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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles sammeln !
Für mich ist es eines der wichtigsten Enthüllungsbücher überhaupt, das zudem auch noch spannend wie ein Agenten-Thriller geschrieben ist. Aber damit sich jeder selbst ein Urteil bilden kann, möchte ich den anderen Lesern zunächst Inhalt und die für mich wichtigsten Aussagen im Buch darstellen, und zwar Kapitel für Kapitel...
Vor 3 Monaten von Falk Müller veröffentlicht

versus
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2.0 von 5 Sternen Die letzten Retter der freie Welt?
Ich bin schon sehr erstaunt, dass dieses Buch so viele sehr gute Bewertungen bekommen hat. In meinen Augen spielt sich hier der verfassende Journalist (oder doch eher Aktivist:)) sehr als letzter redlicher Vertreter seiner Berufsgruppe auf, welcher, was vielleicht wirklich sein Verdienst ist, die Brisanz der Informationen des IT-Spezialisten Snowden erkannt und diese dann...
Vor 17 Tagen von Thomas R. veröffentlicht


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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles sammeln !, 15. Mai 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Für mich ist es eines der wichtigsten Enthüllungsbücher überhaupt, das zudem auch noch spannend wie ein Agenten-Thriller geschrieben ist. Aber damit sich jeder selbst ein Urteil bilden kann, möchte ich den anderen Lesern zunächst Inhalt und die für mich wichtigsten Aussagen im Buch darstellen, und zwar Kapitel für Kapitel.

1) Kontaktaufnahme

Hier wird geschildert, wie Greenwald im Dezember 2012 die ersten E-Mails von Snowden erhielt, ohne zu ahnen, wer Snowden überhaupt war, weil dieser unter einem Synonym schrieb. Fast wäre es gar nicht zu dem weltweiten Enthüllungsskandal gekommen, da Greenwald anfangs erhebliche Zweifel an der Seriosität von Snowdens Angebot hatte. Zitat: "Es konnte jeder x - Beliebige sein. Jemand, der sich alles nur aus den Fingern gesogen hatte. Denkbar war auch, dass uns eine Regierungsbehörde eine Falle und uns zur Zusammenarbeit verleiten wollte."

2) Zehn Tage in Hongkong

Zum Glück siegte Greenwalds journalistischer Instinkt, an einer Riesensache dran zu sein, und so kam es dann zum ersten Treffen in einem Luxushotel in Hongkong. Dieses Kapitel liest sich schon wie ein Agententhriller - nur das diesmal alles echt war. Wie konspirativ alles ablief, das kann man sich als Unbeteiligter kaum vorstellen. Ich habe mal eine Stelle herausgesucht, um dies zu verdeutlichen: "Für das Treffen waren zwei Zeiten vereinbart: 10 Uhr und 10:20 Uhr. Falls Snowden nicht spätestens zwei Minuten nach der ersten vereinbarten Zeit erschien, sollten wir den Raum verlassen und zur zweiten vereinbarten Zeit wiederkommen."

3) Alles sammeln

In dem Kapitel versucht der Autor eine erste Auswertung der Unmengen an Daten, die Snowden ihm übergeben hatte. Um es ehrlich zu sagen: Ich konnte das als Laie kaum begreifen oder gar einordnen, weil es teilweise um Milliarden abgeschöpfter Daten überall auf der Welt geht. Es gibt zum Beispiel ein Diagramm, das zeigt, dass etwa in unserem Nachbarland Polen an manchen Tagen mehr als 3 Mio Telefongespräche überwacht worden! Im Kapitel wird deutlich, dass diese Sammelwut auch dem langjährigen Leiter der NSA geschuldet war. Der hatte nämlich die schlichte Parole ausgegeben: Alles sammeln! Am Anfang mag diese Sammelwut vielleicht noch wirklich hauptsächlich zur Terrorbekämpfung eingesetzt worden sein. Aber dann wurde sie auf alle amerikanischen Staatsbürger ausgeweitet - und schließlich auf die ganze Welt. Greenwald beschreibt die NSA als eine Krake, die immer weiter ausgreift.

4) Die Gefahr der Massenüberwachung

Hier geht es Greenwald um den Verlust der Privatsphäre, der uns allen droht. Er widerlegt das vorgeschobene Argument, dass Überwachung zum Nutzen der Bevölkerung wäre, weil sie die schlechten Bürger von den guten trennt. Greenwald schreibt: "Die Behauptung, dass eine in die Privatsphäre eindringende Überwachung auf ein Randgruppe beschränkt ist - eine Gruppe von Menschen, die sich etwas zuschulden kommen lassen und es deshalb nicht anders verdient haben - sorgt dafür, dass die Mehrheit den Machtmissbrauch stillschweigend billigt." Aber diese Aussicht ist naiv, meint der Autor. Zitat: "Sich etwas zu schulden kommen lassen, bedeutet für diese Institutionen viel mehr als illegale Aktivitäten, Gewalttätigkeiten. Es liegt im Wesen der Macht, jeglichen Widerstand mit Verbrechen gleichzusetzen oder zumindest eine Bedrohung darin zu sehen."

5) Die vierte Gewalt

In dem Kapitel wendet sich der Autor gegen die politischen Medien, die ja oft als vierte Gewalt im Staat bezeichnet werden. Er beschreibt, dass die Medien ihre Aufgabe, staatlichen Machtmissbrauch zu überwachen und einzudämmen, völlig unzureichend nachkommen. Stattdessen lassen sich die Medien lieber von den Karren der Regierung spannen. Zitat: "Anstatt ihre Äußerungen unter die Lupe zu nehmen, machen sie sich zu ihrem Sprachrohr und erledigen die Drecksarbeit für sie.

FAZIT
Greenwald stellt im Vorwort die Frage: "Wird das digitale Zeitalter die Befreiung des Individuums durch das Internet bringen, oder wird es ein System ominöser Überwachung und Kontrolle etablieren, dass sich nicht einmal die schlimmsten Tyrannen der Vergangenheit hätten träumen lassen?" Das Buch ist zumindest ein wertvoller Beitrag dafür, dass die zweite Möglichkeit doch noch abgewendet werden kann.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch mit Höhen und Tiefen., 26. Mai 2014
Von 
Fabian Beiner (Rohrbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Das dieses Buch ein Besteller werden muss, ist unbestreitbar. Jeder, wirklich jeder sollte es lesen und endlich kapieren, welch große Tat Edward Snowden gemacht hatte und wie viel wir ihm zu verdanken haben.

Das Buch ist in fünf große Kapitel aufgeteilt. Die ersten zwei Kapitel – „Kontaktaufnahme“ und „Zehn Tage in Hongkong“ – sind Stoff, aus dem Blockbuster gemacht sind. Nur handelt es sich hier um schonungslose Realität. Diese zwei Kapitel sind extrem spannend und lassen Edward Snowden nochmals in einem anderen Licht erscheinen, als man ihn bisher wahrgenommen hat.

Danach kommt das große Kapitel „Alles sammeln!“, welches sich wie folgt zusammenfassen lässt: Die NSA liest und hört alles. Vermutlich auch meine Rezension hier. Nach etwa vierzig Seiten wird dieses Kapitel leider ziemlich schnell langweilig. Ja, es ist unglaublich, was da alles abgeht – aber man hat es, wenn man die Nachrichten verfolgt, schon alles mal gehört. Das lässt dieses Kapitel irgendwann „langweilig“ werden, trotz der extrem wichtigen Informationen darin.

Im vierten Kapitel „Die Gefahren der Massenüberwachung“ wird noch mal genau darauf eingegangen, was der Kapitelname verspricht. Interessant, aber auch hier hat man die Informationen schon irgendwo mal gehört. In „Die vierte Gewalt“ geht es noch mal um die Medien, die in diesem „Spiel“ mitmischen.

Das Buch hat, was den Informationsgehalt angeht, definitiv fünf Sterne verdient. Da ich mich mit dem Thema allerdings immer wieder beschäftigt habe und dies nicht meine ersten Informationen dazu waren, habe ich es – bis auf die ersten zwei Kapitel – einfach nicht sehr spannend gefunden. Aus diesem Grund gibt es einen Stern Abzug, der die Wichtigkeit dieses Buches aber nicht schmälert.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtig! Und lohnt sich!, 16. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Es gibt zwar wenig neue Fakten, aber so komprimiert erschlagen sie einen nochmal.
Der Anfang ist spannender als jeder Krimi es sein könnte. Stärken hat das Buch auch in der Einschätzung und Bewertung der Dokumente. Die sehr kenntnisreiche juristische Einordnung (Greenwald war Jurist für Verfassungsrecht) der damit begangenen Rechtsbrüche.
Sehr schwerwiegend ist auch der Bericht über die Rezeption der Dokumente in den Schurkenstaaten USA und dessen Vasallen GB und Canada. Wie dort inzwischen die Pressefreiheit mit Füssen getreten wird unglaublich, das hat man hier auch nicht so mitbekommen. Land of the free...das ich nicht lache.
Als letztem widmet sich Greenwald dem Untergang der amerikanischen Presse, deren willfährigen Gefolgschaft hinter dem gerade amtierenden Präsidentendarsteller.

...und was von meiner Seite her nicht fehlen darf: Gebt dem Patrioten der Freiheit Edward Snowden Asyl in Deutschland!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr aufwühlend und spannend, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Welch ein Buch! Absolute Kaufempfehlung und hoffentlich demnächst ein bestseller.
Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Freue mich darauf, den Autor am kommenden Freitag in München persönlich zu erleben.
Meine Bewunderung für E. Snowden ist nach der Lektüre noch viel größer geworden. Wann wird es für ihn eine sichere Zukunft geben? Ich bin traurig und wütend. Was kann man tun??
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich das wichtigste Buch der letzten Jahre.., 16. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
..mit beachtlicher Sprengkraft.
Ich habe das Buch heute aus Interesse am Hintergrund der Geschichte kurzerhand auf den Kindle geladen und sofort ausgelesen.

Spannend, detailliert und mit einer ebenso simplen, wichtigen wie klaren Botschaft, und zwar, dass sich aufgeklärte Menschen durchaus darüber empören dürfen, dass die USA mittels billiger Rhetorik begründet versucht, eine Schleppnetzfahndung in unsere Wohnzimmer, Korrespondenzen und Firmen zu etablieren und als Notwendig zu proklamieren.
Bleibt diese Empörung, hierzulande zum Beispiel in Form der billigenden Haltung der derzeitigen deutschen Regierung aus, so Gerät die notwendige gesellschaftliche Balance zwischen Staatsdienern (Machthabern) und Privatpersonen (Bürgern) aus den Fugen. Oder mit den Worten Phil Zimmermann: "If privacy is outlawed, only outlaws will have privacy."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Snowden und „Das System“, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
„Vor diesem Hintergrund wählte mich Edward Snowden ein paar Jahre später als erste Kontaktperson aus, der er Vergehen der NSA in noch viel massiveren Dimensionen enthüllte“.

In diesem Sinne bekommt der Begriff der „vierten Gewalt“, den Greenwald im letzten Kapitel seines Buches ausführlich beleuchtet, eine tiefe, erschreckende, weitreichende Dimension, die das Lesen dieses engagiert und mutig verfassten Buches alleine schon lohnt.

Sicherlich ist inzwischen vieles bekannt von dem, was Edward Snowden „verraten“ hat, was ihn zu seinem Handeln bewegte und woran natürlich eine ganze Reihe anderer, „überwachungskritischer“ Menschen beteiligt war.

Wenn man aber sieht, wie schwer sich Untersuchungsausschüsse tun, wie unverfroren weiter Daten abgegriffen werden, wie sehr alle Seiten (die es technisch vermögen) sich an den Daten auch einfacher Bürger hemmungslos bedienen (und natürlich auch vor hohen politischen Rängen dabei keineswegs Halt machen), wie deutlich Spuren auch in Richtung Wirtschaftsspionage von höchster Stelle aus weisen, dann haben die Ereignisse, von denen Greenwald berichtet und seine Schlussfolgerungen keineswegs an Brisanz verloren, sondern werden im Gegenteil Tag für Tag mehr erhärtet.

Auf der Basis von Snowdens Recherchen, die Greenwald vorliegen, führt der Autor Schritt für Schritt die Puzzlesteine zusammen, die das Leben in der neuen, digitalen Welt von dieser dunklen Schattenseite her aufzeigen. Durch die Systeme hinweg.
Denn wer gedacht hätte, das Obama mit auch nur einigen Übergriffen der Bush Regierung ein Ende macht, der sah sich klar getäuscht

„Landesweit gibt es mehr Unterstützung für das Datensammelprogramm im Lager der Demokraten als in dem der Republikaner“.

Und so wurde es auch gehandhabt. Wobei das Handy der Bundeskanzlerin nur die oberste Spitze eines immens großen Eisberges darstellt. Wie inzwischen bekannt sein dürfte.

Das Snowden, Greenwald, andere Aktivisten und Beteiligte umgehend unter Repressionen standen, in die Nähe des „Terrorismus“ gerückt wurden (was zumindest in Amerika eine Entschuldigung für jedwedes Vorgehen gegen solche Personen darstellt) und das dennoch sich diese Leute „den Mund nicht verbieten lassen“ sondern, im Gegenteil, minutiös das „System“ veröffentlichen, das ist ein wichtiges Element einer lebendigen Demokratie und eines sich Wehrens gegen die „vierte Macht“, so ohnmächtig dies auch zunächst wirken mag und so wenig offizielle Unterstützung es auch augenscheinlich zunächst findet.

Wie das genau funktioniert, was da im Hintergrund einerseits als Haltung erkennbar im Raume steht und wie diese technisch durchgeführt wird, mithin, wie unsicher alle Daten in ihrer Privatsphäre geworden sind, das beschreibt Greenwald eingängig, verständlich und klar.

Das damit demokratische Grundrechte von Bürgern in den demokratischen Ländern ad absurdum geführt werden, versteht sich von selbst. Und was man, an kleinen Schritten, dagegen tun kann, wie man zumindest versuchen kann, die eigene Privatsphäre in der digitalen Welt zu schützen, auch hierfür bietet das Buch einige Anhaltspunkte.

Im Kern stellt Greenwald das eigene „Öffnen der Augen“ unter konspirativer Arbeit und, ab einem bestimmten Zeitpunkt, unter äußerem Druck und stetiger Vorsicht dar, das sich stellenweise packend liest und insgesamt hoch informativ dem Leser weit „die Augen öffnet“. Dem Leser vor allem, der unvoreingenommen auf die Vorgänge sieht und einem „Sammelt alles“ nicht widerspruchslos weiter gegenüber stehen will.

Ein wichtiges und gut zu lesendes Werk.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Collect it all!, 31. Mai 2014
Von 
Hanno Reimer (Bergisch Gladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Edward Snowden Whistleblower des Jahrhunderts hat Glenn Greenwald kontaktiert nur hatte dieser knapp 1 Jahr keine Lust mit Snowden in Verbindung zu treten... Das Buch ist sehr interessant und wartet mit der ein oder anderen Anekdote aber auch schockierender Wahrheit über die USA, die NSA und allen voran den haarsträubend lügenden Politikern auf.

Ohne etwas vorwegzunehmen, was man eigentlich schon in den Nachrichten gesehen haben muss- hat mich dieses Buch dennoch erschüttert. Ich mag nicht, wie wir als Weltbevölkerung durch die Geheimdienste bespitzelt, ja sogar manipuliert werden und gerade Kapitel 4 legt mir nahe, auch keine Elektronik mehr aus den USA zu kaufen.
Den ersten Schritt habe ich gemacht, in dem ich nun auf Iphones verzichte und versuche meine Google-Erfahrung zu limitieren, mein Facebook zu kontrollieren und Dinge, die ich nicht öffentlich sehen möchte zu entfernen... Habe ich zwar gelernt, dass es vollkommen egal ist, denn die Daten befinden sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nach bereits auf den Servern der Geheimdienste.

Meiner Meinung nach regt das Buch zum Nachdenken an, es ist Zeit aufzuwachen und die Netneutrality voranzubringen- und ich hoffe wirklich sehr, dass wir Deutschen und auch als Europäer ein Zeichen setzen und auf das Freihandelsabkommen verzichten werden- oder zumindest dieses als Druckmittel gegen die überpräsente Massenabhörung einsetzen, was wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeuteten würde aber dennoch.

Jedermann sollte darüber aufgeklärt werden wie unsere Privatsspähre- und unsere Rechte systematisch gebrochen und verletzt werden durch Programme wie Tempora, Prismn, Xkeyscore, Boundless Informant & Co. auf welche Daten die Sniffer-Programme der NSA Zugriff haben und was man dagegen machen kann. Lohnt sich zu lesen!

Was mich aber absolut erzürnt und was ein Beweis für das "SCHEIßEN AUF PRESSEFREIHEIT" zeigt, ist das sogar in diesem "Enthüllungs"-Buch zensierte Stellen, teilweise ganze Passagen entfernt wurden. Besonders Abhörprogramme, die in Zukunft eingesetzt werden sollen, wurden unkenntlich gemacht. Wen interessiert, was da nun stand, dem sei empfohlen mal auf der Anfangsgenannten Webseite von Greenwald vorbeizuschauen auf der 54.000 Dokumente hochgeladen wurden.

nsadisclosures (.com)
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4.0 von 5 Sternen Die Pflichtlektüre des Jahres, 11. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn die üblichen Kriege im Nahen Osten den Themenkomplex "Geheimdienste & Überwachung" aktuell aus den Schlagzeilen verdrängt zu haben scheinen - die Snowden-Odyssee hält den deutschen Medien-Zirkus seit über einem Jahr auf Trab und wird es wohl auch noch einige Zeit tun. Die Entscheidung, mir jetzt doch das Buch von Glen Greenwald zuzulegen, folgte aus einer frustrierten Einsicht: Obwohl Spiegel und Co. ihrer Leserschaft seit mittlerweile mehr als einem Jahr fortlaufend Beiträge voller kryptischer Akronyme und Tarnnamen, wilder Graphiken und brüchigem Halbwissen auftischen, hatte zumindest ich immer noch nicht das Gefühl, im Kern verstanden zu haben, was hier eigentlich enthüllt worden war.

Von dem Buch wollte ich also wissen:

(Hinsichtlich der zur Anwendung kommenden Technologie:)

- wie die verschiedenen Programme heißen
- was sich hinter den Namen verbirgt, was diese Programme also tatsächlich können
- wie die Programme zusammenwirken, d.h. welche Synergieeffekte sich ergeben

(Hinsichtlich der gesellschaftlichen Folgen:)

- wie eng die Verknüpfung zwischen Regierung und privater Sicherheitsindustrie tatsächlich ist
- welche Prognosen für die Weiterentwicklung des Überwachungsapparats in Zukunft realistisch sind
- welche Implikationen sich aus den Enthüllungen und den zu erwartenden Entwicklungen für den Einzelnen ergeben

Antworten - oder wenigstens Anstöße dazu, eigene Antworten zu finden - bietet dieses Buch schon, dennoch bin ich etwas enttäuscht.

Zu den technischen Fragen:

Die Tarnnamen und Projektbezeichnungen, die man hier erklärt bekommt, kennt man fast alle aus der normalen Berichterstattung. Nichts neues hier, was aber eigentlich zu erwarten war. Leider gelingt es Greenwald aber auch nicht, schlüssig und umfassend zu vermitteln, was diese Programme wirklich können. Sicher, die Zahlen und Fakten, die er listet, geben einen Einduck von dem enormen Ausmaß der Überwachung, und auch das eine oder andere Beispiel für die Anwendung wird angeschnitten - mehr aber auch nicht. Stellenweise wirkt es so, als habe er einfach die Kernaussagen der hier übrigens abgebildeten Original-PowerPoint-Folien der NSA exzerpiert und wiedergegeben, ohne die nötige Transferleistung zu erbringen. Ohne die konsequente Darstellung der grundlegendsten Aufbauten und Funktionsweisen der zentralen Programme ist klar, dass man sich auch keinen Überblick über das von Greenwald mehrfach angesprochene Zusammenwirken zwischen den einzelnen Elementen verschaffen kann.

Die Mängel, die dieses Buch bei der Bewältigung des Kernthemas zweifelsohne hat, kann man dem Autor gleichwohl nicht wirklich anlasten: Er stand hier vor der Herausforderung, als Laie für Laien ein Buch über ein Thema zu schreiben, das hinsichtlich der zu verarbeitenden Quantität der Informationen extrem umfangreich und gleichzeitig hinsichtlich der Qualität der Informationen extrem kompliziert ist - letztlich geht es hier im Kern um Algorithmen und damit um höhere Mathematik.

Zu den gesellschaftlichen Fragen:

Leider gilt auch hier, dass Greenwald allenfalls an der Oberfläche der Fragen kratzt, die diese Enthüllungen zweifelsohne aufgeworfen haben. Die Verknüpfung von Militär und Industrie sind schon seit Eisenhower bekannt, trotzdem hätte ich mich gefreut, gerade in diesem Kontext etwas mehr dazu zu lesen als das abgehangene Klischee der rotierenden Drehtür zwischen den beiden Bereichen. Auch vorsichtige Prognosen, die ja angesichts der aufgedeckten Pläne möglich sein sollten, fehlen weitgehend. Die Auseinandersetzung mit den weitreichenden Implikationen des rasanten technologischen Wandels wäre wahrscheinlich noch viel wichtiger gewesen und fehlt in diesem Buch auf geradezu schmerzhafte Weise...

Was bleibt zu sagen? Eigentlich hätte ich dem Buch eher drei Sterne gegeben - den vierten hat es dann aber doch bekommen, weil Greenwald im ersten Teil, in dem es um die Kontaktaufnahme mit Snowden geht, zeigt, dass er sein Kerngeschäft - Journalismus - doch beherrscht, und weil er im dritten Teil des Buches eine rasiermesserscharfe und hoch präzise, dabei zurecht vernichtende Kritik an der amerikanischen Medienlandschaft anbringt, die bereits für sich den Kauf des Buches rechtfertigt.

Um wirklich in das Thema einzusteigen, muss man wahrscheinlich tiefer in den Kaninchenbau schauen - an handfester Fachliteratur zu Programmierung kommt man wahrscheinlich bald nicht mehr vorbei. Wer dafür Zeit hat, wird sicher ganz schön was zu staunen bekommen... Ich persönlich hoffe darauf, in zehn Jahren Snowdens eigene Erklärung der Dinge in dem unvermeidlichen 2000-Seiten-Wälzer lesen zu können - auch wenn PRISM, XKEYSCORE etc. dann so brandaktuell wie ein c64 sein werden...
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5.0 von 5 Sternen Die Original Enthüllung, 30. Juli 2014
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Es gibt einige Journalisten, die die Enthüllungen Edward Snowdens wiedergeben. Das ist gut, doch Glenn Greenwald ist der Pionier, der den Mut aufbrachte, selbst mit Snowden zusammen zu arbeiten. Er ist deshalb die Nummer eins unter den Journalisten zu diesem Thema.

Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert. Zunächst berichtet Greenwald, wie er Kontakt zu Edward Snowden bekam und lernte, die offenbarten Geheimdienst-Informationen auszuwerten. Dieser Teil liest sich wie ein Krimi. Dabei wird deutlich, wie Greenwald die etablierten Medien zum Jagen tragen muss – von sich aus schrecken renommierte Zeitungen und Fernsehsender davor zurück, sich mit der US-Regierung anzulegen.

Anschließend erklärt der Autor einige der zahlreichen NSA-Überwachungssystem, wobei einige wichtige Informationen auf Druck der Geheimdienste geschwärzt werden mussten. Auch so sind die Angaben spektakulär und erschreckend, auch wenn man bereits Vieles davon gehört oder gelesen haben mag. Die Kontrolle der Telefone, der E-Mail und sozialen Netzwerke ist umfassend, dabei geht Greenwald nicht einmal besonders auf Flugdaten, Geldtransfers (Kreditkarten-Daten), Gesichtserkennung u.v.m. ein, die noch dazukommen. Einige eher technische Abschnitte mögen für Laien verwirrend sein; wer sich mit Computern auskennt, wird aber gerade daran Interesse haben.

Als Leser fragt man sich: Wozu dient dieser gigantische Apparat? Eine Antwort darauf versucht der Autor in den nachfolgenden Kapiteln zu geben, einschließlich einem Plädoyer für Demokratie, Bürgerrechte und Privatheit.

Glenn Greenwald hat ebenso wie Edward Snowden seine Freiheit dafür riskiert, um der Öffentlichkeit diese Enthüllungen bringen zu können. Im Gegensatz zu anderen Autoren wie etwa des NSA-Komplex ist er keine Kompromisse eingegangen, sondern hat nach Kräften jegliche Überwachung aufgedeckt.

Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der sich mit gesellschaftlichen Fragen der Demokratie auseinandersetzt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Sachbuch zum Thriller Silent Control, 19. Mai 2014
Von 
Thomas Winter (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen (Gebundene Ausgabe)
Sicher eines der wichtigsten Bücher zum Thema Überwachung. Sämtliche Fakten überzeugen und bestätigen, das viele der bisher als Verschwörung diffamierten Behauptungen von Internetaktivisten richtig lagen. Glück das Greenwald Snowden ernst genommen hat. Aber es gab schon davor zahlreiche Bücher und Whistleblower die das zu enthüllen versucht haben. Aber erst originale Dokumente machten den ganzen Schrecken greifbar.
Wer den Thriller dazu lesen mag, der in einer Dystopie noch etwas weiter geht und militärische Überwachungs- und Manipulationstechnologien mit einbezieht sei Silent Control empfohlen. Bereits im November 2012 erschienen.
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