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am 5. Februar 2013
Ein paar spannende Themen fingen mich ein: Mutter-Tochter-Problem, Heimatsehnsucht, Suche nach Womenpower und Transzendenz - aber anders als gehabt. Eine Frau macht sich auf nach Asien, Richtung Tibet – dass sie ein tibetisches Adoptivkind ist, macht keinen gar so großen Unterschied; wie viele europäische und amerikanische und australische Frauen strebten aus ihrer veräußerlichten Welt diesem Mittelpunkt zu, der den mythischen Namen Tibet trug, als Tibet sich schon längst in der grausamen Umarmung des roten China im langsamen Erstickungstod befand.
Und die Tochter, ganz ein Kind des Westens, reist ihr unfreiwillig nach, der verschollenen Mutter, die keine gute Mutter sein konnte und das Riesenpaket ihrer Schuld in den eisigen Himalaya mitschleppte, wo dann alles auftaute, die Schuld, das Herz, der Körper, der Geist. Das alles schüttet das Tagebuch vor der Tochter aus, zieht sie mit, aus der Sackgasse ihres konventionellen Denkens und ihrer jungen, aber schon verfahrenen Ehe hinaus ins Freie, wo sie Raum zur Entwicklung findet.
Und das Ganze herrlich abenteuerlich: ein Nonnenkloster am Ende der Welt, der Geist eines Verstorbenen, der Hilfe sucht, ein Schamane, der sieht, was niemand sehen sollte; aber noch wichtiger sind die Abenteuer im Inneren, die auffordern, sich in den Tanz der Dakinis zu wagen. Der Schluss bleibt offen: die Person verschwindet. Aber das macht mich nicht traurig, sondern befreit. Ulli Olvedi umkreist ihr grundlegendes Thema – spirituelle Entwicklung – wieder einmal bravourös, in menschlichen Geschichten vermittelt, ohne zu belehren; denn nur so gehen sie unter die Haut.
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am 29. Juli 2015
Zanskar, Ort und Kloster tief im tibetanischen Himalaya. Dorthin verschlägt es Dölma auf der Suche nach ihren Wurzeln. Sie wuchs bei Zieheltern in der Schweiz auf, Flüchtlingskind, nie richtig angekommen, auch als Ehefrau nicht oder in der Mutterrolle. Schreiben verschafft ihr ein Stück Heimat entdeckt Dölma, als sie im fremden Geburtsland ihrer Bestimmung folgt und sich einer Nonne anschließt, sodass sie Teil wird der Rituale, Gesänge und Gebete eines buddhistischen Klosters.
Nach zehn Jahren in denen Dölma als verschollen gilt benachrichtigt ein Brief aus Nepal ihre Tochter Pema-Marie, dass die Tagebücher in Kathmandu gefunden wurden. Pema-Marie begibt sich auf eine mannigfache Spurensuche: sie, die Wissenschaftlerin, begegnet einer spirituellen Glaubenswelt, Schamanen, ihrer Vergangenheit, verdrängten und verhärteten Schichten ihrer Psyche.
Facettenreich wie ein Juwel schillern die unterschiedlichen Ebenen des Romans. Gehalten in das Licht der diversen Betrachtungsweisen funkeln spirituelle Erfahrungen auf, glänzende Einblicke in das Wesen der Seele im Westen lebender Menschen, Ahnungen von Weite und Tiefe der Natur und den Räumen buddhistischer Gedankenwelten.
Feinfühlig geht Ulli Olvedi vor, nie schildert sie spirituelle Erlebnisse vordergründig blendend, nie zerrt sie ihre Protagonisten in ein kaltes Licht der akribischen Analyse, welches die Figuren bleich und hässlich aussehen lässt; selbst die typischen Verkorkstheiten Pema-Maries, ihre westlich-starren Denkmuster, die seelischen Verkrustungen beleuchtet die mitfühlende Art der Autorin so, dass Pema in einem sympathischen Licht erscheint.
Auch politisch bezieht der Roman Stellung: die chinesische Herrschaft über Tibet wird massiv angeprangert; und bei aller Klarheit und Schönheit, die das Leben der Nonnen im Kloster Zanskar bestimmt, übersieht die Autorin nicht die paternalistischen Formen des tibetanischen Buddhismus und lässt Dölma über die Freiheit der Frauen im Westen und die Emanzipation dozieren. Geschickt dann zeigt Olvedi anhand der Neurosen und Erstarrungen Pema-Maries, wie wenig wahre geschlechtliche Unabhängigkeit im Westen gelang, wie sehr die Frau vom leistungsfixierten Urteil des Vaters, sowie durch intellektuelle Selbstzensur von ihrem Leben abgeschnitten in ihrem wertenden überkritischen Denken dahinrotiert.
Olvedi zeigt Auswege, lässt ihre Figuren nicht in modernen Ohnmachtsphantasien abstumpfen und versumpfen.
Sie ist so weise, nicht auf alle Fragen willfährig zu antworten: das Konzept der Wiedergeburt beinhaltet die Gefahr, Hierarchien zu rechtfertigen, in die hinein man aus (vor-)bestimmten Gründen inkarniert wird; diesem Thema weicht Olvedi nicht aus… sie reflektiert die Opferbereitschaft der Nonnen, spricht das Für und Wider aus. Letztlich lässt sie einen jungen Rinpoche sagen, dass im Exil starre Strukturen sich zunehmend auflösen. Die Essenz des Inkarnationsgedankens wird ausgesprochen: man sei die Summe aller Wiedergeburten bis dato, es gehe nicht um Strafe oder Schuld, sondern besäße konkret jetzt die Möglichkeit, aus dem Vergangenen zu lernen und sein Leben zu ändern…
Bei all den subtil verpackten essentiellen Aussagen, die Olvedi trifft, ist ihr schriftstellerisches Talent so groß, Predigten von der Kanzel herab vermeiden zu können; nie sind Dialoge zu lang, weil Olvedi mittels ihrer Figuren belehren will, nie wird der Roman trocken oder langatmig. Im Gegenteil: stets zeichnet sie in ihrer einfühlsamen Sprache die Konturen der Landschaft mit, stets agiert der Mensch in die Natur eingebettet, bewegt sich darin wie in einem wundersamen Haus, auch wenn die Gefahren eines Lebens in den Riesen des Himalayas nicht verniedlicht werden: Nonnen murmeln Mantras, ihr Glaube an die Mutter der Buddhas beschützt sie – Tara wacht über ihre Töchter… doch das Sterben gehört zum Alltag wie das Sein.
Olvedis Sprache ist sanft und präzise: ihre Sätze stehen nicht als kalte Felsblöcke im Buch herum, uns als schroffe Lehrgebilde einzuschüchtern. Sie liefert Mimik, Gestik der Figuren mit, emotionale Färbungen, Stimmungen. Dadurch wird ihre Sprache so lebendig, menschlich, und anderseits eben geheimnisvoll, magisch, wo überwältigende spirituelle Erfahrungen faszinieren. Oder existentielle Erschütterungen, wie der Tod, abgemildert freilich durch das Wissen über die Wiedergeburt im Gewand des neuen Körpers, das nun besser um die gereifte Seele sich hüllt.
Oftmals scheinen Olvedis Sätze sich aus dem Buch auf einen Baum zu schwingen, wo sie Vögel werden und jubilierend trällern.
Ein Buch, wertvoll wie ein Diamant, wobei sich vermuten lässt, dass wohl die Sehnsucht des Lesers nach solch mystischen Räumen, die dieser Roman eröffnet, ihn drängt, sich selbst in spirituelle Bereiche, in die Meditation vorzuwagen…

Manfred Stangl

Ulli Olvedi: „Zanzkar und ein Leben mehr“, O.W. Barth, 2o13, 332 Seiten, Hardcover,
ISBN: 978-3-426-29202-0
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TOP 1000 REZENSENTam 7. April 2013
Eine Frau begibt sich unfreiwillig auf die Suche nach ihren Wurzeln. Die Tagebücher ihrer verschollenen Mutter, die die Familie verlassen hat, um in ihrer Heimat Tibet wieder zu sich selbst zu finden, tauchen Jahre nach ihrem Verschwinden auf. Die Tochter begibt sich auf einen schweren Weg. Sie reist nach Tibet, kommt dort in den Besitz der Tagebücher und verwandelt sich und ihre Sicht der Dinge im Verlauf der Lektüre gänzlich. Alles, was bisher in ihrem westlich organisierten Leben Bestand hatte, wird grundlegend in Frage gestellt und letztlich im Erkennen der essentiellen Dinge, die das Leben wirklich ausmachen, neu geordnet.
Wieder einmal, wie in allen ihren bisherigen Werken, vermag es die Autorin, den Leser mitzunehmen auf eine Reise nach dem Shambhala, das jeder von uns verborgen in seinem Herzen trägt. Ist er dort erst einmal angekommen, können Verstehen, Verwandlung, Vergebung stattfinden. Ein Buch, das tief berührt, verschüttete Türen öffnet und Mut macht, die wichtigen Lebensthemen, so unbequem sie sein mögen, anzugehen und dadurch zu dem inneren Frieden zu gelangen, der durch die Aussöhnung mit dem Wirrwarr schicksalhafter Verknüpfungen zum Erkennen des reinen Selbst führen wird. Ein Buch für Suchende. Ein Schlüssel zum Wissen.
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am 3. Mai 2016
Ich habe Ulli Olvedis erste zwei Romane sehr gern gelesen, weil es da eine neue Stimme zu entdecken galt. Diesem Buch fehlt eine vergleichbare Frische. Nun weiss ich, dass es sehr schwer ist, sich selbst immer wieder zu uebertreffen oder einfach nur sich weiterzuentwickeln. Zanskar ist ja auch kein schlechtes Buch, vor allem wenn es fuer den Leser vielleicht der erste Olvedi Tibetroman sein sollte... Aber fuer meinen Geschmack tritt die Autorin auf der Stelle. Es bleibt alles etwas plakativ...
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am 14. Januar 2014
Wir alle haben unsere Traumata, unsere Lektionen im Leben bekommen!
Ulli Ovedi hilft, nicht erklärend, nicht belehrend, mit ihren Romanen/Geschichten unsere Denkweise über diese Dinge zu ändern.
Sie hilft, dass was wir nicht mehr ändern können anzunehmen, zu verzeihen. Diese Mauern die wir im Leben bekommen haben, nicht nur zu überwinden, sondern das Schöne, das uns verborgen blieb zu sehen.
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am 18. Juni 2013
Dieses Buch ist meiner Meinung das Beste von Ulli Olvedi. Es ist so schön Tiefgründig geschrieben, das man beim lesen total abtauchen kann und es bewegt meine Gedanken auch nach dem Lesen. Ich hoffe es kommen noch sehr viele so gute Werke von Ulli Olvedi
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am 5. Mai 2013
Ein wunderbares Buch. Mich hatte schon die Vorankündigung berührt und neugierig gemacht und ich las es umgehend nach dem es herausgekommen war.
Obwohl die Handlung meistenteils in Asien spielt hat Ulli Olvedi die Geschehnisse auf ihre Art in unsere Denkweise transformiert.
Dölmar, in Tibet geboren, aufgewachsen in der Schweiz geht nach zerbrochener Ehe nach Tibet um ihr "Sein" zu suchen, und findet sich!!
Diese Geschichte hat mir sehr viel Mut gemacht, wichtige anstehende Entscheidungen in meinem eigenen Leben zu treffen. War fasziniert von den beschriebenen Personen, die mit all ihren Problemen und Lebensanschauungen sehr ehrlich und durch und durch menschlich beschrieben werden, der tibetische Touristenführer, die österreichische Klosterleiterin, die ewig schnatternde selbst nach Zuwendung suchende "Freundin?", der blinde Mönch, die zauberhaft beschriebene Yogini, die kleine Nonne die durch ihre, stets auf Tara vertrauende, Lebensweise Türen öffnet, (und Dölmar geht durch alle Türen und weiter) Pema Marie, die durch und durch schweizerische Tochter, die mit dem tibetischen Teil ihres Vornamens stets haderte und nicht zuletzt Dölmar selbst die mutig wird und sich kaum erklären kann woher diese Kraft kommt.
Das Buch ist ein einziger großer Frieden, voller Vertrauen und Hingabe, obwohl die Geschichte Potential auch für Auseinandersetzungen, Streit und Leid hat. So viel Hilfe, Mut und Kraft hatte ich noch in keinem Buch von Ulli Olvedi gefunden, und ich habe sie fast alle gelesen.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2015
frau olvedi gelingt es auch hier, in einem spannenden roman wesentliche buddhistische lehren unterzubringen, ohne belehrend zu wirken. die geschichte:eine tibeterin wächst unglücklich im westen auf, hat keinerlei beziehung zu ihrer tochter und bricht schließlich nach nepal auf, um ihre wurzeln und ihre identität zu finden. diese dramatischen und furchtbar-fruchtbaren ereignisse hält sie in tagebüchern fest, die schließlich ihre tochter dazu bringen, nicht nur ihre mutter, sondern auch sich selbst besser zu verstehen. eine begegnung ost-westlicher lebensart und denkweise, die hier aufeinanderstoßen, um letztendlich frieden zu finden... alles sehr atmosphärisch glaubwürdig und authentisch beschrieben. man spürt, ulli olvedi ist sowohl im buddhismus wie in der westlichen kultur zu hause. aus der spannung dieser beiden gegensätze lebt der roman- wunderschön!
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am 20. Februar 2016
Ein wundervolles Buch, das eintauchen lässt in die Welt der Exil-Tibeter in Nepal und in die Welt des buddhistischen Glaubens mit Rinpoches, Nonnen, Dharma, Yoginis, ganz viel Karma und immer wieder Tara, die durch's Buch begleitet. Erzählt wird in zwei Strängen: Einerseits die Tagebuchaufzeichnungen der verschollenen Mutter, andererseits das gegenwärtige Erleben der Tochter auf deren Spuren in Nepal. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte um die Beziehung der beiden zueinander, neben den jeweiligen Geschehnissen (auf die in anderen Rezensionen bereits eingegangen wird).

Leise und doch intensiv, spirituell aber nicht abgehoben. Ein Buch, das man langsam liest, weil Sätze voller Weisheiten vor einem liegen, die aufgesaugt und immer wieder reflektiert werden wollen - so ging es mir zumindest dabei.
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am 23. Juni 2013
Tiefe Einblicke in das Leben Tibets. Ich habe mich sehr gut in die beschriebenen Geschehnisse hineinversetzen können.
Die Hauptperson war zunächst Pema-Marie und dann ihre Mutter, die kulturfremd im Westen aufgewachsen war und dort nur ein depressives Dasein fristete. Durch den Ausbruch in ihr altes Heimatland Tibet erfährt sie nach und nach die tiefen Weisheiten des Lebens. Und Pema-Marie, die in der Kindheit keine Mutterliebe erfahren hat, kann die Erlebnisse ihrer Kindheit durch eine neue Sichtweise ihrer Mutter, durch das Lesen der Tagebücher aufarbeiten.
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