|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
111 Rezensionen
|
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
|
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wunderbarer Schmöker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Cat findet im alten Drudenhaus einen Kupferhalsreif und legt ihn sich um. Nicht ahnend, dass ein Fluch auf dem Schmuckstück liegt, der sie prompt 300 Jahre in die Vergangenheit zurück schickt. Im mittelalterlichen Bamberg wird Cat Zeugin einer Hexenverbrennung. Zurück in ihrer Zeit stellt sie voller Schrecken fest, dass sie den Reif nicht mehr öffnen kann. Stattdessen wird er immer enger und droht ihr schon bald die Luft abzuschneiden. Sie muss zurück in die Vergangenheit und verhindern, dass der Fluch ausgesprochen wird. Nur so kann sie ihr Leben retten. Ist es Zufall, dass sie im alten Bamberg immer wieder auf die kräuterkundige Dorothea trifft? Kann sie ihr vielleicht helfen?"Purpurmond" ist ein wunderschöner Schmöker, in dem man versinkt und erst Stunden später wieder auftaucht. Der Schreibstil ist locker und frech, wie auch der Charakter von Cat. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, was in der Vergangenheit natürlich zu dem einen oder anderen Fauxpas führt. Nicht nur die unpassende Wortwahl, auch ihr unweibisches Verhalten fällt natürlich auf. Was sie aber nicht daran hindert, das Herz eines Klosterbruders zu erobern. Wenn auch eher ungeplant. Eigentlich hat sie gerade wichtigeres zu tun, nämlich ihr Leben zu retten. Die Liebesgeschichte ist präsent, im Vordergrund steht aber die Geschichte der Hexenverbrennungen in diesem düsteren Zeitalter. Als man ziemlich schnell auf dem Scheiterhaufen landete, nachdem man bei einer peinlichen Befragung, also unter schwerster Folter, alles gestanden hatte, was die Peiniger einem vorsagten. Emanzipation und Liebe sind immer wieder Thema in 'Purpurmond', aber auf angenehm realistische Weise. Ohne Kitsch und übertriebene Moralpredigten. Ganz im Gegenteil wird wunderschön beschrieben, wie Cat zum ersten Mal das Gefühl des Verliebtseins erlebt und erst gar nicht wirklich einordnen kann. "Purpurmond" erinnerte mich an Kerstin Giers "Rubinrot" und die "Mara"-Reihe von Tommy Krappweis. Ein Schmöker mit Humor und historischem Hintergrund, ein Mädchen im Gefühlswirrwarr der ersten Liebe und ein Schuss Magie. Eine gute Mischung, aus der Heike Eva Schmidt einen sehr gelungenen Jugend-Roman zauberte, der auch ältere Leserinnen noch zu fesseln vermag. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Liebe bewegt die Sonne und alle Sterne ...,
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:Die 17-jährige Cat ist mit ihrer Familie nach Bamberg gezogen. Die Mitschüler kann sie nicht besonders gut leiden, geht aber trotzdem auf eine Party im alten Drudenhaus. Dort von ihren Freundinnen eingesperrt, findet Cat plötzlich einen Halsreif im Mauerwerk, sie legt ihn um und befindet sich plötzlich im 17. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert? Die Zeit der Hexenverbrennung ... kein guter Ort für Cat mit ihren feuerroten Haaren. Fazit: Ich liebe das Mittelalter, Hexen, Liebesgeschichten und Fantasy. All dies hat die Autorin sehr gekonnt miteinander verwoben und diesen wunderbaren Fantasy-Roman daraus geformt. Wohlgemerkt ihr erster und ich hoffe auch nicht ihr letzter :-) Cat ist einem uralten Fluch verfallen, der sie immer wieder zwischen dem 21. Jahrhundert und 1632 hin und her teleportiert. Ihre Aufgabe ist es eine bestimmte Hexe vor dem Tode zu bewahren, doch Cat hat natürlich keine Ahnung wer dies sein könnte. Die Autorin beschreibt sehr detailverliebt und zum Teil auch wirklich gruselig wie es zur damaligen Zeit der Hexenverbrennung in Bamberg zugegangen sein muss. Obwohl ich Bamberg selbst nie besucht habe, konnte ich mir anhand der sehr guten Ortsbeschreibungen die Szenerie sehr gut vorstellen. Da es sich hier um ein Jugendbuch handelt, empfand ich die Jugendsprache, die Cat benutzt, nicht als unangemessen. Natürlich ist es immer schöner, wenn alles schön und nett gesagt wird, aber im realen Leben geht es nun einmal anders zu und das wird hier sehr glaubhaft vermittelt. Der Schreibstil ist einfach gehalten und die Geschichte liest sich sehr flüssig, sodass die Zeit mal wieder wie im Fluge vergangen war. Sehr gut gefallen hat mir Cat, die ohne ihrer vorlaute, mutige Art im Mittelalter wohl nie so weit gekommen wäre. Dorothea, ihr Bruder Jakob und Daniel sind Charaktere, die ich mir genauso im Mittelalter vorstellen könnte. Dorothea ist eine treue Seele und sehr liebenswert, Jakob ist sehr gottestreu und errötet jedesmal beim Anblick einer Frau. Es gab aber auch die eher unangenehmen Charaktere wie beispielsweise der Richter Förg und seine Gefolgsleute. Besonders gut gefallen hat mir die zarte Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Geschichte aufbaut - wie diese ausgeht möchte ich allerdings noch nicht verraten! Ich kann euch die Geschichte wirklich ans Herz legen, genießt es und haltet schon mal ein paar Taschentücher bereit. "Die Liebe bewegt die Sonne und alle Sterne." Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
tolle Zeitreise-Geschichte mit Liebe und einem wahren Kern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zitat:"Sie war mit einer unsichtbaren Fessel an Bamberg gebunden. Und diese Fessel war ihre Liebe zu Daniel." (S. 71) "Deine Haare sind nur ein wenig heller als der wilde Mohn, der am Rande der Felder wächst, und deine Augen erinnern mich an die Farbe von Moos, das im Wald wächst." (S. 238) Inhalt: Die 16-jährige Caitlin, kurz Cat, ist vor vier Wochen mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen, in das geerbte Haus ihrer Großmutter. Mit ihren roten Haaren sind die Vergleiche mit einer Hexe nicht neu für sie - wohl aber, dass sie keine Freunde findet, weil die Oberstufendiva Sina sie zum "Aschenblödel" auserkoren hat. Dann begeht Cat den typischen Fehler und folgt der Partyeinladung von Sina in das Drudenhaus ... und wird von ihr dort eingeschlossen. Nach dem erfolglosen Versuch, sich zu befreien, entdeckt Caitlin ein verstecktes Paket. Darin befindet sich ein Halsreif und eine in Leder gestanzte Botschaft. Nachdem sie den Reif angelegt hat, entziffert sie die Zeilen und liest sie laut vor - um sich kurz darauf in einer anderen Zeit wiederzufinden und Zeuge einer Hexenverbrennung zu werden. Wieder zuhause stellt sie fest, dass der Reif nicht abzunehmen ist - er wird zu einer Fessel. Bei ihren Recherchen stößt sie auf eine "echte Hexe", die nur eine Möglichkeit sieht: Caitlin muss die Hexe finden, die den Halsreif mit dem Fluch belegt hat und sie retten... Meinung: Ich habe schon zahlreiche Rezensionen zu "Purpurmond" gelesen und war daher sehr neugierig, hatte zugleich aber hohe Erwartungen. Diese wurden zwar nicht enttäuscht, aber wahrhaft mitgerissen hat mich dieses Buch auch nicht. Das lag vermutlich am Schreibstil (dazu später mehr), denn die Charaktere fand ich sympathisch und gut gewählt. Die Hauptprotagonistin Caitlin ist realistisch und stellt keine hohen Ansprüche. Durch ihre zahlreichen Umzüge ist sie es gewohnt, neu in einer Klasse zu sein. Die Antipathie, die ihr von Sina entgegenschlägt, bedrückt sie dennoch. Eingesperrt im Drudenkeller, völlig fertig und hilflos, würde sie Sina am liebsten verfluchen. Cat hatte schon mehrmals "Beziehungen", doch keine dieser Jungsgeschichten war etwas wirklich Ernsthaftes. Als sie Dorothea und Daniel zusammen sieht, kommt etwas Neid auf deren innige Gefühle auf. Wider Erwarten flammen diese auch in Cat auf - doch das Ziel ihrer Gefühle ist weiter entfernt als irgendwie möglich. Auf Dorotheas Zukunft erhält der Leser schon durch den Prolog einen kleinen Ausblick. Sie ist in einer sehr misslichen Lage. Aufgrund falscher Verdächtigungen waren schon viele auf dem Scheiterhaufen gelandet, aber aus Jähzorn und verletztem Stolz? Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie außer ihrer Heilkunst nichts mehr außer Daniel, den Sohn des obersten Richters, ihrer verbotenen Liebe. Auf dem Totenbett wird ihr von ihrer Mutter geraten, sich von der Liebe fernzuhalten, doch sie verzehrt sich nach Daniel. Doch ein anderer hat bei ihrem Bruder um ihre Hand angehalten. Dorotheas Zeit ist sehr bildhaft beschrieben und der Leser kann sich sehr gut in diese hineinversetzen. Die Perspektive wechselt zwischen Caitlin, die in der Ich-Form erzählt, und dem Leben von Dorothea, das im auktorialen Erzählstil verfasst wurde. Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen, zeitweise aber sehr jugendlich. Die Kapitel aus Dorotheas Leben waren dem Jahrhundert angepasst, aber nicht überzogen "alt". Was mir aber vom Anfang des Buches an auffiel, waren die sehr zahlreich vorhandenen Vergleiche, die teilweise sehr "gewagt" waren: Wie kann eine normale 16-jährige "schwindelig wie nach zwei Rum-Cocktails" sein und sich fühlen "wie bei einer Bootsfahrt auf einem bewegten See - mit einem Joint" (S.83). Auch viele der anderen vergleichenden Darstellungen fand ich zu gewollt und aufgesetzt. Sehr interessant fand ich hingegen die "Anmerkungen" der Autorin auf Seite 350, die Einblicke in die Quellen und den wahren Kern von "Purpurmond" geben - insbesondere im Hinblick auf Dorothea. Urteil: "Purpurmond" liegt eine tolle Idee mit einem wahren Kern zugrunde. Auch wenn ich am Stil der Autorin des Öfteren aneckte, war mein Lesegenuss dennoch hoch genug, um an dieser Stelle knappe 4 Bücher zu vergeben. Es ist eine Empfehlung für alle, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen und in eine Zeitreise in die Bamberger Geschichte eintauchen wollen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Volltreffer,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich liebe Zeitreiseromane und ich habe mir dieses Buch aufgrund der guten Bewertungen gekauft und es nicht bereut ! Cat ist ein wirklich sympathisches junges Mädel und die Sprüche, die sie auf Lager hat, haben mir immer ein Schmunzeln abgerungen. Ich fand es sehr interessant mehr über die Zeit der Hexenverbrennungen zu erfahren, auch wenn dies ein leider doch sehr trauriges Thema ist. Der Autorin ist m.E. ein guter Mix gelungen: historische Information verpackt in einem sehr lesenwerten und spannenden als auch humorvollen Roman.Eine klare Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche ! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
supertoller Roman,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Kindle Edition)
Der Roman ist einfach super, man kann lachen, man kann weinen und man kann träumen. EINFACH SUPER. Die Geschichte ist interessant und der Schreibstil schön flüssig und einprägsam. Dieses Buch kann man nur weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannung meets Geschichte!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im alten Hexengefängnis Bambergs findet die 17-jährige Cat einen alten Halsring und legt ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass er mit einem Fluch behaftet ist und sie geradewegs in die Zeit der Hexenverbrennungen um 1630 befördert. Cat muss also nicht nur sich selbst vor dem Fluch retten, sondern auch Dorothea Flock, eine junge Frau, die sie in der Vergangenheit trifft, vor der Verurteilung als Hexe und dem Tod auf dem Scheiterhaufen bewahren...Ich habe vor einer Woche die Autorin Heike Eva Schmidt in Bamberg bei einer Lesung gehört und obwohl ich Fantasy eigentlich nicht lese, mir das Buch bestellt. Und es war toll! Die Charaktere sind mir total lieb geworden, sosehr ich oft über Cat und ihre freche Klappe lachen musste, auch Dorothea mochte ich richtig gerne. Die Handlung ist sehr spannend, man fliegt nur so durch die Kapitel und muss bis zum Schluss um die beiden Frauen und ihr Schicksal fürchten! Was mir besonders gefallen hat: wie die Autorin die „echte“ Geschichte Bambergs mit ihrer erfundenen Romanhandlung kombiniert hat. Der flüssige Schreibstil lässt nie Langeweile aufkommen, und es ist super, dass mal nicht eine schmalzige Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern die Freundschaft zwischen zwei Frauen, die trotz 400 Jahre „Unterschied“ Freundinnen werden. 5 Sterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sehr spannend und absolut empfehlenswert,
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Caitlin (17) muss mit ihren Eltern von einer Großstadt ins kleine Bamberg umziehen. Dort gefallen ihr allerdings weder die neue Stadt noch die neue Schule mit ihren neuen Mitschülern. Doch eines Tages wird sie plötzlich zu einer Party im Drudenhaus, in dem früher die Hexen eingesperrt wurden, eingeladen. Cat schwant nichts Gutes, möchte allerdings ihren guten Willen sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren zeigen und geht hin. Es kommt wie es kommen musste, ihre Klassenkameradinnen sperren sie in einem Kellerverlies ein. Während ihrer Überlegungen wie sie ihrem Gefängnis entkommen könnte, findet das rothaarige Mädchen einen goldenen Halsreif, verpackt in einer ledernen Schriftrolle. Cat legt sich das filigranen Schmückstück um, entziffert die eingebrannte Schrift und "peng", findet sich auf dem Markt in Bamberg wieder. Allerdings im Jahre 1632 zur Zeit der Hexenverbrennungen! Doch nicht nur, dass Catlin auf einml zwischen den Jahrhunderten hin und her wandern kann, wurde ihr auch noch ein Fluch auferlegt. Der schöne goldenen Halsreif, den sie trägt, lässt sich nicht mehr abnehmen und beginnt sich zudem noch langsam um ihren Hals zusammen zu ziehen. Es beginnt eine fieberhafte Suche nach der Person, die diesen Fluch verhängt hat um nicht nur sich selbst, sondern auch ihre neue Freundin aus dem 17. Jahrhundert vor der drohenden Hexenverbrennung, zu retten.Fazit: Der Erzählstil zieht seinen Leser schnell in den Bann und lässt einem das Buch nur sehr schwer zwischendurch aus der Hand legen. Die Charaktere werden detailiert beschrieben, so dass man sich gut die jeweilige Person dazu vorstellen kann. Man erfährt viel Wissenswertes über die damalige Zeit und die grausame Hexenverfolgung. Da ich selbst eine Zeit lang in Bamberg gewohnt habe, konnte ich mir die Geschichte durch die angegebenen Ortsangaben super vorstellen. An manchen Textstellen Gändehaut bekommen, wenn man sich überlegt, was in diesen Gassen früher alles passiert ist. Der Debütroman von Heike Eva Schmidt ist absolut empfehlenswert! Ein großes Kompliment an die Autorin, verbunden mit der Hoffnung, dass diesem Roman noch einige folgen werden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein schönes Buch, das einen in der Zeit zurückversetzt.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Stell dir vor, es die Vergangenheit und die Zukunft treffen aufeinander. Wie würde dieses Treffen verlaufen? - Caitlin, 17 Jahre jung, kann einfach nicht wiederstehen, als sie diesen schönen Halsreif findet und muss ihn sich umlegen, nicht ahnend, dass das gute Schmuckstück verflucht ist.. und somit auch Cat. Ehe sie sich versieht, katapultiert sie dieser Kupferreif geradewegs in die Vergangenheit. Dumm nur, dass sich dieses schöne Schmuckstück nicht mehr abnehmen lässt und zu dem auch noch immer enger um Cats Hals wird! Aber vielleicht können ihr ja die schöne Dorothea und ihr Bruder Jakob, der unwiderstehlich schöne lange Wimpern hat, helfen...>>Hexe, Hexe, du sollst brennen, mit dem Kopf nach unten hängen. Teufelslieder sollst du singen, bis die Flammen dich umringen, Hexe, Hexe, du sollst sterben, mit deiner Asche den Himmel färben.<< Dieses Buch ist einzigartig. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das nicht von diesem Buch erwartet hätte. Aber gehen wir mal der Reihe nach vor: Das Buch beginnt, indem man einen kurzen Einblick in das Leben von Dorothea bekommt. Doch schon im ersten Kapitel lernt man dann Caitlin kennen. Sie ist ein 17 jähriges Mädchen, dass erst kürzlich nach Bamberg gezogen ist, und noch ein paar kleine Problemchen beim Einleben hat. Durch einen Zufall findet sie einen Halsreif [ausgerechnet in dem Gefängnis, der früheren "Hexen" von Bamberg] und legt ihn sich um. Dumm nur, dass sie mit dieser Aktion eine ganze Welle von Ereignissen auslöst, denn ehe sie sich versieht, sitzt Cat zwar in Bamberg, aber um 300 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Dort finden gerade die Hexenverfolgungen statt, wie Caitlin live miterlebt: >>Ich zuckte zusammen, als hätte mich ein Peitschenhieb getroffen. Grausamer hätte der Irrtum, dem ich aufgesessen war, nicht sein können. Dies sollte kein Freudenfest werden, sondern eine Hinrichtung! Eine Hexenverbrennung!<< Doch vor 300 Jahren lebten auch nette Menschen, wie Cat feststellt, als sie Dorothea trifft. auch Dorothea hat zu dieser Zeit ihre ganz eigenen Probleme, doch als sie Cat kennen lernt ist sie fest entschlossen ihr zu helfen, wenn es nicht schon zu spät ist... Es ist faszinierend, mal in so eine historische Welt einzutauchen. An der Schreib und an der Sprechweise der einzelnen Charaktere merkt man, wie viel Mühe sich die Autorin mit der Recherche über die Vergangenheit gemacht hat. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschrieben, zum einen aus der von Caitlin, mit der man immer wieder zwischen heute und gestern in der Zeit rumspringt und zum anderen aus der Sicht von Dorothea, die ihr eigenes Leben auf die Reihe bekommen muss. Denn ihr Geliebter Daniel ist der Sohn eines angesehenen Mannes, der selber großes Interesse an Dorothea hegt. Doch sie kann und will nicht zulassen, dass der Mann sie jemals sein "Weib" nennen darf. Dorothea ist genau so wie Caitlin ein starker Charakter. Beide sind sowohl dickköpfig und stur, als auch liebenswert, hilfsbereit und sie besitzen beide eine "große Klappe". Man könnte glatt meinen, sie wären Zwillingsschwerstern, nur um ein paar Jahrhunderte getrennt. Die Nebencharaktere sind auch sehr schön ausgearbeitet worden und man merkt, dass sie Autorin keine halben Sachen macht. Zum einen wäre da Jakob, der große Bruder von Dorothea, der Cats Herz höher schlagen lässt. Er ist eher einer von der ruhigen Sorte, was man auch daran erkennen kann, dass er ein Mönch ist. Er kann aber auch manchmal ganz schön temperamentvoll sein und seinem Beschützerinstinkt freien Lauf lassen. Zudem wäre da wäre noch Daniel, Dorotheas Geliebter. Er ist durch seinen strengen Vater ziemlich sensibel und ängstlich geworden, doch wenn es um Dorothea geht, ist er [meistens] für sie da. Der Schreibstil ist wie schon geschrieben ziemlich passend für das Buch. Man kann sich gut in die Vergangenheit einleben und die Spannung und klasse Humor [ich konnte manchmal gar nicht aufhören zu lachen! Danke Caitlin! ;)] lassen das Buch nicht als langweilige historische Lektüre erscheinen: >>Während ich kurz davor stand, von meinem eigenen Halsschmuck erwürgt zu werden, regte sie sich wegen der zehn Zentimeter auf, die ich zu nahe an ihrer bellenden Speckschwarte auf vier Beinen vorbeigefahren war? Probleme hatten die Leute!<< Ein klasse Roman, für Leser, die sich auch an einem, in meinen Augen, hauptsächlich historischen Roman mit ein bisschen "Fantasybeigeschmak" erfreuen können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ausflug in eine andere Zeit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Cat, die eigentlich Caitlin heißt ist neu nach Bamberg gezogen. Und eigentlich gefällt es ihr hier überhaupt nicht. Zu allem Überfluss hat sie die größte Zicke der Klasse ständig auf dem Kieker. Als Sina sie jedoch zu einer Party einlädt, geht Cat hin. Die Party soll im alten Drudenhaus stattfinden, das früher als Kerker für die angeklagten Hexen diente. Natürlich läuft die Party nicht wie geplant und Sina und ihre Freundinnen wollen Cat einen Schrecken einjagen und sperren sie ein. Als Cat einen Ausweg sucht, findet sie einen alten Halsreif und legt ihn sich um. Schon bald muss Cat feststellen, dass der Reif mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Und zu allem Überfluss lässt er sich auch nicht mehr entfernen. Gäbe es da nicht die kräuterkundige Dorothea und ihren Bruder Jakob, würde sie glatt verzweifeln. Zumal sich der Reif immer enger um ihren Hals zieht...Fantasy-Bücher sind bei mir eigentlich wenig bzw. gar nicht vertreten. Weil viele von diesem Buch überzeugt waren, ich schon viel gutes davon gehört habe und vieles ja auch im Mittelalter spielt und mir als Historien-Fan deshalb bestimmt gefallen könnte, las ich dieses Buch. Der Fantasy-Bereich beschränkt sich in diesem Buch nur auf die Zeitreisen-Szenen und darum gefällt es mir wahrscheinlich relativ gut. Da ich ja nicht wirklich Fan von übersinnlichen Wesen bin. Von Anfang an ist es sehr flüssig geschrieben und der Leser ist schnell im Lesefluss. Was mich jedoch etwas gestört hat, war die übertriebene teenymäßige Art von Cat. Gut, es ist ein Jugendbuch und die Zielgruppe eigentlich auch etwas jünger. Aber dennoch kam es mir etwas übertrieben vor solche Sätze wie "Du blöde Bitch, mach die Tür auf" zu verwenden. Wenn man darüber aber hinwegsieht und Cat irgendwann immer länger im Jahr 1630 unterwegs ist, wird es auch immer besser. Das kann aber auch durchaus daher rühren, dass ich Historische Bücher sehr gerne lese und den Maßstab deshalb etwas anders angesetzt habe. Ebenso ist es sehr interessant, dass die Autorin Heike Eva Schmidt die Themen der Hexenverbrennung und Hexenverfolgung gewählt hat, die zur damaligen Zeit ja wirklich keine Seltenheit waren. So werden hier Fantasy und geschichtliches gekonnt miteinander verbunden. Die Protagonisten, allen voran Cat, werden einem im Lauf der ganzen Handlung immer sympathischer und man leidet auf jeden Fall mit ihnen mit. Das Cat aber in den kurzen Aufenthalten im Mittelalter sofort die beste Freundin und die Liebe des Lebens findet, waren mir dann doch etwas zu schnell und nicht ganz nachvollziehbar. Für mich war das Buch ein netter Ausflug in eine andere Welt, die mich auf jeden Fall gut unterhalten hat und mich auch hin und wieder schmunzeln ließ. Fazit: Ein Buch das Fantasy und Geschichtliches miteinander verbindet und gut unterhält. Und ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über die Hexenverfolgung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Hexe, Hexe, du sollst brennen...,
Rezension bezieht sich auf: Purpurmond: Roman (Gebundene Ausgabe)
Cat ist 17 Jahre alt und gerade mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen. Aufgrund eines Streiches ihrer neuen Mitschüler, mit denen sie sich nicht besonders anfreunden kann, wird sie ins Drudenhaus eingeschlossen: das Verlies, in dem zu Zeiten der Hexenverbrennungen die angeklagten Frauen eingesperrt und gefoltert wurden. Hier findet sie zufällig einen Halsreif und einen Spruch, und - neugierig wie Cat ist - legt sie den Halsreif um und sagt den Spruch auf.Plötzlich erscheint ein purpurner Nebel und Cat findet sich im Bamberg des Jahres 1630 wieder - zu Hochzeiten der Hexenverbrennungen. Cat ist zunächst hochgradig verwirrt, lernt dann aber Dorothea kennen, mit der sie sich sofort gut versteht. Die beiden Mädchen könnten Freundinnen werden, doch es dauert nicht lange und Cat wird zurück ins Jahr 2012 katapultiert. Wo sie zuerst denkt, alles wäre nur ein Traum gewesen, bemerkt Cat plötzlich, dass sie den Halsreif immer noch trägt. Und er scheint auch noch enger geworden zu sein und zieht sich immer weiter zu! Cat muss zurück in die Vergangenheit und die Frau finden, die den Halsreif mit einem Fluch belegt hat. Nur so kann sie ihr Leben retten. Es dauert bei "Purpurmond" nicht lange, bis die Handlung ins Rollen gerät. Ziemlich direkt erzählt Cat, wie sie von ihren Klassenkameraden ins Drudenhaus eingesperrt wird und den verfluchten Halsreif findet. Und schon befindet der Leser sich im Jahr 1630 und wird direkt mit den Hexenverbrennungen konfrontiert. Diesem durchaus ernsten und nicht besonders lustigem Thema nimmt Heike Eva Schmidt jedoch mit einer gewissen Komik die Grausamkeit. So erzählt Cat von ihren Erlebnissen mit besonders viel Witz, stellt lustige Vergleiche an und ihre moderne Sprache bringt den Leser das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Cat ist ein lustiges, selbstbewusstes Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt. Manchmal wünscht man sich allerdings, dass Cat ihr Mundwerk doch etwas mehr unter Kontrolle hat oder vielleicht nicht ganz so übertrieben umgangssprachlich redet. Teilweise ist es doch ein bisschen zu viel, vor allem da sie konstant zu vergessen scheint, dass man im 17. Jahrhundert mit Ausdrücken wie "Shit" und "Okay" nicht wirklich unauffällig ist. Ganz im Gegensatz zu Cat steht Dorothea, deren Erlebnisse neben Cats ebenfalls geschildert werden. Dorothea, aufgewachsen im 17. Jahrhundert, ist sehr zurückhaltend, aber trotzdem äußerst sympathisch. Sie muss sich bedeckt halten, denn der oberste Richter von Bamberg, der Vater ihrer großen Liebe, hat es auf sie abgesehen. Nur zu Cat und ihrem Bruder hat sie Vertrauen. Jakob, Dorotheas Bruder der kürzlich in ein Kloster eingetreten ist, hat auch auf Cat einen gewissen Reiz. Der Großteil des Buches wird von Cat erzählt, aber auch die kleinen Einblicke in Dorotheas Leben und Gedanken im 17. Jahrhundert haben mir sehr gut gefallen. Cat muss mehrmals in der Zeit springen, um dem Fluch auf die Spur zu kommen, wobei sich der Reif um ihrem Hals jedes Mal enger zusammen zieht. Die Zeit drängt, wodurch eine große Spannung hervor gerufen wird. Jeder der Charaktere hat seine eigenen kleinen Probleme, die im Großen und Ganzen jedoch auf eins hinaus laufen: Der Fluch, der auf Cat lastet, muss gelöst werden. Zusammen mit Cat und anderen, die ihr helfen, muss der Leser herausfinden, wer den Fluch in der Vergangenheit gesprochen hat und diese Person genau davon abhalten. Cat, Dorothea und Jakob werden jedoch immer wieder Steine in den Weg gelegt, was ziemlich nervenaufreibend ist. "Purpurmond" ist ein Roman, der Spannung, historische Begebenheiten und Zeitreisen miteinander vereint, wobei vor allem die Hexenverbrennungen im Vordergrund stehen. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz, was mir außerordentlich gut gefällt. Zudem wird die Geschichte mit viel Witz erzählt und der lockere Schreibstil steigert zusätzlich das Lesevergnügen. Insgesamt ein gelungenes Buch, das einen zurück ins Jahr 1630 versetzt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
Purpurmond: Roman von Heike Eva Schmidt (Gebundene Ausgabe - 1. März 2012)
EUR 14,99
Auf Lager. | ||