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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Actionreiche Fantasy mit Tiefgang
Die fliegende Stadt Rashija beherrscht das Land von oben. Adeen ist ein Schreiber, zuständig für das Kopieren von magischen Formeln - aber selbst ist er ein Nichts, denn er ist nicht nur kein Magier, sondern auch noch ein verachteter Mischling mit schwarzer Haut und hellen Augen, eine sogenannte "Krähe". Magie hält nicht nur die Stadt in der Luft,...
Vor 11 Monaten von Latsi veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Debütroman mit ausbaufähigem Potenzial
Inhalt:
Der junge Adeen ist als ungesetzlicher Mischling nur aufgrund seiner Fähigkeiten als Schreiber geduldet. Seine Arbeit besteht darin, magische Schriftzeichen auf Papierrollen zu kopieren. Mithilfe dieser Schriftrollen ist es nichtmagischen Menschen möglich, die implizierte Magie anzuwenden. Adeens Heimat ist die fliegende Stadt Rashija, die von einem...
Vor 10 Monaten von Marie C. veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Actionreiche Fantasy mit Tiefgang, 20. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
Die fliegende Stadt Rashija beherrscht das Land von oben. Adeen ist ein Schreiber, zuständig für das Kopieren von magischen Formeln - aber selbst ist er ein Nichts, denn er ist nicht nur kein Magier, sondern auch noch ein verachteter Mischling mit schwarzer Haut und hellen Augen, eine sogenannte "Krähe". Magie hält nicht nur die Stadt in der Luft, sondern auch das auf Unterdrückung von Nichtmagiern aufgebaute Regime des Herrschers am Laufen. Auch freie Kunst ist verboten - und Adeens innerer Drang zu malen bringt ihn letztlich mitten hinein in eine Gruppe Rebellen, die bei der bevorstehenden Landung fliehen wollen. Aber am Ende ist es nicht nur eine Flucht, sondern ein Kampf um die Freiheit, der bald ausbricht - die Freiheit der Einzelnen, die Freiheit der Rebellen und die Freiheit der Länder unter dem Schatten Rashijas. Und dann ist da der Aschevogel, der immer öfter vor Adeens innerem Auge erscheint ...

Ich habe oben versucht, den Plot etwas ausfühlicher und etwas richtiger zusammenzufassen als auf dem Klappentext, der, wie ich finde, irgendwie fast etwas irreführend ist. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Handlung ist sehr vielschichtig, und es passiert derart viel, dass es schwer ist, das Wichtigste herauszufiltern, ohne dabei zu spoilern.
Als ich bei einer Rezension las, es passiere nichts und es fehle etwas an Spannung, habe ich mir etwas die Äuglein reiben müssen vor Staunen. Für mich ratschte es sogar haarscharf an zu viel Action und zu wenig "Zwischendrin" vorbei - aber im Gegensatz zu manchen anderen Romanen dieser Art gibt es hier auch Tiefgang, und das nicht zu knapp. Es geht in gewisser Weise um Rassismus, um die Freiheit der Kunst und des Geistes, um die Frage, wie weit man im Kampf um diese Freiheit gehen darf, um Selbstannahme und Opferbereitschaft, und auch um eine ungewöhnliche, schwierige Liebe.

Adeen ist ein guter und liebenswerter Protagonist, der eine Charakterentwicklung durchmacht, aber auch am Ende nicht der große Held ist und alle rettet. Er kämpft mit Angst und Unsicherheit und lernt erst langsam, seinen Wert zu erkennen.

Die Welt, die die Autorin im Buch vorstellt, ist zwar nicht völlig fremdartig, aber doch ungewöhnlich in vielen Aspekten. Zwar schleudern Magier Feuerbälle und es handelt sich um Elementarmagie, wie sie (so weit ich das weiß, bin in der Szene ja nicht wirklich drin) auch in so gut wie jedem Rollenspiel vorkommt, aber die Magie ist in sich stimmig erklärt und hat ihre eigenen Regeln und Beschränkungen. Und sie ist zwar wichtig - aber letztlich geht es ja doch viel mehr um die gesellschaftlichen Unterschiede, die mit dieser Fähigkeit einhergehen.

Kritik habe ich allerdings auch - vieles ging mir, wie oben schon angedeutet, etwas zu schnell. Die Action folgt teilweise Schlag auf Schlag, und die Liebesgeschichte habe ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehen können. Adeen sieht "sie", findet sie faszinierend, dann wechseln sie eine Handvoll von ihrer Seite aus nicht mal freundliche, sondern eher herablassend-sachliche Sätze, und schon ist er verliebt. Das fand ich etwas merkwürdig.
Da aber auch hier nicht der Hauptfokus des Romans liegt, sondern die Liebesgeschichte mehr nebenbei erzählt wird, war das für mich kein wirkliches Problem. Und als Figur habe ich über Adeens große Liebe genauso gern gelesen wie über die anderen Nebenfiguren (vor allem Yoluan und Nemiz), die alle ihre Ecken und Kanten haben und dadurch sehr lebendig werden.

Gefallen hat mir auch die Art, wie der Krieg dargestellt wurde - nicht die edle Schlacht der Guten gegen die Bösen, es gibt kein Schwarz oder Weiß in diesem Roman, auch wenn man natürlich die Sache der Rebellen unterstützenswerter findet. Aber auch die Rebellen sind nicht nur gut, und manchmal werden im Laufe dieses Krieges ganz schnell die Guten zu Bösen und die Bösen zu Guten.
Irgendwo zwischen der Mitte und den letzten Kapiteln war ich dann allerdings eine Zeitlang etwas ermüdet von all dem Kampf und der eher düsteren Stimmung und hätte mir dringend etwas Positiveres herbeigewünscht, eine Kleinigkeit wenigstens - aber dann kam das Ende, und ich war total hin und weg.
Bis dahin hätte ich das Buch unter "gut, aber nicht überragend" eingeordnet, aber dieser Schluss, und ganz besonders die eine Szene, die ich hier wegen heftigem Spoiler-Alarm natürlich nicht näher beschreiben kann, hat mich richtiggehend weggerissen. Die Beschreibung der Magie und besonders Adeens "Begegnungen" mit dem Aschevogel waren einfach phantastisch und wiederum ungewöhnlich, und sprachlich wunderschön noch dazu.

Sehr schön fand ich auch den immer wiederkehrenden Bezug zu Kunst und Farben, auch, wie sich das später in die Magie hineinfügt, hat mich begeistert.

Fazit also: Wer mal wieder einen stilistisch schönen High-Fantasy-Roman mit viel Magie, aber eben auch spannenden Charakteren lesen will, nichts gegen Action (die aber nie sinnlos passiert) und einiges an Blut und Verletzungen hat und dabei eine Handlung bevorzugt, die nicht der hundertste Aufguss von Unwilliger-Held-rettet-nach-Prophezeihung-die-Welt und einigermaßen unvorhersehbar ist (für mich war sie das jedenfalls), der sollte sich diesen Roman dringend mal näher anschauen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy, die weiterdenkt!, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
>> Ach, es ist sehr viel mehr nötig, um die Wahrheit zu finden, als bloß Lügen zu durchschauen, mein törichter junger Freund“, sagte Schwärmer freundlich. „Das gilt auch für die Helden unter uns. Dir wird nie langweilig werden, wenn du nach der Wahrheit fragst, das verspreche ich dir.“ <<
(aus "Flügel aus Asche" von K. Evert)

INHALT: Rashija, die fliegende Stadt, wird mit harter Hand von ihrem Herrscher regiert. Unter den Bewohnern herrscht eine klare Rangordnung und strikte Regeln. Der junge Adeen gehört der untersten Gesellschaftsschicht an, da er aus einer illegitimen Verbindung stammt. Er arbeitet als Schreiber in der Magierakademie und ist der Willkür seiner Vorgesetzten ausgeliefert.
Einziger Halt ist sein Freund Rasmi sowie dessen Kunst. Denn obwohl das Malen von Bildern in Rashija strengstens untersagt ist, gibt es eine Gruppe von Menschen, die sich diesem Gesetz widersetzen. Und auch Adeen spürt in sich den Drang, Bilder, die in seinem Kopf Gestalt annehmen, darzustellen. Schwarze Flügel drängen sich in sein Bewusstsein. Und dann überschlagen sich die Ereignisse, und eine Rebellion beginnt …

GEDANKEN: Ich bin mit Interesse, aber gar nicht so hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, weil ich anfangs nicht so richtig einschätzen konnte, welche Art von Fantasy ich mit „Flügel aus Asche“ in den Händen halte. Denn spätestens seit „Harry Potter“ und der Bis(s)-Reihe ist dieser Genrebegriff ja mehr als dehnbar, Fantasy ≠ Fantasy. Doch mein Misstrauen wäre hier gar nicht nötig gewesen, denn dieses Buch ist mit Fug und Recht „Fantasy“!

Kaja Evert hat eine tolle Welt geschaffen, die einfach funktioniert, ohne jedes Detail erklären zu müssen. Der Fokus ist stark auf die aktuellen Ereignisse und Charaktere gelegt, nicht auf das „Drumherum“. Manche Fragen zur Entstehung und Funktionsweise der Fantasywelt bleiben dadurch unbeantwortet, nichtsdestotrotz ist sie eine sehr lebendige, und ich persönlich finde es gar spannend, dass ich als Leser von Anfang bis Ende gefühlt auf dem Wissenstand der Protagonisten bleibe und eben nicht von einem allwissenden Erzähler geführt werde und alles erklärt wird. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, ihre Geschichte lässt Bilder entstehen, die Welt entwickelt sich nach und nach, gemeinsam mit Adeen bewegt man sich über die Grenzen Rashijas hinaus, erhält Stück für Stück Wissen und neue Erkenntnisse.

Die Charaktere und ihre Entwicklungen gefallen mir gut. Es gibt hier nicht den strahlenden Helden, jeder muss sich beweisen, schlägt seinen Weg ein, muss Rückschläge einstecken, Vertrauen lernen oder sich selbst etwas eingestehen. Die Unsicherheit, die mich bei manchen Charakteren zweifeln lies, ob sie nun „Gutes“ oder „Böses“ wollen, hat Spannung erzeugt. Nur ein Charakter war mir fast schon ein wenig zu subtil der bösen Seite zugeordnet, aber darüber will ich mich als langjähriger HighFantasy-Leser gar nicht beschweren. ;-)

Die beiden Hauptcharaktere Adeen und Talanna sind sympathisch und interessant. Adeen, der sein Leben lang nur kuschte, lernt, dass auch anderes möglich ist, und Talannas innere Zerrissenheit führt zu mancher brenzligen Szene, in der ich um sie bangte.

Auch einige der Nebencharakter finde ich richtig gut. Da ist es schade, dass sie nicht mehr Platz in der Geschichte erhalten haben, aber das hätte sicher das Konzept gesprengt. Denn wie anfangs schon geschrieben, wird vor allem die Geschichte vorangetrieben, ohne Umschweife, ohne lange Erklärungen, ohne Nebenhandlungsstrang. Das ist keinesfalls negativ, im Gegenteil schafft die Autorin damit ein Tempo, das mich als Leser konsequent bei der Stange hielt und das auch teilweise etwas lang ausgefallene Konversationen (die an sich aber sehr gut und wichtig sind) nicht ausbremsen konnten. Zahlreiche Kämpfe, aber auch zwischenmenschliche Konflikte und ruhige, nachdenkliche Moment wechseln sich stetig ab.

Geschichte und Charaktere sind also meiner Meinung nach sehr gut gemacht, besonders herausragend wird das Buch allerdings noch durch ein „Weiterdenken“, das in vielen Fantasybüchern so nicht passiert, sich in diesem Buch aber stark hervortut. Beispielsweise werden hier die Bewohner Rashijas nicht einfach satt, sondern Anbauschwierigkeiten und Bodenausbeutung werden erwähnt, und hier wird nicht einfach eine Schlacht gewonnen und dann ist alles gut, sondern es werden Gedanken aufgeworfen, wie es dann weitergeht und wie Sieger und Besiegte miteinander umgehen. Und auch die Auflösung rund um den Herrscher Rashijas (auf die ich inhaltlich nicht näher eingehen will, weil ich dann spoilern würde) hat mich überrascht und absurdes menschliches Handeln aufgedeckt, das es so ähnlich sicher auch bei uns gibt. Durch solche Aspekte, die ich sehr gut in die Geschichte eingebunden finde, erhält das Buch einen sehr starken, direkten Realitätsbezug und bringt Gedankenanstöße mit sich, was ich sehr begrüße.

FAZIT: Ein Fantasydebüt, das mich absolut positiv überrascht hat. Tolle Unterhaltung, gut umgesetzt und mit – auch in der Realität wichtigen – Gedanken durchsetzt.
Sehr gerne möchte ich mehr von Kaja Evert lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich gute High Fantasy!, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
High Fantasy ist eine Genrebezeichnung, mit der aufgrund des enormen Erfolgs von Werken wie Der Herr der Ringe heute leider geradezu inflationär um sich geworfen wird. Jeder, der sich berufen fühlt, eine Geschichte über Zauberer und Elfen zu schreiben, ist plötzlich der neue Tolkien. Aufgrund dieser Erfahrungen bin ich mit dieser Art von Büchern in den letzten Jahren vorsichtig geworden, doch mit Kaja Everts Flügel aus Asche ist ein Roman in den Buchläden gelandet, der die Bezeichnung High Fantasy mehr als verdient hat. Eine neue Idee trifft auf große Liebe fürs Detail, einen flüssigen, aber nicht flapsigen Schreibstil und ein großes Talent, Atmosphäre zu schaffen. Die Charaktere sind ausnahmslos liebevoll und ausführlich gezeichnet, bleiben stets nachvollziehbar und – jeder auf seine Art – sympathisch.
Adeen ist kein heroischer Weltretter, der aus der Gosse aufsteigt und plötzlich alles kann. Stattdessen sind seine Gedanken stets von Selbstzweifeln und Angst begleitet, besonders bezüglich der dunklen Macht, die in seinem Inneren zu leben scheint. Er lernt nur langsam, sie unter Kontrolle zu bringen, und fürchtet sich teilweise vor sich selbst. Seine Skrupel, selbst in Kämpfen um Leben und Tod, einen wehrlosen Gegner zu töten, machen ihn zu einem vielleicht naiven, aber rundum positiven und lebensbejahenden Charakter.
Dezent eingeflochten ist eine Romanze, die zwar stets präsent bleibt, aber nur selten in den Vordergrund rückt, was die Handlung im Ganzen umso ernster und gravierender macht, immerhin befindet man sich über weite Teile der Geschichte in Rebellion oder Krieg. Die Wirren und das Chaos dieses Zustandes kann Evert ohne rosa Brille darstellen: Jeder kämpft um sein Leben, seine Ideale, seine Freiheit. Es gibt nur eine oberflächliche Einteilung in Gut und Böse, denn Krieg ist keine saubere Heldengeschichte – er ist kalt, grausam und erbarmungslos. Dem jahrelang unterdrückten Bodenbewohner ist egal, dass der kleine Junge aus der fliegenden Stadt ihm nichts getan hat, so wie den Himmelsmagiern über Generationen hinweg die eigene Überlegenheit und Herrschaftsgewalt über die Erdgeborenen eingeimpft wurde. Wer ist also aufgrund seiner Überzeugung nun der Böse? Adeen erkennt – womöglich als einziger – genau dieses Dilemma, und steht ihm doch hilflos gegenüber.
Flügel aus Asche besticht schon auf den ersten Seiten durch die Schilderung der Stadt Rashija, die sich ihren Weg durch den Himmel bahnt. Wie zauberhaft klingt diese Idee, was für ein uralter Traum der Menschheit, die Gravitation zu überwinden und sich in die Wolken zu erheben. Der Kontrast zu Adeens Welt könnte kaum größer sein, der sich als ein Gefangener der Stadt und ihrer Gesellschaft nichts Schöneres vorstellen kann, als den Boden unter ihm. Dass dieser Wunsch der Macht in seinem Unterbewusstsein die Gestalt eines Vogels gibt, ist naheliegend.
Malerei und Farbsymbolik sind präsente Motive des Romans, sowohl ihre Abwesenheit in der Stadt als auch ihre umso größere Präsenz in Adeens Träumen. Evert versteht es ausgezeichnet, Stimmungen und Atmosphäre in Farben zu kleiden und dem Leser so auf einer ganz anderen Ebene näher zu bringen. Am Boden beinhaltet auch der Herbst und beginnende Winter eine ganz eigene Symbolik von Vergänglichkeit, Schwäche, Trauer, gleichzeitig aber die Vorbereitung auf eine Rückkehr des Frühlings, wenn man die dunkle Zeit erst überstanden hat.
Flügel aus Asche steigt schnell in eine aufregende Geschichte ein und spart sich eine langatmige Einführung des Lesers in eine neue Fantasy-Welt. Stattdessen wird er mitgerissen und ich war überrascht, wie schnell Evert in der Handlung voranschreiten kann, ohne dabei den Blick für Details zu verlieren. Auf rasanten 444 Seiten führt sie durch Rebellion, Flucht, Krieg und die Wirren der Nachkriegszeit – und das reicht vollkommen aus. Sie beweist eindrucksvoll, dass ein epischer High-Fantasy-Roman vollkommen ohne Elben und Zwerge auskommt und keine 1000 Seiten braucht.
Ein absolutes Muss für Genre-Fans und ein Talent, an dem so mancher Autor sich ein Scheibchen abschneiden könnte. Hoffentlich werden wir noch einiges von Kaja Evert zu lesen bekommen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender und temporeicher Kampf um Freiheit, 11. Februar 2014
Von 
Hanna91 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
Adeen ist ein Schreiber an der Akademie von Rashija, der fliegenden Stadt. Als verbotenes Kind einer magiebegabten Draquerin und eines gewöhnlichen „Erdkriechers“ wird er von den Magiern verachtet und schikaniert. Durch seinen Ziehvater Rasmi kommt er eines Tages mit Rebellen in Kontakt, welche vom Herrscher verbotene Kunst retten wollen. Adeen lässt sich für die Mission begeistern. Doch das langfristige Ziel der Gruppe ist ein viel gewagteres: Sie wollen auf den Boden fliehen. Kann dieser Plan gelingen? Bald muss Adeen erkennen, dass in ihm mehr Begabungen stecken als die eines Schreibers…

Nachdem ich in letzter Zeit zwar gute, aber doch recht langatmige High Fantasy gelesen habe, war ich gespannt, ob mich dieser in sich abgeschlossene Einzelband überzeugen kann. Ich bin ein Freund temporeicher Geschichten und wurde diesbezüglich nicht enttäuscht. Schon nach wenigen Seiten des Buches war ich mitten im Geschehen, lernte Adeen, seinen Beruf und seine gesellschaftliche Stellung kennen. Die Autorin verzichtet dabei auf ausführliche Erklärungen der Welt, dem Leser werden vielmehr die Informationen, die man zum Verständnis braucht, während den Handlungen und Interaktionen der Charaktere gegeben. Ich konnte mich gut in Adeens Welt hineindenken, auch ohne Einblick in jedes Detail zu erhalten.

Adeen konnte sich meine Sympathien schnell sichern. Zwar versucht er, seiner Rolle als Schreiber gerecht zu werden, doch schon bald wird sein Freiheitsdrang offensichtlich. So verwunderte es mich wenig, dass er sich so schnell von den Rebellen überzeugen ließ und sich ihnen anschloss. Indem die Autorin den Leser auch an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, konnte ich ihn gut verstehen. Der Fokus des Buches liegt klar auf seiner Person, weitere für die Handlung bedeutsame Personen offenbaren sich erst im Laufe der Handlung. Dabei schreckte die Autorin auch nicht davor zurück, unter ihren Nebencharakteren großzügige Verluste zu vermelden – immerhin ist die Mission der Rebellen beinahe ein Himmelfahrtskommando. Die Gefahr der Gesamtsituation wurde mir so noch deutlicher.

Für seine 441 Seiten passiert in diesem Buch unglaublich viel. Die Handlung ist temporeich, ein Kampf jagt den nächsten, immer wieder wechselt der Schauplatz und auch eine zarte Liebesgeschichte hat ihren Platz in dieser Geschichte gefunden. Die Seiten sind dementsprechend nur so dahingeflogen und bald wird auch die Bedeutung des Buchtitels klar. In Bezug auf den Aschevogel hätte ich mir noch eine genauere Erklärung über das „Wie“ gewünscht, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich bei dieser großartigen Geschichte anbringen kann.

„Flügel aus Asche“ ist eine temporeiche, hochspannende High Fantasy. Mit Adeen hat die Autorin einen sympathischen Charakter erschaffen, der sich während der Geschichte stark weiterentwickelt hat. Der Spannungsbogen lässt keine Wünsche offen. Lasst euch in eine Welt voller Magie und dem Kampf um Freiheit entführen! Von mir erhält das Buch eine klare Leseempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründige Phantastik..., 29. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Kindle Edition)
WARNUNG: DIESES BUCH KANN SÜCHTIG MACHEN!!! :)

Ich habe "Flügel aus Asche" jetzt zum dritten Mal gelesen, und ehrlich gesagt, ich kann so manchem/-r Vorschreiber/-in nicht zustimmen. Das Buch ist nicht lahm, sondern durchaus actionreich. Ja, manche Szenen sind etwas ausgewalzt, aber die Detailtreue in den Beschreibungen zeugt von dem gelungenen Versuch, die Tiefgründigkeit des Buchs in das Szenario einzubringen.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Ich habe es zwar nicht in einem Zug durchgelesen, sondern 3 Abende dafür gebraucht, aber das heisst nicht, daß es schlecht ist. Im Gegenteil. Man kann, nein, man muß es genießen und die Bilder zulassen, die dieses Buch im Kopf schafft. Lesenswert. :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Debüt - mit leisen Tönen., 11. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Kindle Edition)
Inhalt:

Adeen lebt in der fliegenden Stadt Rashija und arbeitet als Schreiber für die Magier dieser Stadt. Er gehört der untersten "Kaste" der Menschen dieser Stadt an; Unterdrückung und Schickanen sind an der Tagesordnung. Sein Leben ist düster, seine Eltern tot und doch hat er ein verbotenes Hobby, das sein beginnendes inneres Aufbegehren zeigt.

Langsam und dann immer schneller wird er wider Willen in Vorgänge reingezogen, die sein düsteres aber sicheres Weltbild auf den Kopf stellen und ihn zum handeln zwingen.

Schreibstil:
Flüssig und meiner Meinung nach gekonnte Benutzung der deutschen Sprache.

Meinung:
Am Anfang wird ein düsteres Bild gezeichnet. Die Geschichte startet erst etwas langsam um dann immer schneller in die Tiefe zu gehen und neue Entwicklungen hervor zu bringen. Der Grundtenor bleibt immer ein wenig düster und melancholisch, die Charaktere entwickeln sich glaubhaft weiter. Die Beweggründe ihrer Handlungen sind immer gut nachvollziehbar und glaubhaft.

Gut fand ich an diesem Buch das die Autorin es geschafft hat sich glaubwürdig eine "neue" Fantasywelt zu erschaffen.
Um ehrlich zu sein hatte ich nachdem Klappentext was ganz anderes erwartet, und zwar wieder einen "normalen" heroischen Held, der sich selbst langsam erkennt und sich selbst immer sicherer wird und somit seine guten aber langweilen Taten vollbringt.

Das ist in diesem Buch nicht so! Die Hauptfigur ist eine tragische Figur, sich seiner Selbst nicht wirklich sicher und am Anfang (und auch in Verlauf des Buches) lässt er sich eher von den Handlungen tragen als das er selber die Handlungen trägt. Natürlich gibt es eine Art Wendepunkt in der Geschichte, aber ich möchte hier nun auch nicht zuviel verraten.

Abschließend möchte ich dazu noch sagen, dass die leise und melancholische Charakterzeichnung auch erfrischend war.

Fazit:
Wenn man normale Fantasy erwartet wird man erstmal enttäuscht sein. Der Anfang des Buches ist etwas gewöhnungbedürtig (ja auch ich hatte die ersten paar Kapitel etwas Anlaufschwierigkeiten), da sehr düster und unerwartet. Aber ich kann auch nur sagen: Es lohnt sich!
Danach wird man immer tiefer in die Geschichte gezogen und fiebert mit.

Die Geschichte in sich ist geschlossen, lässt jedoch bei mir eine leise Hoffnung auf eine spannende Fortsetzung zurück.

Insofern:
Liebe Kaja Evert,

solltest du eine Fortsetzung für dieses schöne Buch schreiben, ich kauf es sofort!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schöne Mischung aus Magie und Kampf - 4,5 Sterne, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
Rashija ist eine außergewöhnliche Stadt. Zwar ist sie auf einem großen Felsen erbaut, dieser befindet sich jedoch nicht auf dem Erdboden, sondern er schwebt am Himmel, hoch über all den anderen Städten und Dörfern, die sich noch auf der Erde befinden. Die strengen Regeln sollen für Zucht und Ordnung sorgen, wer in der Hierarchie unten steht, hat es nicht besonders leicht. Adeen ist Schreiber an der Akademie und damit nicht besonders gut angesehen. Jeden Tag kämpft er darum, genug Geld zu verdienen, damit er sich ernähren kann und ist bemüht, den wiederkehrenden Schikanen der Magier so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Als er dann allerdings auf eine Gruppe von Rebellen trifft, die wild entschlossen ist, sich gegen den Herrscher aufzulehnen, Kunstwerke zu erhalten und sich nicht länger unterdrücken zu lassen, ist Adeen sofort begeistert und schließt sich ihnen an. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er jedoch nicht, welche großen Herausforderungen dadurch noch auf ihn warten.

Adeen, als einer der Protagonisten, ist ein interessanter Charakter. Er ist ein Mischling aus den Draquerin und Schreiber und schon allein deswegen mit Verachtung gestraft. Obwohl er sich bemüht, seine Arbeit gut und sorgfältig zu machen, gerät er immer wieder ins Visier der Magier, die ihren Ärger an jemandem auslassen wollen.
Im Verlauf des Buches entwickelt Adeen sich zweiter. Während er zu Beginn der Geschichte noch wenig selbstbewusst und eher mutlos ist, merkt er irgendwann, dass er doch Fähigkeiten hat, die ihn besonders machen. Er stellt sich tapfer den Herausforderungen, die auf ihn zukommen und denkt dabei stets nicht nur an sich selbst.
Die Kombination aus Magier, Draquer und dem relativ normalen Fußvolk hat mir gut gefallen. So wurden Realität und Fantasy-Welt zusammen gebracht und schön miteinander verwoben.
An einigen Stellen hätte ich gern noch ein wenig mehr von Adeen und den anderen Personen erfahren, da die Handlung jedoch meistens sehr temporeich voranschreitet, blieb dafür nicht immer ausreichend Zeit.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Handlung ist spannend gestaltet, immer wieder gibt es Überraschungen und Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Protagonisten kommen allerdings kaum zur Ruhe. Immer wieder wartet ein neues Abenteuer auf sie, ein neuer Kampf, eine weitere Falle. Nie können sie sich sicher sein, dass ihnen keiner der Gegner gefolgt ist. Dadurch wirken die minimalen Erholungsphasen zwischendurch etwas arg kurz, um danach realistisch mit ausreichend Kraft weiter zu machen.
Spannung, Aktion, Kampf und das Ziel, die Ordnung, wie sie bisher war, zu zerstören stehen im Vordergrund. Als Leser bekommt man hauptsächlich den Einblick in die Welt der Rebellen, wodurch Fallen oder Angriffe, die die gegnerische Seite planen, einen unerwartet treffen. Neben den magischen und gewalttätigen Auseinandersetzungen werden zwischendurch auch gesellschaftliche Probleme wie Ausgrenzung, fehlende Toleranz und falsch ausgelegte Hierarchiebildung mit angesprochen. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und bringt einen zum Nachdenken.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, besonders das Ende fand ich gelungen. Adeen hat gezeigt, dass man auch als verachteter, kleiner Schreiberling über sich hinauswachsen und großen erreichen kann. Wenn man nur fest an sich glaubt und die Kräfte weckt, die tief in einem schlummern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flügel aus Asche, 21. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
"Flügel aus Asche" ist das Debüt der Autorin Kaja Evert und ein großartiger High Fantasy-Roman.
In Rashija - einer fliegenden Stadt, die in den Wolken über der Erde fliegt und nur ganz selten mal auf dieser landet - leben viele Magier, die wegen ihrer magischen Kräfte dem hohen Stand angehören und besonders wertvoll für die Herrscher in Rashija sind. Adeen wurde als Kind in die fliegende Stadt verschleppt und arbeitet seitdem als Schreiber - er stellt magische Schriftrollen her, die die Magier zum Zaubern nutzen. Er träumt jedoch davon, eigene Bilder malen zu dürfen, was in Rashija strengstens verboten ist. Als er auf eine Gruppe von Rebellen trifft, ändert sich sein Leben schlagartig.
Kaja Evert hat mit Rashija eine absolut faszinierende Stadt geschaffen, die sie sehr bildhaft beschrieben hat, so dass man sich wunderbar in diese Umgebung hineinversetzen kann. Auch die Idee, wie die Magie unter anderem funktionieren kann, ist neuartig und spannend.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Adeen, wodurch man seine Gefühle, Ängste und Wünsche gut nachvollziehen kann. Adeen ist ein Protagonist, der anfangs noch sehr ängstlich ist und nicht großartig auffallen will, damit die Stadtwachen nur ja keinen Grund haben, ihn zu schikanieren. Schon wegen seiner Hautfarbe fällt er mehr auf, als ihm recht ist und eigentlich weiß er noch nicht einmal viel über seine Herkunft. Im Laufe der Geschichte macht er eine große Wandlung durch. Häufig ist er zwar noch unsicher, doch wird er immer mutiger und will endlich aus diesem Leben ausbrechen. Dabei merkt er nach und nach, dass in ihm viel mehr steckt, als er jemals geahnt hat.
Die Charaktere hat die Autorin wirklich toll ausgearbeitet. Jeder ist interessant, hat Eigenschaften, die ihn zu etwas besonderem machen und die man dadurch auch nicht gleich wieder vergisst. Besonders undurchsichtig und interessant ist Talanna. Diese kann man nicht wirklich einschätzen und ihre tatsächlichen Ziele erfährt man erst ziemlich am Schluß.
De Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt. Fantasievoll und detailreich beschreibt sie die Welt, ihre Bewohner und so manches fremartige Wesen.
Die Spannungskurve ist fast durchgängig hoch, jedoch gibt es auch immer wieder Verschnaufpausen für den Leser und die Protagonisten. Unerwartete Wendungen sorgen ebenfalls für die nötige Spannung.
Fazit:
Ein großartiges Debüt. Bildhaft und detailreich beschreibt Kaja Evert ihre Welt, schafft außergewöhnliche und interessante Charaktere und fesselt mit einer spannenden Story und unerwarteten Wendungen. Für High Fantasy-Fans ein absolutes Muss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Außergewöhnliches und tiefgründiges Werk, 1. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
Weit, weit weg von der Erde spielt dieser Roman. Um genau zu sein, Kilometer über uns, in hohen Lüften. Dort schwebt die Stadt Rashija, gesteuert von Magie, Heimat vieler uns unwirklich scheinender Rassen. Auf ihr treffen wir auf Adeen, den Protagonisten dieser Geschichte. Als ein Opfer der Klassengesellschaft, die dort herrscht, wird der Schreiber von seinen Vorgesetzten gepeinigt und sogar dem Ziehvater beraubt. Er schließt sich kurzerhand einigen Rebellen an, die planen, der Stadt zu entkommen und auf die Erde zurückzukehren, die jedoch selbst der Gewalt der fliegenden
Stadt unterliegt ...

Ich sehe diesen Roman als eine sehr interessante Mischung aus Fantasy und Realismus. Fantasy, weil der Leser auf viel Unbekanntes trifft - Mischungen aus Gänsen und Pferden, fliegende Inseln, Magie in einer Form, die mir aus MMOs bekannt ist, und sich gleichzeitig in einer Umgebung befindet, die ihm bekannt ist- unser eigener Planet, der ganz neu, ganz unwirklich scheint im Gegensatz zu der Welt in der Luft.
Sehr positiv fand ich schon zu Beginn, dass es sich um einen Einteiler handelt. In sich geschlossene Werke findet man heute nur noch selten, ständig wird da noch etwas angehängt, eine Chronik draus gemacht, etc. pp. Die Story selbst passt wunderbar auf die vorhandenen Seiten, sie wirkt weder gequetscht noch langatmig. Da es sich um anspruchsvollere Literatur handelt, ist verständlich, dass viele Kapitel aus Erklärungen bestehen, was meinen Lesefluss allerdings nicht gestört hat. Im Gegenteil, die Story ist sehr durchdacht und es macht Spaß, mehr über die einzelnen Wesen zu erfahren, ihren Hintergrund, ihre Fähigkeiten ... Mal etwas anderes :)
Einziges Manko für mich waren die Charaktere selbst. Davon abgesehen, dass ich Adeen ursprünglich für einen Jungen hielt, weil er sehr jung und schüchtern wirkte, weisen die Charaktere keine wirklich exotischen Züge auf. Es gibt den klischeehaften, unterdrückten Mann, der sich wertlos fühlt und dann zu kämpfen beginnt, die Schöne, die unter ihrer Heirat leidet und die skeptischen Erdvölker. Schade, ich hätte diesbezüglich auf etwas mehr Pepp gehofft. Aber dennoch ein sehr gelungenes und kurzweiliges Buch :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rashija, die fliegende Stadt, 26. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Flügel aus Asche: Roman (Taschenbuch)
Adeen ist ein junger Schreiber in der Magier-Akademie der fliegenden Stadt Rashija. Er ist dunkelhäutig und wird von den Draquern und den Magiern, den beiden herrschenden Rassen als Krähe und Mischling beschimpft und wo es nur geht, erniedrigt. Durch Zufall gerät Adeen an eine Gruppe Widerstandskämpfer, die es sich zum Ziel gemacht hat, die verbotenen Kunstwerke von Rashija zu retten und gemeinsam die fliegende Stadt zu verlassen. Hier lernt Adeen auch Talanna kennen, eine Draquerin, die sich dem Widerstand angeschlossen hat und ihnen durch ihre magischen Fähigkeiten Vorteile verschafft. Eines Nachts scheint die Gruppe um Nemiz aufgeflogen zu sein und das Abenteuer für die Freiheit beginnt…

Die Idee, die hinter „Flügel aus Asche“ steckt, nämlich eine fliegende Stadt ist mir neu und doch gleichzeitig bekannt, wenn man z.B. „Das wandelnde Schloss“ gesehen hat. Doch eine ganze Stadt, die allein durch Magie am Himmel umherschwebt und deren Magier meinen, die sogenannten „Erdkriecher“ unterdrücken zu können, ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Leider wird nur ansatzweise erklärt wie der Zauber funktioniert, der Rashija in der Luft hält, den Rest muss man sich dazu denken. Auch der geheimnisvolle Aschevogel war irgendwie gar nicht so geheimnisvoll, was seine Präsenz und Wichtigkeit keinen Abbruch getan hat. Rückblickend kann ich auch sagen, dass mir die erste Hälfte des Buches super gut gefallen hat, denn es enthält den Kampf der Widerstandsgruppe und deren Flucht von der fliegenden Stadt. Dies war alles so authentisch und spannend beschrieben so dass ich locker fünf Sterne vergeben wollte, doch die zweite Hälfte war meiner Meinung nach deutlich schwächer und hat nur noch drei Sterne verdient. Die Ereignisse auf dem Boden und der Kampf der Erdbewohner gegen die Besatzer aus der Luft empfand ich nicht als so lebendig und fesselnd. Somit kommen wir auf eine Gesamtbeurteilung von vier Sternen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Sie beschreibt fantasievoll und bildreich die Umgebung und die Ereignisse und trotzdem bleibt eine gewisse Distanz zu den Protagonisten bestehen. Mit der fliegenden Stadt Rashija hat sie eine wirklich außergewöhnliche Kulisse geschaffen, in die die Ereignisse um Adeen eingebettet wurden. Dennoch blieb selbst die sich anbahnende Liebesgeschichte ein wenig emotionslos, vor allem in diesen unruhigen Zeiten. Hier besteht durchaus noch Potenzial nach oben! Spannung kam in der ersten Hälfte des Buches permanent auf und auch die zweite Hälfte hatte seine spannenden Momente und das Tempo wurde durchweg hoch gehalten.

Protagonist Adeen hat mir eigentlich sehr gut gefallen und ich konnte seine Emotionen und die Wandlungen, die sein Charakter durchlebt, immer nachvollziehen. Auch seine Bedenken und Ängste waren für mich greifbar, doch ab der Mitte des Buches fing er an, sich von mir zu entfernen, so dass ich mich nicht mehr richtig in ihn hineinversetzten konnte. Talanna war mir von Beginn an ein Rätsel, allerdings ein Schönes! Ich mochte ihren Mut und ihre Verschlossenheit genauso, wie die Momente, in denen die Gefühle durch die harte Mauer brechen, die sie um sich aufgebaut hat. Alle anderen Charaktere sind nur Nebenfiguren und teilweise sehr gut, manchmal aber jedoch kaum ausgearbeitet.

Die Gestaltung der Klappbroschur ist ein weiteres Highlight des Buches: Das düstere schmutzige Grau, das die Farblosigkeit Rashijas symbolisiert, bildet den Untergrund für einen roten Flügel. Im Hintergrund sieht man ein tempelartiges Gebäude, welches die Akademie oder den Herrscherpalast darstellen könnte. Ich liebe dieses Cover!

Fazit: „Flügel aus Asche“ von Kaja Evert ist ein Fantasy-Debut mit seinen Stärken und seinen Schwächen, welche davon allerdings überwiegen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich jedenfalls, habe das Buch genossen und freue mich auf weitere Werke aus der Feder der Autorin!
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Flügel aus Asche: Roman
Flügel aus Asche: Roman von Kaja Evert (Taschenbuch - 2. Mai 2013)
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