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5.0 von 5 Sternen Einfühlsames Fabulieren mit herrlichen Passagen
Nick Hornby fabuliert wieder einmal wunderbar frei und frech über die kleinen und großen Hürden und Schwierigkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Diesmal aus den Augen eines 15 jährigen Jungen, der noch so gar nicht richtig weiß, was er will, was das Leben eigentlich soll, wohin mit all den vielen Gedanken und Gefühlen, bis das Leben...
Veröffentlicht am 25. April 2008 von Christian Bleis

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kabale und Liebe meets Juno
Nick Hornby hat schon viele gute Bücher geschrieben. A Long Way Down, High Fidelity oder How to be good.

Matthias Schweighöfer hat schon viele coole Rollen gespielt. Soloalbum, Kammerflimmern oder jetzt ganz neu Friendship!

Insofern hab' ich mich gut gefreut auf ein Hörbuch, geschrieben von einem guten Autor, gelesen von einem guten...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von Fabian Neidhardt


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsames Fabulieren mit herrlichen Passagen, 25. April 2008
Von 
Christian Bleis (Hannover, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nick Hornby fabuliert wieder einmal wunderbar frei und frech über die kleinen und großen Hürden und Schwierigkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Diesmal aus den Augen eines 15 jährigen Jungen, der noch so gar nicht richtig weiß, was er will, was das Leben eigentlich soll, wohin mit all den vielen Gedanken und Gefühlen, bis das Leben auf seine ganz eigene Art recht heftig an seine Tür klopft.

Hornby beschäftigt sich aber nicht nur mit den Lebensanschauungen und Verhaltensweisen eines Heranwachsenden, dem ersten Sex, vielen ersten Gefühlen, der ganzen Angst usw. sondern hat hier auch eine wunderbare Plattform, um immer wieder seine auf sanften Pfoten sich heranschleichende gesellschaftliche Kritik anzubringen. Darüber hinaus versteht er es, einen immer wieder so wunderbar zum Lachen zu bringen. Herrlich! Ein wieder einmal absolut lesenswertes Buch, dessen Charaktere einen auch nach der letzten Seite noch länger begleiten werden.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nick Hornby auf dem Deck, 8. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Slam: Gekürzte Lesung (Audio CD)
Wie geht das? Nick Hornbys -'Slam- scheint, jedenfalls hier bei amazon, die Hörer, oder auch Leser, völlig unterschiedlich anzusprechen. Es gibt eine Menge Bücher oder Filme, bei denen ich diese unterschiedlichen Reaktionen bestens verstehe, bei 'Slam- bin ich jedoch ein wenig verwirrt.

Die meisten Nick Hornby-Leser mögen den Stil und die Storys des Engländers. Ob '-Fever Pitch- -High Fidelity- oder -'A long way down-, Hornby ist immer am Puls der Zeit. Er weiß, wie die Protagonisten, gäbe es sie in der realen Welt, sprechen und handeln würden. Sein Humor ist speziell, detailgetreu und intelligent. Seine Beobachtungsgabe bringt verworrene Sachverhalte explizit auf den Punkt. Oft braucht Hornby dafür nicht mehr als ein paar Sätze oder eine hingeworfene Bemerkung. Das hat Klasse und ist überaus unterhaltend.

Genau diese Eigenschaften weist -'Slam- auf. In diesem Roman erzählt Hornby aus der Sicht des 15jährigen Skaters(Das ist ein Skateboarder!) Sam, der die gleichaltrige Alicia kennen lernt. Die beiden schlafen zusammen und Alicia wird schwanger. Eigentlich eine alltägliche Geschichte, mag man denken. Aber Sam ist selbst Sohn einer Mutter, die ihn mit 16 Jahren zu Welt brachte und Alicias Eltern fühlen sich gegenüber Sam und seiner Mutter irgendwie ein bisschen -besser-. Na ja, und dann hat Sam noch dieses Tony Hawk(Das ist DER Skater)-Poster an der Wand hängen. Haben ja viele Jugendliche. Aber nicht jeder spricht mit einem Poster und wartet darauf, dass der abgebildete Skate-Gott auch noch Ratschläge gibt. Sam macht genau das! Und lernt dabei fürs Leben. Das ist allerdings schwer genug. Sam und Alicia schippern von einer Krise in die nächste, sind zusammen und wieder auseinander. Das Leben geht dabei gnadenlos weiter...

Berichterstatter dieser jugendlichen Eltern-Beziehung ist Nick Hornby; mit Leib und Seele. Er versetzt sich gekonnt in die jungen Eltern hinein und zeigt uns ihre Sicht der Dinge. Das ist in jedem Fall gelungen.

Die gekürzte Hörbuchversion zerreißt den Stoff nicht. '-Slam- kommt in einem Guss rüber. Matthias Schweighöfer liest auf den sechs CDs mit voller Hingabe und erinnert mich manchmal an den jungen Klaus Hoffmann. Schweighöfer findet Hornbys Pointen und bringt sie ohne Verlust an den Leser. Ich habe mich gut unterhalten und fand vom Schmunzeln bis zum lautstarken Lacher jede Nuance des Nick-Hornby-Humors wieder.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kabale und Liebe meets Juno, 18. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Slam (Audio CD)
Nick Hornby hat schon viele gute Bücher geschrieben. A Long Way Down, High Fidelity oder How to be good.

Matthias Schweighöfer hat schon viele coole Rollen gespielt. Soloalbum, Kammerflimmern oder jetzt ganz neu Friendship!

Insofern hab' ich mich gut gefreut auf ein Hörbuch, geschrieben von einem guten Autor, gelesen von einem guten Schauspieler. Das Ergebnis war überraschend.

Slam ist, selbst in der gekürzten Hörbuchfassung, ein geiles Buch, ohne Frage. Ein cooler, echter Hornby. Ich musste oft grinsen und hab ich mich über viele Kleinigkeiten gefreut.

In Slam geht es um Sam, ein junger Skater von 16 Jahren. Sam lernt über seine Mutter, die selbst mit 16 schwanger geworden ist, die 17-jährige Alicia kennen und lieben. Und schwängert sie. Alicia kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus, Sam's Mutter hatte nach dessen Geburt immer zu kämpfen.

Zusätzlich du der frühen Schwangerschaft und den Standesunterschieden im Modernen London kommen Sams Visionen. Sam hat ein riesiges Poster von Skatelegende Tony Hawk und hat dessen Buch gelesen, Hawk. Beruf: Skateboarder. So an die 50 mal. Und jetzt kommuniziert Hawk mit Sam. Sam fragt etwas und Tony Hawk antwortet mit Zitaten aus seinem Buch, die manchmal mehr, manchmal überhaupt nicht passen. Aber Tony Hawk kann noch mehr. Er schickt Sam immer wieder für kurze Zeit in die Zukunft, um ihm zu zeigen, wie das Leben mit einem kleinen Kind wird.

Hornbys Roman ist vielleicht irgendwo eine Warnung vor einer zu frühen Schwangerschaft. Er ist aber auf jeden Fall eine Ode an die Hoffnung und das Positive im Leben. Wie gesagt, ein geiles Buch.

Von Schweighöfer dagegen war ich enttäuscht. Ich war erstaunt, wie schwer es ihm fällt, die Sätze so pointiert zu lesen, dass er mit seiner Art zu lesen, die Sätze nochmal verstärkt. Es wird besser, ab der zweiten CD merkt man deutlich, dass er endlich den Rhythmus und das Gefühl gefunden hat, wie er die Sätze zu lesen hat, aber besonders während der ersten CD hab ich öfter den Kopf geschüttelt und mich gefragt, warum er betont, wie er betont. Dazu kommt, dass die verschiedenen Stimmen anfangs noch kam voneinander zu unterscheiden sind.

Im Endeffekt tut es der Geschichte keinen Abbruch. Etwa ab der zweiten CD hat man sich an die Sprechart gewöhnt und kann der Geschichte gut folgen. Hört man aber kurz danach etwas von Dirk Bach, Andreas Fröhlich oder Rufus Beck, ist der Unterschied gewaltig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Skaterboy und die Schwangerschaft - eine überzeugend erzählte Story, 17. August 2009
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ich rede mit Tony Hawk, und Tony Hawk redet mit mir.
Einige von euch, wahrscheinlich dieselben, die auch denken, ich würde auf dem Eis Pirouetten drehen, werden nie von Tony Hawk gehört haben. Schön, ich sag`s euch, obwohl ihr den eigentlich kennen müsstet, ehrlich. Wenn man Tony Hawk nicht kennt, ist das so, als würde man Robbie Williams nicht kennen, oder meinetwegen Tony Blair. Es ist im Grunde sogar schlimmer. Denn es gibt endlos viele Politiker, endlos viele Popstars, und Hunderte von Fernsehsendungen... Aber er ist DER SKATER schlechthin. Er ist die J.K. Rowling unter den Skatern, der Bic Mac, der iPod, die Xbox. Für mich gibt es nur eine Entschuldigung, Tony Hawk nicht zu kennen, nämlich, dass man sich nicht für Skaten interessiert."
(Auszug, Slam, Seite 11,12)

Nick Hornbys aktueller Held ist 15 Jahre alt und heißt Sam. Tony Hawk ist Sams großes Vorbild und dessen Biographie seine Bibel. Für Sam ist es daher nur natürlich mit seinem Idol intime Gespräche unter vier Augen zu führen. Auch wenn sein Gegenüber eigentlich nur ein Poster ist. Aber nützliche Tipps, Trost und Lebenshilfe kann Sam dringend gebrauchen. Denn nachdem eigentlich alles super lief, hat der Skaterboy auf einmal Probleme. Seine erste Liebe, die schöne Alicia, ist so ziemlich sicher schwanger. Und wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr von Kunststudium träumt, am liebsten neue Skatingtricks probiert und eine 32-jährige Mutter hättet und auf einmal würde euch dämmern, dass das schöne Leben bald schon eine plötzliche Wendung nehmen könnte, weil ihr Vater werden würdet? Eben. Sam fühlt sich, als hätte er sich einen Slam geleistet, wie er ihn noch nie hatte. Als wäre er zwanzig Fuß hoch in die Luft gesegelt und voll gegen eine Ziegelmauer geknallt. Und das ohne sichtbare Schramme.

Teenagerschwangerschaften sind kein sehr häufiges Romanthema. Dazu wird dem Leser die Perspektive des werdenden Vaters näher gebracht. Und wie alle Helden von Nick Hornby, ist auch Sam einfach unwiderstehlich natürlich, chaotisch, spontan und etwas hilflos. Sam erzählt offen und frei von der Leber weg. Wir erleben seine widersprüchlichen Gefühle und seine horrormäßigen Zukunftsvisionen als überforderter Vater voll mit. Das ist rührend und manchmal überrascht uns auch die plötzliche Situationskomik, die für herzliche Lacher sorgt. Die ironische Feder von Nick Hornby hat ein ernstes und unbequemes Thema skizziert, ohne Klischees zu bedienen oder mit dem moralischen Zeigefinger zu winken.

Sam hat am Ende verstanden, was Tony Hawk ihm die ganze Zeit sagen wollte. Und Nick Hornbys Botschaft ist damit auch beim Leser angekommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die normale Angst erwachsen zu werden, 2. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Taschenbuch)
Tony Hawk - dieser Name sagt Ihnen nichts, na dann sind Sie über 25 Jahre und haben die Probleme des Lebens gemeistert. Sie wissen, dass Tony Hawk einer der berühmtesten Skater ist, gut, dann sind Sie unter 25 und mitten drin in der Krise des Erwachsenwerdens. Nick Hornby - der Lehrer aus England und Schriftsteller ohne pädagogische Absichten - stellt Sie vor die echten Herausforderungen des Lebens - Verantwortung ist gut und erlernbar!
Die Geschichte ist einfach und grob umrissen: Tony Hawk als moralische Instanz hilft Sam, dem Junge aus der lower class Englands bei seinem schwierigen Weg erwachsen zu werden. Sam, der Junge einer alleinerziehenden Mutter die minderjährig schwanger wird, trifft Alicia, das Mädchen aus gutem Hause und in der glückseligen Situation Vater und Mutter zu haben. Die folgerichtige Schwangerschaft Alicias vervollkommt das Klischee eines abgedroschenen Liebesromans - doch wer jetzt aufhört zu lesen - weil er oder sie keine Stereotypen mag , der verweigert sich dem Dialog mit der Jugend oder der Gesellschaft - und kennt Nick Hornby schlecht.
In seiner witzig-ironischen Art schafft es Hornby, den Leser in seinen Bann zu ziehen, ohne jemals zynisch zu werden.
Egal ob Sie über oder unter füfundzwanzig sind. Unter fünfundzwanzig finden Sie vielleicht Antworten auf die Ihnen begegneten (oder noch zu begegnenden) Probleme oder erkennen, dass das Reden mit einem Poster (oder sonstigem Artefakt) "völlig normal" ist, über fünfundzwanzig erkennen Sie vielleicht Ihre Erziehungs- oder Ratschlagfehler - und finden eine Korrekturmöglichkeit? Als besonderes Stilmittel verwendet Hornby einen Katapultschlag der Sam in die Zukunft befördert und als Vater mit seinem Sohn Roof beschreibt und diese Zukunft ist nicht düster und schwarz sondern realistisch und überlebenswert. Egal zu welcher Altersklasse Sie gehören, das Buch gehört in die Kategorie "lesenswert", denn die vielseitigen Facetten, mit denen Hornby das Problem Jugendschwangerschaft beschreibt ist up to date, wie nie zuvor. Ohne
moralischen Zeigefinger, ohne direkte Aufforderung zur Verantwortungsaufnahme schafft Hornby das, was seit Jahren in der
Gesellschaft versagt blieb, oder nicht gehört werden wollte: Die Jugend braucht Ratgeber statt Moralisten und Eltern statt Freunde. Wer Sex will, muss wissen, dass Sex zwar eines der schönsten Dinge ist, aber auch der Reproduktion des Menschen dient.
Eine Ganzschrift von 315 Seiten, die Leselust statt Lebensfrust vermittelt.
Eine gute Literaturidee auch für die Hauptschule, wenn die Lehrperson Skaten als Jugendkultur akzeptiert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Back to the roots - Positiv wie negativ, 12. Juli 2008
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Gebundene Ausgabe)
In "Slam" widmet sich Nick Hornby seinem Lieblingsthema, dass schon Romane wie "High Fidelity" oder "About a Boy" geprägt hat: Menschen am Scheideweg und ihre Angst vor einem neuen Lebensabschnitt. Ein noch kindsköpfiger junger Mann der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, dem zu entsprechen, was die Gesellschaft unter "Reif und Erwachsen" versteht, rutscht in eine Situation, in der er sich plötzlich gezwungen sieht Verantwortung für sein Leben und sein direktes Umfeld zu übernehmen. Mittelpunkt des Buches sind dabei keine komplexen Ereignisse, sondern der äußerst widerstrebend durchlebte Reifeprozess der Hauptperson Sam.

Der wesentliche Unterschied zu den beiden oben genannten Romanen ist, dass der Ich-Erzähler diesmal kein spät entwickelter 30jähriger Berufsjugendlicher ist, sondern ein echter Teenager, der normalerweise seine naives Kindsein noch genießen könnte, wenn seine Freundin nicht ungewollt schwanger geworden wäre. Gemein ist den Romanfiguren hingegen die Angst vor einem völlig neuen, unbekannten Lebensabschnitt und die Erkenntnis dass Menschen keine Inseln sind, die ihr Schicksal ganz allein in den Händen haben, sondern das bestimmte Entwicklungen unvermeidlich sind und man sich mit ihnen arrangieren muss.

"Slam" weißt in vielem die bekannten Qualitätsmerkmale von Hornby auf: Die Gedanken der Hauptperson sind brillant in Worte gefasst. Grandioser Wortwitz und treffend beschriebene wieder erkennbare Gefühle ziehen sich wie ein roter Faden durchs Buch. In der Hinsicht ist Nick Hornby einer der besten zeitgenössischen Schriftsteller überhaupt. Die Geschehnisse sind überwiegend warmherzig und positiv ohne dabei in ein kitschiges "Alles wird gut" abzudriften.

Das vielleicht positivste Element ist jedoch Hornby literarische Entwicklung. Mittels des für ihn ganz neuen Stilmittels aus Zeitreisen/-sprüngen wirft er einen frischen "Vorher/Nachher"-Blickwinkel auf das bekannte Thema des menschlichen Entwicklungsprozesses und die Angst vor Neuem und Ungewohnten.

Es gibt allerdings auch ein paar Aspekte zu bemängeln. Ob Sam tatsächlich so denkt und fühlt wie ein normaler Teenager oder eben doch nur, wie sich der 50jährige Hornby einen Teenager in der heutigen Zeit vorstellt, bleibt zweifelhaft. Da Menschen nun mal unterschiedlich sind, kann man das nicht verallgemeinern und es wird sich nie endgültig klären lassen. Ein etwas fades Gefühl bleibt indes zurück. Hornby hätte besser daran getan sich von vornherein auf einem weniger angreifbaren Terrain zu bewegen. Zumal sich wohl auch der größte Teil seiner Leserschaft nur bedingt mit der speziellen Situation identifizieren kann.
Ein bisschen enttäuschend ist auch, dass Hornby sich ausschließlich auf den Protagonisten konzentriert (ähnlich wie in "High Fidelity") und dabei das Erzählen einer guten Geschichte vernachlässigt. Der hätte es besser getan, wenn er nicht auf ganze Phasen in dem Prozess des Kinderkriegens (wie etwa die gesamte Schwangerschaft) nahezu komplett verzichtet und man ein bisschen mehr aus der Sicht der jungen Mutter erfahren hätte.

Sollte sich Hornby seinen messerscharf analysierenden Blick auf seine Mitmenschen und seinen unvergleichbaren Wortwitz bewahren, und sich zusätzlich endlich die Zeit nehmen eine komplexe, umfassende Geschichte zu erzählen, statt lediglich eine prägende Phase aus dem Leben einer Person, wird dieser Roman sicherlich ein Meisterwerk. Hoffen wir darauf und erfreuen uns bis dahin daran, was er uns bietet. "Slam" erfüllt zwar nicht diesen Traum, nährt aber die Hoffnung, dass er in Erfüllung gehen könnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein typischer Hornby: Manchmal liebenswürdig, aber etwas viele Schönheitsfehlern, 16. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Taschenbuch)
Die Grundlage des Romans ist die vielversprechende Idee das Thema Teenager-Schwangerschaften einmal aus der Perspektive des jungen Vaters zu betrachten. Die Hauptrolle in Nick Hornby Buch hat daher der 15 Jahre alte Sam. Leider misslingt zu Beginn der Versuch einer authentischen Schilderung, speziell der Jugendslang wirkt aufgesetzt. Auch die Dialoge sind etwas künstlich und wirken zu bemüht. Nach 40 Seiten entlockt einem der Autor dann aber den ersten herzhaften Lacher und die Handlung wird zunehmend charmanter geschildert, die Figuren wachsen einem zusehends ans Herz. Leider bleibt er nicht auf diesem Kurs, denn Hornby baut zwei Elemente ein, welche sich als Fehler erweisen: Zum einen obskure und überflüssige Dialoge der Hauptfigur mit einem Poster der Skatboardlegende Tony Hawk. Und zum anderen mehrere völlig unrealistische Zeitreisen. Beides hemmt die Handlung eher und schadet dem Buch. Das ist bedauerlich, denn zwischenzeitlich knüpft Hornby nahtlos an seine großen Erfolge an. Gewisse Parallelen zu seinen vorherigen Werken sind unverkennbar. Ob er ein großartiges Buch verschenkt hat, weil er geschludert hat oder auf Teufel komm raus originell sein wollte, kann nur Hornby selbst beantworten. Alles in allem trüben einfach zu viele Schönheitsfehler das Gesamtbild (zu nennen wäre unter anderem noch ein mäßiges Ende und die etwas oberflächlich geschilderte) Figur der jungen Mutter. Letztlich ist das Buch somit nur" anständiger Durchschnitt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd - wie geht's denn nun aus?, 4. Oktober 2009
Von 
Thilo Grimpe (Porta Westfalica) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Taschenbuch)
Ein Geschenk: Mein erstes Nick Horny-Buch - und es hat mir sehr gefallen. Ich kann keine Vergleiche zu den anderen Büchern ziehen, daher kann ich nur meine Meinung über dieses Buch mitteilen. Die Story ist (leider) gar nicht so weit hergeholt: Junge verliebt sich in Mädchen, Mädchen wird schwanger und ..., was passiert weiter? Werden die beiden eine Lösung finden? Wenn ja, gemeinsam oder getrennt? Irgendwie hat mich das Buch wirklich an sich gebunden. Ich "musste" einfach weiterlesen und romantisch wie ich bin, immer auf ein rosiges Finale hoffend.
Der Weg zum Finale wird von Hornby sehr klar und für mich gut nachvollziehbar beschrieben. Einige Rezensenten kritisieren, dass ein 16-jähriger niemals so schreiben würde, ... aber ich glaube, dass er so denken würde. Herrlich schräg manchmal aber doch irgendwie immer verständlich. Alle Ängste, Hoffnungen und Fantasien vom 16-jährigen Sam werden teilweise witzig, teilweise auch ein bisschen philosophisch beschrieben. Und da Sam die Geschichte in der Ich-Form erzählt auch mit ein wenig Selbstkritik gespickt!
Es machte einfach Spass, dass Buch zu lesen. Und obwohl das Grundthema nicht wirklich witzig ist, ist eine echte "heitere" Geschichte entstanden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nick Hornby - Slam, 17. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Taschenbuch)
Nick Hornby' s new novel SLAM is about a 15 year old boy, called Sam, who becomes father. In his opinion the fact that his girlfriend is pregnant might be the end of his life. The story is told by Sam at the age of 18 and he refers back to the past. Nick Hornby managed it well to talk to the reader because he used official british teenage language. It' s a all-day-topic that can happen to everyone and so everybody is able to relate to the characters feelings.

We read the book in class and at first we weren' t sure how it is to talk about teenage-pregnancy at school. Sam was three times whizzed into the future and these parts confuse the reader. Sometimes the book was boring and childish.
But as a lecture in class is was a good choice, because Nick Hornby used a comprehensible language.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert, 8. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Slam: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erfordert Verständniss wenn ein Autor im mittleren Alter versucht in illustrem Ton die Liebesbande zwischen einem 15jährigem Jungen und einer Gleichaltrigen zu schildern.Klar das bei Hornby kein Auge trocken bleibt wenn es um die geschilderten Ängste des Jungen vor der ungewollten Schwangerschaft geht. Gerade eben hat er sein Leben auf die Reihe gekriegt und schon wird er zum Vater. Zweideutig und gelungen schildert der Autor den Prozess des Erwachsenwerdens und die gesellschaftlichen Anforderungen die daraus entstehen und durchlebt sie süffisant und amüsant für den Leser mit seinen Protagonisten.
Lesenswert
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Slam: Roman
Slam: Roman von Nick Hornby (Taschenbuch - 1. Juni 2009)
EUR 9,99
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