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5.0 von 5 Sternen Karikatur vermeintlichen Gutmenschentums
John erbt von seinem Ersatzvater eine Lodge in Tansania, wo er von diesem auch zum Jäger ausgebildet wurde. Seine Braut Mara zieht zu ihm. Zu Ersatzvaters Lebzeiten wurden im Gästehaus Jagdreisende beherbergt und entsprechende Safaris veranstaltet. Das will John mit seiner Mara nun ändern. Die Lodge soll ausschließlich für Touristen da sein, die...
Vor 6 Monaten von K. Roth veröffentlicht

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Lebe deine Träume - bevor sie zu Staub zerfallen."
"Roter Hibiskus" (oder "A Hunter`s Wife" wie das Buch treffender im Original heißt) ist ein Liebesroman vor der exotisch anmutenden Kulisse Afrika`s. Katherine Scholes hat ihre Geschichte in den Farben des Kontinents gezeichnet und sich dabei einer schönen Szenerie und attraktiven Menschen bedient.

Mara und ihr Mann John Sutterland leben auf einer...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von Regina Berger


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Lebe deine Träume - bevor sie zu Staub zerfallen.", 6. Oktober 2009
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
"Roter Hibiskus" (oder "A Hunter`s Wife" wie das Buch treffender im Original heißt) ist ein Liebesroman vor der exotisch anmutenden Kulisse Afrika`s. Katherine Scholes hat ihre Geschichte in den Farben des Kontinents gezeichnet und sich dabei einer schönen Szenerie und attraktiven Menschen bedient.

Mara und ihr Mann John Sutterland leben auf einer Safari-Lodge in Tansania. John verdingt sich als Jäger, als die Lodge während seiner Abwesenheit zum Drehort für einen Hollywood-Film wird. Mara und der Hauptdarsteller Peter kommen sich näher und es entwickelt sich eine malerische Liebesgeschichte. Als Mara`s Ehemann John auf Raynor Lodge zurückkehrt, kommt es zur Katastrophe.

Die sanfte Geschichte baut sich liebevoll auf, bis eine harte Wendung eintritt. Am Ende steht ein viel zu kurz geratener Epilog mit einem Rückblick über eine Zeitspanne von 25 Jahren. Dieser läßt durch die auf wenige Seiten gepackte Abhandlung vermuten, daß der Roman fertig werden mußte. Beim Film würde man sagen: `Schnitt`; denn die vielen bunten Bilder, die anfangs durch den ausgeschmückten Erzählstil heraufbeschworen wurden verblassen dadurch sehr schnell und müssen für eine reine Aufzählung der Geschehnisse Platz machen.

Es scheint fast so, als hätte die Autorin die Freude am Schreiben zum Ende des Buches hin verloren. Schade! Denn an das erste Buch von Katherine Scholes "Die Regenkönigin" reicht "Roter Hibiskus" keinesfalls auch nur annähernd heran.

Dessen ungeachtet, wer Lust auf eine Liebesgeschichte untermalt mit schönen Landschafts- und Tierbildern hat, wird mit diesem Buch dennoch seine Freude haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen abgehakter Schluss, 10. April 2011
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
Angetan von dem landschaftlichen Hintergrund in Kombination mit einer zarten Liebesgeschichte, wollte ich dieses Werk auch einmal lesen. Katherine Scholes war mir bis dato eine unbekannte Autorin, machte mich allerdings durch ihre bekannten Werke sehr neugierig.

Mara zieht von Australien zu ihrer großen Liebe John nach Tansania. 1968: Drei Jahre später steht ihre Ehe auf der Kippe, denn John hat sie betrogen und die Raynor Lodge steht vor dem Bankrott. Während John verzweifelt nach einem Kredit in die weit entfernte Stadt reist, kommt unerwartet ein Filmteam auf die Raynor Lodge und mietet sich für zwei komplette Wochen dort ein. Dabei lernt Mara den attraktiven, verheirateten Schauspieler Peter kennen und verliebt sich in ihn. Als John zurückkommt überschlagen sich die Dinge. Sie bemerkt, dass sie schwanger ist.

Der Einstieg verspricht ein einfühlsames Werk. Anschaulich, lebendig und farbenfroh versucht die Autorin dem Leser das Land Tansania, aber auch die Protagonistin Mara näher zu bringen. Beim Land gelingt ihr das ohne große Schwierigkeiten. Mara hingegen wird als 27 jährige Frau beschrieben, die von ihrer Art eher wie 40 wirkt. Anfangs wirkt sie kalt und war mir völlig unsympathisch. Je mehr man die Hintergründe für ihr Verhalten versteht, desto liebenswerter erscheint Mara. Die Liebesgeschichte zu ihrem Mann und die traurigen Fakten erfährt der Leser in vielen kleinen oder großen Rückblenden.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo Peter auf der Lodge eintrifft, hat mir das Lesen wirklich viel Freude bereitet. Die Beschreibungen der Schauspieler, die Tätigkeiten während eines Drehs vor und hinter der Kamera und Allüren der Stars wirkten zu langatmig und ruinierten die gesamte Stimmung. Wer sich dafür interessiert, wird sehr viel über diese Arbeit erfahren, aber ich fand es einfach zu viel. Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und die zarte Romanze, die sich langsam anbahnt, verlieren sich leicht in den Filmtätigkeiten. Diese zwei Wochen ziehen sich fast über das gesamte Buch hin und ich stellte mir immer häufiger die Frage, wann nun endlich ihr Mann auftauchen würde. Wie im Zeitraffer läuft dieses Wiedersehen ab und endet abrupt und tragisch. Als Leser habe ich weder mit einem solchen Schluss gerechnet, noch fand ich ihn besonders gut umgesetzt. In mir kam das Gefühl auf, dass die Autorin nach 400 Seiten endlich merkte, dass sie auch mal zum Ende kommen muss und nicht wusste wie. Statt die Protagonistin zu einer Auseinandersetzung zu bringen, umgeht sie diese geschickt, obwohl genau dies eigentlich von jedem Leser seit dem Lesen des Klappentextes erwartet wurde. Ich war für meinen Geschmack enttäuscht. Wenn man bedenkt, wie lang die Dreharbeiten abgehandelt wurden, und der wesentliche Aspekt einfach so kurz eingebunden wurde.
Allerdings endet die Geschichte nicht nach seinem abrupten Ende, sondern wird in einem Epilog noch einmal aufgegriffen. Hatte Katherine Scholes Angst, dass ein trauriges Buch sich weniger verkauft?! Es klingt unglaubwürdig und wirkt deplatziert.

Was die landschaftlichen Beschreibungen angeht, kann ich das Buch empfehlen. Den Rest fand ich allerdings zu schlecht, als das ich ihn jemanden empfehlen könnte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ich war enttäuscht...., 20. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
Als mir dieses Buch in der Bücherei über den Weg lief", freute ich mich sehr. Hatte ich doch schon die Regenkönigin, Traumtänzerin und Sturmfängerin gekauft und voll Freude verschlungen.
Regenkönigin und Traumtänzerin waren super toll, bei Sturmfängerin schwächelte die Autorin für mich schon ein bisschen. Vom Roten Hibiskus" bin ich aber wirklich enttäuscht. Zum Inhalt ist ja schon genug geschrieben worden. Wer die anderen Bücher gelesen hat, weiß, dass eigentlich zwei Geschichten immer in einem Roman erzählt werden und dabei - insbesondere bei Regenkönigin und Traumtänzerin - die Geschichte des Landes und der Bevölkerung sehr lebendig einem nahe gebracht wird.
Dies habe ich hier sehr vermisst. Es ist nett geschrieben, aber im Verhältnis zu den anderen zu seicht. Der Epilog ist ein für mich hastig geschriebener Rückblick von ca. 20 Jahren. Ich habe den Eindruck gehabt, dass unbedingt noch einige Seiten gefüllt werden mussten. Schade.
Deshalb nur 3 Sterne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geduld ist hier gefragt!!!, 17. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
Die ersten 100 Seiten habe ich mich ständig gefragt, ob es denn wohl irgendwann spannend wird, oder ob ich aufhören soll zu lesen. Ich habe Wochen gebraucht, bis ich endlich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, denn es war mehr als langweilig!
Kann ich absolut nicht empfehlen und ich frag mich, wie das zu dem Aufkleber "Bestseller" kommt.
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5.0 von 5 Sternen Karikatur vermeintlichen Gutmenschentums, 8. Juni 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
John erbt von seinem Ersatzvater eine Lodge in Tansania, wo er von diesem auch zum Jäger ausgebildet wurde. Seine Braut Mara zieht zu ihm. Zu Ersatzvaters Lebzeiten wurden im Gästehaus Jagdreisende beherbergt und entsprechende Safaris veranstaltet. Das will John mit seiner Mara nun ändern. Die Lodge soll ausschließlich für Touristen da sein, die zum Erholen und Beobachten der Tierwelt kommen. Diese finden sich aber nicht, da die Ausstattung zu wünschen übrig lässt. Das Paar veranstaltet also weiter Jagdsafaris und nimmt vom Erlös den Ausbau der Lodge in Angriff. Doch auch die Jagdnachfrage hält sich in Grenzen, die Kosten überschreiten bald die Einnahmen. So schulden sie dem Personal den Lohn und lassen bei den Händlern anschreiben. Hinzu kommt für Beide die emotionale Belastung durch die zur Jagd gehörenden Morde an Löwen & Elefanten.
In dieser Situation lässt die herzensgute Mara John mit den Safaris hängen. Aufgrund ihrer Empfindsamkeit kann sie da einfach nicht mehr mitmachen. Und auch sonst nicht viel, was sie allerdings anders wahrnimmt. Mara fühlt sich wichtig mit der Überwachung des Lodge – Personals (das in ihrer Abwesenheit gut zurecht kam) etc., was zu ihrem Leidwesen von John nicht besonders gewürdigt wird. Und sie kommt auch nicht auf die Idee, mit einem eigenen Job Geld zu verdienen, wie ihre Freundin, die schneidert und mit Stoff & Kurzwaren handelt. Immerhin fällt Mara auf, dass John und sie sich emotional voneinander entfernen. Beim Durchforsten seiner Kommode findet sie auch noch den Beweis, dass John eine kurze, leidenschaftliche Liaison mit einer Touristin hatte. Für Mara kein Anlass, ein klärendes Gespräch oder gar nach einem gemeinsamen Weg zur Veränderung / Verbesserung der Gesamtsituation zu suchen. Als schließlich fast nichts mehr zum Essen und Trinken da ist, geht John auf Reisen, um nach einem Geldverleiher und einem Job Ausschau zu halten. Da schlägt eine Filmcrew in der Lodge auf und Mara verliebt sich in den Hauptdarsteller...

Die Klasse des Buches liegt für mich in der durch Mara karikierten, nahezu ausschließlichen Werthaltung der Emotionalität eines vermeintlichen Gutmenschen, während es die "Nebendarsteller", wie John, das Lodge-Personal, die Filmcrew etc. sind, die sich tatsächlich für ihren Unterhalt und den ihrer Familien, abrackern.
Und es hält jede Menge Gags bereit, z. B. wenn Mara sich bei Johns Abreise Gedanken macht, dass das Funkgerät nicht funktioniert, obwohl sie gar nicht mit ihm reden möchte; oder wenn sie stolz darauf ist, die Küche „kulturgerecht“ durch die richtige (Chefinnen-) Tür zu betreten, während sie den alten Koch seit Wochen umsonst arbeiten lässt etc.
Besonders gelungen finde ich zudem das Ende. Dazu gehört zum einen, dass die Autorin bis zum Schluss hoffen lässt, Mara werde endlich mit John sprechen, während diese das Reden wiederum ihm überlässt, bis ihre Gelegenheit, ganz überraschend und schnell, endgültig vorbei ist. Zum anderen stellt sie Mara nach vielen Jahren einen reichen Partner an die Seite, der sie einst dafür gelobt hat, dass sie einen kleinen, x-mal gehörten Text (bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen) auswendig hersagen konnte.
Und weil die Zwei so gut zusammen passen ist es quasi ein „gutes“ Ende, von dem man gleichzeitig Bauchschmerzen bekommt. Und das hat sie, zack, als letzten Gag in den Epilog gesetzt.
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4.0 von 5 Sternen Roter Hibiskus, 8. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
Es ist ein interssantes Buch über Afrika genauso wie die anderen Ausgaben von Katherine Scholes.
Kann ich gut weiter empfehlen.
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4.0 von 5 Sternen schöner Abenteuerroman, 5. Oktober 2011
Ein schöner Afrikaroman wenn auch das Ende absehbar ist. Ein richtig romantischer , sehr afrikanischer Roman gerne auch für einen gemütlichen Leseabend.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klein, aber fein, 9. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Roter Hibiskus (Taschenbuch)
"Roter Hibiskus" ist ein schöner Roman für einen müden, empfindsam veranlagten Tag, an dem man nichts anderes möchte, als gedanklich einfach in ein fernes Land zu entfliehen, ohne sich dabei mit Historie belasten zu müssen oder sich von einer spannenden Handlung aufwühlen zu lassen.
Katherine Scholes fängt auf fühlbare Weise die Atmosphäre Afrikas und den gleichmütigen Alltag der Menschen auf einer schlichten Lodge nahe einer kleinen Stadt ein. Für persönliche Probleme ist kaum Zeit, für schmerzhafte Gefühle kein Platz, und bestens an diese rauhe Welt angepasst ist Mara, die Hauptperson des Buches. Sie ist eine attraktive, leidenschaftliche Frau, bekommt aber keine Gelegenheit, beides auszuleben. Sie muss neben ihrem Mann bestehen, der sich sein Geld mit Jagdsafaris verdient, und kann sich keine Schwäche leisten. Stoisch lebt sie ihr Leben an seiner Seite, obwohl die Ehe am Ende scheint. Das Glück hat nur drei Jahre angehalten. (Das finde ich etwas unglaubwürdig. Mara ist 27, aber ihr Verhalten passt eher zu einer zehn Jahre älteren Frau, die schon deutlich länger verheiratet ist und in Afrika lebt.)
Die Liebesgeschichte, die sich dann zwischen ihr und dem Filmstar entspinnt, ist sehr simpel gehalten, was dem Ganzen eine hohe Realitätsnähe verleiht. So sieht es wohl aus, wenn zwei Menschen, die sich nur zwei Wochen lang kennen und aus extremen Gegensätzen entstammen, wider Erwarten zueinander hingezogen fühlen.
(ACHTUNG, es folgen ein paar kleine SPOILER !)
Leider nimmt die Geschichte dann einen Ausgang, der diese Glaubwürdigkeit wieder zunichte macht. Scholes konnte es sich wohl vorstellen, sich in einen Filmstar zu verlieben (wen sie da wohl vor Augen hatte ...), aber nicht, wie eine tatsächliche Beziehung mit einem aussieht. Je näher die wichtigsten Momente der Romanze zwischen Mara und Peter rücken, umso mehr wird alles gerafft und verliert sich schließlich im Lehren. Man betrachtet alles von außen wie durch eine blinde Linse (ein Roman darf keine solche Distanz schaffen!). Schließlich kehren die beiden dann kampflos wieder in ihr normales Leben zurück, Mara voller resignierter Trauer, bevor sie sich 25 Jahre später noch einmal treffen und einen neuen Anfang wagen. Wobei "neuer Anfang" vielleicht übertrieben ist, denn im Grunde ist zwischen den beiden nie etwas passiert. Ihre Liebe (?) besteht aus der Romantik der Dreharbeiten auf der Lodge und aus unerfüllter Sehnsucht.
Die große Katastrophe, die der Buchrückentext entkündigt, ereignet sich nie. Stattdessen findet Maras emotionelle Verwirrung ihre Lösung in einem tragischen Unfall, der sie davon erlöst, sich nach der "Affäre" mit ihrem Ehemann auseinandersetzen zu müssen. Dies ist der allergrößte Schwachpunkt des Buches, denn so einfach läuft im Leben selten etwas. Mara muss nicht kämpfen, sich der Sache nicht stellen, und alles verläuft sich einfach im Sande. Das nimmt dem ganzen Roman das Format.
Unbefriedigend ist auch die Darstellung des Filmgeschäftes. Eine Crew von einer Handvoll Leute mit einem Pick-up voller Ausrüstung dreht Material für eine riesige Hollywood-Produktion? Also wirklich! Man erfährt nichts über die Handlung des Films, denn Scholes scheint keine Idee für ein Drehbuch gehabt zu haben. Stattdessen gibt es fleißige Querverweise auf tatsächliche Streifen. Der weibliche Star ist klischeehaft dargestellt, alleine der Name Lillian Lane klingt konstruiert und kitschig. Die anderen Mitarbeiter sind platt, alles wird nur schablonenhaft angerissen. Man sollte meinen, Scholes, die doch selbst im Filmgeschäft tätig ist, besäße mehr Erfahrung über die Filmwelt. Stattdessen scheint es eher, als hätte sie ihren heimlichen Jungmädchentraum niedergeschrieben.
Das nimmt dem guten, interessant klingenden Ansatz letztendlich die Qualität. Schade darum. Dennoch, schlecht ist "Roter Hibiskus" nicht. Der Roman hat seine wertvollen Momente, und zum Entspannen ist er allemal gut.
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Roter Hibiskus
Roter Hibiskus von Katherine Scholes (Taschenbuch - 1. Oktober 2009)
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