Kundenrezensionen

599
4,4 von 5 Sternen
Der Augenjäger: Psychothriller
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:9,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

62 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Augen schließen. Ein ganz normaler Vorgang. Allerdings nicht, wenn einem die Augenlider entfernt wurden. Weggeschnitten von einem wahnsinnigen Augenchirurgen, der tagsüber einen ganz normalen Eindruck macht.
Die Augen schließen. Ein ganz normaler Vorgang. Allerdings nicht, wenn man gerade dieses Buch liest. Verfasst von einem wahnsinnigen Autor, der tagsüber einen ganz normalen Eindruck macht.
'Der Augenjäger' ist die Fortsetzung von 'Der Augensammler', und obwohl es ein in sich abgeschlossenes Buch ist, rate ich dazu, erst den ersten Band zu lesen, denn im 'Augenjäger' wird das Ende des 'Augensammlers' verraten. Ich verzichte daher auf eine Inhaltsangabe, damit ich nicht aus Versehen einen Spoiler einbaue.
Wie immer bei Fitzek ist auch in diesem Thriller nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint, er legt ständig falsche Fährten. Und obwohl ich das weiß, renne ich immer wieder in die falsche Richtung. Immer, wenn ich denke, ich sei dem Autor auf die Schliche gekommen, dreht sich das Ganze wieder in eine andere Richtung, und ich bin so ahnungslos wie zuvor.
Das Lesen dieses Buches gleicht einer Achterbahn der Gefühle. Schock und absolute Fassungslosigkeit über die Perfidität des Täters wechseln sich mit Mitgefühl mit seinen Opfern ab. Besonders zur Hauptfigur baut man eine emotionale Bindung auf. Ich wäre beim Lesen nicht erstaunt gewesen, wenn Alina zur Tür hereingekommen wäre.
Sebastian Fitzek ist ein Meister der überraschenden Wendungen. Davon gibt es viele in diesem Buch, und das ist einer der Gründe, dass es einfach nicht aus der Hand gelegt werden kann. Außerdem ist das Tempo äußerst rasant, der Schreibstil ist flüssig, und die Cliffhanger am Ende der Kapitel treiben die Leser gnadenlos weiter. Auch diesmal ist wieder ein aktuelles Thema eingebaut, ohne dass es aufgesetzt wirkt.
Das Ende schließlich ist völlig unerwartet und lässt einen den 'Augensammler' in einem ganz neuen Licht sehen.
Wie schon beim letzten Buch hat Sebastian Fitzek es mal wieder geschafft, mich in Erstaunen zu versetzen. Denn er hat sich mit seinem neuen Thriller erneut gesteigert. Wo soll das denn noch hinführen? Wie will er das noch toppen? Wie viel Wahnsinn ist denn noch möglich, ohne eingewiesen zu werden?
Schade, dass wir jetzt wieder ein Jahr warten müssen, um diese Fragen beantwortet zu bekommen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2012
Ich konnte es kaum erwarten die Fortsetzung zum Augensammler zu lesen. Das Buch ist temporeich erzählt und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Da kommt keine Langeweile auf! Zudem gibt es eine Wendung in der Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte. Das macht einen erstklassigen Thriller aus. Bin auf das nächste Buch sehr gespannt.
Für alle die gerne extrem spannende Thriller lesen: BUCH KAUFEN!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem ich den "Augensammler" durch hatte, habe ich auch den zweiten Teil verschlungen! Für meinen Geschmack ist Fitzek hier auch der große Wurf gelungen, denn "Der Augenjäger" übertrifft seinen Vorgänger nochmal in sämtlichen Bereichen, was ja heutzutage nicht mehr die Regel für einen zweiten Teil ist. "Der Augenjäger" ist noch einmal ne ganze Ecke spannender, Nervenaufreibender, noch packender, wieder hervorragend undurchsichtig geschrieben und mit einem dicken Knall am Ende versehen. Ein absolut gelungener Thriller und ein noch besserer zweiter Teil, der mit dem "Augenjäger" ein großes Ganzes ergibt! Von meiner Seite verdient dieses Buch nicht weniger als 5 Sterne.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2011
Wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, sollte man lieber auf das Lesen meiner Rezension verzichten.

Noch vom Verlust seines Sohnes gezeichnet, muss Zorbach mit einer neuen Bedrohung fertig werden. Diese heißt Dr. Suker.
Suker ist tagsüber einer der besten Augenchirurgen der Welt, doch nachts schneidet er Frauen die Augenlider ab und misshandelt sie so sehr, dass sie sich anschließend selbst umbringen.
Wieder an Zorbachs Seite, Alina Gregoriev, die einen ganz besonderen Draht zu Suker hat.

Zwar rückt der Täter, wie hier von vielen kritisiert, wirklich eher in den Hintergrund und überlässt den Hauptcharakteren mehr Bücherseiten, doch das hat mich nicht gestört. Man bekommt trotzdem genug von den Taten des Augenjägers mit.
Der Augenjäger beginnt, wo der Augensammler aufgehört hat und Schockt einen direkt von Anfang an.

Zuviel möchte ich auch nicht verraten, aber es ist auf jeden Fall wieder ein Fitzek wie man ihn kennen und lieben gelernt hat. Ja, ich bin auch eine von denjenigen, die Fitzek in den Himmel loben, aber so ist es nun mal für mich. Ich finde ihn klasse, er ist einer der besten deutschen Thriller-Autoren und wenn man ihn trotzdem nicht mag, ist das auch ok, wir mögen ja Gott sei dank nicht alle die gleichen Bücher ;)
Etwas gestört hat mich jedoch die etwas unlogische Weiterentwicklung der Figur Zorbach, hier hätte Fitzek doch eher einen Gang zurückschalten sollen.
Das macht er aber mit den vielen Wendungen wieder wett, die mich das ein oder andere Mal mit offenem Mund haben weiterlesen lassen. Vor allem das Ende ist ihm unglaublich gut gelungen, ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall zuerst den Augensammler gelesen haben sollte, bevor man sich an den Augenjäger wagt. Man versteht dann die Charaktere zum einen besser und zum anderen kommen die vielen Wendungen (vor allem die am Ende) einfach viel überraschender. Hat man den Augensammler noch nicht gelesen, läuft man Gefahr, die Wendungen nicht zu verstehen, bzw. sieht sie nicht als solche, weil man die ganze Vorgeschichte nicht kennt.
Also mein Fazit: Lesen sie unbedingt der Augenjäger, aber auf jeden Fall erst nach dem Augensammler!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Er war einmal Polizist, der Alexander Zorbach, der inzwischen als Journalist Jagd auf einen Serienmörder macht, der das älteste Spiel der Welt auf grausame Weise neu erfunden hat: Verstecken.
Der Augensammler, wie man den Verbrecher getauft hat, hat es auf Familien abgesehen. Er tötet die Mutter, verschleppt das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden, nein, 45 Stunden und sieben Minuten, Zeit, das Opfer zu finden, bevor es in seinem Versteck stirbt. Der Vater sucht natürlich nicht allein, die Polizei und die durch Medien angestachelte Öffentlichkeit dürfen mitspielen. Die Spielregeln stellt der Augensammler auf, und er hält sich daran. Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge und ihr Todeszeitpunkt entspricht exakt der eingeräumten Frist.

Sebastian Fitzek ist es mit diesem Buch gelungen, mich zu fesseln und bis zur letzten Seite die Spannung nicht abreißen zu lassen. Wen hatte ich unterwegs durch die Seiten des Thrillers nicht alles im Verdacht … die falschen Fährten sind geschickt gelegt, das Unerwartete geschieht wirklich unerwartet, das Grauen hat seinen Namen verdient.
Ich habe letztes Jahr eine Lesung mit Sebastian Fitzek besucht, daher wusste ich bereits, dass »Der Augensammler« ein paar Besonderheiten bietet, die in Büchern sonst eher nicht zu finden sind. Die Seitennumerierung läuft rückwärts wie die Kapitelzahlen, es gibt nicht den einen Erzähler, sondern mehrere Personen wechseln sich ab, darunter der Augensammler selbst, der gut formulierte E-Mail zu schreiben vermag; auch die Perspektive eines entführten Kindes in seinem Gefängnis fehlt nicht. Die Frist bis zum Ablauf des Ultimatums steht am Beginn jedes neuen Abschnittes – und dass der Leser tatsächlich rückwärts bis zum Zeitpunkt des wirklichen, des unaussprechlichen Verhängnisses liest, erschließt sich erst ganz am Ende.
Als die letzte Seite gelesen war, fand ich mich entsetzt und atemlos bei Kapitel 1 wieder und stellte fest: Ein grandioses Buch aus der Feder eines herausragenden Erzählers, der inzwischen an der Fortsetzung der Geschichte arbeitet.
Via Facebook kann ich gelegentlich vom Fortschritt seiner Arbeit Kenntnis nehmen. Nach der Lektüre dieses Werkes bin ich mir ziemlich sicher, dass Augensammler Nummer 2 alles andere sein wird als ein müder Abklatsch oder verwässerter Aufguss. Dafür ist Sebastian Fitzek ein viel zu guter Autor.

Mein Fazit: Lesen! Und zwar sofort, sonst läuft das Ultimatum ab.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2012
Ich bin durch das Buch Seelenbrecher" zufällig auf Sebastian Fitzek gestoßen. Der Augenjäger war jetzt das fünfte Buch, das ich regelrecht verschlungen habe. In den Bänden, die ich bis jetzt gelesen habe, stehen immer psychisch kranke Menschen im Mittelpunkt und nicht wie sonst eher üblich Ermittler, die einen Fall lösen, was dem Leser einmal Abwechslung bietet. Dabei schreibt der Autor so spannend, dass man als Leser von der ersten Seite ab nicht mehr von dem Buch lassen kann. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil tun ihr übriges, dass man von einem regelrechten Lesevergnügen sprechen kann. Der Augenjäger ist der Folgeband auf den Augensammler und ich bin froh, diesen zuvor gelesen zu haben. Aber der Autor warnt ja schon im Vorwort, dass man wenn man beide Titel lesen möchte mit dem Augensammler beginnen soll. Zum Inhalt nur so viel, dass es höchst spannend ist, wie der Augensammler und der Augenjäger miteinander verwoben sind. In diesem Band spielen das blinde Medium Alina Gregoriev und der ehemalige Polizist und jetziger Reporter Alexander Zorbach wieder die Hauptrollen. Ein neuer Killer, der seinen Opfern die Augenlider abschneidet und sie anschließend vergewaltigt und freilässt, kommt ins Spiel. Die freigelassen Frauen begehen alle Selbstmord. Alina Gregoriev wird um Mithilfe gebeten. Sie soll durch körperlichen Kontakt mit diesem bereits inhaftierten Mörder beweisen, dass dieser schuldig ist. Außerdem soll sie Alexander aus seinem Trauma befreien. Alina lässt sich auf die Bitte der Polizei ein und wird in einen Strudel von Grausamkeit gezogen. Auch Alexander bleibt nicht verschont.
Man könnte fast glauben, der Autor erkennt die Gedanken des Lesers. Sobald sich ein Verdacht auftut, liefert er wieder eine Szene, die alle Vermutungen zunichtemacht. Also Spannung pur. Auch beim Schluss hat mich Sebastian Fitzek wieder verblüfft. Als Leser hofft man ja dann doch auf ein Happy End, was man dann, wenn auch nur kurz (mehr will ich nicht verraten) geliefert bekommt.
Also wieder ein Titel von ihm für den ich nur die volle Leseempfehlung aussprechen kann. Ich freue mich schon auf seine anderen Bände, die auf jeden Fall gelesen werden.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2012
Die aktuellen Neuerscheinung Sebastian Fitzeks ist das Buch Der Augenjäger". Auch dieses Werk des Berliner Bestsellerautors wird mit Sicherheit wieder ein großer Erfolg. Nach dem ich schon begeistert seinen Psychothriller der Augensammler verschlungen habe, freute ich mich besonders auf dieses Buch, bei dem es ein Wiedersehen mit der Blinden Alina Gregoriev und natürlich auch mit Alexander Zorbach gibt.

Schon die Kurzbeschreibung des Buches machte Lust auf mehr: Hauptfigur ist Dr. Suker - ein Augenarzt. Und Psychopath...! Er führt zwei Leben: Zum einen ist er ein hervorragender Arzt, aber auf der anderen Seite tun sich die dunkelsten Abgründe auf, wenn er Patientinnen eine besondere Behandlung zu kommen lässt und sie auf abartigste weise quält und verstümmelt. Da die Polizei im Dunkeln tappt und keine hieb und stichfesten Beweise hat, wird die Physiotherapeutin und Medium Alina Gregoriev zu dem Fall hinzugezogen. Für sie beginnt nun ein Spiel um Leben und Tod.

Die gut 430 Seiten des Buches waren sehr gut zu lesen und man konnte es zügig durchlesen, da es eine rasante Geschichte ist die einen fesselt. Flüssig geschrieben und mit viel Spannung wie schon der erste Band dieser Reihe. Sehr gut gefiel mir, dass der Autor zu Beginn gewarnt hat, dass hier alles aus dem 1. Band verraten wird. Eine gute Warnung, da wenn man ihn im Nachhinein erst lesen wollte, hier die komplette Spannung nach meinem empfinden weg wäre. Nun aber zu der eigentlichen Geschichte des neuen Teils: auch hier laufen wieder verschiedenen Handlungen parallel nebeneinander. Neben dem Medium Alina Gregoriev und dem Journalisten Alexander Zorbach gibt es nun eine weitere Hauptfigur: Johanna Strom, der von ihrem Mann schreckliches Leid zugeführt wurde und die sich seither in Behandlung begeben musste. Johannas Martyrium ist aufs grausamste geschildert und man kann sehr gut nachvollziehen, warum sie daran zerbrochen ist. Durch schicksalhafte Fügung werden die Wege dieser drei Personen zusammengeführt und so begegnet der Leser zum Beispiel auch Johannas Tochter Nicola, die unvorstellbares durchleiden muss. Da Fitzek immer für die eine oder andere Überraschung gut ist, gibt es in dem Werk immer wieder erstaunliche Wendungen, mit denen man nicht immer gerechnet hätte und die teils etwas unglaubwürdig sind, aber dafür noch mal einen richttigen Schocker" mit sich bringen. Ein toller Eyecatcher ist auch der beiliegende Zeitungsartikel / Lesezeichen, den ich erst beim Lesen etwas weiter hinten entdeckt habe - eine wirklich gelungene Idee, die auffällt! Mein Fazit: Kein Buch für schwache Nerven mit hohem Gruselfaktor und Spannung pur. Fünf Sterne für ein Buch, das ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann und ich freue mich schon sehr auf Band 3, der sich wirklich anbieten würde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2011
Natürlich kann das neueste Werk von Sebastian Fitzek in sich abgeschlossen als eigenständiger Thriller gelesen werden, für die nötigen Informationen sorgt Fitzek geschickt auf den ersten Seiten des Buches. Aber im eigentlichen Sinne ist der 'Augenjäger' die direkte Fortsetzung des 'Augensammlers' mit gleichem Personal (nun ja, einiges an Überraschungen wird auch hier auf den geneigten Lesern auf den ersten Seiten warten) und der inneren Fortsetzung der Geschichte, die im letzten Buch begann.

Eine Geschichte, die ein wahres Feuerwerk an überraschenden Wendungen bereit hält und mit hohem Tempo von Fitzek vorangetrieben wird. Just in jenen Augenblicken, in denen der Leser, vor allem nach den ersten 50 'Hochgeschwindigkeitsseiten', sich meint, zurücklehnen zu können und einigermaßen nun die Verhältnisse der intensiv gezeichneten Figuren untereinander einschätzen zu können, genau da führt Fitzek eine neue Volte ein, die wieder das vermeintliche logische Gebäude in den Grundfesten erschüttert und ganz neue Stränge vor die Augen legt. Eine Wendung, die beileibe nicht die letzte im Buch bleibt. Bis zur fast letzten Seite wird der Leser immer wieder sich innerlich neu einstellen müssen, um den Gesamtzusammenhang der Ereignisse und der Figuren erkennen zu können und die dramatischen Folgen der vielfachen Fehleinschätzungen im Buch im Gesamten vor Augen dann liegen zu haben.

Augen, jene kostbaren Organe, die man unwillkürlich zu Zeiten im Buch fast zuhält, um sie zu schützen. Zum Glück verzichtet Fitzek darauf, in allen blutigen Einzelheiten die Techniken des 'Augenjägers' zu beschreiben. Die Details, die er beschreibt und die Ergebnisse der 'Arbeit' des augenfixierten Serienvergewaltigers reichen bereits aus, um durchgängig Unwohlsein hervorzurufen. Da, wo einer Lider entfernt, damit die Opfer ihre Augen vor einer unnennbaren 'Schuld' nicht zu schließen vermögen und die durchgängig weiblichen Opfer dann brutal vergewaltigt. Opfer, die dies in der Regel nur solange überstehen, bis sie Gelegenheit zum Selbstmord finden.

Die blinde Alina mit ihrer speziellen Gabe, ein stückweit zumindest die Zukunft schauen zu können, wird von der Polizei hinzugebeten, um, so möglich, Indizien gegen den Hauptverdächtigen Dr. Zarin Suker zu 'sehen', damit dieser nicht aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt werden muss. Das gelingt ihr nicht in ausreichendem Maße, Zuker kommt frei und nun ist niemand im Buch mehr seines Lebens wirklich sicher. Mit Alina hat er ganz spezielle Pläne, Pläne, die auch eine andere, junge Frau betreffen. Pläne, die durchaus zurückreichen in die Ereignisse des letzten Buches um den Journalisten Alexander Zorbach herum, dessen Frau ermordet und dessen Sohn am Ende des 'Augensammlers' entführt wurde. Zorbach, der zu Anfang des Buches dem als sicher identifizierten Mörder Frank Lahmann hinterher taumelt, um seinen Sohn Justin innerhalb der Zeit des Ultimatums zu retten. Eine Rettung mit perfiden Bedingungen und dem ersten lauten Überraschungsknall des Buches.

Ein Buch, in dem sich niemand darauf verlassen kann, dass gut gut ist und böse eben böse. Dass ständig die Linien zwischen Freund und Feind zu verwischen vermag und sich in keiner Form scheut, auch den eigentlichen Hauptfiguren inneren und äußeren Schaden zuzufügen. Schaden, der letztlich Wirkung zeigen wird, der nicht einfach plötzlich heldenhaft überwunden wird. Bis zur letzten Seite hin hält Fitzek Tempo und Volten, Wendungen und Hintergründe im Buch, die ein Ausruhen des Lesers nicht zulassen. Trotz der ein oder anderen Ungereimtheit (zwei Frauen, die eine schwer verletzt, die andere körperlich und psychisch am Ende, lassen sich auf der Fahrt eigentlich ins Krankenhaus doch noch absetzen für einen privaten Besuch? Nie, wenn die geschilderten Verletzungen zutreffen!), erleidet die hervorragend konstruierte Geschichte in ihrem roten Fadem durch solch (wenige) unrealistische Ereignisse keinen Abbruch. Von der ersten Seite an wird der Leser in das Geschehen um Alina, Alexander, Zuker, Lahmann und der ermittelnden Polizisten hineingezogen und nach einem Parforceritt über gut 400 Seiten ebenso mitgenommen hinterlassen, wie die Protagonisten im Buch. Nichts bleibt, wie es scheint und dennoch wirkt nichts an den Haaren herbeigezogen.

Spätestens nach der Lektüre des 'Augenjägers' dürfte klar sein, warum Fitzek einer der wenigen deutschen Thrillerautoren ist, der international erfolgreich reüssiert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2015
Ich habe vor einigen Monaten ja bereits Sebastian Fitzeks ‚Der Augensammler‘ gelesen und mag seinen Stil ja sehr. Vor allem für seine trickreichen Wendungen und Vorkommnisse, die ich nicht hervorgesehen habe, finde ich faszinierend. Doch ganz ehrlich: Vergisst den Augensammler, seht zu dass ihr den Augenjäger liest :D Der Augenjäger ist der Folgeband und einfach nochmals viel spannender, trickreicher und für mich einfach total undurchschaubar. Wer allerdings Band 1 nicht gelesen hat, sollte dieses dringend nachholen, denn im Augenjäger wird das Ende bekanntgegeben, so dass man die beiden nicht durcheinander lesen sollte. Man kann sie aber auch jeweils getrennt lesen. Ich fand es wirklich seeehr spannend und Fitzeks Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist ein deutscher Autor, so dass es keine merkwürdigen Wortwendungen durch die Übersetzung gibt.

Hier spielt Alina eine ziemlich große Rolle, so war sie im letzten Band doch meistens eher ein Anhängsel von Zorbach. Alina ist eine schwierige, wenn auch sympathische, Persönlichkeit, mit welcher ich mich zwar nicht identifizieren kann oder möchte, und sie dennoch mag. Meistens ist es mir ein Dorn im Auge, wenn ich mich mit Protagonisten so überhaupt nicht identifizieren kann, in diesem Fall stört es mich nicht.

Wie bereits erwähnt, ist so gut wie nichts so, wie es scheint. Das scheint Sebastian Fitzeks Stärke zu sein und ich glaube langsam, dass ich einen neuen Lieblingsautor habe. Obwohl ich sagen muss, dass ich es als sehr beängstigend empfinde, dass er es schafft, mir das Tatmotiv so nahe zu bringen, dass ich beinahe schon Verständnis für den/die Täter aufbringen kann. Aber nur fast!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. September 2012
"Augenjäger" ist sowohl Fortsetzung von "Augensammler" als auch eigenständiger Roman. Da "Der Augensammler" auch ein lohnendes Buch ist, schadet es nicht, "Augensammler" vorher zu lesen.
Die Story beginnt mit einer psychisch kranken Frau und ihrer Familie. Oder das, was davon übrig ist. Eine pubertierende Tochter, welche zum Vater muss und eine bedeutende Rolle in dem Roman spielen wird. Die Frau begegnet jeden Tag bei ihrem Klinikspaziergang einem älteren Mann. Sie reden kein Wort, es ist nur eine Routine. Irgendwann spricht der Mann sie aber an. Und ihre Meinung, einen netten, älteren Mann vor sich zu haben, ändert sich schlagartig. Mit freundlichen Worten spricht der Mann zu Johanna (die Frau), der Inhalt seiner Worte ist aber alles andere als nett. Sie bedrohen das Leben ihrer Tochter. Die Beiläufigkeit, mit der Fitzek dieses Gespräch führt ist schon fast bösartig zu nennen.
Die Tochter findet sich dann auch prompt in Gefangenschaft wieder.
Alina - die blinde Physiotherapeutin mit Visionen, wird von einer Frau aufgesucht, welche um das Leben ihrer Tochter bangt und so geht die Suche mit Hilfe des abgefrackten Alexander Zorbach (da ist das Buch "Der Augensammler" zu Verständnis ganz hilfreich....) los.
Am Ende ist nichts mehr so wie es scheint. Auch das Buch "Der Augensammler" scheint plötzlich auf den Kopf gestellt. Man wird überrumpelt, überrascht, aber dennoch macht alles einen Sinn.
Nur den Epilog des Buches, den hätte sichFitzek sparen können. Nicht jedes Buch hat eben ein Happy end. Trotzdem 5 Sterne.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Der Augensammler: Psychothriller
Der Augensammler: Psychothriller von Sebastian Fitzek (Taschenbuch - 1. Juni 2011)
EUR 9,99

Die Therapie
Die Therapie von Sebastian Fitzek (Taschenbuch - Juni 2006)
EUR 9,99

Der Seelenbrecher
Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek (Taschenbuch - 1. Oktober 2008)
EUR 9,99