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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Schmöker
Die Geschichte ist so alt wie die Menschheit: Ein Mädchen verirrt sich im Wald.
Die neunjährige Trisha, unternimmt mit Bruder und Mutter einen Ausflug in die mittleren White Mountains im Westen von Main. Ein paar Meilen wollen sie den Appalachian Trail entlang wandern. Für uns im dichtbesiedelten Deutschland ist es kaum vorstellbar, sich in einem Wald...
Veröffentlicht am 2. März 2008 von Bela C.

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Lesefutter
Im Prinzip passiert in der ganzen Geschichte nicht viel. Trotzdem kann man sich nur schlecht vom Buch lösen und liest gebannt in einem fort. Die Geschichte des kleinen Mädchens, das sich im Wald verirrt und versucht, wieder in die Zivilisation zurückzufinden, ist sehr rational und anschaulich geschrieben. Man kann sich in ihre Situation gut...
Am 1. August 2000 veröffentlicht


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Schmöker, 2. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen (Taschenbuch)
Die Geschichte ist so alt wie die Menschheit: Ein Mädchen verirrt sich im Wald.
Die neunjährige Trisha, unternimmt mit Bruder und Mutter einen Ausflug in die mittleren White Mountains im Westen von Main. Ein paar Meilen wollen sie den Appalachian Trail entlang wandern. Für uns im dichtbesiedelten Deutschland ist es kaum vorstellbar, sich in einem Wald zu verlaufen. Aber die USA sind groß. Da reicht es den Pfad zu verlassen, um seine Notdurft zu verrichten und unbemerkt von Bruder und Mutter ein paar Schritte vom Wanderweg abzuweichen. Sie hockt sich hinter einen Busch und begeht danach den zweiten großen Fehler: Der Weg hatte doch eine Biegung gemacht? Und wenn sie nun geradeaus läuft, hier den Hang hinunter, dort hinten hinauf, wird sie in einer Minute wieder bei ihrer Familie sein. Aber: „Die Welt hat Zähne, und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will.“
Trisha findet den Weg nicht wieder und macht den dritten Fehler: In der Hoffnung irgendwann auf den Weg zu stoßen geht sie immer tiefer in den Wald hinein. Sie stürzt, verletzt sich, rappelt sich auf, stolpert weiter und fängt erst an zu rufen als es zu spät ist. Sie erinnert sich vage an den alten Waldläufertrick: „Folge einem Bach, er wird in einem größeren Bach münden, der wiederum in einem Fluss - und da wohnen Menschen.“ Trisha folgt tatsächlich einem Rinnsal, aber das speist nur ein Moor und langsam wird es dunkel ... Aber King wäre nicht King, wenn er es bei der aufkeimenden Panik des Mädchens und dem langsam herankriechenden Hunger belassen würde. Etwas ungeheuerliches scheint sie zu beobachten.
Wie immer gelingt es King meisterhaft den Leser in die Geschichte zu ziehen und das beklemmende Gefühl einer im wahrsten Sinne ausweglosen Situation heraufzubeschwören. Die Gedanken kommen für eine Neunjährige stellenweise etwas altklug daher, aber ihre Taten nicht, und die sind es, die die Story glaubhaft machen. Tränen und Hysterie sind gefühlvoll und nur dort beschrieben wo sie angebracht sind. Alles in allem ein Büchlein für einen spannenden, unterhaltsamen Nachmittag und vom Niveau her am ehesten mit den Rick Xaver Morton Krimis von Hardy Crueger zu vergleichen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es hätte perfekt werden können, 21. Mai 2012
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Stephen King ist ein Autor, der fesseln kann, wenn er will. Besonders seine realistischen Bücher schaffen es immer wieder mich zu schockieren und zu packen. 'Das Mädchen' ist ein solches Werk.

Trisha ist ein Scheidungskind, wie es im Bilderbuch zu finden ist. Ihre Mutter versucht alles richtig zu machen, der Bruder ist verzweifelt und hasst die neue Situation, und sie ist als jüngstes Mitglied genau zwischen den Fronten. Bei einem Rettungs-Versuch der Mutter, einer Wanderung in den Wäldern, ist sie an einem Punkt, wo sie nur noch die Schnauze voll hat, und um einen Moment Ruhe zu bekommen, geht sie einen anderen Weg für eine unnötige Pinkelpause. Statt wieder auf den Weg zu gehen, versucht sie quer Feld ein ihre Mutter mit dem streitenden Bruder einzuholen. Dabei verläuft sie sich immer mehr in den tiefen der Wälder. Eine kleine Ration an Lebensmitteln und Getränken, sowie einige Weisheiten ihres Vaters können ihr nicht lange helfen. Also macht sie sich ohne Spuren zu hinterlassen, denn Ordnung ist im Wald wichtig, auf den Weg zu einem Fluss, der sie in die Zivilisation bringen soll. Doch stattdessen irrt sie herum, stürzt schwer und fängt an zu halluzinieren. Sie spricht mit ihrem Idol aus dem Baseball, der sie immer dazu ermutigt, weiterzugehen, denn ihre Kräfte sind am Ende, und sie weiß, eine weitere Nacht überlebt sie nicht.

Eigentlich ein spannendes Thema. Die Idee, dass sich ein junges Mädchen im Wald verläuft ist alles andere als abwegig.Zudem bietet sie zahlreiche, spannende Möglichkeiten.

In diesem Fall setzt Stephen King auf authentisches 9jähriges Mädchen. Es kann vieles nicht einschätzen, hat ein beschränktes, leicht naives Blickfeld, und kann nur auf die wenigen Dinge zurückgreifen, die in ihrem kurzen Leben gelernt hat. Ein Mädchen aus dem echte Leben. Genauso, wie ich es mir gewünscht habe.

Passend dazu verwendet er er einen bildhaften und leicht naiven Stil, der zu der Gedankenwelt eines so jungen und lebhaften Mädchens passt. Klare Gedankengänge, logische Handlungen, die leider auf Halluzinationen treffen.

Genau damit sind wir an dem größten Störfaktor, wie ich finde. Ich persönlich hätte die Umsetzung alleine im Wald schon spannend genug gefunden, und war eher enttäuscht, dass sie in ihrer Fantasiewelt mit dem Baseball-Star redet und sich von ihm leiten lässt. Auch das Spiel, welches sie erlebt, habe ich eher als störend empfunden.
Dabei ist sein Ansatz so gut. Die Trennung der Eltern ist mehr als realistisch und die Auswirkungen so durchdacht, dass man das Gefühl hat, es würde einem selbst passieren. Dann der Grund für ihr Abenteuer im Wald. Ebenfalls konsequent nachvollziehbar. Sogar die Überlebenstipps sind absolut genial. Einiges kam mir bekannt vor, wie zum Beispiel, dass ein Bach zu einem Fluss führt und ein Fluss immer in der Nähe von Zivilisation ist oder zumindest hinführt. Es ist also absolut lehrreich verfasst. Bis auf diesen Störfaktor Halluzinationen.

Selbst der Schluss konnte mich durchweg überzeugen. Er ist logisch und spannend. Zudem baut er sich auf den Erlebnissen, die sich vorher im Buch abgespielt haben, auf.

Daraus ergibt sich eine gute Umsetzung, die wirklich nur durch ihren Tom leicht ruiniert wird. In meinen Augen verliert King dadurch das eigentliche Thema, und das finde ich schade. Daher gibt es auch leider keine volle Punktzahl.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Umsetzung!, 15. Februar 2007
Das Hauptproblem von "Das Mädchen" ist meiner Meinung die Story, die nicht unbedingt zu Kings besten zählt. Für seine Verhältnisse würde ich sie sogar nur als mittelmäßig bezeichnen, was jedoch bei manch anderem Schriftsteller zweifellos noch als Highlight durchgehen würde. Andererseits muss man es King hoch anrechen, dass er es schafft, eine Geschichte, die man im Prinzip in zwei Sätzen zusammenfassen könnte, derart packend und atmosphärisch dicht zu erzählen, dass sie trotz der relativ simplen Handlung - Mädchen verirrt sich im Wald - noch recht spannend zu lesen ist.

Einen großen Anteil daran, dass die Hörbuchfassung den Roman an Spannung und Atmosphäre übertrifft, haben sicher die Sprecher Joachim Kerzel (Jack Nicholson ...) und Franziska Pigulla (Agent Scully), die die Geschichte kongenial vertonen. Beide zählen zu den absolut besten ihres Faches!

Jedem King-Fan ist "Das Mädchen" sicherlich zu empfehlen, als Einsteiger würde ich jedoch eher zu einem anderen (Hör-)Buch greifen, wie zum Beispiel "Frühling und Sommer". Dennoch verspricht "Das Mädchen" auf sieben CDs viel Spannung und gute Unterhaltung!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch besser als das Buch!, 27. November 2001
Von 
Thomas F. (Jettingen,Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Waren schon die King- Lesungen von Joachim Kerzel (Deutsche Stimme u.a. von Jack Nicholson) Nachtschicht, der Rasenmähermann und vor allem Briefe aus Jerusalem kleine Meisterwerke, liefert Kertzel mit der Unterstützung von Franziska Pigulla (Stimme von Akte X-Skully) etwas wirklich besonderes ab.
Abwechselnd von beiden vorgetragen ziehen sie den Zuhörer in die Gedankenwelt der kleinen Trisha McFarland,und das so mitreißend und gekonnt Dass es auch führ alle die das Buch kennen zu einem wahrhaft großen Hörgenuss wird.
Abgerundet wird das ganze durch sehr gute Soundeffekte und Musik die passend eingesetzt die meist bedrohliche Atmosphäre der Geschichte hervorragend unterstützen.
Mann merkt dieser Produktion diesen hohen Standart einfach an, und das von der ersten bis zur letzten Minute.
Mein Fazit; hier dürfen auch" King Hasser „ getrost zugreifen!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Seelenwelt eines verirrten Mädchens, 28. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen (Taschenbuch)
Von Stephen King ist man bereits einiges gewohnt: ob rasender Hund CUJO, ausrangiertes Auto CHRISTINE, unvorstellbarer Schrecken ES oder verrückte Krankenschwester SIE - King ist der König im Hineindenken in fremde Personen, Tiere oder unbelebte Gegenstände.
In DAS MÄDCHEN erleben wir die Welt aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das sich, nur weil sie mal pinkeln muss, im Wald verirrt. Was sich auf den ersten Blick totlangweilig anhört wird schnell zu einer spannenden Tour de Force durch das Seelenleben eines eingeschüchterten, hungrigen kleinen Menschen, der den Kontakt zur Außenwelt nur über die Baseballspiel-Berichterstattungen in einem kleinen Radio aufrechterhält und ihren Lieblingsstar als einzigen Begleiter durch den düsteren Wald hat.
Moskitos, Regen, Duchfall, Abhänge und permanent der falsche Weg sind bei King die noch harmlosesten Hindernisse, die das Mädchen zu bestehen hat. Denn King wäre nicht King hätte er dem Mädchen nicht einen riesigen, unheilvollen Verfolger auf den Leib gehetzt, der den Weg mit Kadavern säumt und nur auf den rechten Zeitpunkt wartet, um zuzuschlagen. Im Geist des Mädchens nimmt der unsichtbare Schrecken bald sehr reale Gestalt an...
King vermittelt die Seelenpein eines gar nicht so naiven Mädchens perfekt und mit Gänsehautgarantie - egal, ob der Leser selbst eine junge Dame oder ein alter Herr sein mag.
Fazit: Absolut fesselnd!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Erzähler erzählt eine kleine Geschichte., 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen (Weißer Umschlag) (Taschenbuch)
Stephen King ist in die Jahre gekommen. Nach phänomenalen Erfolgen, z.B. mit "Es" oder "Das letzte Gefecht" machte King Furore wie kein anderer Belletristikautor. Dabei drängten sich oft nur die gruselig, schaurigen Inhalte seiner Geschichten in den Vordergrund und nicht die große Erzählkunst des Mannes aus Maine. Ein Umstand, für den King nichts konnte; die Medien plakatierten seine Stoffe auf diese Art und Weise. King ist und bleibt dabei einer der ganz großen Erzähler des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus. Wer dafür noch einen Beweis braucht, liest sich "Das Mädchen" durch. Der Originaltitel "The Girl Who Loved Tom Gordon" trifft die puristische Geschichte um Klassen besser als der Übersetzungstext.

Die kleine Trisha geht mit ihrem Bruder und ihrer Mutter auf einen Spaziergang in den Appalachen Trail. Sie verläuft sich im Wald und findet nicht mehr hinaus. Mutter und Bruder streiten sich und bekommen nicht mit, dass die 9jährige verloren geht. Trishas Odysee führt sie durch die unendlichen Wälder und sie glaubt, dass sich etwas an ihre Fersen geheftet hat, das böse und unheimlich ist. Allein die Unterhaltungen mit ihrem Lieblingsbaseballspieler Tom Gordon, der sie in ihrer Einbildung begleitet, treibt das Mädchen immer weiter voran. Als die Rettung in Sicht ist, schlägt das Böse zu...

Der Inhalt der Geschichte ist schnell erzählt und hätte in jeder Kurzgeschichte Platz. Aber genau da kommt Kings große Erzählkunst ins Spiel. Der Meister fabuliert, vergleicht, legt falsche Spuren und impft uns, ohne das wir es bemerken, die Eckpunkte seiner eigenen Lebensphilosophie ein. So wird aus einem kleinen Text eine große Geschichte.

Zum Schluss bleibt einem nur übrig, sich vor King zu verneigen. Er hat es wieder einmal geschafft, uns bei der Stange zu halten. Hat uns entführt in eine Welt der Schatten und Geheimnisse, aber auch der Wunder. Und genau das erwarten wir von ihm. Immer und immer wieder...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckende Realität eines Kleinkindes im 2. Weltkrieg, 25. März 2004
Von 
Nadine Dier "Nadine Dier" (Ingolstadt, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel (Taschenbuch)
Ein kleines Mädchen, dass mit zwei Jahren mit Ihrer Familie als Jüdin ins Ghetto kommt und den Krieg überlebt.
Die Autorin schildert die Ängste und Lebensbedingungen des kleinen Mädchens sehr einfühlsam. Man kann sicherlich nur begrenzt nachvollziehen, wie es wohl sein kann, wenn man unter ständiger Todesangst als kleines Mädchen im Krieg aufwachsen muss. Trotzdem läuft es einem kalt über den Rücken wenn man liest, wie die kleinen Kinder die Welt voller Krieg, Tod und Diskriminierung. Kaum vorstellbar für die westliche Wohlstandsbevölkerung. Dieses Buch ist uneingeschränkt jedem zu empfehlen, der sich sowohl für zwischenmenschliche als auch für geschichtliche Ereignisse interessiert!
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Jahre, die ein Leben prägen, 30. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel (Taschenbuch)
Roma Ligocka beschreibt ihr Leben, ab ihrem zweiten Lebensjahr. Es beginnt im Krakauer Ghetto, in dem sie drei Jahre verbringt.
- Wer den Film "Schindlers Liste" gesehen hat erinnert sich vieleicht an das kleine Mädchen im roten Mantel das bei der Räumung des Krakauer Ghettos durch die Straßen irrt und ein Versteckk sucht - Roma Ligocka hatte genau so einen Mantel und erkennt sich in dieser Figur wieder als sie den Film zusammen mit den anderen Überlebenden bei der Premiere sieht.
Nach 48 Jahren hört sie auf ihre Vergangenheit vergessen zu wollen und schreibt sie auf - die Tage im Ghetto, die Angst vor den "Männern mit der schwarzen Stiefeln", die Verzweiflung und Panik und die Gedanken eines Kindes, das dies alles nicht begreift. Sie sieht die Grausamkeit der SS-Soldaten und weiß nicht was da eigentlich passsiert. Soldaten richten auf offener Straße Menschen hin und das kleine Mädchen muss alles mit ansehen. Sie kann nicht spielen, ist anders als andere Kinder und darunter leidet sie noch Jahre nach dem Krieg.
Das alles sind Geschichten, die man oft gehört hat, aber es ist etwas anderes, wenn der, der es erlebt hat es selber beschreibt. Roma Ligocka erzählt wie sie diese Welt erlebt hat. Völlig naiv nimmt die kleine Roma das Geschehen war und interpretiert auf eine ganz andere Art als es ein Erwachsener (Zuschauer) macht.
Roma Ligocka beschreibt ihr Leben bis zu dem Punkt, an dem sie das Buch geschrieben hat und jede Phase Ihres Lebens erzählt sie mit den Gedanken und Ansichten, wie sie sie zu dieser Zeit hatte. Man sieht dieses Kind wachsen, als sei man dabei gewesen.
Im Vergleich zu anderen Erzählungen (z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") hört diese Geschichte aber nicht im oder nach dem 2. Weltkrieg auf. Sie erzählt ein ganzes Leben, das geprägt ist von Ängsten und Missverständnissen. Man sieht, welchen psychischen Schaden diese 3 Jahre im Leben dieses Kindes hinterlassen haben und das es eben nicht irgendwann vorbei war, an einem fixen Datum und dann ein "normales" Leben begann. Roma Ligocka erzählt, wie sie noch heute unter den Folgen leidet und macht dadurch das Ausmaß des "Schadens" erst richtig deutlich, den die Erlebnisse verursacht haben.
Das ist bedrückend, aber es ist auch interessant ein bisschen mehr zu erfahren und besser zu verstehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ziemlich großartig, aber anders!, 13. Juni 2007
Ich liebe King Romane (abgesehen von Fantasie-Geschichten - das liegt aber am Genre).

Auch 'Das Mädchen' finde ich auf seiner Art großartig. Zugegebener Maßen anders, aber auf diese andere Art großartig.

Wie einer meiner Vorredner schon schrieb: Nichts für King-Einsteiger, aber ein Muss für King-Fans.

Es gibt zwar keine erwähnenswerten Ups und Downs, aber gerade dass macht es aus. Die detaillierte Beschreibung von vermeintlichen Kleinigkeiten. Wunderbar. Es muss ja nicht immer der blanke Horror sein;-)

Ach, und die Sprecher sind genial!!!!!

Einen Stern ziehe ich dennoch ab, da ich mir vom Ende noch etwas mehr erwartet hätte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig, 28. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel (Taschenbuch)
Ich bin durch zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden.Die guten Kritiken haben mich sehr neugierig gemacht und haben einige Erwartungen in mir hervorgerufen. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe es in 5 Tagen gelesen und war nach jedem Kapitel begeisterter. Es kam mir beim lesen so vor als ob "Roma Logocka" vor mir sitzt und mir ihre Erlebnisse erzählt. Auch mit wenig fantasie kann man sich alles genaustens vorstellen. Trotzdem ist es erschreckend wie sehr der Holocaust das Leben dieser Frau bestimmt.
Ich emfehle dieses Buch allen die sich für den Holocaust und die Spuren die er hinterlassen hat interessieren. Es ist einfach geschrieben und leicht zu lesen. Es sind soga einige Bilder von Roma abgebildet. Dieses Buch sollte in keiner Buchsammlung fehlen.
(Ich habe es übrigens mit 16 gelesen)
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Das Mädchen: Roman
Das Mädchen: Roman von Stephen King (Taschenbuch - 2. November 2012)
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