Kundenrezensionen

107
4,0 von 5 Sternen
Silberlicht: Roman
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56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Helen war einst eine wunderschöne Frau, die jung starb. Doch anstatt in den Himmel zu kommen, fristet sie ihr Dasein als Geist, immer an einen sterblichen Künstler gebunden, um diesem als Muse zu dienen'
Viele Schriftsteller hat Helen leben und sterben sehen und ist nun an einen Hochschulprofessor gebunden, der im Geheimen an einem Buch arbeitet und sich von ihr inspirieren lässt.
Jeden Tag begleitet Helen ihren 'Bewahrer' in die Schule und liebt es, den Kindern im Unterricht zuzusehen. Niemand nimmt von ihr Notiz, selbst wenn sie einen Vorhang zum flatter bringt oder Zettel auf den Boden fallen lässt.
Doch ihr tristes Dasein ändert sich, als ihr die Augen eines siebzehnjährigen Jungen folgen und ihr dieser zulächelt! Helen kann es anfangs kaum glauben, dass sie von einem Sterblichen wahrgenommen wird- doch als sie sich öfters mit dem Jungen trifft und sogar mit ihm redet, offenbart er ihr sein Geheimnis: Er hieß einst James und war auch ein Geist- bis er den Körper eines Jungen und dessen Leben übernommen hat. Helen fühlt sich sofort zu James hingezogen und beiden wird klar, dass sie das Schicksal zusammengeführt hat'
Einige Wochen später offenbart James seiner stofflichen Geliebten einen tollkühnen Plan: Um sich auch körperlich lieben zu können, muss Helen den Körper einer jungen Frau übernehmen. Dieses Unterfangen stellt sich aber als schwieriger als gedacht heraus, denn eine dunkle Macht übernimmt die Körper der 'verlorenen Seelen'.
Als Helen endlich einen geeigneten Körper gefunden hat und versucht, in ihn zu schlüpfen, ahnt sie noch nicht, welche Konsequenzen dies auf sie und ihren 'Bewahrer' haben wird'

Laura Whitcomb hat mit 'Silberlicht' eine wahrlich zauberhafte Liebesgeschichte geschrieben, in der nicht immer alles so läuft, wie man es gerne hätte.
Die Frage, ob es ein 'Happy End' gibt, klärt sich erst auf den letzten Seiten.
Es war mir von Anfang an klar, dass sich dieses Buch an die weibliche Leserschaft richtet und deshalb wenig 'Action' zu finden ist. Doch dies tut dem Lesegenuss keinen Abbruch- im Gegenteil! Das Buch ist gut strukturiert und mit einer Liebe zur blumigen Formulierung geschrieben.
Man versinkt bereits auf der ersten Seite in einen Wachtraum, der den Leser nicht mehr loslässt. Obwohl sich die Geschichte auf ein paar wenige Personen und Umgebungen beschränkt, versteht es die Autorin ausgezeichnet, eine so dichte Atmosphäre aufzubauen, wie ich es selten erlebt habe. Ich hatte immer das Gefühl, die Protagonisten seien real.
Zwar ist die Handlung an einigen Stellen ein wenig zu vorhersehbar, doch nie wirklich kitschig. Es gibt einige Stellen, die etwas langatmig geschrieben sind, doch gut zum Gesamtkonzept passen.
Ich kann es nicht richtig in Worte fassen- das Buch hat seine eigene Magie. Nichts ist überhastet oder 'unfertig'.

Mein Fazit: Eine gut geschriebene Liebesgeschichte, die es versteht, den Leser zu fesseln und in eine fremde Welt zu entführen. All jenen zu empfehlen, die mehr Wert auf eine gut durchdachte Geschichte als auf Action legen.
Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Laura Whitcomb.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Silberlicht" ist ein Roman der leisen und sanften Töne. Sowohl die Romantik als auch die fantasievolle Erzählung schreiten nicht mit großen Tönen daher, sondern leben von stillen Wortbildern und sinnhaften Handlungen. Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich, da ein Geist die Hauptperson ist, die auf der Suche nach ihrer Vergangenheit ist und einen Weg findet, aus ihrer momentanen Existenz auszubrechen. Dabei trifft sie auf einen Gleichgesinnten, der sie verstehen kann und mit dem sie eine zarte Liebesbeziehung eingeht.

Die Welt, die Laura Withcomb erschafft, ist märchenhaft und gleicht doch unserer Realität, zumindest spielt sie darin. Zwei Seelen, die sich miteinander verbunden fühlen, treffen sich körperlich in den Leibern zweier gebrochener Jugendlicher wieder, die ihre ganz eigenen Probleme und Sorgen hatten. Der Konflikt, die Identität der Geistwesen mit der Realität der Körper, in die sie geschlüpft sind, zu vereinen, birgt sehr viel Spannung und gefühlvolle Momente. Besonders das eiskalte Elternhaus von Helens übernommenen Körper wird sehr eindringlich dargestellt, so dass man sich als Leser gebannt fragt, wie schlimm sich die Dinge noch weiter entwickeln können.

Letztlich dreht sich aber dennoch alles darum, dass zwei Liebende sich finden und gemeinsam einen Versuch unternehmen, aus der eigenen Hölle zu entfliehen und ihrer Existenz als Geister zu entkommen. Verwoben ist dies in die Erinnerungen und Erlebnisse Helens, aus deren Blickwinkel die Erzählung beschrieben wird.

Ein weiblicher und mit zartfühlenden Worten beschriebener Roman, der die liebevolle Odyssee zweier Menschen nach dem Sinn ihres Seins festhält.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Oktober 2010
Zum Inhalt dieses Buches ist in anderen Rezensionen ausführlich berichtet worden, deshalb von mir nur kurz meine Meinung dazu. Das geht mir alles etwas zu schnell bei den zwei. Kaum kennen sie sich, ist es die große Liebe. Kaum haben beide einen Körper, geht es nur noch um Sex. Die Entwicklung wirklich tiefer Gefühle kann ich, im Gegensatz zu anderen Lesern, nicht finden. Die Idee zum Buch ist wirklich gut, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Helen ist tot, aber sie darf nicht in den Himmel. Warum weiß sie nicht, aber sie ahnt, daß sie etwas schreckliches begangen haben muß, um so bestraft zu werden.

So wandelt sie unsichtbar durch die Welt, immer an einen ihrer "Bewahrer" gebunden. Teilt sein Leben bis zu seinem Tode - ohne jemals erkannt zu werden. Immer sind es Schriftsteller, denen sie meint die richtigen Worte einzuflüstern. Als stille Muse.

Ihr derzeitiger Bewahrer, Mr. Brown ist außerdem Lehrer. Helen begleitet ihn täglich in die Schule, denn sie darf sich nie weit von ihren Bewahrern entfernen - sonst hat sie das Gefühl, etwas schlimmes zieht sie hinab in ein feuchtes, dunkles Grab. So lauscht sie seinem Unterricht, während sie neben ihm steht, völlig unerkannt. Bis zu jenem Tag, an dem ein Schüler sie auf einmal bemerkt. Er kann sie sehen.

Helen ist verängstigt und gleichzeitig fasziniert. Und als sie sich dem Jungen Billie nähert, erfährt sie, daß er bewohnt wird von James - der auch eine Lichtgestalt war, wie sie. James hat sich den Körper von Billy angeeignet, als dessen eigene Seele den Körper verließ. Und James und Hellen fühlen sich so zueinander gezogen, daß alles andere um sie herum unwichtig wird. Wichtig ist nur noch herauszufinden, wie sie für immer zusammen bleiben können.

Den Anfang des Buches fand ich wunderschön. Ich war so gefesselt von der Handlung, daß ich alles um mich herum vergaß. Eine tolle Geschichte, wie Helen und James zueinander finden und auch die ganzen detailierten Beschreibungen von Helens Dasein, brachten eine tolle Spannung auf.

Aber ab der Mitte des Buches gefiel es mir dann immer weniger. Eine erst so zart geknüpfte Beziehung von zwei Menschen, von denen eine aus einer so vergangenen Zeit stammt, die dann auf einmal sich wie aufmüpfige Teenager benehmen. Die Person, die sie sich für Helen aussuchen so ohne Bedacht gewählt, so gänzlich unterschiedlich zu der Person Billy. Und ich hatte das Gefühl, daß die Autorin zum Ende des Buches hin die Lust verlor. Die Beschreibungen wurden knapper, es gab keine ausführlicheren Erklärungen mehr zu bestimmten Ereignissen, so daß der Leser auf seine Fantasie angewiesen war.

Ich finde das Buch jetzt nicht richtig schlecht, aber ich hätte mir die zweite Hälfte so wie die erste gewünscht. Alles ein bißchen verzaubert und unschuldig. Auch den Schreibstil empfand ich, als hätten ihn zwei Personen geschrieben. Am Anfang fesselte er mich, ließ mich total eintauchen, jeden Satz genießen. Am Ende langweilten mich nichtssagende Sätze, hektischer Ablauf der Ereignisse und ich verfiel wieder in meine Quer-Leserei um das Buch endlich zu beenden.

Auf dem hinteren Cover steht "Helen und James - das neue Trampaar der übersinnlichen Welt" - nun, dem kann ich zumindest nicht wirklich beipflichten. Zu Beginn, ja ganz klar. Zum Ende hin? Zu weltlich, dann zu abgehoben - und viel zu modern ... Ich glaube nicht, daß ich das Buch noch einmal lesen würde. Von mir diesmal also nicht unbedingt eine Kaufempfehlung, allerdings ist dies nur meine Meinung.

Ganz besonders gelungen aber finde ich wieder das liebevoll gestaltete Cover des Buches. Mit einem glänzenden, leicht rauhen Papier bezogen, das sich fast wie Stoff anfühlt. Auch die Schnörkel und das nur schwach gemalte Gesicht (von Helen?) passen hervorragend zum Inhalt.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Helen begleitet als Muse in Lichtgestalt ihren "Bewahrer" bis hin zu dessen Tod. Sie selbst wandelt danach weiter auf der Erde, in Gesellschaft eines neuen "Bewahrers", ohne Erinnerung an ihr früheres Leben und in Unkenntnis darüber, warum es ihr nicht vergönnt ist, selbst in den Himmel aufzusteigen. Ihr Dasein ändert sich, als sie mit James auf eine andere Lichtgestalt trifft, die den Körper eines Siebzehnjährigen in Besitz genommen hat.
Laura Whitcomb hat eine außergewöhnliche Liebesgeschichte geschrieben, nicht nur zwischen Helen und James, dem neuen Traumpaar der übersinnlichen Welt - wie es auf der Rückseite des Buches heißt, sondern auch eine Geschichte von der Liebe zu der Welt der Literatur und der Bücher. Die Literatur spielt tatsächlich neben Helen und James die dritte Hauptrolle in diesem Buch. Das Buch ist geschmückt mit Zitaten, Anspielungen auf bekannte Werke und immer wieder steht Helens Liebe zu Büchern im Vordergrund.
James ist im Körper eines Drogensüchtigen gelandet und Helen bezieht den Körper der fünfzehnjährigen Jenny, deren Eltern religiöse Fanatiker sind. Das sind keine idealen Voraussetzungen für ihre junge Liebe, und so haben die beiden fortan mit dem übervorsichtigen Bruder von James/Billy und gegen den religiösen Wahn und die Verbote von Helens/Jennys Eltern zu kämpfen.
Jennys Eltern und deren Gehabe fand ich erschreckend und so musste ich im Mittelteil des Buches ans Ende spicken, weil ich zwischenzeitlich befürchtete, dass die Geschichte ein schreckliches Ende nehmen wird... Wie die Geschichte für James/Billy und Helen/Jenny ausgeht, verrate ich natürlich nicht, dass muss schon jeder selbst herausfinden ;o)
Die Autorin wechselt gekonnt zwischen Gegenwart und eher altmodisch anmutenden Passagen, insbesondere den Dialogen zwischen James und Helen, da die beiden ja in der Vergangenheit gelebt haben und das merkt man ihrer Sprache und ihrem Verhalten an. Überhaupt fand ich das Buch an den Stellen am schönsten, wenn sich die Handlung nur zwischen den beiden abgespielt hat.
Die Geschichte wird komplett aus der Perspektive von Helen erzählt. Die ersten Kapitel aus Helens Geister-Sicht fand ich noch etwas wirr, aber spätestens als sie auf James trifft und die Geschichte sich nicht mehr nur in ihrem Kopf abspielt, klart das Geschehen auf und der Leser wird in den Bann einer wunderschönen Liebesgeschichte gezogen.
Gegen Ende hin kamen mir einige Personen und Handlungsstränge zu kurz. So hätte ich mir entweder gewünscht, das Buch hätte noch ein paar Seiten mehr gehabt, um jedem Protagonisten gerecht zu werden, oder die Entwicklung von Jennys Elternhaus wäre knapper ausgefallen. Jennys Eltern und deren religiöses Gehabe standen mir am Schluss zu sehr im Vordergrund. Lieber hätte ich noch mehr von James und Helen gelesen, wie sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen, um ihrer persönlichen Hölle entfliehen zu können.

Aufmachung des Buches:
Die Covergestaltung dieses Buches ist eine gesonderte Erwähnung wert: Sie passt wunderbar zu der Lichtgestalt von Helen. Das Cover glänzt und glitzert in wunderschönen Gold- und Silbertönen und das Konterfei einer Frau, die Helen sein könnte, zeichnet sich in ganz zarten Farben auf der Vorderseite des Buches ab.

Fazit:
Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die besonders sprachlich aus der Masse heraussticht.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 20. Dezember 2010
Leider hat mich "Silberlicht" sehr enttäscuht. Durch das wunderschöne Cover und den interessant klingenden Klappentext war ich sehr angesprochen und habe mich auf eine romantische Liebesgeschichte mit ein bisschen Fantasy gefreut. Leider währte die Freude nur kurz. Silberlicht bietet total blasse Charaktere in einer vollkommen bedeutungslosen Geschichte, die zu allem Überfluss auch noch mit unverzeihlichen Fehlern gespickt ist. Da geht es um die Liebe zu Büchern und die Autorin schreibt, das Julia (von Romeo und Julia) "nach" Paris und nicht "mit" Paris verheiratet wird. Dem Leser wird eine romantusche Liebesgeschichte versprochen und die Romatik äußert sich dann so, dass der Protagonist nach zwei Tagen zu seiner Angebeteten sagt "Meine Gefühle zu dir haben sich jetzt geändert. Jetzt will ich mehr" - ah ja, genau so stelle ich mir das auch vor. Die weibliche Protagonistin hat mich mit ihrem Gejammer schreicklich genervt und vor allem im ersten Drittel des Buchs ständig an die maulende Myrthe von Harry Potter erinnert. In der Handlung reihen sich Geschehnisse dicht an dicht aneinander, ohne wirklich eine Geschichte zu erzählen. Die Szenen wirken wie vollkommen willkürlich zusammengestellt.

Zwei Punkte gibt es für eine schöne, bildhafte Sprache, die sich vom Einheitsbrei des Genres erfrischend abhebt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Helen ist es gewohnt unsichtbar zu sein. Niemand nimmt sie wahr, niemand spricht sie an. Denn Helen ist tot und aus irgendeinem Grund kann sie nicht in den Himmel. Sie ist überzeugt davon, etwas sehr schlimmes getan zu haben, weshalb Gott sie verdammt hat. Aber sie kann sich nicht mehr erinnern. Seither ist sie immer wieder von neuem an einen kreativen Menschen gebunden, dem sie dann eine stille Muse ist. Viele Male schon hat sie sich gewünscht, dass sie mit jemandem sprechen könnte - das jemand sie wahrnähme.

Als dieser Tag dann tatsächlich kommt, kann sie es zunächst nicht glauben. Doch im Körper des 17jährigen Billy steckt James, der einst genauso war wie sie.

Laura Whitcomb hat mit Silberlicht eine Geschichte ersonnen, die schöner und anrührender kaum sein könnte. Mit unheimlich viel Gefühl für Stimmungen erzählt sie die Geschichte zweier Seelen, die einen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit suchen und dabei der Liebe begegnen.

Als ich die Beschreibung von Silberlicht las, dachte ich, es erwarte mich einer der üblichen, leicht übersinnlich angehauchten Liebesschmonzetten. Ähnlich, wie man sie schon viele Male gelesen hat. Aber Silberlicht ist wahrlich anders. So zart wie der Titel verspricht, mit leisem Tiefgang und doch voller Kraft nimmt einen die Geschichte von Helen und James bereits auf den ersten Seiten gefangen und lässt einen bis zur letzten nicht mehr los. Ich hätte mir lediglich gewünscht, die Autorin hätte dieser wunderschönen Geschichte ein paar Seiten mehr gegeben sich noch intensiver zu entfalten und einigen Dingen mehr Zeit zu geben. Aber vielleicht ist weniger ja tatsächlich manchmal mehr.

Ein wundervolles Buch darüber, dass Liebe auch heißen kann, sich selbst zu vergeben.

Zitate:

Es ist, als wären wir die einzigen zwei Exemplare einer Art oder die einzigen zwei Menschen auf der Welt, die dieselbe Sprache sprechen. Wie könnten wir da nicht beieinander sein? (Seite 70)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 20. Mai 2010
Helen ist ein geisterhaftes Wesen. Sie selbst nennt sich "Licht". Seit sie gestorben ist, befindet sie sich mitten unter den Menschen, aber niemand kann sie sehen oder hören, sie bleibt von allem Leben absolut unbemerkt und kann auch selbst nichts berühren - bis zu diesem einen Tag. Wie bereits sehr mehreren Generationen hält sich Helen nah bei dem Menschen auf, den sie "ihren Bewahrer" nennt. Sie kann sich nicht sehr weit von ihm entfernen, ohne schreckliche Schmerzen zu empfinden und von dem Gefühl durchdrungen zu werden, sie würde ertrinken.

Helens aktueller Bewahrer ist ein junger Lehrer und in seiner Schulklasse passiert dann auch das unbegreifliche: Ein Schüler schaut Helen ganz direkt an. Erst hält sie das für einen Zufall, doch als sie ihn auf die Probe stellt, lächelt er sie sogar an! Sie findet heraus, dass James ebenfalls eine Lichtgestalt ist, er hat es allerdings geschafft, in einen menschlichen Körper zu gelangen. Damit ist es ihm auch möglich, andere Geister zu sehen. James findet es nicht ganz leicht, sich in die Welt des Jungen einzufinden, dessen leeren Körper er besetzt hält, schließlich soll niemand merken, dass etwas nicht stimmt, das Kunststück der Verstellung gelingt ihm aber doch auffallend gut. Schnell fühlen sich die beiden sehr zueinander hingezogen und es steht fest, dass auch für Helen ein leerer Körper gefunden werden soll, damit James sie berühren kann und sie zusammen sein können. Das gelingt ihr tatsächlich, doch damit gehen die Probleme erst los...

"Silberlicht" ist ein ruhiger und zartfühlender Roman, der sich mit zwei Menschen beschäftigt, die nicht mehr das sind, was sie mal waren. Ihre Liebe ist das, was sie verbindet. Helen wünscht sich nichts sehnlicher, als von Gott erhört und endlich in den Himmel geholt zu werden. Sie kann sich nicht recht vorstellen, was sie getan haben soll, um diese Strafe zu verdienen, weiß aber, dass es eine große Sünde gewesen sein muss. Als sie in den Körper eines Mädchens fährt, landet sie ausgerechnet einer extrem gottesgläubigen und religiösen Familie. Es fällt ihr nicht leicht, sich dort einzufügen und sie macht immer wieder Fehler, weil sie die Rituale der Familie nicht kennt.

Der Leser setzt sich automatisch mit der Frage nach Gott und dem Leben nach dem Tod auseinander, während er die Geschichte von Helen liest, allerdings hat die Autorin Laura Whitcomb ihre ganz eigene Version eines Seins nach dem Tod geschaffen, welches sich nicht mit dem herkömmlichen, christlichen Glauben "beißt", ihn aber immer wieder kritisch betrachtet.

Leider wirken mache Dinge immer wieder nicht vollständig durchdacht. So ist Helen zum Beispiel eine junge Frau, die bereits vor mehreren Generationen gestorben ist, sie wirkt immer wieder etwas altertümlich. Oftmals ist ihr die moderne Welt nicht so recht vertraut. Das wirkt seltsam, da sie doch ständig in Kontakt mit ihrem jeweiligen Bewahrer stand und deswegen viel gelernt haben müsste, auch wenn sie immer nur eine stumme Zuschauerin war. Bei Dingen wie beliebten Sportarten setzt dieses teilweise aufkommende Unwissen übrigens komplett aus, hier merkt man deutlich, wie die Autorin ihre eigene Lebenserfahrung nicht komplett von der ihrer Figur trennen kann.

Was außerdem auffällt, ist die Ungeschicklichkeit von Helen, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Sie wirkt extrem naiv und lässt sich meist eher vom Geschehen treiben, als selbst die Initiative zu ergreifen. Oft würde man ihr gerne zurufen, was sie tun oder lassen sollte.

Trotzdem ist die Liebesgeschichte mit religiösen Einschlag romantisch zu lesen und liebevoll erdacht. Wer sich von kleineren Ungereimtheiten nicht stören lässt und sich ganz auf die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Helen und James einlassen kann, wird hier auf jeden Fall gut unterhalten. Spätestens das wunderschön erdachte Ende entschädigt einen für alles.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inhalt:
Helen ist schon lange tot, und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. So verbringt sie ihr Dasein als stille Muse ihrer „Bewahrer“, denen sie die richtigen Worte einflüstert. Denn niemand kann sie sehen, hören oder berühren. Doch das ändert sich schlagartig, als ihr ein 17 Jähriger direkt ins Gesicht sieht und mit ihr spricht. Im Körper des Jungen befindet sich James, der ebenfalls schon sehr lange auf Erden wandelt. Die beiden verlieben sich ineinander und möchten sich berühren. Doch dafür benötigt auch Helen einen Körper, den sie in Besitz nehmen kann. Aber selbst als sie dieses Problem gelöst haben, gestaltet sich ihre Beziehung ziemlich schwierig, da ihre „Menschen“ unter extremen und unterschiedlichen Bedingungen leben.

Meinung:
„Silberlicht“ stand schon lange auf meiner Wunschliste, aber der Roman hat mich in mehreren Punkten eher etwas negativ überrascht. Zum einen ist die Geschichte sehr viel dunkler und düsterer als ich es mir aufgrund des Klappentextes vorgestellt hatte. Hierbei handelt es sich nicht um eine typische Liebesgeschichte, sondern die Rahmenbedingungen erweisen sich teilweise als ziemlich schwierig. So hat James Hülle Billy früher starke Drogen genommen und hat auch sonst einiges angestellt. Oder auch Helens neuer Körper Jenny lebt in einer ziemlich extremen Welt, da ihrer Eltern stark religiös sind und sie Jenny auch dementsprechend erziehen. Das alleine wäre nicht so schlimm, doch irgendwie konnte mich das Buch schlecht fassen.

Die ersten 40 Seiten empfand ich es als stinklangweilig und ich hätte das Buch beinahe weg gelegt. Danach wird die Geschichte zwar etwas interessanter, aber der Schreibstil konnte mich dennoch nicht wirklich fesseln. Ich hatte irgendwie ständig das Gefühl, dass ich einen zu lang geratenen Schulaufsatz lese, da mir ständig solche Formulierungen wie „und dann machte ich das und das“ ins Auge fielen, wodurch sich die Leselust noch immer sehr in Grenzen hielt. Richtig spannend wurde die Geschichte dann ab ca. dem letzten Drittel. Dort konnte ich auch richtig mitfiebern und das, obwohl mir die Charaktere nicht unbedingt ans Herz gewachsen sind.

Denn das ist auch noch ein Kritikpunkt. Die Protagonisten bleiben meiner Meinung nach etwas unscheinbar und farblos. Vor allem zu Helen konnte ich bis kurz vor Schluss keine wirkliche Bindung aufbauen, weshalb ich mich auch nur schlecht in sie hineinversetzten und mit ihr mitfühlen konnte. Ich kann nicht mal genau beschreiben, an was es liegt, aber ich finde, der Roman hätte mehr Hintergründe über das Leben als Geist und auch das Böse, was angedeutet wird, nötig gehabt. Auch die Handlung wirkte auf mich teilweise etwas sehr konstruiert und geplant. Dabei fehlt mir das Gefühl, dass sich die Geschichte frei entfaltet. Dies zeigt sich auch am Ende wieder. Zwar hat mir das Ende an sich gefallen, jedoch hatte ich hier auch das Gefühl, dass die Autorin nun unbedingt das Buch beenden muss und deshalb die Geschicke so lenkt. Außerdem bleiben dabei noch ein paar Fragen offen, auf die ich gerne noch Hinweise bekommen hätte.

Fazit:
Ein Buch, das leider weit hinter meinen Erwartungen zurück bleibt, da mich sowohl der Schreibstil, als auch die Charaktere und die Handlung nur teilweise überzeugen und fesseln konnten. Zum Glück wird das Buch gegen Ende immer besser, weswegen es einen eher positiven Abschlusseindruck hinterlassen hat. Trotzdem reicht es aufgrund der hervorstechenden Kritikpunkte am Ende nur für gute 2 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2013
Helen ist seit über 100 Jahren tot und spukt seitdem als Silberlicht, eine Art Geist, auf der Erde - mehreren Bewahrern ist sie gefolgt, hat sie verloren, wieder neue gefunden. Ihrem jetzigen Bewahrer, Mr Brown, ist sie eine Muse, die ihm die Worte einflüstert - sie ist jedoch unsichtbar für die Menschen. Bis die dem Jungen Billy begegnet und der sie direkt anschaut und anlächelt. Für Helen ein Schock, sieht sie doch zum ersten Mal seit so langer Zeit wirklich jemand an. Doch es ist nicht Billy, der sie anschaut, sondern James, ein Geist, genau wie Helen, im Körper eines Jungen.
Fasziniert davon, jeweils den anderen der gleichen Art gefunden zu haben, verlieben sich die Beiden ungestüm ineinander - Helen ist jedoch immer noch ein Geist. Körperliche Berührungen sind daher nicht möglich. So beschließen sie gemeinsam einen hohlen Körper für Helen zu suchen, um ihre Liebe ausleben zu können.

Ein wunderschönes, geheimnisvolles Cover und ein vielversprechender Klappentext - meine Erwartungen waren zugegebenermaßen sehr hoch an das Buch. Umso mehr war meine Enttäuschung bereits nach den ersten Kapiteln. Der Anfang ist sehr verwirrend beschrieben und man weiß nicht so recht, was die Autorin nun aussagen möchte. Die Handlung beginnt allmählich, bis es gegen Mitte auch relativ interessant wird. Doch dann geschehen so viele Dinge auf einmal, dass man einfach komplett den Überblick verliert und die ganze Handlung absolut keinen Zusammenhang mehr ergibt.
Die Liebe von Helen und James, sowie deren Verhalten erscheinen mir mehrmals mehr als fragwürdig und ehrlich gesagt, verstand ich oft nicht, was die Autorin nun ihren Lesern eigentlich übermitteln möchte.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich nur als chaotisch beschreiben. Zwar spricht sie viel in Bildern, doch diese helfen leider nicht aus der Verwirrung heraus, die bei mir das gesamte Buch über geherrscht hatte.

Ich habe mir von "Silberlicht" einen leichten und bezaubernden Fantasyroman vorgestellt, doch letztendlich ist es ein Märchen ohne Sinn und Vernunft, welches nur Verwirrung bei mir hinterlässt. Sehr schade.
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