschreiben, das für mich einen besonderen Platz in meinem Bücherregal bekommt. Denn solche Bücher sind Leseperlen, die man leider viel zu selten findet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 22. August 2014
Inhalt:
Charlotte Roth erzählt in 'Als wir sterblich waren' zum einen die Geschichte der 23-jährigen Alex, die in der DDR aufwächst, den Fall der Mauer hautnah miterlebt und im Freudentaumel der Grenzöffnung auf den West-Berliner Oliver trifft, in den sie sich sofort verliebt. Zum anderen berichtet sie von der fast 16-jährigen Paula, die im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts aufwächst und die unsterblich in den Studentenführer Clemens verliebt ist.

Der Leser begleitet Paula über fast 20 Jahre hinweg und liest von ihrem Kampf für Frauen- und Arbeiterrechte, von ihrer großen Liebe zu Clemens und über die Geschichte vor und während des Ersten Weltkrieges und zwischen den beiden Kriegen. Durch die Geschichte um Alex erhält man Einblicke in die politische Situation zur Zeit des Mauerfalls.

Mein Eindruck:
Ich bin selbst in der DDR aufgewachsen und interessiere mich zudem sehr für die Geschichte der beiden Weltkriege. Dass dieses Buch alle diese Themen miteinander vereinigt, hat sicherlich sehr dazu beigetragen, dass mir der Roman so gut gefallen hat. Aber auch die Liebe zwischen Paula und Clemens hat mich sehr gefesselt und berührt.

Obwohl ich mich erst ein wenig in den Roman einlesen musste, nicht sofort mitgerissen wurde und mir der Roman sprachlich und stilistisch nicht durchgehend gefallen hat, ist mein Gesamteindruck ein positiver, denn der Roman hat die Geschichte von Paula und Clemens so lebendig erzählt, dass man fast das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Auch die Schilderungen zur politischen Situation und zum Alltagsleben fand ich sehr gelungen und sehr spannend.

Am Ende war mir die Geschichte ein bisschen zu arg konstruiert, hing zu sehr von Zufällen ab und wirkte auf mich schließlich sehr überzogen. Dennoch hat mir der Roman schöne Lesestunden beschert, weswegen ich ihn empfehlen möchte.

Mein Resümee:
Eine unterhaltsame und spannende Geschichte für alle, die sich für den Ersten Weltkrieg, den erstarkenden Nationalsozialismus und den Fall der Berliner Mauer interessieren, und für diejenigen, die sich gerne von einer schönen Liebesgeschichte berühren lassen.
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