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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik
Vor 65 Jahren führte die Manipulation eines Impfstoffes dazu, dass sich zwischen Frauen und Männern ein tödlicher Hass entwickelte. Nach dem Untergang der Zivilisation hausen die Männer nun in den Ruinen der alten Städte und verlassen sich auf die erhalten gebliebene Technik aus der zivilisierten Vergangenheit, während die Frauen sich in der...
Veröffentlicht am 28. September 2011 von Anette1809

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch hat mich absolut nicht überzeugt
Zusammenfassung
Durch einen ausgesetzten und dann mutierten Virus beginnt sich ein Hass zwischen den Geschlechtern aufzubauen. Ohne jeglichen Grund schlagen Frauen und Männer aufeinander ein.
Über 60 Jahre später herrscht der Hass immer noch und sowohl Frauen wie auch Männer leben getrennt voneinander in Gemeinschaften und wahren den Schein...
Vor 17 Monaten von Kritzl veröffentlicht


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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik, 28. September 2011
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Vor 65 Jahren führte die Manipulation eines Impfstoffes dazu, dass sich zwischen Frauen und Männern ein tödlicher Hass entwickelte. Nach dem Untergang der Zivilisation hausen die Männer nun in den Ruinen der alten Städte und verlassen sich auf die erhalten gebliebene Technik aus der zivilisierten Vergangenheit, während die Frauen sich in der wilden Natur ein neues Leben aufgebaut haben, dessen gesellschaftliche Struktur keltisch anmutet. Nachkommen werden nur noch wenige gezeugt. Das Verhältnis zwischen den verfeindeten Geschlechtern beschränkt sich auf den Austausch lebensnotwendiger Güter, der nach strengen Regeln abläuft. Doch die Zusammentreffen zwischen "Hexen" und "Teufeln" verlaufen immer gewalttätiger, Regeln werden gebrochen, Frauen geschändet und Feinde im Kampf getötet. In dieser düsteren Atmosphäre treffen die Kriegerin Juna und der Mönch David aufeinander und entdecken über die gemeinsame Lektüre von Shakespeares "Romeo und Julia" Gefühle füreinander, die eigentlich nicht sein dürfen.

Eigene Meinung:
Da Thiemeyers "Chroniken der Weltensucher" seit dem ersten Abenteuer zu meinen Lieblingsbuchreihen gehören, stand für mich außer Frage, dass ich auch sein Erstlingswerk im Bereich dystopischer Literatur lesen muss.
Die Geschichte von David und Juna zeichnet sich nicht unbedingt durch große Spannung aus, eher durch die neuartigen Ideen, die Thiemeyer in das dystopische Genre einbringt und den stetigen Wechsel zwischen Männer- und Frauenlager, zwischen denen der Erzählfluss hin- und herspringt und so die Neugier des Lesers stetig anheizt, wie es an der einen oder der anderen Front weitergeht.
Thomas Thiemeyer untermauert den großen Abgrund, der zwischen den beiden Geschlechtern herrscht, durch zwei völlig unterschiedliche Konzepte in der Entwicklung seit dem Zusammenbruch der Zivilisation.
Während sich die Männer hauptsächlich der noch vorhandenen Technik bedienen und mit Handfeuerwaffen im Gepäck in Autos in die Schlachten Einzug halten, haben die Frauen sich auf die Stärken der Natur zurückbesinnt. Sie kämpfen mit Pfeil und Bogen, mit Schwertern und ziehen auf Pferden in den Krieg. Während die Männer hier am Christentum festhalten, zeigen sich in der Entwicklung der Frauen eindeutig Anleihen an den keltischen Glauben. So ziehen die Krieger der Männer unter dem Namen der Heiligen Lanze in die Schlacht (Die Heilige Lanze (auch: Mauritiuslanze oder Longinuslanze) ist das älteste Stück der Reichskleinodien der römisch-deutschen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Zeitweise war sie das bedeutendste Stück der Insignien. Ein Herrscher, der diese Lanze besaß, galt als unbesiegbar. Sie war das sichtbare Zeichen dafür, dass seine Macht von Gott ausging, dass er der Stellvertreter Christi war.), während die weiblichen Kriegerinnen als Brigantinnen in den Kampf treten (Briganten = keltische Volksgruppe; Brigant von italienisch brigare, kämpfen, streiten; Brigantia = weibliche keltische Gottheit, der Name bedeutet "die Leuchtende" oder "die Erhabene"). Auch in der Namenswahl seiner Protagonisten führt der Autor diesen Unterschied fort, so tragen die Männer christliche Namen, die Frauen jedoch keltische oder heidnische.
Neben der romantischen Entwicklung einer zarten Liebe zwischen den beiden Hauptfiguren David und Juna, hat mich viel mehr die Liebe zum gedruckten Wort berührt, die Thomas Thiemeyer in seinem Dystopie-Erstling zum Ausdruck bringt.
'Die Buchhändlerin war ziemlich alt, sie saß hinter einem der Türme, die Nase tief zwischen zwei Buchdeckeln vergraben. Juna sah die wertvollen, in Leder gebundenen Werke vergangener Zeiten und fragte sich, was wohl darinstehen mochte und warum die Menschen ihnen damals, vor dem Zusammenbruch, so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Das Aufregende war, dass sie tatsächlich keinen Zweck zu erfüllen schienen. Seiten um Seiten nichts als bedrucktes Papier - was sollte das nutzen? Man konnte es weder essen noch damit kämpfen. Bücher waren ein rundum verzichtbares Luxusgut.' (S.132)
Den Wert der Bücher lernt der Leser zunächst über David kennen, als dieser zusammen mit seinem Lehrer alte Bücher nach verlorengegangenem Wissen aus der zusammengebrochenen Zivilisation durchforstet. Denn die erhalten gebliebenen Bücher sind fast die einzigen Zeitzeugen, die noch Wissen aus der Vergangenheit bewahrt haben, das man sich wieder zunutze machen will bzw. muss. Tatsächlich muss das vom Prinzip her sogar ein Rad neu erfunden werden, wenn solches Wissen im Laufe der Zeit verloren geht. Wer meint, dass es unglaubwürdig wirkt, dass eine Gesellschaft innerhalb von 65 Jahren Zugrunde gehen kann, empfehle ich die Lektüre von Goldings "Herr der Fliegen", da geht das noch viel schneller... Ich finde Thomas Thiemeyers dargestelltes Szenario erschreckend realistisch und konnte mich sehr gut in sein Zukunftsvision hineinversetzen.
Dass Bücher nicht nur Wissen festhalten und weitergeben, erfährt der Leser - und mit ihm Juna - schließlich während Davids Gefangenschaft, als er aus Shakespeares zeitlos schöner Liebestragödie "Romeo und Julia" liest und mit Juna eine heimliche Zuhörern darin hat, die sich über Shakespeares Geschichte auch so nach und nach die Gefühle eingestehen kann, die sie verbotenerweise für David entwickelt.
Auch wenn mich Thiemeyers Ideen und vor allem seine Charaktere faszinieren (dabei liefen für mich manchmal sogar die Nebencharaktere David und Juna den Rang ab), so fehlte mir noch das Quentchen großer Gefühle, um diesem Buch die volle Punktzahl zu verleihen. Wobei ich es als kein Scheitern ansehe neben dem großem englischen Lyriker und Dramatiker William Shakespeare den Kürzeren zu ziehen ;) aber ich bin mir absolut sicher, dass Thiemeyer in den Folgebänden auch in dieser Hinsicht noch eine Schippe drauflegen kann, und lasse mir deshalb noch Platz nach oben hinsichtlich der Bewertung ;)
In den Folgebänden wird Thiemeyer nicht nur Variation in "Das verbotene Eden" einfließen lassen, indem er einen Wechsel hinsichtlich der Hauptfiguren vollzieht und im Abschlussband die verschiedenen Handlungsfäden - u.a. des offen gestalteten Endes von "David und Juna" - zusammenführt. Er hat schon angedeutet, dass nach Shakespeares "Romeo und Julia" ein anderes Werk der Weltliteratur innerhalb der Geschichte eine Rolle spielen wird, und somit wird sich dieses Konzept wie ein roter Faden durch die Fortsetzungen ziehen.

Aufmachung des Buches:
Das Buch ist in die drei Teile "Vermächtnis", "Verrat" und "Vergeltung" gegliedert, denen jeweils ein historisches Dokument vorangestellt ist, die aus der Zeit kurz vor den "dunklen Jahren" stammen und Einblick auf die damalige Gesellschaft kurz vor dem Zusammenbruch liefern.
Die Shakespeare-Zitate im Text folgen der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, ergänzt und erläutert von Ludwig Tieck.
Das Cover ist im Hintergrund grün hinterlegt mit der Landkarte aus den Vorsatzseiten des Buches, auf der man nach den Beschreibungen in der Geschichte die Stadt Köln und ihre Umgebung erkennen kann.
Zunächst konnte ich mich nicht mit der Darstellung von David und Juna auf dem Cover anfreunden, insbesondere da das Covermodell, das hier die Juna verkörpert, bereits auf sehr vielen Fantasycovern verwendet wurde, nach der Lektüre des Buches muss ich allerdings zugeben, dass die beiden sehr gut zu den Beschreibungen in der Story passen und sich mit meiner Vorstellung decken. Allerdings mag ich die von Thomas Thiemeyer selbstgemalten Cover der Weltensucher-Reihe trotzdem viel lieber ;)

Fazit:
Trotz der derzeitigen Schwemme an Dystopien auf dem Jugendbuchmarkt schafft Thomas Thiemeyer es beinahe mit dem Auftakt seiner Trilogie "Das verbotene Eden" dieses Genre neu zu definieren, da er mit dem Kampf zwischen den Geschlechtern eine völlig neue Thematik in diesem Sektor anspricht. Er kann sich zwar nicht selbst vom Thron stoßen, denn die "Chroniken der Weltensucher" rangieren bei mir doch vor seiner neuen Reihe, aber er hat mich definitiv am Haken und ich bin mehr als gespannt darauf, wie sich die Zukunft im verbotenen Eden für David und Juna und die weiteren Helden dieser Trilogie entwickeln wird.
Wer die Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik liebt, sollte sich die neue Reihe von Thomas Thiemeyers nicht entgehen lassen!

Reihen-Info:
Das verbotene Eden 1: David und Juna
Das verbotene Eden 2: Logan und Gwen, erscheint voraussichtlich im August 2012
Das verbotene Eden 3: erscheint voraussichtlich im August 2013
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 16. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Ich (23 J.) war auf der Suche nach einem Nachfolger für Twilight und Panem. Zufällig bin ich über die Eden-Trilogie gestolpert. Der Klappentext und die Rezensionen haben mich so sehr überzeugt, dass ich gleich beide Bände bestellt habe. Zuerst muss ich sagen: Das vom Hersteller empfohlene Alter von 12-15 Jahren ist absolut nicht gerechtfertigt. Ich finde das Buch ist absolut auch für Erwachsene lesenswert. Die Geschichte spielt eigentlich in der Zukunft. Der Konflikt zwischen Mann und Frau und der Rückschritt in Sachen Zivilisation katapultiert den Leser allerdings eher in die Vergangenheit zurück. Ein wunderbares Buch zum Abtauchen in eine neue, fremde Welt. Ich hatte Teil 1 und 2 binnen einer Woche gelesen und der 3. Teil (erscheint am 1. August) wird jetzt sofort vorbestellt!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch hat mich absolut nicht überzeugt, 14. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Zusammenfassung
Durch einen ausgesetzten und dann mutierten Virus beginnt sich ein Hass zwischen den Geschlechtern aufzubauen. Ohne jeglichen Grund schlagen Frauen und Männer aufeinander ein.
Über 60 Jahre später herrscht der Hass immer noch und sowohl Frauen wie auch Männer leben getrennt voneinander in Gemeinschaften und wahren den Schein eines Friedens, der auf beiden Seiten nicht echt ist.
Juna, die tapfere Kriegerin ist es gewohnt die Frauen vor den "Teufeln" zu beschützen.
David ist ein einfacher Mönch mit einer Vorliebe für Bücher wie auch "Romeo und Julia". Ihm wird jahrelang eingeträchtert, dass die "Hexen" böse und bestialisch sind.
Doch alles ändert sich, als beide sich kennen lernen und somit die Welt aus einem neuen Blickwinkel betrachten können.

Cover
Das Cover fand ich von Anfang an besonders Ausdrucksstark.
Der grüne Hintergrund wirkt ein wenig düster und geheimnissvoll.
Die beiden Personen, die dadrauf abgebildet sind stellen David un Juna dar. Juna könnte man sich so vorstellen, doch im Laufe der Geschichte passte David für mich überhaupt nicht mehr zu dem Jungen auf dem Cover, denn dieser Junge strahlt für mich eine Stärke aus die David in meiner Sicht überhaupt nicht besitzt.

Charaktere
Die beiden Hauptcharaktere haben mir überhaupt nicht gefallen.
Juna ist sehr egoistisch und ändert ihre Meinung von einer Sekunde auf die Andere. Ich konnte mich nicht damit anfreunden, dass sie einen Menschen erst hasst, sich dann nur durch ein kurzes Gespräch auf einmal in ihn verliebt.
David ist in meinen Augen ein Waschlappen. Er kann sich vor niemandem durchsetzen und irgendwie kommt es mir vor, als habe er keine sehr große Rolle im Buch gespielt, denn ausser am Ende macht er nicht besonders viel.
Interressant fand ich lediglich, dass hier die Rollen vertauscht waren, dass nicht der Mann im Krieg und die Frau in der Bibliothek war.

Schreibstil
Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, er war sehr fantasievoll und bilderhaft, doch manchmal hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte in den ganzen Umschreibungen und, meiner Meinung nach, unnützen Passagen in den Hintergrund gerückt ist.
Oft stand ich kurz davor, mehrere Seiten zu überspringen, weil über irgendetwas belangsloses und unwichtiges geschrieben wurde.
Ich persönlich bin einfach kein Fan von seitenlangen Beschreibungen von Orten.
Es gibt einige Menschen, die sich dann ganz in einen Raum eintauchen können, doch ich will lieber wissen wie es weiter geht und warte auf die Spannung.

Meine Meinung
Ich beginne mit dem positiven:
Die Idee fand ich prima, eine Welt in der Männer und Frauen sich hassen und irgendwann denken das wäre ganz normal, es wäre pervers einen Andersgeschlechtigen zu lieben, war so spannend und neu. Ich war so begeistert von der Idee, dass ich es nicht abwarten konnte es zu lesen.
Doch schon nach den ersten Seiten kam für mich ein schwerer Rückschlag.
Die Männer waren Mönche! Warum? Es ergab für mich keinen Sinn, dass sie in einem Kloster leben, ins Mittelalter zurück gefallen sind und kaum einer mehr lesen konnte.
Spannung hat mir leider vollkommen gefehlt. Die ach so geheimen und unbekannten Geheimnisse waren für mich von vornerein so klar, dass der "Oh-Effekt" jedes Mal ausblieb.
Ebendso war die Liebesgeschichte etwas stumpf und wirklich Gefühl kam dabei nicht rüber.
Die Andeutung von Romeo und Julia hat mir widerrum sehr gut gefallen, da auch sie in zerstrittenen Welten gelebt haben und doch zusammen gefunden haben.
Es fällt mir schwer eine faire Punktzahl zu geben. Denn davon abgesehen, dass ich nichts mit Religion anfangen kann und die daraus folgende "steife Art" nicht mochte hat die Geschichte auf einer guten Idee basiert.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen für mich nicht glaubwürdig, 19. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Ich habe schon vor einigen Jahren Romane des Autors Thomas Thiemeyer wie "Magma" und "Nebra" gelesen und die haben mir gut gefallen. Da ich gleichzeitig auch viele Jugendbücher lese und Dystopien ohnehin gut finde, dachte ich, dass eine Kombination aus allem nicht allzu schlecht werden kann und habe bei "Das verbotene Eden - David und Juna" zugegriffen, obwohl mich das Cover, das sonst oft maßgeblich zu meiner Kaufentscheidung beiträgt, eigentlich von vornherein wenig angesprochen hat. Aber dazu später...

Zuerst kurz zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2080 in den Überresten einer deutschen Stadt. Männer und Frauen leben seit 65 Jahren getrennt, denn durch einen Virus hassen sie einander. Nur durch ein Abkommen werden überhaupt noch Kinder geboren, doch die Zusammentreffen von Männern und Frauen werden immer gewalttätiger, das Abkommen ist in Gefahr und ein Krieg droht. In dieser Zeit leben der junge Mönch David und die Kriegerin Juna, gerade einmal 17 Jahre alt...

Tja, wo soll ich mit meiner Meinung anfangen? Mir hat so vieles an diesem Roman nicht gefallen...Wie wäre es zum Beispiel mit den Klappentext? Er verspricht: "Faszinierend düster und wunderbar romantisch". Ich stimme weder Ersterem noch Letzterem zu. Die aufgebaute Welt war für mich nicht wirklich düster. Klar, die beiden Völker können sich nicht leiden und begegnen sich nur gezwungenermaßen. Die Frauen leben in der Natur, die Männer in den Überresten der Stadt. Die Männer verwenden zumindest noch Fahrzeuge und moderne Feuerwaffen, die Frauen sind technisch komplett in die Steinzeit zurückgekehrt. Gelegentlich fahren die Männer in die Frauenorte im Grenzgebiet, um dort einen Tribut in Form von Lebensmitteln einzufordern und mit emfängnisbereiten Frauen im "Schandkreis" Kinder zu zeugen. Aber ansonsten - abgesehen von diesen unerfreulichen Aufeinandertreffen - führen sie getrennt voneinander ein ziemlich merkwürdiges, spirituelles und nicht unbedingt "düsteres" Leben...und zum "wunderbar romantisch" komme ich später noch...

Leider fand ich die Welt insgesamt einfach auch kein bisschen glaubwürdig. Es sollen gerade einmal 65 Jahre vergangen sein! Es leben sogar noch Menschen, die vor dem Virus Beziehungen zum anderen Geschlecht hatten, wie der Abt Benedikt oder die alte Magdalena bei den Frauen. Und doch ist angeblich alles Wissen und fast jede Technik verloren. Wie geht das? Warum sollten diese Menschen nicht mehr wissen, dass die Stadt Köln heißt, die beeindruckende Kathedrale Kölner Dom und der Fluss Rhein? Warum haben sie die gesamte Zivilisation vergessen und die Aufklärung? In nur 65 Jahren und mit Zeitzeugen scheint mir das völlig abwegig! Wenn die Männer in der Stadt blieben, warum konnten sie die normale Versorgung nicht auch über die "dunklen Jahre" fortführen? Abt Benedikt erzählt sogar noch davon, wie er mit einem Messer fast tödlich verletzt wurde und die Frauen am nächsten Tag verschwunden waren. Da gab es wohl noch genug Zivilisation, um seine Wunde fachmännisch zu versorgen. Und dann plötzlich nicht mehr?

Warum gibt es noch Autos, wenn das Verständnis von Technik kaum noch zur Stromversorgung ausreicht? Autos über mehr als sechs Jahrzehnte vor Rost und Verfall zu schützen und zu reparieren ist aber möglich? Wie funktioniert das eine ohne das andere? Warum leben die Menschen so schnell wieder in religiösen Gesellschaften, die an das Mittelalter erinnern? In Deutschland, wo die Religion seit Jahrhunderten an Einfluss verliert, gibt es plötzlich wieder hauptsächlich strenge Christen bei den Männern und heidnische Götteranbetungen und Hohepriesterinnnen (!) bei den Frauen - und das in mindestens zweiter Generation, wobei die aktuelle Hohepriesterin schon gut zwanzig Jahre ihr Zepter schwingt. Das scheint mir alles extrem gewollt und konstruiert, aber nicht realistisch. Nur weil sich eine Gruppe spaltet, fangen doch nicht von heute auf morgen alle an sich wieder im Schlamm zu suhlen und sich "Hexen" und "Teufel" zu nennen!

Weiter geht es mit der Aufrechterhaltung der Menschheit, wenn Geschlechtsverkehr nicht mehr freiwillig stattfindet. Angeblich soll die aktuelle Hohepriesterin Arkana maßgeblich für das bestehende Abkommen verantwortlich sein, das dafür sorgt, dass die männlichen Kinder den Männern überlassen werden. Trotzdem ist gerade zur Zeit dieses Abkommen die Nachkommenschaft gefährdet. Was war vorher? Es gibt Männer und Frauen jedes Alters, irgendwie muss das also funktioniert haben. Wie bleibt das große Geheimnis, so wie fast alle Fragen, die bei mir während des Lesens aufkamen, ein Geheimnis blieben. Vielleicht hinterfrage ich auch zuviel, aber ohne Antworten auf all die "Warum?s" ist diese Welt für mich erstmal nicht glaubwürdig. 65 Jahre sind mir einfach zu kurz...

Die Liebesgeschichte zwischen David und Juna rettet leider auch nichts. Es geht im ganzen Roman darum, dass die Liebe zwischen Männlein und Weiblein wiederentdeckt wird, aber man merkt davon einfach nichts. "Wunderbar romantisch" ist eindeutig etwas anderes. Auch die ständige Verknüpfung zu "Romeo und Julia" gingen mir irgendwann auf die Nerven und die Nebencharaktere waren alle sehr schwarz-weiß und vieles vorhersehbar. Gerade um Abt Benedikt gibt es eine so offensichtliche Geschichte, die mehrmals angedeutet, aber dann nicht aufgeklärt wird. Vermutlich kommt dazu in den Nachfolgebänden noch etwas (was bei den angekündigte Titeln "Logan und Gwen" für den zweiten Teil und "Ben und Magda" für den dritten Teil zu vermuten ist), aber warum mussten es dann so offensichtliche Andeutungen sein?

Spannung kam auch nicht auf, der Schreibstil ist durchschnittlich und die Dialoge manchmal gestelzt. Vor allem Juna war mir unsympathisch und ich konnte ihr ihre Rolle nicht abkaufen.

Ich habe es zu Ende gelesen, obwohl das Interesse schnell nachgelassen hat, aber ich muss nun einmal immer wissen, wie es ausgeht. Trotzdem musste ich mich sehr davon abhalten, nach der ersten Hälfte einfach nur noch die letzten zehn Seiten zu überfliegen, was ich ,im Nachhinein betrachtet, ruhig hätte tun können, denn die Geschichte endet nicht überraschend und zwischendurch passiert wenig Interessantes, was man nicht vorhersehen konnte.

Auch das Cover gefällt mir, wie anfangs bereits erwähnt, nicht. Mit David, der anstatt seiner Kutte anscheinend einen stinknormalen Kapuzenpullover trägt, kann ich ja noch leben, aber Juna ist schlecht getroffen. Eine Kriegerin mit markanten Bemalungen sieht wohl kaum aus wie ein mit Glitzersteinchen und gedrehten Löckchen leicht überstyltes Disco-Häschen!

Also, mein Fazit: Ein neuer Dystopieroman, der mich auch aufgrund meiner Erwartungen an den Autor enttäuscht hat. Sprachlich durchschnittlich, nicht besonders spannend, kaum romantisch und schon gar nicht glaubwürdig. Weil es lesbar war, auch wenn ich die Handlung sehr konstruiert fand, tendiere ich irgendwie doch zu zwei Sternen anstatt nur einem, aber wer nicht wirklich ein Hardcore-Dystopie-Fan ist und dafür bereit ist, über viele - wirklich sehr, sehr viele - Ungereimtheiten hinwegzusehen, sollte die Finger von diesem Roman lassen.
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5.0 von 5 Sternen Utopie die Wahr werden könnte, 12. November 2014
Mit diesem Werk habe ich mich das erste Mal an ein Jugendbuch von Thomas Thiemeyer gewagt, es ist der Auftakt zu einer Trilogie.
Da ich Thomas Thiemeyer sehr gerne lese, war meine Erwartung recht hoch.
Ich kann jetzt schon sagen, dass ich keinesfalls enttäuscht wurde. Auch in seinen Jugendwerken ist der Schreibstil vorhanden, den ich so schätze bei Herrn Thiemeyer.

Die Welt, die in diesem Werk beschrieben wird, ist reine Utopie, aber wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher, könnte es vielleicht einmal Realität werden . Durch ein künstliches Virus können sich Frauen und Männer nicht mehr ausstehen, sie leben getrennt und sind sich so spinnefeind, dass es Kriege zwischen den Geschlechtern gibt.

Die Frauen haben sich soweit mit der Situation eingerichtet, dass es Siedlungen gibt, in denen sie in Harmonie zusammenleben. Wären da nicht die Männer, die sich natürlich als die Herren der Welt sehen und die Frauen immer wieder überfallen. Nur so meinen sie, ihr Überleben sichern zu können.

Doch ohne dass es die Menschen richtig bemerken, schwächt sich das Virus ab und die Menschen könnten wieder aufeinander zugehen.

Um die Männer in ihre Schranken zu verweisen, planen die Frauen, die einzige Raffinerie, die noch existiert, zu sabotieren. Denn ohne ihre Fahrzeuge könnten die Überfälle deutlich eingeschränkt werden. Sie entführen zwei Männer, um an Informationen über die Anlage zu kommen. Einer der Männer ist David, eigentlich ein junger Mönch, der die Anlage nur kennenlernen sollte. David und Juna kommen sich ganz langsam näher und agieren gemeinsam, um diese brutalen Männer in ihre Schranken zu verweisen.

Mit Spannung und sehr schönem Einfühlungsvermögen zeichnet der Autor diese Geschichte schon fast zärtlich. Wie sie ausgeht, verrate ich natürlich nicht, das solltet ihr wirklich selber lesen. Es lohnt sich!

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.
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3.0 von 5 Sternen Eine interessante Dystopie mit einigen Schwächen, 2. April 2013
Von 
Bücherwurm (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Obwohl „Das verbotene Eden, David und Juna“ von Thomas Thiemeyer mein erstes Buch des Autors war, hatte ich schon viel Positives darüber gehört und gelesen. Leider konnte das Buch aber letztlich meine Erwartungen nicht ganz erfüllen...

Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …

Die Idee hinter dem Roman, d.h. die Feindschaft zwischen Männern und Frauen aufgrund eines Virus in der Vergangenheit finde ich neuartig und sehr gelungen. Ich hatte bis dahin noch nichts Vergleichbares gelesen und finde es immer gut, wenn sich Autoren nicht einfach nur bei den Ideen ihrer Kollegen bedienen, deshalb ein großes Lob an dieser Stelle. Aber leider hatte ich während des Lesens immer das Gefühl, dass die Grundidee nicht wirklich gut durchdacht und ausgereift war. Man erfährt über die Vergangenheit immer nur Bruchstückhaftes und mir haben sich während des Lesens immer mehr Fragen aufgeworfen, die auch im Laufe der Handlung nicht geklärt wurden. Einige Beispiele: Warum leben die Männer in Klöstern und nicht in den ehemaligen Städten (was soll der religiöse Bezug?)? Warum hat man die Städte total verfallen lassen und scheinbar nicht einmal die Leichen beseitigt (einmal sehen sie ein Skelett in einem LKW sitzen)? Wie kann es sein, dass nach nur 65 Jahren so viel Wissen verloren gegangen ist und man nicht mehr viel über Technik etc. weiß? Wieso leben die Menschen (v.a. die Frauen) dann plötzlich wieder wie im Mittelalter? Und das, obwohl sogar noch Zeitzeugen am Leben sind? Hat das Virus nur in Deutschland bzw. einigen Gegenden zugeschlagen oder sind die Menschen weltweit betroffen? Die vielen offenen Fragen und so mancher Logikfehler haben dazu geführt, dass ich die Geschichte unglaubwürdig finde und nicht ganz nachvollziehen konnte. Schade, hier hätte man auf jeden Fall noch viel mehr aus der Idee machen können.

Mein zweiter Kritikpunkt ist der, dass ich in der ganzen Geschichte keinen Spannungsbogen erkennen konnte. Mir hat einfach die Spannung gefehlt und ich musste mich manchmal sogar dazu zwingen weiter zu lesen. Es kann wirklich keine Rede davon sein, dass mich der Roman fesseln konnte oder ich ihn nicht mehr aus der Hand legen wollte. Schade... Letztlich habe ich trotzdem bis zum Ende durchgehalten, weil ich dann doch wissen wollte, wie der Roman endet.

Gut gefallen hat mir dagegen der Schreibstil, der angenehm zu lesen war und Spaß gemacht hat. Auch wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Juna (bzw. der Frauen) und David (bzw. den Männern) erzählt, was ich eine gelungene Idee finde, da man so Einblick in beide Seiten bekommt.

Auch die Personen finde ich sehr gelungen. David war mir von Anfang an sympathisch und ich fand ihn wirklich glaubhaft. Mehr Probleme hatte ich dagegen mit Juna, die mir zwar auch ans Herz gewachsen ist, die ich aber manchmal unglaubwürdig fand. So konnte ich mir ihren plötzlichen Sinneswandel nicht erklären: in einem Moment spricht sie sich noch dafür aus, dass man hart gegen die Männer vorgehen soll. Ich nächsten Moment hilft sie dann plötzlich David, als er gefangen wurde und rettet ihm sogar das Leben. Ob man da mit Liebe argumentieren kann, ist mehr als fraglich. Ich finde sowieso, dass man bei den beiden nicht von einer Liebesgeschichte sprechen kann. Da beide ohne Kontakt zum anderen Geschlecht aufgewachsen sind war es vielleicht eher Neugier, die beide zueinander hingezogen hat? Die „Liebegeschichte“ wird generell nur sehr spärlich und eher kühl erzählt, was ich nicht unbedingt schlimm fand und wahrscheinlich daran lag, dass das Buch von einem männlichen Autor geschrieben wurde.

Die Punktevergabe fällt mir ehrlich gesagt schwer. Die Geschichte und die Idee dahinter sind neuartig und wirklich interessant und trotz offener Fragen und Logiklücken leicht und angenehm zu lesen. Auch hat mir einfach die Spannung gefehlt, andererseits habe ich schon deutlich schlechtere Dystopien gelesen. Ich entscheide mich für 3 Sterne und kann jedem empfehlen, das Buch bei Interesse zu lesen und sich ein eigenes Bild vom Roman zu machen. Allerdings sollte man nicht mit allzu großen Erwartungen daran gehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine echte Überraschung, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
MEINE MEINUNG:

Erstmal möchte ich die Aufmachung loben, ein wunderschönes Cover hat dieses Buch und auch ohne Schutzumschlag, sieht es toll aus, ein richtig schönes orange, lässt es strahlen.

Wie wird es sein, wenn sich Frauen und Männer nicht mehr mögen, sondern absolut hassen und sich bekämpfen - dies wird in diesem Auftakt "Das verbotene Eden" beschrieben und es hat es in sich.
Als ich anfing zu lesen, war ich erstmal überrascht über die Sprachwahl, denn es spielt eigentlich in der Zukunft, aber die Sprache ist historisch und auch die Beschreibungen der Umgebung lassen auf das altertümliche zurückschließen. Das fand ich am Anfang sehr ungewöhnlich und damit hatte ich so nicht gerechnet, aber man gewöhnt sich daran und kann doch ganz gut folgen.
Ich hätte mir zwar gewünscht, dass Begriffe näher erläutert werden, denn es gibt einige Wörter, mit denen ich selber nicht viel anfangen konnte und da wurde nicht immer darauf eingegangen, trotzdem versteht man alles darum ganz gut und es stört auch nicht den Lesefluss.
Die Story an sich, hat es wirklich in sich, ich als Frau, musste schon desöfteren schlucken, über die Rolle die Frauen hier haben und was sie sich alles gefallen lassen müssen, da habe ich schon öfter mal mit dem Kopf geschüttelt und war teilweise auch echt schockiert, aber ich die denke, das macht ein gutes Buch aus - auch wenn die Frauen hier einiges abbekommen.
Der Autor kann eine Geschichte sehr bildhaft darstellen, eine Geschichte die gleichermaßen fesselt und schockiert, ein Buch was man nicht mehr aus der Hand legen mag und immer wieder Überraschungen und Wendungen aufweist. Es gibt viel Spannung und man fiebert mit ihnen mit, gerade Juna finde ich richtig klasse, eine junge Frau, die sich nichts gefallen lassen will und den Männern zeigen möchte, wo der Hammer hängt und das fand ich so toll, aber auch David finde ich gut, er ist nicht so wie die anderen Männer, die man am liebsten alle in einen Sack tun würde, nein er ist sanftmütig und nicht wirklich frauenfeindlich, eher interessiert, darum liest er auch gerne "Liebesromane" aus der alten Zeit, wo Männer und Frauen noch zusammen lebten, doch diese Bücher sind verboten, trotzdem hat er ein Lieblingsbuch "Romeo und Julia", dieses kennt er in und auswendig.
Als David und Juna aufeinander treffen, merkt man schon, dass da zwischen den beiden etwas ist, was nicht sein darf und trotzdem sich nicht verhindern lässt und dies ist wirklich gut und gefühlvoll beschrieben worden und ich bin sehr gespannt wie alles weiter geht, gerade mit den beiden. David und Juna sind sehr ausgereifte und tolle Protagonisten, mit denen man sich sofort verbunden fühlt und mit ihnen mitfiebert und mitleidet.
Zusätzlich findet man hier ein paar Geheimnisse, die den Leser sehr neugierig machen, denn man will schon wissen, was diese beinhalten, einiges kann man sich zwar denken, aber spannend ist es trotzdem.

Der Autor hat einen sehr schönen Schreibstil, da es mein erstes Buch von ihm war, bin ich sehr positiv überrascht, er ermöglicht das Buch relativ schnell zu lesen und trotzdem alles gut nachvollziehen zu können und man sah alles regelrecht vor sich, die Fantasie wurde angeregt, durch die tolle und detailgetreuen Beschreibungen.

FAZIT:

Bis auf die Fremdwörter und auch das ich doch mehr über den Zusammenbruch gelesen hätte, fand ich das Buch wirklich genial und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der uralte Hass der Geschlechter, 22. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Juna lebt naturverbunden als Tochter einer Hohepriesterin in einer reinen Frauengemeinschaft.

David hingegen lebt unter den Männern als Mönch im Kloster des heiligen Bonifazius.

Im Jahre 2080 leben Männer und Frauen verfeindet und verhasst getrennt voneinander, nur zu Befruchtungen
im sogenannten "Schandkreis" geben sich die Frauen den Männern hin, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern.
Der Hass zwischen den Geschlechtern wurde durch ein Virus freigesetzt, das im jahr 2015 seinen Ursprung hatte.
Seitdem hat sich vieles verändert und die Welt wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr.
Inzwischen hat die Gesellschaft wieder mittelalterliche Züge angenommen.
Männer und Frauen bekriegen sich gegenseitig, beiderlei darauf wartend, den großen und endgültigen Schlag zu
versetzen, doch dann treffen David und Juna aufeinander, und der langjährige Hass scheint einem zarten Pflänzchen
der Liebe zu weichen...

Wieder eine neue Dystopie, mit kleineren Mängeln, aber dafür umso rasanter und absolut lesenswert!
Dieses Buch war für mich ein echter Page Turner, irritierend, verstörend, unterhaltsam und vor allem spannend!
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4.0 von 5 Sternen 1. Band der Eden-Trilogie, 18. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Vor 65 Jahren endeten mit dem großen Zusammenbruch die "Dunklen Jahre". Seitdem sind Männer und Frauen verfeindet. Zur Zeit herrscht ein trügerischer Frieden, in denen die Männer in den ehemaligen Städten leben und von Zeit zu Zeit auf "Landernte" gehen, sprich, den Frauen auf den Ländereien einen Teil der Ernte abnehmen und sich mit den "dargebotenen" sprich empfangsbereiten Frauen vereinen, um Kinder zu zeugen. Sollte aus solch einer "Vereinigung", die nichts anderes ist als eine Vergewaltigung, ein Kind entstehen und dies ein Mädchen sein, wird es von den jeweiligen Hebammen bei den Frauen aufgezogen. Diese Mädchen können von Zeit zu Zeit ihre Mütter sehen und werden voll in die Gemeinschaft integriert. Sollte ein solches Kind jedoch ein Junge sein, wird es gewöhnlich von einer Hebamme zum "Kreis der Verlorenen" gebracht, so es dann von Mönchen abgeholt wird, woraufhin diese dann den Jungen im Kloster erziehen. Oftmals werden solche Jungen Mitglieder der "Heiligen Lanze" und begehen später "Landernten".

Die 17-jährige Juna ist eine Priester der Brigania, eine Kriegerin. Sie selbst ist die Tochter der Hohepriesterin Arkana. Ihre Aufgabe ist es, mit ihren Gefährtinnen die Grenzregion zu bewachen und die Einhaltung der Regeln aufrecht zu erhalten. Ihr zur Seite steht ihr der Falke Camal, den sie selbst abgerichtet hat. Als sie jedoch in die Kommune Ingran, einem kleinen Dorf von 40 - 50 Einwohnern kommen, müssen sie feststellen, dass dort vor kurzem eine "Landernte" stattfand und die Männer sich nicht an die Vereinbarungen gehalten haben. Juna ist auf Rache aus und versucht daraufhin den Rat von Glânmor, der Hauptstadt der Frauen, davon zu überzeugen, dass es an der Zeit ist, die Männer in ihre Schranken zu verweisen. Doch ausgerechnet ihre Mutter predigt Frieden und kann sich durchsetzen. Als Juna jedoch in Alcmona, dem nächten Ziel der "Heiligen Lanze" für die Einhaltung der Vereinbarungen sorgen soll, kommt es zu einem blutigen Kampf.

Derweil lebt der 18-jährige David ein behütetes und ruhiges Leben als einfacher Bibliothekar in dem Kloster, in dem er aufgezogen wurde. Ihm zur Seite steht ihm sein treuer Gefährte Grimaldi, ein hässlicher Mischlingshund, den David über alles liebt. David, der schon immer als Außenseiter und Sonderling bzw. Einzelgänger galt, ist zufrieden mit seinem Los. Sein Freund Amon hingegen, will mehr für ihn, dass er die Welt sieht, doch David ist nicht darauf erpicht, sich weit von seinen Büchern zu entfernen. Dann jedoch, als Amon beim Angriff auf Alcmona schwer verletzt wird, begleitet David ihn zum Inquisitor Marcus Capistranus, um Bericht zu erstatten. David wird daraufhin nichts zurück ins Kloster geschickt, sonder soll ein Jahr lang Dienst in einer Raffinerie tun. Er fügt sich seinem Schicksal, wird jedoch bereits kurze Zeit später bei einem Angriff der Frauen entführt. Hier sieht er Juna zum ersten Mal, eine junge Frau, die genauso aussieht wie Julia in seinem Lieblingsbuch "Romeo und Julia", das er heimlich aus dem Kloster entwendet hat. Auch Juna ist fasziniert von dem jungen Mann, der so ganz anders zu sein scheint, als der Rest der Männer, die sie bisher erlebt hat. Doch der Krieg zwischen den Geschlechtern schreitet unaufhaltsam voran ...

Der 1. Band der Eden-Trilogie! Der Plot wurde ausgesprochen abwechslungsreich und spannend erarbeitet, konnte mich jedoch nicht ganz überzeugen, da mir bestimmte Dinge einfach zu unrealistisch vorkamen, z. B. gibt es nach wie vor Baupläne für Flugmaschinen, aber wie das mit dem Buchdruck funktioniert weiß anscheinend keiner mehr. Irgendwie konnte ich mich selbst nicht überzeugen, dass bestimmte Dinge derart in Vergessenheit geraten konnten. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier ganz besonders die mentalen Unterschiede gefallen haben. David zum Beispiel, der als Mann ja generell eher kriegerisch eingestellt sein sollte, ist hier der ruhigere, besonnenere Part, wohingegen Juna, die als Frau ja eher den ruhigen Part übernehmen sollte, genau weiß, was sie will und auch keinem Kampf, sei es unter den Frauen oder gegen Männer, aus dem Weg geht. Das die Beiden sich hingen hervorragend ergänzen, finde ich richtig gut, einfach mal eine andere Kombination, als das althergebrachte. Den Schreibstil empfand ich als überaus angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe. Ganz konnte mich dieser Band zwar nicht überzeugen, hinterlässt mich jedoch neugierig auf den nächsten Band der Reihe "Das verbotene Eden - Logan und Gwen", in dem es um die ehemalige Gefährtin von Juna geht.
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5.0 von 5 Sternen Geschlechterkampf Runde 1, 7. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) (Gebundene Ausgabe)
Rezension zu
Das Verbotene Eden: David und Juna
von
Thomas Thiemeyer

Inhalt:

Das Zusammenleben mit dem anderen Geschlecht ist für uns ganz normal und anders auch gar nicht vorstellbar. Doch in der Welt von David und Juna kann man sich die Tatsache, dass Frauen und Männer ihr Schicksal gemeinsam bestreiten, ebenso wenig vorstellen. Frauen die Männer lieben, Männer die Frauen lieben, gibt es nicht mehr und klingt für diese Menschen nur lächerlich oder nach Ketzerei.

David und Juna leben in einer Welt in der das andere Geschlecht nicht mehr ist als ein Feind. Ein Feind den es zu töten, zu erniedrigen oder auszubeuten gilt. Einst haben Männer und Frauen wie wir heute zusammengelebt. Schuld an dem Wandel war allein eine Impfung, welche zur Folge hatte, dass sich Männer und Frauen anfingen zu hassen.

Beide Geschlechter leben nun in ihren, voneinander weit entfernten Gebieten und jeder hat seine eigene Gottheit, welche er verehrt und predigt. Doch immer wieder kommt es zu Konfrontationen, nicht zuletzt durch selbst erstellte Regel wie zum Beispiel, die Abgabe von Lebensmitteln und die Darbietung von empfängnisbereiten Frauen. Doch durch irgendeine Form muss die Erhaltung der Menschheit schließlich gewahrt werden. Eine weitere Regel besagt, sollte eine Frau ein Kind bekommen, welches kein Mädchen ist, wird dieser Neugeborene in einen Steinkreis gebracht, wo die Männer der Klöster ihn abholen.

Juna wird schließlich damit beauftragt einen Neugeborenen, zu dem besagten Steinkreis zu bringen und genau dort sieht sie das erste Mal David.

Die Charaktere:

Juna war ein wirklich toller Charakter. Sie war mutig, wissbegierig und klug. Auch wenn es oft schwierig wurde, hat sie nie aufgeben und immer für ihre Sache gekämpft. Außerdem fand ich gut, dass sie sich doch auf David eingelassen hat, obwohl alles in ihr gegen ihn sprach.

David, war für meine Begriffe etwas zu ruhig und schüchtern, aber schließlich war er auch ein Mönch, außerdem hat er sich im Laufe der Geschichte sehr gut gemacht. Zum Schluss kam sogar noch eine ganze Menge Männlichkeit in ihm zum Vorschein.

Beide Charaktere waren sehr schön beschrieben und haben mir beim verfolgen ihrer Geschichten sehr viel Spaß bereitet.

Meine Meinung / Fazit:

„Das verbotene Eden: David und Juna“, hat einen guten Start zu einer Trilogie hingelegt. Die Umstände wie es zu dieser skurrilen Welt kam, fand ich sehr interessant, da es nicht zu fiktional, für meine Begriffe war.

Auch haben die Charaktere im Großen und Ganzen überzeugt, was das Buch natürlich noch erstklassiger erschienen ließ.

Die Spannung war größtenteils konsequent gegeben, was für mich auch immer ein wichtiger Faktor einer Dystopie ist.

Ich vergebe für „Das verbotene Eden: David und Juna“ volle fünf Sterne, da es mich eine sehr gute und spannende Geschichte war, welche Spaß gemacht hat zu lesen.

Der Autor:

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt "Korona" –, entdeckte er mit den "Chroniken der Weltensucher" höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit "Das verbotene Eden – David und Juna" begann ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Nach "Logan und Gwen" ist nun "Magda und Ben" der abschließende Band. Mehr Informationen zum Autor unter [...]
Quelle: Droemer Knauer

Kaufdetails:

Format: Hardcover
Seitenanzahl: 464
Preis: 16,99 €
Erscheinungsdatum: 22.08.2011
ISBN-10: 3426283603
ISBN-13: 978-3-426-28360-8
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Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN)
Das verbotene Eden. David und Juna: Roman (PAN) von Thomas Thiemeyer (Gebundene Ausgabe - 22. August 2011)
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