Kundenrezensionen

18
4,1 von 5 Sternen
Die Erfindung des Abschieds: Ein Tabor-Süden-Roman (Knaur TB)
Format: TaschenbuchÄndern
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2010
Mit "Die Erfindung des Abschieds" startet Freidrich Ani seinen, 14 Bände langen, Tabor Süden Zyklus, mit dem er einen Ermittler schafft, der aufgrund seiner spiritualität und seiner egozentrischen Art, genauso verschroben wie genial ist. Gleichzeitig legt Ani mindestens genauso viel Wert auf das Privatleben der Mitarbeiter von Dezernat 11, wie auf den eigentlichen Fall. Obgleich Süden selbst erst in der Hälfte des Buches erscheint, kann ich diesen Kriminalroman rund um die völlig kaputte Familie Vogl und die sowohl komischen als auch sehr sympathischen Mitarbeiter des Dezernat 11, nur wärmstens empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2013
"Die Erfindung des Abschieds" ist der erste von Friedrich Anis Krimis mit dem äußerst eigenwilligen Kommissar Tabor Süden im Mittelpunkt.
Der Fall des 9jährigen Raphael, der nach dem Tod seines Opas von seinem geradezu desolaten Zuhause davonläuft und dadurch wahre Tragödien auslöst, brach mir mit seiner traurigen Grundkonstellation geradezu das Herz.
Das ist kein Krimi für Leser, die nach ständigem "Thrill" und einem Pageturner suchen, sondern für jene, die vielschichtige Charaktere schätzen - und die emotionale Wucht, die aus der scheinbar nüchternen Betrachtung entsteht.
"Die Erfindung des Abschieds" ist langsam, bedächtig, lässt sich Zeit mit der Einführung und Entwicklung der ermittelnden Figuren, nimmt sie über viele Strecken wichtiger als den Fall selbst. Der Roman ist düster und bedrückend, denn nur zu gut weiß man, wie viele Kinder in verzweifelten Verhältnissen so wie Raphael leben müssen.
Und zu Tabor Süden kann ich nur sagen - ein seltsamerer Ermittler ist mir bisher nicht untergekommen. Und er interessiert mich jetzt natürlich brennend.
Manche überlangen Monologe mancher Figuren hätte ich vielleicht nicht so gebraucht, und die Figur von Raphaels prügelndem Vater Thomas war meiner Ansicht nach arg schwarz-weiß gemalt, doch das sind Kleinigkeiten. "Die Erfindung des Abschieds" hat mich sehr getroffen und betroffen gemacht. Nicht mit brutaler Gewalt, sondern mit Substanz und leisem, alltäglichem Horror.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2013
Tabor Süden habe ich erst im Sommer 2012 kennenglernt, als Privatdetetektiv. Und dann viele älteren Krimis gelesen. Dieser ist genial! Ich weiss gar nicht, ob ich ihn als ersten Süden-Krimi empfehlen mag. Süden als mentaler Spinner, einfühlsam, zurückgezogen, dann wieder Streetworker. Eigentlich ist die Reihenfolge von Ani's Krimis ganz egal, Die Einblicke ins Seelenleben des Polizisten (und seines Kollegen) werden hier sehr speziell: Jede Minute ist man gefesselt und: berührt!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2005
Die bisherigen Rezensionen schwanken zwischen zwei und fünf Sternen. Und alle Rezensenten haben Recht. Denn das Urteil hängt immer vom Urteilenden ab.
Friedrich Ani hat mit Tabor Süden nicht nur einen neuen Typ (Haupt-) Kommissar geschaffen, sondern auch ein düsteres Szenario bundesdeutschwer Wirklichkeit. Das alles wird gepaart mit einem guten Schuss Mystik und Brutalität bei Tätern und Polizei.
Ein Rezensent schreibt richtig, dass der vorliegende Roman von der Gattung her schwer einzuordnen ist. Das liegt vermutlich daran, dass Autoren von Kriminalromanen - wie mit Sicherheit auch Ani - sich selber lieber als Autor belletristischer Literatur sehen würde. Dagegen spricht praktisch nur, dass die Auflagenzahlen bei Krimis meist deutlich höher sind und ein Autor eben vom Schreiben leben muss.
Und so versucht mancher Schriftsteller sich über die Gattung Krimi als "klassischer" Autor zu etablieren. Die Gefahr besteht dabei darin, dass das Buch dann weder den Erwartungen eines Krimilesers entspricht, noch denen eines Literaturinteressierten.
Und vermutlich genau deshalb wird der Leser enttäuscht sein, der bei der "Erfindung des Abschieds" einen "flotten Krimi" erwartet. Doch auch dem Anspruch eines Romanciers wird Ani zumindest in diesem ersten Werk in keiner Weise gerecht. Ob er dies in den Folgeromanen geschafft hat, bleibt abzuwarten.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2002
Friedrich Ani schreibt in einer nostalgischen Art, als würde ihn das, was jetzt passiert, ins Schwelgen bringen. Zumindest klingt es in manchen Passagen des Textes so. Wie dort, als der neunjährige Raphael die Beweggrüngde seiner Flucht aus dem Elternhaus schildert. Es zeigt auf das Verständnis, das Ani seinen Figuren gegenüber hegt und seinen Roman zu etwas Mitreißendem macht. Es lässt einem die Sorgfalt des eindringlichen Erzählstils bewusst werden. Für mich war es ein kostbares Stück Literatur, der die Klischees der üblichen Kriminalromane getrost denen überlässt, deren zweite Romane sich anhören, wie die ersten und die wiederrum wie alle folgenden. Ani nimmt seinen Leser ernst, er scheint beinahe eine vertraute Bindung zu ihm einzugehen und schildert mehr als nur die Geschichte eines Jungen, der von zu Hause ausreißt, weil sein Opa gestorben ist. Es ist die Geschichte eines Polizisten, der zum "Waldschrat" wurde, seit er den Tod eines Mädchens verantworten musste und es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen drei Polizisten, die einem die Zukunft und die Tragik der Bindung zwischen diesen Menschen näher bringt, als man es von anderen Krimis gewohnt ist. Hier stirbt niemand, zumindest nicht am Anfang, dafür ist Ani ein zu spezieller Erzähler. Er zieht den Leser in den Bann des Vergessenen. Er erzählt, wie die Menschen früher aussahen und zeigt damit, warum sie so handeln, wie sie es jetzt tun. Dadurch erscheint es nicht einmal fragwürdig, warum ein ehemaliger Polizist, der als einer der Besten galt, nackt durch den Wald hüpft, Kobolde sieht und sich als Einsiedler von Wurzeln ernährt. Ani liefert eine Komik mit, steigert sich aber nie in die Schönheit seiner Erzählungen hinein und klammert damit aus, dass Kapitel oder Erzählteile des Buches andere Abschnitte in den Schatten stellen. Er zieht die Geschichte langsam vorwärts, in gleichmäßigen Zügen und lockt den Leser in die Köpfe der Figuren.
Es ist ein großartiges Werk, eines, das man genießt, wie die Gedanken an etwas, das einen innerlich so stark ergreift, dass man es mit keinem anderen teilen will, weil es einem selbst gehört. In der Welt der schnellen Literatur, der romantischen, liebevoll erzählten und der packenden Romane, ist die Erfindung des Abschieds ein Buch, das alles in sich vereint. Dagegen wirkt Henning Mankell wie ein schemenhafter Karikaturist, auch wenn man ihn nur schwer neben mit einem unvergleichlichen Erzähler wie Friedrich Ani stellen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2015
Es war mein erster "Süden-Roman", und ich verstehe nicht, warum dieser ein Krimi sein soll. Es gibt zwei Tote, der eine irrtümlich im Streit unter Freunden tödlich verletzt und der andere vorschnell von einem jungen Polizisten tödlich getroffen. Und ein Junge, der zweimal wegläuft und Selbstmord begehen will. Der weit überwiegende Teil besteht aus gleich bleibenden und immer langweiliger werdenden (Streit)-Gesprächen unter den ermittelnden, psychopathischen PolizistInnen.
Ich las den Roman zwar fertig, war aber sehr froh, als es vorbei war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2013
....was diese Bücher von Friedrich Ani in einem bewirken, kann man kaum in Worte fassen.

Es "menschelt"! Er konfrontiert uns mit unserer eigenen Seelentiefe.

Ungewöhnlich ist Kommissar Süden und sein gesamtes Umfeld - die Authentizität, die Unbeirrbarkeit, das "Unbedingt" in allem.

Obwohl zutiefst traurig, ein einziger Schmerz, dennoch versöhnlich.
Man fühlt sein eigenes Selbst wieder besser, man bekommt eine Ahnung von der Grausamkeit und zugleich Schönheit des
Lebens und bemerkt seinen eigenen winzig kleinen Blickwinkel. Der doch nur ein Bruchteil dessen ist, was vor allem in den Köpfen der anderen existiert.

Wer verlieret - der suchet, der findet.
Wer schweiget - der macht beredt.
Wer spüret - der erspüret.

Man wird demütig und wachsamer. Diese Literatur verändert.

Meine Hochachtung vor diesem Autor und dessen Fähigkeit der Empathie und feinen Formulierung und Beobachtung.

(obwohl Krimis mir normalerweise ein Greuel sind.......)
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2002
Friedrich Ani schreibt irgendwie anders, als der romanerprobte Leser es gewöhnt ist. Deshalb fällt es schwer diesen Roman richtig einzuordnen. Ist es ein Kriminalroman, eine sozialkritische Darstellung unserer heutigen Gesellschaft in Deutschland oder ein Drama mit glücklichem Ausgang für ein Kind? Ein wenig erinnert der vermisste Junge an Dürrematt’s Schauspiel „Der Meteor“. Auch er wird jenen, die ihm zu nahe kommen, zu einem gefährlichen, zerstörerischem, ja tödlichen Ereignis.
Der Titel irritiert, warum „Erfindung“ und nicht „Entdeckung“, aber er macht auch neugierig auf das Buch. Die Geschichte ist spannend erzählt, spart nicht an Kritik unserer Gesellschaft. Nur eine intakte Familie taucht darin auf, alles andere sind krisengeschüttelte Zweier-, Dreier- und Viererbeziehungen; mal abgesehen von den zahllosen unglücklichen Junggesellen. Ist unsere heutige Gesellschaft in Deutschland wirklich so, vermutlich leider ja. Wir leben nicht gewaltfrei im Land der Dichter und Denker. Das macht dieser Roman klar.
Die Geschichte hat an Gewalt viel zu bieten, wie Selbstmord, Kindesmisshandlung, Mord, Entführung, Erschießen auf der Flucht und das ist noch längst nicht alles. Doch auch Liebe, Hoffnung und die Chance auf eine bessere Welt sind hier zu finden.
Dies war mein erstes Buch von Friedrich Ani und es hat mir gefallen. Er schreibt angenehm anders als erfolgsverwöhnte Bestsellerautoren. Eine angenehme Entdeckung, die einer Leserate nur allzu selten unter kommt.
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Sonja Feyerabend, Kommissarin im Münchner Dezernat 11, und ihre Kolleginnen und Kollegen haben es mit einem besonderen Fall zu tun: Der 9jährige Raphael Vogel ist spurlos verschwunden. Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Junge den Tod seines Großvaters, letztlich die einzige Bezugsperson, nicht verkraftet hat; weiters, dass die Ehe der Eltern kaputt und der Vater ein brutaler Schläger ist.
Das Kind bleibt verschwunden; der Druck auf die Polizei - durch die Politik und die Sensationspresse - wird nahezu unerträglich. Noch dazu hat der beste - was manche nicht wahrhaben wollen - Fahnder des Dezernats eine Auszeit genommen und lebt als Einsiedler im Wald. Einige aber setzen auf seine Rückkehr. Wird Tabor Süden zurückkehren oder den Polizeidienst quittieren?
Friedrich Anis Buch um eine alles anders als intakte Familie ist, auch noch 7 Jahre nach seinem Erscheinen, aktueller denn je. Auch wenn der (Kriminal-)Roman natürlich Fiktion ist, scheinen so manche Figuren aus einem Lehruch der Psychologie zu stammen: der gewalttätige, sich selbst völlig ünberschätzende Vater; die (psychisch) kranke Mutter, die von ihrem Peiniger nicht loskommt; der Junge, der weit über sein Alter hinaus Reife zeigen muss..
Ein weiteres wichtiges Motiv sind in diesem Buch die (privaten und dienstlichen) Probleme der Ermittler, die so gar nicht in das Freitagabendkrimi-Schema passen wollen.
Mit einem Wort: ein sehr, sehr spannender Roman mit viel Tiefgang!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2001
Die Erfindung des Abschieds ist ein wunderbares Buch. Es liest sich einfach und flüssig und man kann ohne Probleme dem Inhalt folgen. Der Autor erzählt nicht nur die Geschichte des kleinen Raphaels, sondern nimmt auch die Polizeiarbeit und deren Anstrengungen bei der Suche unter die Lupe. Kern der Geschichte ist die Vermißtensuche nach einem Kind. Leider ist dies wieder ein aktuelles Thema unserer Zeit- Gewalt gegenüber Kindern durch die Eltern. Weiterhin beleuchter der Autor den Zusammenhang der Sensationspresse und Polizeiarbeit- einerseits als Hilfe aber auch als Behinderung. Die Charaktere des Dezernats 11 spielen dabei eine Rolle. Dieses Buch ist unbedingt empfehlenswert und dessen Inhalt aktuell. Ich bin begeistert.
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