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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Mischung aus Musik und Thriller
Dieses Werk ist auf seine ganz eigene Art und Weise einfach eines der Besten. Bisher habe ich keinen auch nur annähernd so guten vergleichbaren Thriller gelesen. Ob es Beethovens 10. nun gibt oder nicht, ist unwichtig. Was zählt ist, dass man als Leser in eine Welt abtauchen kann, in der man davon überzeugt ist, dass es möglich sein KÖNNTE...
Veröffentlicht am 2. April 2011 von Nicole und Ralf S.

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hab mir mehr erwartet
Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich mich auf einen rasanten Thriller gefreut - und bekam statt dessen eine Abhandlung über das Werk Beethovens, vermischt mit ein bisschen Freimaurertum, Illuminaten und - ach ja - einem Mord. Für diesen hat sich der Autor zwar eine spektakuläre Methode ausgedacht, trotzdem hat man während des ganzen Lesens das...
Veröffentlicht am 17. April 2009 von Bouquineur


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Mischung aus Musik und Thriller, 2. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Dieses Werk ist auf seine ganz eigene Art und Weise einfach eines der Besten. Bisher habe ich keinen auch nur annähernd so guten vergleichbaren Thriller gelesen. Ob es Beethovens 10. nun gibt oder nicht, ist unwichtig. Was zählt ist, dass man als Leser in eine Welt abtauchen kann, in der man davon überzeugt ist, dass es möglich sein KÖNNTE.
Zugegeben, Mr. Gelinek ist kein Patrick Graham, doch das muss er auch nicht. Die Feinheiten, die hier und da vll. ein wenig fehlen, die macht er mit seinem Wissen über die Musik an sich tausendmal wieder wett.
Aus diesem Grund kann ich mich der anderen Rezensionen auch so gar nicht anschließen.
1.) Ich habe mir das Buch nicht wegen des Klappentextes gekauft, sondern weil ich ein Beethoven-Liebhaber bin.
2.) Wenn man sich ein Werk über Beethoven kauft, dann sollte man davon ausgehen, dass auch der ein oder andere Fachbegriff fällt und wer sie nicht kennt, nun, der kann diese entweder aus dem Zusammenhang erschließen oder aber sollte sich vll. demnächst ein Fremdwörterlexikon zulegen.
3.) Ein Thriller muss nicht gepflastert sein mit unzähligen gefolterten und verstümmelten Leichen. Wer dies bevorzugt, der sollte einfach nur die Nachrichten einschalten, denn dann ist er mehr als nur genug bedient. (Oder einfach mal die Bildzeitung lesen, da gibts nicht nur mehr Leichen, sondern hey, [Ironie an]die reden sogar mit den Toten[/Ironie aus].
Zusammengefasst kann ich dieses Buch wirklich jenen ans Herz legen, die Freunde dieses wirklich großartigen Genies mit Namen Ludwig van Beethoven sind.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hab mir mehr erwartet, 17. April 2009
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich mich auf einen rasanten Thriller gefreut - und bekam statt dessen eine Abhandlung über das Werk Beethovens, vermischt mit ein bisschen Freimaurertum, Illuminaten und - ach ja - einem Mord. Für diesen hat sich der Autor zwar eine spektakuläre Methode ausgedacht, trotzdem hat man während des ganzen Lesens das Gefühl, dass der Mord nur ein Vorwand ist, um hemmungslos über Beethovens 10. zu spekulieren, von der man bis heute nicht weiß, ob sie jemals existiert hat. Die "fieberhafte Suche" besteht aus einem gelegentlichen Szenenwechsel zwischen Wien und Madrid, wobei der Handlungsstrang in Wien nur einen kleinen Part hat und lediglich zur Erklärung einiger Dinge in Beethovens Leben dient. Rasante Verfolgungsjagden erwartet man in diesem Buch vergebens. Dafür bekommt man eine Einführung in Musiktheorie, Morsecodes, Verschlüsselungstechniken und die Entstehung von Musikstücken. Man merkt deutlich, dass der Autor Musikwissenschaftler ist. Für Leser, die keine Ahnung von Musiktheorie oder den Werken Beethovens haben, dürften manche Dialoge zu fachbezogen sein um sie zu verstehen. Wer am Anfang gut aufgepasst hat, für den ist dann die Auflösung des Falls auch keine wirkliche Überraschung.

Zugute halten kann man dem Autor einen angenehmen und flüssigen Schreibstil der verhindert, dass in dem Buch Längen entstehen. Gut unterhalten habe ich mich, auch wenn ich das Buch insgesamt eher als durchschnittlichen Krimi betrachte. Zudem habe ich mich gelegentlich über erzählerische Schnitzer geärgert, bei denen ich nicht sicher bin, ob es sich um eine unglückliche Übersetzung handelt oder ob der Autor den Faden verloren hat. So beantwortete der Lebensgefährte des Opfer die Frage, wie lange die Beziehung zum Opfer bestand mit der Aussage: wir hätten nächste Woche Einjähriges gefeiert, wenige Seiten später berichtet er aber, dass er vor knapp zwei Jahren nicht mit zu einem Essen durfte, weil die Gastgeber ihn als schwulen Lebensgefährten nicht dabei haben wollten. Ein Blinder, berichtet, dass bei einem bestimmten Gegenstand der Abdruck eines weiteren Gegenstandes zu sehen gewesen sei und Computermonitore waren lt. Autor in grauer Vorzeit nicht monochrom sondern schwarz weiß.

Wer Beethoven kennt und mag und Krimis ohne viel Blut und mit mäßiger Spannung erwartet, der ist mit diesem Buch sicher gut bedient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und am Ende gibt es die 10. doch nicht..., 17. Juli 2009
Von 
Dancer "JH" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Eigentlich eine spannende Grundidee - Beethoven eine 10. Sinfonie anzudichten, die er der unbekannten Geliebten gewidmet hat und die seither verschollen ist. Im Zentrum steht ein junger Musikwissenschafler, der sich eigentlich mehr um seine schwangere Freundin als um Beethoven kümmern sollte, dies aber nicht tut - Prognosen für diese Beziehung dürfen abgegeben werden!

Die Idee, es könnte diese 10. Sinfonie geben, fasziniert ihn, wem ginge das nicht so! Dann wird der gute Daniel in einen Mordfall hineingezogen, denn der Dirigent, der den 1. Satz zu Gehör brachte, wird ermordet. Klar, so ein Manuskript würde auf dem Markt einige Millionen bringen... Entsprechend gibt es einige Interessenten. Übrigens wird im Roman nicht nur eine unbekannte Sinfonie gefunden, sondern gleich auch noch ein bisher unbekanntes Porträt des Komponisten.

Der Roman beginnt wirklich sehr spannend, verliert dann aber doch schnell an Spannkraft und Zug: da rollt weitgehend ein Standard-Krimi ab, ganz ordentlich geschrieben, ohne große Aha-Effekte, die musikwissenschaftlichen Infos sind nett dazwischengepackt. Das Ende ist, nun ja, auf englisch würde man sagen, "it suck's". Herr Gelinek hat hier den "deus ex macchina" bemüht, und das sogar doppelt - mit anderen Worten, der Schluß ist an den Haaren herbeigezogen und vollends albern. Man legt das Buch zur Seite und fragt sich, "wozu nun eigentlich der ganze Aufwand?"

Hinter diesem Pseudonym Gelinek steckt übrigens ein Musikwissenschaftler - und das merkt man dem Buch auf jeder Seite an. Anders gesagt: der Autor hat von Musik deutlich mehr Ahnung als von Charakteren und dem spannenden Aufbau einer Handlung. Es ist zuviel konstruiert, nicht wirklich glaubwürdig, zu schematisch im Ablauf. Außerdem denke ich, daß Leser/innen, die von klassischer Musik weniger Ahnung haben oder sich dafür nicht so interessieren, die ziemlich ausgedehnten musikalischen Passagen einfach als "too much" empfinden. Und wenn man die alle überblättert, könnte man genauso gut nur die Hälfte des Buchs kaufen... Also eher was für die Freunde der Wiener Klassik.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht wirklich ein Thriller, 1. Mai 2009
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Die Geschichte um die möglicherweise existente und verschollene 10. Symphonie selbst ist nicht wirklich überzeugend und als Thriller eher untere Mittelklasse.

Interessant sind die vielen musikhistorischen und musikwissneschaftlichen Informationen - zusammen mit Informationen aus anderen Wissensgebieten - und der Autor zeigt hier, dass er sein Primärthema gut beherrscht und auch gut darstellen kann. Nur leider, leider, schreibt er nicht wirklich gute Krimis. Aber wer etwas über die Fachgebiete des Autoren mit Schwerpunkt Beethoven lernen möchte, der wird hier gut bedient.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Musikalische Bildung, 1. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Dieses Buch bildet ein nettes Jonglieren mit musikalischem Bildungswissen.
Ansonsten langatmig, etwas oberflächig und für einen Krimi zu spannungslos.
Für den Musikliebhaber aber immerhin ganz amüsant.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön und doch fragwürdig........., 7. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Die 10. Symphonie" von Joseph Gelinek

Die letzte Seite ist umgeschlagen und der Krimi wird beiseitegelegt. Zeit dazu, sich Gedanken darüber zu machen, was man hier schreiben soll. Zunächst einmal, für alle, deren Lieblingsfach in der Schule Musik gewesen ist, die es gar als Leistungsfach gewählt haben und Beethoven (so wie ich) zu Ihren Lieblingskomponisten zählen, ist dieser Roman ein Leckerbissen. Warum ? Natürlich, da man eben dieses Hintergrundwissen braucht und all die musikhistorischen Kenntnisse benötigt, um alle offerierten Feinheiten und Winkelzüge wirklich goutieren zu können. Für alle anderen bleibt jedoch nur eine ziemlich schräge Handlung, die von Kapitel zu Kapitel immer fragwürdiger wird. Fazit: Für Musikfans ein Muß, für die Thrillerfreunde eher entbehrlich. Darum gibt's von meiner Seite hier auch nur 3 Sterne. So: und jetzt lege ich mir Beethovens 10. in der Aufnahme mit dem Czech Philharmonic Orchestra unter Leitung von Douglas Bostock auf. Es lebe Beethoven und all das, was er noch hätte schaffen könne, hätte er nur länger gelebt ! Zuzutrauen wären ihm die in diesem Krimi unterstellten Hypothesen in jedem Fall gewesen :-).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein solider Krimi, 12. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
"Die 10. Symphonie" ist wohl der musikalischste Thriller des Jahres: Der berühmte Dirigent Ronald Thomas wird enthauptet in einem Park bei Madrid aufgefunden - einen Tag nachdem er in einem Privatkonzert den ersten Satz von Beethovens verschollener zehnter Symphnoie aufgeführt hat. Die Polizei ist ratlos und bittet den Musikwissenschaftler Daniel Paniagua um Hilfe. Dieser hat eigentlich schon genug private Probleme mit seiner Freundin, begibt sich aber trotzdem fieberhaft auf die Suche nach der Lösung des Falls - und der zehnten Symphonie!

Joseph Gelinek ist selbst Musikwissenschaftler und Beethoven-Experte, was der Leser auch sehr schnell merkt, da man von Anfang bis Ende des Buches mit Musiktheorie versorgt wird. Ich fand es sehr interessant so viel über klassische Musik und vor allem über Beethoven zu erfahren - aber für Menschen, die dieses Interesse nicht teilen, ist das Buch wohl eher ungeeignet.
Die häufigen musiktheoretischen Einschübe tragen auch sehr dazu bei, dass die Handlung immer wieder ins Stocken gerät. Dennoch ist "Die 10. Symphonie" fesselnd und schlüssig geschrieben und hat mich bis zum Ende miträtseln lassen was tatsächlich hinter dem Mord an Thomas steckt.

Für Musikliebhaber ist dieser Roman also ein Muss und für alle anderen ein solider Kriminalfall.

"Joseph Gelinek" ist übrigens ein Synonym. Der "echte" stammte aus Böhmen und war zu Beethovens Zeit ein begehrter Klavierlehrer und Hauspianist des Wiener Adels.
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5.0 von 5 Sternen Die 10. Symphonie von Joseph Gelinek, 9. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Bei Gelinek bleibt die Spannung bis zuletzt. Nach " Die Geige des Teufels " war ich sehr gespannt auf dieses Buch.
Ich schließe mich den Lobpreisungen der anderen Leser an. Auch dieses Buch ist sehr gut geschrieben und
natürlich spannend. Hoffentlich gibt es bald mehr von diesem " spanischen Gelinek ".
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3.0 von 5 Sternen Roll over Beethoven, 25. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Sagte schon jemand, daß das kein Thriller ist, weil es nicht
thrillt? Ach, alle? :-) Da kann doch der arme Autor nix für,
das wird von den Verlagsläuchen draufgeknallt. Und selbst wenn,
wäre es kein Kriterium für mich.
Ein Kriterium bei Promifantasy (wenn ich diese Literaturgattung
mal ungenau so benamsen darf ist): Fühlt der Leser sofort den
Drang, die Wikipedia anzuwerfen? Und da kann ich Vollzug melden.
Sicher, es ist in diesem Punkt kein Meisterwerk wie "Flauberts
Papagei", was den Leser geradezu an den Ohren hinterherschleift,
aber der Autor hat seine Sache gut gemacht. Der Rest - nun ja,
für einen Krimi etwas unfair wenig Clues, ein Experte issa für
Musik und nicht fürs Romanschreiben, geben wir drei Sterne mit
Fleißbienchen für solide, neugierig machende Unterhaltung.
Sollte ich den anderen Titel auftreiben, der von einem
Mitrezensenten genannt wurde, bekommt der Autor sicher eine
zweite Chance.
Ta ta ta taaaaaa
tatä tatä tatäää.
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3.0 von 5 Sternen Interessant, aber mit vielen Problemen, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 10. Symphonie: Thriller (Taschenbuch)
Vorweg: im Laden wird dieses Buch meist als Thriller ausgeschildert. Mit dieser Erwartungshaltung sollte man aber nicht unbedingt an das Buch herangehen. Es handelt sich hier mehr um eine Art Krimi mit einiges an kulturuellem und intellektuellem Inhalt.

Die Grundstory des Buches klingt noch relativ einfach: ein Mann führt die sagenumwobene 10. Symphonie Beethovens auf und wird danach ermordet aufgefunden. Daniel Paniagua wird als Musikdozent an einer Uni von der ermittelnden Staatsanwältin angefordert, um als Sachkundiger bei der Erfassung des Mörders zu helfen, denn der Tote - Ronald Thomas - hat den Aufenhaltsort der Originalpartitur der 10. Symphonie mit Notencodes verschlüsselt. Ist das eigentlich noch relativ einfach und übersichtlich, so ist die Ausführung einfach nur chaotisch und verwirrend. Das Buch spielt in Österreich, die meisten Charaktere sind aber Franzosen, Spanier oder Italiener und es werden viele Zitate in diesen Sprachen gebracht, die an vielen Stellen nicht übersetzt sind. Besonders verwirrend sind hierbei definitiv die Namen, denn als Deutscher fällt es schon schwer, solche für uns teils absonderlichen Namen zu behalten und nicht durcheinander zu kommen, um welche Person es sich denn nun handelt. Verschlimmert wird das noch dadurch, dass im Buch einfach unheimlich viele Charaktere vorkommen, eindeutig zuviele. Die meisten wirken eher blass und unwichtig, obwohl sie teilweise eine größere Rolle übernehmen; über die meisten ist und wird nichts bekannt und viele kommen nach einer Zeit überhaupt nicht mehr aktiv vor, was besonders bei eigentlich vielversprechenden Figuren wie den Bonapartes oder der Tochter des Verstorbenen, Sophie, eindeutig schade ist.

Es wird einfach oft nicht klar genug definiert, ob es sich um eine Hauptrolle oder Nebenrolle handelt, was die meisten Charaktere irgendwie unfertig und verwirrend wirken lässt. Außerdem gibt es nicht nur viele Charaktere, sondern viele Sichten, aus denen erzählt wird, und viele einzelne Handlungsstränge. Besonders zu Beginn des Buchs stört der Sichtwechsel enorm, da man einfach nicht versteht, was vor sich geht, was passiert und was das für Charaktere sind, die da agieren. Das Buch hat sich das Thema Beethoven als Grundmotiv genommen und so ist es wohl verständlich, dass viel über diesen berichtet wird - allerdings zu viel. Seitenlange Analysen von Musikstücken und immer wieder trockene Erzählungen über Lebensabschnitte des Komponisten haben mich immer wieder provoziert, manche Abschnitte einfach zu überspringen. Immerhin habe ich ein bisschen Ahnung von Musik und weiß meistens ungefähr, wovon da geredet wird - jemand, der gar kein Wissen auf diesem Gebiet hat, wird mit diesen Abschnitten jedoch einfach nichts anfangen können. Die Charaktersierung der Hauptperson, Daniel, ist auch eher suboptimal. Meist agiert er eher ängstlich und sogar ein ganzes Stück autenthisch, oft sind seine Aktionen einfach unrealistisch und unglaubwürdig. Deine Langzeitfreundin trägt dein Kind mit sich, du vergisst aber einfach mal für fast zwei Wochen, sie anzurufen, obwohl du Angst haben musst, dass sie abtreibt? ...

Zu guter letzt gibt es noch zwei Probleme. Einerseits wirken die Einstreuungen zum Thema Freimaurer-Logen und Illuminati einfach deplatziert und mehr als seltsam, andererseits hat man die ganze Zeit das Gefühl, dass der Autor seinen Fokus einfach falsch gesetzt hat. Da erahnt man eine ganz interessante Beziehung zwischen zwei Polizisten, anstatt das jedoch weiter auszustaffieren, verliert sich der Autor jedoch wieder in stundenlangem Gefasel über die Musikcodes und Beethoven. Da ist die für Daniel reizvolle Sophie und seine schwierige Beziehung zu Freundin Alicia, anstatt sich um seine Frauengeschichten zu kümmern, kümmert er sich lieber um den Fall. Schade.

Auch, wenn sich bis hierhin eher die negativen Punkte häufen, ist das Buch definitiv nicht schlecht. So verworren die Handlung auch erscheint, im Nachhinein ergibt jedes kleine Detail, jedes Kapitel einen Sinn und das Buch verleitet durchaus zum zweiten Durchlesen, um auch jede subtile Andeutungen nun mitzubekommen und jedes Kapitel einordnen zu können. Das Ende ist überraschend, befriedigend und gut inszeniert und viele Charaktere sind durchaus spannend und sympathisch. Der Kultur-Exkurs zu Beethoven und der Musik mag unpassend sein, für jemanden, der sich nicht zu schade ist, die etwas langatmigen Passagen zu lesen, ist es jedoch interessant und informativ und fügt sich gut in die Gesamthandlung ein. Und vorallem ist das Buch eines: extrem spannend. Ich habe die 425 Seiten an einem Abend verschlungen.

Ich bin durchaus begeistert von dem Potenzial, dass der Autor hier immer wieder durchblitzen lässt. Sein Schreibstil ist gut und spannend, die Handlung ist sehr gut erzählt und die Charaktere haben Charme und Glaubwürdigkeit. Wer sich nicht von der anfangs frustrierenden und verwirrenden Handlung und den langatmigen Passagen abschrecken lässt, wird mit einem spannenden Buch belohnt, das man gerne noch ein zweites Mal liest und für das man sich durchaus begeistern kann.
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Die 10. Symphonie: Thriller
Die 10. Symphonie: Thriller von Joseph Gelinek (Taschenbuch - 9. August 2010)
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