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Ash


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5.0 von 5 Sternen Gewagt anders - davon will ich mehr!
Aisling (genannt Ash) muss erst den Tod ihrer Mutter verkraften, um kurz danach auch noch den Vater zu verlieren, der inzwischen wieder geheiratet hat. Vollkommen alleine auf der Welt, lebt Ash fortan das Dasein einer Dienstbotin, kocht und putzt den ganzen Tag. Nur im Wald findet sie ein wenig Frieden, was vielleicht auch an ihrem Freund, einem Fein, liegt. Als Ash ins...
Veröffentlicht am 7. November 2010 von CupCake

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen keine allzu gute Neuinterpretation des Märchens
Aisling, genannt Ash, lebt zunächst glücklich mit ihrer Mutter und ihrem Vater in dem kleinen Dorf Rook Hill in der Nähe des Waldes. Da ihr Vater von Berufs wegen häufig auf langen Reisen ist, ist ihre Mutter im Grunde ihre einzige richtige Bezugsperson, abgesehen von der Haushälterin Anya.

Umso härter trifft es Ash, als ihre...
Veröffentlicht am 5. März 2012 von Stephie


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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewagt anders - davon will ich mehr!, 7. November 2010
Von 
CupCake - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Aisling (genannt Ash) muss erst den Tod ihrer Mutter verkraften, um kurz danach auch noch den Vater zu verlieren, der inzwischen wieder geheiratet hat. Vollkommen alleine auf der Welt, lebt Ash fortan das Dasein einer Dienstbotin, kocht und putzt den ganzen Tag. Nur im Wald findet sie ein wenig Frieden, was vielleicht auch an ihrem Freund, einem Fein, liegt. Als Ash ins heiratsfähige Alter kommt, scheint für sie ein freies Leben ebenfalls verloren zu sein... Entweder als Frau des Prinzen, oder Frau des Feins Sidhean ? Doch dann sind da auch noch diese Gefühle, die Ash nicht zuordnen kann, für eine Person, die eigentlich so gar nicht ins Märchen passt...

Wer die Rezension zu Beastly gelesen hat, weiß, wie sehr ich auf weitere Märchen im neuen Gewand gehofft habe. Nun habe ich hier eine wirklich spezielle neue Version von "Aschenputtel" vor mir liegen. Ein wirklich kleines besonderes Buch. Es ist mehr ein Büchlein, so klein ist es und das Cover ist wirklich ausgesprochen schön!

Nun aber zum Buch. Dachte ich am Anfang: "Das kann sie doch nicht machen", musste ich beim Lesen des Buches einsehen, dass der Weg, den Malinda Lo ihrer Ash vorschreibt, der wirklich einzige Weg ist "frei" zu werden. Betrachtet man sich einmal das Märchen vom Aschenputtel näher, wird einem klar, dass der Wechsel von der Knechtschaft an die Seite des Prinzen zwar romantisch ist, aber eigentlich nur ein Tausch von Gefängnissen darstellt. Wer ist Aschenputtel eigentlich wirklich? Würde sie ebenfalls für den Prinzen schwärmen, wenn sie die freie Wahl hätte und nicht den innigglichen Wunsch verspüren würde, ihrem Dasein zu entfliehen?

Ich hab bei einigen als Kritikpunkt gelesen, dass es sie stört, dass das Buch dem Schema von Aschenputtel so "exakt" eingehalten wird. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Natürlich ist da die Grundabfolge, die eingehalten wird, aber es wurde auch einiges neues hinzugefügt. Die Jägerin Kaisa, der Feenmann Sidhean und seine Verbindung zu Ashs Mutter, die Magie, nicht nur in Form einer Fee und vor allem: es fehlt der Schuh! Ash ist wirklich eine neue Interpretation, mit völlig neuem Ende und ist um einiges Tiefer als das Original.

Die Figur "Ash" ist zwar ab und an ein wenig blass, zum Beispiel erfährt man erst später, wie sie Aussieht, dennoch finde ich sie sehr sympathisch. Da das Buch von der Form her und dem Cover für mich schon etwas märchenhaft war, unterstrich das Weglassen der Charakterbeschreibung für mich noch diesen Charakter. Ash ist schön - sollte das nicht reichen? In meiner Fantasy war sie sehr lebendig, genauso wie ihre Stiefschwestern, die Stiefmutter und all die anderen. Ash hat mich wirklich "träumen" lassen. Vielleicht lies die Autorin Ash auch so lange farblos, um sie transparent zu lassen. Immerhin steht ihre Geschichte für eine Botschaft, die jeden erreichen soll, nicht nur die "Brünetten oder Blonden" unter uns.

Was ich erwähnenswert finde, ist der Preis, den Ash für ihre Freiheit am Ende zahlen muss, sehr dezent wird hier beschrieben, wie weit das Mädchen für ihre Liebe geht. Das hat mir wirklich gut gefallen. Auch, dass die Magie irgendwann ein wenig "verloren" ging, immerhin sollte Ash hier im Mittelpunkt stehen und nicht die Magie. Wenngleich es auch ein Buch ist, dass bis zum Ende die "größte Magie auf Erden" behandelt: die Liebe!

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut. Die Landschaft die sie zeigte, war schön beschrieben, wirkte auf einen und zog einen tiefer ins Geschehen. Ihre Charaktere sind alle recht unterschiedlich, ja, selbst die Stiefschwestern ;-) Einzig der Wechseln von Traum und "Realität" war manchmal ein wenig unklar gezeichnet. Das ist aber wirklich das Einzige was mich ein wenig gestört hat.

Ash ist ein wirklich schönes Buch, ein tolles Geschenk und wirklich gelungen. Ein mutiger Weg , ein Märchen umzuschreiben. Davon will ich gerne mehr lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen keine allzu gute Neuinterpretation des Märchens, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Aisling, genannt Ash, lebt zunächst glücklich mit ihrer Mutter und ihrem Vater in dem kleinen Dorf Rook Hill in der Nähe des Waldes. Da ihr Vater von Berufs wegen häufig auf langen Reisen ist, ist ihre Mutter im Grunde ihre einzige richtige Bezugsperson, abgesehen von der Haushälterin Anya.

Umso härter trifft es Ash, als ihre Mutter nach einer plötzlichen Erkrankung auch noch rasch stirbt. Schon bevor sie den schmerzlichen Verlust ihrer Mutter überhaupt überwinden kann, bringt ihr Vater auch schon eine neue Frau mit nach Hause, zusammen mit ihren zwei Töchtern Ana und Clara. Von Anfang an zeigt keines der drei neuen Familienmitglieder viel Zuneigung für Ash und als auch noch ihr Vater erkrankt und schließlich ebenfalls stirbt, lässt die Stiefmutter ihre gesamte Wut an Ash aus. Auf Grund der angeblichen Verschuldung ihres Vaters wird Ash, im Alter von gerade einmal zwölf Jahren zum Dienstmädchen degradiert und von da an wie eine Sklavin behandelt.

Während dieser Zeit, in der Ash alle möglichen niederen Aufgaben erfüllen und, wenn sie etwas falsch macht, dabei auch noch Schläge einstecken muss, flüchtet sie sich immer wieder in den Wald und klammert sich an die Feengeschichten, die ihre Mutter ihr als kleines Kind immer erzählt hat, und träumt davon, dass ein Feenmann sie aus ihrer aussichtslosen Situation befreit ...

An Malinda Los neue Interpretation von Aschenputtel, des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm, sollte man lieber nicht mit allzu hohen Erwartungen heran gehen, denn dann wird man vermutlich enttäuscht werden.

An sich ist die Idee, das Märchen neu und in veränderter Weise wieder aufleben zu lassen, gar nicht mal so schlecht. Es gibt genügend Filme, die beweisen, dass es funktionieren kann und viele andere Märchen wurden in letzter Zeit ebenfalls als Grundgerüst verschiedener Bücher genutzt. Leider hapert es hier jedoch an der Umsetzung, die nicht wirklich überzeugen kann.

Der Grundverlauf der Handlung ist jedem, der das Märchen kennt, klar. Ash verliert beide Elternteile, wird dann zum Dienstmädchen der Stiefmutter und ihrer Stiefschwestern, bis sie mit Hilfe einer Fee ihren Prinzen kennen lernt und glücklich und zufrieden den Rest ihres Lebens mit ihm verbringt.
Während der ersten Hälfte des Buches kommt dadurch jedoch auch absolut keine Spannung auf, denn Malinda Lo wälzt diesen Abschnitt zu sehr und mit zu wenigen Veränderungen aus, als dass es für den Leser wirklich interessant wäre. Hier hätte sie entweder vieles kürzer schreiben, oder aber mehr Änderungen vornehmen müssen um den Leser noch zu überraschen.
Erst in der zweiten Hälfte gibt es ein paar interessante Wendungen und Neuerungen, die von dem bekannten Märchen abweichen, insbesondere die Figur der Kaisa oder auch die Jagd im Wald.

Wirklich viel Spannung kommt aber dennoch nicht auf, denn es gelingt der Autorin einfach nicht den Leser richtig zu fesseln. Man quält sich zwar nicht durch das Buch, hat aber auch nicht den Drang unbedingt weiter lesen zu wollen.

Ein weiterer Schwachpunkt des Romans sind die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Bis auf Ash, deren Verhalten allerdings auch nicht immer ganz nachvollziehbar ist, lernt man keine der Figuren so richtig kennen. Sie alle bleiben eher blass und rätselhaft. Das gilt sowohl für die Jägerin Kaisa, als auch für den Feenmann Sidhean, obwohl beide Charaktere eigentlich viel Potenzial bieten.

Dass sich zwischen Sidhean und Ash eine Freundschaft entwickelt, erfährt man nur durch den Erzähler. Merken kann man es nicht, denn es gibt nur wenige Begegnungen und noch weniger Gespräche zwischen den Beiden. Auch weiß man bis zum Ende hin nicht, welche Rolle Sidhean nun wirklich in dem Geschehen einnehmen soll und kann somit noch nicht viel mit ihm anfangen.

Das gleiche Problem gibt es bei der Beziehung zwischen Kaisa und Ash. Dass die wenigen Begegnungen und Unterhaltungen sich zu Liebe entwickelt haben sollen, wirkt mehr als unglaubwürdig. Beide kennen sich kaum und wissen fast nichts voneinander. Zumal auch Kaisas Verhalten ziemlich undurchschaubar ist.
Nur bei Ash merkt man manchmal, dass sie irgendetwas für Kaisa empfindet, auch wenn sie selbst noch nicht weiß, was.

Der Prinz selbst taucht nur wenige Male auf und entscheidet sich ausgesprochen schnell für eine andere Braut, obwohl er doch angeblich erst so nach seiner geheimnisvollen Schönheit auf dem Ball gesucht hat.
Besser gelungen sind dagegen die Stiefmutter und ihre beiden Töchter: Garstig, fies und hinterhältig, genau wie man es von ihnen erwartet. Lediglich Clara, die jüngere Schwester, scheint manchmal ein wenig Mitleid mit ihrer Stiefschwester Ash zu haben und kein ganz so schlechter Mensch zu sein.
Außerdem bleibt einem noch Gwen, ein anderes Dienstmädchen, das Ash im Laufe der Handlung kennen lernt, positiv im Gedächtnis. Sie ist sehr liebenswürdig und erweist Ash eine Freundlichkeit, die ihr in ihrem eigenen zu Hause nie zu teil wurde.

Das Ende ist leider auch nicht allzu überzeugend. Es kommt zu schnell und wirkt sehr überstürzt. Die Lösung des eigentlich wirklich interessanten Problems ist viel zu simpel und kann daher nicht zufrieden stellen.

Es gibt allerdings auch noch positive Seiten. Dazu zählen vor allem die diversen Feengeschichten, die im Verlauf der Handlung von verschiedenen Figuren erzählt werden. Sie alle sind interessant zu lesen und zeigen, dass die Autorin durchaus gute Ideen hat, die sie ja vielleicht in einem nächsten Buch besser umsetzen kann.

Positiv hervorzuheben ist auch noch der Schreibstil der Autorin. Er lässt sich flüssig lesen und die Beschreibungen von Malinda Lo lassen die Szenen und Handlungsorte vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen.

Insgesamt ist Ash, trotz der durchaus gelungenen Feenmärchen, keine allzu gute Neuinterpretation des Märchens. Die Autorin hat zwar tolle Ideen, schafft es aber leider nicht sie angemessen umzusetzen oder Spannung aufkommen zu lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen traurig-zauber-schön, 3. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder ' denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können.

Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt '

Persönliche Gedanken:

Bei einem ihrer Streifzüge durch die Wälder begegnet Ash einem attraktiven Feenmann Sidhean und ihre Träume scheinen sich zu erfüllen: der Feenmann möchte sie zu sich in sein Feenreich nehmen, ihr Herz gewinnen. Endlich erkennt sie einen Weg, dem schrecklichen Alltag mit ihrer Stiefmutterzu zu entfliehen und so geht sie einen Pakt mit einem Feenmann ein. Als der Prinz des Königreiches auf Brautschau geht, begegnet sie der Jägerin Kaisa, fühlt sich seltsam verbunden mit ihr und die beiden entwickeln schließlich Gefühle füreinander. Doch da ist ja noch Sidhean - und der fordert seinen Tribut'

Diese spezielle Liebe, die sich im Laufe des Romans entwickelt ist vielleicht nicht im Sinne von jedem Leser. Jedoch sollte man dies auf jeden Fall ausblenden und sich auf die wundervolle Geschichte voller Magie einlassen.

Eine Geschichte, die an das Märchen 'Aschenputtel' der Brüder Grimm erinnert, jedoch alles andere ist, als ein moderner Abklatsch. Im Gegenteil! Auf den 270 wird man in eine Lesewelt geführt, die den geneigten Leser von Beginn an in ihren Bann zieht, ihn fesselt und gefangen hält. Nicht zuletzt durch den wunderschönen Schreibstil der Autorin. Eine Welt voll von glitzerndem Zauber, in der Feen und Prinzen agieren und uns ein wundersames Märchen bescheren, das in mir den Wunsch hervor rief, so tief wie möglich einzutauchen. Selbst wenn man das Märchen "Aschenputtel" in und auswendig kennen sollte, so bleibt diese Geschichte bis zum Schluss spannend und erfrischend anders.

Die Kapitel waren weder zu lang, noch zu kurz. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten liebevoll und anschaulich gezeichnet. Besonders der dunkle Wald wird herrlich-schaurig-schön beschrieben. Die trübtraurige Stimmung des Romanes wechselt ab mit hoffnungsfrohen Lichtblicken und genau dieser Mix macht den Zauber des Buches für mich aus. "traurig-zauber-schön" wäre das Wort, das ich wählen würde, gälte es, diese Geschichte mit einem Wort zu umschreiben.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer verliebt sich schon in Prinzen?, 9. November 2010
Von 
BerndP "berndp" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Eine wunderbare Neuninterpretation der Geschichte vom Aschenputtel, die mich auf den ersten Seiten zunächst an den Filmklassiker Drei Nüsse für Aschenbrödel" denken ließ. Malinda Lo würzt" die bekannt anmutende Geschichte von Ash, dem Waisenmädchen, das von ihrer diabolischen Stiefmutter wie eine Dienstmagd gehalten wird, aber mit einem ebenso eiskalten wie anziehenden Feenmann und einer mutigen Jägerin und ... Aber nein, viel mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten.

Anders als das bekannte Märchen, in dem es letztendlich nur darum geht, dass dem Waisenmädchen der soziale Aufstieg durch ihre Schönheit und Reinheit gelingt und sie daher an der Seite des Prinzen glücklich werden darf, erzählt ASH von einem Reifungsprozess. Die Titelheldin Ash gibt sich - und alle Hoffnung - nach dem Tod der Eltern auf und muss erst lernen, dass es für ein Mädchen eben doch mehr geben kann als das vermeintliche Glück an der Seite eines wie auch immer gearteten Mannes (sei es nun der Feenmann oder der Prinz). Ash ist keine strahlende Heldin: Sie ist ein schüchternes, melancholisches Mädchen, und Malina Lo begeht nicht den Fehler so vieler anderen Autorinnen, sie nach der einfachen Formel arm, aber ehrlich" beziehungsweise unendlich schön, aber keiner sieht es" zu beschreiben. Im Gegenteil: Ash bleibt die ganze Zeit ein wenig entrückt, was mir aber sehr gut gefallen hat - so wird die Handlung nicht sklavisch diktiert, sondern man hat als Leser die Möglichkeit, sich seine ganz eigene Ash zu erlesen".

ASH orientiert sich wenig an aktuell erfolgreichen Romanen (und deren Mustern), sondern ist wirklich ein modernes Märchen. Man könnte daher eventuell bemängeln, dass der Feenmann Sidhean für einige Kapitel von der Bildfläche verschwindet und das manche Entfernungsangaben eher unkonkret sind (mal ist die Hauptstadt, in der ein königlicher Ball stattfindet, sehr weit entfernt, dann kann Ash die Strecke aber doch sehr schnell zurücklegen), aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Viel wichtiger ist, dass die Geschichte schwebend leicht erzählt wird und man sich als Leser ebenso schwerelos durch die Handlung getragen fühlt. Eingestreut sind außerdem immer wieder Feenmärchen, die verschiedene Aspekte von schwierigen Liebesbeziehungen beleuchten. Sie geben dem Roman eine zusätzliche poetische Note, und ich habe mich immer richtig gefreut, wenn wieder eins erzählt wurde.

Wer ein konventionelles Buch sucht (à la: An einer Highschool taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, dessen dunkles Geheimnis für die mutige junge Heldin gefährlich wird, aber dann siegt doch die Liebe"), der ist mit ASH sicher falsch bedient. Wer Lust hat, sich auf eine ganz besondere Geschichte einzulassen und nicht erwartet, dass eine Autorin jede Gefühlsregung vorgekaut" serviert, sondern Raum für eigene Gedanken und Ideen lässt, der wird sich in ASH verlieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen aschenputtel nur anders, 27. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung: Aisling („Ash“) verliert erst ihre Mutter um kurz danach auch noch ihren Vater zu verlieren, welcher sich in der kurzen Zeitspanne zwischen Tod seiner Frau und seinem eigenen Tod auch noch eine neue Frau angelacht hat. Er hinterlässt einiges an Schulden, welche nun seiner neuen Frau anhaften. Diese ist alles andere als das liebe Hausmütterchen und verdonnert Ash zum Dienstbotinnen da sein. Im Wald findet sie zumindest ein klein wenig Entspannung, woran der Feenmann Sidhean allerdings nicht ganz unschuldig ist. Doch da gibt es auch noch eine andere Person, die ihre Welt so völlig auf den Kopf stellt...
Wenn ich dieses Buch in nur 3 Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: Aschenputtel, nur anders. Das Schema von Aschenputtel wird verfolgt, aber es Malinda Lo hat auch einige eigene Punkte mit eingebracht, die mir persönlich zusagten. Außerdem gibt’s den Schuh auch weit und breit nicht ;)
Bei Ash handelt es sich um eine neue Interpretation des altbekannten Märchens mit einem völlig neuen Ende. Abgesehen davon, ist es für ein Märchen mit seinen über 250 Seiten doch ein wenig zu lang. Nichts desto trotz las es sich für mich durchweg wie ein Märchen. Die Personen sind zwar irgendwie oberflächlich, aber zumindest mit Ash konnte ich dann doch Mitleid empfinden. Sie war mir einfach sympathisch. Der Schreibstil gefiel mir gut, aber ich hab da durchaus schon besseres gelesen.

Fazit: Ash eignet sich auch gut für jüngere Leser und Leserinnen, da es wirklich ziemlich nah an der Märchenvorlage angelehnt ist. Daher gibt es dazu gar nicht soviel zu sagen, wer Aschenputtel mag wird Ash wahrscheinlich auch mögen, wer nicht, der nicht..
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nicht so mein märchen fall, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Malinda Lo teilt ihre Geschichte in 2 Abschnitte, einmal der Teil mit dem Feen Mann und den Anderen mit der königlichen Jägerin. Der Prolog ist noch recht spannend gehalten aber dann plätschert erst mal alles vor sich hin. Ash wird wie Aschenputtel behandelt. Nur das sie ab und an noch raus darf und dort Sidhean trifft und kennenlernt, einen Feen Mann. Das war auch schon alles zu dem ersten Teil.
Im zweiten Teil geht es um die königliche Jägerin die Ash hin und wieder triftt und diese dann sehr gute Freunde werden. Irgendwann sehen Beide ein das sie mehr als nur Freundschaft verbindet und das Aschenputtel Märchen fängt von Vorne an (der Zauber wirkt nur bis Mitternacht, schönes Kleid, tanzt mit dem Prinzen etc.).

Also das Buch war echt nicht mein Fall. Der Buchrücken klang vielversprechend aber als ich den Anfang las war ich mehr als enttäuscht. Deswegen hab ich mich beschlossen das Buch als Klolektüre zu nutzen :D Lo's Schreibstil sagt mir so garnicht zu. Sie schreibt mir viel zu... soft! Zu verträumerisch und mir kommen eindeutig zu viele Feen vor (obwohl das auch nicht stimmt, aber es kommt einen so vor). Erst als Sie Andeutungen machte das es sich um Frauenliebe handeln könnte, dachte ich es könnte etwas spannender werden. Ich fands trotzdem nicht so prickelt.
Für Träumer und Feen Fans aber mein Fall wars nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel besser, schöner, trauriger als erwartet, 25. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Tod ihrer Mutter bricht für Ash eine Welt zusammen. Kurze Zeit später heiratet ihr Vater erneut. Als dieser dann schwer erkrankt und daraufhin auch stirbt, muss Ash zu ihrer Stiefmutter ziehen, wodurch sich ihr Leben komplett ändert. Die Stiefmutter behandelt das Mädchen wie eine Sklavin. Einzig der geheimnisvolle Wald und ihr Märchenbuch bieten Ash einen Ausweg aus dem trüben Alltag. Doch der Wald ist gefährlich, denn man munkelt, dass Feen in ihm leben'

Malinda Lo erzählt in ihrem Roman 'Ash' eine Geschichte voller Magie um die heranwachsende Ash, die zwischen Legenden und grausamer Realität aufwächst.

Ashs Geschichte erinnert an das Märchen 'Aschenputtel' der Brüder Grimm. Bevor ich zu lesen begann zweifelte ich sehr, denn das Märchen auf 270 Seiten ausgedehnt zu lesen, darauf hatte ich nicht so richtig Lust. Nun lag das Buch einige Zeit auf meinem Stapel ungelesener Bücher und war doch endlich an der Reihe. Zum Glück, denn von Anfang an zog mich die Geschichte in ihren Bann.

Meine Befürchtung, nur die Märchengeschichte zu lesen erfüllte sich glücklicherweise überhaupt nicht, denn die Autorin hat viele eigene Elemente mit eingebracht und nur die Rahmenhandlung ' böse Stiefmutter und zauberhafter Ball ' erinnern an das 'Original'.

Malinda Lo erschafft in ihrem Roman eine trübselige, beklemmende Stimmung, die bis zum Ende anhält und der Geschichte eine, meines Empfindens, zutiefst traurige Note gibt. Ich konnte mich gut in Ash und ihre schreckliche Situation einfühlen, denn ihre Gefühle werden sehr nachvollziehbar geschildert. Aber es gibt auch immer einen Hoffnungsschimmer, sei er noch so klein. Erst ist es der Feenmann, gefährlich und schön, so birgt er eine Flucht aus Ashs Realität. Später ist es dann die Jägerin, die sich für das junge Mädchen interessiert, ohne auf sie hinab zusehen.

Die Autorin gestaltet zudem eine sehr schöne Umgebung, in der die Geschichte angesiedelt ist. Erst ist es das Dorf am Waldrand und später die Stadt, die ebenso an den Wald grenzt. So sind dem Leser und auch Ash selbst immer die Gefahr und die Verheißung vor Augen. Außerdem wirkt der dunkle Wald schaurig schön, so dass das Märchengefühl deutlich wird.

'Ash' war für mich bis zur letzten Seite spannend, denn obwohl ich das Märchen kannte, war mir nicht klar, wie das Buch ausgeht. Ich konnte es, nachdem ich einmal in die Handlung eingetaucht war, nicht mehr aus der Hand legen, so fesselte mich die traurigschöne Geschichte.

Insgesamt finde ich den Roman sehr gelungen. Eine märchenhafte Handlung wird mit vielen innovativen Elementen vermischt, dazu der angenehme Schreibstil und eine ganz dichte, meist bedrückende Atmosphäre machen 'Ash' für mich zu einem kurzweiligen und spannenden Leseerlebnis.
Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aschenputtel mal ganz anders..., 15. April 2011
Von 
Astrid (Frankfurt, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Malinda Lo hat mit "Ash" das alte Märchen um Aschenputtel neu interpretiert. Nach dem Tod ihrer Mutter und dem Auftritt der bösen Stiefmutter (inklusive Anhang) flüchtet Ash sich so oft es geht in die Wälder, um ihrer täglichen Realität (bessere Sklavenarbeit) zu entkommen. Sie weiß, dass der Wald das Eingangstor in das Reich der Feen ist.
Im Walt trifft sie unter anderem auf Sidhean, einem unnahbaren Feenmann mit einer sehr eigenen Agenda. Und der hat so gar nichts gemein mit der guten Fee aus dem Walt Disney Film. Er ähnelt eher den Feen des alten Irland. Feen, vor denen sich die Menschen in Acht genommen haben und die man aufs höchste respektiert hat. Die Wünsche, die er Ash erfüllt, binden sie an ihn und fordern einen hohen Preis.

Aber nicht nur Sidhean hält sich im Wald auf. Ash trifft einige Male auch auf Kaisa, die königliche Jägerin. Und hier wandelt sich das Buch in eine wirkliche Neuinterpretation. Die Liebesgeschichte findet nicht zwischen Ash und dem (langweiligen) Prinzen statt. Die sehr zarte und überhaupt nicht explizite Beziehung (die sich überhaupt erst auf den letzten Seiten richtig herauskristallisiert) findet hier zwischen Ash und Kaisa statt.

Dieses Buch ist keine Liebesgeschichte. Das Hauptthema des Buches ist das (teils sehr schmerzhafte) Erwachsenwerden von Ash. Und sie wird erwachsen nicht durch ihre Liebe zu einem Prinzen oder zu einer Jägerin, sondern weil sie sich ihrem Leben und ihren Schwierigkeiten stellt. Die Beziehung zwischen Ash und Kaisa spielt nur eine kleine Nebenrolle. Trotzdem sollte jeder, der sich dieses Buch kaufen oder sogar verschenken sollte im klaren darüber sein, dass das Happy End hier zwischen zwei Frauen stattfindet. Auch, wenn das einzige Explizite in dem Buch ein Kuss ganz am Ende des Buches ist. Mehr passiert gar nicht. Und trotzdem wird es einigen Lesern sicherlich schon mehr als genug sein.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Malinda Lo lässt sich Zeit in ihrem Buch und mit Ashs Geschichte. Sie zaubert den Leser in Atmosphären hinein, so dass ich an Stellen gemeint habe selber im Wald zu stehen und die Düfte des Waldes in der Nase zu riechen. Sie lässt Ash Zeit, die Trauer um ihre Mutter zu verarbeiten und erwachsen zu werden. Und sie lässt sich Zeit mit der Beziehung um Ash und Kaisa.
Mir hat insbesondere auch die Art und Weise gefallen, wie die Autorin die Feen beschrieben hat. Sie sind keine kleinen, niedlichen Wesen mit Flügeln und bonbonfarbener Kleidung. Sie sind ernstzunehmende Gestalten und lassen nicht mit sich spielen.
Alles in allem ist "Ash" kein Buch für Teenager, die sich nach einer neuen Variante von "Twilight" sehnen. Malinda Lo sagt in einem Interview mit ihrem Verlag sehr klar, dass sie kein Fan von der Idee, dass Jungs ihre Freundinnen die ganze Zeit bewachen und Mädchen sich danach sehnen, so beschützt zu werden. Und dem kann ich mich nur anschließen. Mir gehen diese blassen Twilight-Geschichten-Helden und pinkfarbenen Mädchen auf den Keks.
"Ash" ist ein Buch für Teenager und Erwachsene, die sich gerne von Sprache verzaubern lassen und nicht daran glauben, dass der Traumprinz oder die Traumprinzessin ihr Leben verändern wird. Veränderung können wir nur selber herbeiführen.

Das Buch ist allerdings nichts für Leser, die auf Action stehen oder auf die Erlösung der Heldin durch den Prinzen oder die Prinzessin warten.
"Ash" ist darüber hinaus ein langsam erzähltes Buch, auf das man sich einlassen muss. Es gibt ein paar Stellen, an denen ich mir eine etwas gestrafftere Erzählweise gewünscht hätte. Genossen habe ich trotzdem jede Seite.

Von mir bekommt "Ash" vier Sterne. Es hat einen festen Platz in meinem Bücherregal gefunden und im nächsten Herbst werde ich es sicher wieder herausholen. Herbst- und Winterzeit ist Märchenlesezeit.
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3.0 von 5 Sternen Aschenputtel reloaded – oder: wie ein Märchen durchschnittlich werden kann…, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:
„Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …“

Gestaltung:
Das Cover passt zum Titel, da die Hauptfarbe grau ist, wie Asche (Ash) auch grau ist. Aber ansonsten…ich verstehe nicht, was diese Pose des Mädchens bedeuten soll. Zum Inhalt kann ich da jedenfalls keine Verbindung ziehen…und auch sonst sticht das Cover nicht besonders ins Auge. Das Format dieses gebundenen Buches hingegen schon eher. Es ist sehr klein und schön handlich für eine gebundene Ausgabe.

Meine Meinung:
„Ash“ ist für mich eher ein „Durchschnittsbuch“. Die Parallelen zu Aschenputtel sind da und auch etwas abgewandelt und mit Fantasyelementen versehen, aber die Spannung fehlt komplett. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Ashs Mutter und irgendwelchen rätselhaften Traditionen, auf die im gesamten Buch nicht genauer eingegangen werden. Dann heiratet ihr Vater 2 (!!!) Wochen nach dem Tod seiner Frau eine neue. DAS hat mich ja schon absolut irritiert. Ich dachte die ganze Zeit, seine neue Frau wäre eine Hexe und hätte ihn vielleicht verzaubert und das würde dieses rätselhafte Handeln erklären (er scheint nämlich Ashs Mutter wirklich geliebt zu haben und da kann ich mir nicht vorstellen, dass er so schnell neu heiratet). Aber nichts da. Da wird nichts erklärt! Stattdessen stirbt ihr Vater und hat angeblich Schulden bei seiner neuen Frau gehabt, die Ash nun abarbeiten soll, indem sie als Küchenmädchen arbeitet. Das ganze wirkte auf mich sehr erzwungen (man muss ja irgendwie schnell eine böse Stiefmutter herschaffen, für die die Protagonistin dann arbeiten kann, wie in Aschenputtel, wenn man sich das schon als Vorlage nimmt…).

Aber es wurde noch besser…mehr als die Hälfte des Buches besteht nämlich aus Beschreibungen. Beschreibungen des Hauses, in dem Ash wohnt. Beschreibungen dessen, was sie so sieht. Beschreibungen darüber, was sie hört (wirklich bis ins Detail!). Beschreibungen des neuen Hauses, in dem sie wohnt. Beschreibungen dessen, was sie wie putzt. (man setze diese Liste beliebig lang fort, sie beschreibt wirklich ALLES im Detail). Hinzukommen wirklich lange, langweilige Sätze. Wenn man das rausgestrichen hätte, wäre „Ash“ nur noch halb so lang (und bei so einem kurzen Buch will das schon was heißen).

Zudem blieben alle Charaktere, auch (oder gerade vor allem) Ash eher flach. Es wurden keine Gefühle transportiert…das lag aber vielleicht auch daran, dass in der 3. Person erzählt wurde. Jedenfalls habe ich beim Lesen keinerlei Gefühl von Ash empfunden.

Dann waren da noch der Feenmann und die Jägerin. Er war die ganze Zeit über sehr mysteriös und sie immer sehr nett. Aber das war es dann auch. Nett. Mehr nicht. Und dafür, dass der Feenmann Ash ja angeblich soo unbedingt haben möchte, hat er sie am Ende ziemlich schnell ziehen lassen. Ein Satz von ihr, eine Nacht mit ihr und schwupss, raus war Ash aus ihrem Feendeal. Das ging eindeutig viel zu einfach (vor allem dafür, dass zuvor im ganzen Roman immer wieder betont wurde, wie ernst Feen doch mit ihren Deals sind und so!). Und das war auch der „finale Showdown“.

Fazit:
„Ash“ ist eine durchschnittliche Aschenputtelneuauflage mit leichten Fantasyelementen, die den Leser nicht zu packen versteht. Viel zu viele Beschreibungen und zu wenig Emotion nehmen die Spannung am Märchenhaften. Hinzukommt das viel zu kurz geratene Ende, in dem alles viel zu schnell und leicht „aufgelöst“ wurde.
3 von 5 Sternen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aschenputtel meets Fantasy, 29. Juni 2011
Von 
Claudias Bücherregal (Schl.-Hol.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ash (Gebundene Ausgabe)
Als Ashs Mutter verstarb nahm sich ihr Vater eine neue Ehefrau. Diese Stiefmutter konnte Ash nie leiden und noch schlimmer wurde es, als auch noch Ashs Vater den Tod fand. Von nun an degradierte die Stiefmutter Ash zum Dienstmädchen und behandelte sie genauso herablassend, wie ihre zwei Stiefschwestern, die lediglich einen reichen Ehemann finden wollten. Das Einzige, das Ash aufmuntern kann, sind Geschichten. Märchen und die Geschichten über Feen und Kräuterhexen, die ihre Mutter zu erzählen wusste. Ash ist sich nur nicht im Klaren darüber, wie viel dieser Geschichten der Realität entspricht und ob es diese Magie wirklich gibt. Aber das wird sie bald herausfinden.

Wer sich anhand der Kurzbeschreibung an das Märchen Aschenputtel erinnert fühlt, liegt genau richtig. Das Märchen ist eine Neuauflage des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm und darauf war ich sehr gespannt, denn generell mag ich eine Verarbeitung eines Märchens sehr gerne lesen. Meiner Meinung nach muss es der Autor nur schaffen, aus der bestehenden Geschichte irgendwie seine eigene zu erschaffen, und das hat Malinda Lo leider nicht vermocht. Den ganzen Roman über habe ich auf besondere Ereignisse gewartet und wurde leider enttäuscht, da bis auf ein abweichendes Ende, lediglich das Märchen wiedergegeben wurde.

Die Autorin hat zwei kleine Versuche unternommen ihre eigene Geschichte zu entwickeln. Der eine Handlungsstrang war die magische Komponente unter Berücksichtigung der Feenwelt (Aschenputtel meets Fantasy) und der zweite Handlungsstrang war gleichgeschlechtliche Liebe. Beides könnte ich mir sehr gut in Verbindung mit dem Aschenputtel-Märchen vorstellen, aber beide Ideen kommen in diesem Roman viel zu kurz und können sich gar nicht entfalten. Das hätte verstärkt ausgebaut werden können und auch müsssen. So bleibt der gute Ansatz leider hinter seinen Möglichkeiten und konnte mich nicht überzeugen.

"Du bist nicht die Einzige, die Opfer bringen muss. Ich hoffe, dass die Schulden deines Vaters Ana und Clara nicht die Zukunft verderben. Solltest du noch einmal fortlaufen, wäre das nur eine Bestätigung dessen, dass dein Vater ein selbstsüchtiger Mann war, der sich vor seinem Tod an mir bereichert hat." (Seite 86)

Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte ist gut und leicht zu lesen und es hat mir gut gefallen, dass in dem Roman auch etliche andere, kleine Märchen erzählt wurden. Ansonsten hätte ich mir etwas mehr Handlung gewünscht und eine Vertiefung der eben genannten Ansätze. Die Covergestaltung ist großartig, ein tolles Farbspiel und ein wunderschönes Motiv zieren das Hardcover.

Fazit: Toller Ansatz, der viel besser hätte umgesetzt werde können.
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Ash
Ash von Malinda Lo (Gebundene Ausgabe - 2. November 2010)
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